Die Erfindung betrifft eine Anschlageinrichtung für Werk zeugmaschinen, insbesondere für Abkantpressen, mit einer durchgehenden Anschlagschiene oder mehreren punktförmi- gen Einzelanschlägen, die zwischen einer Ausgangsstellung und einer dem jeweiligen, von mehreren an einem Werkstück vorzunehmenden Arbeitsvorgängen entsprechenden Arbeits stellung durch Kraftantrieb hin und her verschiebbar ist bzw. sind, wobei jede Arbeitsstellung durch hubbegrenzende, in bzw. an zur Verschieberichtung parallelen Spannuten oder Spannschienen verschiebbare und feststellbare Anschlag stücke bestimmt ist.
Bei einer bekannten Anschlageinrichtung dieser Art (DAS<B>1076</B> 608) sind am Umfang einer Schaltwalze T- förmige Spannuten angeordnet. In diesen gleiten T-Steine mit Gewindelöchern zur Aufnahme von Spannschrauben, welche am Walzenkörper anliegende Anschlagstücke halten. Die Schaltwalze ist dabei durch einen Schrittschaltmechanis- mus fortschaltbar und wird damit so gesteuert, dass jeweils das vorgewählte Anschlagstück der in der oberen Scheitel linie liegende Spannute hubbegrenzend in den Weg der An schlagschiene oder eines mit ihr bewegten Teiles ragt.
Bei an einem Arbeitsstück durchzuführenden Abkantoperationen werden die Anschlagstücke im Rhythmus der Schaltvorgänge nacheinander in Wirkstellung gebracht. Um die jeweilige Einstellung der Schaltwalze sicherzustellen, sind Rastenge sperre vorgesehen, die ebenso wie das Schaltwerk programm gesteuert werden müssen.
Die Steuerorgane sind entsprechend kompliziert. Dazu kommt der grosse mechanische Aufwand für die Schaltwalze und die ihr zugeordneten Getriebe nebst den bewegten Teilen der Steuervorrichtung. Das Zurück- und Vorschieben der Anschlagschiene und Fortschalten der Schaltwalze um eine Teilung ist hierdurch und infolge der auszuführenden Dreh bewegungen verzögert. Daher ist wohl auch zur Betätigung der Anschlagschiene ein vorgesehener hydraulischer Trieb ausreichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Spannuten und auch Spannschienen für verschiebbare und feststellbare Anschlagstücke so anzuordnen, dass die Anschlagstücke stets in Wirkstellung und somit jederzeit ohne Verzögerung schaltbar sein können.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss eine Anschlageinrichtung der eingangs genannten Art vorgesehen, bei welcher jeder Spannute bzw. Spannschiene je ein durch je ein Betätigungsglied in wechselnder Reihenfolge in den Weg der Anschlagstücke ragender Riegel zugeordnet ist.
Als Betätigungsmittel können pneumatische Stellblöcke vorgesehen sein. Zweckmässig können die Spannuten an einem Zylinder angeordnet sein. Dieser Zylinder kann als Walze ausgebildet sein. Dabei kann vorgesehen sein, einen Sektor des Zylinders von den Spannuten freizuhalten und den Zylinder an beidseitigen Wellenansätzen drehbar und durch Arretierungsmittel feststellbar, in Lagern anzuordnen. Hierdurch wird beispielsweise ermöglicht, die Spannuten mit ihren Anschlägen zur Einstellung der Anschlagstücke ein zeln in eine hierfür günstige Position zu bringen.
Der Zylinder kann ortsfest an dem Gestell der Abkant- presse gelagert und die Betätigungsmittel an der Anschlag schiene oder deren Träger angeordnet sein. Es ist natürlich auch eine umgekehrte Anordnung möglich.
Durch Ausbildung des dem gestellseitigen Lager des Zy linders gegenüberliegenden Lagers als ein in der Achse des Zylinders nachgiebiges Federwiderlager kann eine vorteil hafte Dämpfung der Anschläge erreicht werden, was Lärm entwicklung und vorzeitigen Verschleiss vermeidet.
Anstatt Spannuten kann man, insbesondere für leichtere Ausführungen, in einer Ebene liegende Spannschienen vor sehen. Entsprechend der Anordnung mit Spannuten kann man die Spannschienen auch radial um eine zentral gelagerte, die Betätigungsmittel mit den Sperriegeln enthaltende Anord nung gruppieren.
