CH536792A - Verfahren zur Herstellung von Perboraten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Perboraten

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Description


  
 



   Es sind bereits zahlreiche Verfahren zur Herstellung von Perboraten   bekannt.    In der Technik stellt man z.B.



  zunächst Wasserstoffperoxid elektrolytisch oder durch Oxydation von Anthrahydrochinon oder anderen, min- destens zwei unter Bildung von Wasserstoffperoxid oxy- dierbare Wasserstoffatome enthaltenden   organischen    Verbindungen her, konzentriert und/oder reinigt die nach einer Hydrolyse oder durch Extraktion mit Wasser er- haltene Wässrige Wasserstoffperoxidlösung und lässt diese auf ein Borat einwirken.   l}ie    skizzierten Verfahren sind mindestens dreistufig und erfordern entweder elektrische Energie oder aber erfordern sie umfangreiche Vorsichtsmassnahmen, um Unglücksfälle zu vermeiden.



  Durch   Elektrolyse    einer borathaltigen Lösung vermeidet man einige Nachteile und erhält unmittelbar, aber mit grossem Aufwand an   elektrischer    Energie,   das      gewünsch-    te Perborat.



   Schliesslich ist aus der   franzÏsischen    Patentschrift Nr. 1367499 bekannt, Natriumperborat so zu gewinnen, dass man eine organische Lösung von freiem Wasserstoffperoxid herstellt und diese unter Zusatz von geringen Mengen Wasser mit festen Boraten   umsem.    Das Prinzip dieses Vorschlags ist allerdings schon nahegelegt durch die im Rahmen des Anthrachinonprozesses zur Gewinnung von   Wasserstoffperoxid    bekannten   Versu-    che, Reste von Wasserstoffperoxid, die aus der Kreislauflösung mit Wasser nicht mehr wirtschaftlich extrahiert werden können, durch Zugabe von Natriummetaborat zu entfernen und auf diese Weise   unschädlich    zu machen.

  Die in der   Beschreibung    des genannten   VeRah-    rens als notwendig bezeichneten Wassermengen liegen bei höchstens 1 Mol pro Mol Wasserstoffperoxid.



   Bei diesem Verfahren vermeidet man das Isolieren, Reinigen und Konzentrieren einer Wasserstoffperoxidlösung, spart elektrische Energie und vermag man die Gefahrenmomente niedriger zu halten.



     Uberraschend    wurde nun im Gegensatz zur letztbeschriebenen Verfahrensweise gefunden, dass die Herstellung von Perboraten, bei der zunächst Wasserstoffperoxid z.B. durch Oxydation einer mindestens zwei unter Bildung von   Wasserstoffperoxid    oxydierbare Wasserstoffatome enthaltenden organischen Verbindung, in organischer Lösung hergestellt wird und die organische   Wasserstoffperoxidlösung    anschliessend   direct    mit festen Boraten in Gegenwart von wenig Wasser umgesetzt wird, nur dann in wirtschaftlicher und technisch interessanter Weise   durchführhar    ist, wenn im Reaktionsgemisch mehr als ein Mol Wasser, bezogen auf das   eingesetzte    Borat.



  und mehr als ein Mol Wasser, bezogen auf das vorliegende Wasserstoffperoxid, enthalten ist.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also ein   Verfahren    zur Herstellung von Perboraten, wobei eine Lösung von Wasserstoffperoxid in einem überwiegend organischen   Medium    hergestellt   und    anschliessend in Gegenwart von geringen Mengen Wasser direkt mit festen Boraten umgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das   Reaktionsgemisch    mehr als ein Mol Wasser, be   zogen    sowohl auf eingesetztes Borat als auch auf das eingesetzte Wasserstoffperoxid enthält.



   Untersuchungen haben ergeben, dass Wasser eine entscheidende Rolle beim Einbau des   Wasserstosffperoxids    in die   Boratkristalle    spielt. Als allgemeine   Regal    kann   ausgesproolaen    werden, dass in organischer Lösung vorliegendes Wasserstoffperoxid mit einem bestimmten Borat bzw, mit einem bestimmten Borathydrat um so leichter und schneller Perborat bildet. je mehr Wasser im   Reaktionsçgemisch    insgesamt vorliegt.

