CH617775A5 - Process for the preparation of antigens from schistosomes - Google Patents

Process for the preparation of antigens from schistosomes Download PDF

Info

Publication number
CH617775A5
CH617775A5 CH540475A CH540475A CH617775A5 CH 617775 A5 CH617775 A5 CH 617775A5 CH 540475 A CH540475 A CH 540475A CH 540475 A CH540475 A CH 540475A CH 617775 A5 CH617775 A5 CH 617775A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
schistosomes
antigens
solution
extraction
free
Prior art date
Application number
CH540475A
Other languages
English (en)
Inventor
Burkhard Dr Enders
Guenther Henke
Original Assignee
Behringwerke Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Behringwerke Ag filed Critical Behringwerke Ag
Publication of CH617775A5 publication Critical patent/CH617775A5/de

Links

Classifications

    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48—Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/50—Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
    • G01N33/53—Immunoassay; Biospecific binding assay; Materials therefor
    • G01N33/5308—Immunoassay; Biospecific binding assay; Materials therefor for analytes not provided for elsewhere, e.g. nucleic acids, uric acid, worms, mites
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00—Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/0003—Invertebrate antigens
    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48—Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/50—Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
    • G01N33/53—Immunoassay; Biospecific binding assay; Materials therefor
    • G01N33/531—Production of immunochemical test materials
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A50/00—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE in human health protection, e.g. against extreme weather
    • Y02A50/30—Against vector-borne diseases, e.g. mosquito-borne, fly-borne, tick-borne or waterborne diseases whose impact is exacerbated by climate change

