CH622869A5 - Pipe clamp, in particular for heating pipes, water-channelling pipes, gas pipes or roof-gutter pipes - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohrschelle, insbesondere für Heizungsrohre, Wasserleitungsrohre, Gasrohre oder Dachrinnenrohre, bestehend aus einem das Rohr zu umgreifen bestimmten Schellenring mit Schellenoberteil und Schellenunterteil sowie einem am Schellenunterteil befestigten oder angeformten Befestigungselement, welches zur Befestigung der Rohrschelle an einer Wand bestimmt ist.
Es sind Schellen zum Befestigen von Heizungsrohren, Wasserleitungsrohren, Gasrohren u.dgl. bekannt, die aus einem das Rohr umgreifenden Schellenring mit Schellenoberteil und Schellenunterteil und einem am Schellenunterteil angebrachten bzw. ausgebildeten, an der Wand o.dgl. zu befestigenden Schellenfuss bestehen. Bei diesen bekannten Rohrschellen sind beide Teile des Schellenringes beweglich miteinander verbunden.
Rohrschellen dieser Ausführungsform sind insbesondere zum Befestigen von Dachrinnen-Ablaufrohren bekannt, bei denen die beiden Schellenringteile je ein Scharnier aufweisen, das durch einen Stift verbunden ist.-An den beiden freien Enden weisen die Schellenringteile fast rechtwinklig abgekantete Laschen auf, die mit einer Bohrung zur Aufnahme eines Schraubenbolzens versehen sind, so dass die das Rohr umgreifender Schellenringteile miteinander verbunden werden können. Rohrschellen dieser Ausführungsform sind durch die Ausbildung des Scharniers, dem damit verbundenen Material- und Arbeitsaufwand relativ teuer.
Schliesslich sind Rohrschellen aus Kunststoff bekannt, bei denen das Schellenunterteil und das Schellenoberteil einstückig ausgebildet sind, wobei beide Teile durch eine Sollbiegestelle beweglich miteinander verbunden sind. Mittels dieser Sollbiegestelle kann das am Schellenunterteil angeformte Oberteil begrenzt bewegt werden. Das Verschliessen beider Teile erfolgt durch eine Rastverbindung bzw. einem Rastverschluss. Als nachteilig hatte sich bei Rohrschellen dieser Ausführungsform jedoch herausgestellt, dass nur relativ kleine Rohrdurchmesser - insbesondere bei einer hängenden Anbringung der Rohrleitungen - von diesen Rohrschellen gehalten werden, da die Rastverbindung bzw. der Rastverschluss nur relativ geringe Zugkräfte aufnehmen kann. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass die aus Kunststoff bestehende Rohrschelle unter Kälteeinwirkung spröde wird und die Gefahr besteht, dass das Schellenoberteil vom Schellenunterteil an der Sollbiegestelle abreisst.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine einstückig geformte Rohrschelle mit Schellenoberteil und Schellenunterteil zu schaffen, die sich durch geringe Herstellungskosten auszeichnet und in der Lage ist, auch Rohre grösseren Durchmessers aufzunehmen und zu tragen.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass zwischen Schellenunterteil und Schellenoberteil eine Gelenkstelle vorgesehen ist, die als vorgeformte Biegestelle ausgebildet ist und im Bereich ihrer Seitenränder unmittelbar und einstückig in den Schellenunterteil bzw. Schellenoberteil übergeht.
Es ist von Vorteil, wenn der aus Schellenunterteil und Schellenoberteil gebildete Schellenring und die Gelenkstelle durchgehend aus Metallblech gepresst sind. Hierbei kann die Materialstärke des verwendeten Blechstreifens je nach Verwendungszweck variiert werden. Zur Erhöhung der Stabilität ist der Schellenunterteil und der Schellenoberteil vorzugsweise mit sich bis an die Gelenkstelle heran erstreckenden Versteifungssicken ausgebildet, wobei jedoch im tragenden Schellenunterteil die Sicken stärker ausgebildet sein können, als im Schellenoberteil. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise die Federung des Schellenoberteiles erhöht bzw. variiert werden. In einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Biegestelle eine sich parallel zur Gelenkachse und quer über die gesamte Breite der Rohrschelle erstreckenden eingeformte Sicke aufweisen. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können die in Richtung des Schellenumfangs aufeinander zulaufenden Versteifungssicken im Abstand zueinander zur Bildung der Biegestelle in die Wandungsfläche des Schellenunterteiles und in die Wandungsfläche des Schellenoberteiles übergehen, dabei kann die Biegestelle eine Materialschwächung aufweisen. In einer vorteilhaften Weise kann die Materialschwächung durch in einer Reihe angeordnete Bohrungen gebildet sein. In einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform kann die Materialschwächung durch eine Reihe in Querrichtung zueinander versetzt angeordneter Bohrungen gebildet sein.
In einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform kann die Biegestelle mit einem parallel zur Gelenkachse verlaufenden Schlitz versehen sein.
Durch die einstückige Herstellungsweise aus nur einem Metallblechstreifen lässt sich eine wirtschaftliche und rationelle Herstellung der erfindungsgemässen Rohrschelle erzielen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine Schelle gemäss der Erfindung in perspektivischer Darstellung mit vorgeformter Biegestelle ;
Figur 1A zeigt einen Ausschnitt gemäss der Figur 1 ;
Figur 2 eine Schelle gemäss Figur 1 in einer anderen Ausführungsform;
Figur 3 eine Schelle gemäss der Erfindung in einer weiteren Ausführungsform, bei welcher nur das Schellenunterteil mit Sickenausbildung versehen ist ;
Figur 4 eine geschlossene Rohrschelle gemäss Figur 1 mit eingelegtem Rohr;
Figur 5 eine Darstellung der in der Figur 1 und 2 benutzten Rastverbindung;
Figur 6 eine Laschenverbindung für Rohrschellen gemäss Figur 3 ;
Figur 7 Biegestelle mit einem parallel zur Gelenkachse verlaufenden Schlitz als Materialschwächung;
Figur 8 Biegestelle durch in einer Reihe angeordnete Bohrungen als Materialschwächung;
Figur 9 Biegestelle durch eine Reihe in Querrichtung zueinander versetzt angeordneter Bohrungen als Materialschwächung;
Figur 10 Biegestelle als unversickter Bereich am Umfang einer Rohrschelle; und
Figur 11 Biegestelle in einer anderen Ausführungsform gemäss Figur 10.
Wie aus dem Beispiel der Figur 1 ersichtlich, besteht die erfindungsgemässe Rohrschelle aus dem halbringförmigen Schellenoberteil 1 und dem halbringförmigen Schellenunterteil 2. Beide Schellenringteile 1 und 2 sind einstückig aus Stahlband geformt und durch eine, die Biegestelle bildende eingeformte Sicke 3, welche sich über die gesamte Breite erstreckt, und parallel zur Gelenkachse 4 verläuft, miteinander verbunden. Der Schellenfuss 5 ist unmittelbar am Schellenunterteil 2 angeformt bzw. angeordnet. Beide Schellenringteile sind mit nach aussen stehenden Sicken 6 und 7 versteift, die sich parallel zu den jeweiligen Seitenkanten des Schellenunterteiles 2 sowie des Schellenoberteiles 1 erstrecken. Die Sicken 6 und 7 sind mit halbrundem Querschnitt ausgebildet. Es kommen stattdessen jedoch auch jegliche andere denkbare Querschnittsformen in Betracht.
An den beiden freien Enden der Schellenringteile 1 und 2 sind die Elemente einer an sich bekannten Rastverbindung angebracht bzw. ausgebildet. Die Rastverbindungselemente 8, 10 sind so ausgebildet, dass zum Verrasten - wie aus den Figuren 4 und 5 zu ersehen - die Nase 8 den in der im
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wesentlichen rechtwinkelig abgekanteten Lasche 9 ausgebildeten Schlitz 10 vollständig einnimmt, so dass die Rastverbindungselemente 8 und 9 gegen seitliches Verschieben gesichert sind.
5 Bei der in der Figur 2 dargestellten Rohrschelle ist die Verbindung zwischen den Schellenringteilen la, 2a durch eine Biegestelle 11 gegeben, wobei die Sicken 12 und 13 von beiden Seiten her bis an die eigentliche Biegestelle 11 heranreichen. Die Figuren 10 und 11 zeigen Ausführungsbeispiele zur Bildung der Biegestelle 11.
Man müsste zunächst annehmen, dass die durch eine vorgeformte Biegung 4 oder eine Biegestelle 11 gebildete Gelenkstelle nicht genügend Stabilität erbringt, um die Rastnase 8 sicher in dem Rastschlitz 10 zu halten. Überraschenderweise wird aber i 5 durch diese Ausbildung der Gelenkstelle ein sicheres Zusammenhalten dieser Rastverschlussteile 8 und 10 bei geschlossener Rohrschelle gewährleistet, wie sie aus der Figur 4 zu ersehen ist.
Die in Figur 3 gezeigte Rohrschelle weist ein ebenfalls durch Versteifungssicken 14 versteiftes Schellenunterteil 15 auf, je-2o doch ist bei dieser Ausführungsform das Schellenoberteil 16 unversickt ausgebildet. An der Biegestelle 17 ist zum Zweck der Materialschwächung ein parallel zur Gelenkachse verlaufender Schlitz 18 ausgebildet. Durch die sickenfreie Ausbildung wird die Federungseigenschaft des Schellenoberteiles 16 erhöht. 25 Im Unterschied zu den bereits beschriebenen Ausführungsformen sind beide freien Enden der Schellenringteile 15 und 16 mit ebenfalls im wesentlichen rechtwinklig abgekanteten Laschen 19 und 20 versehen, wie insbesondere aus der Figur 6 zu ersehen ist. Die beim Schliessen der Rohrschelle sich aufeinan-30 der legenden Laschen 19 und 20 sind mit je einer Bohrung 21 versehen, durch die ein Schraubenbolzen hindurchgeführt wird, um somit die beiden Laschen 19 und 20 miteinander fest zu verbinden.
Die Figuren 7,8 und 9 zeigen Ausführungsbeispiele zur 35 Bildung einer Biegestelle 11 mittels Materialschwächung. So kann, wie in Figur 7 gezeigt, eine Materialschwächung an der Biegestelle 11 derart ausgeführt sein, in dem ein sich parallel zur Gelenkachse erstreckender Schlitz 22 ausgebildet ist. In einem anderen Ausführungsbeispiel, gemäss der Figur 8, wird Mate-4o rialschwächung im Bereich der Biegestelle 11 durch eine Anzahl in einer Reihe angeordneter Bohrungen 23 erreicht. Die Figur 9 zeigt eine Abwandlung der in Figur 8 gezeigten Bohrungsanordnung, dabei sind die Bohrungen 24 im Bereich der Biegestelle 11 in Querrichtung zueinander angeordnet.
45 Die Figuren 10 und 11 zeigen Ausführungsbeispiele zur Bildung einer Biegestelle 11 ohne Materialschwächung. Dabei wird der Grad der Flexibilität der Biegestelle 11 durch die Ausführungsform der Versteifungssicken 25 bzw. 26 bestimmt.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Rohrschelle, insbesondere für Heizungsrohre, Wasserleitungsrohre, Gasrohre oder Dachrinnenrohre, bestehend aus einem das Rohr zu umgreifen bestimmten Schellenring mit Schellenoberteil und Schellenunterteil sowie einem am Schellenunterteil befestigten oder angeformten Befestigungselement, welches zur Befestigung der Rohrschelle an einer Wand bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schellenunterteil (2,2a, 15) und Schellenoberteil (1, la, 16) eine Gelenkstelle vorgesehen ist, die als vorgeformte Biegestelle (4,11,17) ausgebildet ist und im Bereich ihrer Seitenränder unmittelbar und einstückig in den Schellenunterteil (2,2a, 15) bzw. Schellenoberteil (1, la, 16) übergeht.
2. Schelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schellenunterteil (2) und der Schellenoberteil (1) mit sich bis an die Gelenkstelle heran erstreckenden Versteifungssicken (12,13 ; 6,7) ausgebildet sind.
3. Schelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungssicken (7,13) am Schellenunterteil (2,2a) stärker ausgebildet sind als diejenigen (6,12) am Schellenoberteil (1, la).
4. Schelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegestelle (4) eine sich parallel zur Gelenkachse und quer über die gesamte Breite der Rohrschelle erstreckende, eingeformte Sicke (3) aufweist.
5. Schelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Richtung des Schellenumfangs aufeinander zulaufenden Versteifungssicken (12,13 ; 25,26) im Abstand zueinander zur Bildung der Biegestelle (11) in die Wandungsfläche des Schellenunterteiles (2a) und in die Wandungsfläche des Schellenoberteiles (la) übergehen.
6. Schelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegestelle (11) eine Materialschwächung aufweist.
7. Schelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschwächung durch in einer Reihe angeordnete Bohrungen (23) gebildet ist.
8. Schelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschwächung durch eine Reihe in Querrichtung zueinander versetzt angeordneter Bohrungen (24) gebildet ist.
9. Schelle nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegestelle (17) mit einem parallel zur Gelenkachse verlaufenden Schlitz (18,22) versehen ist.
10. Schelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schellenunterteil und der Schellenoberteil und die Gelenkstelle durchgehend aus Metallblech gepresst sind.
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