CH631869A5 - Storage-stable mixture which, upon dissolution in water, gives a solution with good antimicrobial activity - Google Patents
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Description
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PATENTANSPRÜCHE 1. Lagerfähige, beim Lösen in Wasser eine Lösung mit hoher antimikrobieller Wirkung ergebende Mischung, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer aromatischen Acyloxycarbonsäure der allgemeinen Formel
0
II
o C-R
!
in der R einen niederen, gegebenenfalls durch eine Hydroxy-, niedere Alkoxy-, niedere Acyloxy-, eine Carboxygruppe oder ein Halogenatom substituierten Alkylrest oder eine gegebenenfalls durch Hydroxygruppen, Halogenatome, niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen substituerte Phenylgruppe darstellt, wobei die Carboxylgruppe in o-, m- oder p-Stel-lung zum Acyloxyrest stehen kann, oder von deren wasserlöslichen Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumsalzen, in denen bis zu vier Wasserstoffatome des Ammoniumkations durch Alkylreste substituiert sein können und an H202-Ab-spaltern.
2. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich inerte Füllstoffe enthält.
3. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mol-Verhältnis aromatische Acyloxycarbonsäure zu H202-Abspalter 1:10 bis 10:1 beträgt.
4. Mischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem einen Stabilisator für Persäuren enthält.
5. Mischung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie Verbindungen zur Einstellung und/oder Stabilisierung des pH-Wertes auf 4 bis 12 enthält.
6. Mischung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem Waschaktivstoffe enthält.
7. Mischung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie auch Korrosionsinhibitoren enthält.
8. Mischung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie wasserbindende Mittel enthält.
9. Mischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie weitere antimikrobielle Wirkstoffe und Geruchsstoffe enthält.
Es ist bekannt, dass organische Persäuren hervorragende antimikrobielle Wirkung besitzen, ihre Anwendung aber nicht problemlos ist.
Niedere aliphatische Monocarbonsäuren, wie Peressig-und Perpropionsäure, vermögen zwar beständige Lösungen zu bilden, wenn der Persäuregehalt dieser Lösungen hoch ist. Verdünnte gebrauchsfertige Lösungen dieser Säuren, z.B. für Desinfektionszwecke, sind jedoch nicht über längere Zeiträume beständig und lassen sich daher nicht in den Handel bringen. Ein Nachteil der konzentrierten Persäurelösung ist ihr äusserst stechender Geruch, der ihre Handhabung und Anwendung schwierig und sogar bedenklich macht. Ausserdem kann es beim Verschütten dieser konzentrierten Lösungen zu Verätzungen, Materialbeschädigungen oder heftigen Zersetzungsreaktionen kommen.
Andere Percarbonsätireri, wie z.B. ûieîerbenzoesâure, sind bereits als solche unbeständig und lassen sich aus diesem Grund nicht in den Handel bringen.
Beständige Percarbonsäuren, wie die p-tert.-Butylper-benzoesäure und die p-Methoxyperbenzoesäure, sind in Wasser verhältnismässig schwer löslich, so dass die Einstellung eines bestimmten Persäuregehaltes aufgrund der geringen Lösungsgeschwindigkeit beträchtliche Zeit erfordert.
Hinzu kommt, dass im neutralen und alkalischen Bereich organische Persäuren generell über längere Zeiträume nicht beständig sind.
Es wäre daher sehr vorteilhaft, wenn man eine feste Formulierung herstellen könnte, die vor unmittelbarem Gebrauch in Wasser gelöst, eine Lösung mit hohem Gehalt an Percarbonsäure und guter desinfizierenden Wirkung ergibt. Vorteilhaft wäre auch, wenn diese Lösung alkalisch reagieren würde, da bei vielen Anwendungszwecken neben der desinfizierenden Wirkung eine durch ein alkalisches Milieu begünstigte reinigende Wirkung verlangt wird.
Organische Persäuren sind jedoch wie oben erwähnt in alkalischem Milieu unbeständig.
Die erfindungsgemässen, lagerfähigen, beim Lösen in Wasser eine Lösung mit hoher antimikrobieller Wirkung ergebenden Mischungen sind im vorangehenden Patentanspruch 1 charakterisiert.
Beim Lösen in Wasser ergeben diese Mischungen eine alkalisch reagierende Lösung mit hervorragender antimikrobieller Wirkung, die auch gegen Pilze wirksam ist, während organische Persäuren sonst keine befriedigende Wirkung gegenüber Pilzen besitzen. Dabei weisen die aromatischen Acylcarbonsäuren mit einer freien COOH-Gruppe (Carboxygruppe) im Rest R eine besonders gute Löslichkeit auf.
