CH615457A5 - Process for the production of a fat composition - Google Patents

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CH615457A5
CH615457A5 CH1187274A CH1187274A CH615457A5 CH 615457 A5 CH615457 A5 CH 615457A5 CH 1187274 A CH1187274 A CH 1187274A CH 1187274 A CH1187274 A CH 1187274A CH 615457 A5 CH615457 A5 CH 615457A5
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fatty acids
fat
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carbon atoms
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CH1187274A
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Theophil Wieske
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Unilever Nv
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23DEDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
    • A23D7/00Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
    • A23D7/001Spread compositions

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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Fettzusammensetzung, die sich zur Herstellung von Margarine eignet, indem man ein flüssiges pflanzliches Öl mit einem Fettsäuregehalt einer mehrfach ungesättigten Fettsäure von wenigstens 40 Gew.-% mit 5-30 Gew.-% eines harten Fettes vermischt.
Margarinen mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die durch «flüssige Öle» geliefert werden und einem relativ niedrigen Gehalt an gesättigten Fettsäuren sind vom diätischen Gesichtspunkt wichtig. Derartige Margarinen sind meist leicht streichbar selbst bei der Temperatur, die im allgemeinen in einem Kühlschrank beibehalten wird, d. h. etwa 3 bis 8 °C. Ferner sollten derartige Margarinen ausreichenden Stand zeigen oder in anderen Worten ausreichend hart bei Raumtemperatur sein. Dieses Erfordernis begrenzt jedoch den Gehalt an flüssigem Öl in dem Margarinenfett.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das verwendete harte Fett a) 25-60 Gew.-% Triglyceride, die 3 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten sowie gemischte Triglyceride, die 2 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und 1 mono-trans-ungesättigte Fettsäure mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten.
b) 35-70 Gew.-% gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen c) 10-45 Gew.-% mono-trans-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen,
d) bis zu 25 Gew.-% gesättigte Fettsäuren mit 12-14 C-Ato-men, in dem Sinne, dass die Gesamtmenge von Komponente c) und Komponente d) zusammen 15-45 Gew.-% beträgt, und e) als Rest mono-cis-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, poly-cis-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Ato-men, poly-trans-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, ungesättigte Fettsäuren mit 12-14 C-Atomen und sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren mit 2-10 C-Atomen, in einer Menge von 100% minus Gesamtprozentsatz an gesättigten Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und mono-trans-ungesät-tigten Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und gesättigten Fettsäuren mit 12-14 C-Atomen enthält, um in der Fettzusammensetzung 0,2-5 Gew.-% Triglyceride, die 3 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten, zu liefern.
Der Einfachheit halber werden in der nachfolgenden Beschreibung für die Fettsäuren und Triglyceride Abkürzungen eingeführt, und nach Einführung dieser Abkürzungen enthält das im erfindungsgemässen Verfahren einzusetzende harte Fett a) 25 bis 60 Gew.-% H3 und H2T Triglyceride,
b) 35 bis 70 Gew.-% H Fettsäuren,
c) 10 bis 45 Gew.-% T Fettsäuren,
d) bis 25 Gew.-% M Fettsäuren, wobei die Gesamtmenge von c) und d) 15 bis 45 Gew.-% M + T Fettsäuren ausmacht, und e) als Rest L Fettsäuren, um 0,2 bis 5 Gew.-% H3-Triglyce-ride in der Fettzusammensetzung zu liefern. Vorzugsweise ist der H2T-Gehalt der harten Fettkomponente höher als der H3-Gehalt, und der Gehalt an H-Fettsäuren beträgt 40 bis 60 Gew.-%, T-Fettsäuren 20 bis 35 Gew.-% und M + T-Fettsäuren 20 bis 35 Gew.-%.
Hier werden unter H-Fettsäuren gesättigte Fettsäuren mit 16 bis 24 Kohlenstoffatomen; T-Fettsäuren: mono-trans-unge-sättigte Fettsäuren mit 16 bis 24 Kohlenstoffatomen; M-Fett-säuren: gesättigte Fettsäuren mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen; L-Fettsäuren: der Rest, d. h. 100%-(H-l-T-i-M); H3 Triglyceriden: Triglyceride, die 3H-Fettsäuren je Molekül enthalten und H2T Triglyceriden: gemischte Triglyceride, die zwei H und eine T-Fettsäure je Molekül enthalten, verstanden.
Wie aus dem obigen hervorgeht, sind die L-Fettsäuren der folgende Rest: 100%-(H+T+M). Die L-Fettsäuren sind also alle anderen Fettsäuren, die nicht den Definitionen von H, T und M entsprechen, wie mono-cis-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, poly-cis-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Ato-
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men, poly-trans-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, ungesättigte Fettsäuren mit 12-14 C-Atomen und sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren mit 2-10 C-Atomen.
Sämtliche Teile, Verhältnisse und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht; die Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in dem flüssigen Öl bezieht sich auf die Gesamtmenge an Fettsäuren in dem flüssigen Öl; die Mengen an H, T, M und L-Fettsäuren in dem harten Fett beziehen sich auf die Gesamtmenge der Fettsäuren in dem harten Fett; die Mengen an H3 und H2T Triglyceriden in dem harten Fett beziehen sich auf das Gesamtgewicht des harten Fetts und die Mengen an hartem Fett und H3 Triglyceriden in der gesamten Fettzusammensetzung beziehen sich auf das Gewicht der Fettzusammensetzung, falls nicht anders angegeben.
In der vorliegenden Beschreibung wird unter dem Ausdruck «flüssiges Öl» ein Gemisch aus Triglyceriden verstanden, das bei Temperaturen von 5°, insbesondere 0 °C, flüssig ist. Ein «Margarinefett» ist ein Fettgemisch, das sich zur Verwendung als einziges Fett in Margarine eignet und das wesentliche Anteile an flüssigen Ölen enthalten kann. Der Ausdruck «Ran-domisieren», der auch in der vorliegenden Beschreibung verwendet wird, bezieht sich auf den Austausch von Fettsäureresten der Triglyceride an den Glycerylresten in willkürlicher Weise. Dieser Austausch wird, wenn er auf wenigstens zwei unterschiedliche Fettquellen angewendet wird, als «Co-Rando-misierung» bezeichnet. Randomisieren kann beispielsweise unter dem Einfluss eines Umesterungskatalysators bei Temperaturen von etwa 25 bis 175 °C, bevorzugt 80 bis 140 °C, erfolgen. Geeignete Katalysatoren sind beispielsweise Alkalimetalle, deren Legierungen, deren Hydroxide und deren Alkoxide, und sie werden beispielsweise in Anteilen von 0,01 bis 0,3 oder 0,5 Gew.-% der umzuesternden Fette verwendet.
Es ist wesentlich, dass eine in der erfindungsgemäss erhaltenen Fettzusammensetzung zu verwendende Hartfettkomponente insbesondere zu wenigstens 50%, bevorzugt wenigstens 80% randomisiert oder co-randomisiert ist, um den gewünschten H3 und H2T-Gehalt zu liefern.
Im Vergleich zu Fettzusammensetzungen, welche den gleichen Gehalt an randomisierten praktisch vollständig gesättigten (somit im wesentlichen T-freien) Hartfettkomponenten enthalten, sind die erfindungsgemäss erhaltenen Produkte bei Temperaturen von beispielsweise 5 bis 25 °C härter, ohne dass die Schmelzeigenschaften im Mund, die durch Dilatationswerte bei 35 °C wiedergegeben werden, nachteilig beeinflusst werden.
Im Vergleich zu einer Fettzusammensetzung, welche den gleichen Gehalt an nicht-randomisiertem hartem Fett, das ausreichende Mengen T-Säuren enthält, aufweist, besitzen die neuen Produkte bessere Dilatationswerte bei 35 °C.
Im Vergleich zu einer Fettzusammensetzung, welche den gleichen Gehalt an nicht-randomisiertem praktisch vollständig gesättigten, somit T-freien harten Fett enthält, sind die erfindungsgemäss herstellbaren Produkte bei Temperaturen von 5 bis 25 °C härter und/oder besitzen bessere Dilatationswerte bei 35 °C. Eine Margarine mit guten Schmelzeigenschaften im Mund sollte eine Fettzusammensetzung mit einem Dilatationswert von höchstens 70, bevorzugt höchstens 50, bei 35 °C aufweisen.
Die in der Beschreibung wiedergegebenen Dilatationswerte werden nach der in Boekenoogen beschriebenen Methode: «Analysis and characterisation of oils, fats and fat products», 1964, Interscience Publishers», London, Seiten 143 bis 145, bestimmt.
Die Härtewerte werden nach der Methode von Haigton gemäss J.A.O.C.S. 36 (1959), Seiten 345 bis 348, bestimmt. Die erfindungsgemäss hergestellten Produkte haben somit im Vergleich zu bisherigen Produkten mit ähnlich hohem mehrfach ungesättigten Fettsäuregehalt bessere Schmelzeigenschaften im Mund und/oder sind härter bei Verwendung bei Temperaturen von beispielsweise 5 bis 25 °C. Die verbesserten Härten führen dazu, dass derartige Produkte Fetten oder Fettgemischen, die in Butter und üblicher Margarine mit einem niedrige-5 ren mehrfach ungesättigten Fettsäuregehalt vorliegen, enger ähneln. Umgekehrt können die genannten Produkte einen höheren mehrfach ungesättigten Fettsäuregehalt als die flüssiges Öl enthaltenden bisherigen Produkte mit gleichen Härtewerten aufweisen.
io Die in der erfindungsgemäss hergestellten Fettzusammensetzung zu verwendende Hartfettkomponente kann aus rando-misiertem oder co-randomisiertem harten Fett oder hartem Fettgemisch oder aus zwei oder mehr randomisierten oder co-randomisierten harten Fetten oder Hartfettgemischen beste-15 hen; wenigstens ein Teil wenigstens eines der harten Fette sollte vor oder nach der Randomisierungsbehandlung einer Hydrierungsbehandlung unter Bedingungen unterworfen werden, welche die Bildung von T-Säureresten begünstigen. Eine derartige Hydrierungsbehandlung kann beispielsweise in an 20 sich bekannter Weise bei Temperaturen im Bereich von etwa 140 bis 180 °C in Gegenwart von mit Schwefel vergifteten Nikkeikatalysatoren erfolgen. Der T-Gehalt der einzelnen Bestandteile der Hartfettkomponente ist nicht von überwiegender Bedeutung solang die gesamte Hartfettkomponente die oben 25 beschriebenen Verhältnisse von H, T, M und L-Säuren und H3 und H2T Triglyceriden aufweist.
Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäss herstellbaren Fettzusammensetzungen 8 bis 20 Gew.-%, insbesondere 9 bis 15 Gew.-% hartes Fett, insbesondere hartes Fett, das durch 30 Co-Randomisierung eines Gemischs aus zwei oder drei Fetten erhalten worden ist, von denen wenigstens eines ein T-Säure enthaltendes hydriertes Fett ist.
Geeignete Hartfettkomponenten können beispielsweise aus einem co-randomisierten Gemisch aus zwei oder drei 35 hydrierten Fetten mit einem Gleitschmelzpunkt im Bereich von 32 bis 70 °C, insbesondere 35 bis 45 °C oder 55 bis 60 °C bestehen und werden z. B. aus hydriertem Kokosnuss-, Palm-kern-, Palm-, Rapssamen-, Baumwollsamen-, Erdnussöl sowie den hydrierten Ölen ausgewählt die ursprünglich wenigstens 40 40 Gew.-% an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten. Die Hartfettkomponente kann auch aus einem randomisierten Fett der oben angeführten Klasse von Fetten, insbesondere im Gemisch mit einem zweiten oben aufgeführten hydrierten Fett speziell in randomisierter Weise bestehen.
45 Der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Schmelzpunkt ist ein Gleitschmelzpunkt, der gemäss Bailey: «Melting and Solidification of Fats», 1950, Seite 110 definiert ist.
Die Randomisierungs- oder Co-Randomisierungsbehand-50 lung wird in der Regel entweder durch Umesterung eines geeigneten harten Fetts oder harten Fettgemischs, das vorzugsweise wenigstens zwei Hartfette enthält oder durch Veresterung von Glycerin mit einem geeigneten Fettsäuregemisch durchgeführt. Das Fett kann absatzweise oder kontinuierlich 55 unter Verwendung geeigneter Katalysatoren, beispielsweise Alkalimetalle, deren Hydroxide, deren Alkoxide und Seifen, Sodamit und Titantetraalkoxide, umgeestert werden.
Die Umesterung kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden: Das Fettgemisch wird auf einen Wassergehalt 60 von unter 0,03 Gew.-% getrocknet und anschliessend bei Temperaturen von 110 bis 140°C in einem Rührbehälter umgeestert, der unter einem Vakuum von beispielsweie 2 mm Hg in Gegenwart von 0,01 bis 0,3 oder 0,5 Gew.-% Natriumäthoxid als Katalysator gehalten wird. Nach etwa 20 Minuten wird das 65 Vakuum gewöhnlich freigegeben. Der Katalysator kann durch Waschen des Umesterungsgemischs, beispielsweise mit Wasser, zerstört werden und anschliessend wird das Gemisch gewöhnlich wie vorher getrocknet.
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Wenn eine Hartfettkomponente durch Verestern eines geeigneten Gemischs von Fettsäuren mit Glycerin verwendet wird, kann die Veresterungsbehandlung wie folgt durchgeführt werden:
1 Teil Glycerin wird mit etwa 3,5 bis 3,8 Teilen des Fettsäu-regemischs vermischt. Das Gemisch aus Fettsäuren und Glycerin wird rasch in einem ummantelten Gefäss auf eine Temperatur von etwa 190 °C erhitzt und anschliessend während wenigstens 3 Stunden bei einer Temperatur von 220 bis 225 °C gehalten. Die Reaktion wird unter Rühren bei Atmosphärendruck in einem von der Luft durch Stickstoff abgeschlossenen Behälter durchgeführt. Während der Umsetzung wird Wasser abdestilliert. Nach 3- bis 4stündiger Reaktionszeit wird der Gehalt an freier Fettsäure des Gemischs bestimmt. Wenn der Gehalt an freier Fettsäure unverändert bleibt, ist die Umsetzung beendet, und der Überschuss an Fettsäure wird durch Destillation bei einer Temperatur von 240 °C bei einem Druck von 5 mm Hg entfernt. Während der Destillation wird der Gehalt an freier Fettsäure wieder bestimmt, und sobald eine Säurezahl von 4 erhalten wird, wird die Reaktion abgebrochen und das Produkt wird auf eine Temperatur von 90 °C gekühlt. Das erhaltene Hartfettgemisch wird anschliessend alkaliraffiniert und gebleicht.
Flüssige Öle, die wenigstens 40% mehrfach ungesättigter Fettsäuren enthalten, insbesondere die essentiellen Fettsäuren, sind vorzugsweise: Safflor-, Sonnenblumen-, Sojabohnen-, Weizenkeim-, Traubenkern-, Mohn-, Tabaksamen-, Roggen-, Wal-nuss- und Maisöl sowie Gemische und Fraktionen dieser Öle mit hohen Anteilen an Linolsäure. Auch Baumwollsamenöl kann verwendet werden, jedoch wird solchen flüssigen Ölen der Vorzug gegeben, die ausser einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren nur geringe Mengen an gesättigten Fettsäuren, beispielsweise weniger als etwa 30%, aufweisen. Sonnenblumenöl wird in grossen Mengen erzeugt und besitzt einen ausgezeichneten Geschmack auf Grund einer guten Oxida-tionsstabilität. Daher liegt es vorzugsweise in den Fettzusammensetzungen der Erfindung vor.
Bei der Herstellung von Margarinen oder essbaren plastischen Fett-in-Wasseremulsionen kann die essbare Fettzusammensetzung in üblicher Weise mit einer wässrigen Phase bei einer Temperatur, bei der die Fettzusammensetzung flüssig ist, emulgiert werden. Die Emulsion wird dann gewöhnlich in einem üblichen oberflächlich abgekratzten Wärmeaustauscher, beispielsweise einé Votator-Vorrichtung, wie in «Margarine» von Andersen und Williams, Pergamon Press (1965), Seite 246 ff. beschrieben, rasch abgeschreckt. Gewöhnlich wird die flüssige Emulsion beispielsweise von einer Temperatur von 35 bis 45 °C mit einer Votator-A-Anlage auf eine Temperatur von 5 bis 25 °C abgekühlt und nach Durchgang durch ein Verweilrohr, beispielsweise eine Votator-B-Anlage, wird die Margarine eingewickelt. Wenn die Margarine in flüssiger Form in Fässer oder Tonnen gefüllt wird, kann die flüssige Emulsion durch einen oder mehrere oberflächlich abgekratzte Wärmeaustauscher geführt und direkt in diese Fässer eingefüllt werden.
Die wässrige Phase kann Zusätze enthalten, die für Margarine üblich sind, beispielsweise Emulgiermittel, Salz und Geschmacksmittel. Öllösliche Zusätze, beispielsweise geschmackgebende Verbindungen, Vitamine und dergleichen, können in die Fettphase eingearbeitet werden. Im allgemeinen variiert das Verhältnis von Fettphase in einer Margarine von etwa 75 bis 80% der Emulsion in Abhängigkeit von örtlichen gesetzlichen Erfordernissen für Margarine. Es können auch höhere Anteile der wässrigen Phase bei der Produktion sogenannter Aufstrichmittel mit geringem Fettgehalt, die nur 35,40 oder 50 bis 60 Gew.-% Fett enthalten, angewendet werden.
Ein grosser Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass Margarinefette hergestellt werden können, die eine kleine Menge der Hartfettkomponente und folglich eine grosse Menge an flüssigem Öl enthalten, woraus Margarine mit ausreichender Härte zur Fassfüllung oder sogar zum Einwickeln in eine Pergamentumhüllung hergestellt werden kann. Im letzteren Fall sind vorzugsweise 10% oder mehr einer Hartfettkomponente in die erfindungsgemäss erhältliche Fettzusammensetzung eingearbeitet.
Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beispiele erläutert.
Beispiel 1
Ein hartes Fett wurde durch Randomisieren eines raffinierten Fettgemischs der nachfolgenden Zusammensetzung hergestellt:
58 Gew.-% Sojabohnenöl, das auf einen Gleitschmelzpunkt von 43 °C hydriert war. Der H-Gehalt dieses hydrierten Fetts betrug 30%, der T-Gehalt 55%.
42 Gew.-% Palmöl, das auf einen Gleitschmelzpunkt von 58 °C hydriert war. Der H-Gehalt dieses hydrierten Fetts betrug 98%, der M-Gehalt 1%.
10 Gew.-% des randomisierten harten Fetts, das 60,0% H-Säuren, 32 % T-Säuren, 0,5% M-Säuren, 23,2 % H3 Triglyceride und 34,2% H2Z Triglyceride enthielt,
wurden mit 90% Sonnenblumenöl vermischt, wobei ein Margarinefett mit Härtewerten (bestimmt nach der Methode von Haighton, wie in J.A.O.C.S., 36 [1959], Seiten 345 bis 348 beschrieben) von 250 bei 5 °C und 110 bei 20 °C und einem Dilatationswert bei 35 °C von 35 erhalten wurde.
Beispiel 2
Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme wiederholt, dass nun 8,5% des randomisierten harten Fettes mit 91,5% Saffloröl vermischt wurden. Das erhaltene Margarinefett besass Härtewerte bei 5 °C von 190 und bei 20 °C von 80 und einen Dilatationswert bei 35 °C von 20.
Beispiel 3
Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme wiederholt, dass ein radomisiertes hartes Fett der nachfolgenden Zusammensetzung verwendet wurde:
90 Gew.-% Palmöl, das auf einen Schmelzpunkt von 42 °C hydriert war (H = 51 %, T = 30%)
10 Gew.-% Rapsöl, das auf einen Schmelzpunkt von 70 °C hydriert war (H = 99%, T = 1 %);
das harte Fett enthielt: 55% H-Säuren, 27% T-Säuren, 1 % M-Säuren, H3 Triglyceride 16,5% und H2T Triglyceride 25,5%.
Die Härtewerte des erhaltenen Margarinefetts betrugen 260 bsi 50 °C und 100 bei 20 °C und der Dilatationswert bei 35 °C betrug 20.
Ähnlich günstige Ergebnisse wurden durch Vermischen von 14% des ungeesterten harten Fetts mit 86% Sonnenblumenöl, Saffloröl, Weizenkeimöl oder Maisöl erhalten.
Beispiel 4
Ein ausgezeichnetes Margarinefett wurde durch Vermischen von 25 Gew.-% Sonnenblumenöl und 50 Gew.-% Baumwollsamenöl, 10 Gew.-% einer co-randomisierten Hartfettkomponente von Beispiel 3,13,5 Gew.-% eines randomisierten hydrierten Sojabohnenöls mit einem Schmelzpunkt von 43 °C (H = 30%, T = 55%), 1,5 Gew.-% eines nicht-randomisierten hydrierten Rapsöls mit einem Schmelzpunkt von 70 °C(H = 99%, T = 1%) erhalten.
Das gesamte Hartfett enthielt: 44% H-Säuren, 40% T-Säuren, 0% M-Säuren, 13,8% H3 Triglyceride und 17,0% H2T Triglyceride.
Der Dilatations wert bei 35 °C betrug 50. Der Härtewert bei 5 °C betrug 600 und bei 20 °C 150.
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Beispiel 5
Beispiel 4 wurde mit der Ausnahme wiederholt, dass nur 10% der Hartfettkomponente verwendet wurden, worin das hydrierte Sojabohnenöl durch hydriertes Sonnenblumenöl mit dem gleichen Schmelzpunkt ersetzt wurde; das Gewichtsver-hältnis der einzelnen Hartfettbestandteile blieb unverändert sowie der Gehalt an H, T und M-Fettsäuren und der H3 und H2TTriglyceride. Diese Hartfettkomponente wurde mit 90% Maisöl vermischt.
Der Dilatationswert bei 35 °C betrug 25. Die Härtewerte waren 250 bsi 5 °C und 90 bei 20 °C.
Beispiel 6
Aus den Fettzusammensetzungen der Beispiele 1 bis 5 wurden Margarinen wie folgt hergestellt:
Das Margarinefettgemisch wurde geschmolzen und mit einer wässrigen Phase emulgiert, die aus gesäuerter Milch mit einem Gehalt an 0,1% Monodiglyceriden hergestellt worden war, wobei eine Emulsion mit 80% Fett erhalten wurde.
5 Die Emulsion wurde kristallisiert und in einem geschlossenen rohrförmigen oberflächlich abgekratzten Wärmeaustauscher (Votator A-Anlage) verarbeitet, der bei einer Temperatur von 15 °C belassen wurde. Die Kühltemperaturen in der A-Anlage waren von — 6 ° bis 10 ° und 40% der Behandlungs-10 emulsion wurden rückgeführt. Danach wurde die kristallisierte Emulsion durch ein Verweilrohr (Votator B-Anlage) geführt, wo sie weiter während 160 Sekunden kristallisierte und wurde dann als Flüssigkeit in Fässer gefüllt. Die Härtewerte und die Dilatationswerte der erhaltenen Produkte unterschieden sich 15 kaum von den in den verschiedenen Beispielen erwähnten Werten.
G

Claims (8)

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1. Verfahren zur Herstellung einer Fettzusammensetzung, die sich zur Herstellung von Margarine eignet, indem man ein flüssiges pflanzliches Öl mit einem Fettsäuregehalt einer mehrfach ungesättigten Fettsäure von wenigstens 40 Gew.-% mit 5-30 Gew.-% eines harten Fettes vermischt, dadurch gekennzeichnet. dass das verwendete harte Fett a) 25-60 Gew.-% Triglyceride, die 3 gesättigten Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten sowie gemischte Triglyceride, die 2 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und 1 mono-trans-ungesättigte Fettsäure mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten,
b) 35-70 Gew.-°/o gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Ato-men,
c) 10-45 Gew.-% mono-trans-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen,
d) bis zu 25 Gew.-% gesättigte Fettsäuren mit 12-14 C-Atomen, in dem Sinne, dass die Gesamtmenge von Komponente c) und Komponente d) zusammen 15-45 Gew.-% beträgt, und e) als Rest mono-cis-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, poly-cis-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, poly-trans-ungesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen, ungesättigte Fettsäuren mit 12-14 C-Atomen und sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren mit 2-10 C-Atomen, in einer Menge von 100% minus Gesamtprozentsatz an gesättigten Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und mono-trans-ungesät-tigten Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und gesättigten Fettsäuren mit 12-14 C-Atomen enthält, um in der Fettzusammensetzung 0,2-5 Gew.-% Triglyceride, die 3 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten, zu liefern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an gemischten Triglyceriden, die 2 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen und 1 mono-trans-ungesättigte Fettsäure mit 16-24 C-Atomen der Hartfettkomponente höher ist als der Gehalt an Triglyceriden, die 3 gesättigte Fettsäuren mit 16-24 C-Atomen pro Molekül enthalten.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Hartfettkomponente einsetzt, in welcher wenigstens 50 Gew.-% Fette enthalten sind, in denen im Triglycerid Fettsäurereste ausgetauscht oder in wenigstens 2 verschiedenen Triglyceriden Fettsäurereste untereinander ausgetauscht sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Hartfettkomponente einsetzt, wie sie durch Austausch von Fettsäureresten untereinander in einer Mischung aus 2 oder 3 Fetten erhältlich ist, wobei mindestens 1 Fett ein eine mono-trans-ungesättigte Fettsäure mit 16-24 C-Atomen enthaltendes hydriertes Fett ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von 2 oder 3 hydrierten Fettsäuren mit einem Gleitschmelzpunkt im Bereich von 32-70 °C einsetzt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein hartes Fett einsetzt, wie es durch Veresterung eines entsprechenden Fettsäuregemisches mit Glycerin erhältlich ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 8-20, insbesondere 9-15 Gew.-% des harten Fettes einsetzt.
8. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 erhaltenen Fettzusammensetzung zur Herstellung von Margarine, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannte Fettzusammensetzung mit einer wässrigen Phase emulgiert.
CH1187274A 1973-08-30 1974-08-30 Process for the production of a fat composition CH615457A5 (en)

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