CH617455A5 - - Google Patents

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CH617455A5
CH617455A5 CH298776A CH298776A CH617455A5 CH 617455 A5 CH617455 A5 CH 617455A5 CH 298776 A CH298776 A CH 298776A CH 298776 A CH298776 A CH 298776A CH 617455 A5 CH617455 A5 CH 617455A5
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oil
acid
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temperature
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CH298776A
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Hendrik Johan Ringers
Jacobus Cornelis Segers
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Unilever Nv
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction
    • C11B3/04Refining fats or fatty oils by chemical reaction with acids

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entschlei-men von Triglyceridölen, das ein Raffinieren von Triglyceridölen darstellt.
Die Triglyceridöle sind ein sehr wertvolles Rohmaterial. Sie bestehen hauptsächlich aus Triclyceriden von Fettsäuren, sie enthalten gewöhnlich jedoch gewisse geringere Mengen an Komponenten, z. B. färbende Materialien, Zucker, Wachse, partielle Glyceride, freie Fettsäuren und Phosphatide. In Abhängigkeit von der vorgesehenen Verwendung des Öles müssen einige dieser Komponenten, die in geringen Mengen anwesend sind, so weit als möglich entfernt werden. Diese Raffinierung des Öles ist in der Regel eine kostspielige Arbeitsweise, die aus einer Anzahl von Stufen besteht. Wegen der wirtschaftlichen Wichtigkeit der Raffinierung ist eine grosse Menge von Arbeit, sowohl zur Verbesserung, als auch zur Vereinfachung der Raffinationsverfahren ausgeführt worden.
Eine besonders wichtige Gruppe der Komponenten, die nur in geringeren Mengen anwesend sind, wird durch die Phosphatide dargestellt. Die Phosphatide können in zwei Klassen eingeteilt werden, nämlich die hydratisierbaren und die nicht hydratisierbaren Phosphatide. Diese Bestandteile des Öles werden oft als Gums oder Schleimstoffe bezeichnet. Die Entfernung der nicht hydratisierbaren Phosphatide ist immer ein grosses Problem gewesen und ist es heute auch noch.
Bei dem üblichen Verfahren, wie es "zur Zeit meistens praktisch ausgeführt wird, behandelt man das rohe Öl zuerst durch Hydratisierung der hydratisierbaren Phosphatide mit Wasser, das anschliessend z. B. durch Zentrifugaltrennung entfernt werden kann.
Die abgetrennte Phosphatidmischung wird gewöhnlich «Lecithin» genannt und kann sehr nützlich auf die verschiedensten Weisen verwendet werden. Zu dem vorentschleimten Öl, das gewöhnlich noch etwa 0,5% nicht hydratisierbare Phosphatide enthält, wird z. B. Phosphorsäure zugesetzt, die dazu dient, die nicht hydratisierbaren Phosphatide in hydratisierbare Phosphatide umzuwandeln, indem die an sie gebundenen Calcium-und Magnesiumionen freigesetzt werden. Danach wird gewöhnlich eine wässrige Alkalihydroxidlösung zugesetzt, um die Phosphatide zu entfernen und die freien Fettsäuren zu neutralisieren. Anschliessend kann der so gebildete Seifenstoff vom dem neutralisierten Öl durch Zentrifugaltrennung abgetrennt werden. Nachfolgend wird das Öl gewöhnlich mit Bleicherde gebleicht und durch Wasserdampfbehandlung desodorisiert.
Das vorstehend beschriebene Verfahren hat viele Nachteile. An erster Stelle wird in der Neutralisationsstufe eine zusätzliche Menge an Alkali benötigt, um die Phosphorsäure, die zuvor zugegeben wurde, zu neutralisieren. Zweitens bilden die von den nicht hydratisierbaren Phosphatiden freigesetzten Calcium- und Magnesiumionen unlösliche Phosphatverbindungen. Die ausgefällten Calcium-und Magnjesiumphosphate bilden einen schweren Schlamm, der eingeschlossenes Öl enthält; dieser Schlamm verunreinigt die Zentrifugentrommeln der zum Trennen des Seifenstoffs von dem Öl verwendeten Zentrifugen. Die Zentrifugen müssen daher wenigstens einmal am Tag gereinigt werden, was zu Produktionsverlusten führt und das Verfahren sehr mühsam macht. Die Ölverluste werden natürlich auch durch den Öl-Einschluss in dem Schlamm erhöht. Drittens gelangen die Phosphatide Zucker, Glycerin und andere entfernte Komponenten, die in geringeren Mengen
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vorliegen, in den Seifenstock, was Schwierigkeiten im Seifenspaltungsverfahren verursacht. Bei dem Seifenspaltungsverfahren wird Schwefelsäure zu dem Seifenstock zugegeben, wobei eine Abtrennung der freien Fettsäuren und einer wässrigen Phase erfolgt. Die letztgenannte enthält das Natriumsulfat, das 5 sich aus dem Seifenspaltungsverfahren ergibt, jedoch auch polare Phosphatide, Zucker, Glycerin und einige der anderen mengengemäss geringeren Komponenten. Diese stark verunreinigte wässrige Phase wird gewöhnlich in den Abfluss abgegeben, was eine Verunreinigung von Oberflächenwasser verur- 10 sacht oder wenn dies gesetzlich verboten ist, eine kostspielige Reinigungsanlage erfordert.
Es sind viele Versuche gemacht worden, alle diese Nachteile zu überwinden. Keines der vorgeschlagenen Verfahren hat jedoch bis jetzt zu einem praktisch ausführbaren wirt- 15 schaftlichen Verfahren geführt. Solche vorgeschlagenen Verfahren schliessen z. B. die Entfernung von Gums oder Entschlei-men des Öls durch Behandlung mit starken Mineralsäuren, wie Salzsäure, Salpetersäure usw. mit nachfolgendem Waschen mit Wasser ein. Starke Mineralsäuren haben jedoch eine schäd- 20 liehe Wirkung auf die behandelten Öle und können nicht bei Speiseölen Anwendung finden. Überdies werden die üblichen technischen Apparate wie Zentrifugen durch solche Säuren stark korrodiert. Ferner ist es vorgeschlagen worden, essbare organische Säuren, organische Säureanhydride, mehrbasische 25 Säuren, Reinigungsmittellösungen, Salzlösungen usw., sowohl in verdünnter als auch in konzentrierter Form, zum Entschlei-men von Ölen zu verwenden, jedoch waren diese Vorschläge entweder praktisch nicht durchführbar oder ergaben keine zufriedenstellende Entschleimung. Die Entfernung der nicht 30 hydratisierbaren Phosphatiden bereitete insbesondere ernsthafte Schwierigkeiten.
