CH624961A5 - - Google Patents

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CH624961A5
CH624961A5 CH607680A CH607680A CH624961A5 CH 624961 A5 CH624961 A5 CH 624961A5 CH 607680 A CH607680 A CH 607680A CH 607680 A CH607680 A CH 607680A CH 624961 A5 CH624961 A5 CH 624961A5
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CH
Switzerland
Prior art keywords
plants
active ingredient
compounds
tetrazolo
benzothiazine
Prior art date
Application number
CH607680A
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English (en)
Inventor
Barry Allen Dreikorn
Original Assignee
Lilly Co Eli
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D513/04Ortho-condensed systems
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D279/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom and one sulfur atom as the only ring hetero atoms
    • C07D279/041,3-Thiazines; Hydrogenated 1,3-thiazines
    • C07D279/081,3-Thiazines; Hydrogenated 1,3-thiazines condensed with carbocyclic rings or ring systems

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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
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Description

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PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von neuen 5H-Tetrazolo[1.5-a][3,l]benzothiazinen der Formel
Ï
< /'\ /8V
r e i
(i),
R Wasserstoff oder Phenyl ist,
R Wasserstoff, Chlor oder Brom darstellt und
R3 Wasserstoff, Ci-C3-Alkyl, Chlor oder Brom ist,
mit der Massgabe, dass wenigstens einer der Substituenten R
oder R für Wasserstoff steht, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-Hydrazinobenzothiazin der Formel
-NH-NH
(III),
Ï
< /'\ /=\
T ® 1
TCi
(i),
worin
R Wasserstoff oder Phenyl ist,
R Wasserstoff, Chlor oder Brom darstellt, und
R3 Wasserstoff, O-O-Alkyl, Chlor oder Brom ist,
mit der Massgabe, dass wenigstens einer der Substituenten R
oder R für Wasserstoff steht, als Wirkstoffkomponente in fungiziden Mitteln.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Klasse neuer 5H-Tetrazolo[l,5-a]-[3,l]benzothia-zine. Diese Verbindungen sind fungicid wirksam und werden zum Schutz von Pflanzen gegenüber Blattphytopathogenen verwendet.
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Agrochemie und schafft ein Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen, nämlich der 5H-Tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazine. Diese Verbindungen werden zum Schutz von Pflanzen und zur Verringerung der nachteiligen Einflüsse fungaler Blattphytopatho-gene eingesetzt. Der Schutz von Pflanzen vor solchen Krankheitserregern ist äusserst wichtig, da nahezu jede Zier- und Nutzpflanze durch hierdurch hervorgerufene Erkrankungen geschädigt wird. Eine Reihe wichtiger Nutzpflanzen lässt sich ohne einen chemischen Schutz der Pflanzen vor solchen Phyto-pathogenen wirtschaftlich überhaupt nicht aufziehen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird auf einige Vorveröffentlichungen hingewiesen. In US-PS 3 764 681 und 3 839 569 wird die fungicide Wirksamkeit von Tetrazolo[l,5-a]chinolinen und s-Triazolo[4,3-a]chinolinen beschrieben. Aus BE-PS 803 089 und DT-OS 2 249 350 geht die fungicide Wirkung mehrringiger Verbindungen hervor.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung neuer 5H-Tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazine der 20 Formel
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worin R\ R2 und R3 die oben angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Nitrition zur Reaktion bringt.
2. Verwendung von neuen 5H-Tetrazolo[l,5-a]-[3,l]benzo-thiazinen der Formel
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< /'\/s\
7 S 1
(i),
worin
R^ Wasserstoff oder Phenyl ist,
R Wasserstoff, Chlor oder Brom darstellt, und R Wasserstoff, O-O-Alkyl, Chlor oder Brom ist,
mit der Massgabe, dass wenigstens einer der Substituenten R2 oder R für Wasserstoff steht, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein 2-Hydrazinobenzothiazin der Formel
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-NH-NH
(III)
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worin R , R und R die oben angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Nitrition zur Reaktion bringt.
Eine bevorzugte Klasse neuer Verbindungen sind diejenigen, bei denen R Wasserstoff bedeutet.
