CH528584A - Flüssige Azofarbstoffzubereitung - Google Patents

Flüssige Azofarbstoffzubereitung

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CH528584A
CH528584A CH89071A CH89071A CH528584A CH 528584 A CH528584 A CH 528584A CH 89071 A CH89071 A CH 89071A CH 89071 A CH89071 A CH 89071A CH 528584 A CH528584 A CH 528584A
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azo dyes
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CH89071A
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Alfred Dr Frei
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Sandoz Ag
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Description


  
 



  Flüssige Azofarbstoffzubereitung
Zweck der Erfindung sind konzentrierte, stabile, flüssige Zubereitungen, welche 5 bis 30   OIo    Farbstoff (1), 5 bis 30   O/o,    vorzugsweise 10-20    /o    eines Amins, z. B. Diäthanolamin und 40 bis 90    /0    Wasser enthalten.
EMI1.1     




   In dieser Formel bedeutet Me ein Metallatom und die Ringe A und/oder B können weitersubstituiert sein.



   Die Farbstoffe der Formel (I) liegen hauptsächlich in Form ihrer Alkalimetallsalze oder ihrer Ammoniumsalze vor, vorzugsweise jedoch als Natriumsalz.



   Das Metallatom steht vorzugsweise für ein Kupferatom, es kann jedoch auch für ein Nickelatom stehen.



   Die Farbstoffe der Formel (I) können hergestellt werden, wenn man 1 Mol eines tetrazotierten 4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy- oder 3,3'-dihydroxydiphenyls mit 1 Mol 2-Hydroxynaphthalin-6,8-disulfonsäure und 1 Mol 2-Hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure kuppelt und den erhaltenen Azofarbstoff mit einem metallabgebenden Mittel behandelt.



   Die Kupplung kann nach an sich bekannten Methoden durchgeführt werden, z. B. in wässrig alkalischem Medium, bei Temperaturen von 0 bis 20   "C    und gegebenenfalls in Gegenwart eines Puffers.



   Auch die Metallisierung kann nach an sich bekannten Methoden durchgeführt werden,   z..B.    in wässerig saurem oder alkalischem Medium und beispielsweise bei erhöhter Temperatur, z. B. bei Kochtemperatur.



   Die aromatischen Ringe A und/oder B können durch Halogen, wie Chlor, Brom oder Fluor, oder durch Alkyl- oder Alkoxyreste weitersubstituiert sein, beispielsweise durch niedrigmolekulare Alkyl- oder Alkoxyreste, enthaltend z. B. 1 bis 3 Kohlenstoffatome. Vorteilhaft sind diese Ringe jedoch unsubstituiert.



   Vorteilhaft metallisiert man mit einem kupfer- oder nickelabgebenden Mittel, beispielsweise mit Kupfersulfat, -chlorid oder -acetat.



   Die Zubereitungen der obengenannten Farbstoffe eignen sich zum Färben von Papier oder auch zum Färben oder Bedrucken von Cellulosefasern, wie Baumwolle, Leinen, Hanf usw. nach den üblichen Methoden, z. B. nach der französischen Patentschrift   1 551 512.   



   Sie eignen sich besonders gut zur Herstellung von in der Masse gefärbtem, geleimtem oder ungeleimtem Papier.



   Diese Zubereitungen eignen sich weiter ausgezeichnet zur Herstellung von Färbebädern, Klotzflotten oder Druckpasten.



   Die Zubereitungen können weitere Hilfsmittel, z. B. Färbehilfsmittel, wie pH-stabilisierende Hilfsmittel oder Dispergatoren, enthalten.



   Die Zubereitungen können durch Mischen und gegebenenfalls kurzes Erwärmen der Bestandteile hergestellt werden. Sie können als echte Lösungen oder als Dispersion, gegebenenfalls nach Verdünnen mit Wasser zum Färben von Papier verwendet werden.



   Die Zubereitungen haben den Vorteil der einfacheren Handhabung. Das lästige Stäuben beim Abwiegen von Farbstoffpulver fällt weg.



   Die Zubereitungen sind bei Raumtemperatur mehrere   Monate lagerbeständig. Sie sind nicht frostempfindlich und unempfindlich gegenüber Pilzbefall.



   Mit erfindungsgemässen Zubereitungen der Farbstoffe der Formel (I) erhält man auf den genannten Substraten echte, egale rotstichig blaue Färbungen mit guten Echtheiten, z. B. guter Lichtechtheit und guten Nassechtheiten. Aus der französischen Patentschrift 1 016 771 ist der Farbstoff der Formel
EMI2.1     
 bzw. seine Natriumsalze zum Färben von regenerierter Cellulose bekannt. Im Handel wird der Farbstoff der Formel (a) zum Färben von Papier empfohlen.



   Ausserdem sind die Zubereitungen der Farbstoffe der Formel (I) zum Nuancieren von weissen Papieren besser geeignet und weniger leimungsempfindlich als der Farbstoff der Formel (a) und ausserdem besteht beim Färben von Papier mit den Farbstoffen der Formel (I) die Gefahr der Melierung überhaupt nicht, während der Farbstoff der Formel (a) auf Papier meliert. Das Weissnuancieren wird hauptsächlich von Berthold Cornely in  Das Färben von Papier  Seite 185 beschrieben.



   In dem folgenden Beispiel bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



  Beispiel
28 Teile eines salzhaltigen Farbstoffpulvers mit einem Gehalt von 90   O/o    an reinem Farbstoff (b) werden in 73 Teilen Wasser und 14 Teilen Diäthanolamin gelöst. Dieses flüssige Färbepräparat zeigt eine sehr gute Lagerungsstabilität.



  Die Herstellung des Farbstoffs der Formel
EMI2.2     
 erfolgt nach folgendem Verfahren 1. Tetrazotierung
97,6 Teile   4,4-Diamino-3,3'-dimethoxy-1,1'-diphenyl    werden in 800 Teilen Wasser von   20     eingetragen. Anschliessend fügt man 276 Teile   300/obige    Salzsäure hinzu und verrührt das Gemisch zu einer homogenen Suspension. Man kühlt darauf das Gemisch durch Zugabe von 350 Teilen Eis auf   2-3"    ab. Nun lässt man innerhalb von 30 Minuten eine Lösung, bestehend aus 58,4 Teilen Natriumnitrit, gelöst in 300 Teilen Wasser, zufliessen. Durch gelegentliche Zugabe von Eis wird die Temperatur zwischen   23-5     gehalten. Man rührt 3 Stunden lang bei dieser Temperatur, darauf wird der bestehende Natriumnitrit-Überschuss mit Amidosulfonsäure zerstört 2.

  Kupplung
126 Teile 2-Hydroxynaphthalin-6,8-disulfonsäure werden in 500 Teile Wasser eingetragen und anschliessend durch Zugabe von 66,5 Teilen   300/obiger    Natronlauge gelöst. Nach dem Eintragen von 220 Teilen Soda wird auf   3-5"    abgekühlt und anschliessend das tetrazotierte   4,4-Diamino-3,3'-dimeth    oxy-1,1'-diphenyl in dünnem Strahl zugegossen. Man rührt 90 Minuten gut nach und fügt dann 135 Teile 2-Hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure, gelöst in 900 Teilen Wasser, hinzu.



  Nach beendeter Reaktion werden 240 Teile kristallisiertes Kupfersulfat und 364 Teile   250/obiges    Ammoniak zugefügt und das Gemisch 15-20 Stunden bei   90-95     gerührt. Der metallisierte Farbstoff wird durch Zugabe von Natriumchlorid ausgefällt und durch Filtration isoliert. Man erhält nach dem Trocknen 440 Teile des Farbstoffs der Formel (b) Vorschrift zum Färben von Papier
In einem Holländer werden 100 Teile chemisch gebleichte Sulficellulose in Gegenwart von Wasser gemahlen.

 

  Zu dieser Masse gibt man 3 Teile der vorgenannten Zubereitung. Nach 15 Minuten erfolgt die Leimung und anschliessend dessen Fixierung.



   Das auf diese Weise hergestellte Papier besitzt eine rotstichig blaue Nuance von mittlerer Intensität. Die Färbung besitzt gute Echtheiten, wie Alkoholechtheit; sie ist insbesondere sehr nassfest Das Abwasser ist farblos. Die Färbungen sind licht- und nassecht. Sie besitzen z. B. eine gute Wasser-, Wasch- und   Schweissechtheit.    Die Farbstoffe migrieren gut und sind verkochecht und hochtemperaturbeständig. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    Konzentrierte, stabile, flüssige Zubereitungen, enthaltend 5-30 /o eines Farbstoffes der Formel EMI3.1 worin Me ein Metallatom bedeutet und die Ringe A und/oder B weiter substituiert sein können, 5 bis 30 /0 eines Amins und 40 bis 90 % Wasser.
    II. Verwendung der Zubereitungen gemäss Patentanspruch I zum Färben von Papier
CH89071A 1969-05-14 1969-05-14 Flüssige Azofarbstoffzubereitung CH528584A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0044805A3 (de) * 1980-07-04 1982-07-07 Ciba-Geigy Ag Flüssigformulierungen von kupferhaltigen Farbstoffen
WO2006068977A3 (en) * 2004-12-22 2006-09-14 Lanxess Corp Storage stable, concentrated, copper containing liquid dye solutions

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0044805A3 (de) * 1980-07-04 1982-07-07 Ciba-Geigy Ag Flüssigformulierungen von kupferhaltigen Farbstoffen
WO2006068977A3 (en) * 2004-12-22 2006-09-14 Lanxess Corp Storage stable, concentrated, copper containing liquid dye solutions

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CH529205A (de) 1972-10-15

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