CH532965A - Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen - Google Patents
Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten GarnenInfo
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Description
Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen, bei dem eine Färbeflotte einem Teil der Wicklungsoberfläche zugeführt und unter Wirkung eines im Hohlraum des Wickelkörpers herrschenden Unterdruckes radial ins Innere der Wicklung eingesaugt wird.
Abschnittsweise gefärbte Garne, unter welchen im weiteren solche Garne zu verstehen sind, bei welchen in Längsrichtung verschieden gefärbte Abschnitte abwechseln, finden einen dauernd steigenden Einsatz in der Textilindustrie, insbesondere in der Herstellung von Wirkwaren und Teppichen, aber auch von anderen Artikeln. Aus derart gefärbten Garnen lassen sich nämlich solche Waren fabrizieren, die ohne Bedrucken interessante Mehrfarbeneffekte aufweisen, die durch zufällige oder gezielte Gruppierung von verschieden gefärbten Abschnitten der abschnittsweise gefärbten Garne entstehen.
Zu den längst bekannten Verfahren zum abschnittsweisen Färben von Garnen gehören auch diejenigen, die auf dem Prinzip beruhen, bei dem die Färbeflotte nur einem Teil der Oberfläche einer Garnwicklung auf einem perforierten Stützkörper zugeführt und unter Wirkung eines Unterdruckes ins Innere der Wicklung eingesaugt wird, so dass sie nur einen Teil der Wicklung durchdringt. Auf diesem Prinzip beruhen z. B. die Verfahren und Einrichtungen nach den britischen Patentschriften Nrn. 259 793, 294 504 und 320 025 sowie der deutschen Patentschrift Nr. 693 409.
Ein schwieriges Problem, das einer grösseren Verbreitung und Ausnutzung von Verfahren und Einrichtungen nach diesem Prinzip im Wege steht, ist die bisherige Unmöglichkeit, eine einfache, zuverlässige und anpassungsfähige Zuführung der Färbeflotte einem Teil der Wicklungsoberfläche zu erzielen. Dieses Problem wurde bis jetzt unter Verwendung von verschiedenen Typen von Zuführungsröhren mit verschieden gestalteten Mündungen, welche an die Oberfläche der Wicklung anliegen oder gegen sie gepresst werden, gelöst. Der Nachteil aller bisherigen Lösungen liegt jedoch immer darin, dass die Wicklung bei Anlegen oder Anpressen von Zuführungsorganen lokal angegriffen und beschädigt wird, da ein einwandfreies Anlegen oder Anpressen der Zuführungsorgane auf die Wicklung nicht sichergestellt werden kann.
Demgegenüber hat ein undichtes Anlegen oder Anpressen ein unkontrollierbares Ausfliessen der Färbeflotte, Zerfliessen derselben auf der Wicklungsoberfläche und Beschmutzen der Wicklung zur Folge.
Diese Nachteile aller bisherigen Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen, bei denen eine Färbeflotte einem Teil der Wicklungsoberfläche zugeführt und unter Wirkung eines im Hohlraum des Stützkörpers herrschenden Unterdruckes radial ins Innere der Wicklung eingesaugt wird, werden erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass die Färbeflotte von unten einem Segment der Wicklung zugeführt wird, indem die Wicklung der Länge nach in die in einem offenen Behälter befindliche Färbeflotte zum Teil getaucht ist, so dass die eingesaugte Färbeflotte durch einen Sektor der Wicklung hindurchdringt.
Durch eine geeignete Anordnung kann die Wirkung des im Hohlraum des Wickelkörpers herrschenden Unterdruckes in den zu färbenden Wicklungssektor konzentriert werden.
Dies ermöglicht einerseits, dass man mit einem kleineren Unterdruck arbeiten kann, anderseits, dass man die Wicklung nach Auftauchen aus der einen Färbeflotte und nach Verdrehen des Wickelkörpers ohne weiteres aufeinanderfolgend in weitere Färbeflotten eintauchen kann.
Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt einer Färbeeinheit zum abschnittsweisen Färben von auf einem perforierten Stützkörper aufgewickelten Garn und
Fig. 2 eine Draufsicht mehrerer im Karussell angeordneter Färbeeinheiten gemäss Fig. 1.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist über einem in vertikaler Richtung hin und her bewegbaren Trog 13 mit einer Färbeflotte 14 und einem Zuführungsrohr 15 zum Nachfüllen der Flotte ein Trägerrohr 16 angeordnet, auf dem ein Dorn 17 zum Aufstecken eines aus einer perforierten Hülse 2 und einer Wicklung 3 bestehenden Wickelkörpers drehbar gelagert ist. Das Trägerrohr 16 ist auf seinem einen Ende, wo der Dorn 17 gelagert ist, geschlossen und sein Hohlraum 19 ist an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.
Auf seiner Unterseite ist das Trägerrohr 16 mit einem Längsschlitz 18 versehen. Der Dorn 17 ist mit mehreren Schlitzen 20 in Form von Kegelsektoren versehen, welche zum Kuppeln von Öffnungen der Hülse 2 gegenüber dem getauchten Wicklungssegment an den Schlitz 18 des Trägerrohres 16 bestimmt sind. Zum Verdrehen des Dornes 17 dient eine Scheibe 21, der ein Schnapper 22 zur Fixierung der Lage des Dornes 17 zugeordnet ist.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt:
Bei der Tieflage des Troges 13 wird der aus Hülse 2 und Wicklung 3 bestehende Wickelkörper auf den Dorn 17 aufgesteckt. Nach dem Hochheben des Troges 13 und Eintau chen eines Segmentes der Wicklung in die Färbeflotte 14 wird diese unter Wirkung eines im Hohlraum 19 herrschenden und sich in den Längsschlitz 18 und den darunter liegenden Schlitz 20 des Dornes 17 ausbreitenden Unterdruckes ins Innere der Wicklung 3 eingesaugt, so dass sie durch den dem getauchten Segment der Wicklung entsprechenden Sektor der Wicklung durchdringt.
Da das Trägerrohr 16 mit einem einzigen Schlitz 18 versehen ist, konzentriert sich das Einsaugen lediglich in den unteren Schlitz 20 des Dornes 17 und alle anderen Schlitze desselben bleiben abgedeckt, so dass der Saugeffekt gegenüber dem getauchten Wicklungssegment maximal ist.
Nach einigen Sekunden. die zum Durchddringen der Färbeflotte durch den Wicklungssektor nötig sind, wird der Trog 13 gesenkt, der Dorn 17 mit aufgestecktem Wickelkörper um den gewünschten Winkel verdreht und ein anderes Wicklungssegment in eine andere Färbeflotte getaucht. Durch Wiederholen dieses Vorganges über weiteren Trögen mit Flotten von verschiedenen Farben wird die Wicklung stufenweise in ihrer ganzen Masse gefärbt. wobei verschiedenfarbige Wicklungssektoren und dadurch auch verschiedenfarbige Abschnitte in Längsrichtung des Garnes erreicht werden.
In dem in Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsbeispiel werden mehrere Färbeeinheiten gemäss Fig. 1 in ein Karussell 23 angeordnet, in dem die Tröge 13 nicht angehoben. gesenkt und versetzt werden, sondern ein Senken. Anheben und Verdrehen der Trägerrohre 16, die in einen gemeinsamen Unterdruckkanal 24 münden, vorgesehen ist. Durch diese Anordnung können gleichzeitig in jedem Takt mehrere Wicklungen in verschiedenfarbige Flotten getaucht werden.
Diese Anordnung ermöglicht zugleich eine weitgehende Automatisierung einzelner Phasen des Färbens, Verdrehen der Trägerrohre und der Dorne, Senken und Aufheben der Trägerrohre usw. Die Bedienung einer solchen Einrichtung kann auf das Aufstecken und Abnehmen der Wickelkörper beschränkt werden, was besonders bei Kreuz- oder Raketenspulen eine hohe Produktivität sicherstellt.
PATENTANSPRU CH
Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen, bei dem eine Färbeflotte einem Teil der Wicklungsoberfläche zugeführt und unter Wirkung eines im Hohlraum des Wickelkörpers herrschenden Unterdruckes radial ins Innere der Wicklung eingesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Färbeflotte von unten einem Segment der Wicklung zugeführt wird, indem die Wicklung der Länge nach in die in einem offenen Behälter befindliche Färbeflotte zum Teil getaucht ist, so dass die eingesaugte Färbeflotte durch einen Sektor der Wicklung hindurchdringt.
UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des Unterdruckes auf den zu färbenden Wicklungssektor orientiert ist.
2. Verfahren nach Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass nach Auftauchen der Wicklung aus der einen Färbeflotte der Wickelkörper verdreht und die Wicklung aufeinanderfolgend in weitere Färbeflotten getaucht wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. ist an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.Auf seiner Unterseite ist das Trägerrohr 16 mit einem Längsschlitz 18 versehen. Der Dorn 17 ist mit mehreren Schlitzen 20 in Form von Kegelsektoren versehen, welche zum Kuppeln von Öffnungen der Hülse 2 gegenüber dem getauchten Wicklungssegment an den Schlitz 18 des Trägerrohres 16 bestimmt sind. Zum Verdrehen des Dornes 17 dient eine Scheibe 21, der ein Schnapper 22 zur Fixierung der Lage des Dornes 17 zugeordnet ist.Die beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Bei der Tieflage des Troges 13 wird der aus Hülse 2 und Wicklung 3 bestehende Wickelkörper auf den Dorn 17 aufgesteckt. Nach dem Hochheben des Troges 13 und Eintau chen eines Segmentes der Wicklung in die Färbeflotte 14 wird diese unter Wirkung eines im Hohlraum 19 herrschenden und sich in den Längsschlitz 18 und den darunter liegenden Schlitz 20 des Dornes 17 ausbreitenden Unterdruckes ins Innere der Wicklung 3 eingesaugt, so dass sie durch den dem getauchten Segment der Wicklung entsprechenden Sektor der Wicklung durchdringt.Da das Trägerrohr 16 mit einem einzigen Schlitz 18 versehen ist, konzentriert sich das Einsaugen lediglich in den unteren Schlitz 20 des Dornes 17 und alle anderen Schlitze desselben bleiben abgedeckt, so dass der Saugeffekt gegenüber dem getauchten Wicklungssegment maximal ist.Nach einigen Sekunden. die zum Durchddringen der Färbeflotte durch den Wicklungssektor nötig sind, wird der Trog 13 gesenkt, der Dorn 17 mit aufgestecktem Wickelkörper um den gewünschten Winkel verdreht und ein anderes Wicklungssegment in eine andere Färbeflotte getaucht. Durch Wiederholen dieses Vorganges über weiteren Trögen mit Flotten von verschiedenen Farben wird die Wicklung stufenweise in ihrer ganzen Masse gefärbt. wobei verschiedenfarbige Wicklungssektoren und dadurch auch verschiedenfarbige Abschnitte in Längsrichtung des Garnes erreicht werden.In dem in Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsbeispiel werden mehrere Färbeeinheiten gemäss Fig. 1 in ein Karussell 23 angeordnet, in dem die Tröge 13 nicht angehoben. gesenkt und versetzt werden, sondern ein Senken. Anheben und Verdrehen der Trägerrohre 16, die in einen gemeinsamen Unterdruckkanal 24 münden, vorgesehen ist. Durch diese Anordnung können gleichzeitig in jedem Takt mehrere Wicklungen in verschiedenfarbige Flotten getaucht werden.Diese Anordnung ermöglicht zugleich eine weitgehende Automatisierung einzelner Phasen des Färbens, Verdrehen der Trägerrohre und der Dorne, Senken und Aufheben der Trägerrohre usw. Die Bedienung einer solchen Einrichtung kann auf das Aufstecken und Abnehmen der Wickelkörper beschränkt werden, was besonders bei Kreuz- oder Raketenspulen eine hohe Produktivität sicherstellt.PATENTANSPRU CH Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen, bei dem eine Färbeflotte einem Teil der Wicklungsoberfläche zugeführt und unter Wirkung eines im Hohlraum des Wickelkörpers herrschenden Unterdruckes radial ins Innere der Wicklung eingesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Färbeflotte von unten einem Segment der Wicklung zugeführt wird, indem die Wicklung der Länge nach in die in einem offenen Behälter befindliche Färbeflotte zum Teil getaucht ist, so dass die eingesaugte Färbeflotte durch einen Sektor der Wicklung hindurchdringt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des Unterdruckes auf den zu färbenden Wicklungssektor orientiert ist.2. Verfahren nach Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass nach Auftauchen der Wicklung aus der einen Färbeflotte der Wickelkörper verdreht und die Wicklung aufeinanderfolgend in weitere Färbeflotten getaucht wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1862171A CH538308A (de) | 1969-11-03 | 1970-05-26 | Einrichtung zum abschnittsweisen Färben von Garn |
| CH782270D CH782270A4 (de) | 1970-05-26 | 1970-05-26 | |
| CH782270A CH532965A (de) | 1970-05-26 | 1970-05-26 | Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH782270A CH532965A (de) | 1970-05-26 | 1970-05-26 | Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH532965A true CH532965A (de) | 1972-10-13 |
Family
ID=4330960
Family Applications (2)
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| CH782270A CH532965A (de) | 1969-11-03 | 1970-05-26 | Verfahren zum abschnittsweisen Färben von auf perforierten Stützkörpern aufgewickelten Garnen |
| CH782270D CH782270A4 (de) | 1970-05-26 | 1970-05-26 |
Family Applications After (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (2) | CH532965A (de) |
-
1970
- 1970-05-26 CH CH782270A patent/CH532965A/de unknown
- 1970-05-26 CH CH782270D patent/CH782270A4/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH782270A4 (de) | 1972-10-13 |
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