CH635863A5 - Verfahren zur feinverteilung von pigmenten der dioxazinreihe. - Google Patents

Verfahren zur feinverteilung von pigmenten der dioxazinreihe. Download PDF

Info

Publication number
CH635863A5
CH635863A5 CH979978A CH979978A CH635863A5 CH 635863 A5 CH635863 A5 CH 635863A5 CH 979978 A CH979978 A CH 979978A CH 979978 A CH979978 A CH 979978A CH 635863 A5 CH635863 A5 CH 635863A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
grinding
added
fine distribution
pigment
stirred
Prior art date
Application number
CH979978A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Dr Spietschka
Manfred Urban
Erich Dr Paulus
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Publication of CH635863A5 publication Critical patent/CH635863A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0001Post-treatment of organic pigments or dyes
    • C09B67/0014Influencing the physical properties by treatment with a liquid, e.g. solvents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/02Bisoxazines prepared from aminoquinones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0001Post-treatment of organic pigments or dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist deshalb ein Verfahren zur Feinverteilung von Pigmenten der Dioxazinreihe durch Trok-kenmahlung eines grobkristallinen Rohpigments, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Rohpigment unter weitestgehender Erhaltung der Kristallinität bis zum gewünschten Feinverteilungsgrad gemahlen und anschliessend einer Lösemittelbehandlung unterworfen wird.
Wie bei allen Feinverteilungsverfahren, so ist es insbesondere bei Mahlungen erforderlich, dass der angestrebte Feinverteilungsgrad in einfacher Weise kontrolliert werden kann. Es wurde nun gefunden, dass das Röntgenbeugungs-spektrum eine einfache, schnelle und zuverlässige Methode zur Überwachung des Feinverteilungsprozesses darstellt. Man wählt hierzu im Röntgenbeugungsspektrum einen geeigneten Peak, dessen absolute Höhe in Relation zur absoluten Höhe des Untergrundes des Spektrums gesetzt wird. Der so erhaltene Quotient als Indexzahl und somit als Qualitätsmerkmal (Masszahl für Kristallgrösse und Kristallqualität) für den erreichten Mahlgrad des Pigments. Bevorzugt werden Spektren mit Cu Ka-Strahlung.
Im folgenden sind einige bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung näher beschrieben:
Die Mahlung erfolgt in einer Roll- oder Schwingmühle unter milden Mahlbedingungen. Dieses Ziel erreicht man am wirtschaftlichsten in einer Schwingmühle, die vorzugsweise mit einem duktilen Werkstoff ausgekleidet ist und in der Weise betrieben wird, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotierende Bewegungen ausführen und ihre kinetische Energie durch Auswahl von Masse und Grösse sowie durch Schwingkreis und Amplitude der Mühle möglichst klein gehalten wird. Ausserdem wird die Mühle mit einem hohen Anteil von Mahlkörpern betrieben. Es werden weiterhin Mahlkörper benutzt, die eine porenfreie Oberfläche besitzen, damit ein Zementieren auf der Mahlkörperoberfläche nicht stattfinden kann.
Es ist nicht erforderlich, die gegebenenfalls bei der Synthese des Rohpigments anfallenden Salze vor der Mahlung zu entfernen. Da vorzugsweise ohne Salzzusatz gemahlen wird, treten also keine zusätzlichen Abwasserprobleme auf. Selbstverständlich ist es möglich, auch mit Salzzusatz zu mahlen, wobei aber die Abhängigkeit des Röntgenindexes vom Salzgehalt berücksichtigt werden muss. Unter den genannten Voraussetzungen lassen sich alle grobkristallinen Rohpigmente in einfacher und wirtschaftlicher Weise feinverteilen.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
635863
Empirisch wurde gefunden, dass das Dioxazin Pigment Violet 23, C.I. 51319 beim Mahlen auf einen Röntgenindex von 5,0-6,6 nach dem Finish hinsichtlich Farbton, Farbstärke und Wetterechtheit für die Anwendung im Lack und in Kunststoffen ein optimales Pigment ergibt. Wird die Mahlung in der Weise durchgeführt, dass der Röntgenindex bei 2 3 liegt, so resultiert nach dem Finish ein im Lack sehr farbstarkes, rotstichiges Pigment, das jedoch hinsichtlich Wetterechtheit und Eignung für Kunststoffe den Praxis-Anforderungen weniger genügt. Liegt der Röntgenindex über 6,6, z.B. bei 10, so resultiert nach dem Finish ein hervorragend wetterechtes, im Lack deckenderes und blaustichigeres Pigment.
Da bei der Mahlung neben der angestrebten Zerkleinerung des Primärkristalls noch Agglomerationsvorgänge ablaufen und das Mahlgut gestörte Oberflächen aufweist, schliesst sich an die Mahlung zwangsläufig eine Lösemittelbehandlung an. Hierfür ist eine Reihe von Lösemitteln geeignet, wie z.B. aliphatische Alkohole mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Isobutanol; niedere aliphatische Ketone, aromatische und aliphatische Chlorkohlenwasserstoffe, heterocyclische Basen, N-alkylierte Carbonsäureamide, Carbonsäuren und deren Ester.
Arbeitet man mit der l,5fachen Menge Isobutanol bei Raumtemperatur in schwach saurem Medium, so beobachtet man nach kurzer Zeit die fortschreitende Benetzung und Desagglomeration des Mahlgutes, die sich in einer deutlichen Viskositätserhöhung des Ansatzes anzeigt.
Sobald sich die Visosität nicht mehr verändert, ist dieser Vorgang beendet. Durch Erhöhung der Temperatur bis zu 150°C, vorzugsweise 80 bis 125°C, wird der Finish abgeschlossen und das Pigment in bekannter Weise aufgearbeitet. Je nach dem coloristischen Anwendungszweck kann es sinnvoll sein, vor oder nach der Desagglomeration und vor oder nach der Temperaturbehandlung für den jeweiligen Anwendungszweck geeignete oberflächenaktive Mittel zuzusetzen. Beispielsweise führen Kolophoniumharze, die mit ungesättigten Carbonsäuren modifiziert sind, wie alkohollösliche mit Acryl-, Malein- oder Fumarsäure modifizierte Kolophoniumharze zu einer Verbesserung der Dispergierbarkeit in Lakken und einer verbesserten Eignung für Druckfarben.
In den folgenden Beispielen beziehen sich Prozentangaben auf das Gewicht.
Beispiel 1
387 kg Pigment Violet 23, C.I. 51319 (salzfrei) werden mit 2100 kg Mahlkörpern («Cylpebs», Durchmesser 12 mm, Hersteller Groh GmbH/Hof) auf einer Schwingmühle (Typ Palla U 50, Hersteller Humboldt Wedag/Köln), die mit Polypropylen ausgekleidet ist, zweimal mit einem Durchsatz von 20 kg pro Stunde bei 80-100°C so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1000 pro Minute, Schwingkreis 10 mm, Mahlkörperfüllgrad 90%). Das Mahlgut zeigt dann die Indexzahl 6,5 (Quotient aus der absoluten Peakhöhe des Röntgenreflexes mit Cu Ka-Strahlung bei 5,2° Ç und der (mittleren) absoluten Höhe des Untergrundes; vgl. Figur). Das Mahlgut mit dieser Indexzahl ist somit für den gewünschten Anwendungszweck geeignet und kann dem Lösemittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 675 kg 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden dazu 45 kg 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 2,25 kg Harzseife, 50% ig, eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Man rührt 14 Stunden bei Raumtemperatur nach, gibt dann 2700 1 Trinkwasser zu und destilliert das Isobutanol bei Temperaturen bis 100°C azeotrop ab. Man erhält 675 kg 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 387 kg gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 2
450 kg Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 2100 kg «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper auf einer Schwingmühle (Typ Palla U 50, Hersteller Humboldt Wedag/Köln), die mit Gummi ausgekleidet ist, zweimal mit einem Durchsatz von 23 kg pro Stunde bei 80-100°C so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1000 pro Minute, Schwingkreis 10 mm, Mahlkörperfüllgrad 90%). Das Mahlgut zeigt dann die Indexzahl 5,9. Das Mahlgut mit dieser Indexzahl ist somit für den gewünschten Anwendungszweck geeignet und kann dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 675 kg 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden dazu 45 kg 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 4,5 kg alkohollösliches Kolophonium-Maleinatharz, Fp (Kapillarmethode) 120-130°C, Säurezahl ca. 120 (® Alresat KM 706) eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Man rührt 14 Stunden bei Raumtemperatur nach, gibt dann 2700 1 Trinkwasser zu und destilliert das Isobutanol bei Temperaturen bis 100°C azeotrop ab. Man erhält 675 kg 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 387 kg gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 3
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in einer 1 1-Schwingmühle (Typ Vibratom, Hersteller Siebtechnik Mühlheim), die aus Polypropylen besteht, zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure zugegeben. Man trägt danach das Mahlgut ein und rührt 14 Stunden bei Raumtemperatur nach. Dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop abdestilliert. Man erhält 38,5 g 85%-iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,5 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 4
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1250 g Porzellankugeln (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,6 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84%ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g des im Beispiel 2
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
635863
4
genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop abdestilliert. Man erhält 38,5 g 85 %iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 5
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle sechs Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 2,1 erhalten.
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g des im Beispiel 2 genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop abdestilliert. Man erhält 38,5 g 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet. Das Pigment ist röter und farbstärker als das nach Beispiel 1 erhaltene Produkt.
Beispiel 6
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der in Beispiel 3 genannten Schwingmühle eine Stunde so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 8,1 erhalten.
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g des im Beispiel 2 genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop abdestilliert. Man erhält 38,5 g 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet. Das Pigment ist blauer als das nach Beispiel 1 erhaltene Produkt.
Beispiel 7
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Autoklaven werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 85% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g des im Beispiel 2 genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und der Ansatz 3 Stunden auf 125°C geheizt. Man lässt auf 80°C abkühlen und destilliert dann das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop ab. Man erhält 38,5 g 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 8
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 42,8 g Aceton vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84%ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g dimerisiertes Kolophoniumharz (® Dymerex Resin der Firma Hercules) eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werdem 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Aceton bis 100°C am Übergang abdestilliert. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 9
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 42,8 g Eisessig vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g alkohollösliches Fumarsäure-Kolophoniumharz, D 1,15, Säurezahl 110-130, Farbzahl < 30 (Alresat KM 400) eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben. Danach wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 10
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinvertei-
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
635863
lungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 57 g Chlorbenzol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84%ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g dimerisiertes Kolophoniumharz eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Chlorbenzol abdestilliert. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 11
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 beschriebenen Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 42,8 g Essigsäureäthylester vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g dimerisiertes Kolophoniumharz eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und der Essigsäureäthylester bis 100°C am Übergang abdestilliert. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 12
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 142,5 g Pyridin vorgelegt. Unter Rühren werden 0,26 g dimerisiertes Kolophoniumharz eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben. Danach wird abgesaugt und pyridin-frei gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 13
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 85,5 g Dimethylformamid vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure und danach 0,5 g Harzseife 50%ig, zugegeben. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben. Danach wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 14
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 1575 g «Cylpebs» (Durchmesser 12 mm) als Mahlkörper in der im Beispiel 3 genannten Schwingmühle zwei Stunden so gemahlen, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotieren (Umdrehungszahl 1400 pro Minute, Schwingkreis 4 mm). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 5,9 erhalten. Da der angestrebte Feinverteilungsgrad erreicht ist, kann das Mahlgut dem Lösungsmittelfinish zugeführt werden.
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 0,26 g des im Beispiel 2 genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut untèr Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop abdestilliert. Man erhält 38,5 g 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 15
30 g Pigment Violet 23, C.I. 51319 (mit 14% Salz aus der Synthese) werden mit 2450 g Stahlkugeln (Durchmesser 9 mm) als Mahlkörper in einer 11-Kunststoffmühle (Polypropylen, Durchmesser 11 cm) 24 Stunden rollgemahlen (Drehzahl 90 pro Minute, Mahlkörperfüllgrad 55 %). Es wird ein Mahlgut mit der Indexzahl 2,5 erhalten.
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren werden 2,6 g 84% ige Phosphorsäure zugegeben und anschliessend 0,26 g des im Beispiel 2 genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das Mahlgut unter Rühren ein. Es wird 14 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, dann werden 154 ml Trinkwasser zugegeben und das Isobutanol bis 100°C am Übergang azeotrop abdestilliert. Man erhält 38,5 g 85%iges Isobutanol zurück, das in dieser Form wieder eingesetzt wird. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet. Das Pigment ist röter und farbstärker als das nach Beispiel 1 erhaltene Produkt.
Beispiel 16
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt und unter Rühren 0,26 g des in Beispiel 8 genannten Harzes eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das nach Beispiel 3 erhaltene Mahlgut unter Rühren ein. Man rührt 14 Stunden bei Raumtemperatur nach, gibt dann 154 ml Trinkwasser zu und destilliert das Isobutanol bis zu einer Temperatur von 100°C am Übergang ab. Der Destillationsrückstand wird abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,8 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet.
Beispiel 17
In einem Rührgefäss werden 38,5 g 85 %iges Isobutanol vorgelegt und unter Rühren 1 g Natriumcarbonat zugegeben
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
635 863
6
und anschliessend 1,25 g einer 25 %igen wässrigen Lösung eines anionaktiven Hilfsmittels (Natriumsalz des Tributyl-phenol-polyglykoläther-schwefelsäureesters mit einem Gehalt von 7-8 Äthylenoxideinheiten), die noch 1 % Harnstoff und wenig anorganische Salze enthält, eingetragen. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das nach Beispiel 3 erhaltene Mahlgut unter Rühren ein. Man rührt 14 Stunden bei Raumtemperatur nach, gibt dann 154 ml Trinkwasser zu und kocht 5 Stunden unter Rückfluss. Danach wird das Isobutanol bei einer Temperatur bis 100°C am Übergang abdestilliert. Man lässt auf 60°C abkühlen, gibt eine Mischung aus 5 g 89%iger Phosphorsäure und 75 ml Trinkwasser zu und rührt eine Stunde bei 60°C nach. Anschliessend wird der Destillationsrückstand abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,7 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet. Das Pigment ist blauer und besser dispergierbar als das in Beispiel 2 beschriebene Pigment.
Beispiel 18
In einen Autoklaven werden 38,5 g 85%iges Isobutanol vorgelegt. Unter Rühren gibt man 2,5 g 33%ige Natronlauge und anschliessend 1,25 g des in Beispiel 17 beschrie-5 benen Hilfsmittels zu. Man rührt eine Stunde nach und trägt dann das nach Beispiel 3 erhaltene Mahlgut unter Rühren ein. Man rührt 14 Stunden bei Raumtemperatur nach, gibt dann 154 ml Trinkwasser zu, heizt auf 125°C auf und hält diese Temperatur 5 Stunden lang aufrecht. Anschlies-io send lässt man auf 80°C abkühlen und destilliert dann das Isobutanol bei einer Temperatur bis 100°C am Übergang azeotrop ab. Danach lässt man auf 60°C abkühlen, gibt eine Mischung aus 5 g 89%iger Phosphorsäure und 25 ml Trinkwasser zu und rührt eine Stunde bei 60°C nach. Anschlies-15 send wird der Destillationsrückstand abgesaugt und neutral gewaschen. Man erhält 25,7 g gefinishtes Produkt, das sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen eignet. Das Pigment ist blauer und besser dispergierbar als das in Beispiel 2 beschriebene Pigment.
v
1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

635863 2 PATENTANSPRÜCHE
1. Umfällung aus einem Lösemittel (insbesondere Säuren)
und
1. Verfahren zur Feinverteilung von Pigmenten der Dioxazinreihe durch Trockenmahlung eines grobkristallinen Rohpigmentes, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohpigment unter weitestgehender Erhaltung der Kristallinität bis zum gewünschten Feinverteilungsgrad gemahlen und anschliessend einer Lösemittelbehandlung unterworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mühle eine mit einem duktilen Werkstoff ausgekleidete Schwingmühle ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mühle so betrieben wird, dass die Mahlkörper im wesentlichen nur rotierende Bewegungen ausführen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mühle mit Mahlkörpern einer möglichst glatten porenfreien Oberfläche betrieben wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mühle mit einem hohen Anteil an Mahlkörpern betrieben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ohne Zusatz von Mahlhilfsmitteln gemahlen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der gewünschte Feinverteilungsgrad über das Röntgenspektrum kontrolliert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösemittel Isobutanol ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösemittelbehandlung in schwach saurem Medium durchgeführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösemittelbehandlung im neutralen oder alkalischen Medium durchgeführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man oberflächenaktive Mittel zusetzt.
Es ist bekannt, dass die anwendungstechnischen Eigenschaften eines Pigmentes entscheidend von der Grösse und physikalischen Qualität des Primärkorns abhängig sind. Da in der Praxis, insbesondere bei den teureren Pigmenten, sowohl auf höchste Farbstärke als auch auf bestmögliche Wetterechtheit Wert gelegt wird, kommt dem Feinverteilungs-prozess bei allen Pigmenten, die bei der Synthese grobkristallin anfallen, wie z.B. den Dioxazinen, entscheidende Bedeutung zu. Allgemein stehen zwei Methoden zur Wahl:
2. Mahlung.
Aus der DE-PS 946 560 ist bekannt, dass man Dioxazine mit Dichloressigsäure oder aromatischen Sulfonsäuren umfallen kann (Schwefelsäure ist nicht geeignet, da sie sulfie-rend wirkt). Neben der aufwendigen Isolierung und Neutralwaschung des Produkts ist die Aufarbeitung des Abwassers aus ökologischen Gründen erforderlich, aber wirtschaftlich nicht vertretbar. Ausserdem ist das dort beschriebene Verfahren sehr empfindlich gegen Verunreinigungen und führt deshalb bei der Produktion zu schlecht reproduzierbaren Ergebnissen.
Das in der GB-PS 12 40 278 beschriebene Mahlverfahren erfordert als Mahlhilfsmittel anorganische Salze im Verhältnis 1:9, die nach beendeter Feinverteilung in einem gesonderten Arbeitsgang vom Pigment abgetrennt werden müssen. Da aus Gründen der Reinhaltung der Abwässer diese grossen Mengen anorganischer Salze aus den Waschlaugen entfernt werden müssen, ist dieses Verfahren sowohl von der
Materialseite als auch vom Arbeitsaufwand her unwirtschaftlich.
Das in der DE-PS 12 25 598 beschriebene Verfahren um-fasst eine Mahlung, die bis zur völligen Zerstörung der kristallinen Struktur des Pigmentes getrieben wird. Die anschliessende Lösemittelbehandlung ist nicht in der Lage, die bei dieser starken Mahlung entstandenen Gitterschäden zu beseitigen, was sich in coloristischen Mängeln, insbesondere schlechter Wetterechtheit, äussert.
Grundsätzlich gilt für jede Mahlung, auch in Gegenwart von Mahlhilfsmitteln, dass neben der erwünschten Zerkleinerung der eingesetzten grossen Kristalle auch eine durch die Mahlenergie verursachte Reagglomeration stattfindet. Der Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu finden, bei dem der erforderliche Zerkleinerungsgrad erhalten wird, die Reagglomeration jedoch möglichst zurückgedrängt wird. Im Gegensatz zu den in der GB-PS 12 40 278 und DE-PS 12 25 598 beschriebenen Verfahren wird somit erfindungsgemäss eine Feinverteilung angestrebt, bei der keineswegs eine völlige Zerstörung des Gitters des Rohpigments erfolgt, sondern die hochkristalline Struktur des Rohpigments soweit wie möglich erhalten bleibt.
CH979978A 1977-09-22 1978-09-19 Verfahren zur feinverteilung von pigmenten der dioxazinreihe. CH635863A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2742575A DE2742575C2 (de) 1977-09-22 1977-09-22 Verfahren zur Feinverteilung von Pigmenten der Dioxazinreihe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH635863A5 true CH635863A5 (de) 1983-04-29

Family

ID=6019569

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH979978A CH635863A5 (de) 1977-09-22 1978-09-19 Verfahren zur feinverteilung von pigmenten der dioxazinreihe.

Country Status (9)

Country Link
US (1) US4253839A (de)
JP (1) JPS5456630A (de)
BR (1) BR7806160A (de)
CH (1) CH635863A5 (de)
DE (1) DE2742575C2 (de)
FR (1) FR2404031B1 (de)
GB (1) GB2004905B (de)
IN (1) IN149992B (de)
MX (1) MX149369A (de)

Families Citing this family (20)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5632548A (en) * 1979-08-23 1981-04-02 Sumitomo Chem Co Ltd Preparation of stable type dioxazine violet pigment
US4481358A (en) * 1981-04-10 1984-11-06 Sumitomo Chemical Company, Limited Process for producing dioxazine violet pigment
JPH0778179B2 (ja) * 1986-12-11 1995-08-23 住友化学工業株式会社 ジオキサジンバイオレツト顔料の製造方法
DE59108142D1 (de) * 1990-12-06 1996-10-10 Hoechst Ag Pigmentzubereitungen
US5240499A (en) * 1990-12-21 1993-08-31 Hoechst Aktiengesellschaft Surfactant triazine compounds and their use
JP3388591B2 (ja) * 1991-03-22 2003-03-24 クラリアント・ゲゼルシヤフト・ミト・ベシユレンクテル・ハフツング C.i.ピグメント・バイオレット23を基礎とする顔料調製物の製造方法
US5298076A (en) * 1993-03-23 1994-03-29 Ciba-Geigy Corporation Carbazole dioxazine-pigmented plastics and coatings
DE4400329A1 (de) * 1994-01-07 1995-07-20 Hoechst Ag Verwendung von Fettsäuretauriden zum Dispergieren polycyclischer Pigmente
US5734050A (en) 1994-05-30 1998-03-31 Nippon Kayaku Kabushiki Kaisha Process for producing dioxazine compounds, colored materials therewith and dioxazine compounds having a plate-like crystal form
EP0753544B1 (de) * 1995-07-06 2001-10-31 Clariant GmbH Verfahren zur Herstellung von flüssigen Pigmentpräparationen
DE19616364A1 (de) * 1996-04-24 1997-10-30 Hoechst Ag Oberflächenbehandelte Chinacridon- und Dioxazin-Pigmente
ES2370485T3 (es) 1999-07-09 2011-12-16 Basf Se C.i. pigmento red 254 con propiedades colorantes mejoradas.
DE10049199A1 (de) 2000-10-05 2002-04-18 Clariant Gmbh Verfahren zur Feinverteilung von organischen Pigmenten
US6476222B2 (en) 2001-01-05 2002-11-05 Sun Chemical Corporation Preparation of heat stable pigment violet 23
EP1409140B1 (de) * 2001-06-29 2005-08-10 Eurand Pharmaceuticals Ltd. Verfahren zur arzneimittelaktivierung mittels schwingmühle
US7204874B2 (en) * 2001-10-24 2007-04-17 Pentron Clinical Technologies, Llc Root canal filling material
DE102005008659A1 (de) * 2005-02-25 2006-08-31 Clariant Produkte (Deutschland) Gmbh Verfahren zur Herstellung transparenter Dioxazinpigmente
DE102005050511A1 (de) * 2005-10-21 2007-04-26 Clariant Produkte (Deutschland) Gmbh Verfahren zur Herstellung von feinteiligem C.I. Pigment Red 254
DE102007031354A1 (de) 2007-07-05 2009-01-08 Clariant International Limited Pigmentzubereitungen auf Basis von Dioxazinen
JP5666037B1 (ja) * 2014-03-13 2015-02-04 株式会社Dnpファインケミカル 顔料分散液の製造方法、顔料分散液及びカラーフィルタ用着色樹脂組成物

Family Cites Families (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3126293A (en) * 1964-03-24 Milling process
CA660704A (en) * 1963-04-02 Mory Rudolf Process for conditioning dioxazine pigments
US2857400A (en) * 1955-09-19 1958-10-21 Du Pont Pigment production
CH347924A (de) 1956-10-17 1960-07-31 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung feinkristalliner Pigmentfarbstoffe der Dioxazinreihe
FR1233268A (fr) * 1958-08-07 1960-10-12 Ciba Geigy Procédé de fabrication de pigments dioxaziniques à l'état finement divisé
US3127412A (en) * 1959-09-29 1964-03-31 Ciba Ltd Process for conditioning pigments
DE1225598B (de) * 1961-09-16 1966-09-29 Siegle & Co G M B H G Verfahren zur Herstellung von feinverteilten und farbstarken Pigmenten
GB956515A (en) * 1962-03-19 1964-04-29 Ici Ltd Process for reducing particle size
DE1619531A1 (de) * 1967-06-19 1971-02-11 Hoechst Ag Verfahren zur UEberfuehrung von Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsaeurediimid in eine coloristisch wertvolle Pigmentform
US3598625A (en) * 1967-11-14 1971-08-10 Cities Service Co Production of pigmentary grade colorants
DE1936312B1 (de) * 1969-07-17 1971-01-07 Siegle & Co Gmbh G Verfahren zur Herstellung von feinverteilten Rohpigmentpulvern
DE2506832C3 (de) * 1975-02-18 1978-10-05 Basf Ag, 6700 Ludwigshafen Verfahren zur Überführung von Rohkupferphthalocyaninen in eine Pigmentform
US4069783A (en) * 1976-11-11 1978-01-24 Sun Oil Company Limited Method of and apparatus for disaggregating particulate matter
US4165840A (en) * 1978-01-10 1979-08-28 Anglo-American Clays Corporation Method for brightening natural calcitic ores

Also Published As

Publication number Publication date
GB2004905B (en) 1982-03-24
FR2404031A1 (fr) 1979-04-20
DE2742575C2 (de) 1982-05-19
IN149992B (de) 1982-06-26
JPS5456630A (en) 1979-05-07
FR2404031B1 (fr) 1985-11-22
BR7806160A (pt) 1979-04-17
MX149369A (es) 1983-10-28
DE2742575B1 (de) 1979-02-08
US4253839A (en) 1981-03-03
JPS6212260B2 (de) 1987-03-17
GB2004905A (en) 1979-04-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH635863A5 (de) Verfahren zur feinverteilung von pigmenten der dioxazinreihe.
EP0305328B1 (de) Modifiziertes beta-Chinacridon-Pigment
DE4413849A1 (de) Feinverteilungsverfahren zur Herstellung von organischen Pigmenten
DE2745893A1 (de) Verfahren zur herstellung eines phthalocyaninpigments
DE2851752B1 (de) Verfahren zur Herstellung von leichtdispergierbaren und farbstarken Pigmentformen
DE2132546C3 (de) Verfahren zur Herstellung farbstarker Pigmentpasten für Druck- und Lackfarben
DE2832761B1 (de) Verfahren zur UEberfuehrung von rohen und/oder grobkristallisierten Perylen-tetracarbonsaeurediimiden in eine Pigmentform
DE19613186A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chinacridonpigmenten
DE2316536C3 (de) Verfahren zur Herstellung von farbstarken und leicht verteilbaren Perylen- 3,4,9,10-tetracarbonsäurediimiden
DE2921646C2 (de)
DE2160208C3 (de) Pigmentformierung
EP0655485B1 (de) Verfahren zur Herstellung von linearen, unsubstituierten Chinacridonpigmenten der beta-Phasen
EP0971001B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chinacridonpigmenten
EP0348346B1 (de) Verfahren zur Herstellung von opaken Chinacridonen
EP2176358B1 (de) Pigmentzubereitungen auf basis von dioxazinen
EP0799863B1 (de) Verfahren zur Herstellung von linearen, unsubstituierten Chinacridonpigmenten der beta-Phase
DE950799C (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen
DE602004000735T2 (de) Verfahren zur Herstellung von einem Kupferphthalocyaninpgiment der beta Form
EP0796900A2 (de) Für wasserverdünnbare Druckfarben und Lacke geeignete Pigmentzubereitungen
DE60115213T2 (de) Verfahren zur herstellung kupferphthalocyaninpigment in der beta-phase
EP0363322B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmentzusammensetzungen
DE2063714C3 (de) Verfahren zur Überführung von Perylen-S^-SMO-tetracarbonsäurediimid in eine als Pigmentfarbstoff verwendbare Form
DE3327562A1 (de) Zubereitungen von leicht verteilbaren isoindolinpigmenten und deren verwendung
EP0036523B1 (de) Verfahren zur Formierung von feinteiligen organischen Rohpigmenten
EP0407831A1 (de) Verfahren zur Herstellung von farbstarken, transparenten und leicht dispergierbaren Kupferphthalocyaninpigmenten der beta-Modifikation

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased