Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein abgeteilter faltbarer Beutel für feste und flüssige Stoffe.
Der Beutel dient zur Aufnahme von Flüssigkeiten, halbfesten Stoffen (z.B. Gelees) sowie festen Stoffen wie beispielsweise Puder. Insbesondere handelt es sich um Zubereitungen der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie.
Derartige Zubereitungen werden häufig in Portionspakkungen angeboten. Dabei ergibt sich oft, dass in bestimmten Fällen nur die Verwendung einer kleineren Portion (beispielsweise nur die halbe Portion) erforderlich ist oder gewünscht wird. Wird aber aus einer üblichen Beutelpackung eine kleinere Menge entnommen, so ist es sehr schwierig, diese kleinere Menge richtig zu dosieren und ausserdem danach den Beutel wieder so zu verschliessen, dass der verbleibende Inhalt nicht ausläuft bzw. seine volle Wirksamkeit behält, was insbesondere bei Flüssigkeiten von Bedeutung ist, deren Substanzen sich unter Luftzufuhr verflüchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obgenannten Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Beutel aus mindestens zwei abgeschlossenen Kammern besteht und für jede Kammer zwei Öffnungen vorgesehen sind.
In diesem Beutel wird eine bestimmte Menge der Zubereitung (beispielsweise eine volle Portion) in mehreren Kammern in kleinere Portionen unterteilt, so dass im Bedarfsfalle die so bereits fertigdosierte kleinere Menge leicht und einfach zu entnehmen ist. Soll hingegen die ganze Portion verwendet werden, so ist der Inhalt des gesamten Beutels durch einen Öffnungsvorgang ebenfalls sofort zugängig.
Im folgenden werden anhand der beiliegenden Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht des Beutels,
Fig. 2 einen Querschnitt des Beutels,
Fig. 3 eine Faltung eines Zweikammerbeutels,
Fig. 4 eine Faltung eines Vierkammerbeutels.
Die Fig. 1 zeigt einen solchen Beutel, der aus den Kammern A, B und C besteht, in der Draufsicht. Die Beuteloberund -unterseiten sind an den Seitenrändern 3 und 4, die im allgemeinen einen mehrere Millimeter breiten (zum Beispiel 1 bis 10, vorzugsweise 3 bis 6 mm) Streifen bilden, verschlossen und durch die beiden Mittelränder 5, die ebenfalls wie oben angegeben im allgemeinen als Streifen ausgebildet sind, in die für sich vollständig abgeschlossenen drei Kammern unterteilt.
An der einen Seitenwand 3 befinden sich beispielsweise die Einkerbungen 2, die die Öffnungsstellen 1 anzeigen. Pro Kammer sind zwei Einkerbungen, d.h. zwei Öffnungsmöglichkeiten vorgesehen.
Diese Öffnungsmöglichkeiten 1 können beispielsweise darüber hinaus durch Perforieren oder Druckzeichnung auf der Ober- und der Unterseite des Beutels markiert sein.
Zweckmässig erfolgt die Öffnung durch Einreissen oder Einschneiden jeweils schräg nach dem benachbarten Randstreifen. Vorzugsweise bildet daherjede Öffnungsmarkierung auf der Beuteloberfläche mit den beiden zugehörigen Rändern ein gleichschenkliges Dreieck. Gemäss Fig. 1 sind die Kammern B und C nur halb so gross wie die Kammer A, so dass anstelle der Gesamtmenge, d.h. der ganzen Portion, beispielsweise auch eine halbe Portion und sogar eine viertel Portion getrennt entnommen werden kann. Wird beispielsweise nur eine halbe Portion verlangt, so wird die Kammer A längs der obersten markierten Linie 1 geöffnet. Wird nur eine viertel Portion verlangt, so wird die Kammer C längs der untersten markierten Öffnungsmöglichkeit geöffnet.
Soll hingegen der ganze Beutel geleert werden, so wird dieser Beutel zweimal an dem Mittelstreifen gefaltet und zwar so, dass die zwei Einkerbungen, die dem Mittelstreifen 5 benachbart sind, der die Kammern A und B trennt, mit der untersten Einkerbung von Kammer C (die zu dem Aussenrand 4 führt) zur Deckung kommen.
Mit einem Schnitt werden dadurch sämtliche drei Kammern geöffnet und der Inhalt frei.
Diese Faltung des Beutels für den Fall, dass der ganze Inhalt des Beutels entnommen werden soll, ist nochmals für den Fall eines Zweikammerbeutels in Fig. 3 gezeigt.
Die Fig. 2 zeigt einen aus drei Kammern bestehenden Beutel im Querschnitt.
In Fig. 4 ist die Faltung des Beutels für einen Vierkammerbeutel gezeigt, um diesen mit einem Schnitt zu öffnen (Kammern A, B, C und D).
Der Beutel besteht aus einem üblichen gesundheitsunschädlichen Material, beispielsweise einer Metallfolie, einer mit Kunststoff beschichteten Metallfolie oder einem sonstigen für den jeweiligen Inhalt in Frage kommenden Verpackungsmaterial. Die Form des Beutels ist im allgemeinen rechteckig mit einer Seitenlänge von beispielsweise 5 bis 30 cm und einer Breite von beispielsweise 2 bis 10 cm. Vorzugsweise ist der Beutel in zwei Kammern unterteilt. Es können aber auch mehrere Kammern vorhanden sein, beispielsweise 3, 4 oder auch 5 Kammern. Die Ränder 3 und 4, an denen die Ober- und Unterseiten zusammentreffen, sind zweckmässig als Streifen ausgebildet, die beispielsweise eine Breite von 1 bis 10 mm haben können.
Die Mittelstreifen 5, durch die die einzelnen Kammern abgeteilt werden können, sind ebenfalls als Streifen ausgebildet und können vorzugsweise zum Zwecke einer besseren Faltung breiter sein als die Randstreifen 3 und 4. Beispielsweise können sie die 2- bis Sache Breite besitzen wie die Randstreifen 3 od. 4. Die Breite der Mittelstreifen richtet sich vor allem nach dem Füllinhalt der Kammern: Je stärker die Kammern gefüllt werden, desto breiter muss der Mittelstreifen ausgebildet sein, damit eine Faltung um 1800 möglich ist.
Der eine linke Randstreifen des Beutels ist mit Einkerbungen versehen, an denen die Öffnung erfolgt und zwar derart, dass aufjede Kammer zwei Einkerbungen kommen. Die Öffnung erfolgt durch Einschneiden oder Einreissen von der Einkerbung an, wobei vorzugsweise schräg nach dem jeweiligen benachbarten Rand geöffnet wird. Diese Schnitt- bzw. Reisslinien sind beispielsweise an der Beuteloberfläche und zwar zweckmässig auf beiden Seiten durch Perforierung oder Druckzeichnung angezeigt 1. Ein wesentliches Merkmal des anmeldungsgemässen Beutels ist es, dass für den Fall, wo der ganze Inhalt benötigt wird, der Beutel so gefaltet werden kann, dass durch einmaligen Schnitt alle Kammern des Beutels gleichzeitig geöffnet werden. Diese Faltung erfolgt dabei entlang dem Mittelstreifen in Ziehharmonikaform gemäss Fig. 3 bzw. Fig. 4.
Die Herstellung des anmeldungsgemässen Beutels erfolgt nach dem hierfür bekannten Stand der Technik. Der Verschluss an den Seitenrändern 3 und 4 sowie längs des Mittelrandes 5 kann beispielsweise durch Schweiss- oder Klebenaht erfolgen. Die Füllung der Kammern kann beispielsweise durch eine offene Längsseite 3 erfolgen, die dann anschliessend auf die oben angegebene Weise verschlossen wird.
Es ist auch möglich, den Beutel aus den kleineren Kammereinheiten zusammenzusetzen. Hierzu werden beispielsweise kleinere Beutel, die den einzelnen Kammern entsprechen hergestellt und gefüllt und anschliessend diese Teilbeutel durch Aneinanderreihen (Kleben, Verschweissen oder auch Nähen) zu dem eigentlichen Beutel zusammengefügt.