CH622402A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bodenbearbeitungsmaschine mit einem Kastenbalken und mehreren in einer quer zur Fahrtrichtung der Maschine liegenden Reihe angeordneten, um aufwärts gerichtete Achsen drehbaren Kreiseln, vor welchen eine Anzahl von Bodenbearbeitungswerkzeugen angeordnet ist. Eine bekanntgewordene Maschine dieser Art (FR-PS 2 240 677) weist um eine waagrechte Querachse rotierende weitere Werkzeuge auf, die eine obere Bodenschicht bearbeiten, wobei ein Vermischen der Erde erfolgt.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Maschine zu schaffen, bei der zunächst eine tiefere Bodenschicht so bearbeitet werden kann, dass diese Schicht ohne Vermischen der Erde gelok-kert wird. Ausgehend von einer Maschine der eingangs genannten Art lässt sich dieses Ziel dadurch erreichen, dass die Bodenbearbeitungswerkzeuge je einen höhenbewegbaren, während des Betriebes in dem Boden arbeitenden Arbeitsteil aufweisen, der von mindestens einem Exzenter angetrieben ist, und dass der Exzenter mit der Welle eines Kreisels in Antriebsverbindung steht. Auf diese Weise kann die gestellte Aufgabe mittels einer zweckmässigen und besonders einfachen und kompakten Konstruktion gelöst werden. Um den Leistungsbedarf der Maschine so gering wie möglich zu halten, sind mit Vorteil zwischen zwei benachbarten Bearbeitungswerkzeugen jeweils zwei Kreisel angeordnet.
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Bodenbearbeitungsmaschine nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeils II in Fig. 1,
Fig. 3 in vergrösserter Darstellung einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeils IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeils V in Fig. 3.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Bodenbearbeitungsmaschine hat ein Gestell mit einem quer zur Fahrtrichtung A liegenden Kastenbalken 1, in dem in gleichen, vorzugsweise 25 cm betragenden Abständen voneinander Wellen 2 gelagert sind, die steil zum Boden, vorzugsweise vertikal ausgerichtet sind. Die Wellen 2 ragen unten aus dem Kastenbalken 1 und dienen als Antriebswellen von Kreiseln 3 und bilden deren Drehachsen. Jeder Kreisel 3 ist mit zwei diametral einander gegenüberliegenden Zinken 4 versehen. An den Enden des Kastenbalkens 1 sind vertikale Platten 5 vorgesehen, die über die Vorder- und die Rückseite des Kastenbalkens überstehen. Die Platten 5 tragen in ihrem vorderen Bereich Zapfen 6, um die längs der Platten und nach hinten verlaufende Träger 8 höhenverschwenkbar sind. An den hinteren Enden der Träger 8 ist eine Walze 9 frei drehbar gelagert, deren Drehachse quer zur Fahrtrichtung A und horizontal verläuft. Auf dem Träger 10 der Walze 9 sitzen mehrere Stützscheiben 11, längs deren Ränder schraubenlinienförmig um die Drehachse der Walze verlaufende Längsstäbe 12 abgestützt sind. Die Träger 8 der Walze 9 können mit einem Bolzen 13, der durch eine etwa in halber Länge liegende Öffnung im Träger und durch eine der Öffnungen 14 in den Platten 5 gesteckt wird, in verschiedene Höhen in bezug auf den Kastenbalken 1 eingestellt werden.
Auf dem Kastenbalken 1 sind in gleichen Abständen voneinander vier im Querschnitt U-förmige Stützen 16 befestigt, die über die Vorderseite des Kastenbalkens 1 ragen und deren Schenkel aufwärts gerichtet sind. Der Abstand zwischen der äussersten Stütze 16 und dem zugehörigen Ende des Kastenbalkens ist etwa halb so gross wie der Abstand zwischen benachbarten Stützen. Wie Fig. 1 zeigt, liegt die Drehachse des jeweils unter den Stützen befindlichen Kreisels 3 in der Längsmittelebene des Stegs der zugehörigen Stütze 16.
Die vorderen Enden der Platten 5 sind durch einen parallel zum Kastenbalken liegenden Querträger 17 miteinander verbunden, der eckigen, vorzugsweise quadratischen Querschnitt hat und dessen Unter- und Oberseite horizontal liegen. Der Träger 17 ist mit Klemmplatten 18 und Gewindebolzen 19 an der Unterseite der Stützen 16 festgeklemmt. Mit den Klemmplatten und Gewindebolzen sind ausserdem am Träger Bearbeitungswerkzeuge 20 befestigt, die jeweils einen vom Träger 17 aus geradlinig in Fahrtrichtung A nach vorn und unten gerichteten flachen Zinken 21 aufweisen (Fig. 3). Am freien Ende sind beiderseits des Zinkens 21 schräg nach vorn und zum Boden gerichtete Stege 22 angeordnet, die den Zinken nach vorne überragen. Zwischen den Stegen 22 ist am vorderen Ende mit einem Querbolzen 23 eine Lasche 24 schwenkbar gelagert, die an der Unterseite einer Platte 25 befestigt ist. Der Zinken 21 ragt durch einen Schlitz 26 in der Platte 25 (Fig. 5), die langgestreckt ausgebildet ist und am vorderen Ende in einer eine Schneide aufweisenden Spitze ausläuft.
An der Unterseite des den Zinken 21 nach hinten überragenden Plattenteiles sind zwei Laschen 27 befestigt, zwischen denen mit einem Gelenkbolzen 28 das untere Ende einer durch eine Öffnung in der Platte 25 ragenden Betätigungsstange 29 angelenkt ist. Die aufwärts verlaufende Stange 29 ragt durch eine Öffnung 30 im Steg der U-förmigen Stützen 16 und trägt am oberen Ende eine Gabel 31, die durch einen Bolzen 32 an der Vorderseite eines dreieckigen Winkelbleches 33 angelenkt ist. Das Winkelblech 33 ist mit einem Bolzen 34 zwischen aufwärts gerichteten, nach oben sich verjüngenden Zungen 35 schwenkbar gelagert, die sich von dem oberen Rand der aufwärts gerichteten Schenkel der U-förmigen Stützen 16 aus erstrecken. Das untere Ende des Winkelblechs 33
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trägt ein Gleitstück 36, das an der Aussenseite eines Ringes 37 eines Exzenters 38 anliegt. Der Exzenter 38 ist auf den nach oben aus dem Kastenbalken 1 bis in Höhe der Stützen 16 ragenden Enden der entsprechenden Wellen 2 der Kreisel 3 vorgesehen. Der Ring 37 ist mit einem Lager 39 um eine 5
Exzenterscheibe 40 drehbar gelagert, die durch einen Gewindebolzen 41 und einen Sicherungsring 42 an der Welle 2 befestigt ist.
Innerhalb des Kastenbalkens 1 trägt jede Welle 2 ein Zahnrad 43 mit Geradverzahnung, das mit den Zahnrädern 10 der jeweils benachbarten Wellen 2 in Eingriff ist. Eine mittig liegende Welle ragt bis in ein von einem Gehäuse umschlossenes Kegelradgetriebe 44, das die Antriebsverbindung zwischen der Welle und einer in Fahrtrichtung A liegenden, im Gehäuse gelagerten Welle herstellt. Die Welle im Gehäuse ist über ein 15 Wechselgetriebe mit einer darüberliegenden Antriebswelle 45 antriebsverbunden, die nach vorn aus dem Getriebegehäuse ragt und durch eine Gelenkwelle 46 an die Zapfwelle eines Schleppers angeschlossen werden kann. Die Maschine kann mit einem in halber Länge am Querträger 17 befestigten 20
Anbaubock 47 an die Dreipunkt-Hebevorrichtung des Schleppers gekuppelt werden. Das obere Ende des Anbaubocks 47 ist durch schräg nach unten divergierende Streben 48 mit dem rückwärtigen Rand des Kastenbalkens 1 verbunden.
Im Betrieb ist die Maschine mit dem Anbaubock 47 an die 2s Dreipunkt-Hebevorrichtung des Schleppers angeschlossen. Die Kreisel 3 werden über den oben beschriebenen Antrieb um ihre Achsen rotierend angetrieben. Vor Beginn der Bodenbearbeitung wird mit der Nachlaufwalze 9 die Eingriffstiefe der Bearbeitungswerkzeuge 20 eingestellt. Während der Fahrt greifen die in Fahrtrichtung A nach vorn und zum Boden gerichteten Platten 25 tief in den Boden ein. Mit der Stange 29 und den von den Wellen 2 angetriebenen Exzentern 38 werden die Platten 25 nach oben und unten bewegt, wobei sie um die quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse 23 auf der Vorderseite des Zinkens 21 schwenken. Die durch die Exzenter nach oben bewegten Platten 25 werden durch den Bodendruck bei der Rotation des Exzenters wieder nach unten bewegt, bis sie an den Stegen 22 zur Anlage kommen. Die über dem durch die aufwärts bewegbare Platte 25 grob bearbeiteten Untergrund liegende Bodenschicht wird durch die Zinken 4 der Kreisel 3 bearbeitet, wobei die Zinken 4 benachbarter Kreisel 3 einander überlappende Arbeitsbereiche haben. Mit der Bodenstütze 9 kann die Eingriffstiefe der Zinken 4 eingestellt werden. Die Walze 9 fängt die von den Kreiseln 3 nach hinten geschleuderte Erde auf und zerkrümelt und verteilt sie gleichmässig, so dass ein ebenes Saatbeet entsteht. Mit den Platten 25 und den Zinken 21 wird der Untergrund gelockert, wobei die Erde in dieser Schicht nicht verlagert wird, während die Zinken der Kreisel 3 die obere Schicht bearbeiten, ohne die gekrümelte Erde merklich seitwärts zu verlagern. Die für das Keimen und Aufgehen der Saat notwendigen Bodenbakterien der oberen Kulturschicht werden daher nicht in ihrer Entwicklung gestört.
s
3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Bodenbearbeitungsmaschine mit einem Kastenbalken und mehreren in einer quer zur Fahrtrichtung der Maschine liegenden Reihe angeordneten, um aufwärts gerichtete Achsen drehbaren Kreiseln, vor welchen eine Anzahl von Bodenbearbeitungswerkzeugen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbearbeitungswerkzeuge (20) je einen höhenbewegbaren, während des Betriebes in dem Boden arbeitenden Arbeitsteil (25) aufweisen, der von mindestens einem Exzenter (38) angetrieben ist, und dass der Exzenter (38) mit der Welle eines Kreisels (3 ) in Antriebsverbindung steht.
1-
PATENTANSPRÜCHE
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei benachbarten Bodenbearbeitungswerkzeugen (20) jeweils zwei Kreisel (3) angeordnet sind.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Bodenbearbeitungswerkzeug (20) einen Zinken (21) aufweist, der nahe seiner Unterseite mit dem in bezug auf den Zinken (21) schwenkbar angeordneten, als in Fahrtrichtung (A) nach hinten und oben gerichtete Platte (25) ausgebildeten Arbeitsteil versehen ist, und dass der Zinken (21) durch einen Schlitz (26) in der Platte (25) ragt.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Platte (25) eine am hinteren Plattenende angelenkte Stange (29) aufweist, die mit dem Exzenter (38) gekuppelt ist.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (29) über einen Winkelhebel (33) mit dem Exzenter (38) antriebsverbunden ist und dass der Exzenter (38) eine exzentrisch gelagerte Scheibe (37) aufweist, die mit einem an der Scheibe anliegenden, auf dem Winkelhebel (33) angeordneten Gleitstück (36) zusammenwirkt.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1—5, dadurch gekennzeichnet, dass der Platte (25) jedes Zinkens (21) ein eigener Exzenter (38) zugeordnet ist.
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