Unter den Angaben Ci-C3-Alkyl und O-O-Alkyl werden bei obiger Formel Reste verstanden, wie Methyl, Äthyl, Pro-pyl, Isopropyl, Butyl oder tert.-Butyl.
Einzelbeispiele für Verbindungen aus obiger Formel I sind folgende:
7-Chlor-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin, 9-Isopropyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin, «5 9-Äthyl-5-phenyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin, 7-Brom-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin, 9-Brom-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin, 7-Chlor-5-phenyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin,
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9-Methyl-5-phenyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin,
7-Brom-5-phenyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin,
9-Chlor-5-phenyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin, 5-Phenyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin.
Bevorzugte Verbindungen der Formel I sind folgende: 9-Chlor-5H-tetrazolo[l ,5-a] [3, l]benzothiazin, 5H-Tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazinund 9-Methyl-5H-tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin.
Die Ausgangsverbindungen der Formel III können hergestellt werden, indem man ein entsprechendes Thion mit Hydrazin in irgendeinem inerten Lösungsmittel, wie einem niederen Alkanol, bei Temperaturen von etwa 0°C bis 50°C umsetzt. Das dabei erhaltene Hydrazinderivat dann erfin-dungsgemäss mit einem Nitrition, vorzugsweise in Gegenwart einer Alkancarbonsäure, zur Reaktion gebracht. Als Quellen für Nitritionen werden hierzu Natrium- oder Kaliumtritt bevorzugt, und das bevorzugte Reaktionsmedium stellt Essigsäure bei einer Temperatur von etwa -5°C bis 25°C dar.
Zur Herstellung der Tetrazole der oben angegebenen Formel I kann man zuerst das Thion mit Hydrazin in der oben beschriebenen Weise umsetzen, wobei Verbindungen der Formel III entstehen. Die erfindungsgemässe Cyclisierung verläuft insbesondere bei Temperaturen von etwa 50°C bis 100°C, vorzugsweise bei Rückflusstemperatur des Reaktionsgemisches, in guter Ausbeute. Die Umsetzung wird vorzugsweise ohne Verwendung eines Lösungsmittels durchgeführt, gewünschtenfalls lassen sich bei einer bestimmten Reaktion jedoch auch Lösungsmittel verwenden, beispielsweise aromatische Lösungsmitel, wie Benzol oder Xylol, halogenhaltige Lösungsmittel, wie Chloroform oder Methylenchlorid, oder auch Alkanole.
Die Erfindung wird anhand des folgenden Beispiels und der «Untersuchungsmethoden» weiter erläutert. Die in diesen Beispielen angeführten Verbindungen sind durch magnetische Kernresonanzanalyse, Elementarmikroanalyse und in einigen Fällen auch durch Massenspektroskopie identifiziert worden.
Beispiel
5H-Tetrazolo[l,5-a][3,l]benzothiazin
5 g l,4-Dihydro-2H-3,l-benzothiazin-2-thion werden in 800 ml denaturiertem Äthanol gelöst, und die Lösung versetzt man mit 15 ml Hydrazin. Das Reaktionsgemisch wird dann 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, worauf man es mit 10 ml Eisessig versetzt und dann das Lösungsmittel unter Vakuum entfernt. Das hierbei zurückbleibende öl löst man in 20 ml weiterer Essigsäure, worauf man das Ganze auf eine Temperatur von -5°C abkühlt und dann langsam mit 10 ml gesättigter Natriumhydridlösung versetzt, wobei man die Temperatur des Gemisches auf unter 0°C hält. Nach beendeter Zugabe wird das Gemisch auf Eis gegossen, wodurch ein weisser Niederschlag entsteht. Durch Abfiltrieren dieses Niederschlags und Umkristallisieren aus Methanol erhält man 1,15 g 5H-Tetrazol[l,5-a][3,l]benzothiazin, das bei 137°C schmilzt.
Analyse:
C H N S
Berechnet: 50,51% 3,18% 29,45% 16,86%
Gefunden: 50,28% 3,45% 29,69% 16,64%
An einer Reihe von in vivo durchgeführten Untersuchungen ist gezeigt worden, dass sich durch die oben beschriebenen Verbindunen Pflanzen vor den nachteiligen Einflüssen funga-ler Blattphytophatogene schützen lassen. Die folgenden Untersuchungen zeigen die unter Verwendung einer typischen neuen Verbindung erhaltenen Ergebnisse.
Für die meisten Untersuchungen kann man die jeweilige Verbindung durch Lösen oder Suspendieren von etwa 3,5
Gewichtsprozent Wirkstoff in einem 50:50 Gemisch aus Aceton und Äthanol, das auf 100 ml etwa 10 g eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels enthält, formulieren. Die Lösung wird dann gewöhnlich in solcher Menge in deionisiertem Wasser dispergiert, dass man Wasserdispersionen mit den verschiedenen Wirkstoffkonzentrationen erhält, wie sie bei den folgenden einzelnen Untersuchungsmethoden und in der später angeführten Tabelle angegeben sind. Die Konzentrationen werden jeweils in Teilen pro Million Gewichtsteile gemessen. Die auf diese Weise erhaltenen Wirkstoffdispersionen werden bei den meisten Untersuchungen unter Verwendung eines Luftatomisators auf die zu untersuchenden Pflanzen in solcher Menge aufgesprüht, dass die Pflanzen gründlich benetzt werden. Für einige Untersuchungen werden auch andere Formu-lierungs- und Anwendungsmethoden eingesetzt, wie dies weiter unten noch beschrieben wird.
Bei jeder Untersuchung wird auch mit unbehandelten infizierten Kontrollen und unbehandelten normalen Kontrollen gearbeitet. Die bei diesen Untersuchungen erhaltenen Ergebnisse werden nach einer von 1 bis 5 reichenden Beurteilungsskala bewertet, wobei die Zahl 1 für eine schwere Erkrankung steht und mit der Zahl 5 eine vollständige Bekämpfung der Erkrankung angegeben wird. Eine Leerstelle in der folgenden Tabelle zeigt, dass die genannte Verbindung bei der angegebenen Konzentration nicht untersucht worden ist. Bei einigen Fällen wird ein bestimmtes Phytopathogen auch mehrmals untersucht, und die hierfür angegebenen Versuchswerte stellen dann Mittelwerte dar. Die für diese Untersuchungen herangezogenen Verbindungen sind durch die Nummer der ihnen jeweils zugehörigen Beispiele identifiziert.
Im einzelnen werden folgende Untersuchungsmethoden angewandt.
Untersuchungsmethode 1
Trockenfäule bei Tomaten 4 Wochen alte Tomatensetzlinge werden mit wässrigen Dispersionen der zu prüfenden Verbindungen besprüht, die jeweils die aus der folgenden Tabelle hervorgehenden Wirkstoffmengen enthalten. Am darauffolgenden Tag beimpft man das Blattwerk dieser Pflanzen mit einer wässrigen Suspension von Ablegern von Phytophthora infestans. Das Impfmaterial ist auf infiziertem Weizensamen gezogen worden. Die Pflanzen werden dann 2 Tage in einem feuchten Raum aufgehoben, worauf man sie ins Treibhaus stellt. Etwa 1 Woche nach Wirkstoffauftrag werden die Pflanzen beobachtet und hinsichtlich der erzielten Krankheitsbekämpfung beurteilt.
Untersuchungsmethode 2
Pulvermeltau bei Bohnen Als Wirtspflanzen werden 10 Tage alte Bohnensetzlinge verwendet. Das Blattwerk dieser Bohnenpflanzen besprüht man dann mit wässrigen Dispersionen, die die aus der später folgenden Tabelle hervorgehenden Wirkstoffe in den angegebenen Konzentration enthalten, worauf man das Ganze trocknen lässt, die Pflanzen in ein Treibhaus stellt und anschliessend inokuliert, indem man sie zwischen anderen Bohnenpflanzen, die stark von Pulvermeltau (Erysiphe polygoni) befallen sind, stehen lässt. Nach etwa 10 Tagen werden die Pflanzen untersucht, wobei man die dabei erhaltenen Ergebnisse in üblicher Weise ermittelt.
Untersuchungsmethode 3 Bohnenrost
In etwa 7 cm grosse runde Kunststofftöpfe, die mit steriler Treibhauserde gefüllt sind, werden Pinto-Bohnensamen gesetzt und auf eine Pflanze pro Topf verdünnt. Eine Woche nach dem Säen behandelt man die einzelnen Töpfe mit Dispersionen der jeweils zu untersuchenden Verbindungen in den später angegebenen Konzentrationen. Jeder Topf wird mit
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10 ml Wirkstoffdispersion behandelt. Am darauffolgenden Tag beimpft man die Pflanzen mit einer Sporensuspension von Euromyces phaseoli var. typica, die auf Pento-Bohnenpflanzen gezüchtet worden ist. Die Pflanzen werden zunächst 2 Tage in einen Feuchtraum gegeben und dann ins Treibhaus gebracht. Etwa 10 Tage nach der Behandlung werden die Pflanzen untersucht und bewertet.
Untersuchungsmethode 4
Anthraknose bei Gurken Wässrige Dispersionen mit den in der folgenden Tabelle angegebenen Wirkstoffkonzentrationen werden auf gesunde Gurkensetzlinge aufgetragen, die in steriler Treibhauserde wachsen. Am darauffolgenden Tag werden die Pflanzen mit Conidien von Colletotrichum lagenarium in Form einer wässrigen Suspension beimpft. Der Fungus ist auf Kartoffel-Dex-trose-Agar in Petrischalen gezüchtet worden. Die Pflanzen werden dann 2 Tage in einen Feuchtraum gestellt und anschliessend ins Treibhaus gebracht. Etwa 12 Tage nach erfolgter Behandlung mit Wirkstoff wird das Krankheitsbild untersucht und bewertet.
Untersuchungsmethode 5 Reisbrand
Diespersionen der jeweils zu untersuchenden Wirkstoffe mit den in der folgenden Tabelle angegebenen Konzentrationen werden auf dicht in Kunststofftöpfen wachsende gesunde Reissetzlinge aufgetragen. Am darauffolgenden Tag beimpft man die Pflanzen mit Piricularia oryzae (auf Reisschalenagar gezüchtet) und stellt sie dann 2 Tage in einen feuchten Raum. Sodann werden die Pflanzen 5 bis 7 Tage ins Treibhaus gegeben und hierauf untersucht.
Untersuchungsmethode 6 Helminthosporium-Blattflecken auf Weizen Gesunde Weizensamen werden in sterile Treibhauserde gepflanzt. Sobald die Saatpflanzen 10 bis 13 cm hoch sind, besprüht man sie mit Dispersionen der jeweils zu untersuchenden Wirkstoffe, die die in der folgenden Tabelle angegebenen Wirkstoffkonzentrationen enthalten. Am Tag nach der Behandlung beimpft man die Pflanzen mit einer Suspension von auf Kartoffel-Dextrose-Agar gezüchteten Sporen von Helimthosporium sativum. Die Pflanzen werden dann 2 Tage in einen feuchten Raum gestellt, damit der Krankheitserreger zu wachsen beginnt, und anschliessend ins Treibhaus gebracht, Eine Woche nach erfolgter Behandlung werden die Pflanzen untersucht und die dabei erhaltenen Ergebnisse notiert.
Untersuchungsmethode 7 Wein-Botrytis Gesunde Weinbeeren werden durch Eintauchen in verdünnte Natriumhypochloritlösung sterilisiert und gründlich gewaschen. Die Beeren werden auf Drahtsiebgestelle in unterteilten Pyrexplatten gebracht. Sodann werden die Beeren gepflanzt und mit Dispersionen der jeweils zu untersuchenden Verbindung besprüht. Am darauffolgenden Tag werden die
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Beeren durch Aufsprühen von 5 ml einer Conidiensuspension von Botrytis cinerea auf die jeweils 12 Beeren enthaltenden Platten beimpft. Das Impfmaterial ist auf gefrorenem Lima-Bohnen-Agar gezüchtet worden. Nach Zugabe einer kleinen Menge Wasser wird jede Platte mit einer Abdeckung versehen. Man belässt das Ganze 48 Stunden bei einer Temperatur von 25°C, worauf man die Beeren untersucht und die Bewertung des Krankheitsbefalls ermittelt.
Untersuchungsmethode 8 Apfelschorf
Apfelkeimlinge mit 4 bis 6 Blättern besprüht man mit wässrigen Dispersionen der zu untersuchenden Verbindungen. Am darauffolgenden Tag besprüht man die Pflanzen mit einer Suspension frischer Conidien von Venturia inaequalis. Die verwendeten Conidien stammen von infizierten Apfelkeimlingen, die als Quelle zur Gewinnung von Impfmaterial dienen. Die Pflanzen werden dann zwei Tage in einem Feuchtraum bei einer Temperatur von 20°C gehalten, um die Krankheitsentwicklung in Gang zu setzen, worauf man sie ins Treibhaus bringt. Etwa 2 Wochen nach dem Wirkstoffauftrag werdèn die Pflanzen untersucht und die dabei erhaltenen Ergebnisse notiert.
Untersuchungsmethode 9 Flaummeltau bei Weinpflanzen
Junge sich entwickelnde Blätter werden am Versuchstag von gesunden Weinreben abgenommen. Sie werden einzeln mit der Unterseite nach oben auf eine ausgebreitete Kunstfasermatte in Petrischalen aus Kunststoff gelegt. In jede der Petrischalen gibt man Wasser, und jeder Blattstiel wird mit einem mit Wasser getränkten Wattebausch umwickelt. Jedes einzelne Blatt besprüht man dann mit einer wässrigen Dispersion der jeweils zu untersuchenden Verbindung.
Nach dem Trocknen der Wirkstoffdispersionen beimpft man die Blätter durch Atomisieren einer Conidiensuspension von Plasmopara viticola (auf infiziertem Blattgewebe gezüchtet) über die gesamte Blattoberfläche. Anschliessend deckt man die Schalen zu und lässt sie bei einer Temperatur von etwa 18°C und 100% relativer Feuchtigkeit stehen, wobei man sie 8 Stunden pro Tag unter künstlicher Beleuchtung hält. Nach etwa einer Woche untersucht man alle Blätter und bewertet die dabei aufgetretenen Krankheitssymptome.
Untersuchungsmethode 10 Cercospora-Blattflecken bei Zuckerrüben 45 Man pflanzt Zuckerrübensetzlinge in quadratische Kunststofftöpfe um und lässt sie darin drei Wochen wachsen. Anschliessend besprüht man die Blattoberflächen der hierbei erhaltenen Pflanzen mit wässrigen Dispersionen, die 400 ppm der jeweils zu untersuchenden Verbindung enthalten. Nach so dem Trocknen der Dispersionen, aber innerhalb von 24 Stunden, beimpft man die Pflanzen mit einer Conidiensuspension von Cerospora beticola. Der Organismus ist auf einem Zuk-kerrübenblattabsudagar gezüchtet worden. Nach zwei Tagen in einem Feuchtraum gibt man die Pflanzen ins Gewächshaus, ss und zwei bis drei Wochen später werden sie untersucht.
Tabelle
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Aus den obigen Versuchswerten ergibt sich, dass mit den neuen Verbindungen der Formel I ein Schutz von Pflanzen vor dem nachteiligen Einfluss einer Reihe fungaler Blattphyto-pathogene erreichen lässt. Ein wichtiger Aspekt ist daher die Verwendung der neuen Verbindungen zur Verminderung der nachteiligen Wirkung fungaler Blattphytopathogene, wobei man die Phthytopathogene mit einer den Fungus wirksam inhibierenden Menge einer neuen Verbindung der Formel I zusammenbringt. Das Verfahren wird z.B. so durchgeführt, dass man eine Verbindung der Formel I auf die zu schützenden Pflanzen aufbringt. Der Wirkstoffauftrag kann dabei entweder auf das Blattwerk oder auf den die Pflanzen umgebenden Boden erfolgen, wodurch der Wirkstoff vom Wurzelsystem aufgenommen und durch das Gefässystem der Pflanzen in das Blattwerk verteilt wird.
Bei obigem Verfahren müssen die mit dem neuen Wirkstoff behandelten Phthytopathogene nicht unbedingt völlig abgetötet werden. Wie die einzelnen Versuchswerte zeigen, kommt es nämlich bereits bei Anwendung einer zur Inhibierung der Phthytopathogene ausreichenden Wirkstoffmenge zu einer Verringerung der nachteiligen Einflüsse der jeweiligen Erkrankung, obwohl lediglich ein Teil der Phthytopathogenpopulation abgetötet wird. Unter phytopathogen inhibierter Menge wird dabei diejenige Wirkstoffmenge verstanden, die zu einer Herabsetzung der nachteiligen Wirkung eines Phytopathogens ausreicht. Die Angabe Verringerung der nachteiligen Wirkung bezieht sich auf eine derartige Schwächung des Krankheitserregers, dass es zu einer Verringerung seiner Reproduktionsgeschwindigkeit und Stärke kommt. Im Vergleich zu den auf unbehandelten Pflanzen wachsenden Phytopathogenen kommt es hierdurch nur zu einer geringeren Erkrankung und gleichzeitig schwächeren Schädigung der Wirtspflanzen.
Wie dies beim Pflanzenschutz üblich ist, erhält man auch vorliegend die besten Ergebnisse dann, wenn man den jeweiligen Wirkstoff während der Wachstumszeit mehrmals in Intervallen von ein bis einigen Wochen, je nach Wetter und Stärke des Krankheitsbefalls, anwendet.
Die Formulierung der neuen Verbindungen und die Herstellung von Dispersionen aus solchen Formulierungen sowie die Methoden zur Anwendung von Wirkstofformulierungen auf die zu schützenden Pflanzen kann nach auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes üblichen Methoden erfolgen. Einige Erläuterungen der Anwendungsverfahren dienen lediglich dazu, dem Fachmann entsprechende Eigenversuche zu ersparen.
Beim Auftrag von Pflanzenschutzmitteln auf das Blattwerk von Pflanzen wird die angewandte Wirkstoffmenge üblicherweise durch die Konzentration der Dispersion ausgedrückt, die aufgebracht wird. Die Angabe der angewandten Wirkstoffmenge erfolgt in dieser Weise, weil man üblicherweise eine zur Bedeckung des Blattwerks mit einem dünnen Film ausreichende Menge der Dispersion aufbringt. Die angewandte Wirkstoffmenge ist somit abhängig von der Blattoberfläche der zu behandelnden Pflanzen, und die Menge der verwendeten pflanzenschützenden Verbindung hängt somit von der jeweiligen Konzentration in der Dispersion ab. Wirkstoffkonzentrationen im Bereich von etwa 50 bis 1500 Teilen Wirkstoff pro Million Gewichtsteile Dispersion reichen erfindungsgemäss im allgemeinen aus.
Werden die vorliegenden Wirkstoffe direkt auf die Erde aufgebracht, dann drückt man die angewandte Wirkstoffmenge durch das pro Flächeneinheit aufgebrachte Wirkstoffgewicht aus. Im allgemeinen werden etwa 1 bis 25 kg Wirkstoff pro Hektar verwendet. Von Zeit zu Zeit können natürlich auch höhere oder niedrigere Konzentrationen angewandt werden, und zwar je nach Stärke der Infektion sowie den Eigenschaften der jeweils verwendeten speziellen Verbindungen. Der oben angegebene Bereich umfasst jedoch die üblichen optimalen Wirkstoff konzentrationen.
Die Dispersionen, in Form derer die neuen Wirkstoffe auf das Blattwerk aufgebracht werden, sind meistens wässrige Suspensionen oder Emulsionen, die aus konzentrierten Wirkstofformulierungen hergestellt werden. Solche wassersuspen-dierbare oder wasseremulgierbare Formulierungen sind entweder als benetzbare Pulver bekannte Feststoffe oder auch als emulgierbare Konzentrate bekannte Flüssigkeiten. Die benetzbaren Pulver bestehen aus einem innigen Gemisch aus Wirkstoff, einem inerten Träger oder oberflächenaktiven Mitteln. Die Wirkstoffkonzentration beträgt normalerweise etwa 10 bis 90 Gewichtsprozent. Als inerte Träger werden gewöhnlich Attapulgittone, Montmorillonittone, Diatomeenerden oder gereinigte Silicate verwendet. Wirksame oberflächenaktive Mittel, die etwa 0,5 bis 10 Gewichtsprozent des benetzbaren Pulvers ausmachen, sind die sulfonierten Lignine, die kondensierten Naphthalinsulfonate,die Naphthalinsulfonate, die Alkyl-benzolsulfonate, die Alkylsulfonate sowie die nicht ionischen oberflächenaktiven Mittel, wie Addukte aus Äthylenoxid und Alkylphenol.
Typische emulgierbare Konzentrate der neuen Wirkstoffe enthalten eine Wirkstoffkonzentration von etwa 100 bis 500 g pro Liter Flüssigkeit, wobei der Wirkstoff in einem inerten Träger gelöst ist, der ein Gemisch aus einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel und Emulgiermitteln darstellt. Beispiele geeigneter organischer Lösungsmittel sind die Aromaten, insbesondere die Xylole, sowie die Erdölfraktionen, insbesondere die hochsiedenden naphthalinischen und olefinischen Anteile des Erdöls, wie schwere aromatische Naphtha. Es können auch andere organische Lösungsmittel verwendet werden, wie terpenische Lösungsmittel unter Ein-schluss von Harzderivaten, und komplexe Alkohole, wie 2-Äthoxyäthanol. Als Emulgiermittel zur Herstellung der emulgierbaren Konzentrate eignen sich die gleichen oberflächenaktiven Mittel, wie sie auch zur Herstellung benetzbarer Pulver verwendet werden.
Zur Verbesserung des Auftrags der wässrigen Dispersion sowie der Haftfestigkeit dieser Dispersion auf dem Blattwerk werden häufig auch Adjuvanzien verwendet. Beispiele solcher Hilfsstoffe sind Naturgummen, emulgierte Polybutene, kationische oberflächenaktive Mittel und Ligninderivate, und derartige Mittel ergeben häufig eine Verbesserung des jeweiligen Auftragsverfahrens.
Weniger häufig werden die neuen Verbindungen in Form von Stäuben angewandt. Stäube dieser Art bestehen normalerweise aus dem jeweiligen Wirkstoff in feinverteilter Form, der in einem pulverisierten inerten Träger verteilt ist. Als Träger wird meistens pulverisierter Ton verwendet, wie Pyrophyllit, Bentonit Vulkanablagerungen oder Montmorillonit. Stäube dieser Art enthalten gewöhnlich den jeweiligen Wirkstoff in der höchstmöglichen Konzentration, beispielsweise einer Menge von 1500 ppm, oder gegebenenfalls sogar noch mehr.
Dispersionen der neuen Verbindungen werden in üblicher Weise auf das Blattwerk der zu behandelnden Pflanzen aufgebracht. Hierzu eignen sich Niederdrucksprühgeräte, Hochdrucksprühgeräte und niedervolumige Luftsprühgeräte, mit denen sich die erfindungsgemässen in Wasser dispergierten Wirkstoffe anwenden lassen. Entsprechende Staubformulierungen werden ebenfalls durch übliche Vorrichtungen angewandt, durch die der Staub unter innigem Kontakt auf das Blattwerk der zu behandelnden Pflanzen aufgeblasen wird.
Die neuen Verbindungen können ferner auch in Form granulatartiger Verbindungen auf den Boden aufgetragen werden. Zur Herstellung solcher Formulierungen verteilt man den jeweiligen Wirkstoff auf einem bestimmten granulatartigen inerten Träger. Formulierungen dieser Art sind in der Agrochemie üblich. Bei den hierzu eingesetzten Trägern handelt es
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sich häufig um einen grob gemahlenen Ton, wie Attapulgit-oder Kaolinton, mit einer Teilchengrösse im Bereich von 0,5 bis 3 mm. Granulatartige Formulierungen dieser Art lassen sich leicht auf den Boden mit speziellen Auftraggeräten aufbringen, die derart ausgelegt sind, dass sie eine genaue Steuerung der jeweils aufzubringenden Granulatmenge erlauben.
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