CH645455A5 - Spruehsystem zur abgabe eines kryogenen kaeltemittels. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Sprühsystem zur Abgabe eines kryogenen Kältemittels innerhalb eines isolierten Gefrierraumes.
Ein Sprühsystem dieser Art ist in der DE-OS 26 31 012 beschrieben. In einem isolierten Gefrierraum, in dem einzufrierende Produkte auf einer Förderstrecke von einer Eintrittsöffnung zu einer Austrittsöffnung transportiert werden, ist über der Förderstrecke eine Verteilerleitung mit einer Vielzahl von Sprühdüsen angeordnet. Flüssiger Stickstoff wird über die Verteilerleitung und die Sprühdüsen auf die Produkte gefördert. Die Verteilerleitung bildet z.B. eine Doppelschleife, die einen relativ langen Teil der Förderstrecke überspannen kann. Diese Anordnung ist erforderlich, damit sich die Sprühbereiche der jeweiligen Düsen überlappen und so die gesamte Fläche des überspannten Abschnittes überdecken.
Dieses Spühsystem besitzt aber verschiedene Nachteile: Aufgrund der grossen Länge der Verteilerleitung wird aus dem Gefrierraum eine relativ grosse Wärmemenge über die Verteilerleitung auf den flüssigen Stickstoff übertragen. Dies 5 führt zur Ausbildung eines aus einer gasförmigen und einer flüssigen Phase bestehenden Zweiphasenstromes. Die Kühlkapazität der Gasphase ist aber wesentlich geringer als die der flüssigen Phase, so dass die Abgabe von gasförmigem Kühlmittel zu einer langsameren bzw. ungenügenden Abkühlung ic der einzufrierenden Produkte führen kann. Zwar versucht man diesem Umstand z.B. durch Gasentlüftungsdüsen in der Verteilerleitung entgegenzutreten, doch kann mit diesen zusätzlichen Vorrichtungen der Anteil der Gasphase am Flüs-sigphasenstrom höchstens reduziert, aber nicht ausgeschlos-i5 sen werden. Infolge des wesentlich grösseren Volumens der Gasphase im Vergleich zur flüssigen Phase ist eine weitere negative Folge der Zweiphasenströmung eine unruhige Abgabe von flüssigem Stickstoff mit geringem Düsendurchsatz und einem kleinen Sprühbereich.
20 Ausserdem ist es schwierig, eine lange Verteilerleitung genau horizontal anzuordnen. Gerade für eine gleichmässige Abgabe eines flüssigen Kältemittels, das einen gewissen Anteil einer gasförmigen Phase enthält, ist eine vollkommen waagrechte Ausrichtung der Verteilerleitung von Bedeutung, 25 da sonst die flüssige Phase bevorzugt zur tieferliegenden Stelle, die gasförmige Phase jedoch zur höherliegenden Stelle der Verteilerleitung strömt. Dies führt zu einer ungleichmässi-gen Kältemittelabgabe und einer geringeren Kühlkapazität. Im Extremfall kann sogar durch einen Teil der Düsen aus-30 schliesslich gasförmiges Kältemittel abgegeben werden. Aus den genannten Gründen ist für ein völliges Gefrieren der einzufrierenden Produkte ein sehr grosses und fertigungstechnisch aufwendiges Sprühsystem erforderlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein ein-35 faches Sprühsystem zu schaffen, mit dem auf wirtschaftliche Weise Kältemittel in flüssiger Form abgegeben werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Sprühsystem der eingangs beschriebenen Art gelöst, das durch eine Verteilerleitung mit Sprühdüsen schlitzförmigen Öffnungs-4o querschnittes gekennzeichnet ist.
Es ist festgestellt worden, dass mit der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Verteilerleitung mit Sprühdüsen schlitzförmigen Öffnungsquerschnittes ein grosser Sprühwinkel bei hohem Kältemitteldurchsatz erzielt werden kann. Vorteilhafteres weise kann die Verteilerleitung daher sehr kurz sein, wodurch der Wärmeeintrag aus dem Gefrierraum auf das kryogene Kältemittel und damit die Bildung einer Zweiphasenströmung wesentlich verringert werden kann.
