CH631088A5 - Trennroehrchen fuer zentrifugaltrennung einer mindestens zwei komponenten enthaltenden fluessigkeit. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Trennröhrchen für die Zentrifugaltrennung einer mindestens zwei Komponenten enthaltenden Flüssigkeit, in dem ein Trennelement angeordnet ist, dessen spezifisches Gewicht zwischen denen der zu trennenden Komponenten liegt.
Um verschieden schwere Komponenten einer Flüssigkeit, z. B. Blut durch Zentrifugieren zu trennen und eine spätere unerwünschte Vermischung der Komponenten zu vermeiden, hat man bislang, z.B. gemäss US-PS 3 508 653, Glasgefässe mit durch die Fliehkraft verschiebbaren Stopfen aus einem elastomeren Werkstoff verwendet, dessen Durchmesser grösser als der des Glasgefässes sein muss. Derartige Trennelemente haben den Nachteil, dass sie mit sehr engen Toleranzen hergestellt werden müssen, um eine wirksame Abdichtung zu erzielen. Die Reibunskräfte sind bei diesen Geräten zu gross, so dass keine oder nur eine schlechte Trennung möglich ist. Aus der DE-OS 2 535 580 sind ferner Zen-trifugengefässe bekannt, bei denen in dem Trennröhrchen ein Trennelement angeordnet ist, dessen spezifisches Gewicht zwischen dem der zu trennenden Komponenten liegt und dessen Aussendurchmesser erheblich geringer als der Innendurchmesser des Röhrchens ist; die Abdichtung der Komponenten soll hier durch eine elastische, an der Gefass-wand anliegende Scheibe erfolgen, die als Filter ausgebildet ist. Bei diesen Trennröhrchen treten durch Diffusion durch das Filter erhebliche Vermischungen von in der einen Phase gelösten Substanzen, wie Kaliumionen oder Enzymen wie LDH ein, so dass diese Gefasse nach dem Zentrifugieren bei längerer Aufbewahrung oder beim Transport ungeeignet sind. Aus der DE-OS 2 243 569 ist ferner eine ähnliche Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Trennung von schwererer und leichterer Phase einer Flüssigkeit bekannt, bei der eine zylindrische Spule mit einer mittleren Axialöffnung an einem Ende einen Ringflansch trägt, der einen gleitend abdichtenden Kontakt mit der Innenfläche des Glasröhrchens bewirkt; die Mittelöffnung der Spule wird nach Trennung der Flüssigkeit wenigstens zeitweise durch einen Stöpsel verschlossen. Auch bei dieser Vorrichtung kann sich der Stöpsel z.B. beim Transport aus seinem Dichtsitz lösen, so dass ebenfalls eine Vermischung der Komponenten eintritt. Bei allen diesen Vorrichtungen muss die Flüssigkeit, z.B. Blut, auf umständliche Weise, entweder nach Durchstechen einer Gummikappe oder mittels Pipette, z.B. durch die Axialbohrung des spulenförmigen Trennelements, eingefüllt werden.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu beseitigen und eine einfache und technisch leicht, z.B. durch Spritzgussverfahren, herzustellende Vorrichtung vorzuschlagen, mit der einmal nach dem Zentrifugieren eine
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Vermischung der Komponenten oder eine Diffusion gelöster Bestandteile auch bei einem Transport der Trennröhrchen oder bei längerer Lagerung vermieden wird und bei der zum anderen die Befüllung des Trennröhrchens erheblich vereinfacht werden soll, insbesondere indem man das Trennröhrchen gleich als Blutentnahmegerät ausbildet.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird daher ein Trennröhrchen für die Zentrifugaltrennung vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Trennröhrchen aus Kunststoff besteht und dass das Trennelement ein Zylinderkörper ist, dessen Aussendurchmesser gleich dem Innendurchmesser des Röhrchens ist und unter Gleitreibung mit der Röhrchenwand noch frei bewegbar im Röhrchen eingesetzt ist.