Es ist jetzt gefunden worden, dass die Phosphatide und andere Komponenten in geringeren Mengen aus rohen oder mit Wasser entschleimten Triglyceridölen, die bei 40 °C im 35 wesentlichen flüssig sind, erfindungsgemäss entfernt werden, indem man eine wirksame Menge einer im wesentlichen konzentrierten Säure oder eines Säureanhydrids mit einem pH-Wert von wenigstens 0,5, gemessen bei 20 °C, in einer 1 -molaren wässrigen Lösung, in dem Öl dispergiert, darauffol- 40 gend 0,2 bis 5 Gew.-% Wasser in der erhaltenen Mischung dispergiert und schliesslich einen wässrigen Schlamm, der die Schleimstoffe von dem Öl enthält, abtrennt, wobei die Mischung von Öl, Wasser und Säure wenigstens 5 Minuten auf einer Temperatur unter 40 °C gehalten wird, bevor die Abtren- 45 nung des wässrigen Schlamms erfolgt.
Es wird angenommen, dass die konzentrierte Säure oder das Säureanhydrid die nicht hydratisierbaren Phosphatide in hydratisierbare Formen umwandelt. Nach dem Zusatz von Wasser und bei einer Temperatur unter 40 °C werden die Phos- 50 phatide vermutlich in eine halbkristalline Phase umgewandelt, die auch die Säure oder das Anhydrid und das zuvor zugesetzte Wasser, das meiste der zuckerartigen Verbindungen, Glycerin und vorhandene Wachse und auch die Magnesium- und Calcium-ionen, die zuvor an den nicht hydratisierbaren Phosphatiden ^ gebunden waren, enthält. Nach der Trennung, vorzugsweise durch Zentrifugieren, bilden die Phosphatide zusammen mit den anderen darin enthaltenen Komponenten einen wässrigen Schlamm, der nicht an dem Metall der Abtrennungsapparatur, z. B. den Zentrifugentrommeln, klebt, was die Trennung zu 60 einer einfachen Verfahrensstufe macht und eine Reinigung dieser Apparatur, in scharfem Gegensatz zu dem üblichen Verfahren, selten notwendig macht.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfährens ergibt sich aus der Tatsache, dass die verwendete Säure oder 65 das verwendete Anhydrid von dem Öl mit den Phosphatiden abgetrennt wird. Es wird daher die Verwendung einer Sondermenge von Lauge, bei der Neutralisation des Öls vermieden.
Überdies enthält der nach der Neutralisationsstufe erhaltene Seifenstock eine, stark verringerte Menge an Phosphatiden; es enthält daher dèr Abfluss aus dem Seifenstockspaltungsverfah-ren viel weniger organisches Material als bei dem üblichen Raffinationsverfahren, wodurch Wasserverschmutzungsprobleme verringert werden.
Es ist eine weitere überraschende Erscheinung bei der Behandlung von rohen Ölen, die auch die hydratisierbaren Phosphatide enthalten, festgestellt worden. Es hat sich als möglich erwiesen, eine weit geringere Menge an Säure oder Anhydrid als bei der Behandlung von vorentschleimten Ölen zu verwenden. Diese Erscheinung legt es nahe, dass in diesem Fall es nicht notwendig ist, sämtliche nicht hydratisierbaren Phosphatide umzuwandeln, die noch entfernt werden. Die gute Trennung, die nichtsdestoweniger erhalten wird, mag einer Art von Agglomeration der Micellen, deren Oberflächen durch die Säurebehandlung modifiziert werden, zuschreibbar sein. Es ist jedoch ersichtlich, dass derartige theoretische Erklärungen nicht die Erfindung in irgendeiner Weise beschränken.
Es ist ersichtlich, dass die gründliche Entfernung der Phosphatide, Wachse, ebenso wie der zuckerartigen Komponenten, und von Magnesium, Calcium und anderen geringen Mengen an Komponenten, welche durch das erfindungsgemässe Verfahren möglich gemacht wird, zu beträchtlichen Vereinfachungen bei den darauffolgenden Raffinationsverfahren, nämlich der Neutralisation, dem Bleichen und der Desodorisierung führt. Es können eine oder mehrere dieser Raffinierungsstufen sogar gesamthaft fortgelassen werden.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können sämtliche Triglyceridöle, z. B. Sojaöl, Rüböl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Reiskleieöl (Reisöl), Traubenkernöl, Kokosnussöl, Baumwoll-saatöl, Erdnussöl, Leinöl, Maisöl, Palmöl, Palmkernöl, Safloröl, Salfett, Sheafett usw. behandelt werden.
Als Säure können grundsätzlich sämtliche anorganischen und organischen Säuren mit einem pH-Wert von wenigstens 0,5, gemessen bei 20 °C in einer 1-molaren wässrigen Lösung, zur Anwendung gelangen, z. B. Phosphorsäure, Essigsäure, Citronensäure, Weinsäure, Bernsteinsäure usw. oder Mischungen solcher Säuren. Die Verwendung von aggressiven, korrosiven und/oder toxischen Säuren wird vorzugsweise vermieden. Bevorzugt werden geniessbare Säuren, wie Essigsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure usw., verwendet, da in diesem Fall der saure Schlamm als Viehfutter Verwendung finden kann, und bei Raffinierung von rohen Ölen das abgetrennte Lecithin z. B. zur Herstellung von Emulgatoren für die Lebensmittelindustrie benutzt werden kann. Citronensäure ist die am meisten bevorzugte Säure.
Überraschenderweise hängt die Menge der zuzusetzenden Säure oder des zuzusetzenden Anhydrids kaum von der Menge von Phosphatiden.in dem Öl ab. Beispielsweise gibt bei der Entschleimung von vorentschleimtem Sojaöl, das etwa 0,5 Gew.-% Phosphatide enthält, eine Menge von 0,3 Gew.-% einer 50%igen Citronensäurelösung, eine ausgezeichnete Entschlei-mungswirkung. Bei der Entschleimung von rohem Sojaöl, das etwa 2,5 Gew.-% Phosphatide enthält, ergeben die gleichen oder weit geringere Mengen an Säure, eine gleichermassen gute Entschleimung.
Die Säure wird vorzugsweise in konzentrierter Form zugesetzt. Für Citronensäure wird gewöhnlich eine gesättigte oder nahezu gesättigte Lösung zugesetzt, was eine etwa50 Gew-%ige Lösung bedeutet. Es können natürlich weniger konzentrierte Lösungen angewendet werden, und gute Ergebnisse sind durch Verwendung einer Konzentration zwischen 10 und 50 Gew.-%, insbesondere 30 bis 50 Gew.-%, erhalten worden.
