CH586572A5 - Fume extractor for paint spray booth - sucks fumes through gap at back and under bottom of rectangular unit - Google Patents
Fume extractor for paint spray booth - sucks fumes through gap at back and under bottom of rectangular unitInfo
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Classifications
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Farbspritzanlage.
Farbspritzkabinen, Absaugwände und Farbspritzstände sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Da sich die eigentliche Farbnebelabsaugung im unteren Teil der Anlage vollzieht, wird auf einem grossen Teil der Filterfläche fast ausschliesslich Luft abgesogen. Dies bringt einerseits eine unterschiedliche Verschmutzung der Filter und damit eine ungleichmässige Filterwirkung mit sich und anderseits einen grossen Energiebedarf, um den Wärmeverlust durch die abgesaugte Luft zu ersetzen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Farbspritzanlage zu schaffen, bei welcher die vorerwähnten Nachteile vermieden werden, welche Anlage, obwohl klein in ihren Abmessungen, die gleiche Filterfläche und Filterwirkung aufweist wie grössere Anlagen. und welche bei geringem Abluftbedarf eine starke Saugkraft entwickelt.
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass ein vorne, seitlich und oben geschlossener Farbspritzstand im Abstand von einer Wand und im Abstand über einen Boden angeordnet ist, dass eine dem Boden zugekehrte Partie und eine der Wand zugekehrte Partie des Spritzstandes mindestens teilweise offen sind und dass zwischen diesen Partien und einem im Inneren des Standes sich befindlichen, mit einem Sauggebläse in Verbindung stehenden Hohlraum mindestens ein Filterträger mit einem Filterbelag vorgesehen ist, das Ganze derart, dass um den Farbspritzstand eine konzentrierte Luftströmung entsteht, welche zur Entfernung von Farbnebel und gasförmigen Lösungsmitteln dient.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Farbspritzanlage besteht der Filterträger aus einem zylindrisch ausgebildeten Drahtgewebe, welches den Hohlraum umschliesst und in den Seitenwänden des Spritzstandes drehbar gelagert ist. Zur Entfernung und Reinigung bzw. zum Ersetzen des Filterbelages kann der Deckel des Spritzstandes abgenommen werden. Zweckmässig wird auch eine vordere Prallwand abnehmbar gestaltet und der Stand mit Rollen versehen, damit er fahrbar ist. Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des Farbspritzstandes weist zwei schubladenförmig ausgebildete Filterträger auf, welche von oben und von vorne in den Spritzstand eingeschoben sind.
Anhand der Zeichnung werden nachfolgend Ausführungsbeispiele einer Farbspritzanlage näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen vor einer Wand aufgestellten Farbspritzstand mit zylindrischem Filterträger,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Farbspritzstand gemäss Fig. 1 mit seitlich angebrachtem Gebläse,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Farbspritzstandes im Querschnitt, wobei der Filterträger quadratisch ist, und
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel eines Farbspritzstandes im
Querschnitt mit schubladenförmigen Filterträgern.
Der mobile Farbspritzstand gemäss den Fig. 1 und 2 hat einen quadratischen Querschnitt und umfasst einen aus
Profilstücken zusammengeschweissten, rechteckigen Trag rahmen 1 mit fest daran montierten Seitenwänden 2, an wel chen je eine ringförmige Manschette 6 angebracht ist. Eine wegnehmbare Prallwand 3 ist vorne am Spritzstand befestigt, und ein ebenfalls wegnehmbarer Deckel 4 schliesst den Stand oben ab. Der Stand ist unten 12 und hinten 13 offen.
Ein aus einem Drahtgeflecht bestehender Zylinder 5 ist drehbar beidseits über die Manschetten 6 gestülpt und um hüllt einen Hohlraum 16 im Inneren des Spritzstandes. Der
Hohlraum 16 steht mit einem seitlich am Stand angeordneten
Gebläse 7 in Verbindung, welches Gebläse 7 im Hohlraum 16 einen Unterdruck erzeugt. Der Spritzstand wird durch seine
Rollen 8 im Abstand b über dem Boden 9 gehalten.
Statt des Drahtgeflechtes könnte der Zylinder 5 auch aus einem Siebblech oder einem anderen luftdurchlässigen Material hergestellt sein.
Die Wirkungsweise des mobilen Farbspritzstandes ist die Folgende:
Zur Vorbereitung des Spritzstandes wird zuerst der Deckel 4 abgehoben und ein Filterbelag 10 auf den Zylinder 5 aufgezogen. Für den Filterbelag 10 kann beispielsweise Glasfiber, Stahlwolle, Holzwolle, Papier oder ein anderes bekanntes Filtermaterial, welches zweckmässig in Mattenform vorliegt, verwendet werden. Durch Drehen des Zylinders 5 wird der Filterbelag 10 von Hand über den ganzen Umfang gleichmässig verteilt. Um ein besseres Haften des Belages 10 auf der Zylinderoberfläche zu gewährleisten, kann diese geriffelt, gewellt oder auf andere Weise strukturiert sein. Ein späteres Reinigen der Prallwand 3 wird erleichtert, wenn diese vor dem Spritzen in bekannter Weise mit Papier oder einem Abzuglack abgedeckt wird.
Der so vorbereitete Spritzstand wird im Abstand w vor der Werkstattwand 11 aufgestellt und das Gebläse 7 in Gang gesetzt. Es entsteht nun eine konzentrierte Luftströmung L um den Spritzstand, welche ein schnelles und ein einwandfreies Abführen des anfallenden Farbnebels und Lacklösungsmittels gewährleistet. Ein Teil der Luft wird dem Deckel 4 entlang geführt, in den oberen, zwsichen der Wand 11 und dem Deckel 4 sich befindlichen Schlitz 14 gezogen und anschliessend durch den Filterbelag 10 in den Hohlraum 16 gesaugt. Ein weiterer Teil der Luft gelangt durch einen unteren, bodennahen Schlitz 15 ebenfalls in den Hohlraum 16.
Die festen Bestandteile des Farbnebels werden vom Filterbelag 10 gefangen, die gasförmigen Bestandteile und die Luft über das Gebläse 7 abgesaugt und ins Freie befördert.
Der in der Höhe gegenüber bekannten Spritzkabinen um etwa zwei Drittel reduzierte Spritzstand erlaubt, die Abluftmenge um mindestens die Hälfte zu reduzieren, was eine entsprechende Heizkosteneinsparung mit sich bringt. Dabei ist die Luftströmung um den Spritzstand konzentriert, so dass bei geringer Staubeinwirkung und geringer Abluftmenge eine starke Absaugleistung erreicht wird. Dank der zylindrischen Ausbildung des Filterträgers ist die wirksame Filterfläche mindestens gleich gross wie bei den Filter- oder Absaugwänden konventioneller Farbspritzanlagen. Bei den letzteren ist ausserdem die Verschmutzung der Filter sehr unterschiedlich, so dass diese hauptsächlich im unteren Teil häufig ausgewechselt werden müssen, währenddem sie oben mehr oder weniger sauber bleiben.
Beim vorliegenden Farbspritzstand mit zylindrischem Filter lässt sich eine gleichmässige Filterwirkung und ein gleichmässiger Verschmutzungsgrad dadurch erreichen, dass der Filterträger periodisch von Hand verdreht wird.
Der verschmutzte Filter kann auf einfache Weise entfernt und durch einen neuen ersetzt werden.
Die Grösse des Wandabstandes w und des Bodenabstandes b ist abhängig von den Abmessungen des Spritzstandes und von der Gebläseleistung. Günstige Luftströmungsverhältnisse werden erreicht bei Abständen w, b von 5-15 cm.
In der Fig. 3 ist ein im Querschnitt quadratischer Filterträger 17 dargestellt, welcher ebenfalls drehbar auf je eine Manschette 6 der Seitenwände 2 gelagert ist. Es sind aber auch weitere Filterträger denkbar, welche beispielsweise im Querschnitt dreieckig, fünfeckig usw. ausgebildet wären und welche auf gleiche oder ähnliche Weise drehbar im Spritzstand anzubringen wären. Der Filterträger könnte zweckmässig auch motorisch angetrieben sein und sich stetig drehen, um eine gleichmässige Filterwirkung zu erreichen.
Bei einer weiteren Ausführungsform des Farbspritz standes gemäss Fig. 4 sind zwei schubladenartig ausgebildete
Filterträger 18 von vorne und von oben in den Spritzstand eingeschoben. Die Filterträger 18 sind zwischen den offenen Partien 12, 13 des Standes und seinem inneren, mit dem Gebläse 7 verbundenen Hohlraum 16 angeordnet. Auch bei dieser Ausführungsform lässt sich der Filterbelag 10 rasch und bequem auswechseln.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemässe Farbspritzanlage den gestellten Forderungen vollumfänglich gerecht wird. Durch die konzentrierte Luftströmung wird eine sehr starke Absaugung erreicht, welche zu einem guten Arbeitsklima beiträgt und den Spritzstand als umweltfreundlich erscheinen lässt. Im Betrieb und Unterhalt ist die Spritzanlage billiger als bekannte grössere Anlagen mit gleicher Filterleistung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHFarbspritzanlage, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorne, seitlich und oben geschlossener Farbspritzstand im Abstand (w) von einer Wand (11) und im Abstand (b) über einem Boden (9) angeordnet ist, dass eine dem Boden (9) zugekehrte Partie (12) und eine der Wand (11) zugekehrte Partie (13) des Spritzstandes mindestens teilweise offen sind, und dass zwischen diesen Partien (12, 13) und einem im Inneren des Standes sich befindlichen, mit einem Sauggebläse (7) in Verbindung stehenden Hohlraum (16) mindestens ein Filterträger (5, 17, 18) mit einem Filterbelag (10) vorgesehen ist, das Ganze derart, dass um den Farbspritzstand eine konzentrierte Luftströmung (L) entsteht, welche zur Entfernung von Farbnebel und gasförmigen Lösungsmitteln dient.UNTERANSPRÜCHE 1, Farbspritzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterträger (5, 17) den Hohlraum (16) umhüllt und an Seitenwänden (2) des Farbspritzstandes drehbar gelagert ist.2. Farbspritzanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterträger ein Zylinder (5) oder ein im Querschnitt vieleckiges Element (17) ist, welcher bzw. welches über an den Seitenwänden (2) angebrachte Manschetten (6) gestülpt ist.3. Farbspritzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Filterträger (18) schubladenförmig ausgebildet ist und von oben oder von vorne in den Spritzstand eingeschoben ist.4. Farbspritzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Prallwand (3) und ein Deckel (4) des Spritzstandes wegnehmbar sind.5. Farbspritzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (b) vom Boden (9) durch in der Höhe verstellbar angeordnete Rillen (8) gegeben ist.6. Farbspritzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände (w, b) zwischen 5 cm bis 15 cm betragen.7. Farbspritzanlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Filterträger (18) schubladenförmig ausgebildet sind und von oben bzw. von vorne in den Spritzstand eingeschoben sind.
Priority Applications (7)
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