Ein Vergleich schlitzförmiger Düsen mit Düsen kreisför-50 migen Öffnungsquerschnittes ergibt folgendes: Wurden vom Hersteller für Runddüsen für die Abgabe von Wasser von 20 °C, das mit einem Druck von 3 bar versprüht wird, ein Durchsatz von 3,10 1/min. und ein Sprühwinkel von 120° garantiert, so sanken beim Versprühen von flüssigem Stickstoff 55 gleichen Druckes über diese Düsen der Durchsatz auf 2,50 1/min. und der Sprühwinkel auf 25°. Überraschenderweise konnten bei der Verwendung von schlitzförmigen Düsen erheblich bessere Werte für Durchsatz und Sprühwinkel gemessen werden. Wurden für Schlitzdüsen bei Abgabe von Wasser 6o von 20° unter einem Druck von 3 bar ein Sprühwinkel von 110° und ein Durchsatz von 3,10 1/min. gemessen, so änderten sich diese Werte beim Versprühen von flüssigem Stickstoff nur unwesentlich. Der Durchsatz stieg auf 3,27 1/min., während derSprühwinkel 105° betrug. Vorteilhafte Folge dieses 65 grossen Sprühwinkels ist, dass eine einzige Verteilerleitung genügt. Werden die schlitzförmigen Öffnungen dieser Sprühdüsen quer zur Bewegungsrichtung der Transporteinrichtung orientiert, so kann z.B. die gesamte Breite des Transportban-
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des mit einer Düse besprüht werden, während die Verwen- mit den bereits beschriebenen Sprühdüsen schlitzförmigen dung von Runddüsen, z.B. zwei parallel geführte Verteilerlei- Öffnungsquerschnittes erfüllt werden. Daher wird die Funk-
tungen erforderlich macht (bei gleichem Abstand Düsen- tion der Sprühdüsen durch einen Phasenabscheider wirkungs-Transporteinrichtung). Auf diese Weise wird die Übertragung voll unterstützt.
von Wärme auf den flüssigen Stickstoff in der Verteilerleitung 5 In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsge-sowie die Ausbildung einer Zweiphasenströmung wesentlich dankens mündet der Ausgang des Phasenabscheiders für die reduziert. gasförmige Phase im Gefrierraum. Auf diese Weise geht der Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Schlitzdüsen, die für Kälteeinhalt der gasförmigen Phase nicht verloren, sondern einen relativ grossen Durchsatz von flüssigem Kältemittel ge- kann zur Vorkühlung der einzufrierenden Produkte dienen, eignet sind, zu verwenden. Einerseits kann durch diese Mass- 10 In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemässen nähme die Zahl der Sprühdüsen weiter verringert werden, wo- Sprühsystems besitzt der Phasenabscheider die Form eines durch nicht nur die Wärmeaufnahme über das entsprechend Zylinders, in den eine zur Zylinderachse koaxiale Zufuhrlei-kürzere Verteilerrohr geringer ist, sondern auch der Arbeits- tung für das kryogene Kältemittel hineinragt. Vorteilhafteraufwand, der beim Austausch der Düsen zur Anpassung an weise ist oberhalb der unteren Grundfläche des Zylinders, in unterschiedliches Gefriergut entsteht, deutlich kleiner wird. 1 s der sich der Ausgang für die flüssige Phase befindet, ein Andererseits bilden sich bei diesen Sprühdüsen Flüssigkeits- Schmutzfanger angeordnet. Der Schmutzfänger ist unmittel-tropfen mit einem grösseren Radius als bei Düsen mit gerin- bar vor der Verteilerleitung angeordnet und siebt alle Verun-gerem Durchsatz. Da die Gesamtoberfläche dieser Tropfen reinigungen, die zu einer Verstopfung der Düsen führen kleiner ist, als die vieler Tropfen kleineren Durchmessers, sin- könnte, aus. Grundsätzlich ist es möglich, den Schmutzfanger ken die Verdampfungs verluste, die sich auf dem Weg der 20 auch vor dem Phasenabscheider anzuordnen, doch erfordert Tropfen zwischen Sprühdüse und Gefriergut ergeben. Eine dieser Aufbau eine zusätzliche Isolierung. Ausserdem ist es weitere vorteilhafte Eigenschaft der beschriebenen Sprühdü- sinnvoller, die Entfernung eventuell vorhandener Schmutz-sen ist ausserdem ihre Unempfindlichkeit gegenüber unter- partikel unmittelbar vor dem Versprühen des Kältemittels schiedlichem Durchsatz flüssigen Kältemittels, gegenüber über die Düsen durchzuführen, da so alle Verschmutzungen, Schmutzpartikeln und gegebenenfalls anfallendem gasförmi- 25 die z.B. beim Lösen und Verbinden von Teüen des Zufuhrsy-gem Kältemittel. stems für Kältemittel in den Kältemittelstrom gelangen kön-Insgesamt kann festgestellt werden, dass das erfindungs- nen, den Schmutzfänger passieren müssen und zurückgehal-gemässe Sprühsystem eine fertigungstechnisch einfache An- ten werden können.
