CH637266A5 - Fungizidsuspension mit ultrabeschraenktem volumen. - Google Patents

Fungizidsuspension mit ultrabeschraenktem volumen. Download PDF

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CH637266A5 CH975878A CH975878A CH637266A5 CH 637266 A5 CH637266 A5 CH 637266A5 CH 975878 A CH975878 A CH 975878A CH 975878 A CH975878 A CH 975878A CH 637266 A5 CH637266 A5 CH 637266A5
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Tuderel Dipl Ing Baicu
Ion Dipl Ing Iliuta
Iulia Dipl Ing Ene
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Emil Dipl Ing Georgescu
Constantin Uglea
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Description

Die Erfindung betrifft eine Fungizidsuspension von in Wasser oder Erdölprodukten lösliche Fungiziden, wie z.B. das Methyl-o-phenylen-bistiophanat.
Viele Pestizide und insbesondere die in Wasser oder Öl unlöslichen Fungzide werden in Form konzentrierter Suspensionen auf die Kulturen gebracht. In Form einer solchen wässerigen Lösung oder einer Wasser-Suspension oder Emulsion benützt man z. B. 400-50001/ha.
Die Mittel, die gemäss der Erfindung auf ein beschränktes Volumen konditioniert sind, verwendet man in einer Menge von etwa 8 bis 151/ha und die Mittel, die in «ultrabeschränktem Volumen» konditioniert sind, nur etwa 0,5 bis 6 1/ha.
Diese Volumenreduktion bringt grosse Zeit-, Arbeitskraft- und Ausrüstungsersparnisse mit sich, so dass die Kosten pro behandelter ha sich vermindern und der Wirkungsgrad pro ha/Stunde zunimmt.
In vielen Fällen ist selbst die biologische Wirksamkeit der Produkte, die auf ultrabeschränktem Volumen konditioniert sind, grösser als diejenige der gewöhnlich konditionierten Pestizide (Emulsionen, dispersionsfähige Pulver). Der komplette Ersatz von Wasser durch ein kohlenwasser-stoffhaltiges Medium (ein Öl oder ein Lösungsmittelgemisch) beseitigt den Nachteil, den manche organische Stoffe mit fungizider Wirkung haben, so auch Methylthiophanat,
40 Beispiele
1. Man bereitet unter den obengenannten Bedingungen eine 33prozentige Suspension von Methylthiophanat (90% Konz.), in einer Erdölfraktion, von welcher 98 Vol.-% bis 300 °C destilliert, unter Zusatz von 2 bis 5% eines nichtioni-
45 sehen Oberflächenaktivmittels (Typ Nonylphenol mit 3 Mole Äthylenoxyd äthoxyliert) und von 2 bis 5% Bentonit (Typ Montmorylonit), organophylisiert durch die Absorbtion einer kationischen oberflächenaktiven Substanz von der Klasse der aliphatischen Amine mit einem C14-C18 kohlen-
50 wasserstoffhaltigem Radikal.
2. Unter denselben Bedingungen bereitet man aus 90% konz. Methylthiophanat eine 33prozentige Suspension in einer Erdölfraktion, von welcher 98 Vol.-% bis 300 °C destilliert, unter Zusatz von 2 bis 5% eines nichtionischen Ober-
55 flächenaktivmittels (Typ isooctylalkohol mit 6 Molen Äthylenoxyd äthoxyliert) und von 2 bis 5% eines Stabilisierungsmittels (Bentonit, Typ Bravaisit), organophylisiert durch Absorbtion einer kationischen Oberflächensubstanz aus der Klasse der aliphatischen Amine mit einem C14-CI8
60 kohlenwasserstofihaltigem Radikal.
3. Unter denselben Vorbereitungsbedingungen präpariert man aus 90% konz. Methylthiophanat eine 33prozentige Suspension in einer Erdölfraktion von welcher 98 Vol.-% bis 330 °C destilliert, wobei 2 bis 5% eines kationischen Oberflä-
65 chenaktivmittels vom Typ der aliphatischen Amine mit einem C14-C18 Radikal und 2 bis 5% organophylisiertem Bentonit (Typ Ilit) zugegeben werden. Die Oberflächenspannung der Produkte aus den obengenannten Beispielen be
3
637 266
trägt 29-33 dyn/cm. Ein Vorteil der Kompositionen, gemäss der vorliegenden Erfindung, ist dass sie bei niedrigen Temperaturen (bis -15 °C) stabil sind, dass sie sich auf den Blättern gut verteilen und eine verminderte Volatilität haben.
Die Kompositionen der obengenannten Beispiele wurden auch unter Gewächshausbedingungen in bezug auf deren Phytotoxizität getestet. Die Experimente wurden 3 mal wiederholt und mit einer 3fach überdosierten Wirkstoffmenge ausgeführt, um eine genügende Sicherheitsmarge unter Feldbedingungen zu erzielen.
Es wurden Kartoffel-, Mais-, Weizen-, Weinreben-, Sonnenblumen-, Rüben-, Bohnen-, Tomaten-, Salat- und Gurkenpflanzen in Gewächshäusern angebaut und beim Stadium von 5 bis 6 Blättern gespritzt. Mais, Weizen und Sonnenblumen wurden beim Stadium von 2 bis 4 Blättern gespritzt. Die Behandlung erfolgte mit einem Rückenapparat mit verändertem Motor, so dass man kleine Substanzmengen auf die 10m2 Fläche anbringen konnte. Einige der erreichten Resultate sind in der 1. Tabelle angeführt.
Tabelle 1
Phytotoxizität der Produkte aus den Beispielen 1-3
Kultur Komposition
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3
Weizen
0
0
0
Mais
0
0
+
Sonnenblumen
0
0
+
Kartoffeln
0
0
+
Rüben
0
0
Bohnen
0
+ + +
+ + +
Tomaten
0
0
+
Gurken
0
0
Salat
0
0
Weinrebe
0
0
Bedeutung der Ergebnisse nach 24 und 72 Behandlungsstunden: 0: ohne Phytotoxizität; +: schwache Symptome; + +: mittlere Symptome; + + + : starke Symptome.
Die Produkte sind daher für Weizen auch in dreifacher Dosis nich phytotoxisch. Auch bei Kartoffeln, Rüben, Gurken, Salat und Weinreben sind die phytotoxischen Effekte ohne praktische Bedeutung. Die Phytotoxizität wurde auch unter Feldbedingungen getestet:
I. Bei Weizen hat man die Wirkung der Komposition bei der Laubkrankheitsbekämpfung des Stengels und der Ähren s getestet sowie auf die Mehlung (Erysiphe graminis f. sp. tritici), auf Braunrost (Puccinia recondita) und die Ernte. Die Versuche wurden auf einer Parcelle von 40 m2 4 mal wiederholt. Es wurden 3 Behandlungen mit dem Arimitsn-Apparat in den Phasen Stroherhebung im Balg und Ährenerscheinen io durchgeführt. Die Versuche erfolgten für die Bezostaia-Sorte bei ICPP-Bukarest und für die Dacia-Sorte bei der Untersuchungsstation Livada. Es wurden die Phytotoxizität sowie die Blätter- und Ährenkrankheiten nach der 0-6 Skala und nach der Produktion beurteilt. Als Vergleichsprodukt hat i5 man das japanische Topsin ULV benützt.
II. Bei der Weinrebe hat man die Produkte für die Grauschimmelbekämpfung (Sclerotinia fuckeliana) getestet. Die 4 Behandlungen (mit der Rückenpumpe Arimitsn) hat man in den folgenden Entwicklungsphasen der Pflanze gemacht; 1)
2o nach der Blüte, 2) als die Trauben Erbsengrösse hatten, 3) im reifen Zustand, 4) nach komplettem Reifen für die Chasselas d'oré - Sorte. Die Versuche verfolgten bei ICPP-Bukarest und bei der Weinbauuntersuchungsstation Iasi. Die Parzelle enthielt 6 Stöcke zwischen 2 Stützen. Die Notierungen er-25 folgten für alle Weintrauben nach der Skala 0-6.
III. Bei den Zuckerrüben erfolgten 3 Behandlungen für die Bekämpfung der Cercosphora beticola, wobei ein Hol-der-Motorrückenapparat, bei dem man die Düse derart verändert hat, dass man Tropfen von 100-150 n Grösse erhielt,
30 verwendet wurde. Die Parzelle war 20 m2 gross. Die Beurteilung in bezug auf den Blätterangriff erfolgte auf der Skala 0-6.
