CH537763A - Anschlageinrichtung für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Abkantpressen - Google Patents
Anschlageinrichtung für Werkzeugmaschinen, insbesondere für AbkantpressenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anschlageinrichtung für Werk zeugmaschinen, insbesondere für Abkantpressen, mit einer durchgehenden Anschlagschiene oder mehreren punktförmi- gen Einzelanschlägen, die zwischen einer Ausgangsstellung und einer dem jeweiligen, von mehreren an einem Werkstück vorzunehmenden Arbeitsvorgängen entsprechenden Arbeits stellung durch Kraftantrieb hin und her verschiebbar ist bzw. sind, wobei jede Arbeitsstellung durch hubbegrenzende, in bzw. an zur Verschieberichtung parallelen Spannuten oder Spannschienen verschiebbare und feststellbare Anschlag stücke bestimmt ist.
Bei einer bekannten Anschlageinrichtung dieser Art (DAS<B>1076</B> 608) sind am Umfang einer Schaltwalze T- förmige Spannuten angeordnet. In diesen gleiten T-Steine mit Gewindelöchern zur Aufnahme von Spannschrauben, welche am Walzenkörper anliegende Anschlagstücke halten. Die Schaltwalze ist dabei durch einen Schrittschaltmechanis- mus fortschaltbar und wird damit so gesteuert, dass jeweils das vorgewählte Anschlagstück der in der oberen Scheitel linie liegende Spannute hubbegrenzend in den Weg der An schlagschiene oder eines mit ihr bewegten Teiles ragt.
Bei an einem Arbeitsstück durchzuführenden Abkantoperationen werden die Anschlagstücke im Rhythmus der Schaltvorgänge nacheinander in Wirkstellung gebracht. Um die jeweilige Einstellung der Schaltwalze sicherzustellen, sind Rastenge sperre vorgesehen, die ebenso wie das Schaltwerk programm gesteuert werden müssen.
Die Steuerorgane sind entsprechend kompliziert. Dazu kommt der grosse mechanische Aufwand für die Schaltwalze und die ihr zugeordneten Getriebe nebst den bewegten Teilen der Steuervorrichtung. Das Zurück- und Vorschieben der Anschlagschiene und Fortschalten der Schaltwalze um eine Teilung ist hierdurch und infolge der auszuführenden Dreh bewegungen verzögert. Daher ist wohl auch zur Betätigung der Anschlagschiene ein vorgesehener hydraulischer Trieb ausreichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Spannuten und auch Spannschienen für verschiebbare und feststellbare Anschlagstücke so anzuordnen, dass die Anschlagstücke stets in Wirkstellung und somit jederzeit ohne Verzögerung schaltbar sein können.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss eine Anschlageinrichtung der eingangs genannten Art vorgesehen, bei welcher jeder Spannute bzw. Spannschiene je ein durch je ein Betätigungsglied in wechselnder Reihenfolge in den Weg der Anschlagstücke ragender Riegel zugeordnet ist.
Als Betätigungsmittel können pneumatische Stellblöcke vorgesehen sein. Zweckmässig können die Spannuten an einem Zylinder angeordnet sein. Dieser Zylinder kann als Walze ausgebildet sein. Dabei kann vorgesehen sein, einen Sektor des Zylinders von den Spannuten freizuhalten und den Zylinder an beidseitigen Wellenansätzen drehbar und durch Arretierungsmittel feststellbar, in Lagern anzuordnen. Hierdurch wird beispielsweise ermöglicht, die Spannuten mit ihren Anschlägen zur Einstellung der Anschlagstücke ein zeln in eine hierfür günstige Position zu bringen.
Der Zylinder kann ortsfest an dem Gestell der Abkant- presse gelagert und die Betätigungsmittel an der Anschlag schiene oder deren Träger angeordnet sein. Es ist natürlich auch eine umgekehrte Anordnung möglich.
Durch Ausbildung des dem gestellseitigen Lager des Zy linders gegenüberliegenden Lagers als ein in der Achse des Zylinders nachgiebiges Federwiderlager kann eine vorteil hafte Dämpfung der Anschläge erreicht werden, was Lärm entwicklung und vorzeitigen Verschleiss vermeidet.
Anstatt Spannuten kann man, insbesondere für leichtere Ausführungen, in einer Ebene liegende Spannschienen vor sehen. Entsprechend der Anordnung mit Spannuten kann man die Spannschienen auch radial um eine zentral gelagerte, die Betätigungsmittel mit den Sperriegeln enthaltende Anord nung gruppieren.
Dadurch, dass die beschriebene Anschlageinrichtung äusserst schnell die einzelnen Schaltvorgänge ausführt, ist es möglich, zur Verstellung der Anschlagschiene einen pneumatischen Trieb vorzusehen. Dadurch können die ein zelnen, an einem Werkstück vorzunehmenden Arbeitsvor gänge in einer bisher oft angestrebten, aber nicht erreichten kurzen Zeitdauer ausgeführt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe An schlageinrichtung, Fig. 2 einen Schnitt durch die Anordnung nach Fig. 1, Fig. 3 eine Einzelheit der Anschlageinrichtung nach Fig. 1, Fig. 4 eine weitere Einzelheit, Fig. 5 eine Draufsicht auf eine abgewandelte Ausfüh rungsart der Anschlageinrichtung, Fig. 6 eine Seitenansicht der Anschlageinrichtung nach Fig. 5,
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch die Einrichtung gemäss Fig. 6 in zwei Ansichten und Fig. 8 eine stirnseitige Ansicht der Einrichtung gemäss Fig. 5.
In den Zeichnungen ist mit 21 und 121 jeweils das Ge stell einer Abkantpresse angedeutet, an dem nicht darge stellte Abkantmatrizen vorgesehen sind.
Je nach den einzelnen an einem Werkstück vorzuneh menden Abkantvorgängen ist am Gestell wenigstens eine beidseitige Anschlagschiene 47 in Richtung der Matrizen hin und her zu schieben.
Gemäss den Fig. 1 bis 4 ist die Anschlagschiene 47 an je einem Träger 43 mittels eines Zapfens 52, der von einer Schraube 53 gehalten ist, auswechselbar angeordnet.
An zwei zylindrischen Schienen 22 und 23, die an einer Konsole 24 ortsfest gelagert sind, ist ein Schlitten 25 mittels eines nicht dargestellten Betätigungsmittels hin und her ver schiebbar angeordnet.
An der Konsole 24 ist ein Zylinder 35 an Achsstum meln 37 und 38 in Lagern 39 und 40 drehbar und mittels Arretierung 41 feststellbar angeordnet.
Der Zylinder 35 ist am Umfang mit einer Vielzahl schwal- benschwanzförmiger Spannuten 30 versehen, in denen pro filierte Steine 29 und 31 gleitbar angeordnet sind, die je mit einem Anschlag 33 bzw. einem Halteblock 45 zusammen wirken. Anschlag 33 und Halteblock 45 sind mittels der Justierschraube 46 miteinander verbunden. Zur Fixierung von Anschlag und Halteblock sind diese gemäss Fig. 4 durch nicht dargestellte, durch Linien 28 angedeutete Spannschrau ben feststellbar.
Eine sektorförmige Umfangsfläche 36 des Zylinders 35 (Fig. 1 und 2) ist von Spannuten 30 freigehalten.
Der Träger 43 der Anschlagschiene 47 ist am Schlitten 25 angeordnet. Letzterer trägt radial nach dem Zylinder 35 zu ausgerichtete, den einzelnen Spannuten 30 zugeordnete pneumatische Stellblöcke 32, deren ausgefahrener Riegel 34 mit den zugeordneten Anschlagstücken 33 zusammenwirkt.
Wie in Fig. 3 ersichtlich, ist das Lager 40 des Zylinders 35 als Federwiderlager 26 ausgebildet.
Die Arbeitsweise der Anschlageinrichtung gemäss den Fig. 1 bis 4 ist wie folgt: Die Einstellung der den verschie denen einzelnen Arbeitsgängen entsprechenden Arbeitsstel lungen der Anschlagstücke 33 erfolgt durch Lösen des Arre- tierungsverschlusses 41 und Verdrehung der entsprechenden Spannut 30 zum oberen Scheitel, wo die Einstellung der An- schlagstücke 33 ohne Behinderung durchgeführt werden kann.
Der Schlitten 25 und mit ihm die Anschlagschienen 47 werden aus einer hinteren End-(Bereitschafts-)stellung vor jeder Abkantoperation, die an einem Arbeitsstück hinter einander, gegebenenfalls unter automatischem Wechsel der Stempel und/oder Matrizenbearbeitungsstellen, durchzufüh ren ist, in die dem Arbeitsvorgang entsprechende Arbeits stellung vorgeschoben.
Durch Schaltmittel oder mittels Programmsteuerungs- organen werden dabei die einzelnen Stellblöcke 32 während der Einstellung geschaltet und die Riegel 34 im Rhythmus der Arbeitsvorgänge einzeln als Hubbegrenzung in eine Eingriffs- stellung mit den Anschlagstücken 33 gebracht. Die Anschlag- stösse werden durch das Federwiderlager 26 nachgiebig auf gefangen.
Im Unterschied zum erstbeschriebenen Ausführungsbei spiel sind in den Fig. 5 bis 8 die die Spannuten ersetzenden Spannschienen mit 130 bezeichnet. Diese Spannschienen sind nicht ortsfest, sondern mit dem Schlitten 125 und dem Träger 143 und somit auch mit den Anschlagstücken<B>133</B> verschiebbar.
Die Stellblöcke 132 sind dagegen mit ihrem Tragrohr 124 und einer Konsole 142 am Gestell 121 einer Biegebear- beitungsvorrichtung ortsfest angeordnet.
Der Schlitten 125 ist mit dem Träger 143 auf zylin drischen Schienen 122 und 123 sowie in dem Tragrohr 124 mittels eines Kolbens 129 geführt.
In Fig. 6 ist zu sehen, wie eine Schiene 130 mit ihrem An schlagstück 133 gegen einen der Riegel 134 anliegt und der mit der Schiene 130 verbundene Träger 143 gegenüber der Konsole 142 zurückgesetzt ist.
In Fig. 6 ist strichliniert eine ausgefahrene Stellung des Schlittens 125 veranschaulicht.
Gegenüber den bekannten Anschlageinrichtungen müssen bei den beschriebenen Einrichtungen nur noch die Betäti gungsglieder gesteuert werden. Der für rotierende Teile grosse mechanische und schalttechnische Aufwand ist nicht mehr erforderlich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anschlageinrichtung für Werkzeugmaschinen, insbeson dere für Abkantpressen, mit einer durchgehenden Anschlag schiene oder mehreren punktförmigen Einzelanschlägen, die zwischen einer Ausgangsstellung und einer dem jeweiligen, von mehreren an einem Werkstück vorzunehmenden Ar- beitsvorgängen entsprechenden Arbeitsstellung durch Kraft antrieb hin und her verschiebbar ist bzw. sind, wobei jede Arbeitsstellung durch hubbegrenzende, in bzw. an zur Ver- schieberrichtung parallelen Spannuten oder Spannschienen verschiebbare und feststellbare Anschlagstücke bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Spannute (30) bzw.Spannschiene (130) je ein durch je ein Betätigungsglied (32, 132) in wechselnder Reihenfolge in den Weg der An schlagstücke (33, 133) ragender Riegel (34, 134) zugeord net ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Anschlageinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungsglieder pneumatische Stellblöcke (32) vorgesehen sind. 2. Anschlageinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannuten (30) an einem Zylinder (35) angeordnet sind. 3.Anschlageinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sektor (36) des Zylinders (35) von den Spannuten (30) freigehalten und der Zylinder (35) an beidseitigen Wellenansätzen (37, 38) drehbar und durch Arretierungsmittel (41) feststellbar in Lagern (39, 40) an geordnet ist. 4. Anschlageinrichtung nach Unteranspruch 3 an einer Abkantpresse, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (35) ortsfest an dem Gestell (21) der Abkantpresse gela gert und die Betätigungsmittel (32) an der Anschlagschiene (47) oder deren Träger (43) angeordnet sind oder umge kehrt. 5.Anschlageinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Lager für die Wellenansätze (37, 38) vorhanden sind, wobei das dem gestellseitigen La ger (39) gegenüberliegende Lager (40) als ein in der Achse des Zylinders (35) nachgiebiges Federwiderlager (26) aus gebildet ist. 6. Anschlageinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschienen (130) in einer Ebene liegen. 7. Anschlageinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschienen (130) radial um eine zentral gelagerte, die Betätigungsmittel (132) mit den Sperriegeln (134) enthaltende Anordnung angeordnet sind. B.Anschlageinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Hin- und Herbewegung des Schlit tens (25, 125) pneumatische Triebmittel vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691934159 DE1934159C (de) | 1969-07-05 | Anschlageinnchtung, insbesondere fur Abkantpressen | |
| CH4870A CH520534A (de) | 1969-06-23 | 1970-01-05 | Biegebearbeitungseinrichtung an einer Abkantpresse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH537763A true CH537763A (de) | 1973-07-31 |
Family
ID=25683357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH440470A CH537763A (de) | 1969-07-05 | 1970-01-05 | Anschlageinrichtung für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Abkantpressen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH537763A (de) |
-
1970
- 1970-01-05 CH CH440470A patent/CH537763A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |