Gegenstand der Erfindung ist ein Waschmittel für organische Materialien, das Bis-stilbenverbindungen enthält.
Bereits früher waren Bis-stilbenverbindungen und ihre Verwendungsmöglichkeit als optische Aufheller bekanntgeworden, wie z. B. das Distyrylbenzol und dessen Substitutionsprodukte (französische Patentschriften 1 274446 und 1 415 977, schweizerische Patentschrift 366 512). Obwohl auch das unsubstituierte Distyrylbiphenyl als Stoff bekannt war, sind substituierte Distyrylbiphenyle bislang nicht bekanntgeworden, vor allem aber ihre überlegenen Eigenschaften als optische Aufhellmittel im Vergleich zu den genannten verwandten Verbindungen nicht erwartet.
Es wurde nunmehr gefunden, dass eine spezifische Auswahl aus diesen Verbindungen sich hervorragend als optische Aufheller in Waschmitteln eignet
Das erfindungsgemässe Waschmittel ist nun dadurch gekennzeichnet, dass es als Komponente mindestens eine Bisstilbenverbindung der Formel
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worin A einen a-Naphthyl-, -Naphthyl-, 4-Diphenylylrest oder einen Rest der Formel
EMI1.2
darstellt, worin X, Wasserstoff, Methyl, tert. Butyl, Halogen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, N,N-Dialkylsulfamyl, Alkoxysulfonyl, eine Sulfonylgruppe, die Carboxylgruppe sowie deren Salze, Ester oder Amide, X2 Wasserstoff, Methyl, tert.
Butyl, Halogen, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und X3 Wasserstoff, Methyl oder Halogen bedeutet, M ein Kation und Y ein Wasserstoffatom, Halogen, eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe oder eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkoxygruppe darstellt, enthält
Unter den vorstehend erwähnten funktionellen Derivaten von Carbonsäuren, d. h. Salzen, Estern und Amiden sind vor allem die Alkylester mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, Aralkylester mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil (Aryl meist durch Phenyl vertreten) und Phenylester von Bedeutung, während bei den Amiden die unsubstituierte Amidgruppe -CONH2 sowie Mono- und Dialkyl-amide (1 bis 18 Kohlenstoffatome enthaltend), Cycloalkylamide, Amide vom Morpholid-Typus, Phenylalkylamide (1 bis 4 Kohlenstoffatome im Alkylteil) und Anilid-Typen Erwähnung verdienen.
Unter den Sulfonen verdienen Phenylsulfon und Alkylsulfone mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe besondere Erwähnung. Als Salze kommen die der Alkalimetalle (z. B. Na, K) und des Ammoniums, Aminsalze wie z. B. der Alkylamine, Alkanolamine (Triäthanolamin) und Pyridinsalze besonders in Betracht. Gegebenenfalls können auch Erdalkalisalze (z. B. Ca, Ba) verwendet werden.
Von bevorzugter Bedeutung sind Verbindungen im Rahmen der Formel (1), welche die Sulfonsäuregruppe in o-Position zur Stilbendoppelbindung enthalten, und somit der Formel
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entsprechen, worin Al einen a-Naphthyl-, ss-Naphthyl-l 4-Di Dhenvlvlrest oder einen Rest der Formel
EMI1.4
darstlt, worin X1, Wasserstoff, Methyl, tert. Butyl, Fluor, Chlor, Alkoxy mit je 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, N,N-Dialkylsulfamyl mit je 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen, Alkoxysulfonyl mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe, eine Sulfonylgruppe, die Carboxylgruppe sowie deren Salze, Ester oder Amide mit bis zu insgesamt 12 Kohlenstoffatomen in den Ester- oder Amidgruppen, X; Wasserstoff, Methyl, tert.
Butyl, Fluor, Chlor, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und X3 Wasserstoff, Methyl, Fluor oder Chlor bedeutet, M ein Kation und Y, ein Wasserstoffatom.
Fluor, Chlor, eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe oder eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkoxygruppe darstellt.
Praktisch interessante Untergruppen von Verbindungen gemäss Formel (1) entsprechen den Formeln
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In diesen Formeln bedeuten X4 Wasserstoff, Methyl, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, N,N-Dialkylsulfamyl mit je 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylgruppen oder Chlor, X5 Wasserstoff, Methyl, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Chlor, X6 Wasserstoff oder Methyl, Xi Wasserstoff, Methyl, Methoxy, N,N-Dialkylsulfamyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylgruppen oder Chlor, X; Wasserstoff, Methyl oder Chlor und MX ein Kation aus der Gruppe Wasserstoff, Alkalimetall, Ammonium- oder Aminsalzion.
Die Bis-stilben-Verbindungen der Formel (1) und der untergeordneten Formeln können analog an sich bekannten Methoden hergestellt werden. Im allgemeinen verfährt man so, dass man etwa 1 Moläquivalent einer Verbindung der Formel
EMI2.2
mit etwa 1 Moläquivalent einer Verbindung der Formel
EMI2.3
und etwa einem Moläquivalent einer Verbindung der Formel (7) Z2-A umsetzt, wobei eines der Symbole Zl und Z2 eine O=CH-Gruppe und das andere eine der Gruppierungen der Formeln
EMI2.4
EMI2.5
bedeuten, worin R einen gegebenenfalls weitersubstituierten Alkylrest, vorzugsweise einen solchen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, einen Arylrest, vorzugsweise Phenylrest, einen Cycloalkylrest, vorzugsweise einen Cyclohexylrest oder einen Aralkylrest, vorzugsweise Benzylrest, darstellt.
Demgemäss kann man beispielsweise Dialdehyde der Formel
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mit monofunktionellen Verbindungen der Formel
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bzw. (14) V-A oder Monoaldehyde der Formel
EMI2.8
bzw. (16) HOC A mit bifunktionellen Verbindungen der Formel
EMI2.9
umsetzen, wobei Y, M und A die angegebene Bedeutung haben und V einen der phosphorhaltigen Substituenten der Formeln (8), (9), (10) oder (11) bedeutet.
Die hierbei als Ausgangsstoffe benötigten Phosphorverbindungen der Formeln (13), (14) und (17) werden in an sich bekannter Weise erhalten, indem man Halogenmethylverbindungen, vorzugsweise Chlormethyl- oder Brommethylverbindungen, der Formel
EMI3.1
mit Phosphorverbindungen der Formeln
EMI3.2
umsetzt In diesen Formeln hat R die angegebene Bedeutung, wobei an Sauerstoff gebundene Reste R vorzugsweise niedrige Alkylgruppen, unmittelbar an Phosphor gebundene Reste R dagegen vorzugsweise Arylreste wie Benzolreste sind. Die Phosphorverbindung der Formel (10) kann auch durch Umsetzung von Halogenmethylverbindungen, vorzugsweise Chlormethyl- oder Brommethylverbindungen der Formeln (18), (19) oder (20) mit p-Chlordiphenylphosphin und nachträglicher Umsetzung mit einem Alkohol der Formel R-OH (Bedeutung von R wie vorstehend definiert), z. B. mit Methanol bzw.
mit Wasser erhalten werden.
Für die Herstellung von Verbindungen gemäss Formel (2) kommt insbesondere diejenige der vorstehend genannten Verfahrensvarianten in Betracht, gemäss welcher man etwa 1 Moläquivalent einer Verbindung der Formel
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mit je etwa einem Moläquivalent einer Verbindung der Formel
EMI3.4
A-0110 (7) umsetzt, wobei Y, M und A die vorstehend angegebene Bedeutung haben und Z1 eine Gruppierung der Formeln
EMI3.5
bedeutet, worin R einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cyclaolkyl-, Aryl- und Aralkylrest darstellt
Eine Variante von besonderer praktischer Bedeutung besteht darin, dass als Diphenylkomponenten gemäss Formel (5) solche verwendet werden, die der Formel
EMI4.1
entsprechen, worin Rt eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Man führt das Herstellungsverfahren vorteilhaft in indifferenten Lösungsmitteln durch. Als Beispiele hierfür seien Kohlenwasserstoffe wie Toluol und Xylol oder Alkohole wie Methanol, Äthanol, Isoporpanol, Butanol, Glykole, Glykoläther wie 2-Methoxyäthanol, Hexanole, Cyclohexanol und Cyclooctanol, ferner Äther wie Diisopropyläther, Tetrahydrofuran und Dioxan sowie Dimethylsulfoxyd, Formamid und N-Met hylpyrrolidon genannt. Besonders geeignet sind polare organische Lösungsmittel wie Dimethylformamid und Dimethyl sulfoxid. Auch in wässeriger Lösung lassen sich einige der
Umsetzungen durchführen.
Die Temperatur, bei welcher die Umsetzung durchgeführt wird, kann in weiten Grenzen schwanken. Sie wird be stimmt a) durch die Beständigkeit des verwendeten Lösungsmittels gegenüber den Reaktionsteilnehmern, insbesondere gegenüber den stark basischen Alkaliverbindungen, ss) durch die Reaktivität der Kondensationspartner und y) durch die Wirksamkeit der Kombination Lösungsmittel Base als Kondensationsmittel.
In der Praxis kommen hiernach im allgemeinen Temperaturen zwischen etwa 10 und 100 "C in Betracht, insbesondere wenn Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid als Lösungsmittel verwendet werden. Der Temperatur-Vorzugsbereich liegt bei 20 bis 60 C. Es können jedoch unter Umständen auch höhere Temperaturen angewandt werden, wenn dies aus Gründen der Zeitersparnis erwünscht ist, oder ein weniger aktives, dafür aber billigeres Kondensationsmittel eingesetzt werden soll: Grundsätzlich sind somit auch Reaktionstemperaturen im Invervall von 10 bis 180 "C möglich.
Als stark basische Alkaliverbindungen kommen vor allem die Hydroxyde, Amide und Alkoholate (vorzugsweise solche primärer, 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltender Alkohole) der Alkalimetalle in Betracht, wobei aus ökonomischen Gründen solche des Lithiums, Natriums und Kaliums von vorwiegendem Interesse sind. Es können jedoch grundsätzlich und in besonderen Fällen auch Alkalisulfide und -carbonate, Arylalkaliverbindungen wie z. B. Phenyl-lithium, oder stark ha- sische Amine (einschliesslich Ammoniumbasen, z. B. Trialkyl ammoniumhydroxyde) mit Erfolg verwendet werden.
Nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren werden infolge Konkurrenzreaktion der drei Reaktionspartner primär meist Mischungen aus asymmetrisch substituierten Bisstilben-Verbindungen gemäss Formel (1) und den beiden korrespondierenden symmetrisch substituierten Bis-stilbenen erhalten. Die Trennung dieser Komponenten kann aufgrund ihres unterschiedlichen Lösungsverhaltens in Wasser erfolgen, indem die wasserunlösliche Verbindung durch Filtration abgetrennt wird. Die im Filtrat verbleibenden wasserlöslichen Verbindungen können dann aufgrund ihrer verschieden grossen Wasserlöslichkeit getrennt werden.
Die Verbindungen der Formel (1) werden als optische Aufheller in den erfindungsgemässen Waschmitteln verwendet.
Zu den Waschmitteln werden die Aufheller vorteilhaft in irgendeiner Phase des Herstellungsprozesses der Waschmit tel, z. B. der sogenannten slurry vor dem Zerstäuben dem Waschpulver oder bei der Vorbereitung flüssiger Waschmit telkombinationen, zugesetzt. Die Zugabe kann sowohl in Form einer Lösung oder Dispersion in Wasser oder anderen Lösungsmitteln als auch ohne Hilfsmittel als trockenes Aufhellerpulver erfolgen. Man kann das Aufhellmittel beispielsweise mit den waschaktiven Substanzen vermischen, verkneten oder vermahlen und so dem fertigen Waschpulver zumischen. Es kann jedoch auch gelöst oder vordispergiert auf das fertige Waschmittel aufgesprüht werden.
Die erfindungsgemässen Waschmittel enthalten die bekannten Mischungen von Waschaktivsubstanzen wie beispielsweise Seife in Form von Schnitzeln und Pulver, Synthetika, lösliche Salze von Sulfonsäurehalbestern höherer Fettal kohole, höheren und/oder mehrfach alkylsubstituierter Arylsulfonsäuren, Sulfocarbonsäureester mittlerer bis höherer Al kohole, Fettsäureacylaminoalkyl- oder -aminoarylglycerinsulfonate, Phosphorsäureester von Fettalkoholen usw. Als Aufbaustoffe, sogenannte Builders , kommen z. B. Alkalipolyund Polymetaphosphate, Alkalipyrophosphate, Alkalisalze der Carboxymethylcellulose und andere soilredepositionsinhibitoren , ferner Alkalisilikate, Alkalicarbonate, Alkaliborate, Alkaliperborate, Nitrilotriessigsäure, Äthylendiamintetraessigsäure, Schaumstabilisatoren wie Alkanolamide höherer Fettsäuren, in Betracht.
Ferner können in den Waschmitteln beispielsweise enthalten sein: Antistatische Waschmittel, rückfettende Hautschutzmittel wie Lanolin, Enzye, Antimikro bika, Parfüme und Farbstoffe.
Die neuen optischen Aufheller werden in Mengen von 0,001 bis 1% oder mehr, bezogen auf das Gewicht des flüssigen oder pulverförmigen, fertigen Waschmittels, zugesetzt.
Die erfindungsgemässen Waschmittel haben gegenüber aufhellerfreien Waschmitteln ein bei Tageslicht stark verbessertes weisseres Aussehen.
In den nachfolgenden Herstellungsvorschriften und Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.
Herstellungsvorschriften für die optischen Aufheller
A) Zu einer gut gerührten Suspension von 49,2 g Kalium hydroxydpulver (etwa 91 91%ig) in 200 ml wasserfreiem Dimet- hylformamid wird unter Verdrängung der Luft durch Stickstoff eine Mischung von 45,5 g 4,4'-Bis-(diäthoxyphosphono- methyl)diphenyl, 14,1 g 2-Chlorbenzaldehyd und 21,2 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure (mit einem Gehalt entsprechend etwa 88% freier Sulfonsäure) in 150 ml Dimethylformamid eingetragen. Die Temperatur steigt auf 45 "C an und wird durch Eiskühlung bei 40 bis 45 "C gehalten. Dann wird noch während 2er Stunden bei 40 bis 45 "C nachgerührt.
Man giesst das Reaktionsgemisch auf 2,5 1 destilliertes Wasser von etwa 70 "C. Zur entstandenen, trüben Lösung gibt man etwa 1 kg Eis, wobei die Temperatur der blassgel ben Suspension auf etwa 25 "C fällt. Durch Zugabe von 37%iger Salzsäure wird der pH-Wert der Suspension auf etwa 7 gestellt, noch eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt, abgenutscht und das Produkt mit 230/obiger Natriumchloridlösung gewaschen.
Das Produkt wird in 750 ml Dimethylformamid siedend gelöst, die trübe Lösung klärfiltriert und das Filtrat abgekühlt. Das auskristallisierte Produkt wird durch Filtration entfernt, das klare Filtrat mit 750 ml destilliertem Wasser versetzt, zum Sieden erhitzt, klärfiltriert und das Filtrat abgekühlt. Das auskristallisierte Produkt wird abgenutscht und unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 10,6 g der Verbindung der Formel
EMI5.1
in Form eines Natrium/Kaliumsalz-Gemisches als blassgelbes Kristallpulver.
Zur Herstellung der Verbindung Nr. (27) (vorstehend) kann mit gleich guten Ergebnissen anstelle des vorstehend verwendeten 414-Bis-(diäthoxyphosphonsmethyl)-diphenyls auch die äquivalente Menge des 4,4'-Bis-(dimethoxyphospho nomethyl)-diphenyls verwendet werden. Ebensogut kann als alkalisches Kondensationsmittel anstelle von Kaliumhydroxid Natriumhydroxid eingesetzt werden. Schliesslich kann anstelle von Dimethylformamid auch Dimethylsulfoxyd als Lösungsmittel verwendet werden.
Das vorgenannte 4,4¯Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-di- phenyl der Formel
EMI5.2
kann durch Reaktion von 4,4'-Bis-chlormethyldiphenyl mit Tri äthylphosphit bei etwa 140 "C unter Abspaltung von 2 Mol Äthylchlorid erhalten werden.
In analoger Weise erhält man das 4,4'-Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-diphenyl der Formel
EMI5.3
durch Umsetzung von 4,4'-Bis-chlormethyldiphenyl mit Trimethylphosphit bei etwa 115 "C unter Abspaltung von Methylchlorid.
B) Man verfährt wie in Beispiel 1 beschrieben, verwendet jedoch anstelle von 2-Chlorbenzaldehyd 3-Chlorbenzaldehyd. Die Aufarbeitung des rohen Reaktionsgemisches geschieht wie folgt:
Der Nutschkuchen wird in einer Mischung von 500 ml Dimethylformamid und 500 ml destilliertem Wasser auf Siedetemperatur erhitzt, die trübe Lösung klärfiltriert, das klare Filtrat mit 5 g Natriumchlorid versetzt, abgekühlt und das auskristallisierte Produkt abfiltriert. Dieses wird in 1 Äthanol siedend gelöst, klärfiltriert, abgekühlt, durch Filtration isoliert und unter Vakuum bei 100 bis 110 "C getrocknet.
Ausbeute: 4,8 g der Verbindung der Formel
EMI5.4
in Form eines Natrium/Kaliumsalz-Gemisches als blassgelbes Kristallpulver.
In ähnlicher Weise wie in den vorstehenden Beispielen be schrieben, können die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Bis-stilben-Verbindungen der Formel
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in Form von Natrium/Kaliumsalz-Gemischen dargestellt werden. Verfährt man gemäss Beispiel 3, so erhält man die entsprechenden Natriumsalze Tabelle I
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<tb> Nr. <SEP> R
<tb> <SEP> 1 <SEP> - <SEP> .
<tb>
<SEP> az
<tb> <SEP> 1
<tb> <SEP> -cH3
<tb> <SEP> 34
<tb> <SEP> H3C
<tb> <SEP> 3
<tb> <SEP> siiso,N
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> i
<tb> <SEP> 36 <SEP> 1
<tb> <SEP> z
<tb> <SEP> 37
<tb> <SEP> C1
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<tb> <SEP>
<tb> <SEP> 39 <SEP> ì <SEP> OCH3
<tb>
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<tb> <SEP> Nr. <SEP> R
<tb> <SEP> Nr. <SEP> | <SEP> R
<tb> <SEP> C1
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<tb> <SEP> cl
<tb> <SEP> I
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<tb> <SEP> 41
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<tb> <SEP> 42 <SEP> 1 <SEP> <
<tb> <SEP> 01130 <SEP> OCH
<tb> <SEP> 1
<tb> <SEP> 43
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<tb> <SEP> ti
<tb> <SEP> ci
<tb> 45 <SEP> ss <SEP> 9
<tb> <SEP> CH3
<tb> C) 103 g einer methanolischen Natriummethylat-Lösung mit einem Gehalt von 25,2% Natrium-methylat, hergestellt durch Auflösen von Natrium in absolutem Methanol werden unter Vakuum zur Trockene eingedampft.
Das so erhaltene Natriummethylatpulver (handelsübliches Na-methylat ist gleichfalls verwendbar) wird unter Rühren und Verdrängung der Luft durch einen Stickstoffstrom in 100 ml Dimethylformamid suspendiert. Hierzu wird eine etwa 60 "C warme Lösung von 79,6 g 4,4'Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-diphe 42,4 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure (Gehalt etwa 98%) und 28,7 g 2-Chlor-benzaldehyd in 300 ml Dimethylformamid im Verlauf von etwa 15 Minuten unter gutem
Rühren zugetropft. Die Temperatur steigt auf 45 "C an und wird durch Eiskühlung bei 40 bis 45 "C gehalten. Dann wird noch während 2er Stunden bei 40 bis 45 OC gerührt.
Man gibt 400 ml Dimethylformamid und 520 ml Wasser zum Reaktionsgemisch, neutralisiert mit wenig konzentrierter Salzsäure, erhitzt zum Sieden, filtriert die trübe Lösung durch eine Drucknutsche und wäscht mit einer siedenden Mischung von 400 ml Dimethylformamid und 260 ml Wasser.
Das klare Filtrat wird abgekühlt, das auskristallisierende Produkt abgenutscht und unter Vakuum bei 100 bis 110 "C getrocknet.
Man erhält etwa 41,8 g der Verbindung der Formel
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welche durch Umkristallisation aus Dimethylformamid-Wasser-Gemisch (6 :4) weiter gereinigt werden kann.
Vorstehende Verfahrensweise kann auch derart abgewandelt werden, dass man das 4,4'-Bis-(dimethoxyphosphonomet hylrdiphenyl, das Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure und den 2-Chlorbenzaldehyd in 400 ml Dimethylformamid verlegt und das Natrium-methylat unter Rühren einträgt
Die Verbindung der Formel (46) kann in an sich bekannter Weise beispielsweise durch Erhitzen in trockenem Chlorbenzol mit überschüssigem Thionylchlorid und einer katalytischen Menge Dimethylformamid auf etwa 100 "C, in entsprechende Sulfochlorid überführt werden. Daraus kann in an sich bekannter Weise beispielsweise durch Erhitzen in Dimethylformamid das Dimethylammoniumsalz oder durch Erhitzen in Pyridin das Pyridiniumsalz erhalten werden.
In entsprechender Weise können die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Bis-Stilben-Verbindungen der Formel
EMI8.2
dargestellt werden.
Tabelle II
EMI8.3
<tb> <SEP> N <SEP> . <SEP> R
<tb> <SEP> 48 <SEP> COOCH.
<tb> <SEP> 48 <SEP> vCOOCH3
<tb> 49
<tb> <SEP> c
<tb> <SEP> COOCH.3
<tb> 50 <SEP> -S02CH,
<tb> <SEP> I
<tb> 51
<tb> <SEP> F
<tb> 52 <SEP> < >
<tb>
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i <SEP> i <SEP>
<tb> <SEP> Nr. <SEP> R
<tb> <SEP> 53
<tb> <SEP> 53 <SEP> <
<tb> <SEP> COOlI
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<tb> <SEP> C1
<tb> <SEP> CH
<tb> <SEP> 3
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<tb> <SEP> 3
<tb> <SEP> CH.
<tb>
<SEP> 56
<tb> <SEP> ROCK.
<tb>
<SEP> 57 <SEP> c113
<tb> <SEP> cl
<tb> <SEP> OCII
<tb> <SEP> 58
<tb> <SEP> CHSO
<tb> <SEP> 59 <SEP> ob
<tb> <SEP> 60
<tb> <SEP> cOOo <SEP> 11
<tb> <SEP> 2 <SEP> 5
<tb>
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<tb> Nr. <SEP> R
<tb> 61
<tb> <SEP> COO CH( <SEP> CH) <SEP> ) <SEP> 2
<tb> 62 <SEP> <
<tb> <SEP> COOC <SEP> 4119
<tb> 63
<tb> <SEP> OCH2CH2CH2 <SEP> H3
<tb> 64 <SEP> vCH3
<tb> <SEP> H3C <SEP> CH3
<tb> 65 <SEP> sO <SEP> 202H5
<tb> <SEP> L25
<tb> 66
<tb> <SEP> CH,
<tb> <SEP> I <SEP> CK
<tb> <SEP> 3
<tb> <SEP> H.C
<tb> <SEP> cl'
<tb> 68 <SEP> M2011
<tb> <SEP> 3
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<tb> Nr.
<SEP> R
<tb> 69
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<tb> <SEP> H,C
<tb> 70 <SEP> iOCH3CH,
<tb> <SEP> NOCH;
<tb> <SEP> 71
<tb> <SEP> OCH3
<tb> <SEP> OH
<tb> <SEP> /25
<tb> <SEP> 72 <SEP> 7- <SEP> -SO,N
<tb> <SEP> C2H5
<tb>
In entsprechender Weise können die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Bis-stilben-Verbindungen der Formel
EMI11.2
hergestellt werden.
EMI12.1
<tb> Nr. <SEP> R <SEP> R2
<tb> <SEP> Cl
<tb> <SEP> 74 <SEP> ¹
<tb> Nr <SEP> .
<SEP> K1 <SEP> R2
<tb> <SEP> 74 <SEP> > <SEP> < >
<tb> <SEP> NtiO3S
<tb> <SEP> eH,
<tb> <SEP> 75 <SEP> NaO5S <SEP> OH
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<tb> <SEP> ci
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<tb> <SEP> NaO,S
<tb> <SEP> I
<tb> <SEP> 78 <SEP> C1 < F <SEP> cl
<tb> <SEP> N;tO <SEP> jS
<tb> <SEP> )
<tb> <SEP> OCH
<tb> <SEP> 79 <SEP> C19 <SEP>
<tb> <SEP> NaO3S
<tb> Die verwendeten Sulfobenzaldehyde können in an sich bekannter Weise durch Sulfierung der entsprechenden Benzaldehyde mit Oleum mit 660/0 SO3-Gehalt erhalten werden.
Die Isolierung und Reinigung erfolgt über das Bariumsalz.
D. 55,5 g Disulfochlorids der Formel
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werden in 1500 ml wasserfreiem o-Dichlorbenzol bei 80 "C gelöst. Im Verlauf von 15 Minuten werden 15,6 g einer 28,90/eigen wasserfreien, äthanolischen Dimethylaminlösung zugetropft. Es wird noch eine Stunde bei 75 bis 80 "C nachgerührt, durch eine Drucknutsche filtriert, das Filtrat gekühlt und das auskristallisierte Produkt abgenutscht Das abgenutschte Produkt wird in 500 ml Pyridin 1 Stunde bei Rückflusstemperatur gekocht, die trübe Lösung klärfiltriert, das Filtrat gekühlt und das auskristallisierte Produkt abgenutscht.
Dieses Produkt wird in 200 ml Wasser aufgekocht, mit Natronlauge alkalisch gemacht, mittels einer Drucknutsche klärfiltriert, das Filtrat auf 50 "C gekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und unter Vakuum bei 100 bis 110 "C getrocknet.
Man erhält die Verbindung der Formel
EMI13.1
als gelbes Pulver.
Das Disulfochlorid der Formel (80) wurde aus der Verbindung der Formel
EMI13.2
durch Umsetzung mit Thionylchlorid unter Zusatz einer katalytischen Menge Dimethylformamid in wasserfreiem Chlorbenzol bei 95 bis 100 "C erhalten.
Die Verbindung (82) kann beispielsweise erhalten werden durch Kondensation von 1 Mol 4,4-BisAdiäthoxyphospho- nomethyl > diphenyl mit 2 Mol Natriumsalz des 2-Sulfobenzaldehyds in Dimethylformamid in Gegenwart von etwa 8 Mol Kaliumhydroxidpulver (etwa 900/oig).
Waschmittelbeispiel Waschmittel, enthaltend 15,7% Alkylarylsulfonat
3,7% Fettalkoholsulfonat
2,7% Kokossäuremonoäthanolamid 39,0% Natriumtripolyphosphat 4,00/0 Natriumsilikat
2,0% Mg-Silikat
1,0% Carboxymethylcellulose
0,5% Äthylendiamintetraessigsäure (EDTA), Na-Salz
6,7% Wasser 0,1-0,4% des Aufhellers der Formel (27) ad 100% Natriumsulfat
Dieses Waschmittel besitzt einen wesentlich weisseren Aspekt als dasselbe Mittel ohne Aufhellerzusatz.
Bei seiner Verwendung zum Waschen von textilen Geweben wird ein guter Aufhellereffekt erreicht.
Ähnlich gute Ergebnisse werden erzielt, wenn das oben beschriebene Waschmittel statt des Aufhellers der Formel (27) einen solchen der Formeln (30), (32), (33), (34),' (36), (38), (39), (42), (44), (45), (46) oder (56) enthält.