Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hallenkonstruktion aus Holz in Elementenbauweise, mit zwei stirnseitigen Giebelwänden und mindestens einem zwischen denselben angeordneten Zweigelenkrahmen.
Die bekannten Hallenkonstruktionen dieser Art, die sich beispielsweise für die Landwirtschaft, als Reithallen, Tennishallen, Lagerhallen, Ausstellungspavillons etc. verwenden lassen, können aufgrund ihrer komplizierten Konstruktion nur von Fachfirmen erstellt werden und sind daher relativ teuer.
Insbesondere sind die bekannten Decken- und Seitenwandkonstruktionen mit diesem Nachteil des komplizierten Aufbaues behaftet und dies ist zweifellos einer der Gründe dafür, dass die an sich sehr ansprechenden Holzkonstruktionen bisher Schwierigkeiten hatten, sich in der Praxis durchzusetzen.
Dank der vorliegenden Erfindung werden die erwähnten Nachteile dadurch behoben, dass die Zweigelenkrahmen als einteilige, massive Holzbinder in Lamellenbauweise ausgebildet sind und an ihrem Oberteil beidseits Traglatten zur Abstützung der Pfettensparren tragen, wobei der Abstand der Traglatten von der Oberkante des jeweiligen Gelenkrahmens etwa der Dicke der Pfettensparren entspricht und die Seitenwände in Holzskelettbauweise als durchgehende, fugenlose Elementenplatte aus Sperrholz ausgebildet und lösbar mit den angrenzenden Schenkeln der Zweigelenkrahmen bzw. Giebelwände verbunden sind.
Dank der Kombination dieser erfinderischen Merkmale kann sich eine sehr solide Holzkonstruktion, die dank der einteiligen Zweigelenkrahmen und der durchgehenden, fugenlosen Seitenwandelemente eine überdurchschnittliche Eigensteifigkeit aufweist, ergeben. Ferner ergibt sich der insbesondere seitens der Landwirte, aber auch von anderer Seite sehr geschätzte Vorteil, dass ein Grossteil der Montagearbeiten angesichts des übersichtlichen und einfachen Aufbaues vom Bauherrn selbst ausgeführt werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Perspektivansicht eines mit zwei Zweigelenkrahmen erstellten Hallenelementes,
Fig. 2 ist eine schematische Schnittdarstellung des Hallenelementes, die
Fig. 3 bis 10 zeigen Ausführungsdetails.
Das Hallenelement gemäss Fig. 1 weist zwei einteilige Zweigelenkrahmen 1 und 2 auf, die als massive Holzbinder in Vollwandkonstruktion ausgebildet sind und sich auf zwei Betonfundamentsockel 3 und 4 abstützen. In Anbetracht der starken, auf die Zweigelenkrahmen einwirkenden Beanspruchungen sind diese in Lamellenbauweise erstellt.
Wie die Frontansicht des Zweigelenkrahmens gemäss Fig. 2 zeigt, ist dieser an seinem Oberteil beidseits mit Traglatten 5 versehen, die der Neigung des Giebels folgen und von der Oberkante des Zweigelenkrahmens den Abstand a haben, welcher der Dicke der auf den Traglatten 5 liegenden Pfettensparren entspricht. Diese Anordnung der Pfettensparren 6 innerhalb des von den Zweigelenkrahmen umgrenzten Profils trägt zur Eigensteifigkeit des in Fig. 1 dargestellten Hallenelementes bei und verringert ausserdem dessen Bauhöhe im Verhältnis zu der bekannten Konstruktion, bei welcher die Pfettensparren auf den Oberkanten der Dachbinder aufliegen.
Die Dachdeckung, welche vorzugsweise aus Wellplatten besteht, wurde der Übersichtlichkeit halber weggelassen.
Die in Fig. 1 dargestellte Konstruktion ist als ein Bauelement einer kompletten Halle aufzufassen, wobei jede Halle mindestens zwei stirnseitige Giebelwände und zwischen diesen Giebelwänden angeordnete Zweigelenkrahmen aufweist.
Die unterhalb der Dachdeckung befindliche Decke besteht aus rechteckförmigen Deckenplatten 7, d. h. wasserfest verleimten Sperrholzplatten mit den handelsüblichen Abmessungen 1,50 x 3.00 m, die sich auf Abstützleisten 8 abstützen. Wie Fig. 2 zeigt, sind die beidseits der Zweigelenkrahmen befestigten Abstützleisten 8 gegeneinander versetzt, so dass die auf diesen Abstützleisten liegenden Deckenplatten an den mit 9 bezeichneten Verbindungsstössen einander überlappen (Fig. 4). Im Bereich der Stosstellen 9 ist auf der jeweils oberen Deckenplatte 7 eine Versteifungsleiste 10 befestigt, die somit zwischen den Stirnflächen der beiden benachbarten Zweigelenkrahmen eingespannt ist und an die Unterkante der dar überliegenden Traglatte 5 angrenzt.
An diese Versteifungsleiste 10 ist die im Stossbereich 9 oben liegende Deckenplatte 7 an der durch den Pfeil 11 bezeichneten Stelle angenagelt, während die untere Deckenplatte an der mit 12 bezeichneten Stelle mit der oberen verschraubt ist. Die Köpfe der hierzu verwendeten Nägel und Schrauben sind somit im Innern der Halle verdeckt, d. h. nicht sichtbar.
Fig. 3, welche einen Vertikalschnitt darstellt, zeigt den Zweigelenkrahmen 1 mit den Traglatten 5 und den Pfettensparren 6. Die vorderste Pfettensparre trägt auf einer Seite die Dachtraufe 13 und auf der gegenüberliegenden Seite eine Stirnplatte 14, wobei zwischen der letzteren und der angrenzenden Deckenplatte 7 ein Belüftungsspalt 15 freigelassen ist.
Die aus den Platten 7 bestehende Decke ist geneigt, so dass der innerhalb der Halle sich entwickelnde Dampf nach oben abgeleitet wird,
Zwischen zwei einander benachbarten Zweigelenkrahmen 1 und 2 ist gemäss Fig. 1 n in seiner Gesamtheit mit 16 bezeichnetes Wandelement eingesetzt. Dieses Wandelement besitzt ein aus Vertikalstäben 17 und Horizontalstäben 18 bestehendes Holzskelett, auf welches von beiden Seiten jeweils eine wasserfest verleimte Sperrholzplatte 19 aufgenagelt ist. In Fig. 1 ist die innenliegende Platte 10 der Deutlichkeit halber weggelassen.
Jede Seitenwand bildet somit einen mit innenliegenden Versteifungen versehenen Hohlkörper, der auch ausserordentliche Belastungen ohne weiteres aufnehmen kann.
Wie der Horizontalschnitt nach Fig. 6 zeigt, weisen die dem Zweigelenkrahmen 2 zugewandten Stirnflächen der Vertikalleisten 17 jeweils eine Nut 20 auf, die mit einer entsprechenden, am Zweigelenkrahmen befestigten Leiste zusammenwirkt.
Diese Kombination von Nut und Leiste, die sich auch zwischen der unteren Abstützfläche der Seitenwand und dem Fundamentsockel 4 findet, unterbricht die Übergangsfuge und reduziert damit den unerwünschten Kaltlufteintritt beträchtlich. Da die ganze Seitenwand ausserdem im Gegensatz zu den bekannten Konstruktionen nicht aus Einzelbrettern zusammengesetzt ist, sondern aus durchgehenden Sperrholzplatten 19 besteht, werden die Wärmeverluste ausserordentlich gering gehalten und die Seitenwände bilden ferner keine Schlupfwinkel für Ungeziefer.
Die Unterbrechung der Seitenwandfuge kann in verschiedener Weise erfolgen. Enige Ausführungsbeispiele sind in den Fig. 7 bis 10 dargestellt. Dabei ist das Betonfundament mit 21 und die auf diesem befindliche Schwelle mit 22 bezeichnet.
Zwischen dem Betonfundament 21 und der Schwelle 22 ist vorzugsweise noch eine Isolierung 23 angebracht, welche z. B.
aus Dachpappe bestehen kann.
Gemäss Fig. 7 wird zur Unterbrechung der Seitenwandfuge eine einfache Fugenrippe aus Holz verwendet, welche rechteckförmigen Querschnitt hat und in eine entsprechende Nut 24 hineinragt. Gemäss Fig. 8 wird zu diesem Zwecke ein metallisches T-Profil 25 verwendet, während Fig. 9 eine nach oben verjüngte Holzleiste 26 und Fig. 10 ein metallisches U-Profil 27 zeigt, das in eine Doppelnut hineinragt und somit eine besonders wirksame Fugenunterbrechung darstellt.
Aus den Fig. 7 bis 10 ergibt sich ferner, dass die Seitenwandplatten 19 in dem mit 28 bezeichneten Bereich einen Hinterlüftungsspalt freilassen, der das ständige Belüften der Holzplatten gewährleisten und damit deren Fäulnis verhindern soll.
Die beschriebene Konstruktion weist trotz ihrer Robustheit einen relativ unkomplizierten Aufbau auf und derartige Hallen eignen sich daher sehr gut zur Selbstmontage. Dadurch können die erheblichen Montagespesen und - z. B. bei Ausstellungspavillons - auch Demontagespesen weitgehend eingespart werden.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Hallenkonstruktion liegt darin, dass derartige Hallen nach Belieben in Länge, Höhe und Breite (bis 16 m) erweitert werden können. Die Verwendung handelsüblicher Bauteile gestattet es, den Gesamtpreis der Halle auf einem tragbaren Niveau zu halten.