IV. Bei den Bohnen hat man 3 Behandlungen mit dem Arimitsn-Apparat gemacht, so dass die Beobachtung der
35 Wirkung auf Coletstrichung lindemuthianum und Pseudomonas phaseolicola möglich war. Die Parzellen waren 10 m2 gross. Für alle Experimente wurden die erreichten Daten mit der Varianzanalyse (t- und F-Test) statistisch verarbeitet, und es wurden die Grenzendifferenz (DL) ausgerechnet.
40
1. Beispiel
Die Komposition des Beispiels 1 (MT 207) hat man für die Weizenlaubkrankheitsbekämpfung in einer Dosis von 3 1/ha angebracht. Die erreichten Resultate sind in der Tabelle 45 2 zusammengestellt.
Tabelle 2
Bekämpfung der Weizenkrankheiten mit der Komposition des Beispiels 1
Formel Dosis kg Mehlungsangriff Rostangriff Schwärzungs- Produk-
Wirkstoff/ha Bukarest Livada Bukarest angriff Livada tionq/ha
Livada
Beispiel 1 1 0,08 36,4 8,79 2 52,7
Topsin ULV 1 0,42 34,3 8,46 1,1 52,4
Unbehandelt - 3,63 67,3 14,32 4,3 42,6
DL 5% -5 q/ha DL 1 % -6,6 q/ha DL 0,1%-8,6 q/ha
Die in bezug auf die Laub- und Ährenkrankheitenbe- lungsangriffes, insbesondere in Bukarest ist sehr gross, eben-
kämpfung erreichten Daten unterstreichen die Wirksamkeit so des Rostangriffes und der Ährenschwärzung.
der Formel des Beispiels 1. Die Verminderung des Meh- Als Ergebnis wächst die Produktion um ca. 1000 kg/ha.
637 266
4
Tabelle 3
Bekämpfung des Weinrebengrauschimmels mit der Komposition gemäss dem Beispiel 1
Formel Dosis kg Grauschimmel Traubenangriff Mehlung
Aktivstoff/ha Bukarest Iasi Blätter Iasi
Beispiel 1 1,6 4,05 74,82 21,01
Topsin ULV 1,6 2,25 88,74 28,09
Unbehandelt - 9,47 99,35 29,88
In bezug auf die Grauschimmelbekämpfung hat die rest eine gute Wirksamkeit und in Iasi eine schwache Wirk-
Komposition des Beispiels 1, in einer Menge von 4,51/ha an- samkeit hat. In dieser letzten Ortschaft ist es möglich, dass gewendet, den Traubenangriff in der ersten Pflanzenentwick- die Existenz einer resistenten Form der Pilze für die schwa-
lungsphase vermindert (Tabelle 3). is che Wirksamkeit bei der Komposition gemäss Beispiel 1 und
Der sehr starke Angriff von 1976 hat gezeigt, dass die un- bei dem Standardprodukt schuldig ist.
ter diesen Bedingungen untersuchte Komposition in Buka-
Tabelle 4
Cercospora - Bekämpfung bei Zuckerrüben mit der Komposition gemäss dem Beispiel 1
Formel
Dosis kg
Angriffs
Rübenproduktion
Kollett und Blätterpr
Aktivstoff/ha frequenz
T/ha
%
T/ha
%
Beispiel 1
0,21
3,51
75,4
120,8
45,5
137,9
Topsin ULV
0,21
3,5
74,7
119,8
44,7
135,4
Unbehandelt
-
100
62,4
100
33,0
100
DL
5 %
2,36
5,73
4,75
1 %
3,27
7,93
4,58
0,1%
4,56
10,95
9,08
In bezug auf die Cercospora-Bekämpfung bei den Zuk-kerrüben hat die Komposition aus dem Beispiel 1 in einer Dosis von nur 0,71/ha (Tabelle 4) gute Ergebnisse gegeben. Die sehr gute Wirksamkeit dieser Formel für die Cercospora-Bekämpfung sichert eine sehr grosse Produktionszunahme.
Tabelle 5
Bekämpfung der Weizenlaubkrankheit mit der Komposition gemäss Beispiel 2
Formel
Dosis kg
E. graminis Angriff
P. graminis
Cl. herbarum
Produk
Aktivstoff/ha
Angriff
Angriff tion q/ha
Bukarest
Livada
Bukarest
Beispiel 2
1,6
0,46
48,6
8,8
1,2
45,6
Topsin ULV
1,6
0,42
34,3
8,46
1,1
52,4
Unbehandelt
-
3,63
67,3
14,32
4,3
42,6
DL
5 %
4,2
1 % 6,3
0,1% 10,1
Die Komposition gemäss Beispiel 2 hat eine gute Schutzwirkung der Weizenpflanzen gegen Mehlung, Rostung und Ährenschwärzung.
Tabelle 6
Bekämpfung des Weinrebengrauschimmels mit der Komposition gemäss Beispiel 2
Formel Dosis kg S. fuckeliana Angriff U. necator Produktion
Aktivstoff/ha Bukarest Iasi Angriff Iasi kg/Stock
Beispiel 2 1,6 3,49 83,15 12,36 3,25
Topsin ULV 1,6 2,25 88,74 28,09 3,75
Unbehandelt - 6,47 99,35 29,88 2,27
2. Beispiel
35 Die Formel gemäss Beispiel 1 hat man für die Weizen-laubkrankheitsbekämpfung in Bukarest und in Livada (Tabelle 5) geprüft.
5
637 266
In bezug auf Grauschimmel (Scelerotinia fuckeliana) bei der Rebe hat die Komposition gemäss dem 2. Beispiel, in einer Menge von 4,51/ha benützt, den Traubenangriff stärker vermindert als die Komposition gemäss dem Beispiel 1 (Tabelle 6).
Auch in diesem Fall ist die Grauschimmelangriffsvermin-derung bemerkenswert, insbesondere in Bukarest. In Iasi ist
Tabelle 7
Cercospora-Bekämpfung bei Zuckerrüben mit der Komposition gemäss Beispiel 2
Formel
Dosis kg
Angriffs
Rübenproduktion
Blätter- und Kollett
Wirkstoff/ha frequenz
T/ha
%
produktion
T/ha %
Beispiel 2
0,21
4,68
79,6
127,6
42,6 129,1
Topsin ULV
0,21
3,51
74,7
119,7
44,7 135,4
Unbehandelt
-
100
62,4
100
33,0 . 100
DL
5 %
2,36
5,73
4,75
1 %
3,27
7,93
6,58
0,1%
4,52
10,95
4,08
es möglich, dass die Wirksamkeit sich wegen dem Erscheinen einiger neuer Rassen vermindert hat.
Die Komposition gemäss dem Beispiel 1 ist auch für die Mehlungsbekämpfung (Uncinula necator) wirksam. Als Behandlungsergebnis nimmt die Traubenproduktion um 25 bis 30% zu.
Die Cercospora beticola ist bei Zuckerrüben eine schädliche Krankheit, die leicht mit der Komposition gemäss Beispiel 2 in einer Dosis von 0,71/ha bekämpft werden kann (Tabelle 7). Die bei dieser Krankheitsbekämpfung erreichten Resultate sind ausgezeichnet, sowohl was die Angriffsverminderung als auch den Produktionszuwachs betrifft (27,6% mehr als wenn unbehandelt). Im allgemeinen sind die mit dieser Komposition erreichten Resultate sehr gut.
3. Beispiel
25 Die Komposition gemäss Beispiel 3 hat man ebenfalls für die Weizenlaubkrankheitsbekämpfung getestet.
Mit einer Dosis von 41/ha hat man eine befriedigende Mehlungs- und Ährenkrankheiten-Bekämpfung erreicht (Tabelle 8).
30
Tabelle 8
Bekämpfung der Weizenkrankheiten mit der Komposition gemäss Beispiel 3
Formel
Dosis kg Wirkstoff/ha
E. graminis Angriff auf die Blätter
Fusarium Angriff auf die Ähren
Beispiel 3 Topsin ULV Unbehandelt
2,3
1,29
5,8
5,6 2,3 15,8
Die erreichten Resultate zeigen eine etwas kleinere Wirksamkeit als beim Standardprodukt. Sie sind aber sehr gut im Vergleich mit dem unbehandelten Weizen, insbesondere bei Ährenkrankheiten.
Wie sich dies im Laufe der Experimente aufgrund der 45 verschiedenen Phytopatogenagentenzahl erreichten Daten ergibt hat sich die Komposition gemäss der Erfindung in der Benutzung wirksam und sicher erwiesen.
s

Claims (7)

637 266 PATENTANSPRÜCHE
1. Fungizidsuspension von in Wasser oder in Erdölprodukten unlöslichen Fungiziden mit ultrabeschränktem Volumen, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Erdölfraktion enthalten, von welcher mindestens 98 Vol.-% bis 300 °C destillieren, mit einem Zusatz von 2 bis 5% eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels und 2 bis 5% Bentonit, der durch die Absorbtion einer kationischen oberflächenaktiven Substanz aus der Klasse der C,4-Ci8 aliphatischen Amine organophylisiert ist.
2. Fungizidsuspension nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fungizid Methyl-o-phenylen-bisthio-phanat der Formel
S 0 * »
-NH-C-NH-C-OCH-
-NH-ONH-C-OCH,
« H 3 S O
ist.
3. Fungizidsuspension nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtionische oberflächenaktive Mittel ein Isooctylalkohol ist, der mit 6 Mol Äthylenoxyd äthoxyliert ist.
4. Fungizidsuspension nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtionisch oberflächenaktive Mittel ein Nonylphenol ist, das mit 3 Mol Äthylenoxyd äthoxyliert ist.
5. Fungizidsuspension nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bentonit Montmorylonite ist.
6. Fungizidsuspension nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bentonit Bravaisit ist.
7. Fungizidsuspension nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bentonit Ilite ist.
sich in Gegenwart von Wasser zu zersetzen. Gleichzeitig erhält man, wegen der Oberflächenspannungsverminderung des Dispersionsmedium im Vergleich zu Wasser eine bessere Verteilung des Wirkstoffes auf die Pflanze.
s Um die Verteilung noch zu verbessern, enthalten die Kompositionen auch eine oberflächenaktive Substanz und einen Suspensionsstabilisator.
Die sehr feine Dispergierung der festen aktiven Substanz, die Werte zwischen 1 und 5 n (vorzüglich 1-3 |i) haben muss, io die man mit Koloid-Mühlen erreicht, sind für die gute biologische Wirksamkeit verantwortlich. Derartige Fungizide in Form konzentrierter Suspensionen machen die Pflanzenbehandlung mit Mengen von 3 bis 101/ha möglich.
Die Fungizidkompositionen mit ultrabeschränktem Vois lumen, gemäss der vorliegenden Erfindung, beseitigt die obengenannten Nachteile durch die Konditionierung des Wirkstoffes, das Methylthiophanat sein kann, als Suspension in einem kohlenwasserstoffhaltigen Medium, vorzugsweise einer Erdölfraktion. Der Suspension gibt man weiter 20 einen Suspensionsstabilisator zu (z.B. 2 bis 5% organophyli-sierte Tonerde), 2 bis 5% eines Dispersionsmittels, das ein nichtionisches oberflächenaktives Mittel von dem Typ poly-ötoxylierte Alkohole oder Alkylphenole ist und eine kationische oberflächenaktive Substanz aus der Klasse der C14-C18 25 aliphatischen Amine. Der Gehalt an Wirkstoff beträgt etwa 20-35 Gew.-%.
Das nach dieser Erfindung benützte kohlenwasserstoff-haltige Medium ist ein billiges, nicht phytotoxisches Produkt, und zwar eine Erdölfraktion, von welcher mindestens 30 98 Vol.-% bis 300 °C destillieren. Die Wirkstoffsuspension, gemäss der vorliegenden Erfindung bereitet man durch Zu-fügung des Oberflächenaktivstoffes zur Trägerflüssigkeit unter starker Rührung in einem Turborührer, wonach der Stabilisator und endlich der Aktivstoff zugegeben wird. Nach 35 dieser Vorhomogenisierung folgt eine zweite Homogenisierungsphase durch Dispersierung und feinste Mahlung des festen Materials in einer passenden Mühle, vorzugsweise in einer Koloidmühle, bis zu einer Partikelgrösse unter 5 n-
CH975878A 1977-10-01 1978-09-19 Fungizidsuspension mit ultrabeschraenktem volumen. CH637266A5 (de)

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