CH547401A - Vorrichtung zum abdichten einer fuge zwischen zwei in einem stollen nebeneinander liegenden vortriebselementen und verfahren zu deren herstellung. - Google Patents
Vorrichtung zum abdichten einer fuge zwischen zwei in einem stollen nebeneinander liegenden vortriebselementen und verfahren zu deren herstellung.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten einer Fuge zwischen zwei in einem Stollen nebeneinander liegenden Vortriebselementen, insbesondere Vortriebsbetonrohren grossen Lichtdurchmessers, welche Elemente bei einem Vorpressverfahren miteinander verbunden und durch den Boden gestossen werden, und ein Verfahren zu deren Herstellung. Bei einem hydraulischen oder pneumatischen Pressrohrvortrieb handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Stollen vor allem in der Alluvion gebaut werden, in dem einzelne Vortriebsbetonelemente, die vorzugsweise armiert sind, miteinander verbunden und mittels eines Zylinderaggregates durch den Boden gestossen werden. Dabei wird die verdrängte Erde ausgehoben, durch die im Stollen nebeneinander liegenden Stahlbetonelemente zurückgeschafft und auf die Oberfläche befördert. Die Fugen zwischen den einzelnen Betonelementen sollen gegen das Einfliessen von Wasser in die Elemente, das sich im Boden befindet, oder falls die vorgetriebenen Betonele mente als Kanalisation dienen sollen, ebenfalls gegen das Ausfliessen der Abwässer in den umgebenden Boden abgedeckt sein. Besonders wenn ein hydraulischer Pressrohrvortrieb ins Grundwasser zu liegen kommt oder ein als Kanalisation benützter hydraulischer Pressrohrvortrieb durch ein Ge biet führt, das als Grundwasserträger zur Wasserversorgung benötigt wird, müssen die Fugen zwischen den Vortriebselementen absolut wasserfest abgedichtet sein. Die Fugen zwischen den einzelnen Elementen sollen auch genügend gross sein und die Vorrichtung zum Abdichten der Fugen nach dem vollendeten Vortrieb der Elemente noch leicht elastisch bleiben, damit eine gewisse Beugungsmöglichkeit für die nebeneinander liegenden Betonelemente besteht, um z. B. die durch die Bodenbewegungen verursachten Verschiebungen der Elemente aufzunehmen. Die bekannten Vorrichtungen zum Abdichten zweier in einem Stollen nebeneinander liegenden Betonelemente weisen ein elastisches Abdichtungsprofil auf, das in den Einkerbungen der Rohrwände zwischen zwei nebeneinander liegenden Rohren eingeklebt ist. Diese bekannte Vorrichtung ist mit folgenden Mängeln behaftet: - das Einkleben des Profils in die Einkerbungen der Rohrwände auf der Baustelle ist ziemlich mühsam und schwerfällig, - das eingeklebte Profil erlaubt nur eine sehr beschränkte Ausbeugungsmöglichkeit für die nebeneinander liegenden Elemente, - die durch die Einkerbungen schwächer gewordenen Rohrwandkanten werden während des Transportes und bei der Behandlung häufig abgebrochen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Vorrichtung zu beseitigen und eine Vorrichtung zum Abdichten der Fuge zwischen zwei in einem Stollen nebeneinander liegenden Vortriebselemente zu schaffen, die die oben genannten Bedingungen erfüllt. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass an beiden Elementen in der Nähe der inneren oder äusseren Kante der Elementwand ein abgewinkeltes Fugenprofil angeordnet ist, dessen eines Ende in der Eelementwand befestigt an Verstärkungsmitteln derselben eingebettet ist, und das andere Ende aus der Stirnfläche der Wand hinausragt und mit dem entsprechenden Ende des Fugenprofils des benachbarten Elementes fest verbunden ist. Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenprofil an einem gebundenen oder verschweissten Armierungskorb befestigt wird, wonach der Armierungskorb mit dem auf ihm befestigten Ende des Fugenprofils in eine Schalung eingelas- sen und das Element betoniert wird, wobei das andere Ende des Profils beim Betonieren ausserhalb der Schalung bleibt und dann auf der Baustelle mit dem entsprechenden Profilende des benachbarten Elementes wasserdicht verbunden wird. Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung von zwei nebeneinander liegenden Vortriebsbetonrohrenden im Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt zweier nebeneinander liegenden Rohrwände der Rohre nach der Fig. 1 in grösserem Massstab mit einer Vorrichtung zum Abdichten der Fuge zwischen den Wänden, wobei die Wände mit Abstand voneinander liegen, und Fig. 3 einen Schnitt wie in der Fig. 2, wobei die Rohnvände mit der Vorrichtung in einem zusammengeschlossenen Zustand dargestellt sind. Jede der gegenüberliegenden Rohrwände la, 2a zweier nebeneinander liegenden Stahlbetonrohre 1 und 2, die bei einem Vorpressverfahren durch den Boden gestossen werden, weist an ihrer Stirnseite in der Nähe der inneren Kante ein abgewinkeltes Fugenprofil 3 auf, das aus einem Kunststoff besteht. Das eine Ende 3a des Profiles 3 mit Vorsprüngen 3c ist an einem Armierungskorbdraht 4 befestigt, der durch die Öffnung 5 des Endes 3a durchgeführt ist, und in der Wand la, 2a einbetoniert. Das andere Ende 3b ragt aus der Stirnfläche der Wand la, 2a hinaus, so dass es mit dem entsprechenden freiliegenden Ende des Fugenprofils des benachbarten Elementes 1, 2 verschweisst oder verklebt werden kann. Die Vorsprünge 3c dienen zur besseren Verankerung des Endes 3a in der Wand la, 2a. Dieses Profil 3 bildet eine innere Abdichtung der Wände la, 2a und kann ausserdem aus Kunststoff, aus Gummi, rostfreiem Blech oder anderem Material hergestellt werden. Das Fugenprofil 3 ist ungefähr in seiner Hälfte abgewinkelt, wobei die eine Hälfte, die das Ende 3a bildet, in der Wand la, 2a eingesetzt ist und die andere Hälfte, die das Ende 3b bildet, freiliegend ist und höchstens zur inneren Kante der Wand la, 2a reicht. Jede Stirnfläche der Wand la, 2a ist in der Nähe der äusseren Kante der Wand la, 2a mit einer Einkerbung 8 versehen, in welche ein profilierter Dichtungsring 7 eingesetzt ist. Im zusammengeschlossenen Zustand der Elemente 1, 2 reicht auch diese Dichtung höchstens zur äusseren Kante der Wand la, 2a. An der Stirnfläche der Wand 2a ist zwischen dem Fugenprofil 3 und der Dichtung 7 eine Ausgleichspressspannplatte 6 angeordnet, die ebenfalls aus Kunststoff hergestellt ist. Im zusammengeschlossenen Zustand der Elemente 1, 2 kommt die Stirnfläche der Wand la zum Liegen an diese Pressspannplatte 6. Im Herstellungsverfahren wird das Fugenprofil 3 mit seinem einen Ende 3a an den Armierungskorbdraht 4 befestigt, wonach der Armierungskorb mit dem auf ihm befestigten Ende 3a des Fugenprofils 3 in einer Schalungeingelassen und das Element 1, 2 betoniert wird. Beim Betonieren bleibt das andere Ende 3b des Fugenprofils 3 ausserhalb der Schalung, so dass es freiliegend ist. Auf der Baustelle wird es mit dem entsprechenden Profilende des benachbarten Elementes 1, 2 wasserdicht verschweisst oder verklebt. So entsteht ein Fugenprofil, das ein Ganzes bildet, wobei seine beiden Enden 3a in den Vortriebselementwänden la, 2a einbetoniert sind. Dadurch wird eine absolut wasserfeste Abdichtung und gleichzeitig eine elastische Verbindung zwischen zwei Vortriebselementen erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Vorrichtung zum Abdichten einer Fuge zwischen zwei in einem Stollen nebeneinander liegenden Vortriebselementen, insbesondere Vortriebsbetonrohren grossen Lichtdurchmessers, welche Elemente bei einem Vorpressverfahren miteinander verbunden und durch den Boden gestossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Elemente in der Nähe der inneren oder äusseren Kante der Elementwand (la, 2a) ein abgewinkeltes Fugenprofil (3) angeordnet ist, dessen ein Ende (3a) in der Elementwand befestigt an Verstärkungsmitteln (4) derselben eingebettet ist, und das andere Ende (3b) aus der Stirnfläche der Wand hinausragt und mit dem ent sprechenden Ende des Fugenprofils des benachbarten Elementes (1, 2) fest verbunden ist.II. Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenprofil an einem gebundenen oder verschweissten Armierungskorb befestigt wird, wonach der Armierungskorb mit dem auf ihm befestigten Ende des Fugenprofils in eine Schalung eingelassen und das Element betoniert wird, wobei das andere Ende des Profils beim Betonieren ausserhalb der Schalung bleibt und dann auf der Baustelle mit dem entsprechendden Profilende des benachbarten Elementes wasserdicht verbunden wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Elementwand (la, 2a) eingebettete Fugenprofilende (3a) Vorsprünge (3c) aufweist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das andere, freiliegende Ende (3b) des Fugenprofils (3) mindestens so lang ist wie das eingebettete Ende (3a), wobei es höchstens bis zur inneren Kante der Elementwand (la, 2a) hinausragt.3. Vorrichtung nach Patentanspruch I oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenprofil (3) aus Gummi, Kunststoff oder rostfreiem Metall hergestellt ist.4. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekenn- zeichnet, dass die frei liegenden Enden (3b) der Fugenprofile (3) der zwei benachbarten Vortriebselemente (1, 2) miteinander verschweisst oder verklebt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1382172A CH547401A (de) | 1972-09-21 | 1972-09-21 | Vorrichtung zum abdichten einer fuge zwischen zwei in einem stollen nebeneinander liegenden vortriebselementen und verfahren zu deren herstellung. |
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1972
- 1972-09-21 CH CH1382172A patent/CH547401A/de not_active IP Right Cessation
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