CH638158A5 - Bobbin creel - Google Patents
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- D02H—WARPING, BEAMING OR LEASING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spulengatter für die Textilindustrie. Am Ausgang eines Spulengatters treten trotz völlig gleicher Belastung der einzelnen Fadenbremsen aus verschiedenen Gründen ungleich grosse Fadenspannungen auf. Die vom hinteren Ende des Gatters kommenden Fäden sind zum Beispiel infolge ihres Eigengewichtes an den Berührungsstellen mit Fadenführern, Ösenleisten und dergleichen grösseren Reibungskräften ausgesetzt als die vom vorderen Ende des Gatters kommenden Fäden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zwischen dem Ausgang des Spulengatters und dem die Fäden aufnehmenden Baum innerhalb der etagenweise aufgeteilten Fadenschar Fäden gleicher Länge und gleicher Spannung zu erhalten. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 10 angegeben.
Die Erfindung bietet verschiedene Vorteile. Sie ermöglicht zum Beispiel, die Fadenspannung aller Fäden einer Gatteretage am Ausgang des Gatters gleich zu machen. Auch von Etage zu Etage können die Fadenspannungen auf gleiche Werte gebracht werden. Die Anpassung der Bremswirkung an unterschiedliche Fadenwerkstoffe, Fadendimensionen und Fadenabzugsgeschwindigkeiten ist wahlweise zentral einstellbar. Ès kann eine Voreinstellung durch besondere Form und Lage der äusseren Umschlingungselemente getroffen werden. Die Feineinstellung und die Schnelleinstellung auf veränderte Werte der Garnreibung, der Luftreibung, des Luftwiderstandes und der Fadenabzugsgeschwindigkeit erfolgt dann durch Verstellen des mittleren Umschlingungselements, vorzugsweise zentral für eine oder beide Gatterseiten zugleich. Es ist somit eine Möglichkeit geschaffen, beim Umrüsten eines Spulengatters schnell und sicher die Spannung aller Fäden gleichzeitig auf einen gewünschten anderen, konstanten Wert zu bringen.
Die Erfindung soll im folgenden Text anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels noch weiter erläutert werden.
Fig. 1 zeigt schematusch die linke Seite eines Gatters in der Ansicht von vorn;
Fig. 2 ist die gleiche Gatterseite in der Ansicht von oben dargestellt;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die neue Umschlingungs-Fadenbremse, Fig. 4 zeigt Einzelheiten.
Das Spulengatter weist einen Rohrrahmen IIa, IIb auf. Der Rohrrahmen IIa trägt die Fadenbremsen 12 und 13 der ersten Gatteretage A und der n-ten Gatteretage B. Der Rohrrahmen IIb trägt die Umschlingungs-Fadenbremsen 14, 15 der einzelnen Gatteretagen. Die Ablaufspulen 16, 17, 18 werden von einem besonderen Rahmengestell 19 getragen.
In Fig. 2 ist die gesamte Fadenschar der n-ten Gatteretage B mit 20 bezeichnet. Die einzelnen Fäden der Fadenschar 20 durchlaufen vor dem Erreichen der Umschlingungs-Fadenbremse 15 die nicht näher dargestellten Fadenleitelemente einer Leiste 21. Der rechte äussere Faden 22 der Fadenschar 20 kommt von der Ablaufspule 17. Der nächste Faden 23 kommt von der Ablaufspule 18. Die Fäden 24 und 25 kommen von den nächstfolgenden Ablaufspulen der n-ten Gatteretage B. Die Fadenschar 20 endet an einem nicht mehr zeichnerisch dargestellten, parallel zu den Umschlingungs-Fadenbremsen 14 und 15 angeordneten Baum, auf den die Fäden aufgewickelt werden.
Jede der beiden dargestellten Umschlingungs-Fadenbremsen 14 und 15 besteht aus gleichartigen Teilen. In der durch einen Pfeil 26 angegebenen weiteren Fadenlaufrichtung ist zunächst eine waagerechte Stange 27 vorhanden, dann folgt auf etwa gleicher Höhe ein erstes Umschlingungselement 28, ein mittleres Umschlingungselement 29 und ein drittes Umschlingungselement 30. Danach folgt noch eine waagerechte Stange 31. Das mittlere Umschlingungselement 29 steht in seiner obersten Stellung, gleichbedeutend mit der Einfädelstellung. In dieser Stellung findet keine erwähnenswerte Umschlingung der Fäden im Bereich der Umschlingungs-Fadenbremse 15 statt. Das mittlere Umschlingungselement 29 der Umschlingungs-Fadenbremse 15 weist ein über die ganze Breite der Fadenschar 20 reichendes Tragelement 32 auf, dessen Ende 33 an einem raumfesten Punkt 34 gelagert ist. Entsprechend hat das mittlere Umschlingungselement 35 der Umschlingungs-Fadenbremse 14 ein über die ganze Breite der Fadenschar 20 reichendes Tragelement 36, dessen Ende 37 an einem raumfesten Punkt 38 gelagert ist. Die mittleren Umschlingungselemente 29, 35 sind so angeordnet, dass sie in der Ansicht von oben gemäss Fig. 2 senkrecht zur Fadenschar 20 stehen.
Fig. 2 lässt erkennen, dass das erste Umschlingungselement 28 und auch das dritte Umschlingungselement 30 der Umschlin-
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gungs-Fadenbremse 15 so angeordnet ist, dass es in der Ansicht von oben teilweise schräg zur Fadenschar 20 liegt und dabei an dem zum Gatter weisenden Ende 39 bzw. 40 näher an der Schwenkebene 41 des mittleren Umschlingungselements 29 liegt als am entgegengesetzten Ende 42 bzw. 43. Entsprechend sind auch die ersten und dritten Umschlingungselemente der übrigen Umschlingungs-Fadenbremsen angeordnet. Die jeweils ersten und dritten Umschlingungselemente bestehen aus runden Stangen. Alle mittleren Umschlingungselemente weisen gleichartige, aneinandergereihte Fadenleitelemente 44 auf. Diese Fadenleitelemente sind mit den Tragelementen der Umschlingungselemente, zum Beispiel mit den Tragelementen 32 und 36, verbunden.
Alle Umschlingungs-Fadenbremsen der in Fig. 1 schematisch dargestellten linken Gatterseite besitzen eine gemeinsame Einsteilvorrichtung 45. Die Einstellvorrichtung 45 besteht aus einem zweiarmigen Hebel 46, der gelenkig mit einer senkrechten Stange 47 verbunden ist, an der die mittleren Umschlingungselemente der einzelnen Gatteretagen, zum Beispiel das Umschlingungselement 35 der ersten Gatteretage A und das Umschlingungselement 29 der n-ten Gatteretage B, gelenkig befestigt sind. Die Einstellvorrichtung 45 weist eine Arretiervorrichtung 48 auf. Die Arrejjervorrichtung 48 kann in Bohrungen 49 eines Bügels 50 einrasten, der auch eine Skale 51 trägt. In Fig. 4 sind Einzelheiten der Arretiervorrichtung 48 dargestellt. Fig. 4 zeigt eine Ansicht dieser Teile in der durch den Pfeil 52 angegebenen Richtung. Man erkennt in Fig. 4 an der Arretiervorrichtung 48 einen Hebel 53 und einen Raststift 54.
Vor Inbetriebnahme des Spulengatters werden die Fäden zunächst in der in Fig. 1 dargestellten Einlesestellung der Umschlingungs-Fadenbremsen in die einzelnen Fadenleitelemente 44 der mittleren Umschlingungselemente eingelesen. Sobald die Fadenenden an dem nicht dargestellten Baum befestigt sind, auf den die Fadenscharen aufgewickelt werden sollen, können jetzt die Umschlingungs-Fadenbremsen in die Arbeitsstellung gebracht werden. Hierzu werden die gatterseitigen Enden der mittleren Umschlingungselemente wahlweise mehr oder weniger weit abgesenkt. Eine extreme Arbeitsstellung ist in den Zeichnungen Fig. 1 und Fig. 3 angedeutet. Sobald der Raststift 5 54 in die Bohrung 49a eingerastet wird, bewegt sich das Tragelement 32 in die strichpunktiert dargestellte Lage 32' und das Tragelement 36 in die strichpunktiert dargestellte Lage 36'. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch das mittlere Umschlingungselement 29 in Höhe des äussersten gatterseitig gelegenen Fadens 22 der 'o Fadenschar 20. Ausserdem ist in Fig. 3 ein Schnitt durch das mittlere Umschlingungselement 29 in Höhe des ganz aussen gelegenen Fadens 55 der Fadenschar 20 strichpunktiert angedeutet. Man erkennt aus Fig. 3, dass der an den Umschlingungsele-menten der Umschlingungs-Fadenbremse vorhandene Um-15 schlingungswinkel für die beiden Fäden der Fadenschar unterschiedlich ist, wobei der vom hinteren Gatterende kommende Faden 55 eine geringere Umschlingung erfährt als der vom vorderen Gatterende kommende Faden 22. Das Mass der Absenkung der mittleren Umschlingungselemente kann aus den beim 20 Fadenabzug wirksamen physikalischen Grössen oder aus Erfahrungswerten vorab ermittelt und eingestellt werden, oder auch nach Inbetriebnahme des Gatters aufgrund der an den Fäden tatsächlich zu messenden Spannungen ermittelt und auch noch während des Betriebes korrigiert werden.
25 Obwohl das Ausführungsbeispiel eine gemeinsame Einstellung und Arretierung der Umschlingungs-Fadenbremsen nur einer Gatterseite zeigt, ist es mit einfachen Mitteln möglich, eine gleichzeitige Parallelverschiebung der Stange 47 mit einer entsprechenden, auf der anderen Gatterseite angeordneten 30 Stange zu erreichen. Durch diesen Hinweis ist eine Möglichkeit angedeutet, die Umschlingungs-Fadenbremsen beider Gatterseiten durch eine einzige Vorrichtung zu bewirken.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel eingeschränkt. Im Rahmen der Schutz-35 ansprüche und der sonstigen Angaben über die Erfindung sind auch andere Ausführungsformen möglich.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (10)
1. Spulengatter für die Textilindustrie, dadurch gekennzeichnet, dass für die Fadenschar jeder Gatteretage (A, B) am Ausgang des Gatters parallel zu dem die Fäden aufnehmenden Baum eine einstellbare Umschlingungs-Fadenbremse (14, 15) angeordnet ist, an der der Umschlingungswinkel für die einzelnen Fäden der Fadenschar (20) unterschiedlich ist, wobei die vom hinteren Gatterende kommenden Fäden (55) eine geringere Umschlingung erhalten als die vom vorderen Gatterende kommenden Fäden (22).
2. Spulengatter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschlingsungs-Fadenbremse (15) drei Umschlin-gungselemente aufweist, und zwar in Fadenlaufrichtung ein erstes Umschlingungselement (28), ein mittleres Umschlingungs-element (29) und ein drittes Umschlingungselement (30).
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PATENTANSPRÜCHE
3. Spulengatter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und dritte Umschlingungselement (28, 30) feststehend und das mittlere Umschlingungselement (29) heb- und senkbar angeordnet ist.
4. Spulengatter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Umschlingungselement (29, 35) ein über die ganze Breite der Fadenschar (20) reichendes Tragelement (32, 36) aufweist, dessen eines Ende (33, 37) an einem raumfesten Punkt (34, 38) gelagert ist.
5. Spulengatter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Umschlingungselement (29, 35) so angeordnet ist, dass es in der Ansicht von oben senkrecht zur Fadenschar (20) steht.
6. Spulengatter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder dritte Umschlingungselement (28, 30) so angeordnet ist, dass es in der Ansicht von oben zumindest teilweise schräg zur Fadenschar (20) liegt und dabei an dem zum Gatter weisenden Ende (39, 40) näher an der Schwenkebene (41) des mittleren Umschlingungselements (29) liegt als am entgegengesetzten Ende (42, 43).
7. Spulengatter nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Umschlingungselement (28, 30) aus gerundetem Material, wie zum Beispiel einem Rohr oder einer runden Stange, besteht.
8. Spulengatter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Umschlingungselement (29, 35) aneinandergereihte Fadenleitelemente (44) aufweist.
9. Spulengatter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschlingungs-Fadenbremsen (14, 15) zumindest jeder der beiden Gatterseiten eine gemeinsame Ein-stellvorrichtung (45) besitzen.
10. Spulengatter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die EinStellvorrichtung (45) aus einem zweiarmigen Hebel (46) besteht, der gelenkig mit einer senkrechten Stange (47) verbunden ist, an der die mittleren Umschlingungselemente (35, 29) der einzelnen Gatteretagen (A, B) gelenkig befestigt sind.
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