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cell Biology (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Tropical Medicine & Parasitology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Antigenen aus lebenden, vorzugsweise adulten, Schistosomen und deren Verwendung zum Nachweis der Bilharziose in vitro.
Die Bilharziose ist eine Erkrankung, die von Parasiten der Gattung Schistosoma hervorgerufen wird. Man schätzt, dass annähernd 200 Millionen Menschen, insbesondere in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika, von menschenpathogenen Schistosoma-Arten infiziert sind, insbesondere von S. mansoni, S. haematobium und S^ japonicum.
Seit etwa 50 Jahren werden serologische Methoden für die Diagnose der Bilharziose angewandt, die gegenüber parasitolo-gischen Verfahren wegen der Einfachheit der Durchführung wesentliche Vorteile aufweisen. Die Spezifität dieser Testverfahren ist im weitesten Sinne abhängig von der Qualität des dafür verwendeten Antigenmaterials.
Es ist bekannt, dass Bilharziose-Patienten in einem frühen Stadium der Erkrankung eine spezifische Hautempfindlichkeit zeigen, die auf vorhandene Antikörper gegen den Erreger zurückzuführen ist und mit entsprechenden Antigenen provoziert werden kann, Eine intradermale Injektion eines Schistoso-men-Extrates führt zu einer nach wenigen Minuten auftretenden Rötung und Induration (Quaddelbildung) im injizierten Hautbereich.
In vitro lassen sich die Antikörper mit bekannten Testverfahren nachweisen, wenn geeignete Antigene benutzt werden.
Als Ausgangsmaterial für die Gewinnung der Antigene werden dabei u.a. bestimmte Entwicklungsstadien aus dem Lebenszyklus von Bilharziose-Erregern eingesetzt, vorzugsweise adulte, Schistosomen, die in einem Wirtstier am häufigsten in Nagern zur Entwicklung gebracht werden. Die Gewinnung der Organismen erfolgt mittels einer von Pellegrino und Siquera (1956) beschriebenen Perfusionstechnik. Die aus der Perfusionslösung zu gewinnenden Schistosomen werden mit isotonischer Kochsalzlösung gewaschen und anschliessend entweder sofort zur Antigenherstellung eingesetzt oder getrocknet und bis zum Bedarf in Ampullen aufbewahrt.
Für die Diagnostik einsetzbare Antigene werden entweder durch Extraktion der getrockneten Würmer mit isotonischer Kochsalzlösung hergestellt (Kochsalz-Extrakt) oder durch Extraktion mit Hilfe der Lösung nach Coca (Coca-Extrakt) s oder entsprechend dem Vorschlag Melchers durch Delipidisie-rung der Schistosomen mit Petroläther und anschliessender Extraktion mit Boratpuffer und einer Reinigung durch Säurefällung, wonach die säurelösliche Fraktion als sogenanntes Mel-chers-Antigen erhalten wird. Es sind mehrere Versuche unter-m nommen worden, um die im wesentlichen nach diesem Verfahren erhaltenen Antigene weiter zu reinigen. Es wurden dabei auch im Hauttest reaktive Fraktionen erhalten. Es konnte jedoch auch weiter gezeigt werden, dass der aktive Anteil des Hauttest-Antigens nicht auf die reinen Fraktionen zu beschrän-is ken ist. Vielmehr konnte ermittelt werden, dass die Reaktivität des Antigens mit dessen Stickstoffgehalt in Korrelation zu bringen ist. Dabei wird immer die Forderung nach Ausschaltung von unspezifischen Reaktionen erhoben, die durch den Einbau von wirts-spezifischen Bestandteilen in dem Organismus der Schi-stosomen hervorgerufen werden können.
Es wurde nun gefunden, dass die durch die Perfusion aus Nagerblut gewonnenen Schistosomen von einem grossen Anteil von wirts-spezifischem Material befreit werden können, wenn die Schistosomen in geeigneten proteinfreien Salzmedien mehrere Stunden gehalten werden, und dass diese vorgereinigten Schistosomen somatische Antigene erhöhter Spezifität liefern.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von Antigenen aus lebenden, vorzugsweise adulten, Schistosmen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man aus infizierten Tieren gewonnene Schistosomen, 12 bis 96 Stunden in dem 10- bis 100-fachen ihres Volumens einer sterilen, Protein- und im wesentlichen Sticksofffreien, physiologisch verträglichen wässrigen Salzlösung bei 10 bis 40° C lebend erhält, anschliessend isoliert und die Antigene mit einem wässrigen Medium extrahiert.
Als Salzlösungen, in denen die Schistosomen nach ihrer Gewinnung einige Zeit lebend gehalten werden, können alle physiologisch verträglichen wässrigen Salzlösungen verwendet 4() werden, deren Osmolarität etwa 200 bis 450 Milliosmol/Ltr. beträgt. Neben physiologischer Kochsalzlösung gehören hierzu die bekannten Nährlösungen, beispielsweise nach Locke, Tyrode oder Ringer. Zusätze von etwa 0,5% Glucose und/oder etwa 1 % Asparagin, von denen bekannt ist, dass sie es ermögli-45 chen, Schistosomen in Nährlösungen 2 bis 12 Tage am Leben zu erhalten, sind auch bei dem erfindungsgemässen Verfahren vorteilhaft.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform werden die durch Perfusion gewonnenen Schistosomen in dem etwa 50-fachen ihres Volumens einer wässrigen Lösung enthaltend NaCI, KCl, MgS04, Glucose, NaHCOj, Na2HP04 und CaCI2 mit einer Konzentration von insgesamt 200 bis 450 Milliosmol/ Ltr. bei 35 bis 40° C gehalten, mit der Massgabe, dass mindestens die Hälfte der Osmolarität der Lösung durch den Gehalt ^ an Kochsalz bedingt ist und die übrigen Bestandteile jeweils 2 bis 50 Milliosmol/Ltr. zu dem Gehalt an dissoziierter Substanz in der Lösung beitragen. Dabei darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass für die Herstellung einer optisch klaren Lösung die angegebenen Salze nicht in jedem beliebigen Mischungsverhält-1,1 nis dem Lösungsmittel Wasser zugegeben werden können. Beispielsweise kann die wässrige Lösung folgende Zusammensetzung haben :
