DE3706872C2 - - Google Patents
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- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02H—WARPING, BEAMING OR LEASING
- D02H13/00—Details of machines of the preceding groups
- D02H13/22—Tensioning devices
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus
der DE-OS 28 53 662 bekannt. Diese bekannte Anordnung mißt
die Spannung jeweils eines einzelnen Fadens, gegebenenfalls
für jede Seite des Gatters, und die zentrale Verstellung
aller Fadenbremsen des Gatters bzw. der betreffenden Gatter
seite erfolgt aufgrund dieser Einzelfadenmessung. Die Span
nung dieses einzelnen Meßfadens kann dabei nicht repräsen
tativ für die Spannung aller übrigen nicht gemessenen Fäden
eines Schärbandes sein, weil nämlich der Meßfaden für die
Messung einer zusätzlichen Umlenkung unterworfen wird, die
bei den nicht gemessenen Fäden fehlt und weil die unter
schiedlichen Spannungsverhältnisse unberücksichtigt bleiben,
die von einer möglichen Verwendung ungleicher Garne inner
halb eines Schärbandes, oder ungleicher Spulendurchmesser
sowie von der unterschiedlichen Lage der Spulen im Spulen
gatter herrühren.
Es kommt hinzu, daß bei dieser bekannten Anordnung
die Span
nungsmeßeinrichtung im Nahbereich des Spulengatters
angeordnet ist, so daß in Fadenlaufrichtung nachfolgende,
die Spannung des Meßfadens wie der übrigen Fäden beeinflussende
Stellen, insbesondere diejenigen im Bereich des Schärschlittens,
wie z. B. das Fadenkreuzriet, das Schärriet und
allenfalls weitere Umlenkwalzen bei der Regelung unberücksichtigt
bleiben.
Das führt zu falschen oder zumindest ungenauen
Resultaten der Spannungsmessung. Als Folge davon ist es mit
der bekannten Anordnung kaum möglich, die zentrale Bremsenverstelleinrichtung
so zu steuern, daß die für die Erzielung
einwandfreier Schärketten erforderliche gleichmäßige Fadenspannung
aller Fäden beim Schären erreicht wird.
Außerdem kann bei der bekannten Anordnung die
Fadenspannungsregulierung beim Hochlaufen der Anlage nicht
eingesetzt werden.
In anderem Zusammenhang ist es zwar, z. B. durch
die DE-OS 27 24 334 und die CH-PS 5 58 293 bei Zettelmaschinen
bereits bekannt, eine Fadenschar oder Teile derselben
zur Messung der Wickelspannung beizuziehen. Bei der Anordnung
nach der erstgenannten Druckschrift geht es darum, die
Spannung der über eine Spannungsmeßwalze laufenden Fäden
unabhängig vom durch den wachsenden Auftrag auf den Zettelbaum
sich verändernden Umschlingungswinkel zu messen. Bei
der an zweiter Stelle genannten Druckschrift wird ein
Teilstück der Gutbahnbreite, z. B. die von einer Gatteretage
stammenden Fäden am Gatterausgang über eine Meß- und Steuerrolle
geführt, deren Meßwerte dann zur Steuerung der Wickelgeschwindigkeit
verwendet werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art so auszubilden, daß der Schärbandzug über die gesamte
Bandbreite genauer und unabhängig vom Wickeldurchmesser
erfaßbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen
Vorrichtung durch die Maßnahmen gemäß dem Kennzeichen des
Anspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen werden zunächst
Fehlerquellen beseitigt, die ihren Ursprung darin
haben, daß für die Gesamtregulierung Meßwerte verwendet
werden,
die nur für Teile der aufzuwickelnden Fadenschar, im
Extremfall nur gerade für einen Einzelfaden gelten. Bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nicht die gemessene
Spannung eines Einzelfadens hochgerechnet, sondern der
ausgewertete IST-Wert entspricht der tatsächlichen Spannung
des gesamten Schärbandes unmittelbar vor dessen Aufwicklung
auf die Schärtrommel. Eine besondere Beanspruchung von für
die Messung herangezogenen Fäden durch die Spannungsmessung
fällt weg; es sind alle Fäden des Schärbandes gleich bean
sprucht. Die SOLL-IST-Regulierung arbeitet unabhängig von
der Fadendurchzugsgeschwindigkeit in jedem Betriebspunkt
des
Schärprozesses, also insbesondere auch beim Hochfahren
und
beim Herunterfahren der Anlage, oder bei unterschiedlichen
Produktionsgeschwindigkeiten für das erste Schärband und die
Folgebänder. Die Aufrechterhaltung des gewünschten Schär
bandzuges ist auch unabhängig von den Änderungen der Drehgeschwindigkeit
der Schärtrommel gewährleistet, die erforder
lich sind, um trotz wachsendem Wickel die Abzugsgeschwindig
keit konstant zu halten und sie erfolgt auch unabhängig
von
der Auftragsregulierung oder vom Schlittenvorschub. Die
Bedienung der Maschine ist vereinfacht.
