Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Sockelleiste zur Aufnahme von elektrischen Leitungen, bestehend aus einer Abdeckleiste und aus an einer Wand befestigten Mitteln zur Halterung dieser Abdeckleiste, die mit den Haltemitteln lösbar verbunden ist und in dieser verbundenen Lage sowohl die Haltemittel als auch die elektrischen Leitungen verdeckt.
Es existieren bereits zweiteilige Sockelleisten dieser Art aus Kunststoff. Der von der Abdeckleiste verdeckte Teil ist hierbei als durchgehendes Profil mit einem derartigen Querschnitt ausgebildet, dass er nicht nur zum Festhalten der Abdeckleiste dient, sondern zugleich eine Mehrzahl von Kanälen für die Aufnahme von Drähten oder Kabeln für Starkstrom, Telephon usw. aufweist.
Einer grösseren Verbreitung derartiger Sockelleisten steht der grundlegende Nachteil im Wege, dass sie erst montiert werden können, wenn der endgültige Bodenbelag, dessen Dicke je nach Beschaffenheit (Linoleum, Spannteppich usw.) schwankt, verlegt ist. Ganz abgesehen davon, dass der Elektriker die begonnene Arbeit unterbrechen muss und in vielen Fällen nach der Verlegung des endgültigen Bodenbelages nicht sogleich verfügbar ist, fällt auch die Tatsache störend ins Gewicht, dass das nachträgliche Befestigen des die elektrischen Leitungen aufnehmenden Halteprofils an der Wand erneut Schmutz verursacht.
Der Erfindung liegt vor allem die Aufgabe der Behebung dieses Missstandes zu Grunde. Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass die lösbare Verbindung so ausgebildet ist, dass sich die horizontal angeordnete Abdeckleiste gegenüber den Haltemitteln in vertikaler Richtung verstellen und in verschiedenen Höhenlagen fixieren lässt.
Nachfolgend sind anhand der Zeichnung zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes erläutert. In der Zeichnung stellen dar:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer ersten Ausführungsform der Sockelleiste im definitiv montierten Zustand,
Fig. 2 eine Ansicht eines Halteelementes mit daran sitzenden Schiebern und von diesen getragenen Klemmen,
Fig. 3 eine Aufsicht auf eine Klemme,
Fig. 4 eine weitere Schnittansicht des Ausführungsbeispiels der Sockelleiste,
Fig. 5 eine teilweise Frontansicht der Abdeckleiste mit einer von dieser getragenen Steckdose,
Fig. 6 eine rückseitige Ansicht der Abdeckleiste nach Fig. 5 mit einem Montagerahmen,
Fig. 7 eine Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 8 eine andere Schnittansicht des Beispiels nach Fig. 7,
Fig. 9 eine teilweise abgebrochene Frontansicht auf die Sockelleiste gemäss Fig. 7 und 8,
Fig.
10 eine Frontansicht der im zweiten Ausführungsbeispiel zur Verwendung kommenden Haltemittel und
Fig. 11 eine Aufsicht auf diese Haltemittel.
Aus den Fig. 1, 2 und 4 ist ersichtlich, dass die Haltemittel für das Tragen und Festhalten der Abdeckleiste u. a.
rückseitig ebene Träger 1 umfassen, die sich mittels Schrauben 2 in regelmässigen Abständen an einer Wand 3 befestigen lassen. Jeder Träger 1 besitzt zwei zueinander parallele, im Querschnitt abgewinkelte Rippen 5 und 6, die einen geschlitzten Kanal begrenzen. Am unteren Ende ist der Träger 1 zu einer Lasche 7 umgebogen. Diese legt sich auf den Boden 9. Einstückig mit dem Träger ist ferner ein Abstützflügel 8, Auf diesem Flügel liegt ein durchgehendes, extrudiertes Kunststoffprofil 10 auf, dessen Querschnitt im dargestellten Beispiel derart gewählt ist, dass zwei offene Kanäle für das Einlegen von elektrischen Leitungen entstehen. Die mit 11 bezeichnete Doppelleitung kann beispielsweise eine Telephonleitung sein, während die Drähte 12 für die Übertragung von Licht- oder Kraftstrom dienen können. Mit 13 ist ein abgeschirmtes Fernsehantennenkabel bezeichnet.
In gewissen Fällen kann das Profil 10 auch nur mit einem einzigen Leiterkanal oder mit mehr als zwei solchen ausgestattet sein.
In den durch die Rippen 5 und 6 gebildeten Schlitzkanal ragen verdickte Ansätze 16 von horizontal verstellbaren Schiebern 15. An diesen sitzen in vertikaler Richtung verschiebbare Klemmen 17. Diese besitzt eine Gewindebohrung für die Aufnahme einer an der Abdeckleiste 20 sitzenden, für den Monteur leicht zugänglichen Schraube 24.
Dank der vertikalen Verschiebbarkeit der Klemme 17 lässt sich die Abdeckleiste 20, solange die Schrauben 24 noch nicht angezogen sind, leicht anheben (in Fig. 1 mit punktierter Linie angedeutet). Somit ist es ohne weiteres möglich, die elektrischen Leitungen, die an diese angeschlossenen Steckdosen, Schalter, Anschluss- und Abzweigdosen, sowie die zur Aufnahme dieser Leitungen und elektrischen Elemente bestimmten Sockelleisten zu montieren, bevor der endgültige Bodenbelag verlegt ist. Die Montage der Abdeckleiste 20 wird durch die horizontale Verschiebbarkeit der Schieber 15 erleichtert. Man wird also die Abdeckleiste nach dem Verlegen und Anschliessen der Leitungen 11, 12 und 13 zunächst in die in Fig. 1 punktiert angedeutete Stellung bringen und die in regelmässigen Abständen auf die Abdeckleiste verteilten Schrauben 24 provisorisch anziehen.
Nach dem Aufbringen des definitiven Bodenbelages 19 kann die Abdeckleiste nach einem vorübergehenden Lockern der Schrauben 24 durch irgendeinen Handwerker so weit gesenkt werden, dass ihre untere Kante auf dem Belag 19 aufliegt.
Die Kante des abgewinkelten Teils 21 legt sich gegen die Wand bzw. den auf dieser aufgebrachten Verputz 4. Der Vorteil der Sockelleiste nach der Erfindung ist auch augenfällig, wenn sich das Problem der Reinigung, Reparatur oder Erneue rung des Bodenbelages stellt.
Aus den Fig. 1 und 4 ist erkennbar, dass der untere Teil der Abdeckleiste 20 gegen das Ende des Abstützflügels 8 gepresst wird. Damit die Hauptfläche der Abdeckleiste 20 auch bei unterschiedlichen Stärken des Wandverputzes 4 vertikal bleibt, ist der als Distanzhalter und Trägerarm wirksame Abstützflügel im Bereiche seiner freien Kante mit mehreren Längskerben versehen, die eine entsprechende Kürzung des Abstützflügels gestatten. Im Falle der Fig. 4 ist der Abstützflügel im Gegensatz zur Darstellung nach Fig. 1 nicht gekürzt.
Mit Vorteil sind die elektrischen Schaltapparate und Verteilelemente direkt von der Abdeckleiste 20 gehalten. Zu diesem Zwecke ist der Querschnitt der durch Extrudieren hergestellten, aus Kunststoff bestehenden Abdeckleiste 20 derart gewählt, dass auf deren Innenseite zwei zueinander parallele und gegeneinander offene Nuten 22 und 23 entstehen. In diese lassen sich aus Metallblech ausgestanzte und mit eingepressten Verstärkungsrippen 26 versehene Montagerahmen 25 einschieben. Im dargestellten Beispiel (vgl. insbesondere Fig. 6) handelt es sich um Rahmen für die Aufnahme von drei Schaltern, Steckdosen od. dgl. Grundsätzlich könnten die Montagerahmen auch eine andere Anzahl von Öffnungen besitzen (nur eine Öffnung oder eine von drei abweichende Anzahl).
Nach dem Anbringen entsprechender Öffnungen in der Abdeckleiste 20, für welche Operationen man beispielsweise ein einfaches Handstanzwerkzeug benützen kann, und nach dem Einschieben der Montagerahmen können genormte Schaltapparate oder Verteilelemente in die Öffnungen eingesetzt werden. Die in den Fig. 4 und 5 veranschaulichte Steckdose 27 ist zu diesem Zweck auf beiden Seiten mit gezahnten Rastfedern 28 ausgerüstet.
Um der Abdeckleiste 20 eine grössere Stabilität zu verleihen, können in gegebenen Abständen Armierungselemente 29 aus Blech in die Nuten 22 und 23 eingesetzt sein.
Die Begrenzung dieser Elemente ist derart, dass sie sich durch ein Verdrehen in den Nuten festklemmen lassen. Die Verwendung derartiger Verstärkungen ist unter Umständen besonders im Bereiche der Löcher für das Durchführen der Befestigungsschrauben 24 angezeigt.
In der Zeichnung sind für das zweite Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7-11 die gleichen Hinweiszeichen wie für die bereits beschriebene Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 6 benützt, soweit die damit bezeichneten Elemente die gleiche Funktion erfüllen. Unterschiedlich ist jedoch vor allem der Umstand, dass beim zweiten Beispiel das Profil der Kunststoff-Abdeckleiste derart gestaltet ist, dass Kanäle 31 und 32 für die Aufnahme der Drähte 11 und 12 entstehen. Die Haltemittel bestehen hier aus mehreren zweifach abgebogenen, mittels Schrauben 2 an der Wand 3 befestigten Trägern 33, deren gegen die Innenseite der Abdeckleiste 20 anliegender Teil gegabelt ist, so dass die verbleibenden Metallstreifen 34 als Führungsschienen für das vertikale Verschieben einer mit einer Frontlasche 37 und zwei seitlichen Laschen 38 versehenen Klemme 36 wirksam sind.
Zwischen jedem Träger 33 und der von diesem gehaltenen Klemme 36 ist eine Schraubenfeder 39 angeordnet. Diese sorgt dafür, dass die Abdeckleiste 20 automatisch in der oberen Endlage gehalten wird, solange die Schrauben 24 gelockert sind. Für die endgültige Fixation der Abdeckleiste ist es lediglich notwendig, diese so weit nach unten zu drücken, bis sie den Bodenbelag 19 bzw. 19' berührt, worauf sie durch Anziehen der Schrauben 24 in dieser Lage definitiv festgehalten wird.
Durch Vergleich der Fig. 7 und 8 ergibt sich die Anpassungsfähigkeit der Sockelleiste an verschieden dicke Bodenbeläge. In der höchsten Stellung der Abdeckleiste nimmt die Klemme die in Fig. 10 illustrierte Lage ein.
Schliesslich ist aus den Fig. 8 und 9 noch erkennbar, dass die Steckdose 27 nicht mit Hilfe eines Montagerahmens an der Abdeckleiste 20 fixiert ist. Anstelle solcher Rahmen sind beidseits der Öffnung 40 gebogene Haltefedern 41, deren Enden in je zwei scharfe Spitzen auslaufen, in zwei zueinander parallelen Nuten 42 und 43 verankert. Diese Haltefedern wirken mit den Rastfedern 28 in analoger Weise zusammen wie die Querstege der Montagerahmen.
Innerhalb des Erfindungsgedankens sind noch verschiedene Varianten denkbar. So könnte etwa die Verbindung zwischen den Haltemitteln und der Abdeckleiste als Steckverbindung ausgebildet sein. Hierbei könnten Federmittel dafür sorgen, dass die untere Kante der Abdeckleiste sich auf den Bodenbelag legt, es sei denn, die Abdeckleiste befinde sich in der oberen Endlage, in welcher sie sich durch geeignete Mittel provisorisch festhalten lässt. Man hat ferner beispielsweise die Möglichkeit, als Haltemittel für die Abdeckleiste ein durchgehendes, direkt an einer Wand befestigbares Kunststoffprofil zu verwenden, welches einerseits einen Kanal für die elektrischen Leitungen bildet und anderseits einen Träger für vertikal und gegebenenfalls horizontal verstellbare Halteelemente darstellt.
In Übereinstimmung mit dem ersten Ausführungsbeispiel können diese Elemente aus horizontal verstellbaren Schiebern und an diesen vertikal geführten Klemmen bestehen.
Die beschriebene Sockelleiste führt zu einer zeitsparenden Montage, da keine Rohre in Wände zu verlegen sind. Sie eignet sich daher auch bestens für den Fertigbau. Ausserdem ist das System als solches flexibel, denn es lassen sich Erweiterungen und Mehrbestückungen ohne Schwierigkeiten ausführen.