CH630101A5 - Verfahren zur herstellung von homo- und copolymeren von vinylchlorid nach dem suspensionsverfahren. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von homo- und copolymeren von vinylchlorid nach dem suspensionsverfahren. Download PDF

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CH630101A5
CH630101A5 CH814677A CH814677A CH630101A5 CH 630101 A5 CH630101 A5 CH 630101A5 CH 814677 A CH814677 A CH 814677A CH 814677 A CH814677 A CH 814677A CH 630101 A5 CH630101 A5 CH 630101A5
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Thomas Dr Balwe
Gerhard Dr Beier
Johann Dr Bauer
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Wacker Chemie Gmbh
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Description

630 101
2
PATENTANSPRÜCHE sehen Emulgator als Dispergierhilfsstoff empfohlen. Der Ein-
1. Verfahren zur Herstellung von Polyvinylchlorid oder Co- satz ionogener Emulgatoren ist jedoch für Anwendungen des polymeren des Vinylchlorids mit bis zu 20 Gew.-%, bezogen auf resultierenden Polymeren in den Fällen, die hohen elektrischen die Copolymeren, äthylenisch ungesättigter Comonomere, mit Widerstand und geringe Wasseraufnahme erfordern, kontrain-niedriger Stippenzahl und hohem Weichmacheraufnahmever- 5 diziert.
mögen durch Suspensionspolymerisation des oder der Monome- Auch die Kombination zweier Schutzkolloide, wie in der ren in wässrigem Medium in einem Polymerisationsautoklaven japanischen Patentschrift 73-29 629 eine Kombination aus Me-unter autogenem Vinylchloriddruck in Gegenwart von 0,01 bis thylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose, oder in der 0,3 Gew.-%, bezogen auf Gesamtmonomeres, monomerlösli- DE-OS 22 09 592 mit einer Kombination zweier Celluloseäther eher Radikalinitiatioren und von insgesamt 0,05 bis 0,5 Gew.- 10 mit einer Viskosität des einen < 100 mPas und des anderen %, bezogen auf Gesamtmonomeres, einer Kombination von > 400 mPas, oder in der DE-AS17 20 328 mit einer Kombina-zwei Schutzkolloiden bei einem pH-Wert von 3 bis 8 und einer tion eines Celluloseäthers mit einer Viskosität der 4 %igen Lö-Temperatur von 30 bis 70 °C unter Bildung von Polymeren mit sung in Wasser < 20 mPas, mit einem Polyvinylalkohol mit 2 bis einem analog DIN 53 726 bestimmten K-Wert im Bereich von 25 Gewichtsprozent Restacetatgruppen und einer Viskosität 40 bis 80, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Kombination 15 von 1 bis 8 mPas der 4%igen wässrigen Lösung, führt zwar zu von zwei Schutzkolloiden verwendet, die als erstes Schutzkol- rieselfähigen, weichmacherhaltigen Zwischenprodukten, die loid 20-80 Gew.- %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kom- Fertigprodukte sind jedoch technisch unbefriedigend und wei-bination, eines partiell hydrolysierten Polyvinylacetats mit ei- sen zu hohe Stippen- bzw. Fischaugenzahl auf. nem Hydrolysegrad von 40-55 Mol- % und einer Viskosität von Aufgabe der Erfindung ist es somit, ein Verfahren zur Her-5-15 mPas, gemessen in einer 4 gew.-%igen Lösung in einem 20 Stellung von Homo- und Copolymeren von Vinylchlorid nach zu 50 Gew.-% aus Isopropanol und zu 50 Gew.-% aus Wasser dem Suspensionsverfahren aufzuzeigen, das nach dem Kaltbestehenden Lösungsmittel von 20 °C mittels Höppler-Kugel- oder Heissmischverfahren grosse Weichmacheraufnahme zeigt fallviskosimeter, und als zweites Schutzkolloid einen wasserlös- und Fertigprodukte mit niedriger Stippenzahl liefert.
liehen Polyvinylalkohol mit einem Hydrolysegrad von 70- Gegenstand der Erfindung ist das im Patentanspruch 1 defi-
90 Mol-% und einer Viskosität von 5-40 mPas, gemessen in 25 nierte Verfahren.
4 gew.- %iger wässriger Lösung von 20 °C mittels Höppler-Ku- Weiterhin kann es von Vorteil sein, in Gegenwart von 0,01
gelfallviskosimeter, oder eine aminoäthylierte und oxypropy- bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mo-lierte Cellulose mit einem Aminoäthylierungsgrad pro Anhy- nomere eines oder mehrerer nichtionischer Emulgatoren mit droglukoseeinheit im Bereich von 0,05 bis 1,5 und einem Oxy- einem HLB-Wert zwischen 5 und 20 zu polymerisieren. propylierungsgrad pro Anhydroglukoseeinheit im Bereich von 3 30 Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte bis 5 und mit einer Viskosität von 50-500 mPas, gemessen in Polyvinylchlorid bzw. Vinylchloridcopolymere zeigt überra-2 gew.- %iger Lösung in Wasser bei pH-Wert 5 und 20 °C mit- schenderweise nicht nur eine verbesserte Weichmacheraufnah-tels Höppler-Kugelfallviskosimeter oder ein Vinylacetat/Vinyl- me, sondern auch eine geringere Stippenzahl gegenüber Pro-pyrrolidon-Copolymer mit einem Gewichtsverhältnis von Vi- dukten herkömmlicher Verfahren. Weiterhin zeichnen sich die nylpyrrolidon zu Vinylacetat von 50 zu 50 bis 70 zu 30 und 35 Polymere durch eine grössere Weichmacheraufnahme-Ge-einem K-Wert, gemessen analog DIN 53 726, von 25-40 ent- schwindigkeit aus.
hält. Mit Vinylchlorid copolymerisierbare äthylenisch ungesättig-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ten Monomere sind beispielsweise Styrol, substituierte Styrole, dass die Polymerisation in Gegenwart von 0,01-5 Gew.-%, be- Acrylmonomereund substituierte Acrylmonomere, z.B. AcTyl-zogen auf das Gesamtgewicht der Monomere, mindestens eines 40 nitrii, (Meth-)Acrylsäure, (Meth-)Acrylester mit Alkoholresten nichtionischen Emulgators und gegebenenfalls in Gegenwart ei- von 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie (Meth-)Methyl-, -Äthyl-, nes pH-Puffersystems, vorzugsweise bei 40-65 °C, ausgeführt -Propyl-, -Butylacrylat, 2-Hydroxyäthyl(-Meth-)acrylat, Phe-wird. nyl(-Meth-)acrylat, Glycidylacrylat ; Vinylester mit Carbonsäu-
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- ren mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, die Vinylformiat, Vinyl-zeichnet, dass die Kombination 20-65 Gew.-% des ersten 45 acetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat; Vinylhalogenide mit 1 bis Schutzkolloids, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kombina- 3 Halogenatomen, wie Vinylfluorid, Vinylidenfluorid, Vinyli-tion, enthält, und dass der Polyvinylalkohol als zweites Schutz- denchlorid, Vinylbromid, Vinylidenbromid ; Vinyläther, wie Vi-kolloid einen Hydrolysegrad von 70-80 Mol-% und eine Visko- nylpropyläther, Vinylbutyläther, Vinyläther, wie Vinylpropyl-sität von 5—15 mPas aufweist. äther, Vinylbutyläther, Vinyl-2-äthylhexyläther; Vinylketone,
50 wie Vinylmethylketon, Vinyläthylketon, Vinylphenylketon ; un-
gesättigte Carbonsäuren, wie Malein-, Fumarsäure, Itakonsäure sowie deren (Halb-)Ester mit Alkoholen mit 1 bis 18 ICohlen-
Bei der Herstellung von Polyvinylchlorid nach dem Suspen- Stoffatomen; ungesättigte Alkohole, wie z.B. Allylalkohol. sionverfahren werden je nach gewünschtem Verwendungszweck Das in Mengen von 20 bis 80 Gewichtsprozent der Gesamtfür das Polymere bestimmte Eigenschaften des Polyvinylchlo- 55 schutzkolloidmenge zur Anwendung gelangende, partiell hydro-ridkorns angestrebt. Werden als Folgeprodukte rieselfähige Pul- lysierte Polyvinylacetat mit dem Hydrolysegrad von 40 bis Vermischungen von Polymeren und Weichmachern angestrebt, 55 Mol-%, entsprechend einer Verseifungszahl von 400 bis so wird vom Polymeren unter anderem beim Heissmischen wie 480 mg Kaliumhydroxyd pro Gramm, und einer Viskosität der beim Kaltmischen eine rasche und hohe Weichmacheraufnahme 4 %igen Lösung in einem 1:1 -Isopropanol/Wasser-Gemisch bei verlangt. 60 20 °C von 5 bis 15 mPas, gemessen mit dem Höppler-Kugelfall-
Herstellungsverfahren für Polyvinylchlorid, das durch diese viskosimeter, ist in Wasser weitgehend unlöslich. Es kann dem Eigenschaften charakterisiert ist, sind bekannt, auch solche, bei Polymerisationsansatz in fester, feinteiliger Form oder gelöst in denen allein durch die Auswahl geeigneter Suspendiermittel, organischen Lösungsmitteln oder einer Mischung von Wasser ohne zusätzliche chemische bzw. technische Massnahmen, ge- und damit mischbaren organischen Lösungsmitteln, die die Po-wisse Erfolge erzielbar sind. So wird in der GB-PS 13 78 875 65 lymerisation nicht stören, zugegeben werden.
vorzugsweise Hydroxyäthylcellulose in Kombination mit einer Beispiele solcher organischer Lösungsmittel sind kurzketti-
kationischen, oberflächenaktiven Substanz und in der US-PS ge Alkohole, wie Methanol, Äthanol; Ketone, wie Aceton, Me-25 28 469 Methylcellulose in Kombination mit einem anioni- thyläthylketon, oder auch Essigester, Tetrahydrofuran usw.
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Die zweite Komponente der Schutzkolloidkombination ist wasserlöslicher Polyvinylalkohol mit 10 bis 30 Mol-% Restace-tatgruppen, vorzugsweise Polyvinylalkohol mit 20 bis 30 Mol-% Restacetatgruppen. Die Viskosität einer 4%igen wässrigen Lösung bei 20 °C beträgt 5 bis 40 mPas, vorzugsweise 5 bis 15 mPas, gemessen mit dem Höppler-Kugelfallviskosimeter oder eine aminoäthylierte und oxypropylierte Cellulose mit einem Aminoäthylierungsgrad pro Anhxdroglukoseeinheit im Bereich von 0,05 bis 1,5 und einem Oxypropylierungsgrad pro Anhydroglukoseeinheit im Bereich von 3 bis 5.
Die Viskosität einer 2%igen Lösung in Wasser bei pH-Wert 5 bei 20 °C beträgt 50 bis 500 mPas (gemessen mit dem Höppler-Kugelfallviskosimeter). Als weitere Alternative für die zweite Komponente der Schutzkolloidkombination sind Copolymere aus Vinylpyrrolidon und Vinylacetat geeignet. Das Gewichtsverhältnis von Vinylpyrrolidon zu Vinylacetat beträgt 50 zu 50 bis 70 zu 30. Der K-Wert ist gemessen analog DIN 53 726 25-40. Die Schutzkolloide können sowohl als Feststoffe als auch in Form ihrer wässrigen Lösung zum Polymerisationsansatz gegeben werden. Es kommen Mengen von 0,05 bis 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf Gesamtmonomere zur Anwendung.
In manchen Fällen kann es auch von Vorteil sein, zusätzlich nichtionische Emulgatoren dem Polymerisationsansatz zuzufügen. Als Emulgatoren eignen sich solche mit einem HLB-Wert (hydrophil lyophil balance) zwischen 5 und 20, insbesondere z.B. Polyoxyäthylensorbitanfettsäureester.
Als monomerlösliche Radikalinitiatoren eignen sich alle üblicherweise bei der Suspensionspolymerisation eingesetzten Polymerisationskatalysatoren aus den Gruppen der Diacyl-, Dial-kyl- oder Aroylperoxyde, wie beispielsweise Diacetyl-jDiben-zoyl-, Dilauroyl-, 2,4-Dichlorbenzoylperoxyd; der Peroxydi-carbonate, wie Diisopropyl-, Dicyclohexyl-, Di-tert.-butylcyclo-hexyl-, Diäthylcyclohexyl-, Dimyristyl-, Dicetyl-, Distearylper-oxydicarbonat; der Perester, wie Isopropyl-, tert.-Butylperace-tat, tert.-Butylperoctoat, tert.-Butylperpivalat, tert.-Butyl-, Iso-Amylperneodecanoat; der gemischten Anhydride organischer Sulfopersäuren und organischer Säuren, wie z.B. Acetylcyclohe-xylsulfonylperoxyd; der Azoverbindungen, wie z.B. Azoisobut-tersäurenitril und Azobisdimethylvalerodinitril. Die Initiatoren werden in Mengen von 0,01 bis 0,3 Gewichtsprozent, bezogen auf Gesamtmere, und zwar einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt.
Die Polymerisation kann bei den für die PVC-Polymerisa-tion üblichen Bedingungen durchgeführt werden und erfolgt bei Temperaturen zwischen 30 und 70 °C, vorzugsweise 40 und 65 °C, unter autogenem Vinylchloriddruck und bei pH-Werten zwischen 3 und 8. Der pH-Wert des Reaktionsmediums kann durch Zugabe üblicher Puffersysteme, wie z.B. Bicarbonat, Hy-drogenphosphat oder auch Borat konstant gehalten werden. Auch der Zusatz von Wandanlage verhindernden Substanzen, wie anorganischer Reduktionsmittel, beispielsweise Natriumnitrit, oder auch organischer Farbstoffe bzw. deren Leukobasen sowie die Anwendung von Polymerisationsreglern, wie beispielsweise eis- bzw. trans-Trichloräthylen oder deren Gemische, oder auch Aldehyde, wie Acetaldehyd, Propionaldehyd usw., kann oft von Nutzen sein. Als Reaktionsbehälter dienen z.B. die üblichen Polymerisationsautoklaven mit Rührorgan, Strömungsstörer und gegebenenfalls Rückflusskühler. Der Anteil der Monomere im Polymerisationsansatz kann 10 bis 50 Gewichtsprozent betragen. Während der Polymerisation kann sowohl Wasser als auch Monomeres nachdosiert werden.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens (Propositions- und prozentuale Konzentrationsangaben sind gewichtsmässig):
Vergleichsversuch
In einem Polymerisationsautoklaven wurde ein Polymerisationsansatz folgender Zusammensetzung vorgelegt:
910 kg 0,088 kg
0,792 kg io 0,285 kg 25 ccm entionisiertes Wasser,
einer Methylcellulose mit einem Methyl-Substitutionsgrad von 2,1 und einer Viskosität von 18 mPas in 2 %iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 72% und einer Viskosität von 5 mPas in 4%iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
Dicetylperoxydicarbonat,
Schwefelsäure, 10%ig.
Nach dem Evakuieren wurden 570 kg Vinylchlorid eingebracht. Anschliessend wurde über 8 Stunden lang bei 56 °C po-15 lymerisiert. Die Eigenschaften des Produkts sind in den Tabellen I und II wiedergegeben.
Beispiel l
Es wurde wie im Vergleichsversuch verfahren, jedoch mit 20 folgender Zusammensetzung des Polymerisationsansatzes: 910 kg entionisiertes Wasser, 570 kg Vinylchlorid,
0,703 kg eines Kpolyvinylalkohols mit einem Hydrolysegrad von 72 Mol-% und einer Viskosität von 25 5 mPas in 4 %iger wässriger Lösung bei 20 °C,
nach Höppler,
0,176 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48 Mol-% und einer Viskosität von 9 mPas in 4 %iger Lösung in einem 1:1 -Ge-30 misch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach
Höppler, gelöst in 534 g Methanol,
0,285 kg Dicetylperoxydicarbonat, 25 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
35 Die Produkteigenschaften finden sich in den Tabellen I und II.
Beispiel 2
Es wurde wie im Vergleichsversuch und in Beispiel 1 verfah-40 ren, jedoch mit folgender Zusammensetzung des Polymerisationsansatzes:
910 kg entionisiertes Wasser, 570 kg Vinylchlorid,
0,740 kg eines Polyvinylalkohols mit einem Hydrolyse-45 grad von 72 Mol- % und einer Viskosität von
5 mPas in 4 %iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
0,396 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48 Mol-% und einer Viskosität von 50 9 mPas in 4 %iger Lösung in einem 1:1 -Ge-
misch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 1,214 kg Methanol,
0,285 kg Dicetylperoxydicarbonat, 25 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
55
Die Eigenschaften des erhaltenen Polyvinylchlorids sind in den Tabellen I und II aufgeführt.
60 Beispiel 3
Es wurde wie in den vorigen Beispielen verfahren, jedoch mit folgender Zusammensetzung des Polymerisationsansatzes: 915 kg entionisiertes Wasser, 570 kg Vinylchlorid,
65 0,439 kg eines Polyvinylalkohols mit einem Hydrolysegrad von 72 Mol-% und einer Viskosität von 5 mPas in 4%iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
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4
0,439 kg
0,285 kg 25 ccm eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48 Mol-% und einer Viskosität von 9 mPas in 4%iger Lösung in einem l:l-Ge-misch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 1330 g Methanol, Dicetylperoxydicarbonat,
Schwefelsäure, 10%ig.
Die Eigenschaften des erhaltenen Produktes sind in den Tabellen I und II angegeben.
Beispiel 4
Die Verfahrensweise war diesselbe wie in den vorherigen Beispielen, jedoch mit folgendem Polymerisationsansatz: 990 kg entionisiertes Wasser, 500 kg Vinylchlorid,
0,500 kg eines Polyvinylalkohols mit einem Hydrolysegrad von 88 Mol-% und einer Viskosität von 40 mPas in 4%iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
0,492 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48 Mol-% und einer Viskosität von 9 mPas in 4%iger Lösung in einem 1:1-Gemisch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 1508 g Methanol,
0,250 kg Dicetylperoxydicarbonat, 25 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
Die Produkteigenschaften sind in den Tabellen I und II angeführt.
Beispiel 5
Der Polymerisationsansatz war wie folgt, ansonsten wurde wie bei den übrigen Beispielen verfahren: 910 kg entionisiertes Wasser, 570 kg Vinylchlorid,
0,684 kg eines Polyvinylalkohols eines Hydrolysegrades von 72 Mol-% und einer Viskosität von 5 mPas in 4%iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
0,228 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48 Mol-% und einer Viskosität von 9 mPas in 4%iger Lösung in einem 1:1-Ge-misch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 672 g Methanol,
0,285 kg eines Polyoxyäthylen-Sorbitan-Monostearats, 0,285 kg Dicetylperoxydicarbonat, 25 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
Die Eigenschaften des erhaltenen Produktes finden sich in den Tabellen I und II.
Beispiel 6
Es wurde wie in den vorigen Beispielen verfahren, jedoch mit folgendem Polymerisationsansatz: 975 kg entionisiertes Wasser, 500 kg Vinylchlorid,
0,500 kg einer aminoäthylierten und oxypropylierten Cellulose mit einem Aminoäthylierungsgrad pro Anhydroglukoseeinheit von 0,2 und einem Oxypropylierungsgrad pro Anhydroglukoseeinheit von mehr als 2 und einer Viskosität von 170 mPas in einer 2%igen wässrigen Lösung bei pH-Wert 5, nach Höppler, bei 20 °C, 0,500 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48% und einer Viskosität von 9 mPas in 4%iger Lösung in einem 1:1-Gemisch von
Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 740 g Methanol,
0,250 kg Dicetylperoxydicarbonat, 25 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
5
Die Eigenschaften des erhaltenen Produktes sind in den Tabellen I und II wiedergegeben.
Beispiel 7
io Die Verfahrensweise war dieselbe wie in den vorherigen Beispielen, jedoch wurde der Polymerisationsansatz wie folgt geändert:
910 kg entionisiertes Wasser, 570 kg Vinylchlorid,
is 0,940 kg eines Copolymeren aus 60% Vinylpyrrolidon und 40% Vinylacetat mit einem K-Wert von 32,
0,313 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolysegrad von 48 Mol-% und einer Viskosität von 20 9 mPas in 4%iger Lösung in einem l:l-Ge-
misch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 947 g Methanol,
0,285 kg Dicetylperoxydicarbonat, 50 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
25
Die Eigenschaften des erhaltenen Polyvinylchlorids sind den Tabellen I und II zu entnehmen.
30 Beispiel 8
Es wurde wie in Beispiel 7 verfahren, jedoch mit folgendem Polymerisationsansatz:
930 kg entionisiertes Wasser, 570 kg Vinylchlorid,
35 0,297 kg eines Polyvinylalkohols eines Hydrolysegrades von 72 Mol-% und einer Viskosität von 5 mPas in 4%iger wässriger Lösung bei 20 °C, nach Höppler,
0,445 kg eines Polyvinylacetats mit einem Hydrolyse-40 grad von 48 Mol- % und einer Viskosität von
9 mPas in 4%iger Lösung in einem 1:1-Ge-misch von Isopropanol/Wasser bei 20 °C, nach Höppler, gelöst in 1,5 kg Methanol,
0,285 kg Dicetylperoxydicarbonat,
45 25 ccm Schwefelsäure, 10%ig.
Die Eigenschaften des Produktes sind in den Tabellen I und II wiedergegeben.
Das Schüttgewicht des jeweiligen Produktes wurde nach so DIN 53 194, das Rüttelgewicht nach DIN 53 468 bestimmt.
Die Porosität wurde nach der Quecksilbereindring-Methode mit einem «Aminco»-Porosimeter der Fa. American Instruments Co. ermittelt. Es wurde bei einem Überdruck von 350 bar gemessen.
55 Zur Bestimmung der aufgenommenen Weichmachermenge wurde wie folgt verfahren:
5 g des zu untersuchenden Polyvinylchlorids wurden in einer Porzellanschale mit Dioctylphthalat aus einer Bürette unter Rühren mit einem Spatel so lange versetzt, bis die Mischung bei 60 leichtem Pressen zwischen Filterpapier Weichmacherspuren hinterlässt. Alle angegebenen Werte sind Mittelwerte aus 5 Messungen. Die Geschwindigkeit der Weichmacheraufnahme wurde nach folgender Methode gemessen: Die Prüfung erfolgt im Brabender-Plastographen mit einem Planetenmischer, der 65 von einem Thermostaten auf 80 °C beheizt ist. Im Planetenmischer werden 500 g Polyvinylchlroid vorgewärmt, mit 250 g vorgewärmtem DOP versetzt, was beim Plastographen einen hohen Drehmomentanstieg zur Folge hat. Das Drehmoment hat
5
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ab dem Zeitpunkt der völligen Weichmacheraufnahme, dem «Trocknungspunkt», einen konstanten Wert. Die Zeit zwischen Weichmacherzugabe und Trocknungspunkt wird als Trockenzeit in Minuten angegeben. Zur Bestimmung der Stippigkeit wird nach dem Leuchstest ein Walzfel! aus einer Polyvinylchlo-rid-/Weichmacher-/Russ-Mischung hergestellt, das nach bestimmten Zeiten von der Walze abgenommen wird. Die Zeiten sind 6,7,8,9 und 10 Minuten. Die Stippen werden in einer definierten Fiäche ausgezählt und pro 100 cm2 angegeben.
Als Mass für die Rieselfähigkeit gilt die Zeit, die für den 5 Auslauf von 135 g Polyvinylchlorid aus einem Trichter mit Öffnungsdurchmesser von 8 mm nötig ist.
Tabelle l:
Vergleich der Produkte aus den einzelnen Beispielen d' = Mittelkorn, n = Gleichmässigkeitskoeffizient nach Rosin-Rammler
Beispiel d'
n
Schütt
Rüttel
Poro
DOP-
Trocken
Riese
mm
gewicht gewicht sität
Aufnahme zeit/min fähig]
g/cm~3
g/cm-3
cm3/g
Gew.-%
s
Vergleichs
versuch
0,145
5,0
0,465
0,526
0,253
34
11,75
41,7
1
0,14
6,0
, 0,466
0,526
0,303
40
10,0
39,7
2
0,14
4,9 ■
• 0,454
0,515
0,371
45
8,75
33,2
3
0,145
4,3
0,468
0,538
0,350
40
9,0
38,3
4
0,16
5,5
0,476
0,550
0,282
38
9,5
32,2
5
0,135
4,3
0,418
0,476
0,395
45
9,0
38,4
6
0,138
5,5
0,509
0,581
0,296
36
11,5
35,4
7
0,145
4,5
0,454
0,515
0,427
45
10,75
36,7
8
0,15
4,8
0,468
0,515
0,322
45
9,5
35,7
Tabelle II
Stippenzahl nach min Beispiel: 6 7 8 9 10
Vergleichs-
versuch
14
13
12
5
3/4
1
4
2
1
0
0/0
2
0
0
0
0
0/0
3
2
0
0
0
0/0
4
2
0
0
0
0/0
5
1
1
0
0
0/0
6
1
0
1
0
0/0
7
1
0
0
0
0/1
8
1
1
0
0
0/0
C
CH814677A 1976-07-02 1977-07-01 Verfahren zur herstellung von homo- und copolymeren von vinylchlorid nach dem suspensionsverfahren. CH630101A5 (de)

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