CH527431A - Verfahren zur Herstellung eines optischen Beugungsgitters - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines optischen BeugungsgittersInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines optischen Beugungsgitters Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines optischen Beugungsgitters mit Profilfurchen durch Belichtung einer lichtempfindlichen Schicht.
Es ist bekannt, optische Beugungsgitter durch Ritzen mittels entsprechend geformter Diamanten zu erzeugen. Es ist ferner bekannt, optische Beugungsgitter dadurch zu erzeugen, dass eine durch Lichteinwirkung veränder bare Schicht der Belichtung durch ein Streifensystem ausgesetzt wird, sei es durch eine vorbereitete Vorlage hindurch, sei es durch direkte Einwirkung eines Systems aus parallelen äquidistanten Interferenzstreifen kohären ter Wellenzüge. Die Erfindung ist eine besonders vorteil hafte Weiterbildung des genannten Verfahrens, bei dem eine lichtempfindliche Schicht belichtet wird.
Das erfin dungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Profilfurchen in der lichtempfindlichen Schicht durch Überlagerung von mehreren Belichtungen mit periodischen Streifensystemen unterschiedlichen Strei fenabstandes und nachfolgender Entwicklung gebildet werden.
Mehrere Beispiele für die Durchführung des Verfah rens sind in der nun folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläu tert.
Die Fig. 1, 2, 2a-2c, und 3 beziehen sich auf ein Beispiel des Herstellungsverfahren gemäss der Erfin dung.
Fig. 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer Anordnung zur Erzeugung von Interferenzen paralleler kohärenter Lichtbündel. Ein von einem Laser 20 ausge hendes Lichtbündel geht durch eine Sammellinse 21, eine Blende 22 und eine weitere Sammellinse 23. Das Laserbündel wird auf diese Weise verbreitert. Es wird an einem teildurchlässigen Spiegel 24 teilweise reflektiert, zum Teil durchdringt es diesen Spiegel 24 und trifft auf einen weiteren Spiegel 25. Die beiden Teilbündel 26 und 27 durchdringen sich und erzeugen ein Interferenzstrei fensystem 28 mit sin2-förmiger Intensitätsverteilung.
Der gegenseitige Abstand der Streifen hängt ausser von der Wellenlänge des erzeugenden Laserlichtes vom Durchdringungswinkel der Bündel 26 und 27 ab. Der Durchdringungswinkel lässt sich durch Veränderung der Lage der Spiegel 24 und 25 leicht verändern. An dem Ort des Interferenzstreifensystems 28 wird ein Träger 30 mit einer lichtempfindlichen Schicht 29 aufgestellt.
Durch Variation des Durchdringungswinkels der Bündel 26 und 27 zwischen 0 und 180 werden nun nacheinander ;Streifensysteme wie in Fig. 2 und 2a bis 2c erzeugt. In .den nacheinander erzeugten Streifensystemen verhält sich die pro Längeneinheit entfallende Anzahl der Streifen wie 1 : 2 :
3 usw., d. h. mit anderen Worten, dass die Raumfrequenzen dieser Streifensysteme in ganzzahligem Verhältnis zueinander stehen. 'Setzt man eine und dieselbe lichtempfindliche Schicht 29 nachein ander diesen verschiedenen Streifensystem aus, so über- lagert,sich die Wirkung der verschiedenen Belichtungen für den Fall, dass eine nicht zu hart arbeitende lichtemp findliche Schicht gewählt wurde und dass selbst an Stellen maximaler Belichtung die Schicht noch nicht den obersten Bereich ihrer Gradationskurve erreicht hat.
Die Superposition aller dieser Belichtungen bewirkt nach Entwicklung der Schicht 29 Profilfurchen, etwa gleich wie sie die Schicht 29' der Fig. 3 aufweist. Durch Variation der Belichtungsdauer und/oder Intensität, mit der jedes einzelne Streifensystem an der Gesamtbelichtung mitwirkt, lässt sich jeder dieser har monischen Oberwellen der Raumfrequenz ein bestimm tes Gewicht zuordnen, mit dem .sie in die Gesamtbelich tung eingeht.
Durch geringe seitliche Verschiebungen der lichtempfindlichen Schicht gegenüber dem jeweiligen Streifensystem hat man es ferner in der Hand, eine bestimmte gegenseitige Phasenlage der einzelnen Strei fensysteme zu erzielen, so dass insgesamt bei der Belichtung eine Synthese einer beliebigen gewünschten periodischen Funktion aus Grund- und Oberwellen zustande kommt. Dies geschieht völlig in Analogie zu der bekannten Darstellung periodischer Funktionen in Form von Fourierreihen.
Das bei der Entwicklung entstehende Furchenprofil hat die gemäss der Fourier- synthese zu erwartende Form.
In Abänderung des oben beschriebenen Beispiels kann bei der Belichtung auch wie folgt vorgegangen werden: Mit Hilfe der sich durchdringenden kohärenten parallelen Strahlenbündel werden nacheinander wieder um Streifensysteme erzeugt, deren Raumfrequenzen sich wie 1 : 2 : 3 usw. verhalten. Jedes dieser Streifensysteme lässt man auf eine besondere lichtempfindliche Schicht einwirken. Hierdurch kann man sich Vorlagen für die nachfolgenden Belichtungen der durch Lichteinwirkung zu profilierenden Schicht schaffen, auf der, wie oben beschrieben, durch die Überlagerung das endgültige Furchenprofil entstehen soll.
Man kann bei der Herstel lung dieser wiederholt verwendbaren Einzelvorlagen die grösstmögliche ,Sorgfalt Taufwenden, um das Verhältnis der Raumfrequenzen exakt ganzzahlig zu halten, damit bei der nachfolgenden Überlagerung durch Belichtung kein Moirée-Effekt auftritt. Diese einzelnen Vorlagen können auch bereits mit mechanischen Anschlägen oder optisch wahrnehmbaren Passmarken so,ausgestattet wer den, dass bei einer Verwendung zur Serienfertigung die Justierarbeit bezüglich der gegenseitigen Phasenlage der Einzelbelichtungen weitestgehend erleichtert ist.
Durch anschliessende Metallisierung der mit den Profilfurchen versehenen Schicht, etwa durch Vakuum- aufdampfung von Spiegelmetallen, lässt sich ein Refle xionsgitter herstellen. Wird dagegen ein Transmissions gitter gewünscht, so ist lediglich erforderlich, dass die verwendete lichtempfindliche Schicht wie auch ihr Trä- ger lichtdurchlässig sind und dass die vorhin erwähnte Metallisierung unterbleibt. .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung -eines optischen Beu gungsgitters mit Profilfurchen durch Belichtung einer lichtempfindlichen Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilfurchen in der lichtempfindlichen Schicht durch Überlagerung von mehreren Belichtungen mit periodischen Streifensystemen unterschiedlichen Strei fenabstandes und nachfolgender Entwicklung gebildet werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Belichtungen nacheinander mit mehre ren Streifensystemen unterschiedlicher Gitterkonstante erfolgen, deren Raumfrequenzen entsprechend harmoni schen Oberwellen des Grundstreifensystems in ganzzah- ligem Verhältnis zueinander stehen, wobei die gegensei tigen Lagen der Streifensysteme wie auch das Produkt aus Belcuchtungsstärkenmaximum und Zeit so gewählt sind, dass durch die Superposition das gewünschte Furchenprofil in Analogie zur Fourier-Synthese periodi scher Funktionen gebildet wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die den harmonischen Oberwellen der Raum-Grundfrequenzen entsprechenden Streifensy steme durch Variation des Durchdringungswinkels inter- ferierender paralleler kohärenter Strahlenbündel erzeugt werden, und dass die Belichtungen unmittelbar durch diese Interferenzstreifensysteme nacheinander erfol gen.
Applications Claiming Priority (2)
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| CH527431A true CH527431A (de) | 1972-08-31 |
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1968
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