0,120 Mol/Ltr entspr. 240 Milliosmol/Ltr/NaCI «s 0,004 Mol/Ltr entspr. 8 MilliosmoI/Ltr/KCI 0,0007 Mol/Ltr entspr. 2 Milliosmol/Ltr/MgS04 0,0055 Mol/Ltr entspr. 5 Miiliosmol/Ltr/Glukose 0,018 Mol/Ltr entspr. 36 Milliosmol/Ltr/NaHC03
3
617 775
0,0035 Mol/Ltr entspr. 10 Milliosmol/Ltr/Na2HP04 0,001 Mol/Ltr entspr. 3 MiIIiosmol/Ltr/CaCI2
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die Lösung im Abstand von einigen Stunden mehrfach zu wechseln, beispielsweise bei einer 24stündigen Haltung der Würmer den Wechscl der Lösung alle 8 Stunden durchzuführen.
Es war bisher nicht bekannt, dass Schistosomen während der Inkubationszeit in den entsprechenden Medien die in ihrem Darm aufgenommen Nährsubstanzen freizugeben vermögen, und dass dadurch - wie erfindungsgemäss gezeigt werden konnte - ein wesentlicher Reinigungseffekt in der Herstellung der somatischen Antigene resultiert. Es kann nämlich gezeigt werden, dass das Feuchtgewicht der durch Perfusion aus einem Wirtstier gewonnenen Schistosomen durch die erfindungsgemäss vorzunehmende Inkubation um 10 bis 30 % abnimmt. Diese Abnahme des Wurmgewichtes führt zu einem spezifisch wesentlich reineren Ausgangsmaterial für die Herstellung der somatischen Antigene.
Während nicht inkubierte Schistosomen nur durch sehr schonende Massnahmen von Extraktionsverfahren zur Gewinnung der Antigene eingesetzt werden können, erlaubt die erhöhte Reinheit des Ausgangsmaterials den Einsatz von intensiveren Scher- und Kavitationskräften, beispielsweise von'Ultra-schall, und führt danach zu einer höheren Ausbeute an spezifischem Antigenmaterial.
Die als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemässe Verfahren dienenden Schistosomen können auf an sich bekannte Weise z.B. mit Hilfe der Perfusionstechnik aus dem Blut von infizierten Tieren gewonnen werden. Geeignete Tiere sind z.B. Schweine oder vorzugsweise Nager, wie Kaninchen, Meerschweinchen, Goldhamster oder insbesondere Ratten oder Mäuse. Die Tiere werden zweckmässigerweise für die Schistoso-men-Gewinnung artifiziell infiziert, jedoch können auch natürlich infizierte Tiere in gleicher Weise zur Schistosomen-Gewinnung herangezogen werden, wobei man allerdings in Kauf nehmen muss, ein weniger homogenes Ausgangsmaterial zu erhalten.
Die aus den infizierten Tieren gewonnenen Schistosomen werden dann im allgemeinen, wie folgt behandelt: Sie werden, zweckmässigerweise auf einem Sieb geeigneter Maschenweite, gesammelt und, z.B. auf diesem Sieb oder auch durch Dekantieren nochmals gewaschen. Als Waschlösung dient eine gegenüber den Organismen isotonische wässrige Salzlösung, zweckmässig Kochsalzlösung.
Die so vorbereiteten Schistosomen werden in der bereits beschriebenen Weise in einer Salzlösung am Leben erhalten.
Die Isolierung der inkubierten Schistosomen kann in der Weise erfolgen, dass man sie von der Salzlösung durch Dekantieren oder Absieben abtrennt und gewünschtenfalls nochmals mit isotonischer Salzlösung oder mit reinem Wasser wäscht.
Für die nachfolgende Extraktion können als Extraktionsmittel die in der Technik bekannten und weiteroben beschriebenen Medien, die schon bisher für die Extraktion von nicht erfindungsgemäss vorbehandelten Schistosomen verwendet wurden, die aber mit den erfindungsgemäss vorbehandelten Schistosomen einen wesentlich verbesserten Extrakt liefern, eingesetzt werden.
Gewünschtenfalls können die aus der Salzlösung isolierten Schistosomen vor der Extraktion gefriergetrocknet und/oder mit dem mindestens 50fachen ihres Trockengewichts an Lipid-lösungsmitteln wie Diäthyläther delipidisiert werden. Vor oder während der Extraktion kann die Anwendung von Scher- oder Kavitationskräften zweckmässig sein, z.B. die Behandlung mit einem schnellen Rührer oder mit Ultraschall oder auch ein einfaches mechanisches Zerreiben. Im Anschluss an die Extraktion kann der erhaltene wässrige Extrakt gewünschtenfalls weiteren Reinigungsoperationen wie Dialyse oder Chromatographie unterworfen werden.
Das gereinigte Produkt kann entsprechend den Anforderungen der diagnostischen Testsysteme für den Nachweis der Bilharziose standardisiert werden.
Dabei hat es sich aufgrund von Versuchen als zweckmässig s erwiesen, in dem Antigenmaterial eine Stickstoffbestimmung durchzuführen und die Lösung der somatischen Antigene auf eine Endkonzentration von 0,03 mg Stickstoff pro ml mit Hilfe einer physiologisch verträglichen Salzlösung einzustellen.
Werden die erfindungsgemäss hergestellten Antigene für m den Nachweis der Bilharziose in vitro eingesetzt, so sind sie beispielsweise für die Durchführung des Haemagglutinationste-stes geeignet, wie er von Kagan 1955 für die Bilharziose-Diagnostik beschrieben wurde. Ebenso lässt sich das erfindungsgemäss gewonnene Antigen für die Komplementbin-i< dungsreaktion einsetzen, die als diagnostisches Verfahren für den Schistosoma-Nachweis in Wld.Hlth.Org.25 (1961) 611— 674, erläutert wurde.
Neben den hier aufgezählten Methoden sind die erfindungsgemäss gewonnenen Antigene für eine Reihe weiterer serologi-:n scher Testverfahren als Antigen in der Bilharziose-Diagnostik einzusetzen.
Die Wirksamkeit der erfindungsgemäss hergestellten Antigene lässt sich auch durch Intradermaltests nachweisen; so führt beispielsweise die intradermale Injektion von 0,05 ml einer standardisierten Antigenlösung nach etwa 15 Minuten zur Bildung einer Quaddel von mehr als 1 cm2 in der Haut an der Injektionsstelle, was als zuverlässiger Hinweis auf das Vorhandensein von Schistosomen-Antikörpern angesehen werden kann.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Antigene sind ausserdem zur Gewinnung von Antiserum, das durch Immunisierung geeigneter Versuchstiere mit dem Schistosoma-Antigen erhalten werden kann, verwendbar. Dabei sind Seren zu gewinnen, die sich in immunologischen Systemen ähnlich denen verhalten, die ls von Bilharziose-erkrankten Patienten entnommen werden können.
Die Erfindung soll im nachstehenden Beispiel näher erläutert werden.
4" Beispiel
35 g feucht ausgewogene, mittels Perfusionstechnik aus den Blutgefässen des Mesenteriums experimentell infizierter Mäuse gewonnene Schistosomen werden unter sterilen Bedingungen auf einem Sieb mit einer Maschenweite von 0,5 mm mehrfach
•15
mit jeweils 100 ml steriler isotonischer Kochsalzlösung gewaschen. Die auf diese Weise von anhaftenden Fremdstoffen befreiten Würmer werden in 500 ml einer wie folgt zusammengesetzten und anschliessend keimfrei filtrierten Lösung gesù geben:
g/1
NaCl 7.4
KCl 0.75
CaCl2 0.55
s MgCl2. 6H20 0.2
55 Na2HP04 . Glukose 2.7
0.84
NaHC03 Na-Citrat Glukose pH-Wert
\ r
2.9 3.6 8.3
und insgesamt 24 Stunden bei 37° C gehalten. Nach jeweils 8 Stunden erfolgt ein Wechsel der Lösung durch weitere 500 ml.
Die Würmer werden sodann auf dem Sieb mit 100 ml «s steriler isotonischer Kochsalzlösung gewaschen, in etwa 100 ml sterilem destilliertem Wasser suspendiert und in einer Gefriertrocknungsanlage getrocknet. Es werden 6,25 g Trockenschisto-somen erhalten.
617 775
4
Für die Gewinnung der somatischen Antigene aus den Schistosomen wird das getrocknete Wurmmaterial in einem Mörser fein pulverisiert und anschliessend portionsweise in einem Gewebehomogenisator nach Potter (hergestellt von der Firma B. Braun Melsungen) mit insgesamt 950 ml ml Diäthyläther homogenisiert. Das Homogenisatorgefäss wird dabei aussen mit einer Mischung aus Methanol und Trockenkohlensäure gekühlt. Die ätherunlöslichen Bestandteile werden durch Zentrifugation in einer explosionsgeschützten Kühlzentrifuge bei -10° C abgeschleudert. Der Überstand wird verworfen und der Rückstand in einem Exsiccator unter Vakuum vom restlichen Äther befreit. Die Gesamtmenge der erhaltenen Trockensubstanz wird in 625 ml einer mit Natriumborat gepufferten Kochsalzlösung (pH 7,4), bestehend aus 6,202 g H3B03,50 ml 1 n NaOH, 2.925 g NaCI, 46.5 ml 1 n HCl ad 1000 ml mit dest. Wasser aufgefüllt, suspendiert und mit dem erwähnten Gewebehomogenisator gleichmässig in der Lösung verteilt. Danach wird das Homogenat 10 Minuten lang einer Ultraschall-Behandlung bei 0,6 A, 220 V unterworfen (Hersteller des Gerätes: Schöllerschall). Anschliessend wird 1 Stunde bei 30.000 g zentrifugiert, das Sediment verworfen und der Überstand, der das somatische Antigen enthält, gegen das lOfache Volumen der genannten boratgepufferten Kochsalzlösung 10 Stunden dialysiert. Die im
Innendialysat erhaltenen somatischen Antigene können zur Herstellung von Diagnostika für Bilharziose-Infektionen eingesetzt werden.
Gewünschtenfalls können die Antigene durch geeignete s chromatographische Massnahmen auch weitergereinigt werden und für besondere Untersuchungen in Einzelkomponenten zerlegt werden.
Die Prüfung der biologischen Aktivität der erhaltenen somatischen Antigene erfolgt an Meerschweinchen, denen m Serum von Bilharziose-Patienten mit gesichertem parasitologi-schen Befund injiziert worden war, durch den Nachweis der passiv kutanen Anaphylaxie:
Wenn den mit diesen Patientenseren sensibilisierten Tieren i ^ 48 Stunden nach der Serumgabe das gemäss dem vorstehenden Beispiel hergestellte Antigen in einer Verdünnung von 1:50 intrakutan appliziert wird und gleichzeitig pro Tier 1,2 ml einer 0,12 %-igen Lösung von Evans blue intravenös verabreicht wird, erscheint an der Injektionsstelle ein blauer Hof.
:n Die serologische Aktivität wird bestimmt durch Titration mittels der passiven Hämagglutinationstechnik nach Kagan 1955, wobei als Serumstandard ausgesuchte Seren von Bilharziose-Patienten eingesetzt werden.
C

Claims (5)

617 775
1. Verfahren zur Herstellung von Antigenen aus Schistosomen, dadurch gekennzeichnet, dass man aus infizierten Tieren gewonnene Schistosomen 12 bis 96 Stunden in dem 10- bis 100-fachen ihres Volumens einer sterilen, Protein- und im wesentlichen Sticksoff-freien, physiologisch verträglichen wässrigen Salzlösung bei 10 bis 40° C lebend erhält, anschliessend isoliert und die Antigene mit einem wässrigen Medium extrahiert.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schistosomen vor der Extraktion gefriertrocknet, mit einem Lipidlösungsmittel behandelt, vor oder während der Extraktion Scher- oder Kavitationskräften unterwirft und/ oder dialysiert.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man eine sterile Protein- und im wesentlichen Stickstoff-freie physiologisch verträgliche Salzlösung verwendet, welche Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumsulfat, Glucose, Natriumhydrogencarbonat, Dinatriumphosphat und Calciumehlorid in einer Konzentration von insgesamt 299 bis 450 Milliosmol/Ltr. enthält, mit der Massgabe, dass mindestens die Hälfte der Osmoralität der Lösung durch den Gehalt an Kochsalz bedingt ist und die übrigen Bestandteile jeweils 2 bis 50 Milliosmol/Ltr. zu dem Gehalt an dissoziierter Substanz in der Lösung beitragen.
4. Antigene aus Schistosomen, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1.
5. Verwendung der Antigene gemäss Patentanspruch 4 zum Nachweis der Bilharziose in vitro.
CH540475A 1974-04-29 1975-04-28 Process for the preparation of antigens from schistosomes CH617775A5 (en)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2420706A DE2420706C3 (de) 1974-04-29 1974-04-29 Verfahren zum Herstellen von spezifischen Antigenen aus Schistosomen und jene enthaltendes Mittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH617775A5 true CH617775A5 (en) 1980-06-13

Family

ID=5914244

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH540475A CH617775A5 (en) 1974-04-29 1975-04-28 Process for the preparation of antigens from schistosomes

Country Status (16)

Country Link
JP (1) JPS50145518A (de)
AT (1) AT344329B (de)
BE (1) BE828565A (de)
CA (1) CA1052694A (de)
CH (1) CH617775A5 (de)
DE (1) DE2420706C3 (de)
DK (1) DK140044C (de)
EG (1) EG12734A (de)
ES (1) ES436866A1 (de)
FR (1) FR2268532B1 (de)
GB (1) GB1478082A (de)
IE (1) IE41024B1 (de)
IT (1) IT1049537B (de)
LU (1) LU72375A1 (de)
NL (1) NL7504853A (de)
ZA (1) ZA752717B (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2356428A1 (fr) * 1976-06-29 1978-01-27 Inserm Ctre Technologie Biomed Procede de preparation d'un agent immunologique antiparasitaire, produit obtenu et son application
FR2601037B1 (fr) * 1986-07-03 1988-10-21 Pasteur Institut Peptide presentant des proprietes antigeniques isole de la proteine 28 kd de s. mansoni et son procede d'isolement, anticorps monoclonaux reconnaissant au moins un epitope dudit peptide et application de celui-ci dans l'induction de la synthese d'anticorps neutralisants
EP4237853A1 (de) * 2020-10-27 2023-09-06 Merck Patent GmbH Proteine zum nachweis von schistosoma-infektionen

Also Published As

Publication number Publication date
FR2268532A1 (de) 1975-11-21
DK184575A (da) 1975-10-30
DE2420706C3 (de) 1979-11-22
DK140044B (da) 1979-06-11
ES436866A1 (es) 1977-01-01
ATA325475A (de) 1977-11-15
AT344329B (de) 1978-07-10
IE41024L (en) 1975-10-29
IE41024B1 (en) 1979-10-10
NL7504853A (nl) 1975-10-31
FR2268532B1 (de) 1980-01-25
CA1052694A (en) 1979-04-17
LU72375A1 (de) 1977-02-03
JPS50145518A (de) 1975-11-21
BE828565A (fr) 1975-10-29
ZA752717B (en) 1976-03-31
GB1478082A (en) 1977-06-29
DK140044C (da) 1979-11-12
DE2420706B2 (de) 1979-03-22
DE2420706A1 (de) 1975-10-30
EG12734A (en) 1979-06-30
IT1049537B (it) 1981-02-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2029499C3 (de) Verfahren zum Nachweis der Anwesenheit von carcinoembryonalen Antigenen im Blut
DE2638762A1 (de) Wasserloesliche adjuvantien, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittel
DE2049515A1 (de) Impfstoff gegen Virushepatitis
DE3750225T2 (de) Herstellung und verwendung von anti-helminthischen wirkstoffen und schutzantigenen.
DE2619715A1 (de) Tumor-antigen und verfahren zu dessen herstellung
DE2518474A1 (de) Mitogenes mittel, verfahren zu seiner herstellung und diese mittel enthaltende arzneimittel und biologische reagenzien
DE3012204A1 (de) Antigen, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung
Gillman Venous Obstruction in the Pathogenesis of Hepatic Bilharziasis a Preliminary Report of Comparative Findings in Rats, Monkeys and Man
DE2420706C3 (de) Verfahren zum Herstellen von spezifischen Antigenen aus Schistosomen und jene enthaltendes Mittel
Sutherland THE SYDNEY FUNNEL–WEB SPIDER (ATRAX ROBUSTUS) 2. FRACTIONATION OF THE FEMALE VENOM INTO FIVE DISTINCT COMPONENTS
CH404858A (de) Verfahren zur Herstellung von wachstumfördernde Stoffe enthaltenden Präparaten
DE4419264A1 (de) Antigen, um Menschen und Tieren eine schützende Immunität gegen Wurminfektionen zu verleihen
Bean Alterations in CNS associated with chronic motor disabilities induced by O2 at high pressure
DE1942900C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von L-Asparaginase aus Bakterienkulturen, danach hergestellte L-Asparaginase und diese enthaltendes therapeutisches Mittel
US4150107A (en) Antigen from schistosomes and process for obtaining same
DE2728802C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines antischistosomen immunologischen Mittels
DE2728806A1 (de) Auf oralem wege einzunehmender antiparasitaerer impfstoff, verfahren zu dessen herstellung und anwendungsmethode des impfstoffs bei saeugetieren
DE2057544B2 (de) Impfstoff gegen ein neonatales Kälberdiarrhoevirus, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
DE238162C (de)
DE1902590C2 (de) Verwendung einer Immunribonucleinsäure (IRNS) zum Immunisieren lebender Tiere
DE2205897C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Antithymozytenserum
AT54778B (de) Verfahren zur Gewinnung von Immunstoffen.
AT58152B (de) Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Präparates aus Tuberkelbazillen.
DE2644149A1 (de) Neue parasiten-antigene
WO1994006010A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur in-vitro-prüfung von einwirkungen auf biologische strukturen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased