CH544732A - Verfahren zur Herstellung neuer 3-(9-Anthryl)-acroleine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 3-(9-Anthryl)-acroleine

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CH544732A
CH544732A CH871773A CH871773A CH544732A CH 544732 A CH544732 A CH 544732A CH 871773 A CH871773 A CH 871773A CH 871773 A CH871773 A CH 871773A CH 544732 A CH544732 A CH 544732A
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CH
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alkyl
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lower alkyl
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CH871773A
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Dieter Dr Beck
Raymond Dr Bernasconi
Karl Dr Schenker
Max Dr Wilhelm
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Ciba Geigy Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00—Compounds having —CHO groups
    • C07C47/20—Unsaturated compounds having —CHO groups bound to acyclic carbon atoms
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00—Compounds having —CHO groups
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    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2603/00—Systems containing at least three condensed rings
    • C07C2603/02—Ortho- or ortho- and peri-condensed systems
    • C07C2603/04—Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings
    • C07C2603/22—Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings containing only six-membered rings
    • C07C2603/24—Anthracenes; Hydrogenated anthracenes

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer 3-(9-Anthryl)-acroleine der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 worin n und m ganze Zahlen derart bedeuten, dass n und m nicht grösser als 3 ist, die Reste RA unabhängig voneinander Wasserstoff, niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkenyloxy- und/oder Alkylmercaptogruppen, niedere Alkylsulfonyl- und/oder Alkanoylgruppen, Nitro- und/oder Aminogruppen, Trifluormethylgruppen oder Halogenatome bedeuten,   Rto    ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen Alkylrest bedeutet und die Symbole   R'o    und   R"o    für niedere Alkylreste oder für Wasserstoffatome stehen und ihrer Hydrate.



   Der Ausdruck  nieder  wird hierbei ebenso wie im folgenden für solche Alkylgruppen und andere aliphatische Reste, wie Alkenyl-, Alkoxy- und Alkanoylgruppen verwendet, die bis zu 7 und vorzugsweise höchstens 4 Kohlenstoffatome enthalten.



   Niedere Alkylreste sind demnach Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, gerade oder verzweigte, in beliebiger Stel   lung    verbundene Butyl-, Pentyl-, Hexyl- oder Heptylreste.



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren herstellbaren neuen Verbindungen sind Zwischenprodukte für die Herstellung wertvoller, insbesondere pharmazeutisch wirksamer Verbindunen, z. B. der bekannten, psychotrop wirksamen   9-(y-Aminopropyl)-9,10-dihydro-9,10-äthano-anthra-    cene (US 3 399 201), die z. B. durch Umsetzung der nach dem erfindungsgemässen Verfahren herstellbaren neuen Verbindungen mit Äthylen unter Druck und erhöhter Temperatur und anschliessend mit einem primären oder sekundären Amin und Hydrierung der gebildeten Azomethin-, bzw. Hydroaminoverbindungen gebildet werden können.



   Besonders wichtig als Zwischenprodukte sind diejenigen Verbindungen der Formel 1, worin RA für niedere Alkyl-, Alkoxy- Trifluormethylgruppen oder vorzugsweise Halogenatome, wie Brom- oder insbesondere Chloratome steht und   Rlo    ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chloratom, oder vor allem ein Wasserstoffatom bedeutet.



   Hervorzuheben sind vor allem Verbindungen der Formel
EMI1.2     
 worin R1 bevorzugt in 2-Stellung steht und eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, eine Trifluormethylgruppe, ein Brom- oder insbesondere Chloratom, vor allem aber ein Wasserstoffatom bedeutet.



   Besonders wertvolle Zwischenprodukte sind die Verbindungen der Formel
EMI1.3     
 worin R2 für eine Methoxygruppe, eine Trifluormethylgruppe, vorzugsweise aber ein Chlor- oder vor allem ein Wasserstoffatom steht, und ganz besonders das 9-(3-Oxo-1-pro   penyl)-9,10-dihydro-9,10-äthano-anthracen    aus dem z. B.



  durch Umsetzung mit Äthylen unter Druck und erhöhter Temperatur und anschliessend mit Methylamin und Hydrierung in Gegenwart von Palladiumkohle das bekannte 9-(3 Methylaminopropyl)-9, 10-dihydro-9, 1 0-äthano-anthracen (Britisches Patent 1 069 069) erhalten werden kann.



   Die neuen 3-(9-Anthryl)-acoleinverbindungen der Formel I kann man in einfacher Weise und in hervorragender Ausbeute erhalten, wenn man eine entsprechende 9-Formylanthracenverbindung der Formel
EMI1.4     
 in der m, n, RA und R1o obige Bedeutung haben, acetalisiert, das Acetal mit einem gegebenenfalls niederalkylierten Äthenyläther, z. B. einem Vinyläther, umsetzt und das gebildete Kondensationsprodukt VI mit einer wässrigen Säure zersetzt.



   Die alkoholische Komponente des Acetals ist vorzugsweise ein niederes Alkanol, z. B. Propanol, Methanol oder vor allem Äthanol. Die Acetalisierung erfolgt z. B. mit Hilfe eines Orthoesters, insbesondere mit Hilfe eines Orthoesters einer Niederalkansäure, z. B. Ameisen- oder Essigsäure, vorzugsweise durch Umsetzen mit Orthoameisensäuretriäthylester. Zweckmässig arbeitet man in Gegenwart eines Katalysators, insbesondere eines sauren Katalysators, wie Bortrifluorid, z. B. in Form von   Bortrifluorid-diäthyl-ätherat.    Der Äthenyläther ist vorzugsweise ein Äthenylniederalkyläther, z. B. ein Äthenyläthyläther, wie der Vinyläthyläther, und wird vorteilhaft nur in geringem Überschuss eingesetzt. Die Zersetzung der erhaltenen Kondensationsprodukte VI kann zweckmässig in Gegenwart eines Lösungsmittels, insbesondere eines organischen Lösungsmittels, z.

  B. eines niederen Alkanols, wie Isopropanol, erfolgen. Als Säure kann man eine beliebige, z. B. mittelstarke und vorzugsweise starke, anorganische oder organische Säure verwenden, beispielsweise eine Mineralsäure, wie Schwefel- oder insbesondere Salzsäure, oder eine Carbon-, z. B. Niederalkancarbonsäure, wie Essigsäure, oder eine organische Sulfonsäure, z. B. Alkansulfonsäure, wie Methansulfonsäure, oder Arylsulfonsäure, z. B. p-Toluol- oder p-Brombenzolsulfonsäure.



   Erhaltene 3-(9-Anthryl)-acrolein-verbindungen I kann man in die entsprechenden Hydrate durch Wasseranlagerung umwandeln.



   Zweckmässig setzt man für die Durchführung des Verfahrens solche 9-Formylanthracene und Äthenyläther ein, die zu den Verbindungen der Formel I und insbesondere II und III führen.



   Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformen eines Verfahrens, nach denen man einen Ausgangsstoff in Form eines unter den Reaktionsbedingungen gebildeten rohen Gemisches einsetzt.  



   Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Zu 137,1 g Orthoameisensäuretriäthylester gibt man 0,8 ml BF3-diäthylätherat und dann unter Rühren 164,8 g Anthracen-9-aldehyd in mehreren Portionen. Der entstehende gelbe Brei wird auf   40-45      C    erwärmt, wobei allmählich eine viskose braunrote Lösung entsteht. Nach 2 Stunden fängt man an, den Kolbeninhalt abzukühlen und tropft gleichzeitig 63,4 g Äthylvinyläther so rasch zu, dass die Temperatur des Reaktionsgemisches   20     nicht überschreitet. Nach 2 Stunden gibt man 161 ml Isopropanol und 24 ml 2n Salzsäure zu und erhitzt während 8 Stunden unter Rückfluss.



  Schon nach etwa 1-2 Stunden fängt das Produkt an, verhältnismässig rasch auszukristallisieren. Man kühlt auf   5"    und nutscht die sattgelben, feinen Kristalle ab. Man wäscht sie zweimal mit je 80 ml Isopropanol, einmal mit 80 ml Wasser und nochmals mit 80 ml Isopropanol und trocknet das so erhaltene 3-(9-Anthryl)-acrolein der Formel
EMI2.1     
 während 12 Stunden bei 80   Torr/80"    im Vakuumschrank bis zur Gewichtskonstanz. Die Substanz ist goldgelb und schmilzt bei   1721740,    nach einmaligem Umlösen aus Chloroform-Essigester bei   174-175".    Die Ausbeute beträgt 171 g   (92So    der Theorie).



