CH622879A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschneien von Gegenständen mit Kohlensäureschnee, mit einem wärmeisolierten Kasten, der an seiner den auf einer Transporteinrichtung voranrückenden Gegenständen zugewandten Unterseite eine Abgabeöffnung hat und in dem eine Rohrschlange für 45 flüssiges C02 verläuft, die zu einer ventil-gesteuerten Düse im Kasten führt, die durch Schalteinrichtungen an der Transporteinrichtung von den Gegenständen geöffnet wird.
Derartige Vorrichtungen werden zur schnellen Abkühlung von verderblichem Gut, z.B. frisch geschlachteten Hähnchen, 50 die in die Versandkartons gepackt sind, eingesetzt. Man spricht bei derartigen Vorrichtungen von sogenannten Schneehauben oder Snow-Heads. Die Unterbringung eines Teils der C02-Leitung im Innenraum in Form einer Rohrschlange hat die Funktion eines Wärmeaustauschers zur Abkühlung des flüssi- 55 gen C02 aus dem C02-Tank mit dem Ziel einer besseren Schneeausbeute und damit eines geringeren C02-Verlustes in Form von Gas.
Hinsichtlich der Ausbeute befriedigen derartige Konstruktionen jedoch nicht, so dass es Aufgabe der Erfindung ist, die m Vorrichtung so auszubilden, dass bei geringstmöglichem Verbrauch an C02 die Gegenstände möglichst vollkommen beschneit werden und der ganze Vorgang in Verbindung mit einer die Gegenstände stetig fördernden Transportvorrichtung automatisch abläuft. 65
Die Lösung dieser Aufgabe geschieht in der Weise, dass der oben geschlossene Kasten als Schneevorratsbehälter mit einer die Abgabeöffnung verschliessenden, steuerbaren Dosiervorrichtung für die gleichmässige Abgabe von C02-Schnee ausgebildet ist, dass das Ventil der im oberen Vorratsraum befindlichen Düse von einem Maximalstandsfühler für den C02-Schnee im Vorratsbehälter geschlossen wird und dass im schneefreien Raum des Vorratsbehälters eine darin angesammeltes C02-Gas ableitende Rückführleitung zu einem C02-Sammelbehälter abzweigt.
Das Prinzip hierbei ist, in einem ständigen C02-Schneevor-rat die als Wärmeaustauscher wirkende Rohrschlange zu führen, in der das flüssige C02 zu der Austrittsdüse strömt, so dass es bei längerer Verweilzeit als Grenztemperatur die des C02-Schnees annehmen kann. Das bedeutet eine optimale Umwandlung des flüssigen C02 in Schnee. Andererseits wird das sich zwangsläufig bildende C02-Gas bei der Schneebildung aus dem geschlossenen Vorratsraum über die Rückführleitung wieder abgezogen, geht also dem Prozess nicht verloren. Ferner ist es nicht erforderlich, das Versprühen aus der Düse den Gesichtspunkten einer günstigen Verteilung auf den zu beschneienden Gegenständen anzupassen. Vielmehr besorgt das Beschneien, das heisst die möglichst gleichmässige Beschichtung der zu beschneienden Gegenstände, die die Öffnung des Schneevorratsbehälters verschliessende, steuerbare Dosiervorrichtung, so dass die Bedingungen an der Düse ausschliesslich auf eine möglichst günstige Schneebildung im Vorratsbehälter abgestimmt werden können.
Mit Hilfe zweckmässiger Weiterbildungen lässt sich die Erfindung dem eingangs genannten Ziel noch näher bringen. So wird vorteilhafterweise die Dosiervorrichtung, die als motorgetriebene Zellenwalze ausgebildet ist, mit im wesentlichen achsparallel verlaufenden, elastischen Leisten auf dem Walzenkörper, die gegen seitliche Begrenzungswangen der Abgabeöffnung anliegen. Diese Leisten können Bürstenreihen sein, und es ist möglich, eine der seitlichen Begrenzungswangen, an der die Leisten abwärts gleiten, um eine zur Walzenachse parallele Achse schwenkbar und damit den Eintrittsspalt zwischen der Walzenoberfläche und der Begrenzungswange verstellbar gestaltenden Achse schwenkbar zu machen. Auch kann die Länge des Austrittsspaltes durch einen verstellbaren Schieber, der von einer Stirnwand des Behälters über die Walze greift, eingestellt werden, so dass sowohl die Austragsmenge pro Zelle als auch die beschneite Fläche den zu beschneienden Gegenständen in ihrer Grösse angepasst werden kann immer mit dem Ziel, die verbrauchte C02-Menge zwar ausreichend jedoch so gering wie möglich zu halten.
