CH617457A5 - Free-flowing builder agglomerate - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein schüttfähiges Gerüststoff-Agglo-merat, und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
In älteren, nicht vorveröffentlichten Patentanmeldungen werden Verfahren zur Herstellung von festen, schüttfähigen Wasch- und Reinigungsmitteln beschrieben, in denen neben üblichen Bestandteilen derartiger Mittel als Gerüststoffkomponente ein feinverteiltes, wasserunlösliches, synthetisch herge-s stelltes, gebundenes Wasser enthaltendes Silikat mit einem Calciumbindevermögen von wenigstens 50 mg CaO/g wasserfreier Aktivsubstanz (= AS) vorhanden ist. Dieses wasserunlösliche Silikat entspricht der allgemeinen Formel
10 (Kat2/nO)x • Me2Û3 ■ (Si02>y in der Kat ein mit Calcium austauschbares Kation der Wertigkeit n, x eine Zahl von 0,7-1,5, Me Bor oder Aluminium und y eine Zahl von 0,8-6, vorzugsweise von 1,3-4 bedeuten. Die Verls fahren sind dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten wasserunlöslichen Silikate in feuchtem Zustand, in dem sie sich nach ihrer Bildung aus wässrigen Lösungen befinden, mit wenigstens einem Teil der übrigen Bestandteile des Mittels vermischt und das Gemisch auf an sich bekannte Weise in ein 20 schüttfähiges Produkt überführt. Nach einer Verfahrensvariante werden die schüttfähigen Wasch- und Reinigungsmittel dadurch erhalten, dass man das an den feuchten Silikaten anhaftende Wasser durch die trockenen Bestandteile der Wasch- und Reinigungsmittel als Kristall- und/oder Hydratwas-25 ser bindet.
Die wasserunlöslichen, feinverteilten Silikate obiger Definition können röntgenamorph oder kristallin sein. Als mit Calcium austauschbares Kation kommt bevorzugt Natrium in Frage; es kann aber auch durch Wasserstoff, Lithium, Kalium, 30 Ammonium oder Magnesium sowie durch die Kationen wasserlöslicher organischer Basen ersetzt sein, z. B. durch solche von primären, sekundären oder tertiären Aminen bzw. Alkylo-laminen mit höchstens 2 C-Atomen pro Alkylrest bzw. höchstens 3 C-Atomen pro Alkylolrest. Von den Silikaten der oben 35 definierten Zusammensetzung werden bevorzugt die Aluminiumsilikate, insbesondere die Natriumsilikate verwendet, deren Calciumbindevermögen den Wert von 200 mg CaO/g AS erreichen kann und meist im Bereich von 100-200 mg CaO/g AS liegt. Im folgenden werden daher der Einfachheit halber diese 40 Silikate als «Aluminiumsilikate» bezeichnet. Alle für deren Herstellung und Verwendung gemachten Angaben gelten sinngemäss für die Gesamtheit der oben definierten Verbindungen.
Die Aluminiumsilikate lassen sich in einfacher Weise synthetisch herstellen, z. B. durch Reaktion von wasserlöslichen 45 Silikaten mit wasserlöslichen Aluminaten in Gegenwart von Wasser. Zu diesem Zweck können wässrige Lösungen der Ausgangsmaterialien miteinander vermischt oder eine in festem Zustand vorliegende Komponente mit der anderen, als wässrige Lösung vorliegenden Komponente umgesetzt werden. 50 Auch durch Vermischen beider, in festem Zustand vorliegender Komponenten erhält man bei Anwesenheit von Wasser, vorzugsweise unter Zerkleinern des Gemisches, die gewünschten Aluminiumsilikate. Auch aus Al(OH)3, AI2O3 oder SÌO2 lassen sich durch Umsetzen mit Alkalisilikat- bzw. -aluminatlösun-55 gen Aluminiumsilikate herstellen.
Die in den genannten prioritätsälteren Patentanmeldungen beschriebenen Verfahren gestatten es, die Aluminiumsilikate ohne aufwendiges Isolieren und vorheriges Trocknen in feste, schüttfähige Wasch- und Reinigungsmittel überzuführen. Nach 60 diesen Verfahren werden mit Vorteil die frisch gefällten, rönt-genamorphen oder in röntgenkristallinen Zustand umgewandelten feuchten Aluminiumsilikate an Ort und Stelle zu Wasch-und Reinigungsmitteln weiterverarbeitet.
Transport- und Lagerprobleme ergeben sich jedoch, wenn 65 die feuchten Aluminiumsilikate nicht am Ort der Weiterverarbeitung produziert werden und in grösseren Mengen bewegt, verladen und transportiert werden müssen. Aber auch bei der Weiterverarbeitung am selben Ort lassen sich Transportvor
richtungen, die üblicherweise für flüssige und schüttfähige Güter gedacht sind, nicht ohne Schwierigkeiten benutzen.
Es stellte sich daher die Aufgabe, die Transportierbarkeit und Lagerfähigkeit der feuchten Aluminiumsilikate unter Vermeidung eines kostspieligen Trocknungsprozesses zu ver- 5 bessern und die Aluminiumsilikate in einer solchen Form bereitzustellen, die eine einfache Weiterverwendung in Wasch-und Reinigungsmitteln ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfin-dungsgemäss gelöst durch ein schüttfähiges, gebundenes Wasser enthaltendes Gerüststoff-Agglomerat, bestehend aus 10
A) 20-70 Gew.-°/o der oben definierten, zum Binden von Cal-ciumionen befähigten Silikate, vorzugsweise Aluminiumsilikate, und
B) 30-80 Gew.-% von wenigstens zwei wasserlöslichen, Kristallwasser enthaltenden Salzen, ausgewählt aus der Gruppe 15 der Triphosphate, Pyrophosphate, Orthophosphate, Sulfate, Carbonate, Metasilikate und Borate der Alkalien, insbesondere des Natriums.
Die Menge des durch Oberflächenkräfte oder als Kristallwasser gebundenen Wassers im erfindungsgemässen Agglome- 20 rat liegt insbesondere im Bereich von 8-40 Gew.-%.
Die Korngrösse des oben definierten Agglomerats liegt vorzugsweise unterhalb von 1,0 mm und zu mindestens 80% unterhalb 0,8 mm.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstel- 25 lung des oben definierten Gerüststoff-Agglomerats, das im Anspruch 4 gekennzeichnet ist.
Agglomerate mit besonders guten Pulvereigenschaften werden erhalten, wenn jede einzelne Komponente des wenigstens binären Salzgemisches, bezogen auf die wasserfreie Form 30 der Salze, wenigstens 10 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 20 Gew.-% des gesamten Salzgemisches ausmacht.
Als feinpulverige, zum Binden von Wasser befähigte Salze kommen vorzugsweise calcinierte Salze mit einer Schüttdichte von 300-1000 g/1 in Betracht. Besonders geeignete Salze sind 35 die Verbindungen Natriumtriphosphat, Natriumpyrophosphat, Natriumsulfat, Natriumcarbonat und Natriummetasilikat.
Die erfindungsgemäss verwendbaren feuchten Aluminiumsilikate fallen nach der Abtrennung der Mutterlauge oder des Waschwassers durch übliche Trennvorrichtungen, beispiels- 40 weise durch Filterpressen, Zentrifugaldekanter, Schubfilterzentrifugen, Band- oder Drehfilter, als eine krümelige Masse mit einem Wassergehalt von 30-60 Gew.-% an. Diese Wassermenge setzt sich aus dem äusserlich anhaftenden freien Wasser und dem in den Hohlräumen der Aluminiumsilikate adsorptiv 45 gebundenen Wasser zusammen. Die Menge dieses gebundenen Wassers in einem äusserlich trocken wirkenden Aluminiumsilikatpulver beträgt bei Raumtemperatur in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit; dem Typ und der Teilchengrösse der Alu-miniumsilikate 15-30 Gew.-°/o. 50
Trocknet man die feuchten Aluminiumsilikate mit den üblichen Trocknungsmethoden, beispielsweise im Vakuumschrank oder im beheizten Wirbelbett, bei 50-200 °C, dann lässt sich das äusserlich anhaftende, die Feuchtigkeit des Aluminiumsilikats bedingende Wasser und ein Teil des gebundenen Wassers ent- 55 fernen. So kommt man durch Trocknen eines feuchten Aluminiumsilikatpulvers, beispielsweise während 3 Stunden im Trok-kenschrank bei 80 °C und 100 Torr, zu einem Produkt, das noch 10-20 Gew.-°/o gebundenes Wasser enthält. Dieses restliche gebundene Wasser lässt sich erst durch einstündiges Erhitzen 60 des Aluminiumsilikats auf 800 °C vollständig austreiben. Die angegebenen Wassermengen beziehen sich daher auf Aluminiumsilikate, die durch einstündiges Erhitzen einer vorgetrockneten Probe auf 800 °C wasserfrei gemacht worden sind. Derartige wasserfreie Aluminiumsilikate werden als Aktivsubstanz 65 (= AS) bezeichnet.
Durch Vermischen mit den Salzkombinationen nach der
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Erfindung wurde überraschenderweise gefunden, dass sich die Wasserfeuchte der Aluminiumsilikate als Kristall- oder Hydratwasser binden lässt und man so ein äusserlich trocken wirkendes, gut schüttfähiges Agglomerat erhält, das gute Lager- und Transporteigenschaften aufweist.
Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich in üblichen Mischvorrichtungen, wie z. B. auf bewegten Tellern, in rotierenden Trommeln, Schaufelwerken und Wirbelmischern durchführen.
Die in den erfindungsgemässen Agglomeraten enthaltene Menge an gebundenem Wasser kann in einem trockenen Luftstrom, beispielsweise auf der Tenne oder im Wirbelbett unter Ausnutzung und Ableiten der Hydratationswärme verringert werden. Der dazu erforderliche Energieaufwand ist jedoch gering im Vergleich zu dem einer konventionellen Heisstrock-nung, die durch das erfindungsgemässe Verfahren vermieden wird. In besonderen Fällen, beispielsweise wenn eine Erhöhung der Raum/Zeit-Ausbeute angestrebt wird, kann auch unter Verwendung eines heissen Luftstroms, z. B. mit ca. 100 °C heisser Luft im Wirbelbett, nachgetrocknet werden. Auch hierbei ist der Energieaufwand deutlich geringer als beim Heisstrocknen eines pumpfähigen wässrigen Ansatzes.
Die erfindungsgemässen Agglomerate werden durch Wasser leicht benetzt und dispergiert. Sie eignen sich aufgrund ihres ausgeprägten Bindevermögens für Calciumionen und ihrer guten reinigenden Wirkung als Gerüststoff-Komponente für Wasch- und Reinigungsmittel aller Art. Die Gerüststoff-Agglomerate sind aber auch für sich allein als Reinigungs- und Waschhilfsmittel brauchbar, insbesondere wenn sie alkalisch reagierende Salze, wie z. B. Natriumcarbonat oder Natriummetasilikat enthalten. Sie sind in dieser Form zum Reinigen von Werkstoffen mit glatter Oberfläche, wie z. B. von Gegenständen aus Keramik, Glas, Metall, Holz, Kunststoff verwendbar; ferner eigenen sie sich als Waschhilfsmittel bei der Textilwä-sche, beispielsweise als Einweichmittel oder als Waschmittelzusatz in gewerblichen Wäschereien oder in der Textilindustrie.
Die zur Herstellung der erfindungsgemässen Agglomerate verwendeten feuchten Aluminiumsilikate enthalten vorzugsweise keine Teilchen grösser als 30 ja und bestehen zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen der Grösse 10-0,01 p,, insbesondere 8-0,1 n- Obwohl zwischen den amorphen und den kristallinen Formen hinsichtlich des Calciumbindevermögens kaum ein Unterschied besteht, sind die kristallinen Aluminiumsilikate für die erfindungsgemässen Zwecke bevorzugt einzusetzen.
Das bevorzugte, etwa im Bereich von 100-200 mg CaO/g AS liegende Calciumbindevermögen findet sich vor allem bei Verbindungen der Zusammensetzung:
0,7-1,1 Na20 • AI2O3 • 1,3-3,3 SÌO2.
Diese Summenformel umfasst zwei Typen von Aluminiumsilikaten, die sich, sofern sie kristallisiert vorliegen, durch ihre Kristallstruktur und ihr Röntgenbeugungsdiagramm unterscheiden. Diese beiden Typen haben die Zusammensetzung:
a) 0,7-1,1 NazO • AI2O3 • 1,3-2,4 SiOz b) 0,7-1,1 NaiO • AI2O3 • 2,4-3,3 SiOz.
Die kristallinen Aluminiumsilikate der Typen a) und b) zeigen im Röntgenbeugungsdiagramm folgende Interferenzlinien:
d-Werte, aufgenommen mit Cu-K0-Strahlung in Â
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Typa)
Typb)
14,4
12,4
-
-
8,8
8,6
-
7,0
-
-
4,4 (+)
4,1 (+)
-
-
3,8 (+)
3,68 (+)
-
3,38 (+)
-
3,26 (+)
-
2,96 (+)
-
-
2,88 (+)
-
2,79 (+)
2,73 (+)
-
-
2,66 (+)
2,60 (+)
-
Es ist durchaus möglich, dass im Röntgenbeugungsdiagramm nicht alle diese Interferenzlinien auftreten, insbesondere wenn es sich bei den Aluminiumsilikaten um nicht vollständig strukturreine Typen handelt. Daher wurden die für die Charakterisierung dieser Typen wichtigsten d-Werte mit einem «(+)» gekennzeichnet.
Die Herstellung der erfindungsgemäss brauchbaren Aluminiumsilikate ist im experimentellen Teil beschrieben.
Zur Verwendung des erfindungsgemässen Agglomerats in Wasch- und Reinigungsmitteln wird dieses mit weiteren üblichen Bestandteilen von Wasch- und Reinigungsmitteln vermischt und gegebenenfalls weiterverarbeitet, wobei nach den folgenden Varianten verfahren werden kann:
1. Das Agglomerat wird mit einem trockenen schüttfähigen Pulver aus den übrigen Bestandteilen des Präparats in bekannter Weise vermischt, wobei die Teilchengrösse des Pulvers aus den übrigen Bestandteilen vorzugsweise im Bereich der Teilchengrösse des erfindungsgemässen Agglomerats liegt.
2. Das Agglomerat wird in eine wässrige Lösung bzw. Dispersion der übrigen Präparatbestandteile eingebracht und der so gebildete wässrige Brei des Präparats durch Heisstrocknung in an sich bekannter Weise in ein trockenes schüttfähiges Produkt übergeführt, dem gegebenenfalls hitzeempfindliche Zusätze, wie z. B. Perborat, beigemischt werden.
3. Das Agglomerat wird in eine wässrige Lösung bzw. Dispersion der übrigen Präparatbestandteile eingebracht und so ein flüssiges bis pastenförmiges Präparat gebildet.
Beispiele
Es werden zunächst die in den erfindungsgemässen Präparaten zu verwendenden kristallinen Aluminiumsilikate beschrieben:
Synthese der kristallinen Aluminiumsilikate:
In einem Rührgefäss wurde eine Natriumaluminatlösung vorgelegt und unter starkem Rühren mit einer Natriumsilikatlösung versetzt. Menge, Zusammensetzung und Konzentration dieser Lösungen werden bei der Beschreibung der einzelnen Aluminiumsilikattypen angegeben. Das Gemisch wurde 10 Minuten lang mit einem Intensivrührer (z. B. Rührer mit Disper-gierscheibe, 3000 U/min.) gerührt. Die dabei gebildete Suspension des Fällungsprodukts wurde anschliessend in einen Kristallisationsbehälter übergeführt und einige Zeit bei erhöhter Temperatur (70-100 °C) zum Zwecke der Kristallisation gehalten. Dabei wurde die Ausbildung grosser Kristalle durch Rühren (250 U/min.) der Suspension verhindert. In einer Siebzentrifuge wurde die Lauge von der Kristallmasse abgetrennt; gegebenenfalls wurde mit vorzugsweise entionisiertem Wasser nachgewaschen, bis das ablaufende Waschwasser einen pH-Wert von ca. 10 aufwies. Je nach Umdrehungszahl der Zentrifuge und Laufdauer lag der Restwassergehalt des Produkts zwischen 30 und 60%. Zur Bestimmung des Restwassergehalts der Aluminiumsilikate wurden Proben durch Trocknen bei 800 °C in ein völlig wasserfreies Produkt übergeführt.
Alle %-Angaben sind Gewichtsprozente.
Aluminiumsilikat Im
Zur Fällung wurden in einem 20-1-Gefäss 2,985 kg einer Alu-minatlösung der Zusammensetzung 17,7% NaaO, 15,8% AI2O3, 66,5% H2O vorgelegt, mit einer Lösung von 0,150 kg Ätznatron in 9,420 kg Wasser versetzt und dazu 2,445 kg einer aus handelsüblichem Wasserglas und leicht alkalilöslicher Kieselsäure frisch hergestellten, 25,8%igen Lösung eines Natriumsilikats der Zusammensetzung 1 Na20 • 6 SÌO2 gegeben. Zur Kristallisation wurde die Suspension 6 Stunden bei 90 °C gehalten. Anschliessend wurde in einer Siebzentrifuge das Produkt abgetrennt. Wassergehalt des Produkts = 41,5%. Zusammensetzung einer bei 800 °C getrockneten Probe: 0,9 Na2Û ■ 1AI2O3 • 2,04 SÌO2. Calciumbindevermögen (einer wasserfreien Probe): 170 mg CaO/g.
Das Produkt «Aluminiumsilikat Im» entspricht dem oben angegebenen Strukturtyp a).
Aluminiumsilikat Ilm
Zur Fällung wurden in einem 20-1-Gefäss 2,115 kg einer Alu-minatlösung der Zusammensetzung 17,7% NaîO, 15,8% AI2O3, 66,5% H2O vorgelegt, mit einer Lösung von 0,585 kg Ätznatron in 9,615 kg Wasser versetzt und mit 2,685 kg einer 25,8%igen Lösung eines Natriumsilikats der Zusammensetzung 1 Na20 • 6 SÌO2 (hergestellt wie unter Im angegeben) versetzt. Zur Kristallisation wurde die Suspension 12 Stunden bei 90 °C gehalten. Anschliessend wurde in einer Siebzentrifuge das Produkt abgetrennt. Wassergehalt des Produkts = 38,8%. Zusammensetzung einer bei 800 °C getrockneten Probe: 0,8 Na2Û • 1AI2O3 • 2,65 SÌO2. Calciumbindevermögen (einer wasserfreien Probe): 145 mg CaO/g. Das Produkt «Aluminiumsilikat Ilm» entspricht dem oben angegebenen Strukturtyp b).
Aluminiumsilikat RI
Dieses Aluminiumsilikat gehört zum Strukturtyp a; die kubischen Kristallite weisen jedoch stark abgerundete Ecken und Kanten auf. Zur Synthese des Produkts RI wurden in einem Rührgefäss 7,63 kg einer Aluminatlösung der Zusammensetzung 13,2% Na20,8,0% AI2O3,78,8% H2O vorgelegt und mit 2,37 kg einer Natriumsilikatlösung der Zusammensetzung 8,0% Na20,26,9% SÌO2,65,1% H2O versetzt. Dieser Ansatz entspricht dem Molverhältnis 3,24 Na20,1,0 AI2O3,1,78 SÌO2,70,3 H2O. Die Suspension des Fällungsprodukts wurde zur Kristallisation 6 Stunden bei 90 °C gehalten. Anschliessend wurde in einer Filterpresse das Produkt abgetrennt. Wassergehalt des Produkts = 46,2%. Zusammensetzung einer bei 800 °C getrockneten Probe: 0,99 Na2Û • 1,00 AI2O3.1,83 Si02. Calciumbindevermögen einer wasserfreien Probe: 172 mg CaO/g. Mittlerer Partikeldurchmesser (für den Bereich 0-30 jx): 5,4 |i. Maximum der Teilchengrössenverteilungskurve: liegt unterhalb von 3 |i.
Zur Herstellung der erfindungsgemässen Agglomerate diente ein Mischer, bestehend aus einem liegenden Zylinder mit Kühlmantel und rotierenden Schaufelarmen (Gerät der Firma Lödige, Paderborn, Deutschland). Der Mischvorgang wurde so durchgeführt, dass man die calcinierten anorganischen Salze vorlegte und dann das feuchte Aluminiumsilikatpulver hinzugab. Die Mischzeit betrug 5-15 min. Die so erhaltenen Agglomerate konnten anschliessend unmittelbar gelagert werden. Wurden die noch warmen Agglomerate in einem Wirbelbett einem trockenen, gegebenenfalls heissen Luftstrom ausgesetzt, so Hessen sich dadurch die Pulvereigenschaften weiter verbessern.
4
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
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Es wurden folgende anorganische calcinierte Salze eingesetzt:
Schüttgewicht g/1
TPP = N atriumtriphosphat 450
PYP = Natriumpyrophosphat 36 0
SUL = Natriumsulfat 460
CAR=Natriumcarbonat 610
MES = Natriummetasilikat 920
Die nachstehenden Beispiele Al-AIO beschreiben die Zusammensetzung erfindungsgemässer Agglomerate unter 5 Verwendung der oben bezeichneten Aluminiumsilikat-Typen Im, Ilm und RI und der calcinierten anorganischen Salze. Diese Präparate erwiesen sich auch nach längerer Lagerung als gut schüttfähig.
Bei
Aluminiumsilikat Im
TPP
SUL
PYP
CAR
MES
spiel
(41,5% H2O)
AI
70
4
26
-
-
-
A2
70
10
20
-
-
-
A3
70
16
14
-
-
-
A4
60
20
10
-
10
-
A5
60
Aluminiumsilikat Ilm (38,8% H2O)
20
10
10
A6
50
10
10
-
-
30
A7
60
-
20
10
10
-
A8
50
Aluminiumsilikat RI (46,2% H2O)
5
20
10
15
A9
60
10
20
10
-
-
AIO
60
-
10
-
10
20
Die folgenden Beispiel M1-M5 erläutern die Verwendung der erfindungsgemässen Agglomerate als Gerüststoff-Komponente für phosphatarme Wasch- und Reinigungsmittel. 30
•Beispiel M 1
Dieses Beispiel beschreibt die Verwendung des Agglomerats als Gerüststoff-Komponente eines Waschmittels, das durch Vermischen von 60 Gewichtsteilen des Präparats A 3 mit 35 40 Gewichtsteilen eines durch Heisszerstäubung hergestellten Pulvers folgender Zusammensetzung erhalten wurde:
N atriumdodecylbenzolsulfonat Seife (C16-C22)
Wasserglas (1:3,3)
N atriumtriphosphat Natriumsulfat
Natriumäthylendiamintetraacetat
Carboxymethylcellulose-Natriumsalz
Rest (Wasser, optischer Aufheller, Duftstoff)
20,5% 9,0% 40 12,0% 26,0% 18,5% 1,5% 4,0% 45 8,5%.
Beispiel M 2
Dieses Beispiel beschreibt die Verwendung des Agglomerats zur Bereitung eines heissgetrockneten Waschmittels.
75 Gewichtsteile des Präparats A 9 wurden in eine Mischung aus
9,0 Gewichtsteilen Natriumdodecylbenzolsulfonat, 3,0 Gewichtsteilen Talgalkoholpolyglykoläther mit 14 Mol Äthylenoxid,
1,5 Gewichtsteilen Talgalkoholpolyglykoläther mit 5 Mol Äthylenoxid,
3,5 Gewichtsteilen Seife (C18-C22),
0,2 Gewichtsteilen Äthylendiamintetraessigsäure-Natrium-salz,
4,0 Gewichtsteilen Wasserglas (1:3,3),
1,5 Gewichtsteilen Carboxymethylcellulose-Natriumsalz,
und
105,0 Gewichtsteilen Wasser eingetragen und die resultierende Suspension durch Heisszerstäubung in ein pulverförmiges Produkt übergeführt. Dieses Waschmittelpulver wurde bezogen auf 3 Gewichtsteile noch mit 1 Gewichtsteil Natriumperborat vermischt.
Beispiel M 3
Zur Herstellung eines heissgetrockneten Waschmittels wurde wie im Beispiel M 2 vorgegangen, jedoch wurde die Ten-sidkomponente der Rezeptur M 2 (13,5 Gewichtsteile ohne die schaumbremsende Seife) durch 9 Gewichtsteile Talgalkoholpolyglykoläther mit 14 Mol Äthylenoxid und 4,5 Gewichtsteile Talgalkoholpolyglykoläther mit 5 Mol Äthylenoxid ersetzt.
Beispiel M 4
Ein Geschirrspülmittel für Geschirrspülmaschinen wurde durch Vermischen der folgenden Komponenten hergestellt:
95 Gewichtsteile des Agglomerats A 6;
3 Gewichtsteile Dichlorisocyanursäure-Natriumsalz; 50 2 Gewichtsteile äthoxylierter Polypropylenglykoläther (Plu-ronic L 61» R.
Beispiel M5
Ein flüssiges bis pastenförmiges alkalisches Reinigungsmit-55 tel, beispielsweise für fettverschmutzte Metalloberflächen, wurde durch Vermischen der folgenden Komponenten hergestellt:
30,0 Gewichtsteile des Agglomerats AIO; 60 1,0 Gewichtsteile Natriumdodecylbenzolsulfonat;
3,0 Gewichtsteile OleyWCetylalkoholpolyglykoläther mit 10 Mol Äthylenoxid;
3,0 Gewichtsteile Kaliumxylolsulfonat;
5,0 Gewichtsteile Propylenglykol;
65 58,0 Gewichtsteile Wasser (eingewogen).
Claims (10)
1. Schüttfähiges Gerüststoff-Agglomerat, bestehend aus
A) 20-70 Gew.-% eines feinverteilten, wasserunlöslichen, synthetisch hergestellten, gebundenes Wasser enthaltenden Silikats mit einem Calciumbindevermögen von wenigstens
50 mg CaO/g wasserfreier Aktivsubstanz der allgemeinen Formel
(Kat2/nO)x • Me2Ü3 • (SiC>2)y in der Kat ein mit Calcium austauschbares Kation der Wertigkeit n, x eine Zahl von 0,7-1,5, Me Bor oder Aluminium und y eine Zahl von 0,8-6, bedeuten, und
B) 30-80 Gew.-% von wenigstens zwei wasserlöslichen, Kristallwasser enthaltenden Salzen ausgewählt aus der Gruppe der Triphosphate, Pyrophosphate, Orthophosphate, Sulfate, Carbonate, Metasilikate und Borate der Alkalien.
2. Gerüststoff-Agglomerat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Wassergehalt von 8-40 Gew.-%.
3. Gerüststoff-Agglomerat nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass y eine Zahl von 1,3-4 bedeutet und/oder dass das Alkali Natrium ist.
4. Verfahren zum Herstellen des Agglomerats nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 25-75 Gewichtsteile feuchte, feinverteilte, wasserunlösliche Silikate der im Anspruch 1 angegebenen Formel, die einen Wassergehalt von 30-60 Gew.-% aufweisen, mit 25-75 Gewichtsteilen von wenigstens 2 feinpulverigen, zum Binden von Wasserfeuchte als Kristall- oder Hydratwasser befähigten Salzen aus der Gruppe der Triphosphate, Pyrophosphate, Orthophosphate, Sulfate, Carbonate, Metasilikate und Borate der Alkalien, vermischt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Salzgemischen, bei denen jede einzelne Komponente des wenigstens binären Salzgemisches, bezogen auf die wasserfreie Form der Salze, wenigstens 10 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 20 Gew.-% des gesamten Salzgemisches ausmacht.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch die Verwendung calcinierter Salze mit einer Schüttdichte von 300-1000 g/1, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen Natriumtriphosphat, Natriumpyro-phosphat, Natriumsulfat, Natriumcarbonat und Natriummetasilikat.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, dass man im Anschluss an den Mischvorgang einen trockenen Luftstrom über die Agglomerate leitet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4-7, gekennzeichnet durch die Verwendung von feuchten Aluminiumsilikaten, die aus Teilchen kleiner als 30 n und zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen der Grösse 10-0,01 jx, insbesondere 8-0,1 ja. bestehen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4-8, gekennzeichnet durch die Verwendung von Natriumaluminiumsilikaten mit einem Calciumbindevermögen von 100-200 mg CaO/g Aktivsubstanz der Zusammensetzung 0,7-1,1 Na20-Al203'l,3-3,3 SÌO2.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4-9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wassergehalt der genannten Silikate 35-55 Gew.-°/o beträgt.
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