CH618337A5 - Clip for interrupting pathways - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Clip zum langdauernden reversiblen oder ständigen Unterbrechen von Leitungsbahnen innerhalb des menschlichen oder tierischen Organismus, bestehend aus zwei Klemmbacken, welche an einem Ende elastisch miteinander verbunden und am anderen Ende mit einem Einrastmechanismus versehen sind.
Clips der genannten Art, die vor allem zum Unterbrechen von Ei- und Samenleitern bei Mensch und Tier dienen, sind bekannt; sie sind einteilig und im offenen Zustand V-förmig ausgebildet und bestehen aus Kunststoff, wobei beide Klemmbacken durch eine elastische Verbindung mit verdünntem Querschnitt verbunden sind (DE-PS 1 957 855 und 2 220 117). Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Konstruktionen besteht darin, dass nach mehrmaligem Öffnen und Schliessen die elastische Verbindung brüchig wird und unter Umständen keinen sicheren Verschluss mehr gewährleistet. Mehrmaliges Öffnen und Schliessen ist aber beim Einsatz des Clips häufig erforderlich, ehe seine richtige Lage im Körper und relativ zu der zu unterbrechenden Leitungsbahn gefunden ist. Weitere Nachteile dieser Ausführung sind darin zu sehen, dass Kunststoff im Laufe der Zeit von Körpersäften angegriffen wird, bei längerer Lagerung unter Umständen Veränderungen unterworfen und im Röntgenbild nicht sichtbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen unbeschränkt lagerfähigen, im Röntgenbild erkennbaren Clip zu schaffen, bei dem auch bei mehrmaligem Öffnen und Schliessen die Verschlusswirkung nicht beeinträchtigt wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die aus zwei einzelnen Metallstreifen gefertigten und getrennt aus einem Basisteil und einem Deckelteil bestehenden Klemmbacken unter Federspannung drehbar ineinander gelagert sind.
Durch die Wahl eines in der Implantattechnik — z. B. für Endoprothesen — bewährten Metalls oder einer Metall-Legie-rung als Werkstoff für den Clip sind die Forderungen der unbegrenzten Lagerfähigkeit und der Erzeugung eines Röntgen-kontrastes auf einfache Weise erfüllt. Des weiteren sind die beim Öffnen und Schliessen ausgeübten Verformungen relativ geringfügig, so dass man dabei — besonders bei metallischen Werkstoffen — absolut sicher nicht auch nur annähernd an die Grenze des Elastizitätsbereichs gelangt. Bleibende Verformungen und Ermüdungen, die zu Brüchen führen können, sind daher ausgeschlossen.
Eine konstruktiv vorteilhafte Lösung der federnden Lagerung ergibt sich, wenn ein über einen Winkelbereich zu einem Zylinder verformtes Stück am Basisteil als Federelement einen gleichartig vorgeformten Zylinder am Deckelteil umschliesst, wobei der Deckelteil an einer erhabenen Ausformung des Basisteils anliegt, die mindestens annähernd dem freien Ende des Zylinders am Basisteil mit Abstand gegenüber liegt.
Beim Entspannen des das Federelement bildenden Basisteils nach dem Auslösen des Einrastmechanismus kann bei dieser Konstruktion der elastisch verformte Deckelteil von der erhabenen Ausformung des Basisteils abheben, wobei gleichzeitig das Zylinderstück des Deckelteils den unter der Wirkung der Feder stehenden Hebelarm für das Öffnen des Deckelteils bildet; dabei kann zweckmässigerweise das freie Ende des vorgeformten Zylinders am Deckelteil in das abgewinkelte Ende des Zylinders am Basisteil eingreifen.
Die Federwirkung des Basisteils kann unter Umständen verbessert werden, wenn der Basisteil eine geringere Materialstärke als der Deckelteil aufweist. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn am Basisteil Sicherungselemente gegen ein seitliches Ausschieben des Deckelteils vorgesehen sind.
Um ein Auswandern der zu unterbrechenden Leitungsbahn aus dem Klemmbereich zu verhindern, kann weiterhin der Deckelteil auf der der federnden Lagerung abgewandten Seite der Klemmbacken im geschlossenen Zustand auf einer zweiten erhabenen Ausformung des Basisteils aufliegen, wobei diese zweite Ausformung bei der Begrenzung der Verschiebungsmöglichkeit der Leitungsbahn mit der Ausformung auf der anderen Seite zusammenwirkt. Schliesslich werden die Klemmwirkung der Klemmbacken und die Dichtheit der Absperrung der Leitungsbahn verbessert, wenn die Klemmbacken mindestens im Klemmbereich einen wellenähnlichen Querschnitt haben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert, deren Figuren gegenüber der Originalgrösse des Clips stark vergrössert sind.
