CH627338A5 - Vorrichtung zur thermischen isolierung von raeumen, insbesondere von gewaechshaeusern. - Google Patents

Vorrichtung zur thermischen isolierung von raeumen, insbesondere von gewaechshaeusern. Download PDF

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CH627338A5
CH627338A5 CH1143577A CH1143577A CH627338A5 CH 627338 A5 CH627338 A5 CH 627338A5 CH 1143577 A CH1143577 A CH 1143577A CH 1143577 A CH1143577 A CH 1143577A CH 627338 A5 CH627338 A5 CH 627338A5
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CH1143577A
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Manfred Deibele
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Deibele Gmbh & Co
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G9/00Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
    • A01G9/22Shades or blinds for greenhouses, or the like
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    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur thermischen Isolierung von Räumen, insbesondere von Gewächshäusern, bestehend aus flexiblen Kunststoff-Folien und einer Vielzahl von Formstücken aus Kunststoff, die paarweise unter Verklemmung der Folien miteinander verbindbar sind, wobei je ein Basisformstück eines Formstückpaares mit einem Befestigungsorgan zur Befestigung einer Wandung mit einem Dorn zum Durchstechen der Folie versehen ist.
Bei einer an sich bekannten Vorrichtung dieser Art ist das Befestigungsorgan eine mit dem Basisteller im Eingriff stehende Ringschraube. Beim Zusammenpressen der beiden Klemmteller greift der die Folie durchstechende Dorn des Basistellers in eine zentrale Muffe des anderen Klemmtellers unter Verspannung ein. So ergibt sich eine Art Vernietung, die nicht mehr oder nur schwer zu lösen ist. Die bekannte Vorrichtung dient zum Aufhängen einer Folie an einem gespannten Haltedraht oder zum Ausspannen der Folie zwischen solchen Haltedrähten ( «BASF-Kunststoffe in der Anwendung» - Werkstoffblatt 7013.1.02 - Okt. 1974, S. 3, linke Spalte, Abs. 3, in Verbindung mit Bild 6).
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Es ist auch bekannt, Folienplanen mit Seilen festzumachen, deren Ränder mit Ösen versehen sind, die je aus zwei ringförmigen, durch einen Schlag miteinander vernieteten Kunststoffringen bestehen (am angegebenen Ort, S. 3, Spalte 1, Abs. 4, in Verbindung mit Bild 8).
Durch Versuche ist erwiesen, dass durch eine wärmedämmende Anbringung von Folien, z.B. in Gewächshäusern, Energieeinsparungen bis zu 40% und mehr zu erzielen sind. Hierbei spielt die sogenannte Noppenfolie oder Luftpolsterfolie eine wesentliche Rolle, die auch schon mit klassischen Schraubenbolzen, Schraubenmuttern und Lochscheiben an der Gewächshauswandung befestigt worden ist ( «Zierpflanzenbau», No. 9/28.4.1976, S. 315-318).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung derart weiterzubilden, dass sie bei geringen Fertigungskosten eine sehr hohe Wärmedämmung aufweist, ohne dass das Öffnen bzw. Bedienen von Fenstern, Drehflügeln ud.dgl. beeinträchtigt ist, und dass die Vorrichtung leicht abnehmbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass auf den Dorn jedes Basisformstückes ein Steckformstück unter Bildung einer lösbaren Verbindung aufgesetzt ist und dass die Formstückpaare wenigstens im Bereich des Folienrandes entlang einer Klemmlinie über die Folie verteilt sind, wobei die Folie wenigstens teilweise die Klemmlinie zur Bildung einer flexiblen Dichtungslippe überragt.
Eine solche Lösung ergibt in vielen Fällen den zusätzlichen Vorteil, dass eine elastische und weiche Folienlippe als Folienrand dank der in mehr oder weniger grossem Abstand voneinander angeordneten Formstückpaare auch in den Abschnitten zwischen den Formstückpaaren dichtend an der Wandung bzw. Glasfläche oder an der Dichtungslippe einer benachbarten Folie anliegen kann. Eine solche Vorrichtung ist schliesslich in höherem Grade an die spezifischen Erfordernisse und Gegebenheiten der Baulichkeit anpassbar. Z.B. können entlang kritischer Isolationszonen, beispielsweise entlang einer Dachrinne oder entlang eines in den Innenraum vorstehenden Trägers, gesonderte Folienbahnen angebracht werden, die mit ihren Folienlippen dichtend mit den benachbarten Folien zusammenarbeiten.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Schema über die Verteilung der Formstückpaare über die an einer Gewächshauswandung angebrachten Folie, Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 in grösserem Massstab, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III von Fig. 2,
Fig. 4 das Basisformstück der Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 5 das Basisformstück gemäss Fig. 4 in einer Ansicht aus Richtung C,
Fig. 6 eine Variante des Basisformstückes in einer Darstellung gemäss Fig. 4,
Fig. 7 das Basisformstück gemäss Fig. 6 in einer Ansicht aus Richtung D,
Fig. 8 das Steckformstück der Vorrichtung im Längsschnitt, Fig. 9 das Steckformstück gemäss Fig. 8 in einer Ansicht aus Richtung E,
Fig. 10 das Formstückpaar gemäss den Fig. 6, 8 in Klemmposition, teilweise im Schnitt,
Fig. 11 die Variante eines Formstückpaares mit zwei auf einem verlängerten Dorn des Basisformstückes aufgesteckten Steckformstücken zur Halterung zweier Folien,
Fig. 12 eine weitere Variante eines Formstückpaares in einer Darstellung gem. Fig. 11 mit verlängertem Dorn des Basisformstückes und einer Distanzhülse zur Halterung zweier Folien,
Fig. 13 eine weitere Variante eines Formstückpaares, bei welchem die Basisformstücke Bestandteil des Kunststoffrahmens des Gewächshauses sind, in einem Schnitt längs der Steckachse der Steckformstücke,
Fig. 14, 15 eine weitere Variante eines Formstückpaares, bei welcher das Steckformstück in eine Nut des Dorns des Basisformstückes eingreift,
Fig. 16, 17 eine weitere Variante eines Formstückpaares, bei welchem das Steckformstück mit dem Basisformstück durch Friktion verbunden ist,
Fig. 18 eine weitere Variante eines Formstückpaares mit gespaltetem Dorn, teilweise im Längsschnitt,
Fig. 19—21 eine weitere Variante eines Formstückpaares, wobei Fig. 19 die nicht verriegelte Position in Seitenansicht, Fig. 20 die nicht verriegelte Position in Draufsicht und Fig. 21 die verriegelte Position in Seitenansicht zeigt,
Fig. 22 einen Ausschnitt aus einem mit der Vorrichtung isolierten Gewächshaus in perspektivischer Darstellung,
Fig. 23 einen in vertikaler Ebene geschnittenen Ausschnitt aus einem mit der Vorrichtung isolierten Gewächshaus, Fig. 24 einen Ausschnitt aus der Anordnung gemäss Fig. 23 in grösserem Massstab,
Fig. 25 einen Ausschnitt aus einem mit der Vorrichtung isolierten Gewächshaus im Bereich eines Drehflügels im Schnitt und
Fig. 26, 27 die Vorrichtungen im Bereich von Profilträgern des Gewächshauses.