Eine weitere Vereinfachung wird dadurch erreicht,
daß für die Auswertung der auf die Meßwalze wirkenden Spannung
der jeweilige Umschlingungswinkel und die relative Lage
der Resultierenden zu den Spannungsmeßmitteln, weil veränderlich,
unberücksichtigt bleiben können, und daß die Messung
und Auswertung des momentanen Schärbandzuges unabhängig
von Lage, Dichte und Breite der über die Walze laufenden
Fadenschar möglich ist.
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die Zeichnung näher
erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Schäran
lage mit erfindungsgemäßer Schärbandzug
regulierung und einer Eingabestation;
Fig. 2a und 2b schematisch die Anordnung der aufgewickelten
Schärbänder auf der Schärtrommel beim Schä
ren ohne, bzw. mit Verwendung der erfindungs
gemäßen Schärbandzugregulierung;
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch einen Teil einer
Schärmaschine mit dem Schärschlitten, der
Spannungsmeßeinrichtung und der teilweise
bewickelten Schärtrommel in Arbeitsstellung;
Fig. 4 Teile der Anordnung gemäß Fig. 3 in einer
Ruhelage, welche manuelle Arbeiten im Bereich
Schärblatt/Schärtrommel erleichtert;
Fig. 5a in größerem Maßstab die Spannungsmeßein
richtung in der Arbeitslage gemäß Fig. 3;
Fig. 5b in größerem Maßstab die Spannungsmeßein
richtung in der Ruhelage gemäß Fig. 4;
Fig. 6 einen Schnitt durch die Spannungsmeßwalze
der Fig. 5a und 5b und deren Lagerung, und
Fig. 7 eine schematische Darstellung zur Veranschau
lichung der Bandzugverhältnisse im Bereich
der Spannungsmeßwalze.
Zur Veranschaulichung von Aufbau und Wirkungsweise des Erfin
dungsgegenstandes wird zunächst anhand der schematischen
Darstellung der Fig. 1 eine Schäranlage kurz beschrieben.
In einem an sich bekannten und daher nur stark schematisiert
dargestellten Spulengatter 1 sind eine Vielzahl von Spulen 2
in enger Anordnung in horizontalen Etagen übereinander an
geordnet. Jeder der beim Schärvorgang von den Spulen 2 abge
zogene Faden F durchläuft eine ihm zugeordnete ein- und
verstellbare Fadenbremse 3, die dem Faden die geforderte
Fadenspannung erteilt, sowie einen Fadenwächter 4 der zur
Daseinskontrolle des betreffenden Fadens dient.
Die am Gatterausgang zu einem Fadenfeld vereinigten Fäden F
sind anschließend durch ein Fadenkreuzriet 5 und ein Schär
blatt 6 geführt. Letzteres ordnet die Fadenschar zu einem
Band 7 mit der gewünschten Breite und Fadendichte, das dann
als Schärband 8 auf die Schärtrommel 9 der Schärmaschine
aufgewickelt wird. Zwischen dem Schärblatt 6 und der Schär
trommel 9 ist die Fadenschar durch zwei Walzen umgelenkt,
von denen die erste eine Meßwalze 10 einer Spannungsmeßein
richtung und die zweite eine Umlenkwalze 11 ist, welche
beim Schärvorgang das Band 7 bis unmittelbar vor dessen
Auflaufen auf die Schärtrommel 9 führt.
Die Fadenbremsen 3 des Spulengatters 1 sind nicht nur indi
viduell einstellbar, um die unterschiedliche Lage und Entfer
nung der zugehörigen Spule vom Schärblatt auszugleichen,
sondern sie sind auch in an sich bekannter Weise durch eine
Bremsenverstelleinrichtung zentral verstellbar. Hierzu sind
jeweils alle Fadenbremsen 3 einer senkrechten Reihe, die
in einer Bremstafelsäule 18 angeordnet sind, gleichzeitig
und gleichartig durch eine Stellstange 19 verstellbar, wobei
wiederum alle Stellstangen 19 des Gatters 1 über Exzenter 20
auf einer Welle 21 von einem Stellmotor 22 aus betätigbar
sind.