Während des Lösens dieser Mischung und auch noch einige Zeit nachdem bereits eine klare Lösung entstanden ist, erfolgt offensichtlich eine Umsetzung zwischen der Acyloxycarbonsäure und dem H202 in der Weise, dass unter Aufspaltung der Esterbindung freie Hydroxycarbonsäure und Percarbonsäure gebildet und in der alkalischen Lösung über längere Zeit ein bestimmter Persäuregehalt aufrechterhalten wird, der sich beim Lösen von Persäure allein nicht über einen vergleichbaren Zeitraum aufrechterhalten lässt. Wesentlich hierfür scheint zu sein, dass die Esterspaltung nicht spontan verläuft, sondern eine gewisse Zeit erfordert und damit über längere Zeit einen hohen Persäuregehalt gewährleistet. Würde man dagegen die beim Lösen der erfindungsgemässen Mischung entstehenden Einzelkomponenten, d.h. die Percarbonsäure und die aromatische Hydroxycarbonsäure, miteinander kombinieren, so würde man weder in fester noch in flüssiger Form ein lagerstabiles Produkt erhalten, insbesondere nicht in dem erfindungsgemäss für die Lösung bevorzugten pH-Bereich von 4 bis 12. Die Mischungen gemäss der Erfindung und die aus ihr erhältlichen Lösungen besitzen somit Eigenschaften, die einer Kombination der beim Lösen der Mischung entstehenden Einzelkomponenten nicht zukommt.
Die erfindungsgemässen Mischungen lösen sich besonders rasch, wenn wasserlösliche Salze der aromatischen Acyloxycarbonsäure verwendet werden.
Die in dieser Mischung enthaltenen aromatischen Acyloxycarbonsäuren bzw. ihre Salze und die H202-Abspal-ter sind nicht so reaktionsfähig, dass sie bereits in festem Zustand miteinander reagieren, sie sind aber reaktionsfähig genug, um sich beim Lösen in Wasser oder wässrigen Systemen sofort zu schnell wirkender hochwirksamer Percarbonsäure und zu Hydroxycarbonsäure mit antimikrobieller Langzeitwirkung umzusetzen.
Die Aufspaltung der Esterbindung wird durch ein alkali-
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sches Milieu begünstigt. Besonders geeignet ist der pH-Be-reich 8 bis 12, der auch für eine Reinigungswirkung der erfindungsgemässen Mischung optimal ist.
Der Anteil der alkalisch reagierenden Bestandteile der Mischung kann jedoch auch so bemessen werden, dass nach der Aufspaltung des Esters die alkalischen Bestandteile durch Neutralisation der Percarbonsäure und der Hydroxycarbonsäure verbraucht werden und somit eine neutrale Lösung entsteht. Unter «neutraler Lösung» wird vorliegend eine Lösung mit einem pH-Wert von 4 bis 8 verstanden. Dieser pH-Bereich ist für die Beständigkeit der organischen Persäuren vorteilhafter als ein alkalischer pH-Bereich.
In den erfindungsgemäss verwendeten aromatischen Acyloxycarbonsäuren kann R insbesondere die Methyl-, Äthyl-, Hydroxymethyl-, Acetoxymethyl-, Methoxymethyl-, Äthoxymethyl-, 1-Hydroxyäthyl-, 2-Hydroxyäthyl-, 2-Carboxyäthyl-, 3-Carboxypropyl-, 3-Carboxy-2-propyl-, Chlormethyl-, Phenyl-, 2-Methylphenyl-, 3-Methylphenyl-, 4-Methylphenyl-, 2-tert.-Butylphenyl-, 3-tert.-Butylphenyl-, 4-tert.-Butylphenyl-, 2-Methoxyphenyl-, 3-Methoxyphenyl-, 4-Methoxyphenyl-, 2-Äthoxyphenyl-, 3-Äthoxyphenyl-, 4-Äthoxyphenyl-, 2-Chlorphenyl-, 3-Chlorphenyl-, 4-Chlor-phenyl-, 2-Hydroxyphenyl-, 3-Hydroxyphenyl- und 4-Hydroxyphenylgruppe sein. Geeignete wasserlösliche Salze der aromatischen Acyloxycarbonsäuren sind Lithium-, Natrium-, Kalium-, Ammonium- und Magnesiumsalze, wobei im Ammoniumkation 1,2,3 oder auch alle 4 Wasserstoffatome durch Alkylreste substituiert sein können. Die Natrium-, Kalium-, Ammonium- und substituierten Ammoniumsalze werden bevorzugt.
Beispiele für erfindungsgemäss verwendbare aromatische Acyloxycarbonsäuren sind
Acetyl-, Propionyl-, Benzoyl-, (4-Methoxybenzoyl)-, (3-Chlorbenzoyl)-, (4-tert.-Butylbenzoyl)- und (4-Methyl-benzoyl)-salicylsäure, 3-Acetoxy-, 3-Propionyloxy-, 3-Benzoyloxy-, 3-(4-Methoxybenzoyloxy)-, 3-(3-Chlor-benzoyloxyloxy)-, 3-(4-tert.-Butylbenzoyloxy)- und 3-(4-Methylbenzoyloxy)-benzoesäure sowie 4-Acetoxy-, 4-Pro-pionyloxy-, 4-Benzoyloxy-, 4-(4-Methoxybenzoyloxy)-, 4-(3-Chlorbenzoyloxy)-, 4-(4-tert.-Butylbenzoyloxy)- und 4-(4-Methylbenzoyloxy)-benzoesäure,
wobei die Acetyl-, Benzoyl-, (4-Methoxybenzoyl)- und (4-tert.-Butylbenzoyl)-salicylsäure die 3-Acetoxy-, 3-Benzoyloxy- und 3-(4-Methoxy-benzoyloxy)-benzoesäure sowie die 4-Acetoxy-, 4-PropionyIoxy-, 4-Benzoyloxy- und 4-(4-Methoxybenzoyloxy)-benzoesäure bevorzugt werden.
Als H2Ö2-Abspalter für die erfindungsgemässen Zwecke eignen sich Alkaliperborate, Alkalipercarbonate, Alkaliperphosphate, Alkaliperoxide, Alkalisalze der Caroschen Säure, Alkalisalze der Peroxydischwefelsäure und Percarbamid, wobei unter Alkali vorliegend die Salze des Lithiums, Natriums, Kaliums und Ammoniums verstanden werden. Die wasserlöslichen Salze der in den erfindungsgemässen Gemischen enthaltenen aromatischen Acyloxycarbonsäuren besitzen hohe Löslichkeit und hohe Lösungsgeschwindigkeit in Wasser, sind einfach herzustellen und haben einen höheren Schmelzpunkt als die ihnen zugrundeliegende Säure.
Dieser hohe Schmelzpunkt ist für die praktische Anwendung von besonderer Bedeutung. Andernfalls könnte während der Lagerung eine Verklumpung des Gemisches, z.B. durch Sonneneinstrahlung oder Lagerung bei höherer Temperatur, eintreten. Das Natriumsalz der Benzoylsalicylsäure hat z. B. einen Schmelzpunkt von über 300 °C. Damit erfüllen die Salze der aromatischen Acyloxycarbonsäuren in idealer Weise die Forderung einer problemlosen Lagerung ohne Verklumpung, die sich auf die rasche und gleichmässige Lö-
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sung der erfindungsgemässen Mischung in Wasser oder wässrigen Systemen sehr nachteilig auswirken würde.
Die beim Lösen entstehende organische Persäure besitzt hervorragende, sehr rasch eintretende antimikrobielle Wirksamkeit. Diese sofort einsetzende keimtötende Wirkung der Persäure ist für die praktische Anwendung der erfindungsgemässen Mischungen als Desinfektionsmittel sehr wichtig, da unter den Bedingungen der Praxis die organischen Persäuren nicht lange beständig sind, sondern allmählich unter dem ka-talytischen Einfluss von Metallionen, Enzymen oder anderen katalytisch wirkenden Stoffen in Sauerstoff und in die zugrundeliegende Carbonsäure zerfallen.
Von besonderer Bedeutung für die praktische Anwendung der erfindungsgemässen Mischungen ist ferner, dass die zweite Komponente der Esterspaltung, d.h. die aromatische Hydroxycarbonsäure selbst antimikrobielle Wirkung besitzt. Ihre Wirkungsweise ist nicht mit der der Percarbonsäure, die zu einer raschen Keimtötung führt, vergleichbar. Jedoch übertrifft die aromatische Hydroxycarbonsäure die Percarbonsäure in ihrer Langzeitwirkung.
Das Mengenverhältnis aromatische Acyloxycarbonsäure zu H202-Abspalter kann in den erfindungsgemässen Mischungen in weiten Bereichen variiert werden. So kann ein molares Gewichtsverhältnis von 1:10 bis 10:1 verwendet werden. Vorzugsweise beträgt dieses Verhältnis 1:4 bis 4:1.
Die erfindungsgemässe Mischung kann auch organische und anorganische Salze zur Einstellung und Stabilisierung des pH-Wertes der aus der Mischung hergestellten Lösung enthalten. Solche Salze sind z.B. Alkaliphosphate, Alkali-pyrophosphate, Alkalipolyphosphate, Alkalitripoly-phosphate, Alkalicarbonate, Alkalibicarbonate, Alkaliborate, Alkaliacetate, Alkalicitrate, Alkalilactate und Alkalitartrate. Diese anorganischen und/oder organischen Salze können in einer Menge von 1 bis 90 Gew.-% und vorzugsweise von 5 bis 80 Gew.-% in den erfindungsgemässen Mischungen enthalten sein.
Auch waschaktive Stoffe können zugesetzt werden, die die Benetzungsfähigkeit und die Reinigungswirkung der aus ihnen hergestellten Lösung erhöhen, z.B. anionaktive Waschaktivstoffe, nämlich Alkylsulfate, wie Cocosfettalkyl-sulfate und Talgfettalkylsulfate; Alkylsulfonate, wie Lauryl-sulfonat; Alkylarylsulfonate, wie Alkylbenzolsulfonate, deren Alkylreste 8 bis 14 C-Atome enthalten; Seifen aus natürlichen oder synthetischen Fettsäuren; Alkyläthersulfate; Alkylphenoläthersulfate und Alkylsulfosuccinate, wie Laurylalkoholsulfosuccinat.
Nichtionogene Waschaktivstoffe, nämlich Alkylphenol-polyglykoläther, wie Nonylphenolpolyglykoläther; Fett-alkoholpolyglykoläther; Fettsäurepolyglykolester, Polyoxy-propylenglykole (Pluronics); Aminoxide, wie Dodecyldi-methylaminoxide und Betaine, wie Carboxy-, Sulfat- oder Sulfonat-betaine.
Der Gewichtsanteil dieser Stoffe kann in der erfindungsgemässen Mischung 0,5 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise 1 bis 50 Gew.-% betragen.
Ferner können Stoffe enthalten sein, die die Stabilität der bei der Hydrolyse gebildeten organischen Persäure erhöhen, z.B. Komplexbildner, wie Äthylendiamintetraessigsäure und deren Alkalisalze, Nitrilotriessigsäure und deren Alkalisalze, Alkalisalze der Metaphosphorsäure, Alkalisalze der Poly-phosphorsäure, wasserlösliche Salze höhermolekularer Poly-carbonsäuren, Alkylphosphonsäuren, Dialkylphosphon-säuren, wie Methylendiphosphonsäure, Polyphosphonsäuren, Harnstoff, Pyridin-2,3-dicarbonsäure oder Pyridin-2,6-dicarbonsäure.
Einige dieser Stoffe haben gleichzeitig die Aufgabe, Schwermetallionen, die mit den aromatischen Hydroxy-carbonsäuren farbige Komplexe ergeben können, durch
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Komplexbildung zu binden, während andere durch Bindung der die Wasserhärte verursachenden Erdalkaliionen das Wasser weich machen. Die genannten Stoffe können in einer Menge von 0,5 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise von 2 bis 20 Gew.-% in der erfindungsgemässen Mischung enthalten sein.
Auch inerte Füllstoffe können zugesetzt werden, z.B. Alkalisulfate, Alkalichloride, Alkalisilikate, Carboxymethyl-cellulose und wasserlösliche Salze aromatischer Sulfon-säuren, wie der Benzol-, Toluol-, Xylol- und der Cumolsul-fonsäure. Diese Stoffe, die auch die Aufgabe haben können, Wasser zu binden um ein Verklumpen der Mischung durch Luftfeuchtigkeit, freiwerdendes Kristallwasser oder andere H20-Quellen zu unterbinden, können in einer Menge von 0,5 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise 2 bis 50 Gew.-% in der Mischung verwendet werden.
Ferner können Korrosionsinhibitoren, Parfüms sowie weitere antimikrobielle Wirkstoffe zugesetzt werden. Geeignete Korrosionsinhibitoren sind Benzotriazol, Alkaliphosphate, Alkalihexametaphosphate, Alkalinitrate, Alkylphos-phate, Aminoxide, Ammoniumseifen, Natriumsilikat, Na-triumbenzoat, Natriumfluorid und Alkylsulfamidocarbon-säure..Die Menge der Korrosionsinhibitoren kann 0,5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-% betragen.
Als zusätzliche antimikrobielle Wirkstoffe eignen sich Carbonsäuren, wie Benzoesäure, Salicylsäure und Sorbinsäure, Phenole, wie 2,6-Dimethyl-4-bromphenol und o-Phenylphenol.
Die aus den erfindungsgemässen Mischungen hergestellten Lösungen eignen sich zur Desinfektion und Reinigung von Instrumenten, Geräten, Gebrauchsgegenständen,
Wand- und Boden- sowie anderen Oberflächen im Kranken-5 hausbereich, in der ärztlichen Praxis, im tierärztlichen Bereich, im Haushalt, in industriellen und öffentlichen Arbeitsbereichen sowie im Sanitärbereich.
Die Mischungen können in Form von Pulvern, Granula-0 ten, Tabletten oder anderen geformten Festkörpern vorliegen. Die Mischungen und die aus ihnen hergestellten wässrigen Lösungen sind praktisch geruchlos. Hinzu kommt als weiterer Vorteil, dass die Lösungen geschmacklich, physiologisch und toxikologisch unbedenklich sind.
15 Die antimikrobielle Wirksamkeit der aus den erfindungsgemässen Mischungen erhältlichen Lösungen geht aus den beigefügten Tabellen 1 bis 6 hervor (entsprechend Beispiele 1 bis 6). Die bakteriologischen Untersuchungen wurden gemäss den Richtlinien zur Prüfung chemischer Desinfektions-20 mittel (DGHM) durchgeführt.
Die Tabellen veranschaulichen:
das breite antimikrobielle Wirkungsspektrum, auch gegenüber Pilzen
25 die lange Wirkungsdauer (üblicherweise wird für eine Gebrauchsdesinfektionslösung eine Haltbarkeit von etwa 1 Tag gefordert) und die hervorragende Belastbarkeit durch Eiweiss (Serum).
Tabelle 1 Beispiel 1
Zusammensetzung:
1,8 g Acetylsalicylsäure 3,0 g Natriumperborat ad 200 g H20 perm.
t = 30 Minuten
Suspension, Bakterien
Suspension, Pilze
Keimträger Granaten Batist
Staphylococcus aureus
Fläche
Konzen
Staphyl. Klebsi-
Pyo-
Proteus
Tricho
Candida Asper-
Bacillus
Myco
PVC
Holz-
PVC
trat aureus ella genes vulgaris phyton albicans gillus subtilis bacte
Lack
pneu-
menta niger
rium
mon.
grophytes
smegma-tis
5
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2Vz
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15 >30
lh
>120
>6h
4h
10
2 Vi
2Vz
2/z
15
2 Vi
2Vz >30
lh
>120
>6h
lh
25
2 Vi
2Vz
2Vz
2 Vi
2 Vi
2/z >30
lh
>120
lh
lh
+ 20%
Serum
25
2/z
2 Vi
2Vz
2 Vi
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2 Vi
2 V2
2 Vi
2Vz
80
2 Vi
2 Vi
2 Vi
2/z
t = 18
Stunden
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2 Vi
2 Vi
2 Vi
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2Vz
2/z
2Vz
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2 Vi
2/z
2/z
2/z
MHK
5
5
10
5
.5
10 25
Escherichia coli Holz-Lack
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Tabelle 2 Beispiel 2
Zusammensetzung:
2,4 g Benzoylsalicylsäure 3,0 g Na-perborat ad 200 g H20 perm.
t = 30 Minuten
Suspension, Bakterien
Suspension, Pilze
Keimträger
Staphylococcus
Fläche
Esche
Granaten Batist aureus
richia coli
Konzen
Staphyl.
Klebsi
Pyo
Proteus
Tricho
Candida Asper-
Bacillus
Myco
PVC
Holz-
PVC
Holz-
tration aureus ella genes vulgaris phyton albicans gillus subtilis bacte
Lack
Lack
pneu-
mon.
menta-
grophy-tes niger
rium smegma-
tis
5
2 Vi
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2 Vi
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>6h
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2 Vi
2 Vi
2 Vi
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2 Vi
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3h
>120
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2 Vi
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2 Vi
2 Vi lh
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2 Vi
2 Vi
2 Vi
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2 V2
2 Vi
2 Vi
2 Vi
t = 18 Stunden
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>30
2 Vi
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2 Vi
2 Vi
2 !A
2 Vi
50
2 Vi
2 Vi
2 Vi
2 Vi
MHK
5
5
5
5
5
25
25
Tabelle 3 Beispiel 3
Zusammensetzung:
1,8 g 4-Acetoxy-benzoesäure 3,0 g Na-perborat ad 200 gH20
t = 30 Minuten
Konzentration
Staphylococcus aureus
Klebsiella pneumoniae
Pyogenes
Proteus vulgaris
5 10
Zusammensetzung:
30' 2Vi'
2W 2W
2,1 g 4-(Methoxymethylcarbonyloxy)-benzoesäure 3,0 g Na-perborat ad 200 gH20
5'
2 W
2W VA'
Konzentration
5 10 25
Staphylococcus aureus
5'
2Vi 2 Vi'
Klebsiella pneumoniae
>30'
>30'
>30'
Pyogenes
>30' >30' >30'
Proteus vulgaris
>30' >30' >30'
631869 6
Tabelle 4 Beispiel 4
Zusammensetzung: 3,0 g 2-(4-Methoxybenzoyloxy)-benzoesäure-Na- Salz
3,2 g Na-percarbonat t = 30 Minuten ad 100 g H20
Suspension Bakterien
Konzen- Staphylo- Klebsi- Pyo-trat coccus ella genes aureus pneu-mon.
Suspension Pilze Keimträger
Granaten Batist
Proteus Tricho- Candida Asper- Bacillus Myco-vulgaris phyton albicans gillus subtilis bacte-menta- niger rium grophytes smegmatis
Staphylococcus Fläche Esche-aureus richia coli
PVC Holz- PVC Holz-Lack Lack.
0,1
30'
>30'
>30'
>30'
15'
>30'
>30'
0,25
15'
15'
>30'
2 Vi'
15'
>30'
>30'
0,5
2 Vi'
15'
>30'
2 Vi'
15'
>30'
>30'
1
2 Vi'
2Vz'
>30'
2 Vi'
5'
30'
>30'
2,5
2Vz'
2 W
15'
2 Vi'
2Vz
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>30'
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>6h
>6b
>6h
5
2 Vi'
2W
5'
2Vi'
2 Vi'
2Vz'
>30'
>6h
>6h
>6"
>6h
10
2 Vi'
2W
2Vz'
2Vi'
2Vz'
2Vi'
30' >6h
>6h
>6h
2h
>6h
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2Vz'
2 Vi'
2W 2h lh lh
2h
2h
MHK
5
5
5
1
1
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Tabelle 5 Beispiel 5
Zusammensetzung: 3,0 g 2-(4-Methoxybenzoyloxy)-benzoesäure Na-Salz 3,2 g Na-percarbonat ad 100 g H20
Suspension Bakterien
Konzentration Staphylococcus Klebsiella Pyogenes Proteus vulgaris aureus pneumoniae t = 30 Minuten, 20% Serum
1 >30' >30' >30' >30'
2,5 2Vi' >30' >30' 5'
5 2Vi' 2*4' 5' 5'
10 2 Vi' 2lA' 5' 5'
t = 24 Stunden
1 15' >30' >30' >30'
2,5 15' >30' >30' >30'
5 5' 30' >30' 15'
10 5' 5' 15' 5'
MHK
Tabelle 6 Beispiel 6
Zusammensetzung: 2,5 g Sorbinsäure-(2-carboxy-phenyl)-ester Na- Salz
3,0 g Na-perborat t = 30 Minuten ad 200 gH20
Suspension Bakterien Suspension Pilze Keimträger Staphylococcus Fläche Esche-
Granaten Batist aureus richia coli
Konzen- Staphylo- Klebsi- Pyo- Proteus Tricho- Candida Asper- Bacillus Myco- PVC Holz- PVC Holztrat coccus ella genes vulgaris phyton albicans gillus subtilis bacte- Lack Lack aureus pneu- menta- niger rium mon. grophytes smegmatis
5
30' 2 Vi'
5'
2 Vi'
2Vz'
2Vz'
>30'
>6h
>120'
>6h
4h
10
2 Vi' 2 Vi'
2 Vi'
2Vz'
2Vz'
2Vz'
>30'
>6h
>120'
4h
2h
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2 Vi' 2 Vi' 20% Serum
2 Vi'
2Vz'
IVz'
2Vz'
2VS
15'
30'
lh lh
5
5' 5'
>30'
15'
10
2 Vi' 2 Vi'
5'
2Vz'
25
2 Vi' 2 Vi'
2 Vi'
2Vi'
MHK
5 5
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s
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