CH527002A - Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren und Trennen körniger Gutmischungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren und Trennen körniger Gutmischungen

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CH527002A
CH527002A CH1164170A CH1164170A CH527002A CH 527002 A CH527002 A CH 527002A CH 1164170 A CH1164170 A CH 1164170A CH 1164170 A CH1164170 A CH 1164170A CH 527002 A CH527002 A CH 527002A
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    • B03B4/00—Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description


  
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren und Trennen körniger Gutmischungen
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Sortieren und Trennen einer Minorität von Körnern kleiner Schwebegeschwindigkeit und einer Majorität von Körnern grösserer Schwebegeschwindigkeit aus Mischungen körnigen Gutes unter den Einflüssen von Wurfschwingbewegungen einer ebenen, geneigten, gasdurchlässigen Gutauflage auf das an einer Einlaufstelle aufgegebene Gut und von die Gutauflage von unten nach oben durchströmendem und das darüber geführte Gut in Schwebezustand versetzendem Luftstrom, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, mit einer über die Einlaufstelle auf der ebenen, geneigten, gasdurchlässigen Gutauflage führenden Speisevorrichtung, einer die Gutauflage schwingfähig tragenden Lagerung,

   mit einem der Gutauflage zugeordneten Schwingantrieb zur Erzeugung der Wurfschwingbewegungen, mit Mitteln zur Erzeugung des die Gutauflage und das darüber geführte Gut von unten nach oben durchströmenden Luftstromes und mit an die Gutauflage angrenzenden Ausläufen je für die Minorität und Majorität von Körnern.



   Unter Schwebegeschwindigkeit versteht man diejenige Geschwindigkeit eines aufströmenden Luftstromes, welcher ein darin befindliches, körniges Gut in der Schwebe zu halten vermag. In diesem Schwebezustand verändert sich also die Lage des Kornes weder aufsteigend noch abfallend. Für diesen Begriff  Schwebegeschwindigkeit , ist im deutschsprachigen Raume neuerdings auch der Begriff  Endfallgeschwindigkeit  gebräuchlich.



   Bei Verfahren und Vorrichtungen der erwähnten Art ist es bekannt (DP Nr. 1 083 105, USP Nr. 2 718 307), die Körner mit einer grossen Schwebegeschwindigkeit von der Einlaufstelle weg längs einer ansteigenden Linie zum entsprechenden Auslauf zu fördern, wogegen die Körner mit einer kleineren Schwebegeschwindigkeit angenähert längs einer horizontalen Linie zum zugeordneten Auslauf gefördert werden. Weiter ist bekannt (Kan. P Nr. 447 173), sowohl die Körner mit grosser als auch die mit kleiner Schwebegeschwindigkeit längs einer Fallinie durch die Einlaufstelle der Gutmischung zu den entsprechenden Ausläufen zu fördern. Dabei ist der Auslauf für die schwere Fraktion am oberen und der Auslauf für die leichte Fraktion am unteren Ende der geneigten Gutauflage angeordnet.



   Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung eines Verfahrens der erwähnten Art zur Erzielung einer besseren Trennwirkung zwischen den Körnern mit grosser bzw.



  kleiner Schwebegeschwindigkeit und zur Erzielung einer höheren Leistung (kg Gutgemisch/Zeiteinheit) sowie das Schaffen einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.



   Erfindungsgemäss wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass aus dem Bereich der Einlaufstelle die Majorität durch die Wurfschwingbewegung entlang einem horizontalen Bereich weggefördert und ausgetragen wird und die im Schwebezustand abschwimmende Minorität in einem Bereich zwischen der Fallinie und einer Linie halber Fallinienneigung durch den Bereich der Einlaufstelle ausgetragen wird;

   zur Durchführung des Verfahrens wird vorgeschlagen, dass zum Austragen der Majorität die Förderrichtung vom Bereich der Einlaufstelle weg entlang einem horizontalen Bereich auf der Gutauflage vorgesehen ist, und dass der Auslauf für die Majorität in diesem Bereich der Horizontalen liegt, dass ferner zum abschwimmenden Wegführen der Minorität auf der Gutauflage aus dem Bereich der Einlaufstelle unterhalb des erwähnten horizontalen Bereiches ein Fliessbereich durch den Bereich der Einlaufstelle zwischen der Fallinie und einer Linie halber Fallinienneigung vorgesehen ist, und dass in diesem Fliessbereich der Auslauf für die Minorität liegt, sowie dass die Richtung der vom Schwingantrieb erzeugten Wurfschwingbewegungen spitzwinklig zur und in Förderrichtung orientiert ist.



   Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispieles des   Verfahrens,   
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispieles des Verfahrens,
Fig. 3 eine Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in Richtung des Pfeiles III nach Fig. 4,
Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV nach Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V nach den Fig. 3 und 4 und  
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI nach Fig. 5, wobei Teile weggelassen sind.



   Nach Fig. 1 ist die Ebene einer schwingbaren, luftdurchströmten und geneigten Gutauflage durch die Spur  S  und die Steigung a gegeben. Die Gutmischung tritt im Bereich einer Einlaufstelle E' auf die Gutauflage auf.   Ass    bezeichnet den Auslauf für die Körner mit grosser Schwebegeschwindigkeit und AL denjenigen für die Körner mit kleiner Schwebegeschwindigkeit. Der Doppelpfeil W bezeichnet die Richtung der Wurfschwingbewegung der Gutauflage. F bezeichnet die Fallinie durch die Einlaufstelle E' und H eine horizontale Linie durch Einlaufstelle E'. Die strichpunktierte Linie B bezeichnet den Verlauf einer Begrenzung für die Gutauflage.



   Bei E' auf die Gutauflage auftretendes Gutgemisch wird unter dem Einfluss der Luftströmung schichtend sortiert, wobei infolge der Wurfschwingbewegung (Doppelpfeil W) und der Anordnung einer Begrenzungswand Bo die Körner mit grosser Schwebegeschwindigkeit, die als untere Schicht auf der Gutauflage aufliegen, in Richtung des Pfeiles P1 längs der horizontalen Linie H zum Auslauf   A's    gefördert werden.



  Die Körner mit kleiner Schwebegeschwindigkeit, über die untere Schicht sortiert, folgen, teilweise geleitet durch eine Begrenzungswand   Bu,    fliessend der Fallinie F zum Auslauf AL (Pfeil P2).



   Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Teile wie in Fig. 1. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom vorangehenden dadurch, dass der Auslauf   AL1    für die Körner mit kleiner Schwebegeschwindigkeit nicht auf der durch die Einlaufstelle E'1 führenden Fallinie F1 liegt, sondern seitlich gegen eine Linie D'1 halber Fallinienneigung versetzt ist.

  Die von der Einlaufstelle E'1 ausschliesslich unter der Wirkung der Schwerkraft abschwimmenden Körner folgen somit vorerst der Fallinie F1 und alsdann der Begrenzung   Biu    (Pfeil   P20).    Weiter unterscheidet sich dieses Ausführungsbeispiel durch eine an die Einlaufstelle E'1 anschliessende, zwischen dieser und dem Auslauf   Asl    angeordnete Zone Z'1, in der die Gutmischung einer stark pulsierenden Luftströmung unterworfen wird. Die starke Pulsation erzwingt ein rasches Schichten und daher Sortieren der Körner.

  Die Fallinie F12 durch den Auslauf   AL1    schneidet die Horizontale H1 in dieser Zone Z1, da die Körner mit kleiner Schwebegeschwindigkeit vorwiegend unter der Wirkung der Schwerkraft aus dieser Zone   Z    längs der Fallinie F12 gegen den Auslauf   AL1    abschwimmen.



   In beiden Ausführungsbeispielen erfahren die Körner mit kleiner Schwebegeschwindigkeit, infolge der auf die darunter liegenden Schichten ausgeübten Wurfschwingbewegungen, eine seitliche Abweichung zur strichpunktierten Linie D' bzw. D'1 mit halber Fallinienneigung (a/2).



   Die in den Fig. 3 bis 6 dargestellte Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, das aus einem haubenförmigen Gehäuseoberteil 2 und einem trichterförmigen Gehäuseunterteil 3 besteht.



  Das Gehäuse 1 begrenzt nach drei Seiten eine luftdurchlässige Gutauflage 4, welche aus einer aus Maschendraht gebildeten Gitterfläche 5 und einer mit Abstand parallel darunter angeordneten Lochplatte 6 besteht. Das Gehäuseoberteil 2 weist einen Stutzen 7 auf, der mittels eines flexiblen Balges 8 an einer Saugleitung 9 angeschlossen ist. Die Saugleitung 9 ist am Saugstutzen eines Luftgebläses 10 angeschlossen. Das Gehäuseunterteil 3 ist durch Wände 11, 12 und 13 bis zur Gutauflage 5 in Kammern 14 bis 18 aufgeteilt, die entsprechende Belüftungszonen in der Gutauflage 4 bilden (Fig. 5).



  Den Kammern 14 bis 17 ist je eine von vier axialsymmetrisch angeordneten Lufteintrittöffnungen 19 zugeordnet, wogegen die Kammer 18 durch eine Öffnung 20 in der Wand des Gehäuseunterteils 2 direkt mit der Eintrittsluft verbunden ist. Auf der Lufteintrittseite der Lufteintrittöffnungen 19 ist.



  um eine am Gehäuse 1 befestigte Achse 21 eine Scheibe 22 drehbar gelagert (Fig. 5). Die Scheibe 22 ist mit fünf axial symmetrisch angeordneten Durchtrittöffnungen 23 versehen.



  Das Gehäuse 1 mit der Gutauflage 4 ist in einer zur Längs seite 25 der Gutauflage 4 parallelen Richtung schwingbar gelagert. Zu diesem Zweck sind am Gehäuse 1 zwei Laschen 26 und 27 befestigt, welche mit einem Rohr 28 fest verbun den sind. Zwischen jeder der Laschen 26 und 27 ist je ein Lagerkörper 29 und 30 am Rohr 28 befestigt. Die Lagerkörper 29 und 30 sind mittels Schraubenfedern 31 gegen
Supporte 32 und 33 abgestützt, welche auf einer Wippe 34 aufgesetzt und mit diesen fest verbunden sind. An dem den Laschen 26 und 27 gegenüberliegenden Ende des Gehäuses 1 ist an diesem ein nach unten keilförmig zulaufender Block
35 befestigt. Der Block 35 ist mittels Federn 36 auf einem Support 37 abgestützt, der seinerseits an der Wippe 34 befestigt ist. Die Wippe 34 ist um eine zum Rohr 28 parallele Achse 38 schwenkbar gelagert, welche ihrerseits auf einer zweiten Wippe 39 angeordnet ist.

  Die zweite Wippe 39 ist um eine horizontale, ortsfeste, zum Rohr 28 quer orientierte
Achse 40 schwenkbar. Die Achse 40 ist fest in zwei Trägern
41 angeordnet, welche an einer ortsfesten Unterlage 42 befestigt sind. Die zweite Wippe 39 weist eine Gewindebohrung auf, in die ein mit einem Handrad 44 versehener Gewinde bolzen 43 geschraubt ist. Der Gewindebolzen 43 ruht mit seinem vorausgehenden Ende auf einer Unterlagscheibe 45, so dass durch eine Drehung des Handrades 44 die Neigung der zweiten Wippe 39 verändert werden kann. Die erste Wippe 34 bildet mit der zweiten Wippe 39 ein Kreuzgelenk.



  Im Bereich des Supports 37 ist zwischen der ersten Wippe 34 und der Unterlage 42 ein Scherenheber 46 angeordnet. Die beiden oberen Schenkel 47 und 48 sind um eine in der Wippe 34 fest angeordnete Achse 49 schwenkbar, während die unteren Schenkel 50 und 51 um eine mit der Unterlage 42 fest verbundene Achse 52 schwenkbar sind. Ein mit einem Gegengewinde und einem Handrad 53 versehener Bolzen 54 verbindet die beiden anderen Gelenkachsen des Scherenhebers 46. Durch eine Drehung am Handrad 53 wird die Wippe 34 in ihrer Neigung um die Achse 38 verschwenkt. Durch eine Drehung an den Handrädern 53 und 44 kann somit die Längs- und Querneigung der Wippe 34 und damit der Gutauflage 4 verändert werden.



   Am Rohr 28 ist weiter ein Halteblock 55 befestigt, an dem ein Motor 56 mittels Laschen 57 seitlich schwingfähig gelagert ist. An der Welle des Motors sind symmetrisch zwei Exzentergewichte 58 angeordnet. Die Rotationsachse dieser Exzentergewichte 58 ist spitzwinklig gegen die Gutauflage 4 geneigt.



  Die derart angeordnete Motorwelle erzeugt bei laufendem Motor eine zur Längsseite 25 parallele Schwingbewegung der Gutauflage 4 und auf diese wegen der spitzwinkligen Lage zur Ebene der Gutauflage 4 Wurfbewegungen mit vorgegebenem Hub.



   Am Rohr 28 ist weiter eine Rätschkupplung 59 befestigt.

 

  Die Antriebswelle der Rätschkupplung 59 wird durch einen daran angelenkten Stab 60 vom Motor 56 angetrieben, der mit seinem freien Ende an einer Lasche 61 angelenkt ist, welche ihrerseits fest mit dem Motor 56 verbunden ist. Auf der Abtriebswelle der Rätschenkupplung 59 ist drehfest eine Keilriemenscheibe 62 angeordnet, welche über einen Keilriemen 63 eine Keilriemenscheibe 64 antreibt, welche drehfest mit der Scheibe 22 verbunden ist. Die Scheibe 22 wird somit durch die seitlichen Schwingbewegungen des Schwingantriebes in Drehung versetzt.



   Längs der Seite 25 der Gutauflage 4 sind drei Ausläufe 65, 66 und 67 angeordnet. Der Auslauf 65 dient der Wegführung von Körnern mit grosser Schwebegeschwindigkeit, die mit einem Anteil von 85-99 Gew. % eine Majorität bilden; der Auslauf 67 dient der Wegführung von Körnern mit kleiner Schwebegeschwindigkeit, die mit einem Anteil von 1 bis  
15 Gew. % eine Minorität bilden. Durch den Auslauf 66 wer den aus Minorität und Majorität gemischte Fraktionen aus getragen. Längs dem Auslauf 66 verläuft eine stauende Über    laufkante    68, längs der die von der leichten Fraktion getrenn ten Körner unter dem Einfluss der Wurfschwingbewegung der
Gutauflage 4 zum Auslauf 65 gefördert werden, während die darüber befindliche, gemischte Fraktion über die   Überlauf-    kante 68 in den Auslauf 66 fällt.

  Die Ausläufe 65 bis 67 sind trichterförmig ausgebildet und bilden analog den oberen und unteren Gehäuseteilen 2 und 3 eine geschlossene Einheit.



   Verstellbare Klappen 97 und 98 erlauben die Veränderung der Einlaufbereiche in die zu den Ausläufen 65, 66, 67 füh renden Sammeltrichter. Die in die Ausläufe 65 bis 67 fallen den Körner werden durch elastische Auslasstrichter 99', 99",
99"' ausgetragen.