  Für das Gelingen des Verfahrens ist es im allgemeinen nicht wesentlich, ob man die jeweilige Wassermenge in Form von freiem Wasser oder als Hydratwasser in das Reaktionsgemisch einbringt, doch sollte eine gewisse Mindestkonzentration an freiem Wasser in der Lösung vorliegen, da es sonst geschehen kann, dass die Reaktionsgeschwindigkeit zumindest bei Beginn der Reaktion zu gering ist. Die Wassermengen bzw. -konzentrationen sind aber nach oben hin begrenzt. Erhöht man den Wassergehalt des Reaktionsgemisches schrittweise, so macht sich allmählich eine Korn   vergröberung    bemerkbar, bis der vorliegende Feststoff schliesslich zu einer klebrigen Masse   zusammenbackt,    die nur schwer aus der Apparatur zu entfernen ist.

  Es wirkt sich auch schon eine starke   Kornvergröberung    negativ aus, weil in den einzelnen Körnern noch unver ändertes Borat eingeschlossen und auf diese Weise der Reaktion entzogen wird oder   unverhältnismässig    lange Zeit zur Umsetzung benötigt. Im   Rahmen    einer zu weit gehenden   Kornvergröberung    kommt es auch zu Einschlüssen von   Lösungsanteilen,    die beim Waschen des Feststoffs nur   schwer    entfernt werden können. Die Reste solcher   Einschlüsse,    die im Endprodukt   verbleiben,    fallen   mengenmässig    zwar nicht ins Gewicht, bewirken aber, dass das Perborat verfärbt ist, dass es sich in Wasser nicht völlig klar löst und dass es sich leichter zersetzt.

  Auch dann, wenn die Wassermengen richtig gewählt wurden, können zu Reaktionsbeginn Feststoff   zusammenballungen    auftreten. Diese sind jedoch locker und verschwinden im Laufe der weiteren Reaktion bald wieder.



   Bei einer technischen Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens stellt man organische Lösungen von Wasserstoffperoxid so her, dass man organische   Verbin-    dungen, die mindestens zwei unter Bildung von Wasserstoffperoxid oxydierbare Wasserstoffatome enthalten, mit molekularem Sauerstoff oxydiert. Solche Verbin- dungen werden im folgenden Autoxydantia genannt. Es ist besonders vorteilhaft, nach Abtrennung des Perboratprodukts die verbleibende Lösung durch an sich   bekann-    te   Reduktionsverfahren    in eine Lösung zur erneuten Verwendung im beschriebenen Verfahren   überzuführen,    gegebenenfalls nach Gewinnung verschiedener Nebenprodukte.

  Um pro Zeiteinheit oder pro Charge aus einem gegebenen Apparatevolumen eine möglichst grosse Perboratmenge herauszuholen, ist es wichtig, das jeweilige Autoxydans in möglichst hoher Konzentration einzu   set n.    Es hat sich nun herausgestellt, dass   Lösungs-    mittel mit einem guten   Lösungsvermögen    für die   verwen-    deten Autoxydantia im allgemeinen auch ein gutes   Lö-      sungsvermögen    für Wasser besitzen.

  In diesem Zusammenhang liegt für das Verfahren ein doppelter Vorteil:
Bei Verwendung von   Lösunosmitteln    mit gutem   Lö-      sungsvermögen    kann nicht nur pro Charge mehr Perborat hergestellt werden (weil die grössere Menge Autoxydans   Dro    Volumseinheit des   Reaktionsmediums    mehr Wasserstoffperoxid   liefert}.    die Reaktion verläuft auch, wegen der grösseren Wasserkonzentration, schneller. Mit   Lösungsmitteln    die nur bis zu 0,1 Mol Autoxydans pro Kilogramm zu lösen in der Lage sind, kann der Prozess kaum mehr in wirtschaftlich günstiger Weise   durchgeführt    werden. 

  Erhöht man die Temperatur, so   verbesserí    sich auch das   Lösungsvermögen    und die Reaktionsgeschwindigkeit wird erhöht. Da iedoch die Perborate über   60 C    nicht mehr stabil sind, soll diese   Tem-    peratur nicht überschritten werden; man arbeitet im all- gemeinen bei 10 bis   60 CF    vorzugsweise zwischen 30 und   45 C.     



   Ein wesentliches Merkmal des   erfindungsgemässen    Verfahrens ist, dass die Borverbindungen während der Reaktion praktisch immer in kristalliner Form vorliegen.



     Diesel    Umstand bewirkt,   dasssofern    man die Was- sermenge nicht allzu hoch wählt - ein Aufnehmen organischer Substanzen weitgehend ausbleibt oder nur in einer Weise erfolgt, dass jene mit organischen, niedrig siedenden Lösungsmitteln leicht ausgewaschen werden können.   Brings    man jedoch Borate in   Wasserstof'fper-    oxidlösungen, deren vorwiegend organische Lösungsmittel einen grossen Teil des Borats zu lösen vermögen und die gegebenenfalls noch Nebenprodukte von z.B.

   auf   einanderfolgenden      Autoxydationen    und Reduktionen enthalten, so erhält man zwar auch Perborate, doch sind diese den nach dem   erfinEdungsgemässen    Verfahren, und zwar aus Lösungen vergleichbarer Vorgeschichte   erhal-    tenen Perboraten hinsichtlich Reinheit, Farbe und   Sta-    bilität deutlich unterlegen. Es ist darum nicht zu empfehlen, mit Lösungsmitteln zu arbeiten die zur Erzielung optimaler Ergebnisse mehr als 5 Mol Wasser pro Mol Borat verlangen.

  Solche Lösungsmittel sind bereits so   stark      polar,    dass sie zusammen mit der relativ grossen Wassermenge zuviel Borat lösen   würden,    so dass die eben beschriebenen Nachteile schon deutlich zum Vorschein   kämen.    Im allgemeinen werden darum 1,5 bis 4,2, mit besonderem Vorteil zwei bis vier Mol Wasser, bezogen auf das eingesetzte Borat verwendet.



   Besonders geeignete, mindestens zwei unter Bildung von Wasserstoffperoxid oxydierbare   Wasserstoffatome    enthaltende organische Verbindungen - Autoxydan   tiasind    z.B. Hydrazoverbindungen, besonders Hydrazobenzol, ferner Aminophenole und vor allem Hydrochinone, besonders 2-Alkylanthrahydrochinone und schliesslich auch sekundäre Alkohole, z.B.   Cyclohexa-    nol. Die Oxydation erfolgt mit Sauerstoff   zweckmässi-    gerweise mit Luft, kann aber auch mit anderen Gasgemischen bewirkt werden, die molekularen Sauerstoff enthalten.



   Das   Autoxydans    kann selbst auch als Lösungsmittel dienen, z.B. bei Verwendung von Cyclohexanol.



   Als   Lösungsm,ittel    eignen sich vor allem solche, deren Systeme mit Wasser zwischen 10 und 60 C   Mi-    schungslücken aufweisen. So sind als Beispiele   anzufüh-    ren: Alkohole mit mehr als   4      Kohlenstoffen,    z.B. 2   Athylhexanol-1,    ferner Äther oder Ester, z.B. Phthal   säuredimethylester    oder der   Essigsäureester    des Cyclo- hexanols und seine alkylsubstituierten Derivate, ferner Ketone mit mehr als 4 Kohlenstoffatomen und Kohlenwasserstoffe, die gegebenenfalls substituiert sein   kön-    nen, z.B. Halogenbenzole.   ISolche    Lösungsmittel können vielfach mit besonderem Vorteil auch in Mischung miteinander eingesetzt werden.



   Als Borate dienen   zweckmässig      Aikalimetaborate,    insbesondere Natriummetaborat. Auf 1 Mol Wasserstoffperoxid   verwendet    man z.B.   0.8    bis 2.0 Mol Borat und mit besonderem Vorteil 0,95 bis 1,2 Mol. Das Verfahren kann gegebenenfalls kontinuierlich durchgeführt werden.



  Das erhaltene Perborat findet vorzugsweise zur Herstel   lung    von   Wasch-    und Bleichmitteln Verwendung.



   Als Autoxydantia dienten in den folgenden   Beispielen    2-Äthylanthrahydrochinon oder Cyclohexanol. Theoretisch kann durch Oxydation von einem Mol dieser beiden Verbindungen mit molekularem Sauerstoff ein Mol Wasserstoffperoxid erhalten Werden.



   Die Lösungen von 2-Äthylanthrahydrochinon wurden so hergestellt, dass   2-Athylanthrachinon    im jeweils gewünschten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst und in Gegenwart von Palladium, das zu 5 Gew.-% auf Aluminiumoxid aufgetragen war, mit molekularem   Reinwasserstoff    bei   30 C    reduziert wurde. Es wurde nur ungefähr die Hälfte des in der Lösung enthaltenen 2 Äthylanthrachinons reduziert. Nach Erreichung des gewünschten Reduktionsgrades wurde katalysatorfrei filtriert   und das    Filtrat bis zu seiner Verwendung unter   Reinstickstoff    aufbewahrt. Die auf diese Weise erhaltenen Lösungen werden im folgenden als "Stammlösungen" bezeichnet.



   Die in den Beispielen genannten Teile sind   Gewichts-    teile, die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



     Beispiel    I
Durch ein auf   20 C      thermostatiertes    Gefäss wurde aus feinen Öffnungen im Boden kommend, Luft gepumpt, die einen Wasserdampftpartialdruck von weniger als 0,05 Torr aufwies. In das Gefäss wurde eine für die nachfolgenden Analysen, für die spätere Umsetzung und für die Deckung der Manipulationsverluste ausreichende Menge  Stammlösung  gebracht. Die   Einfüllöffnung    des Gefässes wurde verschlossen, die   Gasableitung    mit einem Messinstrument verbunden   und    der Luftdurchsatz auf etwa 350 Liter pro Stunde und Kilogramm Lösung eingestellt.

  Nachdem die Lösung hellgelb geworden war, wodurch sich die vollständige Oxydation anzeigte, wurde sie in einem eigenen geschlossenen Gefäss mit der erforderlichen Menge Wasser kräftig verrührt, bis Homogenität erreicht war. Die oxydierte und befeuchtete  Stammlösung , die mit o-Phthalsäuredimethylester bereitet worden war, enthielt pro Kilogramm:   0,183    Mol   Wasserstoffperoxid,      0,42    Mol 2-Äthylanthrachinon und   0,427 Mol Wasser.   



   Die ursprüngliche  Stammlösung  hatte 0,187 Mol 2-Äthylanthrahydrochinon pro Kilogramm enthalten.



     40,51    Teile der oxydierten und befeuchteten    Stamm-    lösung  kamen in ein   verschliessbares,    mit   Rührvor-    richtung versehenes Gefäss, das auf   20 C    thermostatiert   wurde.    In die   LösunC,    wurden 0,5242 Teile   feinteiliges      Natriummetaborat      (Analysenvert    14,73 Grammatom Na/   kg,    entsprechend   0,11    Mol Kristallwasser pro   Mol    Natriummetaborat) eingetragen, wobei die Rührintensität so bemessen wurde, dass der Feststoff in der Flüssigkeit gleichmässig verteilt war.



   Nachdem 140 Minuten lang gerührt worden war, wurde das   Reaktionsgemisch    filtriert. Das Filtrat enthielt nur mehr 0,006 Mol   Wasserstoffneroxid    pro kg. Der Feststoff wurde mehrmals mit Benzol gewaschen und schliesslich durch kurzes Evakuieren von den anhaftenden Benzolresten befreit.



     Vie    0,858 Teile des rein weissen und körnigen Pro   duktes      enthielten    8,95 Grammatom Na/kg und 8,25 Mol H2O2/kg   (13.2%      aktiver Sauerstoffl,    entsprechend einer Ausbeute von   95,5%    der Theorie.

 

   Beispiel 2
Nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 wurde eine für die   nachfolgenden    Analysen, für die   Umsetzung    mit Natriummetaborat und für die   Deckung    von Manipulationsverlusten ausreichende Menge  Stammlösung  oxydiert u. befeuchtet; die dadurch entstehende Lösung, deren Lösungsmittel o-Phthalsäuredimethylester war, enthielt pro Kilogramm:   0,184    Mol Wasserstoffperoxid,   0,423    Mol   2-Athylanthrachinon    und 0,035 Mol Wasser, Die   ursprüngliche     Stammlösung  hatte   0,188    Mol 2   Äthylanthrachinon      pro    Kilogramm enthalten.  



   Ebenfalls nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 wurden bei   20     0,8100 Teile feinteiliges Natriummetaborat (Analysenwert 10,00 Grammatom Na/kg, entsprechend 1,90 Mol Kristallwasser pro Mol Natriummetaborat) mit 40,00 Teilen der oxydierten und befeuchteten  Stammlösung  verrührt und weiterverarbeitet. Das Re   aktionsgemisch    wurde nach 80 Minuten filtriert. Das Filtrat enthielt 0,011 Mol Wasserstoffperoxid pro Kilogramm.



   Die 0,929 Teile des rein weissen,   kdrnigen    Feststoffes enthielten 8,69 Grammatom Na/kg und   7A0    Mol   H2O2/    kg (11,8% aktiver Sauerstoff), das entspricht einer Ausbeute von 93,5% der Theorie.



   Beispiel 3
Nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 wurde eine für die nachfolgenden Analysen, für die Umsetzung mit Natriummetaborat und für die Deckung von Manipulationsverlusten ausreichende Menge  Stammlösung  oxydiert und befeuchtet; die dadurch entstehende   LÏ-    sung, deren   Lösungsmittel    wieder o-Phthalsäuredimethyl- ester war, enthielt pro Kilogramm: 0,20 Mol Wasserstoffperoxid, 0.423 Mol   2-Athylanthrachinon,    und 0,213 Mol Wasser. Die ursprüngliche  Stammlösung  hatte 0,204 Mol   Äthylanthrahydrochinon/pro    Kilogramm enthalten.



   Ebenfalls nach der Verfahrensweise von Beispiel 1, jedoch bei   40 ,    wurden 0,9820 Teile feinteiliges Natriummetaborat (Analysenwert 9,65 Grammatom Na/kg, entsprechend 2,10 Mol Kristallwasser pro Mol Natriummetaborat) mit 40,00 Teilen der oxydierten und befeuchteten  Stammlösung  verrührt und weiterverarbeitet. Das Reaktionsgemisch wurde nach 100 Minuten filtriert. Das Filtrat enthielt 0.008 Mol Wasserstoffperoxid pro Kilogramm.



   Die 1,060 Teile des rein weissen und körmigen Produktes enthielten 8.90 Grammatom Na/kg und 7,08 Mol H2O2/kg (11,3% aktiver Sauerstoff), entsprechend 94% der Theorie.



   Beispiel 4
Nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 wurde eine für die nachfolgenden Analysen, für die Umsetzung mit Natriummetaborat und für die Deckung von Manipulationsverlusten ausreichende Menge  Stammlösung  oxydiert und befeuchtet, die dadurch entstehende Lö- sung, deren Lösungsmittel nun ein Gemisch aus Xylol Isomerengemisch und Essigsäurecyclohexylester im Verhältnis 3 : 4 Volumsteilen war, enthielt pro Kilogramm: 0,146 Mol Wasserstoffperoxid, 0,300 Mol 2-Äthylanthrachinon, und 0,130 Mol Wasser. Die ursprüngliche Stammlösung hatte 0.148 Mol   2-Äthylanthrahydrochinon/Kilo-    gramm enthalten.



   Ebenfalls nach der Verfahrensweise von Beispiel 1, und zwar wieder bei 200, wurden 0,2635 Teile feinteiliges Natriummetaborat (Analysenwert 13,91 Grammatom Na/kg, entsprechend 0.34 Mol Kristallwasser pro Mol Natriummetaborat) mit 26,25 Teilen der oxydierten und befeuchteten  Stammlösung  verrührt und weiterverarbeitet. Das Reaktionsgemisch wurde nach 90 Minuten filtriert. Das Filtrat enthielt 0,008 Mol Wasserstoffperoxid pro Kilogramm.



   Die 0,405 Teile des rein weissen und feinkörnigen Produktes enthielten 9.04 Grammatom Na/kg und 8,87 Mol H3O2/kg (14,2% akt. Sauerstoff), entsprechend einer Ausbeute von 93,5% der Theorie.



   Beispiel 5
Nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 wurde eine für die nachfolgenden Analysen, für die Umsetzung mit Natriummetaborat und für die Deckung von Manipulationsverlusten ausreichende Menge  Stammlösung  oxydiert und befeuchtet; die dadurch entstehende   Lö-    sung, deren Lösungsmittel ein Gemisch aus Xylol-Isomerengemisch und   Essigsäurecyclohexylester    im Verhältnis 1 :5 Volumensteilen war, enthielt pro Kilogramm: 0,231 Mol Wasserstoffperoxid, 0,458 Mol 2-Äthylanthrachinon, und 0,310 Mol Wasser. Die ursprüngliche Stammlösung hatte 0,234 Mol 2-Athylanthrahydrochinon pro Kilogramm enthalten.



   Ebenfalls nach der Verfahrensweise von Beispiel 1, und zwar wieder bei 200, wurden 0,4131 Teile feinteiliges Natriummetaborat (Analysenwert 13,91 Grammatom Na/kg, entsprechend 0,34 Mol Kristallwasser pro Mol Natriummetaborat) mit 24,23 Teilen der oxydierten und befeuchteten  Stammlösung  verrührt und weiterverarbeitet. Das Reaktionsgemisch wurde nach 90 Minuten filtriert. Das Filtrat enthielt 0,009 Mol   Wasserstoffper-    oxid pro Kilogramm.



   Die 0,6430 Teile des reinweissen und körnigen Produktes enthielten 8,89 Grammatom Na/kg und 8.25 Mol H2O2/kg (13,2% akt. Sauerstoff), das entspricht einer Ausbeute von 95% der Theorie.



   Beispiel 6
Als Oxydationsapparatur diente ein zylindrisches Glasgefäss, dessen Boden zahlreiche feine Öffnungen aufwies, durch die gasförmiger Sauerstoff gedrückt werden konnte. Die abgehenden Gase strömten nach Durchsetzen der Flüssigkeitsschicht durch einen   Rückfluss-    kühler, in dem die kondensierbaren Anteile niedergeschlagen wurden. Die Apparatur tauchte bis einige Zentimeter über die Höhe des Reaktionsraumes in ein thermostatierbares Glycerinbad.



   In ein   Oxydationsgef ss    wurden 200 Teile Cyclohexanol, 1 Teil   1,1 '-Dihydroxydicyclohexylperoxid    und 0.2 Teile Victawet 35 B (ein Polyphosphat der Fa. Victor Co., USA) gegeben. Durch die Flüssigkeit wurden 150 Liter nicht getrockneter Sauerstoff pro Stunde und Kilogramm Cyclohexanol   gedrackt.    Die Reaktionstemperatur betrug 950C.

  Als   der Sauregehalt    der Oxydationsmischung merklich anzusteigen   begaun, - das    war nach 6 Stunden der Fall (dies kann aber je nach Art und Konzentration der im Cyclohexanol enthaltenen Verunreinigungen 5-10 Stunden   dauern) - betrug    die   Somme    der Gehalte an Wasserstoffperoxid und an peroxidischen Verbindungen, die unter den Bedingungen der nachfolgenden   Perhoratbildung    Wasserstoffperoxid abzuspalten   vermÏgen,    etwa 0,3 Mol/kg. Zu diesem Zeitpunkt wurde die gesamte Mischung in ein Rührgefäss gebracht und auf 250C abgekühlt. Es wurden nun bei dieser Temperatur unter heftiger Flüssigkeitsbewegung 6,3 Teile eines kristallwasserhaltigen Natriummetaborates in fein verteilter Form eingetragen. 

  Dieses Natriummetaborat war,   ausgehend von 8,27 Teilen NaBO2 4 4 H,O, durch Trock-    nung bei 90  erhalten worden. Nach dreistündigem Rühren bei der genannten Temperatur wurde die Flüssigkeit abgegossen. Das verbleibende Festprodukt wurde zerkleinert, mit wenig Ethanol gewaschen und getrocknet.



  Es konnten so 8,0 Teile Perborat mit 9,91 Gew.-% an aktivem Sauerstoff erhalten werden. (Ausbeute   #    82% der Theorie.) 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Perboraten, wobsi eine Lösung von Wasserstoffperoxid in einem überwiegend organischen Medium hergestellt und anschliessend in Gegenwart von geringen Mengen Wasser direkt mit festen Boraten umgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch mehr als ein Mol Wasser, bezogen sowohi auf eingesetztes Borat ais auch auf das eingesetzte Wasserstoffperoxid enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch bis zu fünf Mol Wasser, bezogen auf eingesetztes Borat enthält.
    2. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch 1,5 bis 4,2 Mol Wasser, bezogen auf eingesetztes Borat enthält.
    3. Verfahren gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch 2 bis 4 Mol Wasser, bezogen auf eingesetztes Borat enthält.
    4. Verfahren gemass Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man pro Mol eingesetzten Wasserstoffperoxids 0,95 bis 1,2 Mol Borat verwendet.
    5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Medium ein Lösungs- mittel, das mit Wasser zwischen 10 und 600C Mischungslücken aufweist, oder ein Gemisch aus derartigen Lö- sungsmitteln enthält.
    6. Verfahren gemäss Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel Alkohole, Äther, Ester, Ketone oder gegebenenfalis substituierte Kohlenwasserstoffe verwendet werden.
CH1669166A 1965-05-20 1966-11-17 Verfahren zur Herstellung von Perboraten CH536792A (de)

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