Ordnung darstellt, mit der einzufrierende Produkte auf wirt- Nach einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedan-schaftliche Weise gekühlt werden können, da auf das Kühlgut 30 kens ist es von Vorteil, wenn an das im Phasenabscheider lie-
durch wenige, grosse Sprühdüsen mehr flüssiges Kältemittel gende Ende der Zufuhrleitung an deren Aussenseite eine ke-
gebracht werden kann als bisher. Dennoch ist der spezifische gelstumpfförmige Fläche mit Öffnungen anschliesst und der
Verbrauch an flüssigem Kältemittel gegenüber herkömm- von dieser Fläche sowie der in den zylinderförmigen Phasen-
lichen Anlagen geringer. Der Grund dafür ist der gute Wär- abscheider hineinragenden Zufuhrleitung und der zylinder-
meübergang der grossen Flüssigkeitstropfen, die fast ohne 35 förmigen Aussenwand des Phasenabscheiders gebildete Ring-
Verdampfungsverluste durch die umgebende Gefrierraumat- räum mit gasdurchlässigem Material, beispielsweise Kupfer-
mosphäre auf das Gefriergut gelangen. Schliesslich ist ein bes- wolle gefüllt ist. Wird beim Gefrieren von Lebensmitteln be-
seres und schnelleres Einstellen einer mit dem erfindungsge- vorzugt Kupferwolle eingesetzt, so kann prinzipiell jedes Ma-
mässen Sprühsystem ausgerüsteten Anlage auf unterschied- terial, das einerseits gasdurchlässig und andererseits eine liches Kühlgut möglich, da die Sprühzone verkleinert und die 40 grosse Oberfläche besitzt, z.B. eine poröse Masse, eingesetzt
Anzahl der Sprühdüsen gegenüber herkömmlichen Anlagen werden. Dem gasdurchlässigen Material kommen verschie-
verringert werden kann. dene Aufgaben zu: Zunächst werden durch die Füllung Trop-
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsge- fen des flüssigen Kältemittels, die bei der Trennung der gas-dankens ist innerhalb des Gefrierraumes und in Strömungs- förmigen und der flüssigen Phase im Phasenabscheider von richtung des Kältemittels vor der Verteilerleitung ein Phasen- « der Gasphase mitgerissen werden, zurückgehalten. Das Füllabscheider angeordnet, dessen Ausgang für die flüssige Phase material besitzt zum überwiegenden Teil eine Temperatur, die unmittelbar mit der Verteilerleitung in Verbindung stehe. etwas über der Siedetemperatur des Kältemittels hegt. Dringt
Allein die Anordnung eines Phasenabscheiders, in dem daher ein Kältemitteltropfen in das Füllmaterial ein, so verdie flüssige Phase des Kältemittels von der gasförmigen Phase dampft es im Wärmekontakt mit dem Füllmaterial.
getrennt und beide Phasen über eigene Ausgänge aus dem 50 Da nach einem weiteren Merkmal des Erfindungsgedan-
Phasenabscheider abgeleitet werden, innerhalb des Gefrier- kens der Ausgang für die gasförmige Phase im Bereich des raumes und unmittelbar vor der Verteilerleitung des Sprüh- Ringraumes angeordnet ist, kann auf diese Weise sicherge-
systems verbessert das Verhältnis des Flüssigkeits- zum Gas- stellt werden, dass durch den genannten Ausgang nur die gas-
anteil wesentlich, so dass in die Verteilerleitung praktisch förmige Phase strömt.
