CH557175A - Antitranspirationsmittel in aerosolform. - Google Patents

Antitranspirationsmittel in aerosolform.

Info

Publication number
CH557175A
CH557175A CH1233871A CH1233871A CH557175A CH 557175 A CH557175 A CH 557175A CH 1233871 A CH1233871 A CH 1233871A CH 1233871 A CH1233871 A CH 1233871A CH 557175 A CH557175 A CH 557175A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
weight
vinyl chloride
aerosol
antiperspirant
aluminum
Prior art date
Application number
CH1233871A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Blendax Werke Schneider Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Blendax Werke Schneider Co filed Critical Blendax Werke Schneider Co
Priority to CH1233871A priority Critical patent/CH557175A/de
Publication of CH557175A publication Critical patent/CH557175A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q15/00Anti-perspirants or body deodorants
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/02Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by special physical form
    • A61K8/04Dispersions; Emulsions
    • A61K8/046Aerosols; Foams
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/19Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing inorganic ingredients
    • A61K8/26Aluminium; Compounds thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/19Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing inorganic ingredients
    • A61K8/27Zinc; Compounds thereof

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein in einer Aerosoldose in Form einer Aerosolsprühzusammensetzung vorliegendes Antitranspirationsmittel, das gegenüber bekannten Produkten eine verbesserte Stabilität aufweist.



   Antitranspirantien, das heisst, Mittel zur Hemmung der Transpiration, sind bereits seit langem bekannt. Als Wirkstoffe für solche Antitranspirantien werden vor allem adstringierend wirkende Substanzen, die in entsprechenden Konzentrationen mit Eiweissstoffen irreversible Fällungen geben, verwendet.



  Solche Substanzen sind insbesondere Metallverbindungen, Gerbstoffe, beispielsweise Tannin, Formaldehyd und dessen Polymerisations- und Kondensationsprodukte sowie organische Säuren und deren Salze und Reaktionsprodukte. Eine ausführliche Zusammenfassung über diese Stoffe und deren Wirkungsmechanismen findet sich in dem Werk von H.P. Fiedler,  Der Schweiss  (1968, Editio Cantor KG, Aulendorf).



   Die verschiedenen Substanzen können in Lösungen, Cremes, Stifte, Lotionen oder Puder eingearbeitet werden, gegebenenfalls zur Erzielung eines grösseren Wirkungsspektrums auch in Gemischen untereinander. Als besonders zweckmässig hat sich die Einarbeitung der schweisshemmenden Substanzen in Aerosolpräparate erwiesen, mit deren Hilfe sich eine rasche und problemlose Applikation der Wirkstoffe bewerkstelligen lässt.



   Bei der Herstellung von Aerosolsprühzusammensetzungen üblicher Art, die schweisshemmend wirkende Substanzen als aktive Bestandteile enthalten, haben sich jedoch Schwierigkeiten ergeben. Wenn diese Wirkstoffe innerhalb des Aerosolbehälters nämlich, wie bei den Desodorantien üblicher Zusammensetzung, in Form einer alkoholischen Lösung vorliegen, tritt bereits nach kurzer Zeit eine Korrosion an der Innenfläche des aus Metall bestehenden Aerosolbehälters auf, die in erster Linie eine Duftveränderung durch Zersetzung des eingesetzten Parfüms zur Folge hat und damit die Unbrauchbarkeit des Produktes hervorruft.



   Man hat versucht, diese unangenehme Erscheinung durch zwei Massnahmen zu vermeiden. Die eine Möglichkeit besteht darin, die aktiven, schweisshemmend wirkenden Bestandteile, insbesondere Aluminium- oder Zinkverbindungen, in einem organischen Aerosoltreibmittel, gegebenenfalls in Gegenwart eines weichmachend wirkenden Stoffes, eines sogenannten Emolliens, zu suspendieren, das heisst also, einen   Trockenspray    herzustellen. Diese Applikationsform weist den Nachteil auf, dass das Produkt jeweils vor der Anwendung gut durchgeschüttelt werden muss und, was folgenreicher ist, durch diesen Trockenspray sehr leicht Verstopfungen des Abgabeventils auftreten können.



