CH531522A - Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepinderivaten

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CH531522A
CH531522A CH325072A CH325072A CH531522A CH 531522 A CH531522 A CH 531522A CH 325072 A CH325072 A CH 325072A CH 325072 A CH325072 A CH 325072A CH 531522 A CH531522 A CH 531522A
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CH
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radical
benzodiazepine
solvent
dependent
mixture
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Application number
CH325072A
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English (en)
Inventor
Meguro Kanji
Kuwada Yutaka
Original Assignee
Takeda Chemical Industries Ltd
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D243/00—Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having two nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D243/06—Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having two nitrogen atoms as the only ring hetero atoms having the nitrogen atoms in positions 1 and 4
    • C07D243/10—Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having two nitrogen atoms as the only ring hetero atoms having the nitrogen atoms in positions 1 and 4 condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D243/14—1,4-Benzodiazepines; Hydrogenated 1,4-benzodiazepines
    • C07D243/16—1,4-Benzodiazepines; Hydrogenated 1,4-benzodiazepines substituted in position 5 by aryl radicals
    • C07D243/18—1,4-Benzodiazepines; Hydrogenated 1,4-benzodiazepines substituted in position 5 by aryl radicals substituted in position 2 by nitrogen, oxygen or sulfur atoms
    • C07D243/20—Nitrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepinderivaten
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren .zur Herstellung neuer und wertvoller Benzodiazepinderivate der allgemeinen Formel:
EMI1.1     
 worin R Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeutet und die Ringe A und B unsubstituiert oder durch gleiche oder verschiedene Nitro-, Trifluormethyl-, Halogen-, Alkyl oder Alkoxyreste substituiert sind,
Die durch das Symbol R wiedergegebenen Alkylreste sind beispielsweise Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, sek. Butyl, tert.-Butyl, Amyl, Hexyl, usw. Die Ringe A und B können unsubstituiert oder in beliebiger Weise durch einen oder mehrere der folgenden Substituenten substituiert sein: Nitro, Trifluormethyl, Halogen (d. h. Chlor, Fluor, Brom und Jod), Alkyl, so z. B. niederes Alkyl (z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, usw.) und Alkoxy, wie z. B. niederes Alkoxy (z. B.



  Methoxy, Äthoxy, usw.).



   Erfindungsgemäss werden die Benzodiazepinderivate der Formel I hergestellt, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel:
EMI1.2     
 worin R obige Bedeutung hat, die Ringe A und B unsubstituiert oder in der oben erwähnten Weise substituiert sind und der Rest R Wasserstoff, einen Alkylrest oder einen Aralkylrest darstellt, mit Hydrazin umsetzt.



   Unter Bezugnahme auf die vorgenannte allgemeine Formel, in welcher der Rest R ein Wasserstoffatom darstellt, können die Verbindungen auch in der isomeren Form vorliegen. Die Strukturformel ist die folgende:
EMI1.3     

Die Verbindungen der Formel II lassen sich beispielsweise nach der Methode herstellen, wie sie in Journal of Organic Chemistry 29, 231 (1964) beschrieben worden ist.



   Ist der Rest R ein Alkylrest, so ist er vorzugsweise ein niedriger Alkylrest mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, wie z. B.  



  Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, sek.-Butyl, tert. Butyl, Amyl, Hexyl, usw. Ist der Rest R ein Aralkylrest, so ist er beispielsweise der Benzylrest, der Phenäthylrest usw.



   Die Reaktion wird im allgemeinen in Gegenwart eines Lösungsmittels, wie z. B. Methanol, Äthanol, einem wässrigen Gemisch davon usw., ungefähr bei Zimmertemperatur oder nötigenfalls unter Erhitzen bis in die Nähe des Siedepunktes des Lösungsmittels durchgeführt. Für praktische Zwecke wird man im allgemeinen ca. 1 bis ca. 10 Mol Hydrazin pro Mol der Verbindung der Formel II verwenden.



   Die so erhaltenen 2-Hydrazinobenzodiazepinderivate der Formel I lassen sich in an sich bekannter Weise isolieren, indem man beispielsweise das Lösungsmittel aus dem Reaktionsgemisch verdampft.



   Die verfahrensgemäss erhältlichen Benzodiazepinderivate der Formel I sind neue Verbindungen und zeichnen sich durch beruhigende Wirkungen aus. Sie eignen sich daher als sogenannte  minor tranquillizers . Ausserdem können sie auch als Ausgangsprodukte zur Herstellung anderer Benzodiazepinderivate verwendet werden, welche ihrerseits Muskelrelaxantien,   krampfiösende    Mittel und Sedativa sind und beruhigende Wirkungen haben.



   Die Benzodiazepinderivate der Formel I können oral oder parenteral als solche oder in einer geeigneten Form, z. B. als Pulver, als Granulat, in Form von Tabletten oder in Form von Injektionslösungen, in Beimischung mit anderen pharmazeutisch annehmbaren Trägermitteln oder Hilfsstoffen, verabreicht werden. Die zu verabreichende Dosis hängt von der Art der Benzodiazepinderivate, vom Ausmass der Erkrankung usw. ab. Im allgemeinen liegen die Werte im Bereiche von ca.



  1 bis ca. 30 mg bei oraler Verabreichung und bei ca. 0,5 bis ca 10 mg bei parenteraler Verabreichung bei erwachsenen Menschen pro Tag.



   Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert, wobei, sofern nichts anderes ausgesagt wird,  Teile  jeweils Gewichtsteile bedeuten.



