Entwickler für die elektrophotographische Herstellung mehrfarbiger Kopien Die vorliegende Erfindung betrifft einen Entwicklei für die elektrophotographische Herstellung mehrfarbigei Kopien von einem mehrfarbigen Original, bei .der ein Aufnahmeblatt verwendet wird, das :diskrete Abschnitte mindestens zweier Arten von photoleitenden Beschich tungen .aufweist, die für verschiedene Ausschnitte des sichtbaren Bereichs -des Spektrums sensibilisiert sind und die jeweils einen Farbstoff :einer Farbe enthalten, die nicht :dem Spektralbereich :entspricht, demgegenüber der Abschnitt sensibilisiert ist.
Der :erfindungsgemässe Entwickler ist dadurch ge kennzeichnet, dass er einen Toner enthält, der in aktiviertem Zustand :ein Lösungsmittel für diese Farb stoffe ist und der in feinzerteilter Form in dem Entwick ler dispergiert .ist und der ,imstande ist, Ladung nur einer bestimmten Polarität aufzunehmen.
Das hierzupassende elektrophotographische Verfah ren zur Herstellung mehrfarbiger Kopien von mehrfarbi gen Originalen ist in der schweizerischen Patentschrift Nr. 532 804 beschrieben.
Unter einem Toner versteht man üblicher Weise eine feste Substanz in fein zerteilter Form, die als Folge der Aktivierung mittels Hitze, Lösungsmittel, Dämpfen oder ähnlichen, als Lösungsmittel für die lösliche Farb komponente der photoleitfähigen Schicht wirkt, wo durch die Übertragung der Farbe von den Teilen der Schicht, die sich unmittelbar unter dem aktivierten Lösungsmittel für die Übertragung befindet, auf Kopier blätter, die in Oberflächenkontakt mit dem Aufnahme blatt gebraucht wenden, ermöglicht wird.
Daher können mittels einer einzigen Belichtung farbrichtige Kopien von mehrfarbigen Originalen hergestellt werden.
Im folgenden werden an Hand von Beispielen bevorzugte flüssige Entwicklermischungen näher erläu tert, ohne dass die Erfindung auf diese Ausführungsfor men beschränkt ist. <I>Beispiel 1</I>
EMI0001.0016
5,0 <SEP> g <SEP> Toner <SEP> ( Antipyrin )
<tb> 400 <SEP> ml <SEP> flüssiger <SEP> Trägerstoff <SEP> ( Isopar <SEP> G ; <SEP> Humble <SEP> Oil
<tb> Co.)
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Ladungsleiter <SEP> (Heizölzusatz <SEP> No. <SEP> 2;
<SEP> DuPont) <I>Beispiel 2</I>
EMI0001.0017
5,0 <SEP> g <SEP> Toner <SEP> (1-Allyl-2-thioharnstoff)
<tb> 400 <SEP> ml <SEP> flüssiger <SEP> Trägerstoff
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Ladungsleiter Das im obigen Beispiel als flüssiger Trägerstoff verwendete Isopar G ist ein flüssiger :Paraffinkohlen wasserstoff mit 11,8 0/o C9-Kohlenwasserstoffen, 56,2 0/o C10-Kohlenwasserstoffen, 31,7 0/o Cll-Kohlen- wasserstoffen, weniger als 0,3 :aromatischen weniger als 0,1 olefinischen Kohlenwasserstoffen, der einen Siede punkt im Bereich von 159-177 C, einen Flammpunkt von 40,0 C und ein spezifisches Gewicht von 0,748 hat.
Andere flüssige Trägerstoffe, die :in flüssigen Ent wicklern verwendet werden, können angewendet wer den, vorausgesetzt .dass die Tonerverbindung nicht in ihnen gelöst wird. Der Heizölzusatz No. 2 ist eine Lösung :eines Methacrylat-Kopolymers .mit einem durch schnittlichen Molekulargewicht von 50,000. Wiederum können auch andere herkömmliche Ladungsleiter ver wendet werden.
Das Antipyrin :des Beispiels 1 und der 1-Allyl-2- thioharnstoff des Beispiels 2 sind lediglich :Beispiele geeigneter Tonerteilchen, die zur Entwicklung des -laten ten elektrostatischen Bildes der geladenen Abschnitte, die nach der Belichtung verbleiben, verwendet werden können.
Andere Tonerteilchen können verwendet wer den, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen: (1) sie müssen ein Lösungsmittel für die lösliche Farbstoffkomponente in .den Schichten sein, wenn sich der Toner in einem geschmolzenen oder aktivierten Zustand findet; (2) sie müssen in eine feinzerteilte Form überführbar sein, in der sie in der flüssigen oder pulverförmigen Entwicklerzusammensetzung gehalten werden kön nen; (3) sie müssen imstande sein, eine Ladung, beispiels weise eine positive Ladung, aufzunehmen, wenn sie mit einer aufgeladenen photoleitfähigen Schicht von Zinko xyd verwendet werden; (4) sie müssen innerhalb der reibungselektrischen Reihe an geeigneter Stelle stehen, damit sie die ge wünschte Entladungsentwicklung erzeugen.