Vor Schärbeginn werden einem Prozessor 12, der einerseits
Datenträger und -speicher ist und anderseits Daten für die
Schärkettenherstellung ermittelt, die textiltechnischen
und mechanischen SOLL-Daten eingegeben, die ihm unter ande
rem die Steuerung der Schärschlittenbewegungen während des
Schärens der aufeinanderfolgenden Schärbänder sowie die
Steuerung der nachfolgend noch näher erläuterten Schär
bandzugregulierung ermöglichen. Die Eingabe erfolgt über
eine Eingabestation 13, in welcher die verschiedenen Daten
über Wähltasten 14 angewählt, mittels Drucktasten 15 fest
gelegt, in einem Anzeigefeld 16 angezeigt und über eine
Eingabetaste 17 dem Prozessor 12 eingegeben werden können.
Insbesondere können über die Eingabestation 13 auch die
Anzahl Fäden des zu schärenden Bandes oder die Bandbreite,
die Fadendichte (Faden pro cm) und der SOLL-Wert der Schär
bandspannung im Prozessor 12 gespeichert werden.
Im Betrieb der Schäranlage wird durch die nachfolgend noch
näher erläuterte Spannungsmeßeinrichtung laufend die Span
nung der über die Meßwalze 10 laufenden Fadenschar, also
der effektive Schärbandzug, unmittelbar vor dem Auflaufen
des Bandes 7 auf die Schärtrommel gemessen und in Form von
IST-Wertsignalen über eine Leitung 23 in den Prozessor 12
eingegeben. In diesem werden die ermittelten IST-Werte mit
dem voreingegebenen SOLL-Wert verglichen. Beim Vorliegen
einer SOLL-IST-Differenz erzeugt der Prozessor ein Steuer
signal, das über eine Leitung 24 den Stellmotor 22 so lange
betätigt, bis durch die dadurch erzeugte Verstellung aller
Fadenbremsen 3 der gemessene IST-Wert wieder mit dem gespei
cherten SOLL-Wert übereinstimmt.
Die Korrektur allfälliger Abweichungen des Schärbandzuges
vom gespeicherten SOLL-Wert erfolgt in jedem Betriebspunkt
der Anlage, also auch beim Anfahren und Abbremsen der Schär
trommel. Die Aufrechterhaltung des gespeicherten Schärband
zuges erfolgt dabei unabhängig von Drehzahländerungen der
Schärtrommel die vorgenommen werden, um die Abzugsgeschwin
digkeit trotz größer werdendem Wickel konstant zu halten
und auch unabhängig von der Regulierung des Schärbandauf
trages oder des Schlittenvorschubs und natürlich auch unab
hängig von Änderungen der Produktionsgeschwindigkeit, z. B.
zwischen dem Wickeln des ersten Schärbandes und demjenigen
der folgenden Schärbänder. Durch die laufende Regelung des
Schärbandzuges werden die Änderungen der Fadenspannung
infolge der Abnahme der Spulendurchmesser fliegend auf den
gespeicherten SOLL-Wert zurückgeführt. Die SOLL-IST- Regu
lierung macht es auch möglich, einen beim Schären des ersten
Bandes festgestellten zu hoch oder zu tief gespeicherten
SOLL-Wert für den Schärbandzug durch Eingabe eines korri
gierten SOLL-Wertes in den Prozessor 12 zu berichtigen und
diese Korrektur beim Schären der Folgebänder zu kopieren.
Müssen bei einzelnen Schärbändern Fäden zugefügt oder weg
genommen werden, genügt eine Neueingabe der geänderten Faden
zahl oder der Bandbreite in der Eingabestation. Die dadurch
gewährleistete bandbreitenunabhängige Aufrechterhaltung
eines gleichbleibenden Schärbandzuges in allen Situationen
eliminiert den gefürchteten Treppeneffekt, der nebeneinander
auf die Schärtrommel 9 aufgewickelten Bänder und gewähr
leistet einen absolut gleichmäßigen Aufbau des Wickels
auf der Schärtrommel 9. Zum Vergleich ist in der Fig. 2a
ein fehlerhafter Wickel mit Treppeneffekt zwischen dem ersten
Schärband 8a und den Folgebändern 8b und 8c dargestellt,
wie er sich ergibt, wenn ohne die beschriebene Schärbandzug
regulierung geschärt wird, während Fig. 2b den absolut
gleichmäßigen Aufbau der gleichen Bänder zeigt, wenn mit
der erfindungsgemäßen Schärbandzugregulierung geschärt
wird.
