CH616084A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Tischfussballspiel. Es sind bereits verschiedene Tischfussballspiele bekannt, welche im Hause oder in Spielsalons benutzt werden.
Das heute meistverbreitete Tisch- oder Kastenfussballspiel wird meist Töggelerspiel genannt. Das Spiel besteht aus einem rechteckigen Kasten in den Massen bis zu 80 X 150 cm. In den Längsseiten des Kastens sind 8 Querstangen angebracht, auf denen je nach Lage 1 bis 5 Spielfiguren fest montiert sind. Ausserhalb der Kastenwände sind Handgriffe auf den Querstangen befestigt, und zwar je vier auf einer Seite. Mit diesen Handgriffen können die Spieler die Stangen quer zum Spielfeld verschieben und die auf den Stangen fixierten Spielfiguren im Kreis um die Stangen drehen. Die Spieler versuchen nun mittels entsprechender Bewegungen der Spielfiguren den Ball in das gegnerische Tor zu bringen.
Der grosse Nachteil des Töggelerspiels ist der, dass die Sicht auf das Spielfeld durch die vielen Stangen sehr erschwert wird und der Spiel- oder Aktionsbereich der Spielfiguren sehr beschränkt ist. Eine naturgetreue Spielmöglichkeit ist bei dem Töggelerspiel auch deshalb nicht möglich, weil sich die Spielfiguren nur um ihre Stange drehen lassen und nur beschränkt seitlich verschoben werden können.
Bei einem anderen bekannten Tischfussballspiel können die fest auf einer senkrechten Antriebsachse sitzenden Spielfiguren durch ein Gestänge mit einem Griff ausserhalb des Spielrahmens gedreht werden, so dass der Ball, wenn er in den Bereich des Fusses der Spielfigur kommt, weggeschlagen werden kann. Die Spielfiguren lassen sich in Schlitzen auf dem Spielfeld verschieben. Die Spielfiguren werden, wenn der Griff losgelassen wird, immer wieder durch Federzug in eine Ruhelage gezogen.
Das Spielfeld weist Vertiefungen oder Rillen auf, in die der Ball hineinrollt und daher in den Bereich einer Spielfigur kommt. Der Ball kann nur durch die Drehbewegung der Spielfigur oder durch eine Bewegung in der Richtung des Führungsschlitzes weggeschlagen werden.
Es ist auch ein Tischfussballspiel bekanntgeworden, bei dem die Spielfiguren ein bewegbares Bein haben. Das Prinzip dieses Fussballspiels entspricht demjenigen eines Töggelerspiels. Auf den sechs Querstangen sind zwei, drei oder fünf Spielfiguren festgemacht. Die seitlichen Verschiebungen der Querstangen mit den Figuren geschieht durch einen sehr aufwendigen Mechanismus unterhalb der Spielebene. Die Betätigungshebel für die seitliche Verschiebung sind an den vier Ecken ausserhalb des Spielrahmens angeordnet.
Jede Spielfigur hat einen beweglichen Fuss zum wegschlagen des Balles. Die Figuren sind aber nicht drehbar und können deshalb nur in Richtung des gegnerischen Tores kicken. Der Antrieb der Kickfüsse geschieht ebenfalls über ein kompliziertes Gestänge. Dieses muss mit den Füssen der spielenden Personen betätigt werden. Es werden jeweils alle Füsse der auf der betreffenden Stange fixierten Spielfiguren gleichzeitig bewegt.
Das Spielfeld ist nicht flach, sondern gewölbt, damit der Ball immer wieder in den Bereich einer Spielfigur rollt.
Alle diese bekannten Spiele haben den Nachteil, dass die Spielfiguren den Ball nicht in eine gezielte Richtung schiessen können. Die Richtung in der der Ball geschossen wird, ist zwar generell auf das gegnerische Tor gerichtet, bleibt aber dem Zufall überlassen.
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Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Spiel zu schaffen, bei dem jede Spielerfigur gezielt schiessen kann, wodurch das Spiel viel interessanter und mehr wirklichkeitsnah wird.
Die Erfindung geht dabei aus von einem Tischfussballspiel mit einem oben offenen kastenartigen Aufbau und einem Spielfeld, das mit Schlitzen versehen ist, in denen Spielerfiguren verschiebbar angeordnet sind, wobei für jede Spielerfigur eine unter dem Spielfeld verlaufende Schubstange mit nach aussen geführtem Griff vorgesehen ist und jede Spielerfigur ein schwenkbares Bein hat.
Die Erfindung besteht darin, dass unterhalb jedes Schlitzes ein mittels der Schubstange verschiebbares Getriebekästchen angeordnet ist, auf dem eine Spielerfigur auf einer hohlen vertikalen, den Schlitz durchsetzenden Welle montiert ist, welche Welle mit Hilfe der drehbar im Getriebekästchen gelagerten Schubstange und eines im Getriebekästchen angeordneten Getriebes drehbar ist und damit erlaubt, die Spielfigur zu drehen, und dass im Bereich des Griffes der Schubstange ein Hebel angeordnet ist, der erlaubt, mittels eines Bowdenzuges und eines im Getriebekästchen angeordneten Gelenksystems, das mit einer die hohle vertikale Welle durchsetzenden Stange in Wirkverbindung steht, das schwenkbare Bein der Spielerfigur zu betätigen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt:
Fig. 1 eine generelle schematische Übersicht des Spieles in Ansicht von der Längsseite, von oben und von einer Schmalseite mit den Betätigungsgriffen,
Fig. 2 einen Teil eines Längsschnittes entlang der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III—III in Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht einer Spielerfigur.
Das Spielfeld weist für jedes der beiden Teams fünf gerade Schlitze für Feldspielerfiguren und einen kreissegmentförmi-gen Schlitz für die Torwartfigur auf. Die in Fig. 1 in der Ansicht von oben dargestellten Spielerfiguren auf der linken Seite sind ganz zurückgezogen, diejenigen auf der rechten Seite ganz vorgeschoben. Die eingezeichneten Kreise stellen den Wirkungsbereich der einzelnen Spielerfiguren dar. Daraus ist ersichtlich, dass die Spielerfiguren das ganze Spielfeld beherrschen. Ein ganz nach hinten geratener Ball rollt infolge des konischen Randes 13a in das Spielfeld zurück.
In Fig. 1 ist ersichtlich, dass jedes Team einen Torwart,
zwei Verteidiger und drei Stürmer aufweist. Die Spielerfiguren sind in jeder Richtung um 360° um die eigene Achse drehbar und können im vorgesehenen Spielbereich (Führungsschlitz) hin und her geschoben werden. Jede Spielerfigur besitzt einen Kickfuss, welcher mittels eines Hebels 5 unterhalb des Handgriffes 1 betätigt werden kann. Der Spielball kann je nach Wunsch der spielenden Person leicht oder hart, flach über das Spielfeld oder im Bogenschuss über die anderen Spielerfiguren, und zwar in jeder Richtung, gekickt werden, und zwar unabhängig von der jeweiligen Lage oder Stellung im Schlitz.
Die Wirkungsweise der Spielerfiguren lässt sich anhand der Fig. 2 und 3 beschreiben.
Der Kunststoffgriff 1 (Velolenkergriff) ist auf ein Rohrstück 2 geschoben, welches fest mit der Schubstange 3 verbunden ist. Vor dem Handgriff 1 ist eine lose auf der Schubstange gelagerte Hülse 4 gesteckt. Auf dieser Lagerhülse 4 ist der Hebelhalter 6 festgeklemmt. Vor der Lagerhülse 4 ist ein Stellring 7 auf der Schubstange 3 fest verstiftet und gibt der Hülse 4 somit die Position. Der Hebel 5 dient zur Betätigung des schwenkbaren Beines 25 der Spielerfigur. Hebel 5 und Halter 6 sind handelsübliche Bestandteile von normalen Velobremsen.
Die Schubstange 3 ist durch den Rahmen 8 hindurchgeführt und in einer Kunststoffbüchse 9 gelagert. Zwischen dem Stellring 7 und der Büchse 9 ist ein Schaumgummiring 10
eingelegt, der als Schlagdämpfer wirkt. Die Schaumgummiplatte 11 mit Anschlag 12 dient ebenfalls als Wegbegrenzer und stoppt den Weg des Getriebekästchens 16, wenn die Schubstange ganz nach aussen gezogen wird. Die beiden Anschläge resp. Puffer 10 und 11 verhindern, dass die Führungsschlitze in der Spielfeldplatte 13 und Bodenplatte 14 ausgeschlagen werden.
Die Schubstange 3 ist fest mit dem Kegelradzapfen 15 verbunden. Der Kegelradzapfen 15 ist in einer Lagerbüchse des Getriebekästchens 16 gelagert und mit dem Kegelrad 17 verstiftet. Das Kegelrad 17 ist mit einem Kegelrad 18 im Eingriff. Das letztere sitzt auf der senkrechten Hohlwelle 19 und ist mit demselben beispielsweise mit Bolzen 36 und Haltering kraftschlüssig verbunden. Jede Drehbewegung des Handgriffes 1 wird via 2, 3, 15, 17, 18 auf die Hohlwelle 19 im Verhältnis 1:1 übertragen. Die Hohlwelle 19 ist unten im Zapfen 20 gelagert und oben im Getriebekästchen 16 in einer entsprechenden Lagerbüchse geführt. Die Hohlwelle 19 wird durch einen Sicherungsring 22 in der richtigen Lage gehalten. Am oberen Teil der Hohlwelle 19 ist der Figurengrundkörper 23 und das feststehende Bein 24 fixiert.
Das bewegliche Bein 25 besitzt einen festen Bolzen 26. Der letztere ist im Grundkörper 23 drehbar gelagert und mit einem Sicherungsring gesichert. Die beiden Arme 27 und 28 sind bei den Feldspielern mittels einer Achse 29 im Grundkörper so gelagert, dass diese in eine natürliche Lage eingestellt werden können und dann so bleiben.
Die beiden Torwarte dagegen sind mit beweglichen Armen ausgerüstet. Bei diesen sind die beiden Arme 27 und 28 auf eine vierkantige an Stelle der runden Achse gesteckt (Fig. 4). Diese vierkantige Achse ist durch einen Gelenkmechanismus 30, 31, 32, 43 so mit dem Bein 25 verbunden, dass wenn sich das Bein 25 hebt, die beiden Arme 27 und 28 auch gehoben werden und so Bälle, welche in Kopfhöhe kommen, mit den Händen gehalten werden können.
Will man das schwenkbare Bein 25 einer Spielerfigur betätigen, so muss der Hebel 5 gegen den Handgriff 1 gezogen werden, dadurch wird das Zugseil 33 nach hinten gezogen. Das Zugseil 33 ist im Rohr 34 vom Halter 6 bis an das Getriebekästchen 16 geführt. Diese Verbindung zwischen dem Halter 6 und dem Kästchen 16 bewirkt, dass der Hebel 5 immer in der senkrechten Lage bleibt, auch wenn der Griff 1 gedreht wird.
Die Büchse 35 dient als Führung des Rohres 34 in der Stirnwand 8 des Spielrahmens.
Das Zugseil 33 ist innerhalb des Kästchens 16 durch eine Druckfeder 37, durch einen Federteller 38 und durch einen Haupthebel 39 hindurch zu der Klemmschraube 40 geführt. Der Hebel 39 ist auf dem Zapfen 20 schwenkbar gelagert. Die Lage des Hebels 39 wird von der Einstellung der Klemmschraube 40 auf dem Zugseil 33 bestimmt. Die Druckfeder 37 hält das Zugseil 33 immer gespannt, so dass der Hebel 5 in der Ruhelage am Anschlag des Halters 6 ansteht und gehalten wird. Am Haupthebel 39 ist am oberen Teil ein Sekundärhebel 41 angelenkt. Der Sekundärhebel hat im Quersteg eine Bohrung, durch welche die Zugstange 42 geführt ist. Die Zugstange 42 führt durch die Hohlwelle 19 bis in die Höhe des schwenkbaren Beines 25. Am unteren Ende der Zugstange 42 wird diese durch zwei Sicherungsringe im Quersteg des Sekundärhebels 41 so gehalten, dass sich die Zugstange noch leicht drehen lässt. Der Querzapfen 43 ist auf dem oberen Teil der Zugstange 42 einstellbar und festgeschraubt.
Der Zapfen 43 greift in den kleinen Längsschlitz des schwenkbaren Beines 25 ein. Dieser Schlitz ist erforderlich, um die senkrechte Bewegung der Zugstange 42 und die Schwenkbewegung des Beines 25 um seinen Zapfen auszugleichen.
