CH616457A5 - - Google Patents
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- CH616457A5 CH616457A5 CH1172276A CH1172276A CH616457A5 CH 616457 A5 CH616457 A5 CH 616457A5 CH 1172276 A CH1172276 A CH 1172276A CH 1172276 A CH1172276 A CH 1172276A CH 616457 A5 CH616457 A5 CH 616457A5
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Auflösen von Stapelfasern aus einem Faserband und zu deren Zuführung im aufgelösten Stand zu einem Drallgeberorgan einer Offen-End-Spinneinheit, wobei die Fasern im Bereich des Auflösemechanismus mit Kämmzylinder einem Saugluftstrom ausgesetzt werden,
Offen-End-Spinnmaschinen zum Verspinnen von Stapelfasern, die mit im wesentlichen höheren Betriebsgeschwindigkeiten arbeiten als Ringspinnmaschinen, sind bekannt. Während bei der ersten Generation der Offen-End-Spinnmaschinen die Drehgeschwindigkeit zirka 30 000 U/Min. betrug, arbeiteten solche Spinnmaschinen der zweiten Generation schon mit Drehgeschwindigkeiten von 40 000 bis 60 000 U/Min. Bei den gegenwärtigen hochproduktiven Offen-End-Spinnmaschinen werden Drehgeschwindigkeiten ihres Drallgeberorgans im Bereich von etwa 100 000 U/min. erzielt. Bei solchen Maschinen entstehen Probleme mit dem Einsatz der für weniger produktive Spinnmaschinen bestimmten Auflösemechanismen, so dass diese Mechanismen immer verbessert werden müssen.
Jede Steigerung der Maschinenproduktivität erfordert immer grössere Fasermengen. Dies erfordert wiederum einerseits eine Beschleunigung des dem Spinnrotor zuzuliefernden Fa-serflusses, andererseits eine Steigerung der Einwirkung des Kämmzylinders auf das Fasermaterial sowie eine Herabsetzung des ins Innere des Auflösemechanismus und in den Fa-serbandeintrittsraum eindringenden Anteils an Verunreinigungen.
Bei einer bekannten Vorrichtung werden die Fasern nach dem Verlassen des Kämmzylinders durch die im Faserzufuhrkanal strömende Luft beschleunigt. Es zeigt sich dabei als vorteilhaft, verhältnismässig kurze Faserzuführkanäle anzuwenden, da lange Kanäle ziemlich schwierig herstellbar und bezüglich der Energie unökonomisch sind. Demgegenüber - sogar bei einer verhältnismässig hohen Durchflussgeschwindigkeit - können die Fasern nicht auf einer kurzen Bahn entspre-5 chend beschleunigt werden, wenn sie mit einer relativ niedri-' gen Geschwindigkeit gespeist werden. Den Forschungsarbei- ' ten auf diesem Gebiet ist es entnehmbar, dass die gebräuchlichen Auflösemechanismen dadurch charakterisiert sind, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit der die Abnahmezone 10 des Kämmzylinders verlassenden Fasern niedriger ist als die Umfangsgeschwindigkeit seines Beschlags. Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, dass nicht alle Fasern nach dem Vereinzeln von den aktiven Elementen des Kämmzylinders mitgenommen werden, sondern sich in Zwischenräumen bewegen, wo 15 sie von einer um den Kämmzylinder umlaufenden Luftschicht mitgenommen und im Gegensatz wiederum durch Stossen gegen die Wand des den Kämmzylinder umgebenden Hohlraums gebremst werden.
Um ein Eindringen von Staub und Verunreinigungen aus zo der umgebenden Atmosphäre in die Spinneinheit zu vermeiden, sind die Faserbandeintritts- und Kämmzonen bei den bekannten Spinneinrichtungen abgedichtet. Dies verhindert jedoch auf der anderen Seite das Einsaugen einer ausreichenden Luftmenge in den faserbefördernden Bereich des Kämmzylin-25 ders. Bei der Steigerung der Produktivität macht sich der Ein-fluss der zunehmenden Einwirkung des Kämmzylinders auf die Fasern immer mehr bemerkbar, was eine Streuung von Fasern und Fremdmaterialien und eine Belegung der ungenügend mit Luft umspülenden Orte zur Folge hat.
