CH637039A5 - Method for resilient coating or sealing of cracks, joints, defects in structures or parts of structures - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum elastischen Beschichten bzw. Abdichten von Rissen, Fugen, Fehlerstellen an Bauwerken bzw. Bauwerksteilen unter Verwendung eines Anstrichmittels von hoher Klebkraft und hoher Dehnfähigkeit, das unter Verwendung von Anstrich-und Beschichtungsvorrichtungen, vorzugsweise unter Verwendung von Bürsten, Rollen oder Spritzgeräten, in Form mindestens einer Grundschicht auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen aufgetragen und nach dem Trocknen mit einem Deckanstrich auf der Basis einer Kunstharzdispersion oder Kunstharzlösung überstrichen wird. Innerhalb des Verfahrens wird nach der Erfindung als Grundanstrichmittel eine farblos dauerelastisch auftrocknende, strukturviskose, leicht thixotrope Kunststoffdispersion auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäureester-dispersionen, vorzugsweise einer oder mehrerer Acrylsäure-estercopolymerisatdispersionen mit einem Copolymeranteil bis zu 30 Gew.-%, verwendet, die eine bestimmte Zusammensetzung und Beschaffenheit aufweisen. Nach dem Trocknen wird ein Deckanstrich auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen oder -lösungen oder einer Polyvinylacetatdispersion oder -lösung, vorzugsweise auf der Basis einer oder mehrerer Acrylsäureester-copolymerisatdispersionen bzw. -lösungen und/oder einer oder mehrerer Vinylacetatcopolymerharzdispersionen bzw. -lösungen aufgebracht.
Es ist bereits bekannt, Fassadenanstrichmittel auf der Basis der unterschiedlichsten Kunststoffe einzusetzen. So werden mehr oder weniger niedrigviskose farbige oder farblose Überzüge oder Imprägniermittel auf der Basis von wäss-rigen oder lösungsmittelhaltigen Systemen mit oder ohne Siliconharzzusätzen (vgl. DE-OS 2 352 242) in einem oder mehreren Arbeitsgängen aufgebracht.
Bei den bekannten Anstrich- und Beschichtungsmitteln kann jedoch ein dauerelastisches farbloses gleitendes Ver-schliessen bzw. Überbrücken von Haarrissen, Poren, Fehlerstellen, Löchern u.dgl. nicht erreicht werden. Häufig werden bei den Anstrichen bzw. Beschichtungen nur Trockenschichtstärken bis zu ca. 40 um erzielt.
Um Oberflächenabdichtungen, z.B. von Beton teilen, zu erzielen, wurde bereits in der DE-AS 1 109 589 vorgeschlagen, eine Grund- und eine Deckschicht aus Kunststoffen auf die abzudichtenden Betonteile aufzubringen. Als Grundschicht kann nach diesem Verfahren auch ein Poly-acrylsäurealkylester in Form einer Lösung in organischen Lösungsmitteln oder in Form einer wässrigen Dispersion aufgebracht und nach dem Härten bzw. Trocknen durch eine mit Weichmachern elastisch eingestellte Deckschicht, die auf der Basis von Epichlorhydrinharz, Polyesterharz oder Polysilikon besteht, überschichtet werden.
Es wurde jedoch festgestellt, dass bei diesem Verfahren nur bei einer bestimmten Auswahl der für die Grund- und Deckschicht angegebenen Kunstharze eine Funktionsfähigkeit erzielt werden kann. Nachteilig bei diesem Verfahren ist weiterhin, dass die Zerreissdehnung der Deckschicht grösser ist als die Adhäsion der Grundschicht, so dass bei den Rissen eine Faltenbildung in mehreren Fällen nicht vermieden werden kann, und dass durch die elastische Einstellung der Deckschicht in Kombination mit den in den Schichten vorgesehenen mineralischen Füllstoffen eine farblose oder mattauftrocknende Beschichtung, die das optische Erscheinungsbild des Untergrundes unverändert bzw. im wesentlichen unverändert lässt, nicht erzielt werden kann.
Ziel und Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zu finden, bei dem es möglich ist, ein dauerelastisches Beschichten bzw. Abdichten von Rissen, Fugen, Fehlerstellen u.dgl. an Bauwerken oder Bauwerksteilen mit hoher
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Dehnfähigkeit und hoher Klebkraft zu erzielen. Insbesondere sollte eine farblose oder nahezu farblose bzw. transparente Beschichtung und/oder Abdichtung erzielt werden, ohne das optische Erscheinungsbild der abzudichtenden Fläche entscheidend zu verändern, so dass die vorhandene Struktur und Farbgebung erhalten oder im wesentlichen erhalten bleibt. Damit die dauerelastische Beschichtung bzw. die dauerelastische Abdichtung sehr wirksam ist bzw. bleibt, sollte beispielsweise erreicht werden, dass eine Beschich-tungsdicke von grösser als 140 (im, vorzugsweise grösser als 200 um, erreicht wird. Die Beschichtung bzw. Abdichtung sollte weiterhin beispielsweise eine gute Wasserbeständigkeit bzw. geringe Wasserquellbarkeit aufweisen.
Erfindungsgemäss wurde festgestellt, dass diese Aufgaben bzw. Ziele unter Verwendung eines Verfahrens zum dauerelastischen Beschichten bzw. Abdichten von Rissen, Fugen, Fehlerstellen an Bauwerken bzw. Bauwerksteilen gelöst bzw. erreicht werden unter Verwendung eines Anstrichmittels von hoher Klebkraft und hoher Dehnfahigkeit, das unter Verwendung von Anstrich- und Beschichtungsvorrichtungen, vorzugsweise unter Verwendung von Bürsten, Rollen oder Spritzgeräten, in Form mindestens einer Grundschicht auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäure-esterdispersionen aufgetragen und nach dem Trocknen mit einem Deckanstrich auf der Basis einer Kunstharzdispersion oder Kunstharzlösung überstrichen wird.
Als Grundanstrichmittel wird im Rahmen der Erfindung eine strukturviskose, leicht thixotrope Kunststoffdispersion, die zu einem farblosen, dauerelastischen, an der Oberfläche klebenden Film auftrocknet, verwendet, die aus 96-99 Gew.-%, vorzugsweise 97,5-98,5 Gew.-%, einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen, vorzugsweise einer oder mehrerer Acrylsäurecopolymerisatdispersionen, besteht, deren Festkörpergehalt mindestens 48 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% reiner Polyacrylsäureesterdispersion beträgt, deren Minimalfilmbildungstemperatur bei ca. — 2 bis + 5 °C, vorzugsweise bei ca. 0 °C, liegt und deren getrockneter Film bei 24 Std. Wasserlagerung eine Wasseraufnahme unter 12% aufweist, und 4,0-1,0 Gew.-%, vorzugsweise 2,5-1,5 Gew.-%, eines oder mehrerer organisch-chemischer Lösungsmittel, das bzw. die die in der Dispersion vorliegenden Kunststoffteilchen anquellen bzw. anlösen und eine Verdunstungszahl über 10, vorzugsweise über 35, aufweisen, oder eines oder mehrerer Zusatzmittel, ausgenommen Füllstoffe, Pigmente oder trübende Stoffe, vorzugsweise Antischaum- und/ oder Konservierungsmittel, oder eines Gemisches aus einem oder mehreren organisch-chemischen Lösungsmitteln und eines oder mehrerer Zusatzmittel, ausgenommen Füllstoffe, Pigmente oder trübende Stoffe, besteht. Nach dem Trocknen des Grundanstrichs wird ein Deckanstrich auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen oder -lösungen oder einer Polyvinylacetatdispersion oder -lösung, vorzugsweise auf der Basis einer oder mehrerer Vinylacetat-copolymerharzdispersionen bzw. -lösungen, aufgebracht der nach dem Auftrocknen eine farblose, oder mattauftrocknende elastische Schicht bildet. Da nach der Erfindung die elastische Beschichtung farblos, vorzugsweise sogar transparent, sein soll, werden als Zusatzmittel keine Füllstoffe, Pigmente oder trübende Stoffe eingesetzt, da derartige Stoffe die Transparenz verschlechtern oder den Anstrich sogar undurchsichtig machen. Durch dieses erfindungsgemässe Verfahren wird eine farblose bzw. nahezu farblose dauerelastische Beschichtung und/oder Abdichtung von Rissen, Fugen, Fehlerstellen an Bauwerken bzw. Bauwerksteilen erreicht, ohne das optische Erscheinungsbild der abzudichtenden Flächen entscheidend zu verändern, so dass die vorhandene Struktur und Farbgebung erhalten oder nahezu erhalten
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bleibt. Die Beschichtung ist nach dem Trocknen im allgemeinen nicht mehr klebend bzw. nahezu klebfrei.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform wird ein Grundanstrichmittel auf der Basis einer .weichmacherarmen, vorzugsweise weichmacherfreien Polyacrylsäureesterdisper-sion, vorzugsweise einer oder mehrerer Acrylsäureester-copolymerisatdispersionen, mit einem Festkörpergehalt von 48-65 Gew.-%, vorzugsweise 50-60 Gew.-% (bezogen auf 100 Gew.-% reine Kunstharzdispersion) verwendet; wobei auch bei einzelnen Ausführungsformen Kunstharzdispersionen mit einem Festkörpergehalt von 40-65 Gew.-% Verwendung finden können.
Das auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäure-esterdispersionen, vorzugsweise einer oder mehrerer Acryl-säureestercopolymerisatdispersionen, verwendete Deckanstrichmittel besteht im allgemeinen aus 92 bis 99,2 Gew.-%, vorzugsweise 97,5 bis 98,8 Gew.-%, einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen, deren Festkörpergehalt 48 bis 65 Gew.-% beträgt und deren Minimal-Filmbildungs-temperatur oberhalb 10 °C, vorzugsweise bei ca. 15-20 °C, liegt und der getrocknete Film nach 24stündiger Wasserlagerung eine Wasseraufnahme unter 12% hat, 7 bis 0,7 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 1,0 Gew.-%, eines oder mehrerer organisch-chemischer Lösungsmittel, das bzw. die die in der Dispersion vorliegenden Kunststoffteilchen anquellen oder anlösen und eine Verdunstungszahl über 10, vorzugsweise über 35, aufweisen, sowie 1,0 bis 0,1 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 0,2 Gew.-% Zusatzmittel, vorzugsweise Entschäu-mungs- und/oder Konservierungsmittel.
Nach einer Ausführungsform enthält das auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterlösungen und/oder einer Polyvinylacetatlösung, vorzugsweise einer oder mehrerer Acrylsäureestercopolymerisatlösungen, oder einer oder mehrerer Vinylacetatcopolymerisatlösungen verwendete Deckanstrichmittel 12 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 14 bis 20 Gew.-%, (gerechnet als Harz in fester Form) Acrylsäure-esterharz, vorzugsweise Acrylsäureestercopolymer- und/oder Vinylacetatcopolymerharz, das in 87 bis 64,5 Gew.-%, vorzugsweise 83,8 bis 76 Gew.-%, eines oder mehrerer Lösungsmittel für das Acrylsäureesterharz bzw. Vinylacetatharz gelöst ist und 1,0-5,5 Gew.-%, vorzugsweise 2,2 bis 4 Gew.-%, Zusatzmittel, vorzugsweise Weichmacher und/oder Mat-tierungsmittel. Diese Deckanstrichmittel schützen den aufgebrachten dehnbaren Film vor Witterungseinflüssen und können ausserdem dem Glanzrand des Untergrundes angepasst werden.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform wird das Grundanstrichmittel in zwei Arbeitsgängen unter Verwendung an sich bekannter Arbeitsgeräte aufgebracht, wobei in dem ersten Arbeitsgang das Grundanstrichmittel in einer Schichtstärke (gemessen als Trockenschichtstärke) von 100-140 um aufgetragen wird und nach dem Trocknen in einem zweiten Arbeitsgang mit dem Grundanstrichmittel ein Überstreichen bzw. eine Überschichtung durchgeführt wird, so dass eine Gesamtschichtstärke des Grundanstrichmittels von 200-180 (xm (gemessen als Trockenschichtstärke) erzielt wird, wobei der so erhaltene Grundanstrich nach vollständiger Durchtrocknung eine Reissdehnung von ca. 160-220% bei 0 °C und von 750-950% bei 20 °C aufweist (Prüfungsbedingungen: Einspannlänge 40 mm, Filmbreite 4 mm, Filmdicke 0,2-0,28 mm, Dehnungsgeschwindigkeit 150 mm/min). Als Zusatzmittel sind in dem Grundanstrichmittel nach einer zweckmässigen Ausführungsform 1,0-0,1%, vorzugsweise 0,5-0,2%, Antischaummittel und 0,5-0,05%, vorzugsweise 0,2-0,1%, eines Konservierungsmittels enthalten.
Nach einer Ausführungsform werden dem in Form einer Dispersion verwendeten Deckanstrichmittel als Zusatzmittel
0.5-0,05 Gew.-%, vorzugsweise 0,3-0,10 Gew.-%, eines Konservierungsmittels zugefügt. Zu der Mischung des fertigen Deckanstrichmittels können bis zu 20 Gew.-% eines Mattierungsmittels, vorzugsweise in Form einer 10- bis .
s 30%igen wässrigen Dispersion von mikronisiertèn Kieselgelen, zugegeben werden.
Dagegen sind gewöhnlich in dem in Form einer Lösung verwendeten Deckanstrichmittel als Zusatzmittel 0,5-2,5 Gew.-%, vorzugsweise 1,2-1,5 Gew.-%, Weichmacherund io 0,5-3 Gew.-%, vorzugsweise 1,0-2,5 Gew.-%, Mattierungs-mittel, vorzugsweise pyrogene Kieselsäure, enthalten.
Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich im allgemeinen besonders zum Abdichten von Sichtmauerwerk, Klinkerfassaden, Kalksandsteinen, Keramikverkleidungen, 15 Edelputzen und Waschputzen sowie von Natur- und Kunststeinplatten.
Beispiele
1. Vorstrichmaterial
20 96,00 Gew.-Teile Acrylsäureestercopolymerisatdispersion mit einem Copolymeranteil < 30% und einer Filmbildungstemperatur von 0 °C sowie mit einem Festkörpergehalt von 50 Gew.-%
2,00 Gew.-Teile Testbenzin 25 0,50 Gew.-Teile Carbitolacetat
1,50 Gew.-Teile Antischaummittel 4- Konservierungs-
100,00 mittel
30 2. Vorstrichmaterial
99,00 Gew.-Teile Polyacrylsäureesterdispersion mit einem
Festkörpergehalt von ca. 50 Gew.-% 0,85 Gew.-Teile Diglykolacetat 0.15 Gew.-Teile Entschäumer + Konservierungsmittel 35 100,00
3. Deckanstrichmaterial, wässrig bzw. Dispersionsbasis, glänzend
92,00 Gew.-Teile Acrylsäureestercopolymerdispersion mit 40 einer Filmbildungstemperatur < 15 °C und einem
Festkörpergehalt von ca. 50 Gew.-% 7,00 Gew.-Teile Gemisch aus Testbenzin, Glykol und Diglykolacetat
1,00 Gew.-Teile Entschäumer + Konservierungsmittel « 100,00
4. Deckanstrichmaterial mit Mattierung
100,00 Gew.-Teile der Zusammensetzung gemäss Beispiel 3 2,00 Gew.-Teile 20%ige Dispersion von so bis
4,00 Gew.-Teile pyrogener Kieselsäure
5. Deckanstrich, lösungsmittelhaltig
12,00 Gew.-Teile Polyvinylacetatcopolymerharz (fest) 55 87,00 Gew.-Teile Lösungsmittelgemisch, bestehend aus Alkoholen, Aromaten und Estern 0,50 Gew.-Teile Weichmacher 0,50 Gew.-Teile mikronisierte Kieselsäure 100,00
60
6. Deckanstrich, lösungsmittelhaltig
30,00 Gew.-Teile Polyacrylsäureesterharz (fest) 64,50 Gew.-Teile Lösungsmittelgemisch, bestehend aus Aromaten, Testbenzin und Estern 65 2,50 Gew.-Teile Weichmacher
3,00 Gew.-Teile pyrogene Kieselsäure 100,00
s
Claims (10)
- 6370392PATENTANSPRÜCHE1. Verfahren zum elastischen Beschichten bzw. Abdichten von Fugen, Rissen und Fehlerstellen an Bauwerken bzw. Bauwerksteilen unter Verwendung eines Anstrichmittels von hoher Klebkraft und hoher Dehnfähigkeit, das unter Verwendung von Anstrich- und Beschichtungsvorrichtungen in Form mindestens einer Grundschicht auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen aufgetragen und nach dem Trocknen mit einem Deckanstrich auf der Basis einer Kunstharzdispersion oder -lösung überstrichen wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundanstrichmittel eine strukturviskose, leicht thixotrope Kunststoffdispersion, die zu einem farblosen, dauerelastischen, an der Oberfläche klebenden Film auftrocknet, verwendet wird, die aus 96-99 Gew.-% einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersio-nen besteht, deren Festkörpergehalt mindestens 48 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% reine Polyacrylsäureesterdisper-sion beträgt, deren Minimalfilmbildungstemperatur bei —2 bis + 5 °C liegt und deren getrockneter Film bei 24 Std. Wasserlagerung eine Wasseraufnahme unter 12% aufweist, und 4,0 bis 1,0 Gew.-% eines oder mehrerer organisch-chemi-scher Lösungsmittel, das bzw. die die in der Dispersion vorliegenden Kunststoffteilchen anquellen bzw. anlösen und eine Verdunstungszahl über 10 aufweisen, oder eines oder mehrerer Zusatzmittel, ausgenommen Füllstoffe, Pigmente oder trübende Stoffe, oder eines Gemisches aus einem oder mehreren organisch-chemischen Lösungsmitteln und eines oder mehrerer Zusatzmittel, ausgenommen Füllstoffe, Pigmente oder trübende Stoffe, besteht und nach dem Trocknen ein Deckanstrich auf der Basis einer oder mehrerer Poly-acrylsäureesterdispersionen oder-lösungen oder einer Poly-vinylacetatdispersion oder -lösung aufgebracht wird, der nach dem Auftrocknen eine farblose oder mattauftrocknende elastische Schicht bildet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundanstrichmittel eine Kunststoffdispersion verwendet wird, die aus 96 bis 99 Gew.-% einer oder mehrerer Acrylsäureestercopolymerisatdispersionen mit einem Copo-lymeranteil bis zu 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtpolymerisat, besteht und deren Festkörpergehalt mindestens 48 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% reine Acrylsäureesterco-polymerisatdispersion, beträgt, und nach dem Trocknen ein Deckanstrich auf der Basis einer oder mehrerer Acrylsäure-estercopolymerisatdispersionen bzw. -lösungen oder einer oder mehrerer Vinylacetatcopolymerisatdispersionen oder -lösungen aufgebracht wird, der nach dem Auftrocknen eine farblose, elastische Schicht bildet.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundanstrichmittel eine oder mehrere weichmacherarme oder weichmacherfreie Polyacrylsäure-esterdispersionen mit einem Festkörpergehalt von 48 bis 65 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% reine Polyacrylsäure-esterdispersion oder Acrylsäureestercopolymerisatdispersion verwendet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckanstrichmittel aus 92 bis 99,2 Gew.-% einer oder mehrerer Polyacrylsäureesterdispersionen, deren Festkörpergehalt 48 bis 65 Gew.-% beträgt und deren Minimalfilmbildungstemperatur oberhalb 10 °C liegt, und der getrocknete Film nach 24 Std. Wasserlagerung eine Wasseraufnahme unter 12% hat, 7 bis 0,7 Gew.-% eines oder mehrerer organisch-chemischer Lösungsmittel, das bzw. die die in derDispersion vorliegenden Kunststoffteilchen anquellen oder anlösen und eine Verdunstungszahl über 10 aufweist, sowie 1,0 bis 0,1 Gew.-% Zusatzmittel besteht.
- 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, 5 dass das Deckanstrichmittel aus 92 bis 99,2 Gew.-% einer oder mehrerer Acrylsäureestercopolymerisatdispersionen, deren Festkörpergehalt 48 bis 65 Gew.-% beträgt und deren Minimalfilmbildungstemperatur oberhalb 10 °C liegt, und der getrocknete Film nach 24 Std. Wasserlagerung eine Was-10 seraufnahme unter 12% hat, 7 bis 0,7 Gew.-% eines oder mehrerer organisch-chemischer Lösungsmittel, das bzw. die die in der Dispersion vorliegenden Kunststoffteilchen anquellen oder anlösen und eine Verdunstungszahl über 10 aufweist, sowie 1,0 bis 0,1 Gew.-% Zusatzmittel besteht.15
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das auf der Basis einer oder mehrerer Polyacrylsäure-esterlösungen oder einer Polyvinylacetatlösung verwendete Deckanstrichmittel 12 bis 30 Gew.-%, gerechnet als Harz in20 fester Form, Acrylsäureesterharz oder Vinylacetatharz, das in 87 bis 64,5 Gew.-% eines oder mehrerer Lösungsmittel für das Harz gelöst ist, und 1,0 bis 5,5 Gew.-% Zusatzmittel enthält.
- 7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, 25 dass das auf der Basis einer oder mehrerer Acrylsäureester-copolymerisatlösungen oder einer Vinylacetatcopolymerisat-losung verwendete Deckanstrichmittel 12 bis 30 Gew.-%, gerechnet als Harz in fester Form, Acrylsäureestercopoly-merisatharz oder Vinylacetatcopolymerharz, das in 87 bis 30 64,5 Gew.-% eines oder mehrerer Lösungsmittel für das Harz gelöst ist, und 1,0 bis 5,5 Gew.-% Zusatzmittel enthält.
- 8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundanstrichmittel in zwei Arbeitsgängen aufgebracht wird, wobei in einem ersten Arbeitsgang das35 Grundanstrichmittel in einer Schichtstärke, gemessen als Trockenschichtstärke, von 100 bis 140 um aufgetragen und nach dem Trocknen in einem zweiten Arbeitsgang mit dem Grundanstrichmittel ein Überstreichen durchgeführt wird, so dass eine Gesamtschichtstärke des Grundanstrichmittels 40 von 200 bis 280 (im, gemessen als Trockenschichtstärke, erzielt wird, wobei der so erhaltene Grundanstrich nach vollständiger Durchtrocknung eine Reissdehnung von 160 bis 220% bei 0 °C und 750 bis 950% bei 20 °C aufweist.45 9. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundanstrichmittel als Zusatzmittel 1,0 bis 0,1% Antischaummittel und 0,5 bis 0,05% eines Konservierungsmittels enthält.
- 10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, 8 und 9, dadurch 50 gekennzeichnet, dass dem in Form einer Dispersion verwendeten Deckanstrichmittel als Zusatzmittel 0,5 bis 0,05 Gew.-% eines Konservierungsmittels zugefügt und zu der Mischung des fertigen Deckanstrichmittels bis zu 20 Gew.-% eines Mattierungsmittels in Form einer 10- bis 30%igen55 wässrigen Dispersion von mikronisierten Kieselgelen zugegeben werden.
- 11. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem in Form einer Lösung verwen-60 deten Deckanstrichmittel als Zusatzmittel 0,5 bis 2,5 Gew.-% Weichmacher und 0,5 bis 3 Gew.-% pyrogene Kieselsäure als Mattierungsmittel enthalten sind.
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
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