   Beispiel 1
Zu einer Lösung von 2 Teilen 7-Chlor-2-methylmercapto-5phenyl-3H- 1 ,4-benzodiazepin in 70 Vol.-Teilen Äthanol gibt man 5 Vol.-Teile 80%iges Hydrazinhydrat hinzu und lässt das Gemisch während 3 Tagen bei Zimmertemperatur stehen. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels versetzt man den Rückstand mit einer kleinen Menge Wasser, wobei man das 7-Chlor-2-hydrazino-5phenyl-3H-1,4-benzodiazepin in Form von Kristallen erhält. Durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Methylenchlorid und Benzol erhält man Kristalle. Schmelzpunkt   1750C    (unter Braunwerden), 205 bis   207oC    (unter Zersetzung).



   Beispiel 2
Zu einer Lösung von 2,9 Teilen 7-Chlor-1,3-dihydro-5   phenyl-2H-1    ,4-benzodiazepin-2-thion in einer Mischung von 2,5 Vol.-Teilen Dimethylsulfoxyd und 100 Vol.-Teilen Äthanol gibt man 5 Vol.-Teile 80%iges Hydrazinhydrat hinzu, worauf man das Gemisch während 24 Stunden stehen lässt. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck wird der Rückstand mit Wasser verdünnt und hierauf mit Methylenchlorid extrahiert. Die Methylenchloridschicht wird über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel verdampft. Die Behandlung des Rückstandes mittels Benzol liefert das 7-Chlor-2-hydrazino-5phenyl-3H-1,4-benzodiazepin.



  Durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Methylenchlorid und Benzol erhält man Kristalle vom Schmelzpunkt 205 bis   207ob    (unter Zersetzung).



   Beispiel 3
Zu einer Lösung von 1,6 Teilen 7-Chlor-3-isobutyl-2-methylmercapto   5-phenyl-3H- 1,4-benzodiazepin    in 150 Vol.-Teilen Methanol gibt man 40 Teile   100Yoiges    Hydrazinhydrat hinzu. Das Gemisch wird während 4,5 Stunden unter Rückfluss erhitzt und dann in Wasser gegossen.



  Hierauf wird mit Chloroform extrahiert. Die Chloroformschicht wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel verdampft. Die Behandlung des Rückstandes mittels Diäthyläther liefert das 7-Chlor-2-hydrazino-3-isobutyl-5   phenyl-3H- 1 ,4-benzodiazepin    in Form von Kristallen. Durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Chloroform und n-Hexan erhält man farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 168 bis   1690C.   



   Elementaranalyse für   ClsH2lCIN4:   
C H N
Berechnet 66,95 6,21 16,44
Gefunden 67,21 6,19 16,70
Nach der selben Verfahrensweise können auch die folgenden Verbindungen hergestellt werden:
7-Chlor-2-hydrazino-5-(p-methoxyphenyl)   3H-1 ,4-benzodiazepin,    farblose Kristalle vom Smp. 214 bis 2200C aus Benzol.

 

   Elementaranalyse für   C16H15CINaO:   
C H N
Berechnet 61,05 4,80 17,80
Gefunden 60,93 4,67 17,83    2-Hydrazino-5-phenyl-3H-1,4-benzodiazepin,    weisse Kristalle vom Smp. 116 bis   1180C    (unter Schäumen) durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Methylenchlorid und Benzol.



   Elementaranalyse für   C15H14N4      '/3C6H6:   
C H N
Berechnet 73,89 5,84 20,28
Gefunden 73,86 5,47 20,44   
2-Hydrazino-5-phenyl-7-trifluormethyl- 3H-1 ,4-benzodiazepin,    kristallinisches Pulver vom Smp.   127C    (unter Sinterung) und 133 bis   1350C    (unter Schäumen) durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Methylenchlorid und Benzol.  

 

   Elementaranalyse für   C16H13F3N4:   
C H N
Berechnet 60,37 4,12 17,60
Gefunden 60,05 3,96 17,40
2-Hydrazino-7-methyl-5-phenyl   3H- 1 ,4-benzodiazepin,    farblose Kristalle vom Smp. 240 bis 241oC (unter Zersetzung) durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Chloroform und Diäthyläther.



   Elementaranalyse für   C16H16N4:   
C H N
Berechnet 72,70 6,10 21,20
Gefunden 72,70 6,08 21,31    2-Hydrazino-7-methoxy-5-phenyl-    3H- 1   ,4-benzodiazepin,    Kristalle vom Smp. 110 bis   120 C    durch Umkristallisieren aus einer Mischung von Methylenchlorid und Benzol.



      2-Hydrazino-7-nitro-5-phenyl-    3H-1,4-benzodiazepin, rötliche, viskose, ölige Substanz. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel: EMI3.1 worin R Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeutet und die Ringe A und B unsubstituiert oder durch gleiche oder verschiedene Nitro-, Trifluormethyl-, Halogen-, Alkyl- oder Alkoxyreste substituiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel: EMI3.2 worin R obige Bedeutung hat, die Ringe A und B unsubstituiert oder in der oben erwähnten Weise substituiert sind und der Rest R' Wasserstoff, einen Alkylrest oder einen Aralkylrest darstellt, mit Hydrazin umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass R einen Alkylrest mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen oder einen Benzyl- oder Phenäthylrest bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem Lösungsmittel, bei Raumtemperatur oder unter Erhitzen bis in die Nähe des Siedepunktes des Lösungsmittels durchführt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Methanol. Äthanol oder ein wässriges Gemisch davon verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass pro Mol Benzodiazepin der Formel 111 bis 10 Mol Hydrazin eingesetzt werden.
CH325072A 1968-11-05 1969-11-05 Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepinderivaten CH531522A (de)

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