Die Säure wird vorzugsweise dem Öl zugesetzt, während das Öl eine Temperatur oberhalb etwa 60 °C hat. Temperaturen bis zu 100 °C und höher können Anwendung finden und vorzugsweise beträgt die Temperatur 70 bis 80 °C; höhere
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Temperaturen als diese geben keine weiteren Verbesserungen. Mischung zu erleichtern, vorausgesetzt, dass die Erhitzungs-
Temperaturen zwischen 20 und 60 °C können auch Anwen- stufe in einer genügend kurzen Zeit ausgeführt wird, um eine dung finden. Die Zeit, die für ein homogenes Mischen der Säure Umwandlung der Phosphatide zu ihrer Hochtemperaturphase mit dem Öl bei solchen niedrigen Temperaturen erforderlich zu vermeiden. Vorzugsweise wird die Erhitzung in nicht mehr ist, kann jedoch länger sein, es wird jedoch gewöhnlich der •> als 5 Minuten, insbesondere in nicht mehr als 1 Minute ausge-
gleiche Grad von Entschleimung erzielt. führt. Derartig schnelle Erhitzungsraten können leicht mit
Nachdem die Säure zugesetzt und gründlich mit dem Öl Hilfe eines üblichen Wärmeaustauschers erreicht werden,
gemischt worden ist, wird der Säure gewisse Zeit zur Umset- Die abgetrennten Phosphatide enthalten auch die Haupt-
zung mit den Phosphatiden gegeben. Gewöhnlich ist eine menge der zuckerartigen Verbindungen, Glycerin, Magnesium-Berührungszeit des Öls mit der Säure von 1 bis 20Minuten ausrei- und Calciumionen und andere Komponenten in geringerer chend, obwohl längere und kürzere Berührungszeiten auch zur Menge, die ursprünglich in dem Öl vorhanden waren, zusam-
Anwendung gelangen können. Die Zeit, die zum Mischen der men mit der zugesetzten Säure oder dem zugesetzten Anhy-
Säure oder des Säureanhydrids mit dem Öl erforderlich ist, ist drid. Die Säure in dem Schlamm wirkt als Konservierungsmit-
gewöhnlich ausreichend, um eine ausreichende Reaktionszeit tei, so dass dieser nicht einer Bioverschlechterung unterworfen zu gewährleisten. ' wird. Falls eine geniessbare Säure, wie Citronensäure, in der
Wenn die Säure bei hoher Temperatur zugegeben wurde, ersten Stufe des Verfahrens angewendet wurde, kann der saure wird das Öl vorzugsweise zunächst auf eine Temperatur unter Schlamm Viehfutterstoffen zugesetzt werden und den Nähr-
40 °C, vorzugsweise auf 25 bis 35 °C, z. B. mittels Durchgang wert von diesen verbessern.
durch einen Wärmeaustauscher gekühlt. Temperaturen herab Das Öl kann gemäss in der Ölraffinationstechnik bekannten bis zu 0 °C können zur Anwendung gelangen, solange das Öl 20 Verfahren, z. B. durch Neutralisieren, Bleichen und Desodori-
flüssig bleibt. sieren, weiterbehandelt werden. Bei diesen Verfahrensstufen
Vorzugsweise wird nach dem Kühlen der Öl-Säure- werden die letzten Spuren von Phosphorverbindungen, die Mischung auf unter 40 °C eine geringe Menge Wasser, vor- nicht bei dem Entschleimungsverfahren entfernt worden zugsweise destilliertes oder entmineralisiertes Wasser, zugege- waren, beseitigt. Infolge des sehr niedrigen Gehalts an Phos-ben. Die Gegenwart von Elektrolyten, oberflächenaktiven Mit- 25 phatiden und anderen geringen Mengen an Komponenten in teln, Proteinen beeinflusst j edoch nicht das Entschieimen, und dem Öl nach seiner Entschleimung gemäss dem erfindungsge-solche Verbindungen werden mit dem wässrigen Schlamm mässen Verfahren werden wertvolle Vorteile bei den darauffol-abgetrennt. Wahlweise kann das Wasser auch zugesetzt wer- genden Raffinationsstufen möglich gemacht, wie z. B.: Verwenden, während das Öl noch eine hohe Temperatur hat. Die dung von weniger Alkali bei der Neutralisation, ein reinerer Menge an Wasser ist vorzugsweise gerade ausreichend, um im >0 Seifenstock, der zu verbesserten sauren Ölen führt, weniger wesentlichen sämtliche vorhandenen Phosphatide zu hydrati- und sauberer Abfluss nach dem Seifenstock-Spaltungsverfah-sieren. Ein geringer Überschuss ist nicht schädlich; es soll ren, Anwendung von weniger Bleicherde in der Bleichstufe jedoch Sorge dafür getragen werden, nicht zu viel Wasser keine Verfärbung des Öls in der Desodorisierungs-zuzugeben, weil dann eine dritte Phase gebildet werden kann, stufe usw. Ferner können die entschleimten Öle während länge-die zu Schwierigkeiten bei der darauffolgenden zentrifugalen y- rer Zeiten ohne Abbau oder Verschlechterung und ohne Bil-Abtrennung des sauren Schlamms führen kann. Sehr geringe dung von Ablagerungen in den Behältern gelagert werden. Mengen von Wasser können zur Anwendung gelangen. Es Nach dem Entschieimen kann das Öl mit Wasser gewaschen kann jedoch schwierig sein, solche geringen Mengen homogen werden, gewöhnlich ist dies jedoch nicht notwendig.
