CH617462A5 - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteraufhängung für schnellaufende Spindeln von Textilmaschinen, insbesondere ringlosen Feinspinnmaschinen, welche aus scharnierartigen Lappen und Zapfen besteht.
Für die neuesten technologischen Vorgänge in der Textilindustrie ist die Ausnutzung ständig höherer Geschwindigkeiten der Arbeitselemente charakteristisch, so z.B. die Drehzahlerhöhung von Spinnkammern spindelloser Feinspinnmaschinen, welche in Serienausführung 30 000-50 000 U/min erreicht, wobei es vom Standpunkt der ständig zunehmenden Forderungen an die Produktivität dieser Maschinen erwünscht ist, auch diese Drehzahl noch weiter zu erhöhen.
Mit den sich erhöhenden Geschwindigkeiten der Arbeitselemente nehmen die Probleme zu, welche mit dem auf diese Weise entstehenden hohen Vibrationsniveau und der ihm entsprechenden Einwirkung auf Einzelteile durch Vibrationskorrosion zufolge konstruktiv nötigen Spielen zwischen oder innerhalb dieser Einzelteile verbunden sind. Diese Vibrationskorrosion kann in kurzer Zeit zur Zerstörung wichtiger Maschinenbauteile, z.B. schnellaufender Spindeln, Spinnvorrichtungen u. dgl. führen. Eine weitere unerwünschte Erscheinung bei einer Drehzahlerhöhung ist die wachsende Geräuschintensität der Vorrichtung, welche bei der Wartung der Maschinen auf das Personal einen gesundheitsschädlichen Einfluss hat, und deren maximale Grenzen durch hygienische und sanitäre Vorschriften begrenzt ist.
Eine unerwünschte rasche Abnutzung von gegenseitig sich berührenden Einzelteilen mit Konstruktionsspielen äussert sich besonders intensiv auf ringlosen Feinspinnmaschinen bei einer Geschwindigkeit der Spinnkammern von 30 000 U/min und höher, falls als Vorlage für das Spinnen minderwertiges Material mit einem hohen Gehalt an Unreinigkeiten und Beimischungen (überwiegend weniger qualitative und unvollkommen gereinigte Baumwolle) verwendet wird. In diesem Fall kommt es bereits nach kurzer Betriebszeit zur Störung des Ausgleiches der sich schnelldrehenden Spinnkammer. Die Unwucht ist 5 bis 10 mal höher als der zulässige Grenzwert der Unwucht. Auch wenn diese Unwucht keinen entscheidenden Einfluss auf den Spinnprozess hat, kommt es zu übermässigen Vibrationen der ganzen Spinneinheit, und zugleich nimmt die Geräuschintensität der Vorrichtung durch den Einfluss des
Vibrationsüberganges in den Maschinenkörper zu. Im Zeitbereich von 100-200 Betriebsstunden kann bereits eine starke Vibrationskorrosion, überwiegend auf den Berührungsflächen der Halteraufhängung der Spinnkammer, festgestellt werden.
Unter Berücksichtigung, dass die Aufnahme der Spinnkammern vom Standpunkt der eigentlichen Textiltechnologie den Zutritt in die Spinnkammer sichern muss und es darüber hinaus notwendig ist, eine genaue Stellung der Spinnkammer im Hinblick auf die übrigen Einzelteile einzuhalten, wird in den allermeisten Fällen eine drehbare Einhängung benutzt.
Zweck der Erfindung ist, die angeführten Mängel bei gleichzeitiger Sicherung einer dauernden und zuverlässigen Verbindung des Halters mit dem Körper einer Auskämmvorrichtung zu beseitigen.
Das Hauptkennzeichen der Erfindung besteht darin, dass die aus Lappen und Zapfen bestehende Halteraufhängung zwischen den Berührungsflächen jedes Lappens und Zapfens ein elastisches Dämpfungsglied aus Niederdruck-Polyäthylen besitzt.
Einzelheiten der Halteraufhängung für die Lagerung einer schnellaufenden Spindel nach der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles, welches in den Zeichnungen dargestellt ist. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Spinneinheit einer ringlosen Feinspinnmaschine mit schnellaufender Spindel in Arbeitsstellung im Schnitt;
Fig. 2 die Spinneinheit wie in Fig. 1, jedoch in geöffneter Ruhelage und
Fig. 3 und 4 einen Aufriss einer alternativen Ausführung einer Halteraufhängung nach der Erfindung im teilweisen Schnitt.
Die Spinneinheit einer ringlosen Feinspinnmaschine enthält den Körper einer Auskämmvorrichtung 1, deren Hauptbestandteile ein Zufuhrzylinder 2, der die Anlieferung von Fasergut 3 in Pfeilrichtung 31 (Fig. 1) sicherstellt, weiter ein Auskämmzylinder 4, ein Förderkanal 5 für die Ableitung von ausgekämmten Fasern 6 in eine Spinnkammer 7 und ein Austrittskanal 8 für die Abführung eines erzeugten Garnes 9 aus der Spinnkammer 7 zwischen ein Abzugszylinderpaar 10 bilden. Der Körper der Auskämmvorrichtung 1 hat eine Aufhängung 11 für den Anschluss an einen Rahmen 12 der ringlosen Feinspinnmaschine. Auf dem Körper der Auskämmvorrichtung 1 ist mit Hilfe der Aufhängung 11, welche aus scharnierartigen Lappen 13 (Fig. 3, 4) und Zapfen 14 mit aufgesetzten elastischen Dämpfungsgliedern 15 besteht, ein Halter 16 befestigt, in welchem eine schnellaufende Spindel 17 drehbar gelagert ist, welche die Spinnkammer 7 und eine Riemenscheibe 18 (Fig. 1) trägt. Mittels dieser wird der Spindel 17 ein Drehmoment erteilt; der Antrieb erfolgt über einen Riemen 19. Die Spinneinheit ist in der Arbeitsstellung durch eine Verriegelung 20 gesichert, wobei elastische Anschläge 21 und 22 die Übertragung einer Vibration von der schnellaufenden Spindel 17 in dem Rahmen der Maschine und in den Körper der Auskämmvorrichtung verhindern.
In der geöffneten Manipulationsstellung (Fig. 2) wird die Spinneinheit nach Freigabe der Verriegelung 20 durch einen Zahn 23 festgehalten, der auf dem Halter 16 ausgebildet ist und sich gegen den Rahmen 12 der Maschine abstützt. Der Spinnprozess ist in dieser Stellung unterbrochen, der Zufuhrzylinder 2 unterbricht durch Vermittlung einer nicht dargestellten Kupplung die Anlieferung des Fasergutes 3 und auch die Riemenscheibe 18 der schnellaufenden Spindel 17 ist vom Riemen 19 entfernt. In dieser Stellung wird bei der Wartung der Maschine die Spinnkammer 7 von Verunreinigungen befreit, welche während des Spinnprozesses in die Spinnkammer 7 eindringen. Die Anordnung des Halters 16 ermöglicht
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ein Umkippen der Spinneinheit in die geöffnete Stellung,
wobei sie die genaue Stellung der Spinnkammer 7 gegenüber dem Körper der Auskämmvorrichtung 1 sichert. Die elastischen Dämpfungsglieder 15 der Aufhängung des Halters 16 verhindern die Übertragung einer Vibration von der schnellau- s fenden Spindel 17 in den Körper der Auskämmvorrichtung 1, wobei es notwendig ist, dass der Zapfen 14 im Halter 16 bzw. im Körper der Auskämmvorrichtung 1 festgehalten wird, z.B. durch eine Schraube 24 (Fig. 4) oder dann durch Aufpressen, Aufschrauben u. dgl.. Hiedurch wird die Bildung einer Vibra- io tionskorrosion und die mit ihr verbundene rasche Abnutzung der Lagerung verhindert. Vorteilhaft ist jene Ausführung, bei welcher jedes elastische Dämpfungsglied 15 als Flansch 151 (Fig. 3, 4) ausgebildet ist, der die Stirnberührungsflächen des
Spindelhalters 16 und der Lappen 13 voneinander trennt. Weiter ist es vorteilhaft, die elastischen Dämpfungsglieder 15 mit Rücksicht auf das notwendige Auffangen des Drehmomentes der schnellaufenden Spindel 17 in möglichst grösster Entfernung voneinander anzuordnen.
Die dargestellte Halteraufhängung ist bei ringlosen Feinspinnmaschinen vorteilhaft anwendbar, welche mit auf dem Maschinenrahmen umkippbar angeordneten Spinneinheiten mit einer Spinneinrichtung versehen sind, die eine schnellaufende Spindel enthält. Vom herstellungstechnischen Standpunkt aus gesehen, ist die Aufhängung einfach und auch wirtschaftlich vorteilhaft, weil sie die Lebensdauer der massgebenden Teile einer ringlosen Feinspinnmaschine um ein Vielfaches erhöht.
B
1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Halteraufhängung für schnellaufende Spindeln von Textilmaschinen, insbesondere ringlosen Feinspinnmaschinen, welche aus scharnierartigen Lappen und Zapfen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Berührungsflächen jedes Lappens (13) und Zapfens (14) ein elastisches Dämpfungsglied (15) aus Niederdruck-Polyäthylen angeordnet ist.
2. Halteraufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Dämpfungsglied (15) eine Shore-härte von 60 bis 80 aufweist.
3. Halteraufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Dämpfungsglied (15) mit einem Flansch (151) versehen ist, welcher die Stirnberührungsflächen jedes Lappens (13) und Spindelhalters (16) voneinander trennt.
4. Halteraufhängung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (14) mit dem Spindelhalter (16) fest verbunden und im elastischen Dämpfungsglied (15) drehbar gelagert ist.
5. Halteraufhängung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (14) mit dem Lappen (13) fest verbunden und im elastischen Dämpfungsglied (15) drehbar gelagert ist.
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