Dadurch, dass die beschriebene Anschlageinrichtung äusserst schnell die einzelnen Schaltvorgänge ausführt, ist es möglich, zur Verstellung der Anschlagschiene einen pneumatischen Trieb vorzusehen. Dadurch können die ein zelnen, an einem Werkstück vorzunehmenden Arbeitsvor gänge in einer bisher oft angestrebten, aber nicht erreichten kurzen Zeitdauer ausgeführt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe An schlageinrichtung, Fig. 2 einen Schnitt durch die Anordnung nach Fig. 1, Fig. 3 eine Einzelheit der Anschlageinrichtung nach Fig. 1, Fig. 4 eine weitere Einzelheit, Fig. 5 eine Draufsicht auf eine abgewandelte Ausfüh rungsart der Anschlageinrichtung, Fig. 6 eine Seitenansicht der Anschlageinrichtung nach Fig. 5,
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch die Einrichtung gemäss Fig. 6 in zwei Ansichten und Fig. 8 eine stirnseitige Ansicht der Einrichtung gemäss Fig. 5.
In den Zeichnungen ist mit 21 und 121 jeweils das Ge stell einer Abkantpresse angedeutet, an dem nicht darge stellte Abkantmatrizen vorgesehen sind.
Je nach den einzelnen an einem Werkstück vorzuneh menden Abkantvorgängen ist am Gestell wenigstens eine beidseitige Anschlagschiene 47 in Richtung der Matrizen hin und her zu schieben.
Gemäss den Fig. 1 bis 4 ist die Anschlagschiene 47 an je einem Träger 43 mittels eines Zapfens 52, der von einer Schraube 53 gehalten ist, auswechselbar angeordnet.
An zwei zylindrischen Schienen 22 und 23, die an einer Konsole 24 ortsfest gelagert sind, ist ein Schlitten 25 mittels eines nicht dargestellten Betätigungsmittels hin und her ver schiebbar angeordnet.
An der Konsole 24 ist ein Zylinder 35 an Achsstum meln 37 und 38 in Lagern 39 und 40 drehbar und mittels Arretierung 41 feststellbar angeordnet.
Der Zylinder 35 ist am Umfang mit einer Vielzahl schwal- benschwanzförmiger Spannuten 30 versehen, in denen pro filierte Steine 29 und 31 gleitbar angeordnet sind, die je mit einem Anschlag 33 bzw. einem Halteblock 45 zusammen wirken. Anschlag 33 und Halteblock 45 sind mittels der Justierschraube 46 miteinander verbunden. Zur Fixierung von Anschlag und Halteblock sind diese gemäss Fig. 4 durch nicht dargestellte, durch Linien 28 angedeutete Spannschrau ben feststellbar.
Eine sektorförmige Umfangsfläche 36 des Zylinders 35 (Fig. 1 und 2) ist von Spannuten 30 freigehalten.
Der Träger 43 der Anschlagschiene 47 ist am Schlitten 25 angeordnet. Letzterer trägt radial nach dem Zylinder 35 zu ausgerichtete, den einzelnen Spannuten 30 zugeordnete pneumatische Stellblöcke 32, deren ausgefahrener Riegel 34 mit den zugeordneten Anschlagstücken 33 zusammenwirkt.
Wie in Fig. 3 ersichtlich, ist das Lager 40 des Zylinders 35 als Federwiderlager 26 ausgebildet.
Die Arbeitsweise der Anschlageinrichtung gemäss den Fig. 1 bis 4 ist wie folgt: Die Einstellung der den verschie denen einzelnen Arbeitsgängen entsprechenden Arbeitsstel lungen der Anschlagstücke 33 erfolgt durch Lösen des Arre- tierungsverschlusses 41 und Verdrehung der entsprechenden Spannut 30 zum oberen Scheitel, wo die Einstellung der An- schlagstücke 33 ohne Behinderung durchgeführt werden kann.
Der Schlitten 25 und mit ihm die Anschlagschienen 47 werden aus einer hinteren End-(Bereitschafts-)stellung vor jeder Abkantoperation, die an einem Arbeitsstück hinter einander, gegebenenfalls unter automatischem Wechsel der Stempel und/oder Matrizenbearbeitungsstellen, durchzufüh ren ist, in die dem Arbeitsvorgang entsprechende Arbeits stellung vorgeschoben.
Durch Schaltmittel oder mittels Programmsteuerungs- organen werden dabei die einzelnen Stellblöcke 32 während der Einstellung geschaltet und die Riegel 34 im Rhythmus der Arbeitsvorgänge einzeln als Hubbegrenzung in eine Eingriffs- stellung mit den Anschlagstücken 33 gebracht. Die Anschlag- stösse werden durch das Federwiderlager 26 nachgiebig auf gefangen.
Im Unterschied zum erstbeschriebenen Ausführungsbei spiel sind in den Fig. 5 bis 8 die die Spannuten ersetzenden Spannschienen mit 130 bezeichnet. Diese Spannschienen sind nicht ortsfest, sondern mit dem Schlitten 125 und dem Träger 143 und somit auch mit den Anschlagstücken<B>133</B> verschiebbar.
Die Stellblöcke 132 sind dagegen mit ihrem Tragrohr 124 und einer Konsole 142 am Gestell 121 einer Biegebear- beitungsvorrichtung ortsfest angeordnet.
Der Schlitten 125 ist mit dem Träger 143 auf zylin drischen Schienen 122 und 123 sowie in dem Tragrohr 124 mittels eines Kolbens 129 geführt.
In Fig. 6 ist zu sehen, wie eine Schiene 130 mit ihrem An schlagstück 133 gegen einen der Riegel 134 anliegt und der mit der Schiene 130 verbundene Träger 143 gegenüber der Konsole 142 zurückgesetzt ist.
In Fig. 6 ist strichliniert eine ausgefahrene Stellung des Schlittens 125 veranschaulicht.
Gegenüber den bekannten Anschlageinrichtungen müssen bei den beschriebenen Einrichtungen nur noch die Betäti gungsglieder gesteuert werden. Der für rotierende Teile grosse mechanische und schalttechnische Aufwand ist nicht mehr erforderlich.
The invention relates to a stop device for machine tools, in particular for press brakes, with a continuous stop rail or several punctiform individual stops which can be moved back and forth by power drive between an initial position and a work position corresponding to the respective work to be performed on a workpiece or are, each working position is determined by stroke limiting, in or on parallel to the displacement direction flutes or slide rails movable and lockable stop pieces.
In a known anchor device of this type (DAS <B> 1076 </B> 608), T-shaped flutes are arranged on the circumference of a shift drum. T-stones with threaded holes for receiving tensioning screws, which hold stop pieces resting on the roller body, slide in these. The shift drum can be indexed by a stepping mechanism and is thus controlled in such a way that the preselected stop piece of the flute located in the upper apex line protrudes into the path of the stop rail or a part moved with it.
In the case of bending operations to be carried out on a workpiece, the stop pieces are brought into the operative position one after the other in the rhythm of the switching processes. In order to ensure the respective setting of the shift drum, Rastenge lock are provided, which must be controlled program like the switching mechanism.
The control organs are correspondingly complicated. In addition, there is the great mechanical effort for the shift drum and the gearbox assigned to it, along with the moving parts of the control device. Moving back and forth of the stop rail and switching the shift drum forward by one division is delayed as a result of this and the rotational movements to be carried out. Therefore, a hydraulic drive provided is probably sufficient for actuating the stop rail.
The invention is based on the object of arranging the clamping grooves and also clamping rails for displaceable and lockable stop pieces in such a way that the stop pieces can always be switched in the operative position and thus at any time without delay.
To solve this problem, a stop device of the type mentioned is provided according to the invention, in which each clamping groove or clamping rail is assigned a bolt protruding through an actuating member in alternating order into the path of the stop pieces.
Pneumatic adjusting blocks can be provided as actuating means. The flutes can expediently be arranged on a cylinder. This cylinder can be designed as a roller. It can be provided that a sector of the cylinder is kept free of the flutes and the cylinder is to be arranged in bearings so that it can be rotated on shaft extensions on both sides and can be locked by locking means. This makes it possible, for example, to bring the flutes with their stops for setting the stop pieces individually into a position that is favorable for this.
The cylinder can be mounted stationary on the frame of the press brake and the actuating means can be arranged on the stop rail or its support. A reverse arrangement is of course also possible.
By forming the bearing opposite the frame side of the cylinder cylinder as a resilient spring abutment in the axis of the cylinder, an advantageous damping of the attacks can be achieved, which avoids noise and premature wear.