Fig. 1 zeigt den neuen Clip in der Aufsicht mit einem Stück einer schematisch dargestellten, eingeklemmten Leitungsbahn;
Fig. 2 ist der Schnitt II—II von Fig. 1 ;
Fig. 3 und 4 sind Längsschnitte längs III—III von Fig. 1 und geben einzeln einen Deckelteil bzw. einen Basisteil des Clips wieder, während
Fig. 5 und 6 ebenfalls in Längsschnitten nach III—III von Fig. 1 Darstellungen des zusammengebauten Clips in offener und geschlossener Stellung sind.
Der aus Blechstreifen eines in der Implantattechnik gebräuchlichen Metalls oder einer Metall-Legierung, beispiels5
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weise durch Kaltverformen, geformte Clip besteht aus einem Deckelteil 1 (Fig. 3) und einem Basisteil 2 (Fig. 4). Im eigentlichen Klemmbereich, der etwa dem Bereich a (Fig. 1) entspricht, ist der Querschnitt beider Teile 1 und 2, wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist, wellenähnlich ausgebildet, um die Klemmwirkung und Dichte der Abdichtung der Leitungsbahn 3 (Fig. 1) zu verbessern und ein Verrutschen der Leitungsbahn 3 in dem geschlossenen Clip zu erschweren. Der etwa wellenartige Querschnitt beider Teile 1 und 2 wird durch bogenförmige Ausbuchtungen 4 und 5 erreicht, von denen je zwei in jedem Teil 1 und 2 parallel zueinander etwa über den ganzen Klemmbereich a verlaufen. Dieser Klemmbereich a ist seitlich begrenzt durch zwei erhabene Ausformungen 7 und 8, die in den Basisteil 2 eingepresst sind und auf denen der Deckelteil bei geschlossenem Clip aufliegt (Fig. 6) ; sie dienen als Sicherung gegen ein Auswandern oder Herausrutschen der Leitungsbahn 3 aus dem Klemmbereich und zur Einhaltung eines konstanten Spaltes 16 zwischen den Teilen 1 und 2 im Klemmbereich a.
An seinem, in der Darstellung linken Ende, hat der Dek-kelteil 1 eine leichte Anschrägung 6, die ein Einrasten in den Einrastmechanismus des Basisteils beim Schliessen des Clips erleichtern soll.
Auf seiner rechten Seite ist ein Stück des Deckelteils 1 zu einem hohlen Kreiszylinder 9 gebogen, der mehr als drei Quadranten eines vollen Kreisumfangs umfasst und den Innenteil der federnden Lagerung bildet.
Links trägt der Basisteil 2 den Einrastmechanismus 10; dieser ist dadurch gebildet, dass vom Klemmbereich a her gesehen jenseits der erhabenen Ausformung 7 der Basisteil 2 um 90° nach oben umgebogen ist, und dass zusätzlich sein letztes Ende nochmals um 180° zu einem Absatz 11 verformt ist. In diesen Aufsatz 11 rastet beim Schliessen das Ende 6 des Dek-kelteils 1 ein.
In der Darstellung rechts von der Ausformung 8 ist das Endstück des Basisteils 2 ebenfalls zu einem Kreiszylinder 12 verformt, der als Aussenteil der federnden Lagerung dient. Der Zylinder 12, der etwas weniger als drei Quadranten eines vollen Kreisumfangs umfasst, ist an seinem freien Ende scharf abgewinkelt, so dass dort ein Widerlager für das Ende des Zylinders 9 entsteht. Seitlich sind in Richtung der Zylinderachse am Ende des Zylinders 12 Laschen 14 vorgesehen, die in die
Kreisfläche dieses Zylinders hineinragen bzw. nach der Montage des Deckelteils 1 im Basisteil 2 in diese Fläche hineingebogen werden, um den Deckelteil 1 gegen seitliches Ausschieben aus dem Basisteil 2 zu sichern.