Es ist überraschend, dass mit dem erfindungsgemässen Trennröhrchen die einzelnen Komponenten nach dem gleichen Prinzip wie bei den bekannten Geräten getrennt werden können, wenngleich der Aussendurchmesser des Trennelementes gleich dem Innendurchmesser des Röhrchens ist. Dieses beruht darauf, dass das aus Kunststoff gefertigte Röhrchen durch die im Röhrchen befindliche Flüssigkeit unter Einwirkung der Zentrifugalkraft geringfügig ausgebaucht wird und damit seinen Innendurchmesser vergrössert. Der sich nur beim Zentrifugieren ausbildende Ringspalt zwischen Röhrchenwand und Trennelement gestattet eine Trennung der schwereren und leichteren Komponenten. Nach beendetem Zentrifugieren nimmt das Röhrchen wieder seinen ursprünglichen Durchmesser an und klemmt das Trennelement in der angenommenen Lage zwischen den beiden Komponenten fest und wirkt einem weiteren Flüssigkeitsaustausch entgegen, da zwei voneinander getrennte Kammern bestehen.
Bei der einen bevorzugten Ausbildung ist das Trennelement lösbar mit einem im Röhrchen angeordneten Ansaugkolben bzw. -Stange verbunden, so dass nach Beendigung des Ansaugvorganges und Verschliessen des Röhrchens dieses ohne weiteres Umfüllen der angesaugten Flüssigkeit direkt in die Zentrifuge eingesetzt werden kann. ,
Das Trennelement ist vorzugsweise als Zylinderkörper ausgebildet, der zweckmässigerweise nach innen und/oder aussen gewölbte Stirnflächen besitzen kann. Das Trennelement kann ferner seitliche Führungsrippen oder Stege aufweisen, um ein Verkanten während des Zentrifugierens zu verhindern.
Schliesslich kann das Trennelement lösbar mit einem Verschlussstopfen für das Trennröhrchen verbunden sein. Hierbei wird das Röhrchen nach dem Füllen mit diesem Stopfen verschlossen, wobei bei Beginn des Zentrifugierens Trennelement und Stopfen noch miteinander verbunden bleiben und sich erst beim Überschreiten einer bestimmten Zentrifugalkraft lösen; das Trennelement wandert erst dann von der Zentrifugenachse weg in Richtung auf den Röhrchenboden, wobei der bereits eingesetzte oder sogar schon abgeschlossene Trennvorgang nicht gestört wird, da während dieser Bewegung noch die volle Zentrifugalkraft einwirkt. Die lösbare Verbindung zwischen Trennelement und Stopfen bzw. Ansaugkolben kann beliebig gewählt werden und kann z.B. aus kongruent an beiden Teilen vorgesehenen planen oder gewölbten Haftflächen oder aus Verriegelungsanordnungen, z. B. in Gestalt einer Aussparung und einen in diese Aussparung eingreifenden, vorspringenden Zapfen bestehen, der im Endbereich eine Verdickung aufweisen kann, die in eine in der Aussparung vorgesehene komplementär geformte Vertiefung eingreift.
Das Trennröhrchen, das in seiner bevorzugten Ausführungsform einen Ansatz für eine Injektionsnadel besitzt und dessen Trennelement mit einem Ansaugkolben verbunden ist, kann vorzugsweise noch einfacher ausgestaltet werden,
so dass es mit wenigen Griffen nach der Blutentnahme in eine Zentrifuge einsetzbar ist. Dieses wird durch ein Trennröhrchen erreicht, bei dem das Trennelement über eine Sollbruchstelle direkt mit einer in das Trennröhrchen hineinreichenden Kolbenstange verbunden ist und selber als Ansaugkolben dient. Bei diesem Gerät wird nach durchgeführter Blutentnahme und nach Verschliessen der Ansaugöffnung die Kolbenstange im Bereich der Sollbruchstelle von dem Trennelement abgetrennt, das Trennröhrchen mit einem üblichen Verschlussstopfen verschlossen, worauf es zum Einsetzen in die Zentrifuge bereit ist.
Vorzugsweise ist die Sollbruchstelle so ausgebildet, dass das Trennelement auf der der Ansaugöffnung abgekehrten Seite bzw. auf der dem Ansatz für die Injektionsnadel abgekehrten Seite kegelförmig ausgebildet ist und in diesem Bereich in die Kolbenstange übergeht.
Um den Kanülenkonus bzw. den Ansatzbereich für die Injektionsnadel zu verschliessen, ist eine Abdeckung, die vorzugsweise etwa halbkugelförmig ausgebildet ist, vorgesehen, wobei der Rand der halbkugelförmigen Abdeckung im Schnappeingriff mit dem unteren Randbereich des Trennröhrchens steht. Ferner kann der Kanülenkonus durch eine Abdeckhaube verschliessbar sein, die vorzugsweise über ein Rumpfstück mit der halbkugelförmigen Abdeckung verbunden ist. Ferner ist es von Vorteil, wenn die Abdeckhaube für den Kanülenkonus einen in die Bohrung des Kanülenkonus dichtend hineinreichenden Fingerteil aufweist.
Mit diesem Trennröhrchen wird nach durchgeführter Blutentnahme und nach Entfernung der Kolbenstange das Trennröhrchen oben mit einem üblichen Verschlussstopfen verschlossen und danach im Ansatzbereich bzw. am Kanülenkonus abgedichtet, worauf es zum Einsetzen in die Zentrifuge bereit ist. Es ist also nicht mehr erforderlich, das Ansatzstück vom Trennröhrchen zu entfernen und einen neuen zentrifugengerechten Verschluss anzubringen oder das Röhrchen in umgekehrter Stellung, d.h. mit gegebenenfalls noch vorhandenem Ansaugkolben nach unten zu zentrifugieren.
Da Trennröhrchen oft gleich nach der Blutentnahme in eine Zentrifuge eingesetzt werden sollen, ist es manchmal erforderlich, dem aufgezogenen Blut während oder kurz nach dem Aufziehen bestimmte Lösungen, wie beispielsweise Gerinnungshemmer oder Stabilisationslösungen, zuzusetzen.
Um dieses zu ermöglichen, ist es von Vorteil, bei derartigen als Blutentnahmevorrichtungen dienenden Trennröhrchen eine abgeschlossene Kammer vorzusehen, in der bereits die erforderlichen festen oder flüssigen Zusäzte vorhanden sein können, die dann unmittelbar beim Aufziehen des Blutes mit diesem vermischt werden, so dass dann das Trennröhrchen gegebenenfalls nach Entfernung des Aufziehkolbens oder der Kolbenstange und gegebenenfalls nach Abdeckung des Ansatzbereiches bzw. des Kanülenkonus unmittelbar in die Zentrifuge gegeben werden kann.
Zu diesem Zweck wird als bevorzugte Ausführungsform ein Trennröhrchen mit einem Ansatz für eine Injektionsnadel vorgeschlagen, bei dem die Bohrung des im Ansatzbereich angeordneten Kanülenkonus durch einen sich von der Bodenfläche oder dem Ansatzbereich in den Innenraum des Trennröhrchens erstreckenden Rohransatz verlängert ist. Vorzugsweise ist die Öffnung des Rohransatzes durch einen warzen- oder fingerartigen Vorsprung an der Bodenfläche des Trennelementes verschliessbar. Es ist ferner zweckmässig, wenn die Bohrung des Kanülenkonus und die des Rohransatzes koaxial zueinander angeordnet sind.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist zur verzögerten Freigabe des Trennelementes zu einem Zeitpunkt, wenn sich die Phasentrennung bereits vollständig oder hauptsächlich eingestellt hat, die Wandstärke des
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Trennröhrchens bei gleichem Innendurchmesser in Richtung auf den unteren Bereich vergrössert. Bei einer weiteren Ausführungsform ist zur Erzielung des gleichen Effektes der Innendurchmesser des Trennröhrchens im unteren Bereich geringfügig verringert. Durch beide Massnahmen wird erreicht, dass das Trennelement unter der Einwirkung der Zentrifugalkraft langsamer an die Phasengrenze gelangt, sei es weil die Vergrösserung des Innendurchmessers des Röhrchens durch Aufbauchung wegen der zunehmenden Wandstärke geringer ist oder sei es, weil der tatsächliche Innendurchmesser des Trennröhrchens in Richtung auf den unteren Bereich geringfügig verringert ist. Die Erhöhung der Wandstärke bzw. die Verringerung des Innendurchmessers liegt vorzugsweise in einem Bereich von 0,01 bis 0,4 mm.
Bei nicht vollständig gefüllten Trennröhrchen ist die Aufbauchung durch fehlenden Innendruck beim Zentrifugieren geringer, so dass es nicht zur Ringspaltbildung kommen kann und das Trennelement lediglich die über der Flüssigkeit stehende Luft komprimiert. Um dieses zu vermeiden, ist es bei einer weiteren Ausführungsform zweckmässig, ein Trennröhrchen vorzusehen, bei dem an der Innenwand, vorzugsweise im oberen Bereich, koaxial oder spiralförmig verlaufende Rillen eingearbeitet sind. Hierbei ist es ferner zweckmässig, die Innenwand des Röhrchens und vorzugsweise die Rillen mit einer Paste, insbesondere einem Silikon-öl oder einem Silikonfett, zu überziehen, um dadurch eine Verzögerung des Nachfolgens des Trennelementes zu erreichen. Dieses ist z.B. bei ungerinnbar gemachtem Blut von Bedeutung, da z.B. Thrombocyten aus der oberen bereits getrennten Phase etwas verzögert der Trennung der roten Blutkörperchen folgen.
Im folgenden soll die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert werden; es zeigen:
Fig. la bis lc eine schematische Darstellung der Wirkungsweise des erfindungsgemässen Trennröhrchens,
Fig. 2 einen Schnitt durch den oberen Teil eines Trennröhrchens, bei dem das Trennelement lösbar mit dem Verschlussstopfen verbunden ist,
Fig. 3 einen Teilschnitt durch ein Trennröhrchen, bei dem das Trennelement lösbar mit einem im Röhrchen angeordneten Ansaugkolben verbunden ist,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Darstellung eines abgewandelten erfindungsgemässen Trennröhrchens vor der Blutentnahme,
Fig. 5 eine Darstellung des Trennröhrchens gemäss Fig. 4 nach Blutentnahme,
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Darstellung eines abgewandelten erfindungsgemässen Trennröhrchens mit Abdek-kung im unteren Bereich,
Fig. 7 eine vergrösserte Darstellung des verschlossenen unteren Bereiches des Trennröhrchens gemäss Fig. 6,
Fig. 8 eine teilweise geschnittene Darstellung eines abgewandelten erfindungsgemässen Trennröhrchens mit einer Kammer für Zusatzstoffe vor der Blutentnahme,
Fig. 9 eine geschnittene Darstellung eines Trennröhrchens mit nach unten sich vergrössernder Wandstärke,
Fig. 10 eine geschnittene Darstellung eines erfindungsgemässen Trennröhrchens mit einem sich nach unten verringernden Innendurchmesser,
Fig. 11 eine teilweise geschnittene Ansicht eines Trennröhrchens mit koaxial verlaufenden Rillen an der Innenwand,
Fig. 12 eine teilweise geschnittene Darstellung eines Trennröhrchens mit spiralförmig verlaufenden Rillen an der Innenwand.
Fig. la bis lc zeigen die Wirkungsweise bei Verwendung des erfindungsgemässen Trennröhrchens. Die Trennröhrchen sind in horizontaler Lage dargestellt, das heisst in einer Lage, wie sie häufig in Zentrifugen eingenommen wird. Das Trennröhrchen 2 ist zu Beginn mit dem Verschlussstopfen 4 verschlossen, wobei an der Unterseite des Verschlussstopfens 4 über ein Verbindungselement 8 ein Trennelement 6 in Form eines zylindrischen Körpers angebracht ist. Die beiden zu trennenden Phasen sind durch Striche bzw. Punkte wiedergegeben, wobei mit den Strichen die flüssige Phase und mit den Punkten eine darin dispergierte schwerere, beispielsweise feste Phase angedeutet ist. Fig. lb zeigt den Zustand, der sich nach gewisser Einwirkungszeit der Zentrifugalkraft einstellt, wobei sich das Trennelement 6 von dem Verbindungselement 8 gelöst hat und bereits eine teilweise Trennung der beiden Phasen durch den Ringspalt (f) zwischen Trennelement 6 und Röhrchenwand, der durch Ausbauchung entstanden ist, erfolgt ist. Beim weiteren Zentrifugieren tritt die flüssige Phase an dem Trennelement 4 vorbei, welches selber in Richtung auf den Röhrchenboden gleitet und auf der schwereren Phase schwimmt.
Derartige Trennelemente 6 können aus beliebigen Werkstoffen, insbesondere Kunststoff bestehen; sie können massiv, hohl oder mit Zusatzgewichten angefüllt sein. Bei der Trennung von Blut wird vorzugsweise ein Trennelement aus Polystyrol verwendet, das ein spezifisches Gewicht von 1,05 besitzt, also leichter ist als die Erythrozytenschicht mit einem spezifischen Gewicht von 1,09 und etwas schwerer ist als die Plasma- bzw. Serumschicht, deren spezifisches Gewicht 1,04 bis 1,045 beträgt.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausbildung ist der Verschlussstopfen 4' über den Rand des Trennröhrchens 2 greifend ausgebildet. Ûas Trennelement hat als Verbindungselement einen Zapfen 14, der in eine entsprechende Aussparung eingreift. Das Trennelement ist ferner durch Stege 10 gegen ein Verkanten innerhalb des Trennröhrchens geschützt.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Anordnung ist das Trennröhrchen 2 an einem Ende mit einem Ansaugkolben 16 und am anderen Ende mit einem Ansatz 18 für eine Injektionsnadel versehen. Dieser kann koaxial zum Röhrchen, vorzugsweise exzentrisch zu diesem angeordnet sein. Am Kolben 16 ist wiederum mit einem Verbindungselement das Trennelement 6 befestigt. Mit einem derartigen Trennröhrchen kann man beispielsweise nach Aufsetzen der Injektionsnadel Blut entnehmen, anschliessend den Ansatz 18 entfernen und durch ein Verschlusselement ersetzen und nach Entfernung der Kolbenstange 15 dieses Trennröhrchen direkt in der Zentrifuge einsetzen.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform befindet sich im Trennröhrchen 2 das Trennelement 6 nahe am Boden des Trennröhrchens bzw. am Ansatz 18 oder im Ansatzbereich für die Injektionsnadel. Das Trennelement 6 ist auf der dem Ansatzbereich abgekehrten Seite kegelförmig ausgebildet und geht über einen verdünnten oder geschwächten Materialbereich der Sollbruchstelle 7 in die Kolbenstange 15 über.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Darstellung ist nach der Blutentnahme das Trennröhrchen auf beliebige, hier nicht gezeigte Weise verschlossen. Das Trennelement befindet sich im oberen Bereich des Trennröhrchens, das durch einen üblichen Verschlussstopfen 4 verschlossen ist. In dieser Stellung wird das Trennröhrchen in die Zentrifuge gebracht, worauf nach Beendigung des Zentrifugierens und Ausbildung zweier Schichten das Trennelement im Grenzbereich dieser verschieden schweren Schichten eine Vermischung hindert.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform befindet sich im Trennröhrchen 2 das Trennelement 6 oberhalb des aufgezogenen Blutes; die Ansaugvorrichtung bzw. die Kolbenstange ist bereits entfernt und das Trennröhrchen 2 mit einem üblichen Verschlusstopfen 4 verschlossen. Der untere
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Ansatz 18 bzw. der Kanülenkonus 19 wird dann mit der Abdeckung 40 verschlossen, die etwa halbkugelig geformt ist,
wobei der Rand der halbkugelförmigen Abdeckung 40 in Schnappeingriff mit dem unteren Randbereich 44 des Trennröhrchens steht. 5
Die Befestigung der Abdeckung kann durch entsprechende Vorsprünge 42 bzw. Vertiefungen im Rand erfolgen, die in Eingriff mit entsprechenden Vertiefungen bzw. Vorsprüngen im Randbereich 44 stehen.
Bei zentrisch angeordnetem Kanülenkonus kann auch io eine Schraubabdeckung verwendet werden.
Bei einer derartigen Abdeckung tritt beim Zentrifugieren die spezifisch schwerere Flüssigkeit in die halbkugelförmige Abdeckung und kann aus dieser nach dem Zentrifugieren entnommen werden. 15
Bei der in Fig. 7 gezeigten abgewandelten Darstellung ist der Kanülenkonus 19 selber durch eine Abdeckhaube 46 verschlossen, die auf beliebige Weise mit der Abdeckung 40 über ein mit der halbkugelförmigen Abdeckung 40 verbundenes Rumpfstück 48 verbunden ist. In der Abdeckhaube 46 20 für den Kanülenkonus 19 ist noch ein in die Bohrung des Kanülenkonus dichtend hineinreichender Fingerteil 50 vorgesehen.
Die Abdeckung 40 wird vorzugsweise aus Kunststoff, beispielsweise einem gering flexiblen Polyethylen hergestellt. 25
Bei der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform befindet sich im Trennröhrchen 2 das Trennelement 6, das im vorliegenden Falle als Ansaugkolben wirkt. Der untere Bereich des Trennröhrchens ist so ausgebildet, dass im unteren Ansatzbereich 18 ein Kanülenkonus 19 für die Injektionsnadel 30 vorgesehen ist.
Die Bohrung des im Ansatz 18 angeordneten Kanülenkonus 19 ist durch einen Rohransatz 21 verlängert, der sich von der Bodenfläche oder dem Ansatz 18 in den Innenraum des Trennröhrchens 2 erstreckt. Durch diese Rohrverlänge- 35 rung wird eine Vorratskammer 23 gebildet, die unten durch die Innenwand des Trennröhrchens 2 und nach oben durch die Stirnfläche des Trennelementes 6 begrenzt wird.
Um ein Austreten der in dieser Kammer befindlichen Substanzen zu verhindern, ist an der Bodenfläche des Trenn- 40 dementes 6 ein warzen- oder fingerartiger Vorsprung 22 vorgesehen, der in die obere Öffnung des Rohransatzes 21 eingreift und diesen dichtend verschliesst.
Vorzugsweise sind Bohrung des Kanülenkonus 19 und die des Rohransatzes 21 koaxial angeordnet. Der Kanülenkonus kann im Verhältnis zum Trennröhrchen zentrisch, aber auch exzentrisch angeordnet sein. Ersteres erleichtert das Befüllen der Kammer mit den dem Blut zuzusetzenden Substanzen und das nachfolgende Verschliessen durch Eingreifen des fingerartigen Vorsprungs 22 in die Öffnung des Rohransatzes 21; letzeres erleichtert die Handhabung der Blutentnahmevorrichtung bei der Blutentnahme selbst, und zwar insbesondere die Handhabung des Gerätes beim Auffinden der Vene.
Derartige Trennröhrchen können nach Befüllung mit den Zusätzen noch am Kanülenkonus und am oberen Ende zusätzlich verschlossen sein.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Darstellung hat das Trennröhrchen 2 durchgehend den gleichen Innendurchmesser, jedoch nimmt die Wanddicke nach unten zu. Dadurch wird erreicht, dass die Aufbauchung des Kunststoffröhrchens unter Einwirkung der Zentrifugalkraft im unteren Bereich geringer ist, so dass das Trennelement nur langsam, und zwar nach Einstellung oder wesentlicher Einstellung des Sedimentationsgleichgewichtes nach unten gelangt. Es ist möglich, durch Erhöhung der Umdrehungszahl beim Zentrifugieren auch im unteren Bereich der dickeren Wandstärke eine Aufbauchung und damit einen Durchtritt der leichteren Komponente nach oben zu erreichen.
Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausbildung ist zur Erzielung des gleichen Zweckes der Innendurchmesser des Röhrchens verringert. Derartige Änderungen der Wanddik-ke bzw. des Innendurchmessers bewegen sich in einem Bereich von 0,001 bis 0,2 oder 0,4 mm je nach Art des verwendeten Materials von Trennröhrchen bzw. Trennelement.
Bei der in Fig. 11 gezeigten Ausführungsform sind koaxial an der Innenfläche des Innenröhrchens Rillen mit einer Tiefe von 0,02 bis 0,5 mm vorgesehen. Diese Rillen 60 verhindern eine Ablagerung von Thrombocyten am oberen Rand und an der Kegefläche des Trennelementes. Diese Rillen können auch als Spiralrillen 62 ausgebildet sein. Ferner ist es zweckmässig, wenn diese Rillen mit einem Silikonöl oder einem Silikonfett beschichtet sind, das anfanglich eine vollständige Abdichtung gewährleistet, aber unter Wirkung der Zentrifugalkraft nach unten abwandert und so den Weg für die Thrombocytenschicht freigibt.
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7 Blatt Zeichnungen
Claims (19)
1. Trennröhrchen für die Zentrifugaltrennung einer mindestens zwei Komponenten enthaltenden Flüssigkeit, in dem ein Trennelement angeordnet ist, dessen spezifisches Gewicht zwischen denen der zu trennenden Komponenten liegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennröhrchen (2) aus Kunststoff besteht und dass das Trennelement (6) ein Zylinderkörper ist, dessen Aussendurchmesser gleich dem Innendurchmesser des Röhrchens ist und unter Gleitreibung mit der Röhrchenwand noch frei bewegbar im Röhrchen eingesetzt ist.
2. Trennröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (6) lösbar mit einem im Trennröhrchen (2) angeordneten Ansaugkolben (16) bzw. einer Kolbenstange (15) verbunden und dass ein Ansatz (18) für eine Injektionsnadel vorgesehen ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Trennröhrchen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (6) als Zylinderkörper ausgebildet ist, der nach innen und/oder aussen gewölbte oder kegelförmig verlaufende Stirnflächen besitzt.
4. Trennröhrchen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (6) seitliche achsparallel verlaufende Führungsrippen oder Stege (10) aufweist.
5. Trennröhrchen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (18) für die Injektionsnadel lösbar am Trennröhrchen (2) angeordnet ist.
6. Trennröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (6) über eine Sollbruchstelle (7) direkt mit einer in das Trennröhrchen (2) hineinreichenden Kolbenstange (15) verbunden ist und als Ansaugkolben dient.
7. Trennröhrchen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (6) kegelförmig ausgebildet ist und im Kegelspitzenbereich in die Kolbenstange (15) übergeht.
8. Trennröhrchen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (15) seitliche Führungsrippen aufweist.
9. Trennröhrchen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatzbereich (18) für die Injektionsnadel mit einer Abdeckung (40) verschliessbar ist.
10. Trennröhrchen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (40) etwa halbkugelförmig ausgebildet ist und mit ihrem Rand (42) in Schnappeingriff mit einem unteren Randbereich (44) des Trennröhrchens (2) steht.
11. Trennröhrchen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (18) einen Kanülenkonus (19) aufweist, der durch eine über ein Rumpfstück (48) mit der halbkugelförmigen Abdeckung (40) verbundene Abdeckhaube (46) verschliessbar ist.
12. Trennröhrchen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckhaube (46) für den Kanülenkonus (19) einen in die Bohrung des Kanülenkonus (19) dichtend hineinreichenden Fingerteil (50) aufweist.
13. Trennröhrchen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung des Kanülenkonus (19) durch einen sich von dem Ansatz (18) in den Innenraum des Trennröhrchens (2) erstreckenden Rohransatz (21) verlängert ist.
14. Trennröhrchen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Rohransatzes (21) durch einen warzen- oder fingerartigen Vorsprung (22) an der Bo-denfiäche des Trennelements (6) verschliessbar ist.
15. Trennröhrchen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung des Kanülenkonus (19) und die des Rohransatzes (21) koaxial zueinander angeordnet sind.
16. Trennröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Trennröhrchens (2) bei gleichem Innendurchmesser in Richtung auf den unteren Bereich vergrössert ist.
17. Trennröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des Trennröhrchens (2) im unteren Bereich um 0,001 bis 0,4 mm verringert ist.
18. Trennröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenwand des Trennröhrchens (2), vorzugsweise im oberen Bereich des Trennröhrchens (2), koaxial verlaufende Rillen (60) oder spiralförmig verlaufende Rillen (62) eingearbeitet sind.
19. Trennröhrchen nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand des Trennröhrchens (2) und vorzugsweise die Rillen (60, 62) mit einer Paste, vorzugsweise einem Silikonöl oder einem Silikonfett, beschichtet sind.
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| DE102009040525B4 (de) * | 2009-09-08 | 2015-02-05 | Andreas Hettich Gmbh & Co. Kg | Zentrifuge zum Trennen von Vollblut in Blutkomponenten, sowie fluidisch kommunizierende Behälter zum Einsetzen in die Zentrifuge, sowie Verfahren zur Gewinnung eines hochangereichten Thrombozytenkonzentrats aus Vollblut |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL7802786A (nl) | 1978-09-19 |
| SE441153B (sv) | 1985-09-16 |
| FR2383710A1 (fr) | 1978-10-13 |
| SE7802737L (sv) | 1978-09-17 |
| FR2383710B1 (de) | 1983-11-25 |
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| US4154690A (en) | 1979-05-15 |
| NL182375B (nl) | 1987-10-01 |
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| BE864794A (fr) | 1978-07-03 |
| DK151616C (da) | 1988-07-04 |
| AT381466B (de) | 1986-10-27 |
| IT1093222B (it) | 1985-07-19 |
| SG66484G (en) | 1985-03-15 |
| DK151616B (da) | 1987-12-21 |
| ATA171578A (de) | 1986-03-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |