CH548974A - Verfahren zur herstellung von phenyl-benzoesaeureestern. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von phenyl-benzoesaeureestern.

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CH548974A
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Description


  
 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer Biphenylverbindungen, und zwar von Phenylbenzoesäureestern der Formel
EMI1.1     
   worin       X(,¯5)    Halogen (Chlor, Brom, Fluor und Jod), an einem bis 5 der   Phenyl-Kohlenstoffatome;   
R Wasserstoff, niederes Alkyl (z. B. Methyl, Äthyl, Butyl, Pentyl) oder niederes Alkoxy (z. B. Methoxy, Äthoxy, Butoxy);    Rl    substituiertes oder unsubstituiertes Alkoxy oder Phenoxy, insbesondere Niederalkoxy (z. B. Methoxy, Äthoxy, Butoxy oder Pentoxy), Di-niederalkylamino-niederalkoxy, Hydroxy-niederalkoxy (z. B. 3-Hydroxypropoxy, 2-Hydroxypropoxy, 4-Hydroxybutoxy), Polyhydroxyniederalkoxy (z. B.



  2,3-Dihydroxypropoxy,   2,3,4,5,6-Pentahydroxyhexyloxy),    Niederalkoxyniederalkoxy (z. B. Äthoxyäthoxy), Aralkoxy, insbesondere Phenyl-niederalkoxy (z. B. Benzyloxy, Phenäthoxy), durch Niederalkoxy, Di-niederalkylamino, Niederalkanoylamino,   Benzyloxy-2-carboxy-4 -(4' -fluorphenyl),    Carboxy, Carbalkoxy und Carbaralkoxy substituiertes Phenoxy, Acylaminoalkoxy, insbesondere Niederalkanoylaminoniederalkoxy;
R2 niederes Alkanoyl (z. B. Acetyl, Propionyl, Butyryl);
R3 Wasserstoff, niederes Alkyl, niederes Alkoxy, niederes Alkenyl, Benzyl oder Halogen bedeuten.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Phenylphenol der Formel
EMI1.2     
 in Gegenwart eines Alkalicarbonates oder ein Phenyl-phenolat der Formel
EMI1.3     
 worin A ein Alkalimetall bedeutet, mit Kohlendioxyd bei erhöhter Temperatur umgesetzt, durch Ansäuerung die entsprechende Phenylbenzoesäure der Formel
EMI1.4     
 gebildet wird, diese Säure mit einem niederen Alkansäureanhydrid in Gegenwart eines Katalysators zu einer Verbindung der Formel
EMI1.5     
 worin R2 Niederalkanoyl bedeutet, umgesetzt und die erhaltene Phenylbenzoesäure entsprechend verestert wird.



   In besonders bevorzugten Ausführungsarten der Erfindung ist R2 Acetyl, R Wasserstoff, X Chlor oder vorzugsweise Fluor, und zwar in 4-Stellung des Phenylteils, und R3 Wasserstoff oder niederes Alkyl in 3-Stellung (insbesondere Methyl).



   Eine bevorzugte Verbindung des vorliegenden Verfahrens ist   Äthyl-2-acetoxy-5 -(4' -fluorphenyl)-benzoat.   



   Es wurde gefunden, dass die oben beschriebenen Verbindungen entzündungshemmende Wirkung aufweisen und zur Verhütung und Hemmung von Ödem und Granulationsgeschwulsten geeignet sind. Ausserdem haben einige von ihnen einen brauchbaren Grad von antipyretischer und schmerzlindernder Wirkung. Für diese Zwecke werden sie normalerweise oral in Tabletten oder Kapseln verabreicht, wobei die optimale Dosis von der verwendeten Verbindung und von der Art und der Schwere des zu behandelnden Falles abhängt. Je nach der Wirksamkeit der speziellen Verbindung und der Empfindlichkeit des Patienten erwiesen sich Mengen von 50 mg bis 10 g pro Tag als nützlich.



   Die zu verwendenden Ausgangsstoffe können nach Verfahren hergestellt werden, wie sie im Hauptpatent ausführlich beschrieben werden.



   Die Phenyl-phenolat-Ausgangsstoffe können gewünschtenfalls zuerst durch irgendein bekanntes Mittel aus den entsprechenden 4-(substituierten Phenyl)-phenolen hergestellt werden, z. B. durch Behandlung mit einem geeigneten Alkalimetall in einem inerten Lösungsmittel.



   Die Carboxylierung der Alkaliphenolate oder Phenolverbindungen kann durch die bekannte Kolbe-Schmidt-Reaktion erfolgen. Dabei wird. wie gesagt, das Phenolat mit Kohlendioxyd oder das Phenol in Gegenwart eines Alkalicarbonats mit Kohlendioxyd bei erhöhter Temperatur umgesetzt, z. B.



  wie folgt:
1. Reaktion mit Kohlendioxyd bei erhöhten Temperaturen (oberhalb   75"    C, vorzugsweise oberhalb   100"    C) mit oder ohne Lösungsmittel, vorzugsweise ohne Lösungsmittel (bei Gebrauch eines Lösungsmittels kann irgendein hochsiedendes inertes Lösungsmittel verwendet werden), bis die Reaktion im wesentlichen beendet ist; dann Ansäuerung der Reaktionsmischung;
2. Reaktion mit Kohlendioxyd in Gegenwart eines Alkalicarbonats, wie z. B.

  Kalium- oder Natriumcarbonat, insbeson  dere Kaliumcarbonat, bei erhöhten Temperaturen (oberhalb   75"    C, vorzugsweise oberhalb   100"    C) mit oder ohne Lösungsmittel, vorzugsweise ohne Lösungsmittel (bei Gebrauch eines Lösungsmittels kann irgendein hochsiedendes inertes Lösungsmittel verwendet werden), bis die Reaktion im wesentlichen beendet ist; hierauf Ansäuerung der Reaktionsmischung.



   Die Reaktionsschritte 1 und 2 entsprechen der bekannten Kolbe-Schmidt-Reaktion. Die Reaktionsbedingungen sind nicht kritisch.



   Für die weitere Umsetzung, nämlich die Einführung der Gruppe R2, verwendet man als Alkansäureanhydrid vorzugsweise Essigsäureanhydrid oder   Propionsäureanhydrid,    und arbeitet in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Schwefelsäure, Pyridin oder p-Toluolsulfonsäure (mit Vorteil Pyridin), z. B. bei Zimmertemperatur oder vorzugsweise bei erhöhten Temperaturen.



   Die Veresterung endlich kann beispielsweise mit Methanol bei erhöhter Temperatur in Gegenwart einer starken Säure, z. B. Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure oder p-Toluolsulfonsäure, erfolgen.



   Herstellung des Ausgangsstoffes   a) 4-(3'-Chlor-4' -fluorphenyl)-phenol   
Zu einer Lösung von 2,1 g 4-(3'-Chlor-4'-fluorphenyl)anisol in 50 ml siedender Essigsäure werden 5 ml Jodwasserstoffsäure zugesetzt und das Sieden während 3 Stunden fortgesetzt. Alsdann wird Wasser zugesetzt, das Reaktionsgemisch gekühlt und das gebildete 4-(3'-Chlor-4'-fluorphenyl)phenol auskristallisiert. Eine weitere Reinigung erfolgt durch Umkristallisation aus wässrigem Äthanol.



     a2) 4-(4'-Fluorphenyl) 4-(4' -Fluorphenyl)-phenol   
Eine Lösung von 32,66 g 4-(4'-Fluorphenyl)-anilin in 120 ml Eisessig wird auf   10-12"    C gekühlt. Zu dieser Lösung wird unter Rühren und fortgesetztem Kühlen langsam eine Lösung von 12,25 g Natriumnitrit in 120 ml Wasser zugesetzt.



  5 Minuten hierauf wird die Suspension des Diazonium-acetats langsam in eine siedende Lösung von 100 ml konzentrierter Schwefelsäure und 200 ml Wasser gegeben. Nach beendeter Zugabe des Diazoniumsalzes wird die Suspension während 5 Minuten gekocht und dann auf Zimmertemperatur abkühlen gelassen. Die Reaktionsmischung wird filtriert und der Rückstand im Vakuum getrocknet. Ausbeute an 4-(4'-Fluorphenyl)-phenol 24,07 g; Schmelzpunkt   152-161"C.   



   Die so erhaltenen Phenole können gewünschtenfalls z. B.



  durch Umsetzung mit einem Alkalimetall in einem inerten Lösungsmittel in die entsprechenden Phenolat-Ausgangsstoffe übergeführt werden.



   Beispiel 1 A. 2-Hydroxy-5-(4'-fluorphenyl)-benzoesäure
Eine Mischung von 10 g 4-(4'-Fluorphenyl)-phenol und 27,2 g Kaliumcarbonat wird mit Kohlendioxyd bei 92 kg/cm2 und   175     C behandelt. Die dunkle Reaktionsmasse wird dann in 300 ml Wasser und 200 ml Methylenchlorid gelöst und die beiden Schichten getrennt. Die wässrige Schicht wird mit 100 ml Methylenchlorid extrahiert und dann mit 2,5n Salzsäure angesäuert. Diese Mischung wird filtriert und der Rückstand in Vakuum getrocknet, wobei 5,32 g rohes Produkt erhalten werden. Das Rohprodukt wird hierauf aus Benzol-Methanol umkristallisiert. Ausbeute 2,7 g, Schmelzpunkt 200 bis   2040 C.    Eine weitere Umkristallisation dieses Materials aus Benzol-Methanol ergibt analytisch reine 2-Hydroxy-5-(4'   fluorphenyl)-benzoesäure, Smp. 199-203" C.   



  B.   2-Acetoxy-5-(4' -fluorphenyl) -benzoesäure   
Eine Lösung von 3,0 g 2-Hydroxy-5-(4'-fluorphenyl)benzoesäure in 12 ml Pyridin und 8 ml Essigsäureanhydrid wird auf einem Dampfbad während 20 Minuten erhitzt. Die Mischung wird dann auf Eis gegossen und das Produkt mit Methylenchlorid extrahiert. Die Methylenchloridlösung wird getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Benzol umkristallisiert und   2-Acetoxy-5-(4'-fluorphenyl)-benzoe-    säure (Smp.   134-137  C)    erhalten.



   Wird anstelle von Essigsäureanhydrid Propionsäureanhydrid verwendet, so entstehen die entsprechenden 2-Propionoxy-Verbindungen.



  C.   Phenyl-2-acetoxy-5-(4' -fluorphenyl)-benzoat   
Eine Mischung von 2-Acetoxy-5-(4'-fluorphenyl)benzoesäure (0,1 Mol), Phosphoroxychlorid (0,1 Mol) und Phenol (0,12 Mol) wird solange auf   75"    C erhitzt, bis kein Chlorwasserstoff mehr entwickelt wird. Das erhaltene Phenyl2-acetoxy-5-(4'-fluorphenyl)-benzoat wird durch Aufteilung der Reaktionsmischung zwischen Benzol und verdünnter Natriumdicarbonatlösung und Chromatographieren der Benzollösung mittels Kieselsäuregel isoliert.



   Durch Verwendung anderer phenolischer Verbindungen im obigen Beispiel, z. B. von p-Methoxyphenol, p-Dimethylaminophenol oder p-Acetaminophenol, können die entsprechend substituierten Phenylester, z. B. p-Methoxyphenyl-, p-Dimethylaminophenyl- oder p-Acetaminophenylester erhalten werden.



   Beispiel 2   1 ,3-bis-[5'-(4" -Fluorphenyl)-2' -acetoxy-benzoyloxy] -    propan
Eine Mischung von 0,1 Mol gemäss Beispiel 1B erhaltener 2-Acetoxy-5-(4'-fluorphenyl)-benzoesäure und 0,15 Mol Thionylchlorid wird beim Rückfluss solange erhitzt, bis die Entwicklung von Chlorwasserstoff praktisch aufgehört hat.



  Das überschüssige Thionylchlorid wird im Vakuum entfernt.



  Zu einer Lösung des erhaltenen rohen Säurechlorids in 100 ml Pyridin werden 0,05 Mol Propan-1,3-diol zugesetzt. Nach Stehenlassen während 24 Stunden bei   25     C wird das Pyridin im Vakuum bei einer Temperatur unterhalb   40     C entfernt und der Rückstand in Benzin aufgenommen, mit verdünnter Salzsäure und verdünntem Natriumcarbonat gewaschen. Das Produkt wird in einer Kieselsäuregelkolonne chromatographiert; Eluierung mit steigenden Mengen an Aceton enthaltendem Benzol ergibt das gewünschte 1,3-bis-[5'-(4" Fluorphenyl)-2'   -acetoxy-benzoyloxy]-propan.   



   Dieses Produkt kann auch erhalten werden durch Umsetzen einer Mischung vom 0,1 Mol 2-Acetoxy-5-(4'-fluorphenyl)-benzoesäure, 0,1 Mol Dicyclohexylcarbidiimid und 0,1 Mol Propan-1,3-diol in 20 Teilen Tetrahydrofuran bei Zimmertemperatur während 5 Stunden. Nach der Umsetzung wird die Mischung filtriert, das Filtrat eingeengt, in Äther gelöst und mit wässrigem Natriumcarbonat gewaschen. Die Äther-Lösung wird dann über Natriumsulfat getrocknet und eingeengt.

 

   Wird ss-Äthoxyäthanol, Benzylalkohol, Phenol, p-Acetylaminophenol, 4-Methoxyphenol, 4-Dimethylaminophenol, Methyl-2-hydroxybenzoat,   Benzyl-2-hydroxy-5-(4' -fluor-    phenyl)-benzoat, oder Benzyl-2-hydroxybenzoat anstelle von   1,3-Propandiol    im obigen Beispiel verwendet, so wird die entsprechende Verbindung von 2-Äthoxyäthan, Toluol, Benzol, p-Acetylaminobenzol,   4-Methoxybenzol, 4-Dimethyl-    aminobenzol, 2-Carbomethoxybenzol, 2-Carbobenzyloxy5-(4'-fluorphenyl)-benzol, oder 2-Carbobenzyl-oxybenzol erhalten. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI3.1 worin X Halogen, R Wasserstoff, niederes Alkyl oder niederes Alkoxy, R, substituiertes oder unsubstituiertes Alkoxy oder Phenoxy, R2 niederes Alkanoyl, R3 Wasserstoff, niederes Alkyl, niederes Alkoxy, niederes Alkenyl, Benzyl oder Halogen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Phenylphenol der Formel EMI3.2 in Gegenwart eines Alkalicarbonates oder ein Phenyl-phenolat der Formel EMI3.3 worin A ein Alkalimetall bedeutet, mit Kohlendioxyd bei erhöhter Temperatur umgesetzt, durch Ansäuerung die entsprechende Phenylbenzoesäure der T ormel EMI3.4 gebildet wird, diese Säure mit einem niederen Alkansäureanhydrid im Gegenwart eines Katalysators zu einer Verbindung der Formel EMI3.5 worin R2 Niederalkanoyl bedeutet,
    umgesetzt und die erhaltene Phenylbenzoesäure entsprechend verestert wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Rt Hydroxyalkoxy, Polyhydroxyalkoxy, Alkoxyalkoxy, Acylaminoalkoxy, Dialkylaminoalkoxy, Aralkoxy, Alkoxyphenoxy, Acylaminophenoxy, Dialkylaminophenoxy, Carboxyphenoxy, Carbalkoxyphenoxy oder Carbaralkoxyphenoxy bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Veresterung in Gegenwart einer starken Säure, z. B. Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure oder p-Toluolsulfonsäure, erfolgt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Veresterung bei höheren Temperaturen erfolgt.
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