   Die elastischen Auslasstrichter 99', 99", 99"' verhindern
Falschlufteintritte, da sie sich unter dem Druckgefälle selbst schliessen und lediglich je unter dem Gewicht der auszutra genden, getrennten Körner der Minorität, der Majorität und
Mischfraktionen öffnen.



   Den Ausläufen 65 bis 67 gegenüberliegend ist im Ge häuse 1 über der Gutauflage 4 eine Speiserinne 69 fest ange ordnet. Durch das obere Gehäuseteil 2 führt im Anschluss an ein flexibles Rohr eine schleusende Speisevorrichtung 70 über das hintere Ende der Speiserinne 69. Durch die Speisevorrichtung 70 fliesst das körnige Gut auf die Speiserinne 69 und von deren Ende auf die Einlaufstelle 71 auf der Gutauflage 4. Wie aus Fig. 6 hervorgeht, kann die Speiserinne 69 mehrere verschliessbare Auslassöffnungen 72, 73 und 74 aufweisen. Die Auslassöffnungen 72 bis 74 bestehen je aus einer Platte 75, 76 bzw. 77, welche je mit einer in der Gehäusewand drehbar gelagerten Achse 78, 79 und 80 fest verbunden sind. Die Platten 75 bis 77 können durch ein Drehen an den Achsen 78 bis 80 koplanar angeordnet oder nach oben geschwenkt werden.

  Je nach der Lage der Platten 75 bis 77 ver  ändert sich die Lage der Einlaufstelle 71 längs der Gutauflage 4 nach unten oder nach oben.



   Die beschriebene Vorrichtung funktioniert wie folgt.



  Durch das Einschalten des Motors 56 wird die Gutauflage 4 in Schwingung versetzt, wobei sie zur Längsseite 25 parallele Wurfschwingbewegungen ausübt. Ebenfalls wird das Gebläse
10 in Betrieb gesetzt, welches Luft durch die Lufteintritt öffnungen 19, die Gutauflage 4 und die Saugleitung 9 saugt.



  Durch die drehende, vom Schwingantrieb angetriebene Scheibe 12 wird die durch die Lufteintrittöffnungen 19 in die Kammern 14 bis 17 strömende Luft periodisch variiert, so dass ein pulsierender Luftstrom durch die Gutauflage 4 entsteht. Da die dem Einlaufbereich 18 benachbarte Kammer 15 der Gitterfläche 5 eine wesentlich kleinere Querschnittsfläche als die Kammern 14, 16 und 17 zuwendet, entsteht im Bereich dieser Kammer 15 ein erheblich stärker pulsierender Luftstrom als im Bereich der Kammern 14, 16 und 17. Durch den der Kammer 18 zugeordneten Teil der Gutauflage entsteht in diesem Einlaufbereich durch die unveränderte   Öff-    nung 20 ein ebenfalls starker, aber kontinuierlicher Luftstrom.



   Durch das Rohr 70 wird die körnige Gutmischung zugeführt. Die Gutmischung gelangt über die Speiserinne 69 im Bereich der Einlaufstelle 71 auf die Gutauflage 4 und wird in der konstanten Luftströmung in den Schwebezustand versetzt. Die Körner mit kleiner Schwebegeschwindigkeit schichten sich sortierend über die auf die Gutauflage 4 absinkenden, aussortierenden Körner mit grosser Schwebegeschwindigkeit.



   In diesem Zustand tendiert die sich allmählich sortierende Gutmischung, über die Neigung in Richtung der Fallinie abzufliessen. Diesem Bestreben entgegengesetzt wirkt die gegen das Wandstück 82 und die in Fig. 5 obere Begrenzungswand .81 gerichtete Wurfschwingbewegung der Gutauflage 4. Das vorzugsweise gegen den Bereich der Horizontalen aus dem Bereich der Einlaufstelle 71 zum Auslauf 65 für die Majorität leicht abfallend geneigte Wandstück 82, hindert das einfliessende Gutgemisch an zu raschem Wegfliessen in den Bereich der Kammer 15. Zur weiteren Trennung der Minorität von der Majorität wird die Gutmischung im Bereich der Kammer
15 einer stark pulsierenden Luftströmung ausgesetzt.

  Die an die Oberfläche aufsteigenden Körner der Minorität schwimmen nun in Richtung der Fallinie auf der Gutmischung zum Auslauf 67, während die Majorität, d. h. die auf die Gutauflage 4 abgesunkenen Körner, entlang einer etwa Horizon talen zum Auslauf 65 gefördert wird. Dies geschieht im wesentlichen in einem Bereich längs der Begrenzungswand 81.



   Von dem gegen die   Überlaulkante    68 gelangenden Teil der Gutmischung werden die unteren Schichten durch diese zurückgehalten und unter dem Einfluss der Wurfschwingbewegungen der Gutlage 4 gegen den Auslauf 65 gefördert.



  Die darüber befindliche Schicht, eine Mischfraktion aus Körnern der Majorität und der Minorität, tritt über die Überlaufkante 68 in den Auslauf 66 über und kann in bekannter Weise durch ein nicht dargestelltes Förderorgan in den Einlaufbereich 70, 71 zurückgefördert werden, um sie einer nochmaligen Trennarbeit zu unterwerfen. Die Grenzen zwischen Majorität und Minorität zu der von beiden enthaltenden Mischfraktion werden durch die Klappen 97 und 98 festgelegt.

 

   Je nach der Beschaffenheit der Gutmischung kann die Einlaufstelle 71 durch eine Verschwenkung der Platten 75 bis 77 verstellt werden, was über das im wesentlichen lotrecht unter dem Schwerpunkt der schwingenden Teile der Vorrichtung angeordnete Kreuzgelenk zwischen der Unterlage und den beiden Wippen geschieht. Weiter kann entsprechend den Anforderungen an die Qualität der Trennarbeit die Neigung der Gutauflage 4 durch ein Drehen an den Handrädern 44 und 53 verstellt werden, was vor allem eine Verlegung der Horizontalen und der Fallinie auf der Gutauflage und damit die Förder- und abschwimmenden Fliesseigenschaften der sortierten Güter zu deren Trennung zur Folge hat.



   Nach einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Vorrichtung statt mit Saugluft mit Druckluft betrieben. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zum Sortieren und Trennen einer Minorität von Körnern kleiner Schwebegeschwindigkeit und einer Majorität von Körnern grösserer Schwebegeschwindigkeit aus Mischungen körnigen Gutes unter den Einflüssen von Wurfschwingbewegungen einer ebenen, geneigten, gasdurchlässigen Gutauflage auf das an einer Einlaufstelle aufgegebene Gut und von die Gutauflage von unten nach oben durchströmendem und das darüber geführte Gut in Schwebezustand versetzendem Luftstrom, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Bereich der Einlaufstelle (E', E'2) die Majorität durch die Wurfschwingbewegungen (W, W1) entlang einem horizontalen Bereich (H, H1) weggefördert und ausgetragen wird, und dass die im Schwebezustand abschwimmende Minorität in einem Bereich zwischen der Fallinie (F, F1) und einer durch den Bereich der Einlaufstelle (E', E'1) verlaufenden Linie (D',
    D',) halber Fallinienneigung ausgetragen wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einer über die Einlaufstelle auf der ebenen, geneigten, gasdurchlässigen Gutauflage führenden Speisevorrichtung, einer die Gutauflage schwingfähig tragenden Lagerung, mit einem der Gutauflage zugeordneten Schwingantrieb zur Erzeugung der Wurfschwingbewegungen, mit Mitteln zur Erzeugung des die Gutauflage und das dar über geführte Gut von unten nach oben durchströmenden Luftstromes und mit an die Gutauflage angrenzenden Ausläufen je für die Minorität und Majorität von Körnern, da durch gekennzeichnet, dass zum Austragen der Majorität die Förderrichtung vom Bereich der Einlaufstelle (71) weg entlang einem horizontalen Bereich auf der Gutauflage vorgesehen ist, und dass der Auslauf (65) für die Majorität in diesem Bereich der Horizontalen liegt,
    dass ferner zum abschwimmenden Wegführen der Minorität auf der Gutauflage (4) aus dem Bereich der Einlaufstelle (71) unterhalb des erwähnten horizontalen Bereiches ein Fliessbereich durch den Bereich der Einlaufstelle zwischen der Fallinie und einer Linie halber Fallinienneigung vorgesehen ist, und dass in diesetn Fliessbereich der Auslauf für die Minorität liegt, sowie dass die Richtung der vom Schwingantrieb (56, 58) erzeugten Wurfschwingbewegungen spitzwinklig zur und in Förderrichtung orientiert ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom zonenweise pulsierend durch die Gutauflage strömt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere die Majorität in einer an den Bereich der Einlaufstelle anschliessenden, zwischen der Einlaufstelle und dem Auslauf der Majorität angeordneten Zone (Z') einer stark pulsierenden Luftströmung ausgesetzt wird, und dass aus dieser Zone die Majori .tät horizontal (H1) und die Minorität in der Fallinie (F12) weggeführt wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Einlaufstelle und angrenzend an die erwähnte Zone ein kontinuierlicher, intensiver Luftstrom wirksam ist.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gutauflage (4) längs einer Geraden (25) vom Auslauf (65) der Majorität zum Auslauf (67) der Minorität begrenzt ist.
    5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ausläufe (65, 67) aneinandergrenzen.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gutauflage (4) längs einer Geraden (25) vom Auslauf (65) der Majorität zum Auslauf (67) der Minorität begrenzt ist, und dass angrenzend an die Gutauflage (4) und die beiden Ausläufe (65 und 67) ein weiterer Auslauf (66) für eine gemischte Fraktion vorgesehen ist, welche aus Körnern der Majorität und der Minorität besteht.
    7. Vorrichtung nach Unteranspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Einlaufstelle (71) auf der der erwähnten Geraden (25) abgewandten Seite durch eine zu dieser parallele Begrenzungswand begrenzt ist, welche mit einem Ende an eine obere Begrenzungswand (81), die tangential vom Bereich der Einlaufstelle (71) zum Auslauf (65) für die Majorität führt und mit dem anderen Ende an eine untere Begrenzungswand anschliesst, die tangential vom Bereich der Einlaufstelle (71) zum Auslauf (67) der Minorität führt.
    8. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisevorrichtung (69, 70) eine mit Abstand über der Gutauflage (4) angeordnete, sich zur Einlaufstelle (71) hin erstreckende, schwingende Speiserinne (69) aufweist.
    9. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Begrenzungswand (81) ein zur Speiserinnenlängsachse rechtwinklig orientiertes Wandstück (82) aufweist.
    10. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Speiserinne (69) in Längsrichtung hintereinander mehrere abschliessbare Auslassöffnungen (72, 73, 74) aufweist, um die Einlaufstelle (71) auf der Gutauflage (4) zu verschieben.
    11. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Auslauf (66) für die gemischte Fraktion und der Gutauflage (4) eine stauende Überlaufkante (68) angeordnet ist.
    12. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (66) für die gemischte Fraktion in ein im Bereich der Einlaufstelle endendes Förderorgan mündet.
    13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gutauflage (4) in Zonen (14 bis 18) aufgeteilt ist, von denen eine erste Zone (18) im Bereich der Einlaufstelle (71) liegt, dass an die erste Zone (18), zwischen der Einlaufstelle (71) und dem Auslauf (65) für die Majorität eine zweite Zone (15) anschliesst, dass an diese beiden Zonen (15, 18) weitere Zonen (14, 16, 17) anschliessen und dass Mittel in der ersten Zone einen starken gleichmässigen, in der zweiten Zone einen stärker pulsierenden und in den weiteren Zonen einen schwächer pulsierenden Luftstrom erzeugen.
    14. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gutauflage (4) in einem geschlossenen Gehäuse (1) angeordnet ist, dessen Gehäuseoberteil (2) die Begrenzungswände an der Gutauflage (4) bildet und diese überdeckt und dessen Gehäuseunterteil (3) unter der Gutauflage (4) eine Kammer bildet.
    15. Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisevorrichtung (70) in das Gehäuseoberteil (2) über die darin angeordnete Speiserinne (69) mündet und getrennt davon eine Saugleitung (9) aus dem Gehäuseoberteil (2) zu einem Luftsaugrohr (10) führt.
    16. Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuseunterteil (3) durch darin ausgebildete Lufteintrittöffnungen (19, 20) mit einer Luftquelle in Verbindung steht.
    17. Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseunterteil (3) für jede Zone (14 bis 18) eine Kammer mit einer Lufteintrittöffnung (19, 20) aufweist, dass jede Lufteintrittöffnung der zweiten und weiteren Zonen (14 bis 17) durch ein Element (22) im Querschnitt periodisch vergrösserbar und verkleinerbar ist, und dass die Fläche der Gutauflage (4) der zweiten Zone (15) angenähert halb so gross wie diejenigen der weiteren Zonen (14, 16, 17) ist.
    18. Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (67) für die Minorität und die zweite Zone (15) in einer Fallinie durch diese liegen und der Auslauf (65) für die Majorität auf.etwa der gleichen Höhe wie die zweite Zone (15) liegt.
    19. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung der vom Schwingantrieb (56, 58) erzeugten Wurfschwingbewegungen vom Auslauf (67) für die Minorität zum Auslauf (65) für die Majorität gerichtet ist.
    20. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die die Gutauflage (4) schwingfähig tragende Lagerung (31, 32, 33, 36, 37) zur Veränderung der Neigung der Gutauflage mit Bezug auf eine feste Unterlage (42) sowohl in Richtung der Wurfschwingbewegungen als auch rechtwinklig dazu höhenverstellbar ist.
    21. Vorrichtung nach Unteranspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung der Gutauflage (4) drei mit Schwingelementen (31, 36) versehene Supporte (32, 33, 37) aufweist, dass die drei Supporte (32, 33, 37) auf der emen Seite der Schwingelemente (31, 36) mit dem schwingfähigen Teil der Vorrichtung und auf der anderen Seite der Schwingelemente (31, 36) mit einer ersten Wippe (34) ver
    bunden sind, dass die erste Wippe (34) über eine erste Achse (38) auf einer zweiten Wippe (39) und diese über eine zweite Achse (40) auf einer festen Unterlage (42) schwenkbar gelagert sind, dass die zweite Achse (40) horizontal und parallel zur Richtung der Wurfschwingbewegungen und die erste Achse (38) rechtwinklig dazu angeordnet sind, und dass jeder Wippe (34, 39) Mittel (43, 44, 46) zur Einstel lung der Neigung zugeordnet sind.
    22. Vorrichtung nach Unteranspruch 21, dadurch gekenn zeichnet, dass die drei Supporte (32, 33, 37) als Dreipunktauflage um den Schwerpunkt des schwingfähigen Teiles der Vorrichtung angeordnet sind.
    23. Vorrichtung nach Unteranspruch 20, dadurch gekenn bezeichnet, dass die Wippen (34, 39) und die Achsen (38, 40) ein Kreuzgelenk bilden, dessen Kreuzungspunkt angenähert lotrecht unter dem Schwerpunkt des schwingfähigen Teiles der Vorrichtung liegt.
CH1164170A 1970-08-03 1970-08-03 Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren und Trennen körniger Gutmischungen CH527002A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4466542A (en) * 1981-02-23 1984-08-21 Gebruder Buhler Ag Separating contrivance for cereals

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