Die Vorrichtung umfasst eine Vielzahl von Formstücken aus Kunststoff, die paarweise zur Verklemmung und Halterung der Folie zusammenwirken. Wie aus den Fig. 4-12 ersichtlich, umfasst jedes Formstückpaar ein Basisformstück 10 und ein Steckformstück 11. Das Basisformstück umfasst einen kegel-stumpfförmigen Klemmrand lOd mit Klemmfläche 22 und eine Klebefläche 14 als Befestigungsorgan. Das Basisformstück läuft in einen zentralen Dorn 10a mit zugespitztem freien Ende 10b aus. An den Dorn ist eine Nase 10c angeformt. Die Basisfläche der Nase ist als Gleitfläche 10e ausgebildet. Die Nase verbreitert sich in radialer Richtung und geht in einen gekrümmten Rand über. Bei der Variante gemäss den Fig. 6, 10 und 12 geht das Basisformstück 10 über kreuzweise angeordnete Verbindungsstege lOf in einen Fuss 10g über, der als Befestigungsorgan dient und eine Klebefläche 14 aufweist. Die Klemmfläche 22 befindet sich somit im Abstand vom Fuss 10g und somit von der Wand des Gewächshauses. Das Steckformstück 11 ist als Hülse ausgebildet, die mit einer 360°-Steig-wendel 1 lb versehen ist. Die Steigwendel ist von einer Durchtrittsöffnung 13 sektoral durchbrochen. Unter dem Begriff «360°-Steigwendel» im obigen Sinne ist eine spindellose Wendel relativ starker Steigung mit einem Gang zu verstehen. Die Wendel ist an die ihren Mantel bildende zylindrische Wandung 1 le (Fig. 8) der Hülse angeformt und erstreckt sich zentripetal. Die Innenkante der Wendel weist eine Gleitfläche 11c auf, die als Dreh- und Führungslager den Dorn 10a des Basisformstückes mit geringfügigem Spiel umschliesst. Die Wandung lie der Hülse läuft in einen sich radial erstreckenden Klemmrand IIa aus, der eine Klemmfläche 23 aufweist. Die Neigung der Klemmfläche 23 entspricht exakt der Neigung der Klemmfläche 22 des Klemmrandes lOd des Basisformstückes 10. Die lichte Weite x-x (Fig. 8) der Hülse beträgt das Vielfache des Durchmessers des Dorns 10, so dass sich in Verriegelungsposition zwischen der äusseren Mantelfläche des Dorns 10a und der inneren Mantelfläche der Wandung 10e der Hülse ein Ringraum 20 ergibt. Zur Befestigung einer oder mehrerer Folien auf der Innen- oder Aussenseite der Wandung, beispielsweise eines Gewächshauses, werden die Basisformstücke mittels ihrer Klebeflächen 14 auf die Scheiben 19 oder auf die Oberfläche der Metallrippe einer Wandung mit Hilfe eines geeigneten Klebers in zweckentsprechen5
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der Anordnung aufgeklebt. Selbstverständlich sind auch andere Befestigungsarten, z.B. mittels einer Klammer, möglich. Danach wird die Folie unter Straffung auf die Dorne aller Basisformstücke aufgespiesst. Sodann werden die als Hülsen ausgebildeten Steckformstücke auf die Dorne aufgesteckt. Dabei kann die Nase 10c des Dornes 10 durch die sektorale Durchtrittsöffnung 13 in der Steigwendel lld hindurchschlüpfen. Sodann wird die Folie dadurch zwischen den Klemmflächen 22, 23 grossflächig festgeklemmt, so dass mit jeder Hülse eine Verriegelungsdrehung vollzogen wird, die einen Zentriwinkel von ca. 310-340° erreicht. Während der Verriegelungsdrehung gleitet die Gleitfläche 10e der Nase 10c des Dornes 10a an der ihr zugewandten Gleitfläche der Steigwendel lld. Dadurch wird das Steckformstück axial in Richtung des Klemmrandes lOd des Basisformstückes getrieben. Je nach Steigung der Steigwendel kann der dabei zurückgelegte axiale Weg der Hülse 1-4 mm betragen. Durch die mehr oder weniger grosse Elastizität der aus Kunststoff bestehenden Klemmteller ergibt sich eine geringere, zusätzliche elastische Vorspannung des auf dem Klemmrand lOd aufliegenden Klemmrandes IIa.
In der Variante gemäss Fig. 11 weist das Basisformstück 10 einen verlängerten Dorn lOaa und zwei im Abstand voneinander befindliche Nasen lOd auf. Auf diesen Dorn sind zwei als Hülsen ausgebildete Steckformstücke 11 a'üfsteckbar und verriegelbar. Dabei wird eine weitere Folie 12 zwischen einem zusätzlichen Klemmrand 1 ld der zuerst aufgesteckten Verriegelungshülse und dem Klemmrand IIa einer danach aufgesteckten zweiten Verriegelungshülse aufgeklemmt.
Bei der Variante gemäss Fig. 12, deren Basisformstück über die Verbindungsstege lOf in einen Fuss 10g ausläuft, ist der Dorn lOaa ebenfalls verlängert, weist jedoch nur eine einzige Nase 10c am freien Ende auf. Zur Verklemmung einer ersten Folie 12 ist eine Distanzhülse 21 mit zwei gegensätzlich gerichteten Klemmrändern IIa und lld aufsteckbar. Die Distanzhülse 21 ist von einer Hülse in Klemmposition gehalten. Diese Hülse presst mittels Klemmrand IIa eine zweite Folie 12 auf den Klemmrand lld der Distanzhülse 21.
Bei der Variante gemäss Fig. 13 sind die Basisformstücke ausschliesslich an Rahmen oder Rahmenschenkeln 16 befestigt oder sie sind Bestandteile dieser Rahmenschenkel. Dabei bilden die Folien 12 ausschliesslich die Wandung zwischen den Rahmen oder Rahmenschenkeln.
Bei der Variante eines Formstückpaares gemäss den Fig. 14 und 15 weist der Dorn 210a des Basisformstückes 210 im Bereich des Klemmrandes 210d eine umlaufende Nut 52 auf, die mit einer Steigung versehen ist, welche etwa der Steigung der Steigwendel lld im Ausführungsbeispiel der Fig. 4—12 entspricht. Ausserdem ist der Dorn 210a insofern asymmetrisch, als er auf der einen Seite abgeflacht ist. Das zugehörige Steckformstück 211 weist eine in die zentrale Durchtrittsöffnung 39 hineinragende Nase 211m auf. Die Nase 211m gleitet beim Aufstecken entlang der abgeflachten Seite des Dornes 210a. Bei einer Verriegelungsdrehung greift die Nase 211m in die Nut 52 mit Steigung ein. Im Zuge der Verriegelungsdrehung wird das Steckformstück 211 gegen den Klemmrand 21 Od des Basisformstückes 210 getrieben und die Folie verklemmt.
Die Variante eines Formstückpaares nach den Fig. 16 und 17 unterschneidet sich vom Ausführungsbeispiel des Formstückpaares gemäss den Fig. 4—9 dadurch, dass auf den Dorn 110a des Basisformstückes 110 ein durch Reibung haftendes Steckformstück 111 aufsteckbar ist. Dieses Steckformstück weist einen Klemmrand lila auf, der durch Radialschlitze 34 mehrfach gespalten ist. Diese Radialschlitze erstrecken sich auch noch über den unteren Abschnitt einer an den Klemmrand angeformten Hülse 11 le, deren lichte Weite zumindest im geschlitzten Abschnitt etwas geringer ist wie der Durchmesser des umschlossenen Dorns 11 Ob. Beim Aufstecken des
Steckformstückes federn daher Sektoren des Klemmrandes 11 la die anschliessenden Wandungen im Bereich der angeformten Hülse llle radial aus und liegen bei Klemmposition unter Vorspannung an der äusseren Mantelfläche des Dornes an, die partiell aufgerauht ist, wie die innere Wandung der angeformten Hülse llle. Das Steckformstück 111 wird in einer derartigen Winkelstellung auf den Dorn 1 la aufgeschoben,
dass die Friktionsflächen 35 des Dorns und die Friktionsflächen 31 des Steckformstückes übereinandergleiten. Beim Lösen wird das Steckformstück um einen Zentriwinkel von etwa 90° gedreht, so dass die Friktionsflächen 31, 35 voneinander getrennt sind. Ein axiales Abziehen des Steckformstückes ist nunmehr unter Überwindung relativ geringer Reibungskräfte möglich.
In der Variante eines Formstückpaares nach Fig. 18 ist das Steckformstück 411 auf dem längsgespaltenen Dorn 410a des Basisformstückes verriegelbar. An der Basis der Spitze des Dornes 410a sind sich radial erstreckende, diametral angeordnete Nasen 410h vorgesehen, die das Steckformstück 411 in Klemmposition hintergreifen. Die Breite des den Dorn 410a spaltenden Schlitzes 37 entspricht etwa der radialen Erstrek-kung der Nasen 410h. Beim Aufschieben des Steckformstük-kes gleiten die kegelförmigen Mantelflächen der Dornspitze auf die innere Wandung des Steckformstückes im hülsenförmi-gen Abschnitt auf. Dabei werden die beiden Dornsektoren derart aufeinander zugebogen, dass sie im Bereich der Dornspitze aneinander anliegen, so dass sich der Durchmesser des Dornes im Bereich der Nasen 410 vermindert und das Steckformstück in Klemmposition geschoben werden kann, bei welcher die Sektoren des Dornes aus ihrer Aufsteckposition (gestrichelte Linienführung in Fig. 18) in ihre Ausgangsposition zurückgefedert sind.
Beim Ausführungsbeispiel eines Formstückpaares gemäss den Fig. 19-21 ist der Dorn 510a durch Längsschlitze 41 in einen an seiner Basis abbiegbaren keilförmigen Dornsektor 510h und zwei weitere den Dornsektor 510h flankierende Dornsektoren 5 lOi aufgespalten. Die lichte Weite der zentralen Durchtrittsöffnung 39 im Steckformstück 511 nimmt derart in axialer Richtung zu, dass ein radiales Ausfedern der Dornsektoren 510i möglich ist. Wie aus Fig. 19 ersichtlich, liegen die Dornsektoren 510h und 510i nach zwangslosem Aufschieben des Steckformstückes spannungsfrei aneinander. Eine Verriegelung in Klemmposition erfolgt willkürlich dadurch, dass der keilförmige Dornsektor umgebogen wird und dabei, wie aus Fig. 21 zu entnehmen, als Treibkeil wirkt, welcher die Dornsektoren 5 lOi in diametraler Richtung auseinanderbiegt, so dass das Steckformstück in Klemmposition verkeilt ist.
Die wärmedämmende Wirkung der Vorrichtung beruht wesentlich darauf, dass die Luft zwischen den Folien und der Bauwerkswandung bzw. den Glasscheiben 19 abgeschlossen ist, damit die Konvektionsströmungen im eingeschlossenen Luftkissen wesentlich eingeschränkt sind. Diese Voraussetzungen einer optimalen Wärmedämmung liegen wesentlich in der Festklemmung von Folienlippen entlang einer Klemmlinie b-b begründet (Fig. 22). Diese Art der Folienbefestigung mittels Formstückpaaren und der Foliengestaltung durch Bildung von Folienlippen 12b durch Umschlagen bzw. Umbiegen (Fig. 27) oder Falten, vorzugsweise leporelloartiges Falten (normale Folien), stellen den dichtenden Anschluss in den Abschnitten zwischen den Formstückpaaren und in den Fugen benachbarter Folien sicher. Dabei sind die Folien im Bereich der Folienlippen 12b durch Formstückpaare gemäss Fig. 4, 5 und im übrigen durch Formstückpaare gemäss der Fig. 12 gehaltert, was für die Wirksamkeit der Isolierung von grosser Bedeutung sein kann (Fig. 3). Wie insbesondere aus den Fig. 23—25 ersichtlich, umfasst die Vorrichtung, beispielsweise für die thermische Isolierung eines Gewächshauses, mehrere Folien. Die übereinanderliegenden Folienlippen 12b benachbarter Folien 12 können
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dabei mittels linear und im Abstand voneinander angeordneter Formstückpaare 10, 11 entlang der Klemmlinie (b-b in Fig. 22) gemeinsam verklemmt sein (Fig. 26). Die Folienlippen 12b benachbarter Folienränder 12a können aber auch unter gegenseitiger geringfügiger Deformation dichtend an einem s stationären Bauwerksteil oder aneinander anliegen. Letzteres ist dann verwirklicht, wenn eine einem stationären Bauteil zugeordnete Folie 12a an eine einem schwenkbaren Bauteil, z.B. einem Lüftungsfenster oder einem Drehflügel, zugeordnete Folie angrenzt (Fig. 22—25). Die durch Umschlagen oder Fai- io ten der Folien gebildeten Folienlippen 12b stellen sicher, dass die zwischen der Wand bzw. der Glasfläche und der Folie eingeschlossene Luft nicht mit der Luft des Innenraumes oder der Atmosphäre kommunizieren kann. In Fig. 23 ist der Rand einer dem Gewächshausdach 28 zugeordneten Folie 12a mit der is parallelen Folienlippe 12b einer die Dachrinne 27 des Gewächshauses überdeckenden Folie mit Hilfe gemeinsamer Formstückpaare gemeinsam verklemmt. Die andere Folienlippe 12b des die Dachrinne 27 abdeckenden Folienstreifens ist durch Umschlagen der Folie nach innen als Dichtungslippe ge- 20 staltet. Diese Dichtungslippe ist mittels entlang der Dachrinne angeordneter Formstückpaare entlang einer linearen Klemmlinie befestigt. Sie arbeitet mit der parallelen Dichtungslippe einer dem Lüftungsfenster 26 zugeordneten Folie zusammen. Der untere Rand dieser mit dem Lüftungsfenster ausschwenk- 25 baren Folie ist ebenfalls als Dichtungslippe gestaltet, die ihrerseits mit dem parallelen benachbarten Rand einer weiteren Folie eines anschliessenden stationären Gewächshausteiles 25 zusammenarbeitet. Der untere Rand dieser Folie ist wiederum als Dichtungslippe gestaltet, der auf dem Gewächshaussockel 30 unter elastischer Deformation dichtend aufliegt. Wie beispielsweise die untere Dichtungslippe 12b des Lüftungsfensters 26 mit der Dichtungslippe 12b der benachbarten stationären
Folie 12a zusammenarbeitet, ergibt sich insbesondere aus Fig. 25.
Aus Fig. 25 ist erkennbar, wie die Folienlippe 12b einer einem Drehflügel zugeordneten Folie 12 mit der benachbarten parallelen Folienlippe 12b einer einer Stehwand zugeordneten Folie 12 zusammenarbeitet.
Aus der perspektivischen Darstellung gemäss Fig. 22 wird deutlich, wie der durch einmaliges Umschlagen gebildete Rand einer Luftpolsterfolie mittels im Bereich dieses Randes, entlang einer linearen Klemmlinie b-b angeordneter Formstückpaare derart befestigt ist, dass sich eine die Klemmlinie b-b nach aussen überragende, elastische, wulstartige Folienlippe 12b bildet. An diese Folienlippe 12b legt sich beim Schliessen des Lüftungsfensters 26 dessen Rand dichtend an.
In den Fig. 26, 27 ist verdeutlicht, wie ein Eisenträger in die thermische Isolierung einbezogen sein kann. Bei der Anordnung gemäss Fig. 26 ist der Träger vollständig und bei der Anordnung gemäss Fig. 27 partiell in die thermische Isolierung einbezogen. Im Falle der Anordnung gemäss Fig. 26 wird Einbeziehung dadurch bewerkstelligt, dass der Träger durch einen gesonderten Folienstreifen 12a abgedeckt ist, dessen parallele Folienlippen 12b bildende Ränder gemeinsam mit den entsprechenden Folienlippen 12b benachbarter Folien 12a mit Hilfe der Formstückpaare gemeinsam verklemmt sind. Bei der Anordnung gemäss Fig. 27 liegen Folienlippen 12b paralleler Folien ränderflächig am Steg des Trägers an.
Die Vorrichtung macht ein weitgehend willkürliches Anschmelzen einer Schneedecke dadurch möglich, dass die die Dachrinne 27 abdeckende Folie an der dachseitigen Dichtungslippe 12b gelöst wird. Dadurch kann die Warmluft des Gewächshauses gemäss Pfeil B unter das Dach strömen und den Schnee abtauen (Fig. 23).
6 Blatt Zeichnungen

Claims (18)

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1. Vorrichtung zur thermischen Isolierung von Räumen, insbesondere von Gewächshäusern, bestehend aus flexiblen Kunststoff-Folien und einer Vielzahl von Formstücken aus Kunststoff, die paarweise unter Verklemmung der Folien miteinander verbindbar sind, wobei je ein Basisformstück eines Formstückpaares mit einem Befestigungsorgan (14) zur Befestigung einer Wandung und mit einem Dorn zum Durchstechen der Folie versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Dorn (10a in Fig. 4—12; 110a Fig. 17, 16; 210a in Fig. 15, 14; 410a in Fig. 18; 510a in Fig. 19-21) jedes Basisformstük-kes (10; 110; 210, 510) ein Steckformstück (11,111, 211; 411; 511) unter Bildung einer lösbaren Verbindung aufgesetzt ist und dass die Formstückpaare (10, 11; 110 111; 210, 211; 411, 511) wenigstens im Bereich des Folienrandes entlang einer Klemmlinie (b—b) über die Folie (12; 12a) verteilt sind, wobei die Folie wenigstens teilweise die Klemmlinie zur Bildung einer flexiblen Dichtungslippe (12b) überragt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckformstück (11) als Hülse mit Wandung (lie) und mit Steigwendel (11b) ausgebildet ist und mit Hilfe der Steigwendel ein sich radial erstreckendes Gleitlager (10e) des Domes (10a) hintergreift und durch Drehung gegen den Klemmrand (lOd) des Basisformstückes treibbar ist, wobei die Steigwendel (IIb) am Gleitlager (10e) geführt ist (Fig. 6, 8).
