CH635743A5 - Zahn-wurzelkanalstift. - Google Patents

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CH635743A5 CH1369177A CH1369177A CH635743A5 CH 635743 A5 CH635743 A5 CH 635743A5 CH 1369177 A CH1369177 A CH 1369177A CH 1369177 A CH1369177 A CH 1369177A CH 635743 A5 CH635743 A5 CH 635743A5
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Dent Herbert Dr Med Spang
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00—Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225—Fastening prostheses in the mouth
    • A61C13/30—Fastening of peg-teeth in the mouth
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
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  • Veterinary Medicine (AREA)
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Description


  
 

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   PATENTANSPRÜCHE
1. Zahn-Wurzelkanalstift mit Zugsicherung und einem einen Materialaufbau ermöglichenden Kopf, dadurch gekennzeichnet, dass er über einem untersten, konischen, glatten Stiftteil (2) auf einem Teil seiner Länge ein der Verankerung dienendes konisches Gewinde (4) sowie darüber den Kopf (6, 6a, 6b) aufweist.



   2. Stift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unterste Stiftteil (2) eine Konizität von 0,02 mm pro 1 mm Länge aufweist.



   3. Stift nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Gewinde (4) von höchstens 0,15 mm Gangtiefe und starker Steigung aufweist.



   4. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer korrosionsfesten Nicht-Edelmetall-Legierung besteht.



   5. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Bildung des Kopfes (6b) gespalten oder gebogen ist, oder dass er einen aufgepressten Kopf (6) aus Metall oder Kunststoff aufweist.



   6. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass seine Stärke und Länge durch eine auf dem Stift angebrachte Farbkodierung kenntlich gemacht ist.



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zahn-Wurzelkanalstift mit Zugsicherung und einem einen Materialaufbau ermöglichenden Kopf.



   Zahn-Wurzelkanalstifte der eingangs genannten Art sind bekannt. So zeigt z. B. die GB-PS 1 347 227 einen solchen Stift, der ein zylindrisches Gewinde mit einem Kopf aufweist. Ein ähnlicher Wurzelkanalstift ist in der CH-PS 562 605 beschrieben. Die Verwendung solcher zylindrischer Stifte ist mit gewissen Nachteilen verbunden. Es ist einmal nicht möglich, den Wurzelkanal vor dem Einsetzen der Stifte mittels der üblichen, genormten, leicht konischen Kanalerweiterungsinstrumente zu bearbeiten, sondern es ist mit einem passenden Spezialbohrer eine zylindrische Bohrung vorzubereiten. Entsprechend ist es mit zylindrischen Wurzelkanalstiften nicht möglich, das Wurzelfüllmaterial in den Wurzelkanälen zu verdichten und nachzupressen. Hierzu mussten separate Wurzelkanalstifte verwendet werden, wie sie z.

  B. aus dem Prospekt  Wurzelkanalinstrumente  der Vereinigten Dentalwerke, Zdarsky, Ehrler KG in München bekannt sind. Sie sind entweder aus Guttapercha, Kunststoff oder Silber hergestellt, sind glattwandig und haben durchweg die Form eines sich schwach verjüngenden Konus. Diese bekannten Wurzelfüllstifte sind geeignet für die obenerwähnten Aufgaben, sie sind aber nicht geeignet für die Verankerung von Füllungs- oder Aufbaumaterialien für die Wiederherstellung der Zahnkronen, da sie weder eine Zugsicherung noch einen Kopf zur Verankerung des Materials aufweisen.



   In der Regel wird heute so vorgegangen: Der zuvor instrumentell erweiterte Wurzelkanal wird mit einem Wurzelfüllmaterial gefüllt und dann ein Wurzelfüllstift nachgeschoben. Die meist vorausgegangene Karies und die Eröffnung des Wurzelkanals verursachen eine solche Schwächung oder Zerstörung der natürlichen   Zahnkrone,    dass eine Verstärkung mechanischer Art in der Regel notwendig ist. Für diese wird üblicherweise der Wurzelkanal nach der Füllung mit speziellen Bohrern teilweise wieder ausgebohrt und in diese Bohrung ein Gewindestift oder (nach Abformung der Bohrung) ein gegossener Stift eingelegt, die dann mit ihren vorstehenden Enden zur Verankerung der Füllungs- oder Aufbaumaterialien dienen. Damit der erwähnte Wurzelfüllstift beim Ausbohren nicht herausgezogen wird, muss er zuvor so gekürzt werden, dass er vom Bohrer nicht erfasst wird.

  Dies erschwert sowohl das schon an sich umständliche Einführen des Stiftes mit einer Pinzette wie auch das Verdichten und Nachstopfen. Dazu ist es schwierig, die richtige Länge für den Stift zu finden. Dieses übliche Verfahren ist in jedem Fall an sich umständlich, da in einem Wurzelkanal zwei verschiedene Stifte in zwei zeitlich getrennten Operationen hintereinander eingebracht werden müssen (Prospekt  Endo-Post  der Firma KERR).



   Es ist zwar auch bekannt, konische Gewindestifte oder eine konische, vorher zur Erweiterung des Wurzelkanals dienende Feile als Verankerungsstift einzuzementieren, in welchem Falle nicht unbedingt ein Wurzelfüllstift erforderlich ist. In keinem Falle kann jedoch mittels des Wurzelkanalstiftes eine optimale Verdichtung des Wurzelfüllmaterials und damit eine vom physiologischen und vom mechanischen Standpunkt optimale Wurzelbehandlung und Verankerung erzielt werden, weil die benutzten Schrauben und Feilen durchgehend einen geschwächten Querschnitt mit Unebenheiten aufweisen und folglich weder optimale Festigkeit aufweisen noch eine zuverlässige und hochgradige Verdichtung des Wurzelfüllmaterials erlauben (P. Guldener, Bern, 1977 Selbstverlag  Kompendium der Praktischen Endodontie ).



   Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Wurzelkanalstift zu schaffen, welcher in einem einfachen einphasigen Verfahren zugleich eine sehr zuverlässige Verankerung hoher Festigkeit und eine optimale Verdichtung des Wurzelfüllmaterials erlaubt. Dieses Ziel wird durch die Merkmale nach dem unabhängigen Anspruch erreicht. Mit dem untersten, bzw. vordersten, konischen, glatten Teil des Stiftes, dessen Konizität vorzugsweise derjenigen der üblichen normierten Instrumente zur Erweiterung des Wurzelkanals entspricht, kann nun das   Wurzelfüllmaterial    unmittelbar beim Einsetzen des Stiftes optimal verdichtet werden.

  Da der Stift nur auf einer relativ kurzen Strecke mit Gewinde versehen ist, das vorzugsweise aufgesetzt ist, d. h. über den Stiftdurchmesser herausragt, ist der Stift nicht geschwächt und weist somit eine grosse Biegefestigkeit auf, die ein sehr intensives Zusammendrücken, Verdichten und Verdrängen des Wurzelfüllmaterials auch in die Seitenkanäle gestattet. Nach erfolgter Verdichtung des Füllmaterials wird der Stift direkt durch leichtes Einschrauben in den Wurzelkanal fest eingesetzt. Der Stift ermöglicht somit gesamthaft ein sehr einfaches, wirkungsvolles Verfahren zum Einsetzen und Verankern des Stiftes.



   Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert, welche bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Wurzelkanalstiftes und seiner Anwendung zeigt.

 

   Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform des Wurzelkanalstiftes in starker Vergrösserung;
Fig. 2 zeigt eine Ansicht des Stiftes nach Fig. 1 von unten;
Fig. 3 und 4 zeigen weitere Ausführungsvarianten des Wurzelkanalstiftes;
Fig. 5 zeigt einen Teil einer üblichen, normierten Feile zur Erweiterung des Wurzelkanals, und die
Fig. 6 bis 8 zeigen die Anwendung des Instrumentariums nach Fig. 1-5.



   Der Wurzelkanalstift 1 nach Fig. 1 weist einen glatten, unteren konischen Verdichtungsteil 2 mit konischer Spitze 3 auf. Uber diesem Verdichtungsteil folgt ein Gewinde 4 mit aufgesetztem Gewinde 5, über welchem der Kopf 6 folgt, der zur sicheren Verankerung plastisch eingebrachter und dann erhärtender Füll- und Aufbaumaterialien auf Zug und Dre  



  hung mit Längsrillen 7 und Umfangsrillen 8 versehen ist.



  Über dem Kopf 6 weist der Stift eine eingedrehte Sollbruchstelle 9 auf, über welcher sich der Griffteil 10 befindet. Der Stift 1 besteht vorzugsweise aus einer rostfreien Chrom-Nikkel-Stahl- oder einer kochkorrosionsfesten Chrom-Kobalt Molybdän-Legierung.



   Die Form und Dimensionen des Wurzelkanalstiftes sind denjenigen normierter Instrumente zur Wurzelkanalerweiterung angepasst. Ein Instrument dieser Art in Form einer Feile 11 mit spiralförmiger Schneidkante 12 ist in Fig. 5 dargestellt, wobei der Handgriff 13 nur teilweise sichtbar ist.



  Wie aus der Zeichnung ersichtlich, entsprechen die Abmessungen des konischen Schaftes 2 und des Gewindeteils 4 zusammen denjenigen eines entsprechenden Teilstückes der Feile 11. Die Teile 2, 4 des Stiftes nach Fig. 1 werden also praktisch spielfrei in einen mittels der Feile 11 nach Fig. 5 erweiterten Wurzelkanal passen. Den ISO-Normen entsprechend weist der Wurzelkanalstift eine gleichbleibende Konizität auf, nämlich eine Steigung von 0,02 mm pro 1 mm Länge. Auf der normierten Arbeitslänge von 16 mm der Teile 2 und 4 nimmt der Durchmesser von 0,5 mm auf 0,82 mm zu.



  Die Höhe der   Gewinderippe    5 beträgt 0,12 mm und wird höchstens 0,15 mm hoch ausgeführt. Sie weist eine starke Steigung auf.



   Die Wurzelkanalstifte nach Fig. 3 und 4 unterscheiden sich von demjenigen nach Fig. 1 durch ihre Länge und ihre Durchmesser, wobei jedoch die Konizität dieselbe bleibt. Es ist damit gezeigt, dass nach Länge und Durchmesser verschiedenste Kombinationen möglich sind, wobei natürlich zu jedem Wurzelkanalstift ein entsprechendes ISO-Instrument zur Erweiterung des Wurzelkanals zu verwenden ist. Gemäss Fig. 3 ist ein Kopf 6a mit drei übereinanderliegenden, flach gepressten oder gedrehten Partien vorgesehen, während Fig. 4 einen Kopf 6b zeigt, der durch Aufschneiden und Spreizen des Stiftes gewonnen ist.



   In den Fig. 6 bis 8 ist ein Anwendungsbeispiel des Wurzelkanalstiftes in drei Längsschnitten dargestellt. 15 zeigt einen durch Karies zerstörten Backenzahn,   15a    die kariösen Zerstörungen,   15b    die verbleibenden gesunden Zahnhartsubstanzen, 1 5c das Zahnmark in den Wurzelkanälen. Abbildung 7 zeigt denselben Zahn nach Entfernung der zerstörten und unterminierten Zahnsubstanzen, wobei angedeutet ist, wie die Feile 11 zur Erweiterung der Wurzelkanäle 16 dient. Die Wurzelkanäle sind damit bereit zur Füllung und Aufnahme von Wurzelstiften. Fig. 8 zeigt denselben Zahn nach der Wiederherstellung: 1 5d zeigt das Wurzelfüllmaterial, zugleich Befestigungsmaterial, 1 zwei der Wurzelstifte, die nötigenfalls leicht gebogen sein können und deren Griff 10 nach erfolgtem Einsetzen abgebrochen wurde, 1 5e das Aufbaumaterial, z.

  B. ein mit Glaskörpern gefüllter, erhärteter Kunststoff, der plastisch eingebracht wurde, und 15f eine  über den wiederaufgebauten Kronenstumpf gesetzte künstliche Zahnkrone, z. B. aus Gussmetall mit aufgebranntem keramischem Überzug.



   Der Stift bringt folgende Vorteile: Da der Stift in dem für den Wurzelkanal bestimmten Teil den ISO-Normen ent spricht, können zum Aufbereiten und Erbohren des Wurzel kanals die üblichen, den ISO-Normen entsprechenden Er weiterungs- oder   Bohrinstrumente    benutzt werden. Entsprechen diese Instrumente der Stiftstärke, erfordert das Einbringen des Stiftes in den Wurzelkanal keine zusätzliche Erbohrung wie bei den anderen bekannten Verankerungsstiften.



   Da der Stift biegsam und elastisch ist, folgt er auch gekrümmten Kanälen. Er erspart das separate Einbringen eines speziellen und zuvor gekürzten Wurzelfüll-Stiftes zur Verdichtung des Wurzelfüllmaterials und erzielt neben der Vereinfachung des Einbringens einen den Gegebenheiten der menschlichen Zahnwurzeln entsprechenden bestmöglichen Halt gegenüber abscherenden und abziehenden Kräften. Zugleich vermittelt er dem Aufbau- oder Füllmaterial zur Wiederherstellung des zerstörten Zahnes eine solide Verankerung. Dazu wird der Stift - sicherer und handlicher als mit einer Pinzette - entweder mit den Fingern oder mit einem über den Kopf gesteckten Schlüssel eingedreht, nachdem er zuvor mit einer Wurzelfüllmasse beschichtet wurde.



   Zusammenfassend werden unten nochmals die Ziele und Vorteile angegeben, die mit dem dargelegten Wurzelkanalstift erreicht werden können:
1. Der Wurzelstift stellt erstmals eine Verbindung zwischen einem Wurzelfüllstift und einer Schraubverankerung dar.



   2. Es ist der erste Wurzelfüllstift aus einer korrosionsfesten Chrom-Nickel-Stahl- oder Chrom-Kobalt-Molybdän Legierung statt aus Silber, Kunststoff oder Guttapercha.



   3. Er hat ein Spezialgewinde, das dem Kern des Stiftes aufliegt und damit keine Schwächung hervorruft wie alle anderen eingeschnittenen Gewinde oder Kerben.



   4. Das Gewinde hat eine extrem hohe Steigung, damit beim Abzug die Dentinwände nicht ausreissen können.



   5. Der Wurzelstift hat einen runden Querschnitt auf der ganzen Länge und kann daher voll wandständig eingesetzt werden.



   6. Die Wandständigkeit durch die Übereinstimmung von Stift und Bohrung erzeugt beim Eindrehen über das Gewinde einen hohen Pressdruck, der das plastische Wurzelfüllmaterial in die Seitenkanäle und in das Wurzelkanaldelta drückt.



   7. Die Abmessungen des Stiftes entsprechen den ISO Normen, so dass die üblichen Instrumente für die Kanalaufbereitung verwendet werden können.



   8. Der Kopf des Wurzelstiftes ist so eingerichtet, dass ein dort eingebrachtes plastisches Material zug- und drehsicher verankert wird.

 

   9. Der Stift selbst ist zugsicher im Wurzelkanal verankert. Gegen Rotation wird er dadurch gesichert, dass die plastisch eingebrachten Aufbauten oder Ergänzungen immer unrund sind.



   10. Das Gewinde des Stiftes erlaubt in Verbindung mit der Griffigkeit des Kopfes ein späteres Wiederausdrehen und damit die Revision einer Wurzelfüllung - eine Eigenschaft, die kein anderer Stift mit einer tauglichen Retention besitzt.



   11. Die Manipulation im Munde ist durch den Handgriff und die Sollbruchstelle einfach und sicher. Die Stärke und
Länge des Stiftes kann eindeutig durch eine Farbkodierung und Numerierung erkenntlich gemacht werden.



   12. Ein Stift ohne Gewinde und gleicher Stärke und Län ge kann als Bohrlehre zum Messen der Kanallänge und des
Durchmessers dienen.



   13. Der Wurzelstift kann auch mit plastischen Stiften zur
Wurzelfüllung, die nachgepresst werden, kombiniert werden. 

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Zahn-Wurzelkanalstift mit Zugsicherung und einem einen Materialaufbau ermöglichenden Kopf, dadurch gekennzeichnet, dass er über einem untersten, konischen, glatten Stiftteil (2) auf einem Teil seiner Länge ein der Verankerung dienendes konisches Gewinde (4) sowie darüber den Kopf (6, 6a, 6b) aufweist.
  2. 2. Stift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unterste Stiftteil (2) eine Konizität von 0,02 mm pro 1 mm Länge aufweist.
  3. 3. Stift nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Gewinde (4) von höchstens 0,15 mm Gangtiefe und starker Steigung aufweist.
  4. 4. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer korrosionsfesten Nicht-Edelmetall-Legierung besteht.
  5. 5. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Bildung des Kopfes (6b) gespalten oder gebogen ist, oder dass er einen aufgepressten Kopf (6) aus Metall oder Kunststoff aufweist.
  6. 6. Stift nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass seine Stärke und Länge durch eine auf dem Stift angebrachte Farbkodierung kenntlich gemacht ist.
    Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zahn-Wurzelkanalstift mit Zugsicherung und einem einen Materialaufbau ermöglichenden Kopf.
    Zahn-Wurzelkanalstifte der eingangs genannten Art sind bekannt. So zeigt z. B. die GB-PS 1 347 227 einen solchen Stift, der ein zylindrisches Gewinde mit einem Kopf aufweist. Ein ähnlicher Wurzelkanalstift ist in der CH-PS 562 605 beschrieben. Die Verwendung solcher zylindrischer Stifte ist mit gewissen Nachteilen verbunden. Es ist einmal nicht möglich, den Wurzelkanal vor dem Einsetzen der Stifte mittels der üblichen, genormten, leicht konischen Kanalerweiterungsinstrumente zu bearbeiten, sondern es ist mit einem passenden Spezialbohrer eine zylindrische Bohrung vorzubereiten. Entsprechend ist es mit zylindrischen Wurzelkanalstiften nicht möglich, das Wurzelfüllmaterial in den Wurzelkanälen zu verdichten und nachzupressen. Hierzu mussten separate Wurzelkanalstifte verwendet werden, wie sie z.
    B. aus dem Prospekt Wurzelkanalinstrumente der Vereinigten Dentalwerke, Zdarsky, Ehrler KG in München bekannt sind. Sie sind entweder aus Guttapercha, Kunststoff oder Silber hergestellt, sind glattwandig und haben durchweg die Form eines sich schwach verjüngenden Konus. Diese bekannten Wurzelfüllstifte sind geeignet für die obenerwähnten Aufgaben, sie sind aber nicht geeignet für die Verankerung von Füllungs- oder Aufbaumaterialien für die Wiederherstellung der Zahnkronen, da sie weder eine Zugsicherung noch einen Kopf zur Verankerung des Materials aufweisen.
    In der Regel wird heute so vorgegangen: Der zuvor instrumentell erweiterte Wurzelkanal wird mit einem Wurzelfüllmaterial gefüllt und dann ein Wurzelfüllstift nachgeschoben. Die meist vorausgegangene Karies und die Eröffnung des Wurzelkanals verursachen eine solche Schwächung oder Zerstörung der natürlichen Zahnkrone, dass eine Verstärkung mechanischer Art in der Regel notwendig ist. Für diese wird üblicherweise der Wurzelkanal nach der Füllung mit speziellen Bohrern teilweise wieder ausgebohrt und in diese Bohrung ein Gewindestift oder (nach Abformung der Bohrung) ein gegossener Stift eingelegt, die dann mit ihren vorstehenden Enden zur Verankerung der Füllungs- oder Aufbaumaterialien dienen. Damit der erwähnte Wurzelfüllstift beim Ausbohren nicht herausgezogen wird, muss er zuvor so gekürzt werden, dass er vom Bohrer nicht erfasst wird.
    Dies erschwert sowohl das schon an sich umständliche Einführen des Stiftes mit einer Pinzette wie auch das Verdichten und Nachstopfen. Dazu ist es schwierig, die richtige Länge für den Stift zu finden. Dieses übliche Verfahren ist in jedem Fall an sich umständlich, da in einem Wurzelkanal zwei verschiedene Stifte in zwei zeitlich getrennten Operationen hintereinander eingebracht werden müssen (Prospekt Endo-Post der Firma KERR).
    Es ist zwar auch bekannt, konische Gewindestifte oder eine konische, vorher zur Erweiterung des Wurzelkanals dienende Feile als Verankerungsstift einzuzementieren, in welchem Falle nicht unbedingt ein Wurzelfüllstift erforderlich ist. In keinem Falle kann jedoch mittels des Wurzelkanalstiftes eine optimale Verdichtung des Wurzelfüllmaterials und damit eine vom physiologischen und vom mechanischen Standpunkt optimale Wurzelbehandlung und Verankerung erzielt werden, weil die benutzten Schrauben und Feilen durchgehend einen geschwächten Querschnitt mit Unebenheiten aufweisen und folglich weder optimale Festigkeit aufweisen noch eine zuverlässige und hochgradige Verdichtung des Wurzelfüllmaterials erlauben (P. Guldener, Bern, 1977 Selbstverlag Kompendium der Praktischen Endodontie ).
    Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Wurzelkanalstift zu schaffen, welcher in einem einfachen einphasigen Verfahren zugleich eine sehr zuverlässige Verankerung hoher Festigkeit und eine optimale Verdichtung des Wurzelfüllmaterials erlaubt. Dieses Ziel wird durch die Merkmale nach dem unabhängigen Anspruch erreicht. Mit dem untersten, bzw. vordersten, konischen, glatten Teil des Stiftes, dessen Konizität vorzugsweise derjenigen der üblichen normierten Instrumente zur Erweiterung des Wurzelkanals entspricht, kann nun das Wurzelfüllmaterial unmittelbar beim Einsetzen des Stiftes optimal verdichtet werden.
    Da der Stift nur auf einer relativ kurzen Strecke mit Gewinde versehen ist, das vorzugsweise aufgesetzt ist, d. h. über den Stiftdurchmesser herausragt, ist der Stift nicht geschwächt und weist somit eine grosse Biegefestigkeit auf, die ein sehr intensives Zusammendrücken, Verdichten und Verdrängen des Wurzelfüllmaterials auch in die Seitenkanäle gestattet. Nach erfolgter Verdichtung des Füllmaterials wird der Stift direkt durch leichtes Einschrauben in den Wurzelkanal fest eingesetzt. Der Stift ermöglicht somit gesamthaft ein sehr einfaches, wirkungsvolles Verfahren zum Einsetzen und Verankern des Stiftes.
    Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert, welche bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Wurzelkanalstiftes und seiner Anwendung zeigt.
    Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform des Wurzelkanalstiftes in starker Vergrösserung; Fig. 2 zeigt eine Ansicht des Stiftes nach Fig. 1 von unten; Fig. 3 und 4 zeigen weitere Ausführungsvarianten des Wurzelkanalstiftes; Fig. 5 zeigt einen Teil einer üblichen, normierten Feile zur Erweiterung des Wurzelkanals, und die Fig. 6 bis 8 zeigen die Anwendung des Instrumentariums nach Fig. 1-5.
    Der Wurzelkanalstift 1 nach Fig. 1 weist einen glatten, unteren konischen Verdichtungsteil 2 mit konischer Spitze 3 auf. Uber diesem Verdichtungsteil folgt ein Gewinde 4 mit aufgesetztem Gewinde 5, über welchem der Kopf 6 folgt, der zur sicheren Verankerung plastisch eingebrachter und dann erhärtender Füll- und Aufbaumaterialien auf Zug und Dre **WARNUNG** Ende CLMS Feld konnte Anfang DESC uberlappen**.
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