CH631364A5 - Quertransportzange fuer automatische umformpressen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Quertransportzange für automatische Umformpressen, mit zwei zusammenwirkenden Zangenbackenpaaren, die im Hinblick auf deren periodische Öffnungs- und Schliessbewegung jeweils auf einem Tragelement befestigt sind, das in einer Gleitführung verschiebbar gelagert und im Arbeitstakt der Umformpresse hin- und hergehend angetrieben ist.
Es ist bekannt, dass derartige, mit Quertransportzangen versehene automatische Umformpressen mit speziellen Sicherheitseinrichtungen versehen sein müssen, welche den Hauptantrieb abstellen, sobald im Zangenbereich ein unvorhergesehenes Hindernis auftritt. Ein derartiges Hindernis bildet beispielsweise ein sogenannter «Doppellader», der dann entsteht, wenn ein Formteil nach dem Umformvorgang unvollständig aus der Matrize ausgestossen und damit nicht von der Zange erfasst wird, so dass die Zange in der darauffolgenden Transportphase auf zwei Formteile auftrifft. Weitere Betriebsstörungen dieser Art sind dem Fachmann bekannt und brauchen daher im einzelnen nicht erörtert zu werden.
Die Tragelemente, an deren vorderen Endabschnitten die Zangenbackenpaare befestigt sind, führen eine periodische, hin und her gehende Gleitbewegung aus und müssen daher ständig geschmiert werden. Zur Schmierung dieser mit hoher Frequenz hin- und herbewegten Teile verwendete man bisher Schlauchanschlüsse, die auf Grund der ständigen Wechselbeanspruchung einem starken Verschleiss unterworfen waren und ausserdem nur schwer auf dem sehr knappen, zur Verfügung stehenden Raum untergebracht werden konnten.
Vor allem mussten aber bisher zur Absicherung der Maschine sowie zur Schmierung der Zangenbackenträger zwei völlig voneinander getrennte Einrichtungen verwendet werden, was im Hinblick auf den Platzbedarf, die leichte Überschaubarkeit der Konstruktion und nicht zuletzt auf dem Preis der Anlage ungünstig war.
Diese Nachteile werden dank der vorliegenden Erfindung behoben, welche im unabhängigen Patentanspruch definiert ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Frontansicht einer Quertransportzange,
Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie II-H in Fig. 1,
Fig. 3 ist ein Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1, und
Fig. 4 zeigt schematisch die Anordnung der Zuführleitungen des Druckmediums bei einer vierstufigen Umformpresse.
Gemäss den Fig. 1 bis 3 der Zeichnung weisen jede Quertransportzange der beispielsweise mit drei Zangenmechanismen versehenen Transporteinrichtung eine obere Zangenhälfte la und eine dieser gegenüberliegend angeordnete untere Zangenhälfte lb auf. Jede Zangenhälfte ist auf einem nicht dargestellten Schlitten angeordnet, der im Arbeitstakt der Umformpresse hin und her gehend angetrieben ist. Eine Möglichkeit der Ausführung dieses Antriebs kann beispielsweise der deutschen Patentanmeldung P 2 715 966.6 entnommen werden, doch soll der Gegenstand der vorliegenden Erfindung nicht auf diese Ausführungsform des Antriebs beschränkt sein. Mit dem hin und her gehenden Schlitten ist die entsprechende Zangenhälfte jeweils über einen Ausleger verbunden, dessen Vorderabschnitt in Fig. 3 gerade noch sichtbar und mit 2 bezeichnet ist. Am Ausleger 2 ist ein Führungsgehäuse 3 befestigt. In diesem Führungsgehäuse befindet sich ein Schieber 4, der durch nicht dargestellte Antriebsorgane innerhalb des Führungsgehäuses 3 im Sinne des Doppelpfeiles 5 hin- und hergehend angetrieben ist. Dieser Schieber 4 bildet das eigentliche Tragelement für die Zangenbacken, die das Werkstück an einer Umformstation erfassen, zur nächsten Umformstation transportieren und dort loslassen, so dass es vom Stempel in die Matrize hineinge-stossen werden kann. Da die beiden in Fig. 1 mit la und lb bezeichneten Zangenhälften in konstruktiver Hinsicht keine prinzipiellen Unterschiede aufweisen, wird nachstehend nur auf die obere Zangenhälfte la Bezug genommen, wobei das über dieselbe Ausgesagte dann auch für die untere Zangenhälfte lb gilt.
Am vorderen Abschnitt des Schiebers 4 ist, wie inbesondere Fig. 2 zeigt, eine Schulter 6 vorgesehen, in welcher eine Grundplatte 7 mittels einer Schraube 8 verankert ist. Der an die Schulter 6 angrenzende Steg 9 des Schiebers 4 weist in seinem unteren Abschnitt eine nach unten offene Ausneh-
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An der Grundplatte 7 ist über drei Nieten 11 ein Backenträger 12 angeordnet, der gemäss Fig. 1 trapezförmigen Querschnitt hat und an dessen Flanken die beiden Zangenbacken 13a und 13b mittels Schrauben 14 befestigt sind.
Die beiden einander gegenüberliegenden Zangenbacken-paare halten gemäss der Zeichnung ein Werkstück 15, das in eine Mutter umgeformt werden soll. In der mit 16 bezeichneten Matrize befindet sich ein Ausstosser 17, der das Werkstück 15 im Sinne des Pfeils 18 zwischen die bereitstehenden Zangenbacken schiebt, worauf diese den Pressling zur nächsten Umformstation weiterfördern.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass im Schieber 4 eine Bohrung 19 angeordnet ist, in welche von oben ein Rohr 20 mündet. Die untere Mündung der Bohrung 19 fällt mit der ihr zugewandten Stirnfläche 12a des Backenträgers 12 zusammen, so dass die Bohrung 19 durch den Backenträger 12, abgesehen von einer geringfügigen, aus schmierungstechnischen Gründen erwünschten Undichtigkeit, praktisch verschlossen gehalten wird. Über das Rohr 20 ist die Bohrung 19 mit einer Druckmittelquelle verbunden. Als Dnick-medium kommt Drucköl oder ein Gemisch von Öl und Druckluft in Frage. Auf diese Weise kann die Bohrung 19 jedenfalls ständig unter einem gewissen Überdruck gehalten werden.
Über Querbohrungen 20' gelangt das in der Bohrung 19 befindliche Druckmedium, das bei allen möglichen Ausführungsformen einen Schmiermittelanteil enthält, zu Schmiernuten 21, die an der Aussenfläche des Schiebers 4 angeordnet sind und damit die Schmierung zwischen dem Schieber 4 und der Innenwand des Führungsgehäuses 3 gewährleistet.
Sobald an den Zangenbacken ein unvorhergesehener grosser Widerstand auftritt, reissen die Nieten 11 und der Backenträger 12 löst sich mit den Zangenbacken von der Grundplatte 7. Diese Situation ist in Fig. 3 mit unterbrochenen Linien angedeutet. Auf diese Weise werden die auftretenden Kräfte somit von den Antriebsorganen des Zangenmechanismus ferngehalten.
Mit dem Absprengen des Backenträgers 12 von der Grundplatte 7 wird aber die Mündung der Bohrung 19 frei, so dass das Druckmedium ausströmen kann und der Druck innerhalb der Bohrung plötzlich abfallt. Dieser Druckabfall wird dazu benutzt, einerseits den Hauptantrieb der Umformpresse abzustellen und anderseits auch die weitere Zufuhr von Druckmedium zur Bohrung 19 zu unterbinden. Die hierzu erforderliche Anlage ist in Fig. 4 anhand einer Ausfuhrungsform schematisch dargestellt.
Als Ausführungsbeispiel wurde eine vierstufige Umformpresse gewählt, deren drei Umformstationen mit A, B und C
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bezeichnet sind. Bei dieser mit einem Gemisch von Öl und Druckluft arbeitenden Anlage gelangt die Druckluft von einer nicht dargestellten Druckluftquelle aus über ein Druckminderventil 22 in einen Verteiler 23, welcher für jede Umformstation zwei Drosseln 24 sowie zwei entsprechende Abgangsleitungen 25 aufweist. In jede Druckluftleitung 25 mündet eine Ölleitung 26, die von einer Druckölquelle 27 aus stossweise beschickt wird. In den zu den Rohren 20 (Fig. 3) führenden Leitungen 28 befindet sich somit ein Gemisch von Öl und Druckluft, das einerseits imstande ist, die Schmierung des Schiebers 4 im Führungsgehäuse 3 sicherzustellen und anderseits die gesamte Anlage gegen unvorhergesehene, an den Zangenbacken auftretende Widerstände abzusichern. Im Hinblick auf diese letztere Funktion ist an jede Leitung 28 ein Druckschalter 29 angeschlossen, der auf einen bestimmten, innerhalb der Leitung 28 auftretenden Druckabfall anspricht und damit den Hauptantrieb der Umformpresse abstellt.
Dank der beschriebenen Einrichtung können die beiden Funktionen der Schmierung und Absicherung von einer unkomplizierten und so gut wie wartungsfreien Anlage aus gewährleistet werden. Die erforderlichen Teile, welche unter anderem pro Zangenhälfte lediglich einen biegsamen Schlauch für die Zuführung des Druckmediums und keinerlei elektrische Kabel für Signalübertragungen erfordern, haben einen geringen Platzbedarf.
Im Gegensatz zu der als Ausführungsbeispiel gezeigten Einrichtung nach Fig. 4 ist es durchaus möglich, die Bohrungen 19 ausschliesslich mit Drucköl zu beschicken. Eine Mischung von Öl und Druckluft dürfte jedoch in den meisten Fällen vorzuziehen sein, da das Ausspritzen grösserer Öl-mengen beim Abreissen der Backenträger 12 weit unangenehmere Folgen hat als das zeitweilige Ausströmen ölhaltiger Druckluft.
Die gegenseitigen Berührungsflächen zwischen dem Schieber 4 einerseits und dem Führungsgehäuse 3 sowie der oberen Stirnfläche des Backenträgers 12 anderseits müssen übrigens keineswegs völlig dicht sein. Es ist im Gegenteil eine gewisse Undichtigkeit geradezu erwünscht, da damit die Dauerschmierung des Zangenmechanismus sichergestellt wird.
Die beschriebene Ausführungsform kann vom Fachmann im Rahmen des Erfindungsgedankens in mannigfaltiger Hinsicht abgewandelt werden.
Da das zur Schmierung und Absicherung dienende Medium stündig unter Druck steht, herrscht innerhalb der den Zangenmechanismus umschliessenden Teile ein gewisser Überdruck, durch welchen das Eindringen von Schmutzteilchen verhindert wird.
Gemäss einer Variante kann die Mündung der Bohrung 19 auch durch die Zangenbacken 13a, 13b selbst, d.h. ohne Zwischenschaltung eines Backenträgers 12, verschlossen sein.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Quertransportzange für automatische Umformpressen, mit zwei zusammenwirkenden Zangenbackenpaaren, die im Hinblick auf deren periodische Öffnungs- und Schliessbewegung jeweils auf einem Tragelement befestigt sind, das in einer Gleitführung verschiebbar gelagert und im Arbeitstakt der Umformpresse hin- und hergehend angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (4) mindestens eine Bohrung (19) für ein strömungsfähiges, aus Drucköl oder einem Öl-Druckluftgemisch bestehendes Druckmedium aufweist und die Mündung dieser Bohrung (19) durch die Zangenbacken (13a, 13b) oder einen dieselben tragenden Backenträger (12) verschlossen ist, wobei die Zangenbacken (13a, 13b) bzw. der Backenträger (12) an dem Tragelement (4) durch Befestigungsorgane (11) gehalten sind, welche beim Auftreten eines einen Maximalwert überschreitenden Widerstandes reissen, derart, dass die vom Tragelement (4) abfallenden Zangenbacken (13a, 13b) bzw. der Backenträger (12) die Mündung der genannten Bohrung (19) freigeben und damit einen Druckabfall des Druckmediums bewirken, als dessen Folge die Umformpresse über ein druckabhängiges Schaltorgan abgestellt wird.
2. Quertransportzange nach Anspruch 1, wobei die beiden Zangenbacken an einem Backenträger befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Backenträger (12) seinerseits über entsprechend dimensionierte Niete (11) an einer am Tragelement (4) befestigten Grundplatte (7) gehalten ist.
3, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (4) an seinem Endabschnitt eine offene Ausnehmung (10) aufweist, durch welche eine Befestigungsschraube (8) ragt, welche die Grundplatte (7) durch Reibungskräfte an dem Tragelement (4) hält.
5. Quertransportzange nach einem der Ansprüche 1 bis
3. Quertransportzange nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (19) für das strömungsfähige Druckmedium auf der ihr zugewandten Stirnfläche (12a) des Zangenbackenträgers (12) mündet.
4, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (4) ein in einem Führungsgehäuse (3) gleitend geführter Schieber ist und dass das in der Bohrung (19) des Schiebers befindliche Druckmedium zum Zwecke der Schmierung über Querbohrungen (20) an die Reibungsfläche zwischen Schieber (4) und Führungsgehäuse (3) herangeführt ist.
6. Quertransportzange nach einem der Ansprüche 1 bis
4. Quertransportzange nach einem der Ansprüche 2 und
5, dadurch gekennzeichnet, dass ferner ein druckabhängiges Schaltorgan (29) vorgesehen ist, das bei Druckabfall des Druckmediums die Druckluft- und/oder Ölzufuhr zu der genannten Bohrung (19) abstellt.
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