CH531046A - Verfahren zum Wasserfestmachen von Leder oder Pelzen - Google Patents

Verfahren zum Wasserfestmachen von Leder oder Pelzen

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Publication number
CH531046A
CH531046A CH1258665A CH1258665A CH531046A CH 531046 A CH531046 A CH 531046A CH 1258665 A CH1258665 A CH 1258665A CH 1258665 A CH1258665 A CH 1258665A CH 531046 A CH531046 A CH 531046A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
leather
furs
carbon atoms
molecular weight
higher molecular
Prior art date
Application number
CH1258665A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Markert
Rudi Dr Heyden
Original Assignee
Boehme Chemie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEB57177A external-priority patent/DE1166411B/de
Application filed by Boehme Chemie Gmbh filed Critical Boehme Chemie Gmbh
Publication of CH531046A publication Critical patent/CH531046A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zum   Wasserfestmachen    von Leder oder Pelzen
Das Hauptpatent Nr. 387 865 betrifft die Verwendung von in organischen Lösungsmitteln gelösten teilveresterten bzw.



  teilamidierten Polycarbonsäuren oder teilveresterten bzw.



  teilverätherten Polyalkoholen, welche im Molekül wenigstens einen über Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff gebundenen ungesättigten lipophilen Rest enthalten, als Mittel zur Erhöhung der Wasserfestigkeit von Leder oder Pelzen. Diese behandelten Leder zeichnen sich durch ein geringes Wasseraufnahmevermögen und eine sehr geringe Wasserdurchlässigkeit unter dynamischen Prüfbedingungen aus, so dass sie besonders als stark mechanisch beanspruchte Leder, wie Bodenleder, Schuhoberleder und technische Leder geeignet sind.



   Es wurde nun gefunden, dass man Leder von teilweise überlegener, mindestens aber gleich guter Wasserfestigkeit erhält, wenn man sie mit Lösungen von Zitronensäureestern oder Zitronensäureamiden, die im Molekül noch wenigstens eine freie Carboxylgruppe besitzen und bei denen wenigstens eine der Veresterungs- oder Amidierungskomponenten einen gesättigten verzweigtkettigen höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 12-10 Kohlenstoffatomen, bei dem 30-70% der Kohlenstoffatome als Seitenketten vorliegen, enthält, in organischen Lösungsmitteln behandelt. Von den im Hauptpatent benutzten Produkten unterscheiden sich die hier zur Verwendung kommenden vor allem dadurch, dass sie sich praktisch völlig farblos herstellen lassen.

  Gegenüber den gemäss Hauptpatent behandelten Ledern zeichnen sich die so erhaltenen Leder dementsprechend durch eine sehr helle Farbe und ausserordentlich gute Lichtbeständigkeit aus.



   Die imprägnierende Wirkung dieser Verbindungen ist völlig überraschend, da mit den Zitronensäureestern bzw. Zitronensäureamiden der üblichen geradkettigen Fettalkohole bzw.



  Fettamine nur eine unbedeutende Verbesserung der Wasserfestigkeit erzielt werden kann, welche die durch eine übliche Lickerfettung erzeugte nicht übersteigt. Vielmehr hatte es bisher den Anschein, dass eine gute Wasserfestigkeit nur mit Produkten zu erzielen ist, die ungesättigte lipophile Reste enthalten.



   Zu den erfindungsgemäss verwendeten Imprägnierungsmitteln gelangt man, indem man Zitronensäure mit Alkoholen oder Aminen teilverestert bzw. teilamidiert, welche einen gesättigten höhermolekularen verzweigtkettigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 12-20 Kohlenstoffatomen, bei dem sich 30-70% der Kohlenstoffatome in den Seitenketten befinden, enthalten. Dabei zeichnen sich die Monozitronensäureester verzweigtkettiger höhermolekularer Alkohole durch eine besonders gute Wirksamkeit aus, welche diejenige der anderen Produkte zum Teil erheblich übertrifft. Solche verzweigtkettigen, als Ausgangsstoffe dienenden Alkohole können beispielsweise durch Oxosynthese aus verzweigten Olefinkohlenwasserstoffen oder nach der Guerbet'schen Reaktion erhalten werden.

  Hierbei hat sich gezeigt, dass bei schwacher Kettenverzweigung die Seitenketten wenigstens 4 Kohlenstoffatome besitzen müssen, wie dies z. B. bei vielen Guerbetalkoholen und dem Produkt der Oxosynthese aus Triisobuten der Fall ist.



  Bei einer starken Kettenverzweigung, wie sie etwa bei dem Produkt der Oxosynthese aus Tetrapropylen vorliegt, können auch kürzere Seitenketten in grösserer Anzahl vorliegen.



  Besonders geeignet für die Verwendung gemäss vorliegender Anmeldung sind die Derivate von Alkoholen, wie man sie nach der Guerbetschen Reaktion gewinnt.



   Alle im Hauptpatent genannten Lösungsmittel sind für die erfindungsgemäss verwendeten Produkte gleichfalls geeignet und auch die Behandlung der Leder wird in völlig entsprechender Weise vorgenommen. Die Mittel eignen sich zum Imprägnieren aller Arten von Leder oder Pelzen, also ausser aluminium-, chrom- oder chromkombiniert gegerbten Ledern, auch von synthetisch oder vegetabilisch gegerbten Ledern.



   Eine Verstärkung des Imprägniereffektes bzw. eine Anpassung an besondere Ansprüche lässt sich weiterhin durch Mitverwendung von Kondensationsprodukten aus Alkoholaten mehrwertiger Metalle, insbesondere des Aluminiums, und sauren höhermolekularen Abkömmlingen der Phosphorsäure, insbesondere sauren Phosphorsäureestern höhermolekularer organischer Hydroxylverbindungen, sowie von Silikonölen und/oder Hartwachsen erreichen. Die verschiedenen Komponenten lassen sich ohne Schwierigkeiten in den organischen Lösungsmitteln bzw. deren Gemischen auflösen.



   Die erfindungsgemäss behandelten Leder zeichnen sich unter statischen und dynamischen Bedingungen durch eine  hohe Wasserfestigkeit und ein sehr niedriges Wasseraufnahmevermögen aus. Die häufig bei Verwendung von Imprägniermitteln zu beobachtende Verhärtung des Leders tritt nicht auf.



  sondern die Leder bleiben weich und geschmeidig. behalten eine sehr helle Farbe, die sich auch bei starker Lichteinwirkung kaum verändert und sie werden auch in bezug auf ihre Färbe- und Zurichtungsverhalten nicht nachteilig beeinflusst.



  Besondere Bedeutung besitzt die erfindungsgemässe lmprägnierungsart für moderne nicht geschmierte Waterproof Leder.



   Beispiel I
Ein in üblicher Weise gegerbtes und gelickertes Chromleder   wurde 10 Minuten in eine I 10 6Xcige Lösung des      Mono-(2-Octyldodecyl-    1 )-Zitronensäureesters getaucht. Das verwendete Lösungsmittelgemisch bestand aus   7    Teilen Isopropanol und 7 Teilen Benzin (Kp   110-140"C).    Im Anschluss daran wurde das Leder über Nacht an der Luft und dann noch 1 Stunde bei   80 lC    getrocknet. Die Prüfung der Probestücke wurde an der Maeser-Maschine vorgenommen und die Anzahl der Knicke bis zum Wasserdurchtritt bestimmt.



  Dabei wurden folgende Werte erhalten.



   Wasserdurchtritt nach Minuten unbehandeltes Leder 180    WIono-(2-octyldodecyl-1)*)-    28 000 zitron ensäureester   *J    (durch Guerbetreaktion gewonnen)
Beispiel 2
Ein chromgegerbtes Boxcalfleder wurde mit einer   l0Xigen    Lösung des   Mono-(2-hexyldecyl-    1 )-zitronensäureesters in einem   Lösúngsmittelgemisch    aus 2 Teilen Isopropanol und 7 Teilen Benzin (Kp   160-200"C)    dreimal besprüht. Nach dem Trocknen über Nacht und kurzem Nachtrocknen bei   80 C    wurde das Leder in der Maeser-Maschine geprüft, wobei sich nachstehende Werte ergaben.



   Wasserdurchtritt nach Minuten unbehandeltes Leder 95    Mono-(2-hexyldecyl-1)*)-    45 000 zitronensäureester   *)    (durch Guerbetreaktion gewonnen)
Beispiel 3
Ein vegetabilisch synthetisch gegerbtes Bodenleder wurde   10 Minuten in eine 10 Zige l0%ige Lösung des      Mono-(2-octyldodecyl-      1    )-zitronensäureesters getaucht. Das verwendete Lösungsmittelgemisch bestand aus   2    Teilen Isopropanol und 7 Teilen Benzin (Kp   1 l0-l40C).   

 

  Danach wurde das Leder an der Luft getrocknet und nach Klimatisierung bei   90 EC    und   65 cm    Luftfeuchtigkeit wurde am Bally-Permeometer die dynamische Wasserfestigkeit bestimmt.



  wobei nachstehende Werte erhalten wurden.



   Wasserdurchtritt    /0    Wasseraufnahme Wasserdurchlass nach Minuten nach 1 Stunde nach 1 Stunde unbehandeltes Leder 4 53 2,5    Mono-(2-octyldodecyl-1)*)-zitronensäureester    280 27   0.0    *) (durch Guerbetreaktion gewonnen) 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung von in organischen Lösungsmitteln gelösten Zitronensäureestern oder Zitronensäureamiden. die im Molekül noch wenigstens eine freie Carboxylgruppe besitzen und bei denen wenigstens eine der Veresterungs- oder Amidierungskomponenten einen gesättigten verzweigtkettigen höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 12-20 Kohlenstoffatomen. bei dem 30-70cte der Kohlenstoffatome als Seitenkettenatome vorliegen, enthält als Mittel zur Erhöhung der Wasserfestigkeit von Leder oder Pelzen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung von Monozitronensäureestern gesättigter verzweigtkettiger höhermolekularer Alkohole mit 12-20 Kohlenstoffatomen, bei denen sich 30-70Nc der Kohlenstoffatome in Seitenketten befinden, gemäss Patentanspruch.
    2. Verwendung von Monozitronensäureestern von nach der Guerbetschen Reaktion erhaltenen Alkoholen gemäss Patentanspruch.
    3. Verwendung von Mitteln zur Erhöhung der Wasserfestigkeit von Leder oder Pelzen gemäss Patentanspruch in Verbindung mit in organischen Lösungsmitteln gelösten Kondensationsprodukten aus Alkoholaten mehrwertiger Metalle. insbesondere des Aluminiums und sauren höhermolekularen Abkömmlingen der Phosphorsäure, insbesondere sauren Phosphorsäureestern höhermolekularer Hydroxylverbindungen.
    4. Verwendung von Mitteln zur Erhöhung der Wasserfestigkeit von Leder oder Pelzen gemäss Patentanspruch in Verbindung mit Silikonöl und/oder Hartwachsen.
CH1258665A 1960-03-23 1965-09-09 Verfahren zum Wasserfestmachen von Leder oder Pelzen CH531046A (de)

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