CH624423A5 - - Google Patents

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CH624423A5
CH624423A5 CH231477A CH231477A CH624423A5 CH 624423 A5 CH624423 A5 CH 624423A5 CH 231477 A CH231477 A CH 231477A CH 231477 A CH231477 A CH 231477A CH 624423 A5 CH624423 A5 CH 624423A5
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water
pigment
aminobenzene
dichloroanilide
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CH231477A
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Klaus Dr Hunger
Ernst Dr Klappert
Konrad Dr Loehe
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Hoechst Ag
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    • C09B29/00—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/0003—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from diazotized anilines
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen wertvollen Monoazoverbindungen der Formel I
45
CO
I
NH
Cl Cl
CONH NHCOCH^0
(I),
60
wobei R den Methyl- oder Äthylrest bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man l-Aminobenzol-2-carbonsäure-methylester-5-carbonsäure-2',3'-dichloranilidoder 1-Amino- 65 benzol-2-carbonsäureäthylester-5-carbonsäure-2',3'-dichlorani-lid diazotiert, mit H2'-Hydroxy-3'-naphthoylamino)-4-acetyl-aminobenzol kuppelt und vorzugsweise das noch feuchte Produkt, sei es in Form der angefallenen wässrigen Suspension oder in Form des feuchten Presskuchens, entweder in Wasser zwischen 80 und 150 °C oder in einem wasserlöslichen oder wasserunlöslichen organischen Lösemittel zwischen 80 und 180 °C erhitzt oder das getrocknete unbehandelte Produkt mit einem wasserlöslichen oder wasserunlöslichen organischen Lösemittel zwischen 80 und 180 °C erhitzt. Gegenstand der Erfindung ist weiterhin die Verwendung der neuen Monoazoverbindungen als Pigment.
Die Herstellung der Azoverbindungen kann in der Weise durchgeführt werden, dass man die Lösung der Diazoverbin-dung mit der in schwach saurem Medium in Form einer feinen Dispersion vorliegenden Azokomponente vereinigt oder dass man die alkalische Lösung der Azokomponente zu der vorgelegten, beispielsweise durch Zugabe von Natriumacetat auf den pH-Wert 5 bis 6 gestellten Lösung der Diazokomponente flies-sen lässt. Eine weitere Möglichkeit zur Durchführung der Kupplung besteht darin, dass man die Lösungen der Diazo- und Azokomponente vereinigt, indem man sie in ein Puffergemisch, vorzugsweise zu einem Natriumacetat-Essigsäure-Pufferge-misch, fliessen lässt Die Temperatur bei der Kupplung beträgt -20° bis +180 °C, vorzugsweise 0 bis 70 °C.
Bei allen diesen Arbeitsweisen kann die Gegenwart von kationischen, anionischen oder nichtionogenen oberflächenaktiven Verbindungen von Vorteil sein. Nach einer weiteren Ausführungsform kann die Diazotierung und Kupplung in oder in Gegenwart von organischen Lösemitteln oder Lösemittelgemischen durchgeführt werden. Geeignet hierfür sind polare Löse-. mittel, zum Beispiel Alkohole, insbesondere niedere Alkanole, wie Methanol oder Äthanol, Eisessig, Dioxan, Pyridin, Dime-thylformamid, Dimethylsulfoxid, N-Methylpyrrolidon oder Tetramethylensulfon.
Arbeitet man in reinen Lösemitteln oder Lösemittelgemischen, insbesondere in den dipolaren aprotischen Lösemitteln, so kann der Zusatz oberflächenaktiver Verbindungen entfallen.
Zur Erzeugung der optimalen Pigmentform hinsichtlich Kornweichheit, Farbstärke, Deckvermögen und Verarbeitbar-keit in Lacken und Kunststoffen ist anschliessend an die Kupplung die oben genannte thermische Nachbehandlung erforderlich.
Diese Nachbehandlung kann so vorgenommen werden,
dass man die von der Herstellung der Pigmente her angefallene wässrige Pigmentsuspension oder den angefallenen feuchten Presskuchen entweder in Wasser bei Temperaturen zwischen 80 und 150 °C, also gegebenenfalls unter Druck, oder in einem organischen Lösemittel bei Temperaturen zwischen 80 und 180 °C, also auch gegebenenfalls unter Druck, behandelt. Das hierbei angewandte organische Lösemittel kann wasserlöslich oder wasserunlöslich sein. So können beispielsweise Alkanole mit vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, niedere Carbonsäuren, wie Ameisensäure, Essigsäure oder Propionsäöure, Car-bonsäurealkylester, wie Essigsäure- oder Propionsäure-(nie-dere Alkyl)-ester oder Benzoesäuremethyl- oder -äthylester, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, Äthylbenzol oder Cumol, chlorierte aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol oder Brombenzol, oder dipolar aprotische Lösemittel, wie Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, N-Methylpyrrolidon, Tetramethylensulfon oder Tetramethylharnstoff, angewandt werden.
Die Nachbehandlung kann aber auch so erfolgen, dass man die genannten organischen Lösemittel je allein oder in Mischung untereinander auf das getrocknete, unbehandelte Pigment bei Temperaturen zwischen 80 und 180 °C einwirken lässt.
Erfolgt die Diazotierung und Kupplung in einem der genannten organischen Lösemittel oder Lösemittelgemische, so kann die thermische Nachbehandlung zweckmässig in demselben Lösemittel erfolgen.
Die erfindungsgemäss hergestellten Monoazoverbindungen sind gelbstichig-rote Pulver, die in den üblichen Lösemitteln völlig unlöslich sind. Sie zeichnen sich durch gute Farbstärke, einen klaren Farbton, einwandfreie Überlackier- und Migrationsechtheit, sehr gute Licht- und Wetterechtheit sowie sehr gute Hitzestabilität aus, wodurch sie besonders zum Färben von Kunststoffen wie beispielsweise PVC und insbesondere Polyolefinen geeignet sind. Die erfindungsgemässen Azo-verbindungen können für die verschiedensten Pigmentapplikationen verwendet werden, beispielsweise zur Herstellung von Druckfarben, für die Zubereitung von Lackfarben und Dispersionsanstrichfarben oder zum Färben von Kautschuk, Kunststoffen, natürlichen oder synthetischen Harzen. Die Pigmente eignen sich ferner für den Pigmentdruck auf einem Substrat, wie beispielsweise Papier. Sie können auch für andere Verwendungszwecke, z. B. zum Färben von Kunstseide aus Viskose oder Celluloseäthern bzw. -estern, wie Polyolefinen, Polyamiden, Polyurethanen, Polyglykolterephthalat oder Polyacrylni-tril in der Spinnmasse oder zum Färben von Papier verwendet werden.
In der DT-PS 1 146 604 sind strukturell vergleichbare Azo-pigmente beschrieben, die gute Lichtechtheit aufweisen. Überraschenderweise übertreffen die erfindungsgemäss hergestellten Monoazopigmente die in der genannten Patentschrift aufgeführten Pigmente in der Lichtechtheit noch wesentlich.
In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in °C angegeben. Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht, wenn nichts anderes angegeben ist.
Beispiel 1
33,9 g l-Aminobenzol-2-carbonsäuremethylester-5-carbon-säure-2',3'-dichloranilid werden in 160 ml Eisessig suspendiert und mit 32 ml 31%iger Salzsäure verrührt. Nach einer Stunde Nachrühren lässt man bei 10-15°, 13,1 ml 40%ige wässrige Natriumnitritlösung zu der Suspension tropfen, wobei Lösung eintritt. Es wird eine Stunde nachgerührt, mit 300 ml Eiswasser versetzt und der Nitritüberschuss mit etwas Amidosulfonsäure zerstört.
34,5 g l-(2'-Hydroxy-3'-naphthoylamino)-4-acetylaminoben-zol werden in einem Gemisch von 373 g 33%iger Natronlauge und 4500 ml Wasser gelöst, nach Zusatz eines Klärhilfsmittels (Kieselgur) geklärt, mit 5000 ml Eiswasser und 20 g einer 10%igen wässrigen Lösung eines oxäthylierten Stearylalkohols versetzt und dann mit 240 ml Eisessig ausgefällt. Die so erhaltene Kupplungssuspension wird auf ca. 70° erhitzt. Dann fliesst die geklärte vorstehend beschriebene Diazoniumsalzlösung innerhalb von 45 Minuten zu. Man lässt nach Ende der Kupplung eine Stunde nachrühren, saugt ab und wäscht den Presskuchen mit Wasser salzfrei.
Der gereinigte feuchte Presskuchen wird mit Wasser zu einer 5%igen wässrigen Pigmentsuspension angerührt und im Rührautoklaven 2 Stunden auf 135° erhitzt. Nach Abkühlen auf ca. 50-60° saugt man ab, wäscht kurz mit Wasser nach und
624423
trocknet bei 60°. Das gemahlene Pigment stellt ein leuchtend gelbstichig-rotes Pulver dar.
Beispiel 2
Zu 375 ml auf —5° gekühltes Dimethylformamid tropft man 22,5 ml Nitrosylschwefelsäure. Man rührt 15 Minuten nach und streut dann 42,5 g l-Amino-benzol-2-carbonsäuremethylester-5-carbonsäure-2',3'-dichloranilid ein. Man hält die Temperatur bei 0° und rührt eine Stunde nach.
43,5 g l-(2'-Hydroxy-3'-naphthoylamino)-4-acety!aminoben-zol werden in 600 ml Dimethylformamid gelöst. Nach Abkühlen auf 0° tropft man innerhalb von 15 Minuten die vorstehend erhaltene Diazoniumsalzlösung zu. Es werden dann 50 ml Pyridin zugegeben. Ohne Kühlung wird jetzt 2 Stunden nachgerührt. Dann wird die Suspension in einem Druckgefäss auf 140° erhitzt und 5 Stunden bei dieser Temperatur gehalten.
Man erhält nach Abkühlen, Absaugen, Waschen mit Dimethylformamid, Äthanol und Wasser und Trocknen das Pigment wie in Beispiel 1 beschrieben.
Beispiel 3
17,65 g l-Aminobenzol-2-carbonsäureäthylester-5-carbon-säure-2',3'-dichloranilid werden in einem Gemisch von 100 ml Eisessig und 15 ml 31%iger Schwefelsäure 30 Minuten verrührt. Bei 10° lässt man dann 10 ml 5N-Natriumnitritlösung zutropfen und rührt 30 Minuten mit Nitritüberschuss nach. Dann gibt man 100 ml Eiswasser und 2 g Kieselgur hinzu und klärt die Diazoniumsalzlösung.
17,3 g 1 -{2'-Hydroxy-3 ' -naphthoylamino)-4-acetylaminoben-zol werden in einem Gemisch von 185 g 33%iger Natronlauge und 2000 ml Wasser gelöst, nach Zusatz von wenig Kieselgur geklärt, mit 2500 ml Eiswasser und 10 g einer 10%igen wässrigen Lösung eines oxäthylierten Stearylalkohols versetzt und dann mit 120 ml Eisessig ausgefällt.
Die so erhaltene Kupplungssuspension wird auf ca. 70° erhitzt. Dann fliesst die obige, auf 500 ml Volumen eingestellte Diazoniumsalzlösung innerhalb von 30 Minuten zu. Man rührt nach dem Auskuppeln eine Stunde nach, saugt ab und wäscht den Presskuchen mit Wasser salzfrei.
Der feuchte Presskuchen wird dann mit Wasser zu einer 5%igen wässrigen Pigmentsuspension verrührt und im Rührautoklaven 3 Stunden auf 135° erhitzt. Nach Abkühlen auf 50-60° saugt man ab, wäscht kurz mit Wasser nach und trocknet bei 60°. Das gemahlene Pigment stellt ein leuchtend orangerotes Pulver dar.
Beispiel 4
Verfährt man wie in Beispiel 2 angegeben, wobei anstelle von 42,5 g l-Aminobenzol-2-carbonsäuremethylester-5-carbon-säure-2',3'-dichloranilid44,l g l-Amino-benzol-2-carbonsäure-äthylester-5-carbonsäure-2',3'-dichloranilid eingesetzt wird, so erhält man das Azopigment gemäss Beispiel 3.
3
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
G

Claims (3)

  1. 624423
    PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbin-dungen der Formel I
    NHCOCH^0
    CO
    I
    NH
    (I),
    15
    Cl
    Cl wobei R die Methyl- oder Äthylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man l-Aminobenzol-2-carbonsäureme-thylester-5-carbonsäure-2',3'-dichloranilid bzw. 1-Aminoben-zol-2-carbonsäureäthylester-5-carbonsäure-2' ,3' -dichloranilid 25 diazotiert und mit 1 -(2 ' -Hydroxy-3 ' -naphthoylaminoH-acetyl-aminobenzol kuppelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    dass man das anfallende feuchte Produkt entweder in Wasser zwischen 80 und 150 °C oder in einem organischen Lösemittel 30 zwischen 80 und 180 °C erhitzt oder das getrocknete unbehandelte Produkt mit einem organischen Lösemittel zwischen 80 und 180 °C erhitzt.
  3. 3. Verwendung von neuen Monoazoverbindungen der Formel I, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1, als 35 Pigment.
    40
CH231477A 1976-02-27 1977-02-24 CH624423A5 (de)

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