ausschliesslich Kältemittel in flüssiger Form gelangt. Da der 55 Schliesslich trägt das gasdurchlässige Material im Ring-Phasenabscheider innerhalb des Gefrierraumes, dessen Be- räum dazu bei, einen konstanten Flüssigkeitspegel im Phasentriebstemperatur deutlich unterhalb der Umgebungstempera- abscheider einhalten zu können: Steigt beispielsweise der tur liegt, angeordnet ist, ist die Isolierung des Phasenabschei- Druck, mit dem das Kältemittel in den Phasenabscheider ge-ders wesentlich weniger anspruchsvoll zu gestalten als bei ei- fördert wird, leicht an und gerät in Wärmekontakt mit dem ner Anordnung ausserhalb des Gefrierraumes. Gegebenen- 60 Füllmaterial, so verdampft ein Teil der Flüssigkeit. Da die falls kann eine Isolierung völlig entfallen. Aufgabe von gasförmigem Kältemittel über den Ausgang im Wichtig für einen sinnvollen Einsatz des Phasenabschei- Ringraum nicht wesentlich erhöht werden kann, das gebildete ders sind möglichst kurze Wege, die das Kältemittel vom Aus- gasförmige Kältemittel aber ein erheblich grösseres Volumen gang des Phasenabscheiders bis zu den Sprühdüsen zurückle- als im flüssigen Zustand einnimmt, bedingt die Verdampfung gen muss, da auf diese Weise der Wärmeeintrag sehr klein ge- 65 eine Druckerhöhung im Ringraum. Dies führt zu einem Gehalten und die erneute Ausbildung einer Zweiphasenströ- gendruck und insgesamt zu einem Absinken des Flüssigkeits-mung ausgeschlossen werden kann. Dazu ist eine möglichst pegels, so dass der Ringraum wieder von flüssigem Kältemitkurze Verteilerleitung erforderlich. Diese Anforderung kann tel befreit wird.
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Der vorgeschlagene Phasenabscheider besitzt ausserdem ein verhältnismässig geringes Volumen und kann daher bei neu zu errichtenden Gefrierräumen leicht eingeplant und selbst bei bestehenden Anlagen nachträglich eingebaut werden.
Eine Düse, mit der der oben angegebene Sprühwinkel erzielt werden kann, enthält eine Zufuhrleitung kreisförmigen Querschnittes und eine Nut in der Grundfläche der Düse. Diese Nut durchsetzt die Zufuhrleitung und besitzt einen V-förmigen Querschnitt, der sich zur Düsengrundfläche hin öffnet. Sprühwinkel bis zu etwa 120° lassen sich mit einer Düse erzielen, deren Nuttiefe etwa 5/6 des Durchmessers der Zufuhrleitung beträgt, wobei die Zufuhrleitung bereits in einem Abstand von 1/3 des Durchmessers der Zufuhrleitung oberhalb der Düsengrundfläche endet und diese Mündung der Zufuhrleitung halbkugelförmig ausgebildet ist.
Ein weiterer Parameter, über den Einfluss auf das Sprühbild genommen werden kann, ist der Öffnungswinkel des V-förmigen Nutquerschnittes. Der Öffnungswinkel bestimmt die Breite des Sprühbildes. Beim Tiefgefrieren von Lebensmitteln hat es sich als besonders günstig erwiesen, einen Winkelbereich zwischen 20 und 40° einzuhalten, da in diesem Bereich die spezifische Flächenbenetzungfür ein rasches Tiefgefrieren der Lebensmittel ausreichend gross ist.
Im folgenden soll anhand einer schematischen Skizze ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Sprühsystems erläutert werden:
In Figur 1 ist ein aus Phasenabscheider und Verteilerrohr bestehendes Sprühsystem dargestellt.
Die Figuren 2a und 2b zeigen eine Sprühdüse mit schlitzförmigem Öffnungsquerschnitt.
Figur 2c zeigt ein Sprühbild einer erfindungsgemässen Sprühdüse.
Der in Figur 1 abgebildete Phasenabscheider 1 besitzt im wesentlichen Kreiszylinderform. Durch die obere Grundfläche 14 ragt eine Zufuhrleitung 8 für flüssiges Kältemittel in den Zylinder hinein, deren Achse mit der Zylinderachse fluchtet. Über einen Flansch 16 kann eine Versorgungsleitung 15 an die Zufuhrleitung 8 angeschlossen werden. An das im Phasenabscheider liegende Ende der Zufuhrleitung 8 schliesst eine kegelstumpfförmige Fläche 9 mit Öffnungen 10 an. Der durch die Zylindermantelfläche 18, eine obere Grundfläche 14, die Zufuhrleitung 8 und die Fläche 9 gebildete Ringraum 11 ist mit Kupferwolle gefüllt. Ausserdem ist im Zylindermantel 18 eine Fassung 5 vorgesehen, in die eine Düse zum Ableiten der gasförmigen Phase aus dem Ringraum 11 eingeschraubt werden kann. Der Phasenabscheider wird auf seiner Unterseite von einer unteren Grundfläche 13 begrenzt, in der sich ein Ausgang für die flüssige Phase befindet. Die Grundfläche ist mittels Schrauben 17 an die Mantelfläche 18 anschraubbar. Ausserdem ist auf die untere Grundfläche 13 ein Kreiszylinder 7 konzentrisch zur Mantelfläche 18 geschweisst. Dieser Kreiszylinder 7 bildet zusammen mit einem an seinem oberen Rand befestigten, trichterförmigen Sieb 6 einen Schmutzfänger. Die Öffnungen 19 des Siebs 6 sind kleiner als die Öffnungsquerschnitte der weiter unten beschriebenen Sprühdüsen. Ausserdem entspricht der Aussendurchmesser des Kreiszylinders 7 dem Innendurchmesser des Phasenabscheiders, so dass den Phasenabscheider keine Schmutzpartikel verlassen, die zu einer Verlegung der Sprühdüsen führen könnten.
5 Ein kurzes Rohr 2 verbindet den Phasenabscheider mit einer Verteilerleitung 3, in der drei Fassungen 20 für Sprühdüsen vorgesehen sind. Auf der Innenseite der dargestellten Fassungen 20 befinden sich Schraubgewinde, über die die eigentlichen Sprühdüsen 4 an der Verteilerleitung 3 befestigt wer-io den. An einer Stirnseite der Verteüerleitung 3 ist ein weiteres Schraubgewinde 12 eingelassen, in das ein Kugelventil eingeschraubt werden kann.
Die Herstellung einer erfindungsgemässen Düse kann man sich wie folgt vorstellen: In einen zylinderförmigen Röhls lingwird koaxial zur Zylinderachse eine Zufuhrleitung 21 eingebohrt, bis sich die Bohrerspitze in einer Entfernung von etwa 1 /3 des Durchmessers d der Zufuhrleitung 21 oberhalb der Grundfläche 23 befindet. Die Bohrerspitze kann grundsätzlich ein beliebiges Profil besitzen, doch hat sich ein beson-20 ders gleichmässiges Sprühbild ergeben, wenn das Profil der Bohrerspitze etwa halbkugelförmig war. Ein erfindungsgemäss vorgeschlagener schlitzförmiger Düsenöffnungsquerschnitt bildet sich nun, wenn in der Grundfläche 23 der Düse eine die Zufuhrleitung 21 durchsetzende Nut 22 eingebracht 25 wird. Die Nut besitzt einen V-förmigen Querschnitt mit einem Öffnungswinkel a von ca. 30°, eine Tiefe von ca. 5/6 des Durchmessers der Zufuhrleitung und durchsetzt das halbkugelförmige Ende der Zufuhrleitung 21.
Im Betrieb sind in ihrer Grösse an das Gefriergut ange-30 passte Düsen 4 in die Düsenfassungen 20 eingeschraubt. Das Kugelventil 12, das nur zum Gasablass während des Kaltfahrens des Phasenabscheiders dient, ist geöffnet. Flüssiges Kältemittel, z.B. flüssiger Stickstoff, gelangt über Leitungen 15 und 8 in den Innenraum des Phasenabscheiders und ver-35 dampft, so lange ein Temperaturunterschied zwischen dem Siedepunkt des Kältemittels und der Temperatur des Phasenabscheiders besteht. Die gasförmige Phase strömt hauptsächlich über das geöffnete Kugelventil 12, aber auch über die in den Ausgang 5 geschraubte Düse sowie die Sprühdüsen 20 40 in den nicht dargestellten Gefrierraum. Sobald über das Kugelventil 12 flüssiges Kältemittel strömt, wird dieses Ventil geschlossen. Über die Öffnungen 10 in der Fläche 9 strömt die aus dem Flüssigkeitsstrom abgeschiedene Gasphase in den Ringraum 11, wird durch Kupferwolle, die sich im Ringraum 45 befindet, von Flüssigkeitstropfen befreit und verlässt über die in Fassung 5 eingeschraubte Düse den Ringraum. Durch die Wahl des Öffnungsquerschnittes der beschriebenen Düse kann die Höhe des Flüssigkeitsstandes beeinflusst werden. Je kleiner die Düsenöffnung ist, desto niedriger ist der Flüssig-50 keitsstand und umgekehrt. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, einen Pegelstand einzuhalten, der zwischen Schmutzabscheider 6 und Fläche 9 liegt. Auf diese Weise wird einerseits ein Mitreissen von Gas in das Rohr 2 und andererseits ein Kontakt zwischen der Kupferwolle im Ringraum 11 und 55 dem flüssigen Kältemittel vermieden. Zum Reinigen des Schmutzfängers 9 oder zum Austausch verschiedenlanger Verteilerleitungen sind lediglich die Schraubverbindungen 17 zu lösen und neu anzuziehen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Sprühsystem zur Abgabe eines kryogenen Kältemittels innerhalb eines isolierten Gefrierraumes, gekennzeichnet durch eine Verteilerleitung (3) mit Sprühdüsen (4) schlitzförmigen Öffnungsquerschnittes.
2. Sprühsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Gefrierraumes und in Strömungsrichtung des Kältemittels vor der Verteilerleitung (3) ein Phasenabscheider (1) angeordnet ist, dessen Ausgang (2) für die flüssige Phase unmittelbar mit der Verteilerleitung (3) in Verbindung steht.
3. Sprühsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang (5) des Phasenabscheiders (1) für die gasförmige Phase in den Gefrierraum mündet.
4. Sprühsystem nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Phasenabscheider die Form eines Zylinders besitzt, in den eine zur Zylinderachse koaxiale Zufuhrleitung (8) für das kryogene Kältemittel hineinragt, und dass oberhalb der unteren Grundfläche (13) des Zylinders, in der sich der Ausgang (2) für die flüssige Phase befindet, ein Schmutzfanger (6,7) angeordnet ist.
5. Sprühsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an das im Phasenabscheider liegende Ende der Zufuhrleitung (8) an deren Aussenseite eine kegelstumpfförmige Fläche (9) mit Öffnungen (10) anschliesst und der von dieser Fläche (9), der Zufuhrleitung (8) der zylinderförmigen Aus-senwand (18) und der oberen Grundfläche (14) des Phasenabscheiders gebildete Ringraum (11) mit gasdurchlässigem Material gefüllt ist.
6. Sprühsystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang (5) für die gasförmige Phase im Bereich des Ringraumes (11) angeordnet ist.
7. Sprühsystem nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch eine Sprühdüse mit einer Zufuhrleitung kreisförmigen Querschnittes und einer die Zufuhrleitung durchsetzenden, sich in Richtung der Düsengrundfläche öffnenden Nut mit V-förmi-gem Querschnitt.
8. Sprühsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungswinkel des V-förmigen Querschnittes einen Wert zwischen 20° und 40°, vorzugsweise etwa 30° besitzt.
9. Sprühsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuttiefe (t) etwa 5/6 des Durchmessers des kreisförmigen Querschnitts beträgt.
10. Sprühsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrleitung etwa in der Höhe von 1/3 des Durchmessers des kreisförmigen Querschnitts über der Grundfläche endet und ihre Mündung halbkugelförmig ausgebildet ist.
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