in dem Öl zu dispergieren. Die Menge an zugesetztem Wasser Das erfindungsgemässe Verfahren kann ansatzweise ausge-
beträgt 0,2 bis 5 Gew.-°/o, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% und ins- ■ führt werden, vorzugsweise wird es jedoch in kontinuierlicher besondere 1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Öl. Weise ausgeführt. In der Zeichnung ist eine schematische Dar-
Nachdem das Wasser zu dem Öl zugegeben und gründlich Stellung einer Vorrichtung zur Ausführung der bevorzugten mit diesem gemischt worden ist, wird das Wasser mit dem Öl Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens gege-vorzugsweise unter schwachem Rühren während einer Zeit- ben: Öl wird von einem Verweilbehälter 1 durch einen Wärmedauer in dem Bereich von 5 Minuten bis mehrere Stunden in austauscher 2 geführt, in dem es auf eine Temperatur von 70 °C Berührung gelassen. Die längeren Zeiten werden bei vorent- erhitzt wird. Aus dem Vorratsbehälter 3 wird eine 1:1 Citro-schleimten Ölen benötigt. Für vorentschleimte Öle ist die nensäurelösung zu dem erhitzten Öl über eine Proportionie-Berührungszeit vorzugsweise 0,5 bis 2 Std. und insbesondere 1 rungspumpe oder Dosierungspumpe 4 zugesetzt. Die Citronen-bis 2 Std. Überraschenderweise gibt für rohe Öle eine Berüh- säurelösung wird gründlich mit dem Öl in einem Mischer 5 z. B. rungszeit von nur 5 bis 20 Minuten schon eine gute Entschlei- *>o einem Zentrifugalmischer gemischt. Die Mischung von Öl und mungswirkung, selbst wenn nur eine geringe Menge an Säure Citronensäure wird dann in ein Gefäss 6 geführt, in dem es wäh-angewendet wurde. Längere Berührungszeiten geben gewöhn- rend einer Verweilzeit von etwa 10 Minuten verbleibt, wobei es lieh keine merkbare weitere Verbesserung, sie sind jedoch gerührt wird. Nach Verlassen dieses Gefässes fliesst die nicht schädlich. So sind Berührungszeiten von mehreren Tagen Mischung durch einen Wärmeaustauscher 7, indem es auf eine möglich. Um eine gute Entschleimung zu erhalten, ist es 55 Temperatur von 20 bis 25 °C gekühlt wird, wonach destilliertes wesentlich, dass während der Berührungszeit die Öl-Wasser- Wasser über eine Dosierungspumpe 8 zugeführt wird. In dem Säuremischung eine Temperatur unter etwa 40 °C, Vorzugs- Mischer 9 wird das Wasser gründlich mit der ÖI-Citronensäure-weise von 25 bis 35 °C hat. Mischung gemischt, und dann fliesst die Mischung in das
Schliesslich wird ein wässriger Schlamm, der die Phospha- Gefäss 10, in dem es während einer Verweilzeit von etwa einer tide enthält, von dem Öl, vorzugsweise durch Zentrifugieren, «> Stunde belassen bleibt, während es schwach gerührt wird,
abgetrennt. Diese Abtrennung wird meistens bei einer Tempe- Schliesslich wird die Mischung in entschleimtes Öl und ratur unter etwa 40 °C, vorzugsweise 25 bis 35 °C, ausgeführt. einen sauren Schlamm in dem Zentrifugalseparator 11
Oberhalb 40 °C, insbesondere oberhalb 50 °C bilden sich getrennt.
die Phosphatide zu einer mesomorphen lamellaren Phase um,
die schwieriger von dem Öl abzutrennen ist. > Beispiel 1 bis 3
Es hat sich jedoch als möglich erwiesen, die Abtrennung Zu einem Sojabohnenöl, das durch Waschen mit Wasser durch Erhitzung der Mischung auf eine Temperatur in dem bei einer Temperatur von 70 °C vorentschleimt worden war,
Bereich von 60 bis 90 °C und sofortige Zentrifugierung der wurde 0,3 Gew.-% einer 50%igen Citronensäurelösung zugege-
5 617455
ben, wobei das Öl eine Temperatur von 70 °C hatte. Nach einer sehen und wieder zentrifugiert. In den Beispielen 2 und 3 wurde Berührungszeit von etwa 20 Minuten wurde das Öl auf 20 bis die Waschstufe fortgelassen. Das entschleimte Öl wurde auf 25 °C gekühlt, mit Wasser vermischt, während einer Stunde in etwa 85 °C erhitzt, mit 1 bis 2n-Lauge neutralisiert, gewaschen einem Verweilbehälter gehalten und dann abzentrifugiert. und getrocknet. Die Einzelheiten jedes Beispiels und die Ergeb-
In Beispiel 1 wurde das Öl zusätzlich mit Wasser gewa- 5 nisse sind in der Tabelle I zusammengefasst:
Tabelle I
Bei- Wasser- Wasser- Phosphorgehalt (ppm)
menge menge
Aus-
ent-
ent-
neu-
neu-
(Gew.-%
für die gangs-
schleim-
schleim-
tra-
tra-
auf Öl)
Wasch
öl tes Öl tes und
Ii-
li-
stufe
gewa sier-
sier-
nach
schenes tes tes
Ent-
Öl
Öl und ge
schlei-
wasche
men
nes Öl
(Gew.-% auf Öl)
12 5 125
2 2 kein 128
3 1 kein 118
31 22 4 3
28 4 2
29 - 4 1
Es ist ersichtlich, dass die zusätzliche Waschstufe von Beispiel 1 keine Verbesserung ergab.
Der Phosphorgehalt der Ausgangsöle variiert etwas bei allen Beispielen, insbesondere bei denjenigen, wo die Behandlung von extrahiertem Sojabohnenöl beschrieben wird. Es ist allgemein bekannt, dass der P-Gehalt hinsichtlich des Ursprungs, der Qualität und sogar der Lagerzeit des Öls variiert.
' Wenn die vorstehenden Beispiele unter Verwendung von Essigsäure, Weinsäure, Milchsäure, Phosphorsäure, Essigsäureanhydrid oder Propionsäureanhydrid wiederholt werden, werden im wesentlichen dieselben Ergebnisse erzielt.
Beispiele 4 bis 6
Bei diesen Beispielen, welche während einer ganzen Woche in technischem Massstab durchgeführt wurden, wurde die Menge der Citronensäure und die Berührungszeiten des Öls mit Citronensäure und des Öls mit Wasser variiert. Die Citro-30 nensäure wurde dem vorentschleimten Sojabohnenöl zugegeben, wobei das letztere eine Temperatur von 70 °C hatte. Nach einer Kontaktzeit, wie in Tabelle II angegeben, wurde das Öl auf 20 bis 25 °C gekühlt und mit Wasser vermischt. Nach einer Kontaktzeit mit dem Wasser, wie in Tabelle II beschrieben, 35 wurde das Öl abzentrifugiert. Danach wurde das Öl bei 85 °C mit 2n- oder 4n-Lauge (20% Überschuss) neutralisiert, gewaschen und getrocknet. Die Einzelheiten jedes Beispiels und die erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle II zusammengefasst. Während der ganzen Woche, in der die Versuche durchgeführt 40 wurden, war es nicht erforderlich, die Zentrifugentrommel (centrifuge bowls) zu reinigen.
Tabellen
Ergebnis von drei Entschleimungsversuchen während langer Zeitdauer (1 Woche)
Beispiel
4
5
6
Citronensäurelösung (1:1)
Gew.-% auf Öl
0,3
0,15
0,3
Wasser
Gew.-% auf Öl
1,0
0,5
1,0
Berührungszeit Citronensäure/Öl min.
20
10
10
Berührungszeit Wasser/Öl min.
60
30
60
P-Gehalt des Ausgangsöls ppm
124
99
99
P-Gehalt des entschleimten Öls ppm
22
54
51
P-Gehalt des neutralisierten Öls ppm
3
12
9
P-Gehalt des neutralisierten,
gewaschenen Öls ppm
0
16
3
Die Seifenstocks der Neutralisierungsstufe und das Wasch- 65 wasser der darauffolgenden Waschstufe von Beispiel 6 wurden vereinigt und mit Schwefelsäure zerlegt oder gespalten. Das erhaltene saure Wasser wurde analysiert und mit dem sauren
Wasser eines üblichen Zentrifugier-Raffinationsverfahrens verglichen. Die Ergebnisse der Analyse sind in der Tabelle III zusammengefasst.
617455
6
Tabelle III
Zusammensetzung des sauren Wassers Von Bei- saures Wasser spiel 6 von der Zentrifugenleitung
Menge an saurem Wasser
(Gew.-% bezogen auf Öl)
17
30
TFM in Petroleumäther in ppm
450
60*
COD in ppm
5000
>15 000
Glycerin ppm
570
10330
P in ppm
150
_**
N in ppm
23
_**
S04=
1,14
_**
Beispiel 9, bei welchem 1 Gew.-% Wasser zugegeben wurde, wenn das Öl eine Temperatur von 30 °C hatte, ergab das beste Ergebnis.
5 Beispiele 13 bis 20
Zu dem rohen extrahierten Sojabohnenöl (erhalten durch Extraktion von Sojabohnen mit Hexan) mit einem Gehalt von 537 ppm P wurde 0,3 Gew.-% einer 1:1-Citronensäurelösung bei einer Temperatur von 70 °C zugegeben. Nach 15 min n> wurde das Öl während einer Zeitdauer von 30 min auf 20 °C gekühlt. Nach dem Abkühlen wurde das Öl 45 min oder 2 Stunden 45 min stehengelassen, danach wurden 1,5 oder 2,5 Gew.-% Wasser dem Öl zugesetzt. Nach einer Berührungszeit von 15 min oder 1 Stunde wurde das Öl abzentrifugiert, und es wurde '■j der Phosphorgehalt bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle V zusammengefasst.
* TFM in Äther bedeutet 1050 ppm; dieses zeigt, dass ein grosser Teil des fetten Bestandteils oxydiert war und deshalb unlös- 20 lieh in Petroleumäther war.
** Nicht gemessen.
Diese Tabelle zeigt, dass der chemische Sauerstoffbedarf (COD) und der Glyceringehalt des Seifenstocks von ent- 25 schleimtem Sojabohnenöl nach dem Verfahren gemäss der Erfindung niedriger waren als die Werte in saurem Wasser nach dem normalen Raffinierungsverfahren. Die Menge an Abflussmittel verringert sich überdies um mehr als 50°/o, wenn das Lecithin in der ersten Stufe fortgelassen wird. j0
Beispiele 7 bis 12
In diesen Beispielen wurde der Einfluss von Unterschieden in der Kühltemperatur und in der Menge an bei der Entschlei-mungsstufe zugesetztem Wasser auf die Entschleimung unter- =? sucht.
Bei allen Versuchen wurde 0,3 Gew.-% Citronensäurelö-sung 1:1 dem vorentschleimten Sojabohnenöl bei einer Temperatur von 70 °C zugegeben. Nach 10 Minuten wurde das Öl auf die in der Tabelle erwähnte Temperatur abgekühlt, und die angegebene Wassermenge wurde zugegeben. Nach 1 Stunde wurde das Öl zentrifugiert. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der Tabelle IV zusammengefasst.
Tabelle IV
Tabelle V
Bei
Kühltempe
Zugesetzte
Pin
Pin spiel ratur
Wassermenge Ausgangsöl entschleimtem
CO
(Gew.-%)
(ppm)
Öl (ppm)
7
25
1
103
49
8
25
0,5
102
58
9
30
1
101
36
10
30
0,5
102
54
11
35
1
96
40
12
35
0,5
106
45
Beispiel
Verweilzeit nach dem Kühlen h zugesetzte Berührungs-Wassermenge zeit Wasser (Gew.-% auf mit Öl (h) Öl)
P-Gehalt von entschleimtem Öl (ppm)
13
%
IV2
%
23
14
2 %
IV2
lk
19
15
%
2V2
V4
18
16
23U
2V2
Ht
20
17
3k
IV2
1
11
18
2%
IV2
1
12
19
%
2V2
1
10
20
2%
2V2
1
13
Aus der vorstehenden Tabelle ist klar ersichtlich, dass die Verweilzeit nach dem Kühlen keinen Einfluss auf das Entschlei-men hat. Das beste Entschieimen wird erzielt, wenn die Berührungszeit von Wasser mit Öl etwa 1 Stunde beträgt. Die zugesetzte Wassermenge hat ebenfalls keinerlei Einfluss. Der Phosphorgehalt des entschleimten Öls ist bemerkenswert niedrig in sämtlichen Beispielen, welches die mit dem Verfahren gemäss der Erfindung erzielten vorteilhaften Ergebnisse bestätigt. Das , erhaltene Lecithin enthielt etwa 5% Citronensäure.
Beispiele 21 bis 28
Zur Feststellung der Möglichkeit, geringere Mengen an Citronensäure zu verwenden, wurden Versuche durchgeführt, 1 bei denen sehr geringe Mengen von Citronensäure verwendet wurden. Die Versuche wurden in halbtechnischem Massstab (pilot plant scale) mit einem Durchsatz von 50 kg Öl/Std. durchgeführt. Zu extrahiertem Sojabohnenöl wurde eine 1 :1-Citro-nensäurelösung in verschiedenen Mengen zugegeben, wobei i das Öl eine Temperatur von 70 °C aufweis. Nach 15 min wurde das Öl auf 23 °C während etwa 30 min gekühlt. Nach 2 Stunden wurde Wasser zugesetzt, und nach einer Berührungszeit von Wasser mit Öl während 15 bis 75 min wurde das Öl abzentrifugiert. Darauf wurde das Öl mit Wasser gewaschen. Die Ergeb-, nisse dieser Versuche sind in Tabelle VI zusammengefasst.
7
617455
Tabelle VI
Bei- Menge der Citro- Mengedes P-Gehalt (ppm)
spiel nensäurelösung Wassers Ausgangs- nach Ent- nach Waschen
(Gew.-%) (Gew.-%) öl schleimen mit Wasser
21
0,003
5
926
148
122
22
0,05
5
882
89
76
23
0,10
5
877
54
41
24
0,15
5
672
9
5
25
0,03
1,5
716
18
7
26
0,05
1,5
763
18
6
27
0,10
1,5
700
17
5
28
0,15
1,5
703
37*
2
* Die Zentrifuge war zeitweise nicht richtig eingestellt
Wenn 5 Gew.-% Wasser für das Entschieimen verwendet werden, ist die Menge der entfernten Phosphatide stark von : der Menge an zugesetzter Citronensäure abhängig, wenn jedoch 1,5 Gew.-% Wasser verwendet werden, wird sogar mit einer geringen Menge von 0,03 Gew.-% 1:1-Citronensäurelö-sung ein ausgezeichnetes Entschieimen erzielt.
Beispiele 29 bis 34
Um ferner die Wirkung der Berührungszeit von Wasser mit Öl unter Anwendung geringer Mengen Citronensäurelösung bei dem Entschieimen von extrahiertem Soyabohnenöl festzustellen, wurden die folgenden Versuche durchgeführt: Zu extrahiertem Sojabohnenöl mit einem Phosphorgehalt von 700 ppm wurden verschiedene Mengen einer 1 :1-Citronensäurelösung bei einer Temperatur von 70 °C zugegeben. Nach 15 Minuten wurde das Öl auf 23 °C während etwa 30 min gekühlt. Unmittelbar nach dem Kühlen wurden 1,5 Gew.-% Wasser zugegeben, und nach unterschiedlichen Berührungszeiten von Wasser mit Öl wurde das Öl zentrifugiert. Die Ergebnisse sind in der Tabelle VII zusammengefasst:
Tabelle VII
Beispiel
Menge der Citronensäurelösung 1:1 (Gew.-%)
Berührungszeit Analytische Werte
Wasser mit Öl P Ca Mg
(h) (ppm) (ppm) (ppm)
29
30
31
32
33
34
0,003
0,003
0,003
0,01
0,01
0,01
2
1%
y2
2
IV4
¥2
42 46 41 12 21 31
18 16
3,9 6,8
11 9
2,1 3,8
Es ist ersichtlich, dass durch Verwendung von 0,003 Gew.-% Vergleichsbeispiel der Citronensäurelösung die Berührungszeit von Wasser mit Zu 50 g Sojabohnenöl wurden 2% Wasser oder 2% einer
Öl keinerlei Einfluss auf die Phosphatidentfernung hat, wenn 5%igen Citronensäurelösung bei Temperaturen von 20 oder jedoch 0,01 Gew.-% der Citronensäurelösung verwendet wird, 70 °C zugegeben und mit einem Vibrator 5 min lang gemischt, werden die besten Ergebnisse bei einer Berührungszeit von 2 so Danach wurde das Öl bei 3000 U/min bei der gleichen Tempe-Stunden erhalten. Es wurden auch die Calcium- und Magnesi- ratur 15 min lang zentrifugiert, und schliesslich wurde das Öl umgehalte des entschleimten Öls. bestimmt. Es ist ersichtlich, über Filterpapier filtriert. Die Ergebnisse der Entschleimungs-dass die Calcium- und Magnesiumionen zusammen mit den versuche sind in der Tabelle VIII zusammengefasst.
Phosphatiden entfernt werden.
Tabelle VIII Versuch Entschleimungs- Phosphorgehalt
Nr. verfahren I II III IV V VI VII
Ausgangsöl
968
882
646
645
910
999
758
a
2% Wasser, 20 °C
163
156
131
53
119
144
85
b
2% Wasser, 70 °C
203
173
141
65
133
140
113
c
2% Citronen
80
säure (5%), 20 °C
165
136
115
62
133
163
d
2% Citronen
100
säure (5%), 70 °C
198
138
135
14
47
45
617455
8
Aus der Tabelle VIII ist klar ersichtlich, dass, wenn Wasser Verfahren behandelt. Bei 80 °C oder 90 °C wurde 0,1 Gew.-% allein oder verdünnte Citronensäure in einer Stufe verwendet Citronensäurelösung mit Konzentrationen von 50 Gew.-% bzw. werden, der erzielte Entschleimungseffekt stark variiert und in 25 Gew.-% dem Öl zugesetzt. Das Öl wurde mit einem Vibrator hohem Masse von der Qualität des verwendeten Öls abhängig 5 min gerührt, auf 20 °C gekühlt und nach Zugabe von 1,0 ist. s Gew.-% Wasser wiederum 5 min lang gerührt und 15 min ste hengelassen, wobei gelegentlich gerührt wurde. Darauf wurde Beispiele 35 bis 37 das Öl bei 3000 U/min 15 min zentrifugiert und über Filterpa-
Die in dem vorstehenden Vergleichsbeispiel verwendeten pier gefiltert. Die Ergebnisse sind in der Tabelle IX zusammen-Öle wurden in gleicher Weise gemäss dem erfindungsgemässen gefasst.
;o
Tabelle IX
Bei- Temperatur Konzentration Rest P-Gehalt (Teile/Mill)
spiel Citronen- Citronensäure- im entschleimten Öl säure- lösung zusatz (°C) (Gew.-%) I II III IV V VI VII
25
80
50
31
24
41
9
10 15
30
26
80
25
54
31
69
6
34
37
27
90
25
58
30
50
-
-
-
«-» bedeutet: nicht festgestellt
25
Aus der Tabelle IX ist klar ersichtlich, dass das Verfahren Dieses Beispiel zeigt, dass das erfindungsgemässe Ent-
gemäss der Erfindung niedrige Restphosphorgehalte bei allen schleimungsverfahren auch den grösseren Teil der Wachse aus Ausgangsölen ergibt. den wachsreichen Ölen entfernt. Diese Tatsache führt zu bemerkenswerten Einsparungen in der letzten herkömmlichen Beispiel 38 <o Entwachsungsstufe.
Zu 700 g Traubenkernöl wurde 0,3 Gew.-% einer 1:1-Citro-nensäurelösung zugegeben, wobei das Öl eine Temperatur von Beispiele 39 bis 41
20 °C hatte, danach wurde das Öl mit einem mechanischen 700 g Sonnenblumenöl wurden auf 70 °C erhitzt, und es
Rührer bei 600 U/min 15 min lang gerührt. 5 Gew.-% Wasser wurde 0,3 Gew.-% einer 1:1-Citronensäurelösung dem Öl zuge-wurden dem Öl zugegeben, und das Rühren wurde weitere 15 a geben, und das Öl wurde mit einem mechanischen Rührer bei min fortgesetzt. Schliesslich wurde das Öl abzentrifugiert und 600 U/min gerührt. Danach wurde das Öl auf 20 °C gekühlt und getrocknet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle X zusammenge- anschliessend wurden 5 Gew.-% Wasser dem Öl zugegeben, fasst. Tabelle X und das Rühren wurde 1 Stunde lang fortgesetzt. Dann wurde das Öl abzentrifugiert, neutralisiert und mit 1% eines aktiven f_ Wachse ■ Tons (Tonsil) gebleicht. Schliesslich wurde das Öl durch Küh-
(Teile/Mill) (Teile/Mi ) ien auf 15 °C und langsamem Rühren bei dieser Temperatur während 4 Stunden entwachst, wobei 1% einer Filterhilfe zuge-Ausgangsöl 24 8170 geben und abfiltriert wurde. Die Ergebnisse sind in der Tabelle entschleimtes Öl 8 175 XI zusammengefasst.
Tabelle XI
Analysen-Werte für Ausgangsöl entschleimtes Öl, neutralisiertes, gebleich tes u. entwachstes Öl, Beispiel P Wachs P Wachs P
(Teile/Mill) (Teile/Mill) (Teile/Mill) (Teile/Mill) (Teile/Mill) Kühltest*
39 120 320 19 38 - klar
40 128 490 11 110 8 klar
41 84 80 27 60 2 klar
*3hbeiO°C
Diese Beispiele zeigen ebenfalls, dass das Entschleimungs-verfahren gemäss der Erfindung auch den überwiegenden Anteil an Wachsen aus den diese enthaltenden Ölen entfernt.
Beispiele 42 und 43
Zu den sogenannten Tank-Rückständen von Sonnenblumenöl wurden 0,3 Gew.-% einer 50%igen Citronensäurelösung zugegeben, wobei die Öle eine Temperatur von 20 bis 25 °C
aufwiesen. Die Mischung wurde während 30 Minuten gerührt. Danach wurden 5% einer wässrigen Lösung, die 0,4% Natrium-laurylsulfat und 2% Magnesiumsulfat enthielt, zugegeben und die Mischung wurde 1 Stunde lang gerührt, worauf die t? Mischung 12 Stunden lang stehen gelassen wurde. Danach wurde die wässrige Phase abfliessen gelassen. Die Ergebnisse sind in Tabelle XII zusammengefasst.
9
617455
Tabelle XII
Analysen-Werte für
Ausgangsöl entschleimtes
Ol
P Wachs P
Wachs
Beispiel
(Teile/Mill) (Teile/Mill) (Teile/Mill)
(Teile/Mill)
42
143 700 Spur
73
43
894 36400 14
730
Beispiele 44 bis 51
500 g Sonnenblumenöl wurden mit 0,15% einer 50%igen 15 Citronensäurelösung gemischt, wobei das Öl eine Temperatur von 70 °C oder 20 °C hatte. Die Mischung wurde 15 min lang gerührt und danach, in den Fällen, bei welchen die Anfangstemperatur 70 °C betrug, auf 30 °C gebracht. Darauf wurden 5 Gew.-% Wasser zugegeben, worauf eine Stunde gerührt und 20 zentrifugiert wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle XIII zusammengefasst.
Tabelle XIII
Bei- Temperaturbereich Menge der Citronen- P-Gehalt spiel (°C) säurelösung(l : 1) rohes entschl.
(Gew.-%) Öl Öl
30
Tabelle XV
Bei
Temperaturbereich Menge an Citro-
P-Gehalt des ent spiel
(°C)
nensäurelösung schleimten Ols
(1 :l)(Gew.-%)
(Teile/Mill)1
56
70-30
0,3
27
57
70-30
0,15
17
58
30-30
0,3
27
59
30-30
0,15
^0
1 Durchschnittswert von zwei Versuchen
Beispiele 60 und 61
Zur Untersuchung des Einflusses des Temperaturverlaufs während des Entschleimungsverfahrens wurden die folgenden Versuche ausgeführt: Zu 500 g rohem extrahiertem Sojabohnenöl wurden 0,07 Gew.-% einer 50%igen Citronensäurelösung zugegeben, wobei die Temperatur des Öls 70 °C betrug. Nach 15 min Rühren wurden 2,5 Gew.-% H2O zugegeben, worauf eine Stabilisierung von 2 h folgte. Zuletzt wurden die hydrati-sierten Phosphatide abzentrifugiert, was bei der in Tabelle XVI angegebenen Temperatur erfolgte. Der Temperaturverlauf ist ebenfalls in dieser Tabelle angegeben. Die Erhöhung der Temperatur vor dem Zentrifugieren in den Vergleichsbeispielen 2 und 3 dauerte etwa 30 min, was einwandfrei zu lange ist. Die Phosphatide sind in ihre Hochtemperaturphasen umgewandelt worden, und die Entfernung der Phosphatide ist unbefriedigend. Das rohe Öl A hatte einen P-Gehalt von 768 Teilen/Million und das rohe Öl B von 804 Teilen/Million.
44
O
CO
Î
O
0,30
97
10
45
70-30
0,15
97
15
46
20-20
0,30
97
58
47
20-20
0,15
97
55
48
70-30
0,30
150
17
49
70-30
0,15
150
8
50
20-20
0,30
150
26
51
20-20
0,15
150
31
Beispiele 52 bis 55
Die Beispiele 44 bis 51 wurden mit der Massgabe wiederholt, dass anstelle von Sonnenblumenöl ein Rübsamenöl mit einem Gehalt von 131 Teilen/Million an P verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle XIV aufgeführt.
Tabelle XIV
Bei
Temperaturbereich Menge der Citronen-P-Gehalt des1
spiel
(°C)
säurelösung(l :1)
entschleimten
(Gew.-%)
Ols
(Teile/Million)
52
70-30
0,3
23
53
70-30
0,15
46
54
30-30
0,3
36
55
30-30
0,15
58
Tabelle XVI
Beispiel
Temperaturverlauf
P-Gehalt des
35
entschleimten Ols
Öl A
Ol B
Vergleichs das gesamte Verfahren
75
90
beispiel 1
bei 70 °C
40
Zentrifugieren bei 70 °C
60
Temperatur herabgesetzt von 70 °C auf 30 °C nach Zugabe von Citronensäure, Zentrifugieren bei 30 °C
18
19
45 Vergleichs
Temperatur herabgesetzt
58
70
beispiel 2
von 70 °C auf 30 °C nach Zugabe von Citronensäure, Zentrifugieren bei 70 °C
61
Temperatur herabgesetzt
22
20
50
von 70 °C auf 30 °C nach Zugabe von Citronensäure, Zentrifugieren bei 30 °C
Vergleichs
Temperatur herabgesetzt .
55
52
beispiel 3
von 70 °C auf 30 °C nach
55
Zugabe von Wasser, Zentrifugieren bei 70 °C
1 Durchschnittswert von zwei Versuchen
Beispiele 56 bis 59
Die Beispiele 44 bis 51 wurden mit der Massgabe wiederholt, dass anstelle des Sonnenblumenöls Leinsamenöl mit einem Gehalt von 160 Teilen/Million an P verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 15 zusammengestellt.
Beispiele 62 bis 67
In einem kontinuierlichen Entschleimungsverfahren wurde 60 eine 40 Gew.-%ige Citronensäurelösung zu dem Öl gegeben, während das Öl eine Temperatur von 70 °C hatte. Nach Abkühlen auf 25 bis 28 °C wurden 2,5 Gew.-% Wasser zugegeben und die Mischung wurde durch einen Haltetank geleitet, wobei die mittlere Verweilzeit etwa 1 h und die Temperatur 25 bis 28 °C 65 betrugen. Danach wurde die Mischung in einem Wärmeaustauscher auf 50 bis 65 °C erhitzt, wobei die Erhitzungsstufe weniger als 1 min dauerte, und es wurde sofort zentrifugiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle XVII zusammengestellt.
617455
10
Tabelle XVII
Bei- P-Gehalt des Citronensäure- P-Gehalt des 5
spiel Rohöls konzentration entschleimten
(ppm) in dem Öl Öls
(Gew.-%)
10
62
732
0,014
21
63
732
0,021
19
64
723
0,028
19
65
792
0,035
34
66
784
0,049
17
67
723
0,084
20
20
Ein weiteres vorteilhaftes Ergebnis des Zentrifugierens bei höheren Temperaturen besteht darin, dass der Ölgehalt des Schlamms nur etwa 32% betrug, verglichen mit 40 bis 45%,
wenn das Zentrifugieren bei 25 bis 28 °C durchgeführt wurde. 25
Beispiele 68 bis 70
Zur Veranschaulichung des Einflusses der Temperatur wäh- 30 rend der Wasser/Öl-Berührung wurden die folgenden Versuche durchgeführt: Zu einem wasser-entschleimten Sojabohnenöl wurde 0,3 Gew.-% einer 1:1-Citronensäurelösung zugegeben, wobei das Öl eine Temperatur von 70 °C hatte. Nach Abkühlen auf die in der Tabelle erwähnte Temperatur wurden 18,5 35
Gew.-% einer Lösung mit 5 Gew.-% Na2SC>4 und 0,5 Gew.-% Natriumlaurylsulfat zugegeben, und die Mischung wurde 2 Stunden lang ruhen gelassen. Danach wurde der Schlamm von dem Öl abgetrennt, und das Öl wurde gewaschen und in der üblichen Weise gebleicht. Die Ergebnisse sind in der nächste- 40 henden Tabelle XVIII zusammengefasst.
Tabelle XVIII
Bei- Temperatur P-Gehalt (Teile/Million)
spiel der Wasser/Öl- Roh- entschleim- gewasche-Berührung öl tes Öl nes und gebleichtes Öl
68
5
105
36
3
69
20
101
14
1
70
35
126
22
2
Vergl.4
50
158
86
38
Beispiel 71
In einem fortlaufenden Verfahren wurde 0,1 Vol.-% von 85%igem H3PO4 einem rohen Rübsamenöl mit einem Phosphorgehalt von 201 Teilen/Million zugegeben. Nach Abkühlen auf 30 °C wurden 1,5 Gew.-% Wasser zugegeben, und nach 1 Stunde wurde die Mischung zentrifugiert. Nach dieser Behandlung hatte das Öl einen Phosphorgehalt von 62 Teilen/Million. Nach Neutralisieren mit4n-NaOH wurde der P-Gehalt des Öls auf 2 Teile/Million weiter herabgesetzt.
Beispiel 72
Zu 500 g rohem Sojabohnenöl mit einem P-Gehalt von 489 Teilen/Million wurde 0,1 Gew.-% Essigsäureanhydrid (97,5%) zugegeben. Nach 15 Minuten Rühren mit 600 U/min wurde die Mischung auf 30 °C gekühlt. Darauf wurden 2,5 Gew.-% Wasser zugegeben, und nach 2 Stunden, wobei bei 200 U/min gerührt wurde, wurde die Mischung zentrifugiert. Das sich ergebende Öl hatte einen P-Gehalt von 46 Teilen/Million (Durchschnitt von zwei Versuchen).
Beispiel 73
Zu 500 g rohem Sojabohnenöl mit einem P-Gehalt von 679 Teilen/Million wurde 0,2 Gew.-% Essigsäure (100%) gegeben, wobei das Öl eine Temperatur von 70 °C hatte. Nach Rühren bei 600 U/min während 15 Minuten wurde das Öl auf 30 °C gekühlt, und es wurden 2,5 Gew.-% Wasser zugegeben. Nach Rühren während 2 Stunden bei 200 U/min wurde die Mischung noch bei 30 °C zentrifugiert. Das sich ergebende Öl hatte einen P-Gehalt von nur 35 Teilen/Million.
G
1 Blatt Zeichnungen

Claims (18)

  1. 617455
    2
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Verfahren zum Entschieimen von Triglyceridölen, die im wesentlichen flüssig bei 40 °C sind, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wirksame Menge einer im wesentlichen konzentrierten Säure oder eines Säureanhydrids mit einem pH-Wert von wenigstens 0,5, gemessen bei 20 °C, in einer 1-molaren wässrigen Lösung in dem Öl dispergiert, danach 0,2 bis 5 Gew.-% Wasser in der erhaltenen Mischung dispergiert und schliesslich einen wässrigen Schlamm, welcher die Schleimstoffe von dem Öl enthält, abtrennt, wobei die Mischung von Öl, Wasser und Säure wenigstens 5 Minuten bei einer Temperatur unter 40 °C gehalten wird, bevor der wässrige Schlamm abgetrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure oder das Säureanhydrid einem Öl einer Temperatur von wenigstens 60 °C zugesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure oder das Säureanhydrid einem Öl einer Temperatur von 65 bis 90 °C zugesetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Lösung einer geniessbaren Säure mit einem Gehalt von wenigstens 10% der Säure angewendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Citronensäurelösung angewendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass 0,001 bis 0,5 Gew.-°/o Citronensäure, berechnet als trok-kene Säure dem Öl zugegeben wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass 0,001 bis 0,01 Gew.-% Citronensäure einem rohen extrahierten Öl zugegeben wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass 0,1 bis 0,3 Gew.-% Citronensäure einem Öl, von dem die hydratisierbaren Phosphatide im wesentlichen entfernt worden sind, zugegeben wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser einem Öl einer Temperatur unter 40 °C zugegeben wird.
  10. 10. Verfahren nach einer der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Abtrennung des wässrigen Schlamms die Öl-, Wasser- und Säuremischung auf 20 °C bis 35 °C eingestellt wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass 0,5 bis 3 Gew.-% Wasser zu dem Öl zugegeben werden.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass 1 bis 2 Gew.-% Wasser zu dem Öl zugegeben werden.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Abtrennung des wässrigen Schlamms die Mischung von Öl, Wasser und Säure wenigstens 0,5 h auf einer Temperatur unter 40 °C gehalten wird.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der wässrige Schlamm von dem Öl durch Zentrifugieren abgetrennt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung von Öl, Säure und Wasser nach der Berührungszeit unter 40 °C auf eine Temperatur von 60 bis 90 °C in genügend kurzer Zeit erhitzt wird, um eine Umwandlung der Schleimstoffe in ihre Hochtemperaturphase zu vermeiden, und danach die Mischung sofort zentrifugiert wird.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung in weniger als etwa einer Minute ausgeführt wird.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren kontinuierlich ausgeführt wird.
  18. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Sojaöl, Rüböl, Sesamöl, Sonnenblumenöl,
    Reiskleieöl, Traubenkernöl, Kokosnussöl, Baumwollsaatöl, Erd-nussöl, Leinöl, Maisöl, Palmöl, Palmkernöl, Safloröl, Salfett oder Sheafett angewendet wird.
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