Beispiele für andere geeignete Verbindungen, die diese Anforderungen erfüllen und die als Toner verwen det werden können sind u. a. Vanillin, 1,6-Hexandiol, 1,10-Decandiol, Aethylharnstoff, Acetamid, Benzohy- drol, 2,2-Dimethyl-1,3-Propandiol, Ammoniumazetat, Ammoniumformiat und Pyrazin. Die Tonerteilchen kön nen in verschiedenen Konzentrationen in der Ent wicklerzusammensetzung verwendet werden, z. B. bei einem Trockenentwicklerpulver im Bereich von 2-20 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich von 3-10 Gew,-% und bei einem flüssigen Entwickler im Bereich von 0,2 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich von 2-10 Gew.-%.
Wenn ein Trockenpulver entwickler verwendet wird, der durch Bürsten oder dergleichen aufgetragen wird, kann die Tonerkonzentra tion bis zu 100 Gew.-% Toner im Entwickler anstei gen.
Bei der Entwicklung werden als Folge der Aufbrin gung der Entwicklermischung Tonerteilchen auf denjeni gen Teilen der Vorderseite des Aufnahmeblattes zurück gehalten, die unter Ausbildung des latenten elektrostati schen Bildes nach der Belichtung aufgeladen bleiben, während die entladenen Abschnitte auf der Vorderseite des Aufnahmeblattes praktisch frei von Tonerteilchen bleiben.
Daraufhin wird das Entwickleraufnahmeblatt durch Hindurchführen er zusammengesetzten Anordnung durch Druckwalzen, die auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Toners, beispielsweise auf eine Temperatur von mehr als 11l.-113 C, was dem Schmelzpunkt von Antipyrin entspricht, oder auf eine Temperatur von über 77-78 C, was dem Schmelz punkt von 1-Allyl-2-Thioharnstoff entspricht, erhitzt sind, in Oberflächenkontakt mit einem Kopierblatt gebracht; vorzugsweise werden die Tonerteilchen auf eine Temperatur erhitzt, die etwas höher als ihr Schmelzpunkt ist, vorzugsweise etwa 2,8 bis 5,6 C.
Als Folge davon werden die Tonerteilchen in flüssigen Zustand übergeführt, wodurch die Lösung des disper- nahmeblattes zur Übertragung der entsprechenden Farb- stofffarbe durch die Fusion von Aufnahmeblatt zum Kopierblatt ermöglicht wird.
Die zyanblaue und die gelbe Schicht, die beim Entwickeln aufgeladen bleiben und die Tonerteilchen zurückhalten, machen das Calcofast-Spiritus-,Gelb-7G und das spirituslösliche Fast-Blue-6G löslich, wo durch die Übertragung auf das Kopierblatt und dadurch bewirkte Wiedergabe der grünen Farbe des Originals bewirkt wird. In den Bereichen des Originals die schwarz sind, wie beispielsweise gedruckte Bereiche, werden keine der Abschnitte auf der Vorderseite des beschichteten Aufnahmeblattes beim Belichten entladen. Als Folge davon, nimmt jeder der,Bereiche Toner zur Übertragung von Farbstoffen aus allen drei Grundfarb- abschnitten auf, die im Kopierblatt zusammen als schwarz erscheinen.
Es ist offensichtlich, dass die Kopie, die durch die Kombination von Farben, die aus dem entwickelten Aufnahmeblatt übertragen sind, hergestellt wurde, dem gefärbten Original entspricht und dass das entwickelte Aufnahmeblatt in gleicher Weise wie eine Spiritusmatri ze zur Herstellung von Mehrfarbenkopien des mehrfar bigen :Originals benutzt werden kann, indem Kopierblät ter nacheinander mit dem entwickelten Aufnahmeblatt in Kontakt gebracht werden, bis der lösliche Farbstoff in den getönten Oberflächenabschnitten erschöpft ist.
Developer for the electrophotographic production of multicolored copies The present invention relates to a developer for the electrophotographic production of multicolored copies of a multicolored original, in which a recording sheet is used which: has discrete portions of at least two types of photoconductive coatings of the visible range of the spectrum are sensitized and each contains a dye: a color that does not: corresponds to the spectral range: to which the section is sensitized.
The developer according to the invention is characterized in that it contains a toner which, in the activated state: is a solvent for these dyes and which is dispersed in finely divided form in the developer and which is capable of charging only one specific polarity record.
The electrophotographic process to be used for the production of multicolored copies of multicolored originals is described in Swiss Patent No. 532,804.