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigwendel (IIb) von einer Durchtrittsöffnung (13) sektoral durchbrochen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Zentriwinkel von etwa 360° ein-schliessende Steigwendel (IIb) eine Ausformung der Wandung (10e) des Steckformstückes (11) ist, dessen innerer Durchmesser (x-x in Fig. 8) das Vielfache des Durchmessers des Dornes (10a) beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Dorn (210a) eine Nut (52) mit einer Steigung eingeformt ist und dass das Steckformstück (211) in die Nut (52) eingreift und bei Drehung gegen den Klemmrand (210 d) des Basisformstückes (210) treibbar ist (Fig. 14,15).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sich über einen Zentriwinkel von ca. 360° erstrek-kende Nut an der Basis des Dornes (210a) des Basisformstük-kes (210) eingeformt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisformstück (10; 110; 210; 410; 510) als Befestigungsorgan (14) eine Klebefläche aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisformstück (10) über Verbindungsstege (lOf) in einen als Befestigungsorgan dienenden Fuss (10g) mit Klebefläche (14) ausläuft.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein verlängerter Dorn (lOaa) zwei im Abstand voneinander befindliche Nasen (10c) aufweist und auf den Dorn zwei als Hülsen ausgebildete Steckformstücke (11) derart aufgesetzt sind, dass eine weitere Folie (12) zwischen einem zusätzlichen Klemmrand (lld) der einen Hülse und dem Klemmrand (IIa) der anderen Hülse festgeklemmt ist (Fig. 11).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem verlängerten Dorn (lOaa) zur Verklemmung einer ersten Folie (12) eine Distanzhülse (21) mit zwei gegensätzlich gerichteten Klemmrändern (IIa, lld) aufgesteckt und von einem Steckformstück (11) in Klemmstellung gehalten ist, die mittels Klemmrand (IIa) eine zweite Folie (12) auf den Klemmrand (lld) der Distanzhülse (21) auf-presst (Fig. 12).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf dem nasenfreien Dorn (110a) des Basisformstückes (11) durch Reibung haftendes Steckformstück (111) eine mit radialen Schlitzen (34) versehene Hülse oder Scheibe ist (Fig. 16, 17).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche des Dornes (110a) und die innere Mantelfläche des Treibklemmstückes (111) axial verlaufende und diametral angeordnete Friktionsflächen (35, 31) aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1,7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (410a) des Basisformstückes (410) einen durchgehenden Spalt (37) aufweist und mit radialen Nasen (410h) versehen ist, die das Steckformstück (411) in Klemmposition hintergreifen (Fig. 18).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (510a) des Klemmstückes (510) durch Längsschlitze (41) in einen an seiner Basis (40) abbiegbaren keilförmigen Dornsektor (510h) und zwei weitere Dornsektoren (510i) aufgespalten sind und dass die Dornsektoren (510i) mit Hilfe des keilförmigen Dornsektors (510h) in gegensätzlicher Richtung radial ausbiegbar sind (Fig. 19-21).
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungslippe (12b) durch Falten oder Umschlagen der Folie (12,12a) gebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisformstücke ausschliesslich an Rahmen oder Rahmenschenkeln (16) befestigt oder deren integrierende Bestandteile sind, wobei die Folien (12) ausschliesslich die Wandung zwischen den Rahmen oder Rahmenschenkeln bilden (Fig. 13).
17. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1, zur thermischen Isolierung in Gewächshäusern, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungslippen (12b) zweier benachbarter Folien übereinander liegend befestigt sind, wobei die Folien Luftpolsterfolien (12a) sind, deren Luftpolster innerhalb des durch einmaliges Umschlagen gebildeten Saumes liegen (Fig. 26).
18. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungslippen (12b) bei dichtender Anlage an eine benachbarte Dichtungslippe oder an einem stationären Teil des Gewächshauses elastisch deformiert sind (Fig. 23-27).
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