Die Erfindung betrifft eine Schleuderstrahlmaschine zur Oberflächenbehandlung von Werkstücken mit einem Behandlungsraum und mindestens einem Schleuderrad, sowie Förderund Reinigungsvorrichtungen und einem Dosiergerät zur Steuerung der Menge der umlaufenden Mischung von Strahlmittel und Sand. Die Schweizer Patentschrift 279 709 zeigt eine Schleuderstrahlmaschine mit einem Dosiergerät, mit welchem man Strahlmittel zwecks Nachreinigung über einen By-Pass direkt dem Fördermittel für Strahlmittel und Sand zuleiten kann. Praktisch wurde diese Vorrichtung dazu verwendet, während des Lade- und Entladevorganges durch eine Umschaltung den Reinigungsprozess auch über die Lade- bzw.
Entladezeit auszudehnen. Die US-Patentschrift 3 103 766 zeigt eine Schleuderstrahlmaschine mit drei Förderschnecken und zwei Becherwerken, bei welcher mittels Dosiergerät zwischen zwei der drei Förderschnecken ein Teil des anfallenden Gemisches von Strahlmittel und Sand dem Umlauf der zweiten (Zwischen-) Schnecke zwecks Nachreinigung nochmals beigemischt werden kann. Der Aufwand dieser Konstruktion ist jedoch erheblich grösser als derjenige einer Schleuderstrahlmaschine üblicher Bauart und wird nur für grösseren Sandanfall. insbesondere mit grossem Kernsandanteil. gebaut.
Die Schweizer Patentschrift 394 860 zeigt eine weitere Schleuderstrahlmaschine, bei welcher mit einem Dosiergerät der Mehranfall an Sand und Strahlmittel der Sammelrinne unterhalb des Behandlungsraumes zugeleitet wird und zusätzlich Strahlmittel zwecks Nachreinigung über einen By Pass während des Lade- und Entladevorganges dem Strahlmittelumlauf zugeleitet werden kann. Bei dieser Vorrichtung ist es. wie bei der vorerwähnten Maschine, notwendig, das Dosiergerät den verschiedenen Betriebsbedingungen durch Handbetätigung anzupassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, gegenüber bisher bekannten Ausführungen die Oberflächenbehandlung von Werkstücken, sowohl bei Dauerbetrieb als auch bei unterbrochenem Betrieb, mit einer unter gleichbleibenden Bedingungen automatisch und kontinuierlich arbeitenden Reinigung des Strahlmittels durchzuführen. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass im Fuss des Behandlungsraumes mindestens ein Ausgleichsilo und unterhalb des Separators ein Puffersilo für das Strahlmittel angeordnet sind, wobei im Puffersilo ein Überlauf auf der Höhe des maximal zulässigen Strahlmittelniveaus mit einer Rohrleitung zum Ausgleichsilo vorgesehen ist und den des Dosiergerät, bestehend aus Manschette, Abzugrinne und Sieb am Fuss der Maschine angeordnet ist.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Schleuderstrahlmaschine in Ansicht von vorne,
Fig. 2 eine schematische Darstellung derselben Maschine in Ansicht von der Seite.
In den Fig. 1 und 2 ist eine kontinuierlich arbeitende Schleuderstrahlmaschine der Bauart D urchlaufhängebahn dargestellt. In einen Behandlungsraum 14 werden Werkstücke 12, welche an einer Durchlaufkette 13 angehängt sind, in Richtung des Pfeiles 11 bei geöffneten Türen 15 eingeführt.
Nach dem Schliessen der Türen 15 wird das Werkstück 12 durch die Schleuderräder 16 einer Behandlung unterzogen und verlässt die Maschine nach dem Strahlen in Richtung des Pfeiles 17 in bekannter Weise. Über die ganze Breite und Länge der Grundfläche des Behandlungsraumes 14 erstreckt sich der Ausgleichsilo 20, in welchem das aufgeschleuderte Strahlmittel und der abgestrahlte Sand gesammelt und den Ausläufen 24 zugeleitet wird. Die Ausläufe 24 sind durch einstellbare Manschetten 23 abgeschlossen, so dass je nach Lage gegenüber der Siebfläche 25 der Abzugsrinne 21 mehr oder weniger von dem Gemisch Sand und Strahlmittel abgeben wird. Durch Schwingbewegungen der Abzugsrinne 21 findet eine Siebtrennung zwischen Gemisch und Fremdteilen, beispielsweise Kernsandbrocken oder Gussfedern, statt.
Das Sandstrahlmittelgemisch wird nun dem Becherwerk 22 zugeleitet und gelangt am Ende desselben in die Verteilschnecke 26 und von dieser in einen Separator 27, welcher mittels Windsichtung den Sand vom spezifisch schwereren Strahlmittel trennt. Der ausgeschiedene Sand wird über die Leitung 6 einem Magnetseparator 30 zugeleitet, welcher allfällig noch brauchbare Eisenteile, d. h. Strahlmittel, aus dem Sand entfernt und über den Auslauf 9 dem Becherwerk 22 zuleitet.
Der Rest des über den Magnetseparator geleiteten Sandes gelangt über den Auslauf 10 zu einem Förderband 18 und wird durch dasselbe wegtransportiert. Das im Separator 27 gereinigte Strahlmittel fliesst in den Puffersilo 28 und aus diesem über die Rohrleitungen 1 und 2 in die Schleuderräder 16.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass sich das Strahlmittel im Puffersilo 28 unter einem bestimmten Schüttwinkel anhäuft, bis der Schüttwinkel den Überlauf 4 erreicht, über welchen der Mehranfall von Strahlmittel wieder zum Ausgleichsilo 20 zurückgelangt. Der Überlauf 4 für gereinigtes Strahlmittel bedingt, um den grösseren Anteil von Strahlmittel im Gemisch besser trennen zu können, dass das Becherwerk 22 und der Separator 27 auf eine volumetrisch entsprechend höhere Leistung ausgelegt werden. Sowohl die Abzugsrinne 21 als auch die Dosiermanschetten 23 können durch bekannte Mittel auf die gewünschte volumetrische Menge des aus dem Ausgleichsilo 20 abgezogenen Gemisches eingestell werden.
Der Ausgleichsilo 20 im Fuss der Maschine bildet einen grossen Vorratsbehälter für das von den Schleuderrädern 16 in den Behandlungsraum 14 geschleuderte Strahlmittel und für den von den Werkstücken 12 abgestrahlten Sand. Durch ständiges Zusetzen von gereinigtem Strahlmittel aus dem Puffersilo 28 durch den Überlauf 4 wird der prozentuale Anteil des Strahlmittels im Verhältnis zum Sand erhöht und dadurch auch die Wirkung des Separators 27 verbessert. Verbrauchtes Strahlmittel wird durch neues ersetzt, welches mittels eines Strahlmittelzuteilers 19 bekannter Bauart direkt dem Becherwert 22 zugeführt wird.
Zweckmässigerweise wird am Boden des Puffersilos 28 eine Auslaufklappe 3 angeordnet, an welche sich eine Rohrleitung 7 anschliesst, die zum Ausgleichsilo 20 führt. Die Auslaufklappe 3 gestattet, je nach Öffnungslage, Strahlmittel, welches am Boden des Puffers 28 stärker mit Sand vermischt ist, zur Nachreinigung direkt in den Ausgleichsilo 20 zu leiten. Die Mündungen 32 und 33 der Rohrleitungen 1 und 2 sind in der Höhe zwischen der Auslaufklappe 3 und dem Überlauf 4 angeordnet. Dadurch gelangt nur Strahlmittel zu den Schleuderrädern, welches praktisch frei von Sand ist.
Daraus ergibt sich der Vorteil geringerer Abnützung der Schaufeln der Schleuderräder, d. h. eine längere Lebensdauer dieser Schaufeln und der übrigen Verschleissteile, wie Hartstahlauskleidungen der Maschine usw.
Die vorbeschriebene Anordnung des Umlaufes von Strahlmittel und Sand hat ferner den Vorteil, dass keine Unterbrüche bzw. Leerläufe im Kreislauf von Strahlmittel und Sand entstehen. Der Ausgleichsilo 20 ist zufolge steter Füllung praktisch keinem Verschleiss ausgesetzt. Die Kombination von Ausgleichsilo und Abzugsrinne erlaubt eine Verminderung der Bauhöhe und damit auch eine Verminderung der Gesamtkosten der Maschine. Das grössere Gewicht des Vorrates an Strahlmittel wird in den Maschinenfuss verlegt. Da während den verschiedenen Betriebsphasen keine Umstellungen von Weichen, Klappen oder Schiebern nötig sind, gestaltet sich die Bedienung und Wartung der Maschine einfacher und billiger.
Nach einer durch die Erfahrung ermittelten Einstellung der Manschetten 23 ergibt sich ein selbsttätiger Materialausgleich von Strahlmittel und Sand.