A toner is usually understood as a solid substance in finely divided form which, as a result of activation by means of heat, solvents, vapors or the like, acts as a solvent for the soluble color component of the photoconductive layer, where the transfer of color from the parts the layer that is located immediately below the activated solvent for the transfer, on copy sheets that turn used in surface contact with the receiving sheet, is enabled.
Therefore, color-correct copies of multi-colored originals can be produced by means of a single exposure.
In the following, preferred liquid developer mixtures are explained in more detail using examples, without the invention being limited to these embodiments. <I> Example 1 </I>
EMI0001.0016
5.0 <SEP> g <SEP> toner <SEP> (antipyrine)
<tb> 400 <SEP> ml <SEP> liquid <SEP> carrier <SEP> (Isopar <SEP> G; <SEP> Humble <SEP> Oil
<tb> Co.)
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Charge conductor <SEP> (heating oil additive <SEP> No. <SEP> 2;
<SEP> DuPont) <I> Example 2 </I>
EMI0001.0017
5.0 <SEP> g <SEP> toner <SEP> (1-allyl-2-thiourea)
<tb> 400 <SEP> ml <SEP> liquid <SEP> carrier
<tb> 5 <SEP> g <SEP> charge conductor The Isopar G used as the liquid carrier in the above example is a liquid: paraffinic hydrocarbon with 11.8 0 / o C9 hydrocarbons, 56.2 0 / o C10 hydrocarbons, 31 .7 0 / o Cll hydrocarbons, less than 0.3: aromatic less than 0.1 olefinic hydrocarbons, which have a boiling point in the range of 159-177 C, a flash point of 40.0 C and a specific gravity of 0.748 has.
Other liquid carriers used in liquid developers can be used provided the toner compound does not dissolve in them. The heating oil additive No. 2 is a solution: a methacrylate copolymer with an average molecular weight of 50,000. Again, other conventional charge conductors can also be used.
The antipyrine: of Example 1 and the 1-allyl-2-thiourea of Example 2 are merely examples of suitable toner particles which can be used to develop the latent electrostatic image of the charged portions which remain after exposure.
Other toner particles can be used if they meet the following requirements: (1) they must be a solvent for the soluble dye component in the layers when the toner is in a molten or activated state; (2) they must be convertible into a finely divided form in which they can be held in the liquid or powdered developing composition; (3) they must be able to accept a charge, such as a positive charge, when used with a charged photoconductive layer of zinc oxide; (4) They must be in a suitable place within the triboelectric series so that they generate the desired discharge development.
Examples of other suitable compounds which meet these requirements and which can be used as toners include: a. Vanillin, 1,6-hexanediol, 1,10-decanediol, ethyl urea, acetamide, benzohydrol, 2,2-dimethyl-1,3-propanediol, ammonium acetate, ammonium formate and pyrazine. The toner particles can be used in various concentrations in the developer composition, e.g. B. with a dry developer powder in the range of 2-20 wt .-% and preferably in the range of 3-10 wt .-% and with a liquid developer in the range of 0.2 to 20 wt .-% and preferably in the range of 2 -10% by weight.
If a dry powder developer is used which is applied by brushing or the like, the toner concentration can increase up to 100% by weight of toner in the developer.
During development, as a result of the application of the developer mixture, toner particles are retained on those parts of the front side of the receiving sheet, which remain charged after exposure to form the electrostatic latent image, while the discharged sections on the front side of the receiving sheet are practically free of toner particles stay.
Thereupon, the developer receiving sheet is fed by passing the assembled arrangement through pressure rollers which are raised to a temperature above the melting point of the toner, for example to a temperature of more than 11-13 ° C, which corresponds to the melting point of antipyrine, or to a temperature above 77- 78 C, which corresponds to the melting point of 1-allyl-2-thiourea, heated, brought into surface contact with a copy sheet; preferably the toner particles are heated to a temperature which is slightly higher than their melting point, preferably about 2.8 to 5.6 C.
As a consequence of this, the toner particles are converted into a liquid state, which enables the dissolution of the dispersion sheet to transfer the corresponding dye color through the fusion of the receiver sheet to the copy sheet.
The cyan and yellow layers, which remain charged during development and hold back the toner particles, make the Calcofast Spiritus, Yellow 7G and the alcohol soluble Fast Blue 6G soluble, where by transferring them to the copy sheet and thereby reproducing the green ones Color of the original is effected. In those areas of the original that are black, such as printed areas, none of the portions on the front of the coated receiving sheet are discharged during exposure. As a result, each of the areas takes up toner for the transfer of dyes from all three basic color sections, which together appear as black in the copy sheet.
It is obvious that the copy made by the combination of colors transferred from the developed receiving sheet corresponds to the colored original and that the developed receiving sheet is in the same way as a spirit matrix for making multicolor copies of the multicolored: Originals can be used by successively bringing copier sheets into contact with the developed receiving sheet until the soluble dye in the tinted surface portions is exhausted.