   Beispiel 2
Zu 137,1 g Orthoameisensäuretriäthylester gibt man 0,8 ml BF3-diäthylätherat und dann unter Rühren 164,8 g Anthracen-9-aldehyd in mehreren Portionen. Der entstehende gelbe Brei wird auf   4045"    erwärmt, wobei allmählich eine viskose braunrote Lösung entsteht. Nach 2 Stunden fängt man an, den Kolbeninhalt abzukühlen und tropft gleichzeitig 81,5 ml Vinylacetat zu. Dann erhitzt man unter Rühren auf   60".    Nach 10 Stunden gibt man 161 ml Isopropanol und 24 ml 2n Salzsäure zu und erhitzt während 8 Stunden unter Rückfluss. Beim Abkühlen kristallisiert ein gelbes Produkt aus. Man kühlt auf   5     und nutscht die sattgelben, feinen Kristalle ab. Man wäscht sie zweimal mit je 80 ml Isopropanol, einmal mit 80 ml Wasser und nochmals mit 80 ml Isopropanol und trocknet im Wasserstrahlvakuum. 

  Das Produkt ist ein Gemisch von Anthrazen-9-aldehyd und dem gewünschten 3-(9-Anthryl)-acrolein (Verhältnis etwa 2:1), das durch Chromatographie an Aluminiumoxid (Aktivität 2) abgetrennt werden kann. Es schmilzt dann bei   170-173"    und nach Umlösen aus Chloroform-Essigester bei   173-174",    Es ist in jeder Hinsicht mit dem im Beispiel 1 beschriebenen Produkt identisch. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung neuer 3-(9-Anthryl)-acroleine der allgemeinen Formel EMI2.2 worin n und m ganze Zahlen derart bedeuten, dass m und n nicht grösser als 3 ist, die Reste RA unabhängig voneinander Wasserstoff, niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkenyloxy- oder Alkylmercaptogruppen, niedere Alkylsulfonyl- oder Alkanoylgruppen, Nitro - oder Aminogruppen, Trifluormethylgruppen oder Halogenatome bedeuten, Rlo ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen Alkylrest bedeutet, die Symbole R'o und R"o für niedere Alkylreste oder für Wasserstoff stehen und ihrer Hydrate, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI2.3 worin m, n, RA und Rto die oben angegebenen Bedeutungen haben, acetalisiert,
    das Acetal mit einem gegebenenfalls entsprechend niederalkylierten Äthenyläther umsetzt und das gebildete Kondensationsprodukt VI mit einer wasserhaltigen Säure zersetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die alkoholische Komponente des Acetals ein niederes Alkanol ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Hilfe von Orthoameisensäuretriäthylester acetalisiert.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines sauren Katalysators acetalisiert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Bortrifluorid acetalisiert.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Äthenyläther ein Äthenylniederalkyläther ist.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Äthenyläthèr ein Äthenyläthyläther ist.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Äthenyläther in geringem Überschuss einsetzt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zersetzung der Kondensationsprodukte VI in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels durchführt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zersetzung der Kondensationsprodukte VI in Gegenwart eines niederen Alkanols durchführt.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zersetzung der Kondensationsprodukte VI mit einer wässrigen Mineralsäure durchführt.
    11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zersetzung der Kondensationsprodukte VI mit Salzsäure durchführt.
    12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene 3-(9-Anthryl)-acroleine der Formel I in deren Hydrate umwandelt.
    13. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI3.1 herstellt, worin R1 eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, eine Trifluormethylgruppe, ein Brom- oder Chloratom oder ein Wasserstoffatom bedeutet, indem man von einer Verbindung der Formel EMI3.2 Anmerkung des Eidg. Amtes für geistiges Eigentum: worin R1 obige Bedeutung hat, ausgeht.
    14. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI3.3 herstellt, worin R2 für eine Methoxygruppe, eine Trifluormethylgruppe, ein Chlor- oder ein Wasserstoffatom steht, indem man von einer Verbindung der Formel EMI3.4 worin R2 obige Bedeutung hat, ausgeht.
    15. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass man das 3-(9-Anthryl)-acrolein herstellt, indem man von 9-Formylanthracen ausgeht.
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