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An der Unterseite des Kästchens 16 ist ein Gleitzapfen 44 vorgesehen, der eine leichtgängige Verschiebung des Getriebekästchens 16 in dem Führungsschlitz der Bodenplatte 14 gewährleistet. Auch kann durch diese Lagerung in der Bodenplatte 14 ein Verkanten oder Verklemmen des Kästchens mit der Spielfigur in den Führungsschlitzen vermieden werden.
Die im Spielfeld angebrachten Schlitze können statt gerade, wie in Fig. 1 dargestellt, auch gekrümmt sein.
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4 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Tischfussballspiel mit einem oben offenen kastenartigen Aufbau und einem Spielfeld, das mit Schlitzen versehen ist, in denen Spielerfiguren verschiebbar angeordnet sind, wobei für jede Spielerfigur eine unter dem Spielfeld verlaufende Schubstange mit nach aussen geführtem Griff vorgesehen ist und jede Spielerfigur ein schwenkbares Bein hat, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb jedes Schlitzes ein mittels der Schubstange (3) verschiebbares Getriebekästchen (16) angeordnet ist, auf dem eine Spielerfigur auf einer hohlen vertikalen, den Schlitz durchsetzenden Welle (19) montiert ist, welche Welle mit Hilfe der drehbar im Getriebekästchen gelagerten Schubstange (3) und eines im Getriebekästchen angeordneten Getriebes (17, 18) drehbar ist und damit erlaubt, die Spielerfigur zu drehen, und dass im Bereich des Griffes (1) der Schubstange (3) ein Hebel (5) angeordnet ist, der erlaubt mittels eines Bowdenzuges (33, 34) und eines im Getriebekästchen angeordneten Gelenksystems (39, 41), das mit einer die hohle vertikale Welle (19) durchsetzenden Stange (42) in Wirkverbindung steht, das schwenkbare Bein (25) der Spielerfigur zu betätigen.
2. Tischfussballspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenksystem (39, 41) einen um eine im Getriebekästchen (16) gelagerte Achse (20) schwenkbaren Haupthebel (39) umfasst, an dem ein Sekundärhebel (41) schwenkbar angebracht ist, derart, dass das Ende des Sekundärhebels (41), das mit dem unteren Ende der in der Hohlwelle (19) verschiebbar angeordneten Zugstange (42) verbunden ist, der Linearbewegung der Zugstange (42) folgen kann.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Tischfussballspiel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupthebel (39) mit dem Zugseil (33) des Bowdenzuges (34) verbunden ist und durch eine im Getriebe-kästchen (16) angeordnete Feder (37) in seine Ruhelage gedrängt wird.
4. Tischfussballspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Platte (13) des Spielfeldes und parallel zu dieser eine zweite Platte (14) mit identischen Schlitzen angeordnet ist und dass an der Unterseite des Getriebekästchens (16) ein in den zugeordneten Schlitz der zweiten Platte eingreifender Führungszapfen (44) angebracht ist.
5. Tischfussballspiel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bowdenzugseil (33) in einem die Seitenwand (8) des Kastens gleitend durchsetzenden Rohr (34) geführt ist, das mit einem Halter (6) verbunden ist, in dem der Hebel (5) schwenkbar gelagert ist, und dass die Schubstange (3) drehbar durch den Halter (6) hindurchgeführt ist, derart, dass der Hebel (5) sich immer senkrecht unter dem Griff (1) befindet.
6. Tischfussballspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das schwenkbare Bein (25) der Spielerfigur einen Fuss und ein daran anschliessendes Schienbein hat, die so geformt sind, dass der Fuss in der Ruhestellung unter einen in seiner Nähe liegenden Ball zu greifen vermag (Fig. 4) und dadurch einen naturgetreuen Bogenschuss ermöglicht.
7. Tischfussballspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der die vertikale Hohlwelle durchsetzenden Stange (42) angebrachter Betätigungszapfen (43) für das schwenkbare Bein (25) in einem Schlitz geführt ist, der dem Bein erlaubt, sich nach rückwärts ein wenig über die Ruhestellung zu bewegen.
8. Tischfussballspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Torhüter ausgebildeten Spielerfiguren zusätzlich mit bewegbaren Armen ausgerüstet sind, die mit Hilfe eines Hebelsystems (30, 31, 32) gleichzeitig mit dem schwenkbaren Bein nach oben geschwenkt werden.
9. Tischfussballspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das schwenkbare Bein entweder das linke oder das rechte Bein ist.
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