Als möglichst einfache aber sicher arbeitende Einrichtung dient als Maximalstandsfühler eine Fotozellenanordnung im oberen Teil des Vorratsbehälters.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 : die Vorrichtung in einem vertikalen Längsschnitt;
Fig. 2: einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie II-II in Fig. 1.
Auf einer vereinfacht nur als Unterlage dargestellten Transporteinrichtung 11 läuft in der in Fig. 2 mit Pfeil 12 bezeichneten Richtung kontinuierlich ein zu beschneiender Gegenstand - hier ein Karton 13 - unter die in ihrer Gesamtheit mit 14 bezeichnete Vorrichtung zum Beschneien. An der Transporteinrichtung 11 befindet sich in einer später noch zu bestimmenden Stellung eine beliebig gestaltete Einschaltanordnung (nicht dargestellt), die die Beschneiungsvorrichtung in Betrieb setzt, sobald sie von dem zu bebeschneienden Gegenstand 13 ausgelöst wird.
Die Vorrichtung zum Beschneien 14 wird gebildet aus einem oberseitig geschlossenen Kasten 15 aus einem gut wärmeisolierenden Werkstoff, in den bei 16 eine als Kühlschlange 17 ausgebildete Rohrleitung für flüssiges C02 hinein verläuft. Diese Kühlschlange verläuft nahe den Wandungen des Kastens 15. Ihre oberste letzte Windung führt zu einer im oberen Bereich
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des als Vorratsbehälter für C02-Schnee ausgebildeten Kastens 15 zu einer über ein Magnetventil 18 in bekannter Weise steuerbaren Düse 19.
Die Unterseite des Vorratsbehälters 15 ist von einer eingeschalteten mit konstanter Drehzahl über einen Motor 20 getriebenen Zellenwalze 21 abgeschlossen, auf deren Umfang axial elastische Bürstenleisten 22 verlaufen, die über einen Umfangs-sektor mit seitlichen Begrenzungswangen 23, 24 in Berührung sind. Gemeinsam mit den Begrenzungswangen 23, 24 schliesst somit die Zellenwalze 21 den Vorratsbehäter nach unten ab und fördert, wenn sie mit n = const. in der durch den Pfeil 25 angedeuteten Richtung umläuft, C02-Schnee aus dem Vorratsbehälter 15 heraus. Dieser Schnee wird infolge der Eigenelastizität der Leisten aus der unteren Öffnung des Vorratsbehälters 15 auf den zu beschneienden Gegenstand 13 abgeworfen.
Im oberen Bereich des Vorratsbehälters befindet sich ein als Fotozellenanordnung 26,27 ausgebildeter Maximalstandsfühler, der das Magnetventil 18 so schaltet, dass wenn der C02-Schnee im Vorratsbehälter das Niveau des Fühlers erreicht, die Düse 19 geschlossen wird.
Zur Bemessung der Schneeabgabemenge als Funktion der Eigenheiten des zu beschneienden Gegenstandes 13 dient zum einen ein Schieber 28, der im Behälter 15 von dessen einer Stirnwand über die Abgabewalze 21 greift und damit einen Teil der Austrittsöffnung des Behälters abdeckt, während die Fördermenge der Zellenwalze 21 dadurch beeinflussbar ist, dass die eine Begrenzungswange 24 auf der Seite der Abgabeöffnung, an der die Bürstenleisten abwärtsgleiten, um eine zur Achse der Walze 21 parallele Achse 29 mittels eines von aussen über einen Stellknopf 30 verstellbaren Exzenters 31 schwenkbar ist. Damit kann der Eintrittsspalt zwischen der Oberfläche der Walze 21 und der Begrenzungswange 24 einreguliert werden.
Der Betriebsablauf der Vorrichtung ist folgendermassen. Ein zu beschneiender Gegenstand 13 gleitet auf der Transporteinrichtung 11 bis zu den nicht dargestellten, geeignet angebrachten Schalteinrichtungen und setzt damit den Motor 20 der ? Zellenwalze 21 in Betrieb und öffnet zugleich die Düse 19. Das in der Rohrschlange 16 enthaltene, durch den Schneevorrat im Vorratsbehälter 15 gut gekühlte flüssige C02 tritt durch die Düse 19 aus und wird zum überwiegenden Teil in C02-Schnee umgewandelt. Das dabei unvermeidbar entstehende C02-Gas m wird aus dem oberen Bereich des Vorratsbehälters über eine Rückführleitung 32 einem Sammelbehälter zugeführt.
Die sich drehende Zellen walze 21 fördert C02-Schnee zwischen ihren Bürstenleisten 22 zur unteren Öffnung und schleudert infolge der Elastizität der Bürstenleisten den Schnee auf i5 den zu beschneienden Gegenstand 13, während gleichzeitig der Schneevorrat im Vorratsbehälter über die Düse 19 stetig ergänzt wird. Hat der zu beschneiende Gegenstand 13 die Abgabeöffnung passiert, so wird durch eine zweite, ebenfalls nicht dargestellte Schalteinrichtung der Motor 20 der Zellenwalze 21 2o ausgeschaltet, so dass kein C02-Schnee mehr abgegeben werden kann. Dieser Endschalter lässt jedoch das Magnetventil 18 unbeeinflusst, so dass weiterhin C02-Schnee gebildet wird, bis der Vorrat den Maximalstandsfühler 26,27 beeinflusst, über den die Düse 19 dann geschlossen wird. Es steht somit stets 25 genügend Schneevorrat sowohl für den nächsten Beschneiungs-vorgang als auch insbesondere für die Kühlung des in der Rohrschlange 16 enthaltenen flüssigen C02 zur Verfügung.
Bei einem längeren Vorratsbehälter ist es zweckmässig, zwei oder mehr Schnee-Erzeugungsdüsen anzuordnen, um im Behäl-3o ter eine möglichst gleichmässige Verteilung zu erhalten, wie dies in der Fig. 1 auch an der rechten Seite strichpunktiert angedeutet ist.
C
1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
- 622 8792PATENTANSPRÜCHE1. Vorrichtung zum Beschneien von Gegenständen mit Kohlensäureschnee, mit einem wärmeisolierten Kasten, der auf seiner den auf einer Transporteinrichtung voranrückenden Gegenständen zugewandten Unterseite eine Abgabeöffnung hat 5 und in dem eine Rohrschlange für flüssiges C02 verläuft, die zu einer ventilgesteuerten Düse im Kasten führt, die durch Schalteinrichtungen an der Transporteinrichtung von den Gegenständen geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der oben geschlossene Kasten als Schneevorratsbehälter (15) mit einer die m Abgabeöffnung verschliessenden, steuerbaren Dosiervorrichtung (21) für die gleichmässige Abgabe von C02-Schnee ausgebildet ist, dass das Ventil (18) der im oberen Vorratsraum befindlichen Düse (19) von einem Maximalstandsfühler (26,27) für CCK-Schnee im Vorratsbehälter (15) geschlossen wird 15 und dass im schneefreien Raum des Vorratsbehälters (15) eine darin angesammeltes C02-Gas ableitende Rückführleitung (32) zu einem C02-Sammelbehälter abzweigt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass die Dosiervorrichtung (21) als motorgetriebene Zellenwal- 20 ze ausgebildet ist mit im wesentlichen achsparallel verlaufenden, elastischen Leisten (22) auf dem Walzenkörper, die gegen seitliche Begrenzungswangen (23,24) der Abgabeöffnung anliegen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,dass die Leisten (22) Bürstenreihen sind. 25
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der seitlichen Begrenzungswangen (24) der Abgabeöffnung an der die Leisten (22) abwärts gleiten, um eine zur Walzenachse parallele Achse (29) schwenkbar und damit der Eintrittsspalt zwischen der Oberfläche des Walzen- 30 körpers (21) und der Begrenzungswange (24) verstellbar ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen verstellbaren Schieber (28), der von einer Stirnwand des Behälters (15) über die Walze (21) greift.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, 35 dadurch gekennzeichnet, dass der Maximalstandsfühler eine Fotozelleneinrichtung (26,27) ist.40
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