   Eine andere Möglichkeit, die dargelegten Korrosionsprobleme bei Vorliegen einer alkoholischen Lösung des Wirkstoffes zu vermeiden, besteht darin, Aerosoldosen, insbesondere Aluminiummonoblocdosen, einzusetzen, deren Innenseite mit einem Schutzlack versehen ist. Es hat sich jedoch erwiesen, dass auch die üblicherweise zu diesem Zweck verwendeten Schutzlacke auf Basis von Epoxy- und/oder Phenolharzen zur Vermeidung von Korrosionsschäden nicht ausreichen, da in Aluminium-Aerosoldosen, die mit Innenschutzlacken dieser Art versehen waren, ebenfalls bereits nach relativ kurzer Zeit Korrosionserscheinungen in Gegenwart einer alkoholischen Lösung schweisshemmend wirkender Aluminium- oder Zinkverbindungen auftraten.



   Es wurde nun gefunden, dass über einen langen Zeitraum stabile Antitranspirationsmittel in Aerosolform dann erhalten werden können, wenn diese Mittel, die in alkoholischer Lösung vorliegen und als aktiven schweisshemmenden Bestandteil vorzugsweise alkohollösliche Zink- oder Aluminiumverbindungen enthalten, in eine Aerosoldose, vorzugsweise eine Aluminiummonoblocdose, abgefüllt werden, die eine Innenschutzlackierung auf Basis eines Vinylchloridpolymerisats bzw. copolymerisats enthält.



   Besonders gut eignet sich für diesen Zweck neben Polyvinylchlorid ein Copolymerisat aus einem   über viegenden    Anteil, vorzugsweise 80-99,5   Gew.%,    Vinylchlorid und einem geringeren Anteil eines Vinyl- und/oder (Meth) Acrylesters, insbesondere Vinylacetat.



   Zur Dokumentation der verbesserten Lagerstabilität der erfindungsgemässen Aerosolzusammensetzungen wurden die folgenden Vergleichsversuche durchgefiihrt:
50 Gewichtsteile einer Wirkstofflösung aus
5,0   Gew. %    eines Aluminiumoxychlorid/Propylenglykol Komplexes (vertrieben unter dem Handelsnamen  Rehydrol A.S.C.  von der Reheis Co.),
0,1   Gew.%    Hexachlorophen,
1,5   Gew.%    Hexadecylalkohol,
1,5   Gew.%    Siliconöl,
4,2   Gew.%    Isopropylmyristat,
2.0   Gew.%    Oleylätherphosphat, sauer,
2.5   Gew.%    Parfumöl
10,0 Gew.% Isopropylalkohol, und
73,2   Gew.%    wasserfreiem Äthylalkohol wurden mit
50 Gewichtsteilen eines Treibmittelgemisches aus    60 Gew.

   e/c Dichlortetrafluoräthan und   
40   Gew.%    Dichlordifluormethan in jeweils verschiedene Aluminiummonoblocdosen abgefüllt. Die Aerosoldose A enthielt keinen Innenschutzlack, die Aerosoldose B war mit einem klaren Phenol-Epoxy-Harz Lack versehen, die Aerosoldose C war mit einem pigmentierten Phenol-Epoxy-Harz-Lack ausgerüstet und die Aerosoldose D enthielt als Innenschutzlack erfindungsgemäss ein Copolymerisat aus 98   Gew.C/c    Vinylchlorid und 2 Gew.% Vinylacetat.



   Die Aerosol-Antitranspirantien wurden 4 Monate jeweils bei 45    < Cbzw.    Zimmertemperatur gelagert. Nach 4-monatiger Lagerzeit wurde die Parfümierung der Produkte überprüft und die Dosen nach Entfernen des Doseninhaltes geöffnet und auf Korrosionserscheinungen untersucht.



   Dabei ergaben sich folgende Ergebnisse:   Dose Innenschutzlack Lagertemperatur Parfümierung Aussehen der Dosen innenfläche
45   "C:    völlig umge- zahlreiche schlagen Korrosions punkte, schwarze Ver färbung A keiner Zimmertemperatur: sehr stark schwarze Ver verändert färbung der
Dose B klarer Phenol- 45   qC:    sehr stark zahlreiche
Epoxy-Harz-Lack verändert Korrosions punkte
Zimmertemperatur: stark verän- mehrere dert Korrosions punkte C pigmentierter 45    C    sehr stark mehrere
Phenol-Epoxy- verändert Korrosions
Harz-Lack punkte, Blasen bildung
Zimmertemperatur: stark verän- mehrere dert Korrosions punkte D pigmentierter 45   "C    leicht ver- keine   Verän-   
Lack auf Basis ändert derungen er eines Copoly- kennbar merisats aus Zimmertemperatur:

   unverändert keine Verän    98%    Vinylchlo- derungen er rid und 2% Vi- kennbar nylacetat
Wie aus diesen Vergleichsversuchen hervorgeht, weisen also die erfindungsgemässen Aerosol-Antitranspiratien, die in auf ihrer Innenfläche mit einen Vinylchloridpolymerisat bzw.



  -copolymerisat, beschichteten Aerosolbehältern untergebracht sind, eine erhöhte Stabilität gegenüber solchen Produkten auf, die in Aerosoldosen enthalten sind, die mit keiner oder der üblichen Innenschutzlackierung ausgestattet sind.



   Weiterhin wurde ein Aerosol-Antitranspirant, das in Aluminiummonoblocdosen, die den gleichen Innenschutzlack wie die Dose D aus dem vorhergehenden Versuch aufweisen (Copolymerisat aus 98 Gew. % Vinylchlorid und 2 Gew. % Vinylacetat), abgefüllt war, und aus je 50 Gewichtsteilen Dichlordifluormethan und einer Wirkstofflösung der Zusammensetzung
7,0 Gew.%  Rehydrol A.S.C.  (Aluminiumoxychorid/Propylenglykol-Komplex),
3,0 Gew.% Oleylalkohol,
1,5 Gew.% Hexadecylalkohol,
1,5   Gew.%    Siliconöl,
0,7 Gew. % Parfumöl,
15,0 Gew.% Isopropylalkohol, und
71,3   Gew. %    wasserfreier Äthylalkohol bestand, 9 Monate bei 45    C    bzw.

  Zimmertemperatur gelagert, wobei folgendes Ergebnis erzielt wurde: Lagertemperatur Parfümierung Aussehen der Doseninnenfläche 45   qC:    leicht verändert keine Veränderungen erkennbar Zimmertemperatur: unverändert keine Veränderungen erkennbar
Als Vinylchloridpolymerisate sind, wie bereits oben angedeutet, neben Homopolymerisaten auch Copolymerisate des Vinylchlorids mit einem oder mehreren Comonomeren einsetzbar, wobei aber der Vinylchloridanteil im allgemeinen über 50 Gew. % liegen sollte.

 

   Geeignete, mit Vinylchlorid copolymerisierbare Verbindungen sind insbesondere Vinylester, wie Vinylacetat und Vinylpropionat; Acrylester und Methacrylester, wie Methyl-, Äthylbzw. n-Butyl (meth)acrylat; (Meth) Acrylnitril; Vinyläther, Vinylidenchlorid; Maleinsäure- bzw. Fumarsäureester; Styrol und   a-Methylstyrol.   



   Zwei Aluminiummonoblocdosen, die mit einem pigmentierten Lack auf Basis eines Copolymerisats aus 90 Gew. % Vinylchlorid und 10   Gew.%    Methylacrylat innenlackiert waren, wurden mit 30 Gewichtsteilen eines Treibmittelgemisches aus 60 Gewichtsteilen Dichlordifluormethan und 40 Gewichtsteilen   Dichlortetrafluoräthan und 70 Gewichtsteilen einer Wirkstofflösung aus    3,0 Gew.

   fFc eines Aluminiumhydroxidchlorid/ Poly-    glykoläther-Komplexes, der unter dem Namen  Glycoral  im Handel ist,
0,1   Gew.%    Hexachlorophen,
3,0 Gew.% Oleylalkohol,
1,5   Gew.%    Hexadecylalkohol,
1,5   Gew.%    Siliconöl,
0,6   Gew.%    Parfumöl,
15,0   Gew.C/c    Isopropylalkohol, und
75,3   Gew.c/i    wasserfreiem Äthylalkohol
241 gefüllt und 9 Monate bei 45    < Cbzw.    Zimmertemperatur gelagert, wobei folgendes Ergebnis erzielt wurde: Lagertemperatur Parfümierung Aussehen der Doseninnen fläche 45   "C:    leicht verän- vereinzelt Andeutungen dert von Korrosionspunkten Zimmertemperatur:

   unverändert keine Veränderungen er kennbar
Die im Rahmen der Erfindung einzusetzenden, schweisshemmend wirkenden Substanzen müssen, wie bereits ausgeführt, alkohollöslich sein. Dafür bieten sich vorzugsweise Aluminium- und Zinkverbindungen an. Besonders gut geeignet sind Komplexe derartiger Salze mit hydroxylgruppenhaltigen organischen Verbindungen, beispielsweise Aluminiumchlorhydroxid komplexe mit mehrwertigen Alkoholen oder Polyglykolen, beispielsweise Polyäthylenglykol, Mono- oder Dihydroxycarbonsäuren, Aluminiumchlorhydroxyalkoholatkomplexe, z.B. ein Aluminiumchlorhydroxyäthylatkomplex, Aluminium- und Zinkalkoholate, die auch mit Polyalkoholen umgesetzt sein können, ein   Aluminiumchlorhydroxyallantoinat    komplex oder Aluminiumdihydroxyallantoinat und Aluminiumacetylacetonat.

  Besonders vorteilhaft verwendbar im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist der unter dem Namen  Rehydrol A.S.C.  von der Reihes  & Co., Inc., vertriebene Aluminiumhydroxychlorid/Propylenglykol- Komplex sowie ein Aluminiumhydroxychlorid/ Polyglykoläther-Komplex, wie er beispielsweise unter dem Handelsnamen  Glycoral  von der Firma Waverly Chemical Co. in den Handel gebracht wird.



   Auch Aluminium- und/oder Zinkphenolsulfat-, sulfobenzoat,- sulfoacetat oder -äthandisulfonat sind geeignete, alkohollösliche, schweisshemmend wirkende Substanzen.



  Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung auch Gemische der genannten oder anderer bekannter schweisshemmender alkohollöslicher Adstringentien eingesetzt werden.



   Den erfindungsgemässen Präparaten können, falls gewünscht, zur Erzeugung einer zusätzlichen desodorierenden Wirkung die für diesen Zweck bekannten antimikrobiellen Mittel, die eine Hemmung bzw. Abtötung der schweisszersetzenden Bakterien bewirken, zugesetzt sein. Hierbei seien insbesondere die substituierten Phenole genannt, beispielsweise das unter dem Trivialnamen Hexachlorophen bekannte 2,2 Dihydroxy-   3,3 ',5,5 ',6,6'-hexachlordiphenylmethan,    weiterhin 2,4-Dichlor-3,5-m-xylenol, p-Chlor-m-xylenol, 2,2'-Thiobis (4,6-dichlorphenol) (Bithionol), Trichloroxixylenol, Tetrabrom-o-cresol, 2-Benzyl-4-chlorphenol sowie halogenierte 2' Hydroxydiphenyläther, insbesondere   2,4,4'-Trichlor-2'-    hydroxydiphenyläther.

  Weitere in diesem Zusammenhang geeignete Substanzen sind halogenierte Anilide, beispielsweise Trichlorsalicylanilid, 3,5,4'-Tribromsalicylanilid,   3 ,5 ,3 '.4    Tetrachlorsalicylanilid, 2-Hydroxibenzoylanilide, 5-Halo-3 (trifluormethyl) -salicylanilide, halogensubstituierte Diphenylharnstoffe bzw. -thioharnstoffe, beispielsweise   3,3,4'-Trichlor-    carbanilid, Diguanide, insbesondere das unter dem Trivialnamen Chlorhexidin bekannte 2,6-Bis (4-chlorphenylbiguanido) hexan, 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniumadamantanchlorid oder Gemische dieser Substanzen untereinander oder mit anderen bekannten Bakteriziden. Der Anteil an Bakteriziden in den Aerosolzusammensetzungen nach der Erfindung liegt zweckmässig etwa 0,05 bis etwa 3   Gew.%.   



   Das erfindungsgemässe Antitranspirationsmittel in Aerosolform enthält üblicherweise eine weichmachende Substanz, ein sogenanntes Emolliens. Als derartige Substanzen werden insbesondere Fettalkohole, beispielsweise Cetylalkohol, Laurylalkohol, Myristylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol, 2-Octyldodecanol und deren Äther und Ester, die Ester höherer Fettsäuren, wie beispielsweise Isopropylmyristat und Äthylpalmitat sowie öl- und fettartige nichtionogene Tenside, insbesondere Äthylenoxidaddukte wie oxäthyliertes Lanolin oder oxäthylierte Fettalkohole eingesetzt.



   Diese weichmachend wirkenden Substanzen sind in den erfindungsgemässen Präparaten vorzugsweise in Mengen von etwa 1 bis etwa 10   Gew. %   der Gesamtzusammensetzung enthalten.



   Quantitative Hauptbestandteile des Antitranspirationsmittels nach der Erfindung sind Alkohol, vorzugsweise Äthylalkohol und/oder Isopropylalkohol als Lösungsmittel und das Aerosoltreibmittel. Letzteres kann auch als Gemisch verschiedener Treibmittel vorliegen.



   Als einsetzbare Treibmittel seien beispielsweise genannt: Dichlordifluormethan, Monochlortrifluormethan, Monochlordifluormethan, Monochlordifluoräthan, Dichlortetrafluor äthan, Difluoräthan, Octafluorcyclobutan, Propan, Butan, Monofluordichloräthan,   Trichlortrifluoräthan,    Trichlorfluormethan, Dichlormonofluormethan und Vinylchlorid. Es können, wie bereits gesagt, selbstverständlich auch entsprechende Treibmittelgemische eingesetzt werden; die hier beispielhaft genannten höhersiedenden Fluormethan- und  äthanderivate können selbstverständlich ausschliesslich in Gemischen mit niedrigsiedenden Treibgasen zum Einsatz gelangen. Besonders geeignete Treibmittel sind Dichlordifluormethan alleine oder im Gemisch mit Dichlortetrafluoräthan.

 

   Zweckmässig hat sich auch die Mitverwendung von Antigelierungsmitteln erwiesen; als solches ist beispielsweise ein saures Oleylätherphosphat, wie es unter dem Handelsnamen  Crodafos   N- 10    sauer  vertrieben wird, in Mengen von etwa 0,1 bis etwa 5   Gew. Cetc,    geeignet.



   Die Parfümierung ist selbstverständlich und bedarf keiner näheren Erläuterung.



   Im folgenden werden noch einige Rezepturbeispiele für das erfindungsgemässe, in einem Aerosolbehälter, der mit einer Schutzschicht aus einem Vinylchloridpolymerisat bzw. copolymerisat versehen ist, untergebrachte Antitranspirationsmittel in Aerosolform gegeben:  
Beispiel 1
40 Gewichtsteile einer Wirkstofflösung aus
2,00   Gew. %     Rehydrol A.S.C.  (Aluminiumhydroxi   chlorid- Propylenglycol-    Komplex),
0,17 Gew.% Hexachlorophen,
7,00 Gew. % Isopropylmyristat,
1,74 Gew. % Isopropylalkohol, und
77,09 Gew. % wasserfreiem Äthylalkohol wurden zusammen mit 60 Gewichtsteilen Dichloridfluormethan in eine Aluminiummonoblocdose abgefüllt, die mit einem pigmentierten Innenschutzlack aus 98 Gew. % Vinylchlorid und 2 Gew. % Vinylacetat ausgerüstet war.



   Beispiel 2
7 Gewichtsteile einer Wirkstofflösung aus
2,50 Gew.%  Rehydrol A.S.C.  (Aluminiumchlorhydroxid- Propylenglycol-Komplex),
0,12   Gew. %    Hexachlorophen,
5,25 Gew. %   IsopYopylmyristat,   
20,00 Gew. % Isopropylalkohol, und
69,78 Gew. % wasserfreiem Äthylalkohol wurden mit 30 Gewichtsteilen eines 60:40 Gemisches aus Dichlordifluormethan und Tetrafluordichloräthan in eine mit Polyvinylchlorid innenlackierte Aerosoldose aus Aluminium abgefüllt.



   Beispiel 3
50 Gewichtsteile einer Wirkstofflösung aus
5,00 Gew.%  Glycoral  (Aluminiumhydroxichlorid Polyglycoläther-Komplex),
0,20 Gew.% Tetrabrom-o-cresol,
3,50 Gew. % Äthylpaimitat,
1,50 Gew. % Siliconöl,
1,50   Gew.%     Crodafos N-10, sauer  (saueres Oleylätherphosphat),
1,30 Gew.% Parfumöl,
17,00   Gew. %    Isopropylalkohol, und
70,00 Gew. % wasserfreiem Äthanol wurden mit 50 Gewichtsteilen eines Treibmittelgemisches aus 20 Gew. % Propan/Butan und 80 Gew. % Dichlordifluormethan in eine Aluminiummonobloc-Aerosoldose gefüllt, deren Innenfläche mit einem pigmentierten Lack aus einem Copolymerisat von 98 Gew. % Vinylchlorid und 2 Gew. % Vinylacetat versehen war.

 

   Beispiel 4
35 Gewichtsteile einer Wirkstofflösung aus
5,5 Gew. % Zinkphenolsulfonat,
0,1   Gew. %    Hexachlorophen,
0,1 Gew. % Bromchlorophen,
2,0 Gew. % 2-Octyldodecanol,
1,5 Gew. % Siliconöl,
1,5 Gew. % Oleylalkohol,
1,3 Gew.% Parfumöl, und
88,0   Gew,%    wasserfreiem Äthylalkohol wurden mit 65 Gewichtsteilen   Dichlordifluorrnethan    in eine Aerosoldose aus Aluminium gefüllt, deren Innenseite miteinem Überzug auf Basis eines Copolymerisats aus 90 Gew.% Vinylchlorid und 10 Gew. % Methylacrylat versehen war. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Antitranspirationsmittel in Aerosolform, dadurch gekennzeichnet, dass es neben mindestens einem Treibmittel eine alkohollösliche, schweisshemmend wirkende Substanz in alkoholischer, im wesentlichen wasserfreier Lösung in einem Aerosolbehälter enthält, und dass die Innenfläche des Aerosolbehälters mit einer aus einem Homo- oder Copolymerisat von Vinylchlorid aufgebauten Schutzschicht versehen ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aerosolbehälter aus Aluminium hergestellt ist.
    2. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht aus einem Copolymerisat aus einem überwiegenden Anteil Vinylchlorid und einem geringen Anteil eines Acryl-, Methacryl- und/oder Vinylesters aufgebaut ist.
    3. Mittel gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymerisat aus 80-99,5 Gew. % Vinylchlorid und 0,5-20 Gew. % Vinylacetat gebildet ist.
    4. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht pigmentiert ist.
    5. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es die alkohollösliche, schweisshemmend wirkende Substanz in einem Mengenanteil von 0,5-12,5 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Behälterinhalts, enthält.
    6. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die alkohollösliche, schweisshemmend wirkende Substanz ein Komplex eines Aluminium- oder Zinksalzes ist.
    7. Mittel gemäss Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz ein Komplex von Aluminiumhydroxichlorid und einem Polyalkohol, vorzugsweise von Propylenglykol, ist.
    8. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel Aethyl- oder Isopropylalkohol ist.
    9. Mittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich mindestens eine antimikrobielle Substanz enthält.
CH1233871A 1971-08-23 1971-08-23 Antitranspirationsmittel in aerosolform. CH557175A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1233871A CH557175A (de) 1971-08-23 1971-08-23 Antitranspirationsmittel in aerosolform.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1233871A CH557175A (de) 1971-08-23 1971-08-23 Antitranspirationsmittel in aerosolform.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH557175A true CH557175A (de) 1974-12-31

Family

ID=4382079

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1233871A CH557175A (de) 1971-08-23 1971-08-23 Antitranspirationsmittel in aerosolform.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH557175A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998013014A1 (en) * 1996-09-27 1998-04-02 Unilever Plc Aerosol antiperspirant composition
WO2006050776A1 (en) * 2004-11-13 2006-05-18 Unilever Plc Antiperspirant aerosol product with packaging treated against corrosion
EP2298272A3 (de) * 2009-08-19 2015-07-01 Henkel AG & Co. KGaA Antitranspirant-Sprays

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998013014A1 (en) * 1996-09-27 1998-04-02 Unilever Plc Aerosol antiperspirant composition
WO2006050776A1 (en) * 2004-11-13 2006-05-18 Unilever Plc Antiperspirant aerosol product with packaging treated against corrosion
RU2391963C2 (ru) * 2004-11-13 2010-06-20 Унилевер Н.В. Антиперспирантный аэрозольный продукт с упаковкой, обработанной от коррозии
EP2298272A3 (de) * 2009-08-19 2015-07-01 Henkel AG & Co. KGaA Antitranspirant-Sprays

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0297310B1 (de) Desodorierende und antimikrobielle Zusammensetzung zur Verwendung in kosmetischen oder topischen Zubereitungen
DE3100064C2 (de) Kosmetisches Präparat zur Behandlung der Haut und des Haares
DE4429467C2 (de) Desodorierende kosmetische Mittel
DE2453139C2 (de) Antiperspirationsmittel
DE69610553T2 (de) Deodorant zusammensetzungen
DE2728921C3 (de) Verwendung von Farnesol als Bakteriostatikum in Körperdesodorantien
DE2749273A1 (de) Braeunendes sonnenschutzmittel
DE3686701T2 (de) Haarstabilisator.
DE4411664A1 (de) Neue desodorierende und antimikrobielle Zusammensetzungen zur Verwendung in kosmetischen oder topischen Zubereitungen
DE1134797B (de) Grundlage fuer Schminke
DE3239183C2 (de)
DE3302739A1 (de) Oxidationsstabiles mittel
DE2238695A1 (de) Antiperspirationsmittel in aerosolform
DE3120742A1 (de) Antiperspirans, das als antiperspirativen wirkstoff ein aluminiumchlorid und ein aluminium-zirkonium-hydroxychlorid enthaelt, sowie das verfahren zu dessen anwendung
DE69408148T2 (de) Reinigungszusammensetzungen die hydroxyalkanoatderivate enthalten
DE19924496A1 (de) Desodorierende Wirkstoffkombination und deren Verwendung
CH557175A (de) Antitranspirationsmittel in aerosolform.
DE2001127C3 (de) Spruhmittel zur Unterdrückung unerwünschter Transpiration
DE2442314C2 (de) Aerosol-Puderdesodorant
DE2304156A1 (de) Desodorans
DE1801840A1 (de) Stabile OEl-in-Wasser-Emulsion zur Hautpflege
DE4319546A1 (de) Desodorierende kosmetische Zubereitungen mit einem Gehalt an Glycerinmonocaprylat und/oder Glycerinmonocaprinat
DE2137036A1 (de) Desodorierende und anti-seborrhoische Haarmittel
EP0129014A1 (de) Desodorierendes kosmetisches Mittel
DE2456639B2 (de) Depot-deodorants

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased