Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen pneumatischen Pulsator für Melkmaschine, der mindestens zwei Kolben zur Betätigung von zwei Schiebern aufweist, welche zur Steuerung eines Über- und Unterdruckes in einer zwischen jedem Melkkopf und einer diesem zugeordneten Gummisitze angeordneten Kammer dienen.
Es sind bereits pneumatische Pulsatoren der oben genannten Art bekannt, mit denen vorzugsweise die Dauer des Unterdruckes erhöht und diejenige des Überdruckes vermindert werden kann, dies unabhängig von der gewählten Arbeitsfrequenz der Maschine, welche vom Benutzer gewählt wird, um Kühe mit teilweise ungewöhnlichen Eigenschaften melken zu können.
Bei den bekannten Pulsatoren hat sich die Wahl der Querschnitte der zur Steuerung der Druckverhältnisse dienenden Ausnehmungen und Leitungen insofern als nachteilig erwiesen, weil mit den vorhandenen Konstruktionen eine optimale Abstimmung zwischen Massagetakt und Saugtakt nicht möglich ist. Im weiteren sind bekannte Pulsatoren störanfällig, da die genannten Ausnehmungen und Leitungen öfters verstopft sind, wodurch eine einwandfreie Funktionsweise der Melkmaschine in Frage gestellt wird. Diese Verstopfungen führen zudem zu einem Abfall der Melkgeschwindigkeit, dies insbesondere bei höheren Arbeitsfrequenzen der Maschine.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung bzw. die konstruktive Weiterausbildung eines pneumatischen Pulsators der eingangs genannten Art, welcher die obgenannten Nachteile bekannter Einrichtungen nicht aufweist.
Der pneumatische Pulsator für Melkmaschine ist hierzu erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die zur Steuerung der Verschiebebewegungen der Schieber und damit zum Einleiten des Saug- und Massagetaktes dienenden Öffnungen und Leitungen einen Innendurchmesser von 2 mm bis 2,8 mm und die in eine zur Herstellung des Vakuums dienende Leitung mündende Bohrung einen Durchmesser von 3 bis 4 mm aufweist.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines abgeschlossenen Pulsators,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt des Grundkörpers des Pulsators,
Fig. 3 eine schematische Ansicht, welche die verschiedenen Bohrungen im Grundkörper veranschaulicht, und
Fig. 4 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, des Pulsators, die zur Erklärung der Funktionsweise desselben dienen soll.
Der Pulsator weist einen Grundkörper 10 mit einer Öffnung für die Zufuhrleitung 11 auf. Die eine Stirnseite des Grundkörpers dient zur Befestigung der Anschlüsse 12. Im vorliegenden Fall sind vier Anschlüsse vorgesehen, welche zu den Melkköpfen führen, die ausserhalb der Zitzen derart angeordnet sind, dass diese abwechselnd unter Druck bzw. Unterdruck gesetzt werden können. Im Innern des Grundkörpers 10 ist eine Leitung 13 gebildet, die in die Nähe der Kammer 14 führt. Im weiteren sind im genannten Grundkörper eine in die Leitung 13 mündende Bohrung 15 mit verhältnismässig grossem Durchmesser und eine ebenfalls in die Leitung 13 mündende Bohrung 16 mit kleinerem Durchmesser vorgesehen. Eine am Boden des Grundkörpers vorgesehene Ausnehmung 17 dient zur Verbindung des Pulsators mit dem übrigen Teil der Melkmaschine.
Diese Ausnehmung ist über einen Kanal 18 mit der Leitung 13 in Verbindung. Am oberen Teil des Grundkörpers 10 sind zwei Schieber 19 und 20 angeordnet, welche in parallel zueinander verlaufenden Richtungen Hin- und Herbewegungen ausführen können. Der Schieber 19 weist an seiner ebenen, mit dem Grundkörper in Berührung stehenden Seite zwei parallel zueinander liegende Ausnehmungen 21 und 22 auf, wobei die Ausnehmung 21 fortwäh rend mit der Bohrung 15 in Wirkungsverbindung steht, wäh rend der Schieber 20 eine Bohrung aufweist, welche über die
Bohrung 16 mit der Leitung 13 in Wirkungsverbindung ge langen kann.
Die genannten Schieber 19 und 20 werden über nicht dar gestellte Kolben gesteuert.
Von der Kammer 14, an welcher die Melkköpfe ange schlossen sind, führt eine Leitung 23 in die Nähe der Bohrung 15, derart, dass sie mit der Ausnehmung 21 des Schiebers 19 in Wirkungsverbindung gelangen kann. Eine weitere
Leitung 24 (vgl. Fig. 3 und 4) verbindet eine Zufuhr 25 mit der Ausnehmung 22 des Schiebers 19. Schlussendlich dient eine Leitung 26 zur Verbindung der Zufuhr 27 mit der Ausnehmung 22 im Schieber 19. Die beiden Zufuhren 25 und 27 sind auf beiden Seiten einer Vertikalbohrung 28 angeordnet, die über eine Horizontalbohrung 29 (Fig. 2) mit der Bohrung 15 in Wirkungsverbindung steht. In die Horizontalbohrung 29 ist ein die Schwingfrequenz der Maschine steuerndes Element 30 eingeführt, das über eine Schraube 31 einstellbar ist. Die Bodenteile der Zylinder 32 und 33 sind über Leitungen 29 und 34 mit Öffnungen 35 und 36 im Grundkörper 10 verbunden.
Am oberen Teil des Grundkörpers 10 ist eine Luftkammer vorgesehen, welche mit Hilfe eines Deckels 37 abgeschlossen ist.
In der in Fig. 4 dargestellten Lage wird das Vakuum im Boden des Zylinders 33 über Leitungen 16, 38, 36 und 34 erstellt, während dies im Boden des Zylinders 39 über Leitungen 22, 27 und 26 erfolgt. Die Luftzufuhr in die Kammer 32 erfolgt über Leitungen 40 und 29 und diejenige in die Kammer 41 über Leitungen 25 und 24.
Um die eingangs genannten Mängel bekannter Pulsatoren zu beheben, sind die Querschnitte der Ausnehmungen und Leitungen 16, 24 bis 27, 29, 35 und 36 gegenüber den entsprechenden Zuführungen in bekannten Einrichtungen vergrössert ausgebildet. In der Tat ist der Durchmesser dieser Ausnehmungen um mindestens 0,5 mm gegenüber demjenigen der entsprechenden Leitungen bekannter Einrichtungen grösser ausgebohrt. Bei einem vorzugsweisen Ausführungsbeispiel beträgt der Durchmesser der Ausnehmungen 2,4 mm, mit Ausnahme der Bohrung 16, welche einen Durchmesser von 3,5 mm aufweist.
Ausgedehnte Versuche haben ergeben, dass durch die besondere Wahl der Durchmesser der genannten Ausnehmungen ein besserer Massagetakt erzielbar ist, ohne dass dabei der Luftverbrauch ansteigt, dies in bezug auf Einrichtungen herkömmlicher Art. Durch diese besondere Ausbildung ist der beschriebene Pulsator weit weniger störanfällig geworden, da ein Verstopfen der genannten Ausnehmungen nunmehr weitgehend ausgeschlossen ist.
Als weiterer Vorteil dieser Ausbildung ist der geringe Geschwindigkeitsabfall beim Melken mit hohen Frequenzen zu verzeichnen.
Die Funktionsweise des Pulsators ist, soweit dies für die vorliegende Erfindung von Bedeutung ist, die folgende:
Die beiden Schieber 19 und 20 steuern-mit Hilfe nicht näher umschriebener Kolben die Mittel zur Erzeugung eines Vakuums an den Gummizitzen. In der einen Verschiebestellung des Schiebers 19 wird ein Vakuum auf die Aussenwand der Gummizitze erzeugt; dadurch wird die genannte Gummizitze geöffnet, was ein Fliessen der Milch zur Folge hat. Dieser Vorgang wird als Saugtakt bezeichnet. In der anderen Verschiebelage des Schiebers 19 wird die Gummizitze geschlossen, wodurch der eigentliche Massagetakt eingeleitet wird. Der genannte Schieber 19 wird vom zweiten Schieber 20 gesteuert, und zwar derart, dass der Schieber 19 schlagartig in die eine oder andere Verschiebelage geführt wird.
Die oben genannten Durchmesser für die in Frage kom menden Ausnehmungen könnten auch von den zitierten Abmessungen abweichende Grössen aufweisen, beispielsweise wäre ein Durchmesser zwischen 2 mm und 2,8 mm für die Ausnehmungen 24 bis 27, 29, 35 und 36 und ein solcher von 3 bis 4 mm für die Bohrung 16 denkbar, ohne dass dabei die genannte vorteilhafte Funktionsweise der Vorrichtung beeinträchtigt würde.