5 Etwa über die Breite a des Klemmbereichs verlaufend hat der Basisteil 2 auf beiden Seiten nach unten abgewinkelte Haltebacken 15; mit diesen kann er bei der Implantierung auf ein entsprechendes Instrument ausgerichtet aufgesetzt und darauf festgehalten werden.
io Wie Fig. 5 und 6 zeigen, greift im zusammengebauten Zustand das freie Ende des Zylinders 9 in das Widerlager ein, das durch das abgebogene Ende 13 des Zylinders 12 gebildet ist. Infolge seines etwas geringeren Umfangwinkels drückt der als Federelement wirkende Zylinder 12 bei geöffnetem Clip den 15 Deckelteil 1 gegen sein abgewinkeltes Ende 13, wobei seine «Bogenfeder» entspannt ist. Mit dem innersten Bogenstück seines Kreisbogens liegt der Zylinder 9 dabei an einer Flanke der erhabenen Ausformung 8 an.
Beim Schliessen spannt der als Hebel wirkende innere Zy-20 linder 9 die «Bogenfeder» 12, wobei sich der Deckelteil im Bereich der Ausformung 8 elastisch verformt, so dass er zusätzlich auf der Kuppe dieser Verformung aufliegt. Das eingerastete linke Ende des Deckelteils 1 ruht dann im geschlossenen Zustand auf der Ausformung 7.
25 Wie Fig. 2 und 6 erkennen lassen, sind die relativen Abmessungen der Ausformungen 7 und 8 zu denjenigen der Ausbuchtungen 4 und 5 im Klemmbereich a derart gewählt, dass die in diesem Bereich liegende Leitungsbahn 3 von dem Clip zwar verschlossen, jedoch nicht unzulässig gequetscht ist; der 30 im Klemmbereich a verbleibende Spalt 16 beträgt beispielsweise 0,2 mm. Anderseits sind Deckelteil 1 und Basisteil 2 im Klemmbereich a in ihrer Formgebung so aufeinander abgestimmt, dass der Spalt 16 im ganzen Bereich gleiche Breite hat und insbesondere nicht breiter wird.
35 Um Hebel- und Federwirkung der Zylinder 9 und 12 verbessern, ist es möglich, die Materialstärke des «Federteils» 12, d. h. des Basisteils 2, geringer als diejenige des Hebelteils bzw. Deckelteils zu wählen und/oder durch unterschiedliche Nachbehandlungen nach der Ausformung der Teile den Deckelteil 40 1 zu härten, sowie bei dem Basisteil 2 die Elastizität, beispielsweise durch eine Wärmebehandlung, zu erhöhen.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
- (1) aufweist.1. Clip zum langdauernden reversiblen oder ständigen Unterbrechen von Leitungsbahnen innerhalb des menschlichen oder tierischen Organismus, bestehend aus zwei Klemmbak-ken, welche an einem Ende elastisch miteinander verbunden und am anderen Ende mit einem Einrastmechanismus versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die aus zwei einzelnen Metallstreifen gefertigten und getrennt aus einem Basisteil (2) und einem Deckelfeil (1) bestehenden Klemmbacken (4, 5) unter Federspannung drehbar ineinander gelagert sind.
- (2) eingreift.2. Clip nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die federnde Lagerung eine über einen Winkelbereich zu einem Zylinder (12) verformtes Stück am Basisteil (2) als Federelement einen gleichartig vorgeformten Zylinder (9) am Deckelteil (1) umschliesst, wobei der Deckelteil (1) an einer erhabenen Ausformung (8) des Basisteils (2) anliegt, die mindestens annähernd dem freien Ende (13) des Zylinders (12) am Basisteil (2) mit Abstand gegenüberliegt.2PATENTANSPRÜCHE
- 3. Clip nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisteil (2) eine geringere Materialstärke als der Deckelteil
- 4. Clip nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Basisteil (2) Sicherungselemente (14) gegen ein seitliches Ausschieben des Deckelteils (1) vorgesehen sind.
- 5. Clip nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des vorgeformten Zylinders 9 am Deckelteil (1) in das abgewinkelte Ende (13) des Zylinders (12) am Basisteil
- 6. Clip nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelteil (1) auf der der federnden Lagerung abgewandten Seite der Klemmbacken (4, 5) im geschlossenen Zustand auf einer zweiten erhabenen Ausformung (7) des Basisteils (2) aufliegt.
- 7. Clip nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken (4, 5) mindestens im Klemmbereich (a) einen wellenähnlichen Querschnitt haben.
- 8. Clip nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Basisteil (1) Haltebacken (15) vorgesehen sind, mittels denen der Deckelteil (1) in einem Einsetzinstrument gehalten werden kann.
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