CH637980A5 - Verfahren zur gewinnung von triarylmethanfarbstoffen aus reaktionsschmelzen. - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von triarylmethanfarbstoffen aus reaktionsschmelzen. Download PDF

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CH637980A5
CH637980A5 CH561178A CH561178A CH637980A5 CH 637980 A5 CH637980 A5 CH 637980A5 CH 561178 A CH561178 A CH 561178A CH 561178 A CH561178 A CH 561178A CH 637980 A5 CH637980 A5 CH 637980A5
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CH561178A
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Karl Heinz Hermann
Hans-Lothar Dorsch
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Bayer Ag
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    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen der allgemeinen Formel x
worin
Ri bis R|2 unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Halogen, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfonyl, Alkoxysulfonyl, Alkylcarbonyl, Alkoxycarbonyl, Nitro oder Cyan,
/Rl3
X und Y unabhängig voneinander je einen Rest N
^Rl4
und
R|3 und R]4 unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Cyanalkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Aralkyl bedeuten, und worin
X mit R2, Y mit R]0, Ri mit R2, R5 mit R6 und R9 mit R,0 einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bedeuten können, und A(_) ein Anion bedeutet,
in färberisch und technisch reiner Form, ausgehend von Reaktionsschmelzen. Das Verfahren besteht darin, dass man die nach untenstehendem, an sich bekanntem Verfahren erhaltenen rohen heissen Reaktionsschmelzen, gegebenenfalls nach Abdestillieren eines Teils der in der Reaktion nicht umgesetzten Ausgangsverbindungen, in ein zweiphasiges System, bestehend aus Wasser und einem mit Wasser nicht oder nur begrenzt mischbaren organischen Lösungsmittel gibt und den Farbstoff abtrennt.
In Formel (I) sind unter Alkylresten insbesondere Cr bis 5 C4-Alkylreste zu verstehen. Die Alkylreste tragen beispielsweise 1 bis 3 der genannten Substituenten.
Unter Halogen ist vorzugsweise Fluor, Chlor oder Brom zu verstehen.
Geeignete Cycloalkylreste sind insbesondere ein gegebe-îonenfalls substituierter Cyclopentyl- oder Cyclohexylrest.
Geeignete Arylreste sind insbesondere ein gegebenenfalls substituierter Phenyl- oder Naphthylrest.
Geeignete Aralkylreste sind insbesondere ein gegebenenfalls substituierter Benzyl- oder b-Phenyläthylrest.
i5 Diese Isocyclen können beispielsweise 1-3 Substituenten wie Halogen, Q-Q-Alkyl oder C,-C4-Alkoxy tragen.
Die Substituenten X und R2 bzw. Y und R10 bilden beispielsweise zusammen mit dem Benzolring einen Tetrahydro-chinolin- oder Indolin-Ring, und die Substituenten R, und 20 R2, R5 und R6 bzw. R9 und R10 bilden beispielsweise zusammen mit dem Benzolring einen Naphthalinring.
Eine nach dem neuen Verfahren bevorzugt herstellbare Gruppe von Farbstoffen sind solche der Formel (I), deren Substituenten R,, R4, R5, R8, R9, R]2, R]3 und R]4 für Was-25 serstoff stehen.
Aus dieser Gruppe sind wiederum solche hervorzuheben, deren Substituenten R2, R6 und R]0 ebenfalls für Wasserstoff stehen, und deren Substituenten R3, R7 und Rn Wasserstoff oder Ci-C4-Alkyl, insbesondere Methyl, bedeuten. 30 Das Anion ist durch das Herstellungsverfahren gegeben. Im allgemeinen liegen die Farbstoffe als Halogenide, insbesondere als Chloride oder Bromide vor. Die Anionen können in bekannter Weise gegen andere Anionen ausgetauscht werden.
35 Unter einem mit Wasser nicht oder begrenzt mischbaren organischen Lösungsmittel werden insbesondere solche verstanden, deren Löslichkeit in Wasser bis zu 5 beträgt. Es können auch deren Gemische verwendet werden.
Als Beispiele sind zu nennen:
40 Gesättigte und ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere solche mit 4-12 C-Atomen wie Hexan, Octan, Isooctan, Dodecan oder Hexen;
Cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere Cy-clopentan, Cyclohexan oder Decalin oder d*** <;n durch 1-3 45 Q-Q-Alkylreste substituierte Derivate-
Aromatische und kondensierte aromatisch-cycloaliphati-sche Kohlenwasserstoffe, insbesondere Benzol, Naphthalin oder Tetralin oder deren durch 1-3 C1-CI2-Alkylreste substituierte Derivate wie Toluol, Xylol, Äthylbenzol, Diäthylben-50 zol, Cumol, Diisopropylbenzol, Trimethylbenzol, Butylben-zol, Dodecylbenzol, Biphenyl, oder Methylnaphthalin;
Halogenkohlenwasserstoffe, die sich vorzugsweise von gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffen mit 1-4 Kohlenstoffatomen oder von den oben genannten aromati-55 sehen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen ableiten und beispielsweise durch 1-4 Halogenatome wie Chlor oder Brom substituiert sein können, z.B. Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Methylenchlorid, Dichloräthylen, Dichlor-äthan, Perchloräthylen, Tetrachloräthan, Chlorbenzol, Di-60 chlorbenzol, Chlortoluol, Brombenzol, Dibrombenzol, Bromtoluol oder Chlornaphthalin;
Äther, die symmetrisch oder unsymmetrisch, offenkettig oder cyclisch sein können und sich insbesondere von den vorstehend genannten Kohlenwasserstoffen ableiten wie Anisol, 65 Phenetol, Di-n-hexyläther oder Diphenyläther;
Alkohole, insbesondere solche, die sich von den vorstehend genannten aliphatischen Kohlenwasserstoffen ableiten, wie Hexanol, Octanol und Dodecanol.
637 980
4
Die Synthese der Triarylmethan-Farbstoffe der Formel (I) erfolgt in bekannter Weise z.B. durch Reaktion von 2 oder 3 Mol aromatischer Amine, die gleich oder verschieden sein . R ^ können und die Formel
R-
(V)
(II)
'15
haben, in der
R] bis R4, R13 und R,4 die oben angegebene Bedeutung haben, und
RI5 für Wasserstoff, Methyl, Halogenmethyl mit 1 bis 3 Halogenatomen, Hydroxymethyl, Formyl oder die Gruppen
R1 R2
'13
14
(IH)
(IV)
steht, wobei
A ^CO, ^CH2 oder ^!CH-R16 ist und R16 Hydroxy,
Cp bis C4-Alkoxy, Amino, Mono- oder Di-(Cp bis C4-alkyl)-amino oder Halogen bedeutet, unter Katalyse von Mineralsäuren oder Lewis-Säuren in Gegenwart eines Oxidationsmit-tels und eines Oxidationskatalysators bei Temperaturen zwischen 110° und 190° innerhalb eines Zeitraums zwischen 4 und 24 Stunden.
Bei der Auswahl der Amine ist zu beachten, dass zur Lieferung des zentralen C-Atoms der Triarylmethanfarbstoffe entweder bei einem Mol Amin R]5 ungleich Wasserstoff sein muss, oder aber, falls für alle Amine R)5 Wasserstoff ist, ein Mol einer Substanz zugegeben werden muss, die das zentrale C-Atom liefert. Vorwiegend verwendet man hierzu Methanol, Formaldehyd, Ameisensäure, Mono-, Di, Tri- und Tetrahalogenmethan oder die N-Methylen-, N-Formyl-, N-Me-thyl- oder N,N-Dimethylderivate der oben genannten Amine, die unter den oxidierenden Reaktionsbedingungen Moleküle abspalten, die in das Triarylmethangerüst einbaufähig sind. Weiterhin ist bei der Zusammensetzung des Reaktionsgemisches so zu verfahren, dass höchstens bei einem Mol Amin R15 verschieden ist von Wasserstoff. Handelt es sich bei einem Mol Amin bei R]5 um eine der Gruppierungen III oder IV, so braucht nur ein zweites Mol Amin der oben genannten Formel zugegeben zu werden. Bei allen anderen Resten Ri5 werden insgesamt 3 Mol Amin in die Schmelze eingesetzt.
Als Katalysatoren können entweder Mineralsäuren wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure oder Lewis-Säuren wie ZnCl2, BF3 CdCl2, A1C13 oder MnCl2 verwendet werden.
Als Oxidationsmittel eignen sich beispielsweise aromatische Nitroverbindungen, vorzugsweise solche der Formel
1 5
10 in denen
R6, R7 und Rj 5 die oben genannte Bedeutung haben.
Diese Verbindungen haben den Vorteil, dass sie bei der Reduktion in Amine übergehen, die zum Einbau in das Triarylmethangerüst geeignet sind. Weitere geeignete Oxidationsmit-15 tel sind Arsensäure, Antimonsäure, Braunstein, Chloranil oder Luft.
Als Oxidationskatalysatoren können FeCl2, Fe203, CuO, Ammoniummetavanadat oder der Kobalt-Komplex des Azo-methins aus 1,2-Diaminoäthanund 2 Mol Salicylaldehyd eingesetzt werden.
Diese üblichen Synthesen der Triarylmethanfarbstoffe sind beispielsweise bekannt aus: J.T. Scanlan, J.Am. Chem. Soc. 57 (1935) S. 887 und 58 (1936) S. 1427, Fiat 1313, II, S. 330, US-PS 2 542 544, DT-PS 7991,16 766,19 484, 59 775, 25 61 146,66 125,67 013,93 540,270 930 und 397 823.
Alle diese Reaktionen führen zu einer Reihe von Nebenprodukten wie gelben Acridin- und Phenazinfarbstoffen oder höher kondensierten braunen bis schwarzen Verbindungen, die bei der Isolierung der Triarylmethanfarbstoffe abgetrennt 30 werden müssen.
Da die Nebenprodukte in ihren Eigenschaften den Tri-arylmethanfarbstoffen sehr ähnlich sind, lassen sie sich nur sehr schwer abtrennen.
Bisher führte man das Reinigungsverfahren so durch, dass 35 man die nicht kondensierten Amine und Nitroverbindungen mit Wasserdampf abdestillierte oder dass man, falls das Reaktionsgemisch keine Nitroverbindungen enthält, die Amine in verdünnter wässriger Säure löste und durch Filtration von den übrigen Komponenten des Reaktionsgemisches ab-40 trennte. Aus dem Rückstand wird dann der Triarylmethan-farbstoff bei Temperaturen zwischen 20° und 100 °C mit Säuren extrahiert. Bei dieser Extraktion geht auch ein Teil der entstandenen gelben und braunen Nebenprodukte in Lösung, ein Teil bleibt ungelöst und wird durch Filtration abgetrennt. 45 Der pH-Wert der Extraktionslösung liegt je nach Volumen und Temperatur zwischen 0,1 und 7. Der Farbstoff wird aus der Extraktionslösung dadurch isoliert, dass man die Lösung abkühlt, den pH-Wert durch Basen erhöht, Kochsalz zugibt oder eine Kombination der drei eben erwähnten Operationen 50 anwendet.
Bei dieser Isolierungsmethode ist es selbst nach weiteren herkömmlichen Reinigungsmethoden wie Umlösen nicht möglich, dieTriarylmethane in ausreichender Ausbeute frei von Nebenprodukten zu erhalten, die den Farbton zu gel-55 beren und stumpferen Tönen verschieben.
Es zeigte sich nun überraschend, dass man die Triaryl-methanfarbstoffe in hoher Ausbeute frei von gelben und dunklen, stumpfmachenden Nebenprodukten isolieren kann, wenn man die nach den eben beschriebenen bekannten Ver-60 fahren erhaltenen heissen Reaktionsschmelzen, gegebenenfalls nach Abdestillieren eines Teils der nicht umgesetzten Ausgangsprodukte, in ein z.B. 0-80 °C, vorzugsweise 20-60 °C, warmes zweiphasiges System gibt, das - bezogen auf das Schmelzenvolumen-aus 100 bis 1000, vorzugsweise 200 bis 65 500 Volumenprozent Wasser, und - bezogen auf das Wasservolumen - aus 0,2 bis 200, vorzugsweise 10 bis 100 Volumenprozent eines mit Wasser nicht oder nur begrenzt mischbaren
5
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organischen Lösungsmittels besteht. Dabei wird zweckmässig durch Zugabe von Säure, insbesondere Salzsäure, ein pH-Wert von 0,5 bis 7, vorzugsweise 1 bis 4, eingehalten. Nachdem sich ein konstanter pH-Wert eingestellt hat, wird der Farbstoff aus der wässrigen Phase isoliert. Er fällt dabei in kristalliner Form an.
Die Färbungen der auf diese Weise isolierten Triarylmethanfarbstoffe sind klarer und blauer als die der auf herkömmliche Art und Weise gereinigten Farbstoffe. Der erfin-dungsgemässe Reinigungsprozess ist technisch bedeutungsvoll, da es im Gegensatz zu allen bisher bekannten Reinigungsverfahren möglich ist, in einer Arbeitsoperation den Farbstoff von allen in den Schmelzen befindlichen Ausgangsund Nebenprodukten zu trennen und sauber zu isolieren. Der auf diesem Weg erzielte Reinigungseffekt ist ungewöhnlich und überraschend, da sich die abgetrennten gelben und braunen bis schwarzen Nebenprodukte in der organischen Phase nicht oder nur ganz geringfügig lösen; man findet sie in der wässrigen Phase des Filtrats in einer Konzentration, die weit höher liegt als bei der Aufarbeitungsweise ohne organische Lösungsmittel.
Bei den in den Beispielen angegebenen Teilen handelt es sich um Gewichtsteile.
nh2
von hervorragender Qualität erhalten. Er färbt Polyacrylni-tril- und sauer modifizierte Polyesterfasern klarer und blauer an als das ohne Chlorbenzol gewonnene Produkt.
Durch Variation der Ausgangsprodukte können die in der 20 folgenden Tabelle angegebenen Farbstoffe von guter Qualität erhalten werden.
Beispiel 1
262 Teile einer nach einem von J.T. Scanlan, J. Am.
Chem. Soc. 57 (1935) S. 887-892, beschriebenen Verfahren durch Schmelzen von 56 Teilen o-Toluidin, 75 Teilen o-Tolui-dinhydrochlorid, 36 Teilen as-m-Xylidin, 82 Teilen o-Nitro-toluol und 12 Teilen Eisenchlorid erhaltenen Schmelze werden in ein System aus 1000 Teilen Wasser und 500 Teilen Chlorbenzol von 20 °C getropft. Während des Zutropfens und Nachrührens wird der pH-Wert mit Salzsäure auf 2,0 eingestellt. Nach 6 Stunden Rühren werden nach Absaugen und Waschen 75 Teile eines Farbstoffs der Formel
30
35
h2n cl(~)
nh.
h2n ch.
nh.
50
55
X,
x2
x3
X4
x5
x<
ch3
ch3
h h
h h
h h
h h
h h
c2h5
c2h5
c2h5
h h
h c,h4-ci h
h h
h h
Br h
h h
h h
ch3
ch3
ch3
ch3
h h
ch3
ch3
ch3
ch3
ch3
h c4h9
h h
h h
h och3
h h
h h
h erhalten, der frei von gelben oder stumpfmachenden Verunreinigungen ist und besonders klare, rotviolette Färbungen auf Polyacrylnitril und sauer modifizierten Polyesterfasern ergibt.
Beispiel 2
Nach der in Beispiel 1 angegebenen Literaturstelle werden 239 Teile eines durch Schmelzen von 49 Teilen Anilin, 68 Teilen Anilinhydrochlorid, 36 Teilen as-m-Xylidin, 74 Teilen Nitrobenzol und 12 Teilen Eisen (Il)-chlorid erhaltenen Gemisches wie oben beschrieben aufgearbeitet.
Es werden 19 Teile eines Farbstoffes der Formel
Beispiel 3
Durch Schmelzen von 28 Teilen Anilin, 49 Teilen Tolui-dingemisch (24% p-, 74% o-, 2%-m), 3 Teilen p-Toluidin, 43 60 Teilen Nitrotoluolgemisch (24% p-, 74% o-, 2% m-), 2,5 Teilen p-Nitrotoluol, 26,3 Teilen Zinkchlorid und 26,5 Teilen Ei-sen(II)-chlorid nach Fiat 1313 II, S. 330, erhält man 170 Teile einer Schmelze, die in ein System aus 800 Teilen Wasser und 400 Teilen Chlorbenzol getropft werden. Durch Zudosieren 65 von Salzsäure wird der pH-Wert während der Zutropf- und der Nachrührphase auf 1,8 gehalten. Nach 6 Stunden Rühren wird abgesaugt und zweimal mit 100 Teilen Wasser gewaschen. Es werden 50 Teile Farbstoff der Formel
637 980
6
h.
io
Cl'"'
erhalten, dessen Qualität so gut ist, dass ein weiterer Reinigungsschritt nicht erforderlich ist.
Der Farbstoff ist von hervorragender Qualität und färbt Po-lyacrylnitril- und sauer modifizierte Polyesterfasern in sehr klaren rotvioletten Tönen an.
Beispiel 4
Wie in der DT-PS 59 775 werden durch Schmelzen von 100 Teilen Anhydroformaldehyd-o-toluidin, 500 Teilen o-Toluidinhydrochlorid, 100 Teilen o-Toluidin, 120 Teilen o-Nitrotoluol, 10 Teilen Eisen und 30 Teilen Eisenchlorid 850 Teile einer heissen Schmelze erhalten, die in ein zweiphasiges System aus 2000 Teilen Wasser und 1000 Teilen Chlorbenzol getropft werden. Der pH-Wert wird durch Zugabe von Salzsäure auf 2,0 gestellt. Nach 10 Stunden Rühren wird abgesaugt und zweimal mit 300 Teilen Wasser gewaschen. Es werden 210 Teile eines Farbstoffs der Formel rcucr nh.
ch.
Cl<->
Beispiel 6
205,5 Teile einer nach dem Verfahren der in Beispiel 1 zitierten Literaturstelle durch Erhitzen von 45 Teilen 3,3'-Di-methyl-4,4'-diaminodiphenylmethan, 107 Teilen o-Toluidin, 25 21,5 Teilen o-Toluidinhydrochlorid, 22 Teilen o-Nitrotoluol und 10 Teilen Eisen (Il)-chlorid erhaltenen Schmelze werden in ein System aus 600 Teilen Wasser und 300 Teilen Chlorbenzol getropft. Der pH-Wert wird auf 2,2 gehalten. Nach 10 Stunden Rühren wird abgesaugt und zweimal mit Wasser ge-waschen. Man erhält 20 Teile eines Farbstoffs der Formel
35
40
45
Cl'"'
von hervorragender Qualität erhalten.
der Polyacrylnitril- und sauer modifizierte Polyesterfasern in sehr klaren rotvioletten Tönen anfärbt.
Durch Variation der Ausgangsprodukte können die in der folgenden Tabelle angegebenen Farbstoffe von guter Qualität 50 erhalten werden.
60
Beispiel5
Nach der US-PS 2 542 544 werden 300 Teile Anilin mit 70 55 ß
Teilen konzentrierter Salzsäure versetzt und anschliessend entwässert. Nach Zugabe von 20,5 Teilen p-Toluidin werden
0,15 Teile eines Katalysators zugegeben, der durch Erhitzen ^ v ^
von Natriummetavanadat in Acetanhydrid entsteht. Bei 3 C q( - )
110-118 °C wird danach trockene Luft durch das Reaktionsgemisch geleitet.
Nach 20 Stunden wird ein Teil der nicht umgesetzten Amine im Vakuum abdestilliert. Die zurückbleibende Schmelze wird unter Einhaltung eines pH-Wertes von 2,0 in ein System aus 500 Teilen Wasser und 250 Teilen Chlorbenzol getropft. Nach 6 Stunden Rühren bleibt der pH-Wert konstant, und man erhält nach Absaugen und Waschen 36 Teile Farbstoff der Formel
7
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x,
x,
x5
A
b-
h h
h n(ch,),
n(ch3)2
ch3
ch3
ch,
n(ch,),
n(ch,),
ch3
h h
n(c2h5)2
n(c2h5)2
CFj h
h nh-ch3
nh-ch3
h h
h nh-<^
nh-<^
h h
h n(c,h4-c1),
n(c,h4-c1),
h h
h nh2
nh2
Beispiele 7-12
Es wird verfahren wie in den Beispielen 1-6, nur dass anstatt des Chlorbenzols die gleiche Menge o-Dichlorbenzol eingesetzt wird. Die in ähnlich guten Ausbeuten isolierten Farbstoffe haben die gleiche gute Qualität.
Beispiel 13-19 Es wird vorgegangen wie in den Beispielen 1-6, nur dass das Chlorbenzol durch die gleiche Menge 1,2-Dichloräthan ersetzt wird. Die in guten Ausbeuten erhaltenen Farbstoffe s haben die gleiche gute Qualität.
Beispiele 19-24 Ähnliche Ergebnisse wie in den Beispielen 1-6 erhält man, wenn man das Chlorbenzol durch die gleiche Menge Tetra-io chlorkohlenstoff ersetzt.
Beispiele 25-30 Ersetzt man in den in den Beispielen 1-6 beschriebenen Verfahren das Chlorbenzol durch die gleiche Menge Toluol, 15 so kommt man in ähnlich guten Ausbeuten zu Produkten gleicher, guter Qualität.
C

Claims (8)

  1. 637 980
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Gewinnung von Farbstoffen der Formel
    15
    worin
    A(_) ein Anion,
    R, bis Ri2 unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Halogen, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfonyl, Alkoxysulfonyl, Alkylcarbonyl, Alkoxycarbonyl, Nitro oder Cyan,
    X und Y unabhängig voneinander je einen Rest
    Rr
    N
    ■R,.
    20
    25
    R13 und R|4 unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Cyanalkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Aralkyl bedeuten, und worin
    X und R2, Y und R10, Ri und R2, R5 und R6 und/oder R9 und R10 gemeinsam je einen 5- oder 6-gliedrigen Ring darstellen können, aus Reaktionsschmelzen, erhalten durch Reaktion von 2 oder 3 Mol aromatischer Amine, die gleich oder verschieden sind und die Formel
    35
    H2N
    nh.
    A(">
    worin
    R2, R3, Rg, R7, Rio, Ri i und A(_) die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben.
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen der allgemeinen Formel
    HjN
    11
    A'"'
    (I)
    A, ^CO, ^>CH2 oder >CH-RI6 bedeutet und Rlfi für
    Hydroxy, Crbis C4-Alkoxy, Amino, Mono- oder Di-(Cr bis C4-alkyl)-amino oder Halogen steht,
    in der Wärme und in Gegenwart eines Oxidationsmittels, wobei zur Lieferung des zentralen C-Atoms der Farbstoffe entweder bei einem Mol Amin R( 5 ungleich Wasserstoff ist oder, falls für alle Amine Ri5 Wasserstoff ist, ein Mol einer Substanz zugegeben wird, die das zentrale C-Atom liefert, 1Qund wobei höchstens bei einem Mol Amin R)5 verschieden ist von Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man die derart gewonnenen heissen Reaktionsschmelzen in ein zweipha-siges System gibt, bestehend aus Wasser und einem mit, Wasser nicht oder nur begrenzt mischbaren organischen Lösungsmittel, und den Farbstoff abtrennt.
  3. 3
    637 980
    sehen Kohlenwasserstoff, einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder aromatischen Halogenkohlenwasserstoff, einen aliphatischen oder aliphatisch-aromatischen Äther oder einen aliphatischen Alkohol oder deren Mischungen einsetzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 zur Gewinnung von Farb-, Stoffen der Formel
    (II)
    haben, worin
    Ri bis R4, R13 und R|4 die oben angegebene Bedeutung haben und
    R]5 für Wasserstoff, Methyl, Halogenmethyl mit 1 bis 3 Halogenatomen, Hydroxymethyl, Formyl oder für eine Gruppe der Formel h2N
    50
    55
    nh.
    11
    Cl(~>
    oder -A
    steht, wobei
    (III)
    (IV)
    wonn
    R3, R7 und Rn Wasserstoff oder Cr bis C4-Alkyl be-60 deuten.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Reaktionsschmelzen vor dem Einführen in das P Zweiphasensystem ein Teil der nicht umgesetzten Ausgangs-1 4 Verbindungen durch Abdestillieren entfernt wird.
    65
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen, einen cycloaliphatischen, aromatischen oder kondensierten aromatisch-cycloaliphati-
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Halogenkohlenwasserstoff mit 1 bis 4 C-Atomen und 1 bis 4 Halogenatomen, besonders Chloratomen, oder ein Halogenbenzol mit 1 bis 4 Halogenatomen, besonders Chloratomen, und gegebenenfalls 1 bis 4 C|- bis C|o-Alkylresten einsetzt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel 1,2-Dichloräthan, Tetrachlorkohlenstoff, Chlorbenzol, Chlortoluol oder o-Dichlorbenzol einsetzt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen heissen Reaktionsschmelzen in ein Zweiphasensystem mit einer Temperatur von 0 bis 80 °C, bestehend aus 100 bis 1000 Volumenprozent Wasser, bezogen auf das Schmelzenvolumen, und 0,2 bis 200 Volumenprozent eines mit Wasser nicht oder nur begrenzt mischbaren organischen Lösungsmittels, bezogen auf das Wasser, unter Einhaltung eines pH-Wertes von 0,5 bis 7 gibt und den Farbstoff nach Einstellung eines konstanten pH-Wertes abtrennt.
CH561178A 1977-05-26 1978-05-23 Verfahren zur gewinnung von triarylmethanfarbstoffen aus reaktionsschmelzen. CH637980A5 (de)

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