CH625295A5 - Pipe disconnecter - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen in eine Flüssigkeit, insbesondere Trinkwasser, führende, mit einem vorgeschalteten Absperrventil versehene Rohrleitung einzubauenden Rohrtrenner, der aus einem an die Rohrleitung anzuschliessenden Zylinder, einem darin axial verschieblich geführten und unter einer Rückstellkraft stehenden Kolben mit durch den Zylinderboden hindurchtretendem Kolbenrohr und einem am Zylinderdeckel angebrachten Ventilkörper besteht, der in der bei abgesperrter Flüssigkeitszufuhr eingefahrenen Stellung des Kolbens dessen Kolbenrohr verschliesst, jedoch gegen Ende der bei freigegebenem Flüssigkeitszustrom entgegen der Rückstellkraft zustandekommenden Ausfahrbewegung des Kolbens das Kolbenrohr für den Flüssigkeitsdurchlass freigibt.
Rohrtrenner obiger Art sind durch die DE-PS 16 00 981 bekannt. Ihr Kolbenrohr arbeitet mit einem an eine Wasserverbrauchsstelle anschliessbaren Ablauf-Rohrstutzen so zusammen, dass es bei freigegebenem Flüssigkeitszustrom mit seinem freien Rohrende in den Ablaufstutzen dichtend einfährt und auf diese Weise eine leitungsdichte Ankupplung der Verbraucherstelle an die Versorgungsleitung herbeiführt, wohingegen es bei abgesperrter Flüssigkeitszufuhr und dabei unter Wirkung der Rückstellkraft zustandekommender Einfahrbewegung aus dem Ablauf-Rohrstutzen herausfährt und dadurch eine vollständige, echte räumliche Trennung der Rohrleitung gewährleistet, so dass ein Rücksog von Schmutzwasser aus der mit dem Rohrtrenner abgesicherten Verbraucheranlage in die Trinkwasserversorgungsleitung unter allen Umständen vermieden wird. Dem mit dem Kolben bzw. dem Kolbenrohr zusammenwirkenden Ventilkörper fällt dabei die Aufgabe zu, den Wasserdurchfluss bei ausfahrendem Kolbenrohr erst dann freizugeben, wenn letzteres in den Ablauf-Rohrstutzen eingefahren ist, um dadurch einerseits für einen zum anfänglichen Ausfahren des Kolbenrohres ausreichend hohen Beaufschlagungsdruck des Kolbens zu sorgen und andererseits zu vermeiden, dass während der Kolbenrohr-Ausfahrbewegung das Druckwasser vorzeitig aus dem Kolbenrohr austritt und damit ins Freie ausströmen würde.
Bei dem bekannten Rohrtrenner ist der Ventilkörper auf einer imZylinderdeckel eingeschraubten Ventilstange axial verschieblich gelagert und unter dem Einfluss einer die Ventilstange umgreifenden Schraubendruckfeder stehend, die den im Durchmesser entsprechend grösseren Ventilkörper in dichtender Anlage an der sich konisch erweiternden, als Ventilsitz dienenden Mündung des Kolbenrohres zu halten sucht.
Ein am freien Ende der Ventilstange sitzender Begrenzungsanschlag stellt dabei sicher, dass in der ausgefahrenen Stellung des Kolbenrohres der Ventilkörper in hinreichend weitem Abstand von der Kolbenrohrmündung gehalten wird, so dass das Kolbenrohr für den Flüssigkeitsdurchlass frei gegeben ist. Dieser vorbekannten Ventilkörper-Ausbildung haften aber noch mancherlei Nachteile an:
So hat die Praxis gezeigt, dass es beim Wasserdurchfluss dieses Rohrtrenners zu erheblichen Ventilgeräuschen kommen kann, die offenbar auf das zwischen der Ventilstange und dem Ventilkörper notwendigerweise vorhandene Bewegungsspiel zurückzuführen sind. Dadurch kann es bisweilen zu so starken Resonanzschwingungen des Ventilkörpers kommen, dass die Ventilführungsstange abbricht. Weiterhin kann es durch Aufquellen des Ventilkörpers oder auch durch Verschmutzung, beispielsweise durch im Leitungswasser mitgeführte Dichtungsfaserreste, zu Schwergängigkeit und dadurch bedingten Funktionsstörungen des Ventilkörpers kommen. Auch bedingt der verhältnismässig grosse Durchmesser des Ventilkörpers eine entsprechende Behinderung des Wasserdurchflusses. Weiterhin erfördert die Verschiebeführung zwischen Ventilstange und Ventilkörper eine zusätzliche Dichtung. Schliesslich muss hier die Ventilstange, die in einer mit Gewinde versehenen Sackbohrung im Zylinderdeckel verschraubt ist, äusserst sorgfältig montiert und ausgerichtet werden, da andernfalls Dichtungsschwierigkeiten zwischen dem Ventilkörper und der durch ihn zu verschliessenden Kolbenrohr-Mündung auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Rohrtrenner zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile nicht mehr besitzt, vielmehr hinsichtlich seines Ventilkörpers einfacher und störunganfälliger beschaffen ist, keinerlei Ventilgeräusche hervorruft und in der Offenstellung des Ventils den Wasserdurchfluss weniger behindert. Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Rohrtrenner der eingangs erwähnten Gattung erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Ventilkörper im Zylinder unbeweglich so angebracht und mit einer Umfangsdichtung solchen Durchmessers versehen ist, dass er bei eingefahrenem Kolben in dessen Kolbenrohr dichtend hineinragt. Der starr angebrachte Ventilkörper ist geräuschfrei. Da er im Durchmesser so klein wie möglich gehalten ist, nämlich dem Kolbenrohrdurchmesser entspricht, bietet er dem Durchflusswasser den geringstmöglichen Widerstand. Er arbeitet störunanfällig und erfordert kerne zusätzliche eigene Abdichtung. Darüber hinaus ist er leicht zu montieren.
Der Ventilkörper besteht vorteilhaft aus zwei am freien abgesetzten Ende einer im Zylinderdeckel befestigten Ventilstange unverschieblich angebrachten Ventilscheiben und einer
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dazwischen angeordneten Dichtungsscheibe, die mit einer Dichtlippe über den dem Innendurchmesser des Kolbenrohres nahezu entsprechenden Umfang der Ventilscheiben hinausragt und durch letztere sowie eine am Ventilstangenende sitzende Stellmutter mit Kontermutter unter einstellbaren Einspann- s druck zu setzen ist. Auf diese Weise kann selbst bei nicht exakt zentraler Anordnung des Ventilkörpers letzterer dennoch das Kolbenrohr in seiner eingefahrenen Stellung umfangsmässig überall einsandfrei abdichten, weil über die verschieden starke Einspannung der Dichtungsscheibe und deren Dichtlippe eine io entsprechende Durchmesseranpassung ohne weiteres möglich ist.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Ventilstange mit glattzylindrischem Passitz in einer durchgehenden zylindrischen Bohrung des Zylinderdeckels gelagert und dort is unter Zwischenschaltung von Distanzscheiben mittels einer auf das aus dem Zylinderdeckel hinausragende Stangenende sitzende Gewindemutter befestigt. Dadurch kann die Ventilstange im Zylinderdeckel exakt zentrierend montiert werden, wobei zugleich auch noch durch Wahl der entsprechenden 20 Distanzscheiben eine begrenzte axiale Einstellbarkeit möglich ist, die somit den Ventilkörper in seine zweckmässigste Ein-stellage zu bringen erlaubt, in der er je nach Ein- bzw. Ausfahrstellung des Kolbenrohrs dieses entweder mit grösstmög-lichem Öffnungsquerschnitt freigibt oder ausreichend lang 25 geschlossen hält.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfin-dungsgemässen Rohrtrenners dargestellt, wobei
Fig. 1 den Rohrtrenner in axialem Längsschnitt zeigt, und 3» zwar in der Ausfahr- bzw. Durchflusstellung des Kolbenrohres, während in
Fig. 2 in vergrösserter Darstellung der obere Teil des Rohr-trenners bei eingefahrenem Kolbenrohr wiedergegeben ist.
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Der abgebildete Rohrtrenner besitzt einen Zylinder 1, der über den Zulaufstutzen V im Deckel 1" an eine nicht dargestellte, mit einem vorgeschalteten Absperrventil versehene Rohrleitung, insbesondere eine Trinkwasserleitung, anschliess-bar ist. Im Zylinder 1 ist der Kolben 2 über seinen mit Dich- -»o tungen 3 versehenen Umfang axial verschieblich geführt. Er ist mit einem dem Wasserdurchfluss dienenden Kolbenrohr 2' versehen, das durch den mit einer Dichtung 4 versehenen Zylinderboden 1 hindurchtritt und an seinem freien, mit einer Anschlagschulter 2" versehenen Ende eine Mitnehmer- « leiste 5 trägt, an der in nicht dargestellter Weise beidseitig je eine Schraubendruckfeder angreift, die den Kolben 2 und das mit ihm verbundene Kolbenrohr 2' in ihre in Fig. 2 dargestellte Einfahr- bzw. Trennstellung zu drücken bestrebt ist. Mit dem Zylindergehäuse 1 ' " ist über mehrere gleichmässig verteilt so angeordnete Schraubbolzen 6 der zu einer entsprechenden Wasserverbrauchsstelle führende bzw. damit leitungsdicht verbundene Ablauf-Rohrstutzen 7 verbunden, in welchem sich eine mit einer Innendichtung 8 versehene Einsatzbuchse 9 befindet. Unterhalb dieser Buchse 9 ist noch ein Rückflussver- ss hinderer in Gestalt der Ventilbüchse 10 vorhanden, die auf dem im Rohrstutzen 7 verschraubten Führungsbolzen 11 sitzt und unter Wirkung einer Feder 12 steht, die die Ventilbuchse 10 mit ihrem kegelig abgeschrägten Kopf 10 ' gegen die entsprechende Ventilsitzfläche 9 ' an der Einsatzbüchse 9 zu drük- 60 ken sucht. Der zwischen dem Zylindergehäuse 1 ' " und dem
Ablauf-Rohrstutzen 7 vorhandene Raum 13 ist unten und seitlich mit einer dünnen Blechummantelung 14 umgeben, die als Schutz gegen etwaiges Spritzwasser dient, welches über den Ablaufstutzen 15 abgeleitet werden kann. In diesen Ablaufstutzen 15 führt noch ein Leitungsrohr 16, das zur Ableitung etwa auftretenden Leckwassers zwischen dem Kolben 2 und dem Zylinderboden 1IV dient.
Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, ist der Zylinderdeckel 1" mit einer zentral angeordneten, durchgehend, glatt zylindrischen Lagerbohrung 17 für die darin mit Passitz befestigte Ventilstange 18 versehen. Diese ist über ihr entsprechend abgesetztes Ende 18' unter Zwischenschaltung einer Distanzscheibe 19 und einer Dichtungsscheibe 20 mittels der auf das aus dem Zylinderdeckel 1" herausragende, mit entsprechendem Gewinde versehene Stangenende aufgeschraubten Mutter 21 gehalten, die an einer entsprechenden Unterlegscheibe 22 anliegt. Zur besseren Abdichtung dieses Ventilstangenendes ist in deren zylindrischem Teil 18' noch eine Ringnut 23 mit darin eingelegtem O-Dichtungsring 24 vorgesehen. Mit den vorgenannten Mitteln kann die Ventilstange 18 exakt zentrisch am Zylinderdeckel 1 ' ' gelagert und mit grosser Einspannkraft befestigt werden.
An ihrem anderen, freien Ende 18", das mit einer Anschlagschulter 18"' versehen ist, trägt die Ventilstange den Ventilkörper 25. Dieser besteht aus den beiden Ventilscheiben 26, 27 und der dazwischen liegenden Dichtungsscheibe 28. Diese ragt mit ihrer Umfangsdichtlippe 28 ' über den dem Innendurchmesser des Kolbenrohres 2' nahezu entsprechenden Umfang der beiden Ventilscheiben 26, 27 hinaus. Durch die auf das mit entsprechendem Gewinde versehene Stangenende aufgeschraubte Stellmutter 29, die über die Unterlegscheibe 30 an der unteren Ventilscheibe 27 angreift, kann die Dichtungsscheibe 28 unter verschieden starken Einspanndruck gesetzt werden, wodurch sich auch eine entsprechende Durchmesserveränderung der Dichtungslippe 28' erzielen lässt. Durch die Kontermutter 31 kann die Stellschraube 29 in ihrer jeweiligen Einstellage gesichert werden.
Bei abgesperrtem Wasserzufluss nimmt der Rohrkolben 2, 2' unter dem Einfluss der auf seine Mitnehmerleiste 5 wirkenden Rückstellfeder die in Fig. 2 dargestellte Einfahrstellung ein, in der der Ventilkörper 25 verhältnismässig weit in das Kolbenrohr 2' hineinragt und dieses dadurch verschliesst. In dieser Stellung liegt das freie Ende des Kolbenrohres 2' in ausreichend weitem Abstand vom Ablauf-Rohrstutzen 7, der im übrigen durch das Ventil 10 geschlossen ist. Auf diese Weise wird mit Sicherheit verhindert, dass etwaiges das geschlossene Ventil 10 passierendes Rückflusswasser in die Frischwasserzuleitung gelangt. Wird das in letzterer vorhandene Absperrventil geöffnet, so beginnt sich das Zylinderin-nere des Rohrtrenners mit Wasser zu füllen, das sodann den Kolben 2 und sein Rohr 2' in seine Ausfahrstellung nach Fig. 1 drückt, in der das freie Ende des Kolbenrohrs 2' in die Dichtung 8 im Ablauf-Rohrstutzen 7 eingefahren ist und dadurch eine dichte Rohrleitungsverbindung herstellt. Noch bevor das Kolbenrohr 2' in diese Endstellung gelangt ist, aber nachdem es bereits in die Dichtung 8 eingefahren ist, gibt der Ventilkörper 25 den Wasserdurchlass zum Kolbenrohr 2' frei. Wird die Wasserzufuhr abgestellt, so kommt es zu einem entsprechenden Druckabfall im Zylinder 1, so dass der Kolben 2 und sein Rohr 2' unter dem Einfluss der Rückstellfeder wieder in ihre eingefahrene Trennstellung nach Fig. 2 gelangt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. In eine Flüssigkeit, insbesondere Trinkwasser, führende, mit einem vorgeschalteten Absperrventil versehene Rohrleitung einzubauender Rohrtrenner, bestehend aus einem an die Rohrleitung anzuschliessenden Zylinder (1), einem darin axial verschieblich geführten, unter Wirkung einer Rückstellkraft stehenden Kolben (2) mit durch den Zylinderboden (1 ) hindurchtretendem Kolbenrohr (20 und einem am Zylinderdeckel (1") angebrachten Ventilkörper (25), der in der bei abgesperrter Flüssigkeitszufuhr eingefahrenen Stellung des Kolbens (2) dessen Kolbenrohr (2') verschliesst, jedoch gegen Ende der bei freigegebenem Flüssigkeitszustrom entgegen der Rückstellkraft zustandekommenden Ausfahrbewegung des Kolbens (2) das Kolbenrohr (2'') für den Flüssigkeitsdurchfluss freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (25) im Zylinder (1) unbeweglich so angebracht und mit einer Umfangsdichtung (28') solchen Durchmessers versehen ist,
dass er bei eingefahrenem Kolben (2) in dessen Kolbenrohr (2') dichtend hineinragt.
2. Rohrtrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (25) aus zwei am freien abgesetzten Ende (18") einer im Zylinderdeckel (1") befestigten Ventilstange (18) unverschieblich angebrachten Ventilscheiben (26, 27) und einer dazwischen angeordneten Dichtungsscheibe (28) besteht, die mit einer Dichtlippe (28') über den dem Innendurchmesser des Kolbenrohres (2') nahezu entsprechenden Umfang der Ventilscheiben (26, 27) hinausragt und durch letztere sowie eine am Ventilstangenende sitzende Stellmutter (29) mit Kontermutter (31) unter einstellbaren Einspanndruck gesetzt ist.
3. Rohrtrenner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilstange (18) mit glattzylindrischem Passitz in einer durchgehenden zylindrischen Bohrung (17) des Zylinderdeckels (1") gelagert und dort unter Zwischenschaltung von Distanzscheiben (19,20) mittels einer auf das aus dem Zylinderdeckel hinausragende Stangenende sitzenden Gewindemutter (21) verschraubt ist.
4. Rohrtrenner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Zylinderdeckelbohrung (17) lagernde Ventilstangenende (18') mit einer ringsum laufenden Nut (23) und einem darin eingelegten O-Dichtungsring (24) versehen ist.
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