Instead of flutes, especially for lighter versions, one can see tensioning rails lying in one plane. According to the arrangement with flutes, the slide rails can also be grouped radially around a centrally mounted arrangement containing the actuating means with the locking bolts.
Because the described stop device executes the individual switching operations extremely quickly, it is possible to provide a pneumatic drive to adjust the stop rail. As a result, the individual work processes to be carried out on a workpiece can be carried out in a short period of time that has hitherto often been sought, but has not been achieved.
The invention is explained in more detail in the drawing using two exemplary embodiments. 1 shows a plan view of a stop device according to the invention, FIG. 2 shows a section through the arrangement according to FIG. 1, FIG. 3 shows a detail of the stop device according to FIG. 1, FIG. 4 shows a further detail, FIG Top view of a modified Ausfüh approximately type of the stop device, FIG. 6 is a side view of the stop device according to FIG. 5,
7 shows a partial cross-section through the device according to FIG. 6 in two views, and FIG. 8 shows a front view of the device according to FIG. 5.
In the drawings, 21 and 121 each indicate the Ge alternate of a press brake, on which not Darge presented folding dies are provided.
Depending on the individual folding operations to be performed on a workpiece, at least one stop rail 47 on both sides is to be pushed back and forth in the direction of the dies on the frame.
According to FIGS. 1 to 4, the stop rail 47 is exchangeably arranged on a respective carrier 43 by means of a pin 52 which is held by a screw 53.
On two cylindrical rails 22 and 23 which are fixedly mounted on a bracket 24, a carriage 25 is arranged to be slidable back and forth by means of an actuating means, not shown.
On the console 24, a cylinder 35 is arranged on Achsstum meln 37 and 38 in bearings 39 and 40 rotatable and lockable by means of lock 41.
The cylinder 35 is provided on the circumference with a large number of dovetail-shaped chip grooves 30 in which profiled stones 29 and 31 are slidably arranged, each of which interacts with a stop 33 or a holding block 45. Stop 33 and holding block 45 are connected to one another by means of the adjusting screw 46. To fix the stop and holding block, these are shown in FIG. 4 by clamping screws, not shown, indicated by lines 28, can be determined.
A sector-shaped circumferential surface 36 of the cylinder 35 (FIGS. 1 and 2) is kept free from flutes 30.
The carrier 43 of the stop rail 47 is arranged on the slide 25. The latter carries pneumatic adjusting blocks 32 which are aligned radially towards the cylinder 35 and are assigned to the individual chip grooves 30, the extended bolt 34 of which cooperates with the assigned stop pieces 33.
As can be seen in FIG. 3, the bearing 40 of the cylinder 35 is designed as a spring abutment 26.
The operation of the stop device according to FIGS. 1 to 4 is as follows: The setting of the working positions of the stop pieces 33 corresponding to the various individual operations is carried out by loosening the locking device 41 and turning the corresponding flute 30 to the upper apex, where the setting the stop pieces 33 can be carried out without hindrance.
The carriage 25 and with it the stop rails 47 are from a rear end (standby) position before each folding operation, which is to be carried out on a workpiece one after the other, possibly with automatic change of the punch and / or die processing points, into the work process corresponding working position advanced.
By means of switching means or by means of program control organs, the individual setting blocks 32 are switched during the setting and the bolts 34 are individually brought into an engagement position with the stop pieces 33 as a stroke limiter in the rhythm of the work processes. The stop impacts are resiliently absorbed by the spring abutment 26.
In contrast to the game Ausführungsbei first described, the clamping rails replacing the flutes are denoted by 130 in FIGS. These tensioning rails are not stationary, but can be displaced with the slide 125 and the carrier 143 and thus also with the stop pieces <B> 133 </B>.
The adjusting blocks 132, on the other hand, are arranged in a stationary manner with their support tube 124 and a bracket 142 on the frame 121 of a bending processing device.
The carriage 125 is guided with the carrier 143 on cylin drical rails 122 and 123 and in the support tube 124 by means of a piston 129.
In Fig. 6 it can be seen how a rail 130 rests with its stop piece 133 against one of the bolts 134 and the carrier 143 connected to the rail 130 is set back relative to the console 142.
In FIG. 6, an extended position of the slide 125 is illustrated by dashed lines.
Compared to the known stop devices only the Actuate transmission members have to be controlled in the described devices. The mechanical and switching effort required for rotating parts is no longer necessary.