30 Es wurde in der Vergangenheit oft versucht, dieses Problem zu lösen. Nach einigen der bekannten Lösungen dieser Art wird Luft in begrenzter Menge den verschiedenen Orten des dem Kämmzylinder umgebenden Hohlraums zugeführt. Es handelt sich hier jedoch um sehr komplizierte Gebilde mit 35 nur mittelmässiger Steigerung der Produktivität. Darüber hinaus verunreinigt sich bei einer Ausführung mit einer Haube oberhalb der Speisewalze die Stirnseite der letztgenannten mit Staub und Fasern die zwischen der Stirn und der ortsfesten Fläche der Haube die Form von gestauchten Faserringen und 40 Büscheln annehmen.
Zum Zweck einer besseren Reinigung der betreffenden Räume von den extrakurzen Fasern dient eine bekannte Vorrichtung, bei der die Luft der Stirnseite der Speisewalze durch ein geringes Loch zugeführt wird. Eine solche Anordnung ist 45 jedoch lediglich zu Reinigungszwecken geeignet und weist eine beschränkte Wirkung in nächster Nähe der Lochausmündung auf.
Die Erfindung soll nun die vorgenannten Nachteile des Standes der Technik eliminieren.
so Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Fasern in der Faserbandzuführ- und Faserauflösezone von einem Luftstrom beaufschlagt werden, die aus Luftströmen resultiert, die in den zur Drehachse des Kämmzylinders senkrechten, in den durch die Drehachse verlaufenden und in den 55 mit dieser Drehachse parallelen Ebenen zugeführt werden.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem im Hohlraum des Gehäuses des Auflösemechanismus gelagerten Kämmzylinders und mit einem Speisemechanismus, der von der Stirnseite 60 her mit einem Deckel abgedeckt ist. Diese Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass mindestens eine Seite des Gehäuses des Auflösemechanismus im Bereich des Speisemechanismus zumindest teilweise für das Einsaugen von Luft offen ist.
65 Vorzugsweise ist mindestens eine Stirnseite des Gehäuses im ganzen Bereich vom Speisemechanismus offen.
Die Summe der Querschnittsflächen zum Einsaugen der Luft von der Stirnseite des Gehäuses und von der Faserband-
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eintrittsseite her beträgt dann 10 bis 70% der gesamten Quer-schnittsfläche, durch welche Luft in den Auflösemechanismus eintritt.
Nach einer Ausführungsvariante kann der Deckel auf der Stirnseite des Gehäuses oberhalb des Bereichs vom Speisemechanismus von unten zum Einsaugen der Luft ausgespart sein.
Der Deckel kann jedoch auf verschiedenste Art und Weise gestaltet sein. So kann er beispielsweise kürzer sein als die Stirnseite des Gehäuses vom Auflösemechanismus, so dass die Faserbandspeisezone von der einen Seite ganz frei bleibt. Derart kann entweder die eine oder beide Stirnseiten des Gehäuses vom Auslösemechanismus ausgestaltet sein. Alternativ kann jedoch ein Teil des die Stirnseite des Gehäuses abdek-kenden Deckels im Bereich der Speisezone nur mit einem Gitter versehen bzw. auf eine unterschiedliche Weise der Luft zugänglich gemacht sein. Gleichfalls kann der Speisemechanismus aus dem Gehäuse vom Auflösemechanismus herausragen bzw. auf einem Vorbau vor dem Gehäuse oder dgl. vorgesehen sein.
Im Prinzip handelt es sich hier darum, dass mindestens die eine der Stirnseiten des Gehäuses vom Auflösemechanismus für den Zutritt der die Faserbewegung im Verlauf des Auflösevorgangs und der Faserzuführung dem Drallgeberorgan der Offen-End-Spinneinheit positiv beeinflussenden Luft offen wäre. Obwohl es nach dem erfindungsgemässen Verfahren bevorzugt ist, wenn die Eintrittsseite des Gehäuses vom Auflösemechanismus - d.h. die Seite, von der das Faserband dem Auflöseprozess zugeführt wird — gleichfalls für den Luftzutritt offen ist, ist es auch möglich, die erfmdungsgemässe Vorrichtung auch in dem Fall anzuwenden, wenn die Öffnungen an der Eintrittsseite des Gehäuses vom Auflösemechanismus abgedichtet sind.
Um das geforderte Verhältnis zwischen der dem Auflösemechanismus durch die Öffnungen an der Eintrittsseite sowie durch die Stirnöffnung des Gehäuses zuzuführenden Luftmenge und der übrigbleibenden, in den Auflösemechanismus durch andere Wege hineintretenden Luft regeln zu können, ist es vorteilhaft, die Einmündung des Faserzuführkanals z.B. in der Seitenwand des Gehäuses mit einer Drosselblende zu versehen.
Durch diese Massnahmen wird nunmehr die Wirkung des Kämmzylinders auf die Fasern erhöht, sie beschleunigen den Fluss der der Spinneinheit zuzuliefernden Fasern und gleichzeitig setzen sie den Verunreinigungsgrad im Innern sowie in den Faserbandeintrittsräumen des Gehäuses des Auflösemechanismus herab.
Einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstands werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung; und
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer alternativen Aus-führungsfoim.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist ein mit einem Sägezahnbeschlag 9 versehener Kämmzylinder 2 in einem Hohlraum 10 des Gehäuses 1 des Auflösemechanismus gelagert. Dem Kämmzylinder 2 ist ein in einem Raum 11 befindlicher Speisemechanismus für ein Faserband 7 zugeordnet. Dieser Speisemechanismus besteht aus einer Speisewalze 3, die mit einem um einen Zapfen 5 gelagerten Druckschuh 4 zusammenwirkt, und aus einem Faserband Verdichter 6. Der Hohlraum 10 kommuniziert im Gehäuse 1 mit einem Faserzuführkanal 12 zum Befördern von Fasern 8, dessen Einmündung in der Seitenwand des Gehäuses 1 mit einer Drosselblende 14 versehen ist. Die Ausmündung 13 des Faserzufuhrkanals 12 kommuniziert auf der Austrittsseite des Gehäuses 1 mit dem Innenraum eines auf dem Unterdruckprinzip arbeitenden, nicht dargestellten Drallgeberorgans, z.B. eines Spinnrotors. Die Stirnseite 20 des Gehäuses 1 des Auflösemechanismus ist mit einem Deckel (Fig. 1) abgedeckt. Dieser Deckel 15 ist etwas kürzer als die Stirnseite 20 des Gehäuses 1, so dass der Deckel 15 mit einer Kante 17 die Speisewalze 3 und den Druckschuh 4 nur teilweise abdeckt.
Fig. 2 zeigt einen Deckel 16 mit einer über dem Speisemechanismus gebildeten Überlappung 18, so dass die Stirnseite 20 in diesem Bereich für den Luftzutritt ausreichend offen ist. Anschaulichkeitshalber ist in Fig. 2 noch eine mögliche Ausfuhrungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung, und zwar ein herausragender von allen Seiten der Luft zugänglicher Speisemechanismus, dargestellt.
In Fig. 1 sind die Richtungen von durch den Raum 11 des Speisemechanismus ins Gehäuse 1 hineintretenden und den Auflösemechanismus durchfliessenden Luftströme eingezeichnet. In den die Speisewalze 3, den Druckschuh 4 und den Faserbandverdichter 6 umgebenden Raum 11 des Speisemechanismus tritt die Luft im allgemeinen in der zur Drehachse 19 des Kämmzylinders 2 senkrechten Richtung 21 oder in der im wesentlichen mit dieser Drehachse 19 parallelen bzw. zu ihr allgemein schrägen Richtung 23 resp. 22 ein. Dieser durch den Raum 11 eintretende Luftstrom verbindet sich mit dem vom Beschlag des Kämmzylinders 2 mitgenommenen Luftstrom 27 und bildet mit ihm einen Luftstrom 24, der sich zusammen mit einem weiteren, aus der umgebenden Atmosphäre durch die Drosselblende 14 kommenden Luftstrom 25 zu einem resultierenden Luftstrom 26 vereinigt, der in das nicht dargestellte Drallgeberorgan eingesaugt wird. Dieses kann von beliebigem Typ sein, unter der Bedingung, dass darin ein Unterdruck in bezug auf die umgebende Atmosphäre besteht.
Die in Fig. 1 bzw. 2 veranschaulichte Vorrichtung arbeitet folgendermassen:
Das Faserband 7 wird vom Faserbandverdichter 6 zu einem Gebilde von flachem Querschnitt geformt und von der Speisewalze 3 und dem dagegengedrückten Druckschuh 4 dem Wirkungsbereich des Sägezahnbeschlags 9 des Kämmzylinders 2 zwangsläufig zugeführt. Einzelfasern 8 werden hierauf vom Sägezahnbeschlag 9 mitgenommen, vom Luftstrom 24 in den Faserzuführkanal 12 geschleudert und durch den letzteren vom resultierenden Luftstrom 26 in das nicht dargestellte Drallgeberorgan befördert.
Wie schon in der Einleitung erwähnt, ist die ganze Stirnseite 20 des Gehäuses 1 des Auflösemechanismus bei den bekannten Konstruktionen mit dem Deckel abgedeckt und der Zuführraum des Faserbandes 7 gegen Staub hermetisch abgedichtet. Demgegenüber wird bei der erfindungsgemässen Vorrichtung der Raum 11 für den Luftdurchgang in den Richtungen 21, 22 und 23 freigelassen, so dass nach einer geeigneten Einstellung der Drosselblende 14 eine intensive Luftströmung durch den Speisemechanismus sowie eine Beschleunigung des Luftstromes 24 und somit eine gleichmässige Zunahme der Geschwindigkeit der Fasern 8 im Bereich vom Speisemechanismus an bis zur Ausmündung 13 des Faserzuführkanals 12 erzielt werden.
Durch diese intensive Luftströmung wird zudem eine Belegung des Rahmens 11 mit Fasern, Staub und anderen Verunreinigungen vermieden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Auflösen von Stapelfasern aus einem Faserband und zu deren Zuführung im aufgelösten Stand zu einem Drallgeberorgan einer Offen-End-Spinneinheit, wobei die Fasern im Bereich des Auflösemechanismus mit Kämmzylinder einem Saugluftstrom ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern in der Faserbandzuführ- und Faserauflösezone von einem Luftstrom beaufschlagt werden, der aus Luftströmen resultiert, die in den zur Drehachse des Kämmzylinders senkrechten, in den durch diese Drehachse verlaufenden und in den mit dieser Drehachse parallelen Ebenen zugeführt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem im Hohlraum des Gehäuses des Auflösemechanismus gelagerten Kämmzylinder und mit einem Speisemechanismus, der von der Stirnseite her mit einem Deckel abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Seite des Gehäuses (1) des Auflösemechanismus im Bereich des Speisemechanismus zumindest teilweise für das Einsaugen von Luft offen ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stirnseite des Gehäuses (1) im ganzen Bereich des Speisemechanismus offen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Querschnittsflächen zum Einsaugen der Luft von der Stirnseite des Gehäuses ( 1) und von der Faser-bandeintrittsseite her 10 bis 70% der gesamten Querschnittsflä-che, durch welche Luft in den Auflösemechanismus eintritt, beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (16) auf der Stirnseite des Gehäuses (1) oberhalb des Bereiches vom Speisemechanismus von unten zum Einsaugen der Luft ausgespart ist.
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