CH545313A - Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitrofuranderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitrofuranderivaten

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Publication number
CH545313A
CH545313A CH1873972A CH1873972A CH545313A CH 545313 A CH545313 A CH 545313A CH 1873972 A CH1873972 A CH 1873972A CH 1873972 A CH1873972 A CH 1873972A CH 545313 A CH545313 A CH 545313A
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CH
Switzerland
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carbon atoms
alkyl
group containing
general formula
ester
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Application number
CH1873972A
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English (en)
Inventor
William Dr Hoyle
Arton Dr Howarth Graham
Gainer James
Original Assignee
Ciba Geigy Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D405/00Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom
    • C07D405/02Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing two hetero rings
    • C07D405/04Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing two hetero rings directly linked by a ring-member-to-ring-member bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitrofuranderivaten der allgemeinen   Formeln   
EMI1.1     
   m welcher    R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, eine
Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffato men im Alkylrest bedeutet, und R2 ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte oder substitu ierte Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, in wel cher ein Wasserstoffatom, mehrere Wasserstoffatome oder alle Wasserstoffatome durch Chlor- bzw.

  Bromatome ersetzt sein können, oder eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis
7 Kohlenstoffatomen im carbocyclischen Ring, eine Aral kylgruppe mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen oder eine
Alkenylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, und R4 einen niederen   Alkylrest    mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet
Beispielsweise können die Alkylgruppen, welche Ri und R2 bzw. die Alkylgruppen, welche das   Kohlenstoffgerüst    der Gruppen   Ri    und R2 verkörpern, die Methyl-, Athyl-, n Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, tert.Butyl- oder n-Pentylgruppen bedeuten. Wenn   Rt    eine Alkylgruppe bedeutet, so enthält sie vorzugsweise 1 bis 3 Kohlenstoffatome.



  Wenn R2 eine Cycloalkylgruppe bedeutet, so kann die Cycloalkylgruppe beispielsweise eine Cyclohexylgruppe bedeuten.



  Falls R2 einen   Aralkyfrest    bedeutet, so kann dieser eine Benzylgruppe sein.



   Verbindungen der allgemeinen Formel I werden hergestellt, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel II
EMI1.2     
 mit einem Orthoester   R2-C(OR4)s    umsetzt und das entstehende Alkanol durch chemische bzw. physikalische Einwirkungen entfernt.



   Die Entfernung des Alkanols bei fortlaufender Umsetzung kann auf chemischem Wege, z. B. durch Ausführung der Umsetzung in Gegenwart eines   Carbonsäureanhydrids,    beispielsweise Essigsäureanhydrid, oder auf physikalischem Wege erfolgen, z. B. durch Abdestillation des sich bildenden Alkanols. Falls die Reaktanden flüssig sind, kann die Umsetzung in Abwesenheit eines Lösungsmittels erfolgen. Sind jedoch beide Reaktanden fest, bzw. gewünschtenfalls kann die Umsetzung in Gegenwart eines wasserfreien, nicht mitreagierenden Lösungsmittels erfolgen.



   Nitrofurylpyrazole der allgemeinen Formel II können hergestellt werden, indem man das entsprechende Nitrofurylnitrilimin, dessen eine mesomere Form durch die folgende allgemeine Formel   III    dargestellt werden kann,
EMI1.3     
 mit Malonsäure-dinitril umsetzt, wobei R1 die unter Formel 1 angegebene Bedeutung hat und gewünschtenfalls eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel II mit einer organischen oder anorganischen Säure zu einem Salz umsetzt.



   Das Nitrofuryl-nitrilimin der allgemeinen Formel III kann zweckdienlich so, wie es für die Reaktion mit Malonsäuredinitril erforderlich ist, hergestellt werden, indem man das entsprechende Nitrofuryl-a-halogenhydrazon der allgemeinen Formel IV
EMI1.4     
 worin X ein Halogenatom bedeutet und R1 die oben angegebene Bedeutung hat, mit einer Base behandelt. Die Behandlung wird gewünschtenfalls noch in Gegenwart eines anderen üblichen Halogenwasserstoffakzeptors ausgeführt. Das in dem Halogenhydrazon der allgemeinen Formel IV enthaltene Halogen ist vorzugsweise Chlor oder Brom.



   Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung der allgemeinen Formel I besitzen wertvolle antimikrobielle Eigenschaften; insbesondere antibakterielle, antimycoplasmische, anthelminthische, antiprotozoelle, coccidiostatische, trypanocide und antimalaria Eigenschaften von Bedeutung in der Human- und Veterinärmedizin. Als besonders wertvoll erweisen sich die Verbindungen bei der Behandlung von Infektionen des Intestinal- oder des Harntrakts. Sie können ausserdem zum Schutz von hydrophoben oder anderen organischen Stoffen mit hohem Molekulargewicht dienen, die der Zersetzung durch Bakterien oder andere Mikroben unterworfen sind, wobei man diese Stoffe mit den Verbindungen zusammenbringt, imprägniert oder anderweitig behandelt. Die Verbindungen finden auch als wachstumsfördernde Zusätze zu tierischem Futter Verwendung, zu welchem sie im Verhältnis von 5 bis 500 ppm hinzugefügt werden.



   Eine zweckmässige therapeutische Stoffzusammenstellung besteht aus einem antimikrobiell wirksamen Anteil der Verbindungen der allgemeinen Formel I und einem pharmakologisch annehmbaren festen Trägerstoff oder flüssigen Verdünnungsmittel.



   Die erwähnten pharmazeutischen Stoffzusammensetzungen enthalten mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I als Wirkstoff zusammen mit einem üblichen pharmazeutischen Trägerstoff. Die Art der Trägerstoffe richtet sich weitgehend nach dem Anwendungsgebiet. Zur äusserlichen Anwendung, zum Beispiel zur Desinfektion der gesunden Haut wie auch zur Wunddesinfektion und zur Behandlung von Dermatosen und Schleimhautaffektionen, die durch Bakterien verursacht sind, kommen insbesondere Salben, Puder, Tinkturen in Betracht. Der Wirkstoffgehalt der pharmazeutischen Stoffzusammensetzungen zur äusserlichen Anwendung liegt vorzugsweise zwischen 0,1 und 5   O/o.   



   Zur Mund- und Rachendesinfektion eignen sich einerseits Gurgelwasser, bzw. Konzentrate zu deren Bereitung, insbesondere alkoholische Lösungen mit 1-5   0/0    Wirkstoffgehalt, denen Glycerin und/oder Aromastoffe beigefügt sein können, und andererseits Lutschtabletten, d. h. feste Doseneinheitsformen vorzugsweise mit einem relativ hohen Gehalt an Zukker oder ähnlichen Stoffen und einem relativ niedrigen Wirkstoffgehalt von zum Beispiel 0,2-20   Gew.- /0    sowie den üblichen Zusätzen wie Bindemitteln und Aromastoffen.



   Zur Darmdesinfektion und zur oralen Behandlung von Infektionen des Harntraktes kommen insbesondere feste Doseneinheitsformen wie Tabletten, Dragees und Kapseln in Frage, die vorzugsweise zwischen 10   o/o    und   90 ovo    eines Wirkstoffes der allgemeinen Formel I enthalten, um die Verab  reichung von täglichen Dosen zwischen 0,1 und 2,5 g an erwachsenen Menschen oder von geeignet reduzierten Dosen an Kindern ermöglichen.



   In allen Anwendungsformen können Verbindungen der allgemeinen Formel I als alleinige Wirkstoffe anwesend sein oder aber mit anderen bekannten pharmakologisch wirksamen, insbesondere antibakteriellen und/oder antimykotischen oder anderen antimikrobiellen Wirkstoffen kombiniert sein, beispielsweise zur Verbreiterung des Anwendungsbereiches.



  Sie können zum Beispiel mit 5,7-Dichlor-2-methyl-8-chinolinol oder anderen Derivaten von 8-Chinolinol, mit Sulfamerazin oder Sulfafurazol oder anderen Derivaten von Sulfanilamid, mit Chloramphenicol oder Tetracyclin oder anderen Antibiotica, mit 3,4',5-Tribromsalicylanilid oder anderen halogenierten Salicylaniliden, mit halogenierten Carbaniliden, mit halogenierten Benzoxazolen oder Benzoxazolenen, mit Polychlor-hydroxydephenylmethanen, mit Halogen-dihydroxy-diphenyl-sulfiden, mit 4,4'-Dichlor-2-hydroxy-diphenyl äther oder 2', 4,4'-Trichlor-2-hydroxydiphenyläther oder anderen Polyhalogenhydroxydiphenyläthern oder mit bakteriziden Quaternärverbindungen oder mit gewissen Dithiocarbaminsäurederivaten, wie Tetramethyl-thiuramdisulfid, verbunden werden.

  Es können auch Trägerstoffe, die selbst günstige pharmakologische Eigenschaften besitzen, zum Beispiel Schwefel als Pulverbasis oder Zinkstearat als eine Komponente der Salbenbasen, verwendet werden.



   Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung weiterhin. Prozente sind auf das Gewicht bezogen, wenn nicht anders angegeben.



   Beispiel 1
Eine Mischung aus 5 g 5-Amino-4-cyan-1-(2-hydroxy äthyl)-3-(5-nitro-2-furyl)-pyrazol, 70 ml o-Ameisensäuretri äthylester und 5 ml Essigsäureanhydrid wird unter   Rückfluss    während vier Stunden erhitzt und dann abgekühlt. Der kristalline Feststoff wird abgetrennt, mit Äther gewaschen und getrocknet. Nach   Umkristallisiemng    aus Äthylacetat erhält man 4-Cyan-5-äthoxymethylamino-1-(2-hydroxyäthyl)-3-(5nitro-2-furyl)-pyrazol mit einem Schmelzpunkt von 1160 C.

 

   Beispiel 2
Auf dem in Beispiel 1 beschriebenen Weg wird anstelle von o-Ameisensäuretriäthylester unter den gleichen Reaktionsbedingungen o-Essigsäuretriäthylester als   Ausgangsmate-    rial verwendet. Man erhält   4-Cyan-5-(1 -äthoxyäthyliden-ami-      no) -1-methyl-3- (5-nitro-2-furyl)-pyrazol    mit einem Schmelzpunkt von 1600 C.



   Beispiel 3
Auf dem in Beispiel 1 beschriebenen Weg wird anstelle von o-Ameisensäuretriäthylester unter den gleichen Reaktionsbedingungen o-Propionsäuretriäthylester als Ausgangsmit einem Orthoester R2-C(OR4)3 umsetzt und dass man das idenamino)-1-methyl-3-(5-nitro-2-furyl)-pyrazol mit einem Schmelzpunkt von 1610 C. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel EMI2.1 in welcher R1 eine 1 bis 5 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen oder eine im Alkylteil 1 bis 5 Kohlenstoffatome enthal tende Carbalkoxygruppe, und R2 Wasserstoff, eine 1 bis 5 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe, die unsubstituiert sein kann oder in der ein, mehrere oder alle Wasserstoffatome durch Chlor- oder Bromatome ersetzt sein können, oder eine im carbocycli schen Ring 5 bis 7 Kohlenstoffatome enthaltende Cyclo alkylgruppe, eine bis zu 12 Kohlenstoffatome enthalten de Aralkylgruppe, oder eine 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkenylgruppe, und R4 einen niederen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet,
    dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI2.2 worin R1 die unter Formel I angegebene Bedeutung hat, mit einem Orthoester R2-C(OR4)3 umsetzt und dass man das entstandene Alkanol auf chemischem oder physikalischem Weg aus dem Reaktionsgemisch während der Reaktion entfernt.
CH1873972A 1970-10-12 1970-10-12 Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitrofuranderivaten CH545313A (de)

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