Die Lage, Ausbildung und Wirkungsweise der Spannungsmeß
einrichtung wird nachfolgend anhand der Fig. 3 bis 7
näher erläutert.
Aus der Fig. 3 ist der Schärschlitten 30 der Schärmaschine
erkennbar. Diese ist, wie an sich bekannt, an einer parallel
zur Schärtrommel 9 verlaufenden Schärtraverse 31 seitlich
zur Schärtrommel 9 verschiebbar geführt. Die Schärtraver
se 31 ist hierzu mit seitlichen Führungsnuten 32 versehen,
in welche Führungsrollen 33 greifen, die im Schärschlitten 30
drehbar gelagert sind. Am Schärschlitten 30 ist weiter eine
Spindelmutter 34 befestigt, die von einer Schlitten
verschiebespindel 35 durchsetzt ist. Die Schlittenverschiebe
spindel 35 ist durch einen Schlittenverschiebemotor in bei
den Drehrichtungen antreibbar, um den Schärschlitten 30
und über diesen das Schärblatt 6, welches das Schärband
führt, entsprechend den vom Prozessor 12 gelieferten Steuer
befehlen beim Schären eines Schärbandes 8 in bekannter Weise
kontinuierlich zu verschieben, um das erste Schärband 8a
bzw. folgende Schärbänder 8b, 8c (Fig. 2a, 2b) entsprechend
der Neigung des Konus 9a der Schärtrommel aufeinanderfolgend
nebeneinander auf die Schärtrommel 9 zu schären.
Wegen der Zunahme des Durchmessers des beim Schären auf
der Schärtrommel 9 entstehenden Wickels müssen beim Schären
das Schärblatt 6, die Meßwalze 10 und die Umlenkwalze 11
sowie eine Egalisierwalze 36, deren Aufgabe darin besteht,
den Wickelauftrag zu egalisieren und endlich auch ein Tast
element 37, welches den Bandauftrag während einer Meßphase
zu Beginn des Schärens abtastet und bei Bedarf über den
Prozessor 12 über einen SOLL-IST-Vergleich eine Optimierung
des Schärschlittenvorschubs ermöglicht, von der Schärtrom
mel 9 wegbewegt werden. Zu diesem Zweck sind diese Teile 6,
10, 11, 36 und 37 auf einem Schärtisch 38 montiert, der auf
dem Schärschlitten 30 in einer zur Schlittenverschiebe-
bzw. zur Schärtrommelachse senkrechten Richtung verschieb
bar ist. Der Schärtisch 38 trägt hierzu eine Spindelmutter
39. Diese ist von einer am Schärschlitten 30 drehbar gelager
ten Schärtischspindel 40 durchsetzt, auf derem einen Ende
ein Zahnriemenrad 41 sitzt, das über einen Riemen 42 mit
einem zweiten Riemenrad 43 antriebsverbunden ist. Das Riemen
rad 43 ist am Schärschlitten 30 frei drehbar gelagert und
ist über eine Welle mit einem Zahnrad 44 antriebsverbunden.
Letzteres wiederum greift in eine an der Schärtraverse 31
befestigte Zahnstange 45 ein. Die Verschiebung des Schär
schlittens 30 entlang der Schlittenverschiebespindel 35
beim Schären eines Bandes bewirkt somit über die Elemente
Zahnstange 45, Zahnrad 44, Riemenrad 43, Riemen 42, Riemen
rad 41, Schärtischspindel 40 und Spindelmutter 39 ein gleich
zeitiges Entfernen des Schärtisches 38 und der von ihm getra
genen Elemente von der Schärtrommel 9. Die Übersetzungs
verhältnisse sind so gewählt, daß die Verschiebung des
Schärtisches 38 auf den in der gleichen Zeit erfolgenden
Zuwachs des Wickeldurchmessers auf der Schärtrommel 9 abge
stimmt ist.
Die Umlenkwalze 11 ist über die Enden ihrer Achse 51 in
einer am Schärtisch 38 befestigten Halterung 46 drehbar
gelagert, und zwar auf der, bezogen auf die Darstellung in
den Fig. 5a und 5b hinteren Lagerseite in einem Schwenklager
und auf der mit der hinteren durch eine Traverse 52 verbun
denen vorderen Seite in einer durch eine Klinke 47 schließ
baren Lageröffnung. Dadurch kann, nach Öffnen der Klinke 47
von Hand, die an einem Handgriff 48 ergriffene Umlenkwal
ze 11 aus der in den Fig. 3 und 5a gezeigten Betriebslage
in eine in Fig. 4 dargestellte Ruhelage ausgeschwenkt wer
den, in welcher die durch sie bewirkte Auslenkung der Faden
schar 7, wie aus Fig. 5b ersichtlich, aufgehoben ist und
Manipulationen durch das Bedienungspersonal möglich sind.
Mit dem Ausschwenken der Umlenkwalze 11 in die Lage gemäß
Fig. 4 wird gleichzeitig eine Nase 49 an einem Schwenkhe
bel 50 freigegeben, welche in der Betriebslage gemäß
Fig. 5a durch das von der Klinke 47 in seiner Lageröffnung
fixierte Ende der Achse 51 der Umlenkwalze 11 gehalten war.
Der Schwenkhebel 50 ist über eine Traverse 53 mit einem
auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten Hebel 54
(Fig. 6) ohne Nase verbunden. Die beiden Hebel 50 und 54
lagern frei drehbar die Meßwalze 10 der Spannungsmeßein
richtung. Die Anordnung ist so getroffen, daß der Schwer
punkt der über die Hebel 50 und 54 um eine Schwenkachse 55
kippbaren Meßwalze 10 bezogen auf die Fig. 3 bis 5 links
von der Schwenkachse 55 liegt. Dadurch kippt, beim Ausschwen
ken der Umlenkwalze 11 und der damit verbundenen Freigabe
der Nase 49 die Meßwalze 10 aus ihrer Betriebslage gemäß
Fig. 5a in eine Ruhelage gemäß Fig. 5b, in welcher sie
an einem Anschlag 56 eines Nockens 57 des Schärtisches 38
anliegt.
Umgekehrt wird beim Zurückführen der Umlenkwalze 11 aus
der ausgeschwenkten Ruhelage gemäß Fig. 4 in die Betriebs
lage gemäß Fig. 5a gleichzeitig auch die Nase 49 der ausge
schwenkten Meßwalzenlagerung mitgenommen und damit ohne
zusätzliche Manipulation gleichzeitig auch die Meßwalze 11
wieder in ihre Betriebslage zurückgeführt, in welcher sie
mit einem Anschlag 29 an der Traverse 52 anliegt.
Aus der schematischen Darstellung der Fig. 7 ist der Verlauf
der vom Gatter abgezogenen Fäden im Bereich der Meß- und
Umlenkwalze 10 bzw. 11 erkennbar. Während der Ablaufpunkt 58
der Fäden von der Meßwalze 10 sowie der Auflaufpunkt 59
der Fäden auf die Umlenkwalze 11 durch die im Betrieb orts
feste Lage der beiden gleich großen Walzen 10, 11 während
des ganzen Schärprozesses unverändert bleibt, ist der Auf
laufpunkt 60 der Fäden auf die Meßwalze 10 geringfügig
verschieden, je nachdem ob die Fäden von einer oberen oder
von einer unteren Etage Fo bzw. Fu des Spulengatters stammen.
Die sich daraus ergebenden geringfügigen Differenzen der
Umschlingung der Meßwalze 10 können aber unberücksichtigt
bleiben. Die Resultierende 61 (Fig. 7) der durch die über
die Meßwalze 10 laufenden Fäden auf die Meßwalze 10 ausge
übten Kräfte verläuft in der die Achse der Meßwalze 10
enthaltenden Ebene der größten Spannung und halbiert den
Winkel zwischen dem mittleren Auflaufpunkt 60 und dem Ab
laufpunkt 58 der Fäden auf bzw. von dieser Meßwalze 10.
Wie aus der Fig. 6 ersichtlich ist, ist der Mantel 64 der
Meßwalze 10 über Kugellager 65 auf der Meßwalzenachse 66
drehbar gelagert. Zur Messung des auf die Meßwalze 10 wirk
enden Schärbandzuges sind die Enden 62 der Meßwalzenachse 66
je auf Wegaufnehmern 63 abgestützt. Selbstverständlich wäre
es auch denkbar, die Meßwalzenachse nur einseitig auf einem
Wegaufnehmer abzustützen und diesen für die Messung des
Schärbandzuges heranzuziehen. Dann müßte aber die Resultie
rende der auf die Walze 10 einwirkenden Kräfte über das
Hebelgesetz stets neu bestimmt werden. Dieses Erfordernis
fällt bei der dargestellten Anordnung mit den beiden beid
seits der Meßwalze 10 angeordneten Wegaufnehmern 63 weg.
Außerdem hat diese Anordnung Vorteile. Während nämlich
der erste Faden F1 der über die Meßwalze 10 laufenden Faden
schar 7 sich unabhängig von den Banddaten (Bandbreite, Faden
dichte) stets an derselben Stelle befindet, verschiebt sich
der letzte Faden Fn der Fadenschar je nach den erwähnten
Parametern und der daraus resultierenden Bandbreite B. Die
Anordnung von zwei endseitig der Meßwalze 10 angeordneten
Wegaufnehmern 63 erlaubt nun die Gesamtkraft durch simple
Addition der auf jeden Wegaufnehmer 63 wirkenden Kraft zu
ermitteln. Diese Werte werden in Form von IST- Wertsignalen
über die Leitung 23 in den Prozessor 12 eingegeben und dort,
wie weiter vorne erwähnt, mit den gespeicherten SOLL-Werten
verglichen und bei Auftreten einer Differenz über die zent
rale Bremsenverstelleinrichtung zur Korrektur verwendet.
Zu erwähnen ist noch, daß auch die Umlenkwalze 11, gleich
wie die Meßwalze 10 über Kugellager auf ihrer Achse drehbar
gelagert ist, und daß beide Walzen 10 und 11 mit einer
elektromagnetischen Bremse 67 ausgerüstet sind, wie dies
in Fig. 6 für die Meßwalze 10 angedeutet ist. Dadurch kön
nen bei einem Maschinenstopp gleichzeitig mit der Schärtrom
mel 9 auch die beiden Walzen 10 und 11 stillgesetzt werden
und dank ihrer identischen Ausbildung ist auch die Brems
wirkung der beiden Walzen 10 und 11 gleichartig, und eine
separate Steuerung kann entfallen.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Regeln des Schärbandzugs beim Schären
der von Spulen eines Spulengatters abgezogenen, über je eine
ein- und verstellbare Fadenbremse einem auf dem Schärschlitten
der Schärmaschine angeordneten Schärblatt zugeleiteten
und dort vor dem Aufwickeln auf die Schärtrommel zu einem
Band geordneten Fäden, wobei eine zentrale Bremsenverstelleinrichtung
vorhanden ist, die mit einer Fadenspannungsmeßeinrichtung,
deren IST-Meßwert mit einem voreingestellten
SOLL-Wert der Fadenspannung verglichen wird, gekoppelt ist
und bei einer Abweichung zwischen den IST-Werten und SOLL-Werten
die Fadenbremsen im Betrieb der Schärmaschine zur
Korrektur der Fadenspannung fliegend selbsttätig steuert,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenspannungsmeßeinrich
tung (10, 63) eine Meßwalze (10) umfaßt,
die zwischen dem Schärblatt (6) und einer die Fäden auf die
Schärtrommel (9) umlenkenden Umlenkwalze (11) in Fadenlaufrichtung vor der Umlenkwalze (11) auf einem auf
dem Schärschlitten (30) in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser
verschiebbaren Schärtisch (38) angeordnet ist, so daß
der Winkel der Umschlingung der Meßwalze (10) durch die
Fadenschar unabhängig vom jeweiligen Wickeldurchmesser stets
gleich groß ist, und die Ebene der größten Spannung stets die
gleiche Lage einnimmt,
daß die Meßwalze (10) das ganze Schärband (7) zwischen Schärblatt (6) und Schärtrommel (9) auslenkt,
und daß bei der Beaufschlagung der Meßwalze (10) durch den Schärbandzug zwei an den Enden der Meßwalze (10) abgestützte Wegaufnehmer (63) betätigt werden, deren der Beaufschlagung proportionale IST-Wert-Signale zu einem der Gesamtbelastung der Meßwalze (10) entsprechenden Summensignal addiert werden, das einem Prozessor (12) zum IST-/SOLL- Wert-Vergleich zugeführt wird, der die zentrale Bremsenverstelleinrichtung steuert.
daß die Meßwalze (10) das ganze Schärband (7) zwischen Schärblatt (6) und Schärtrommel (9) auslenkt,
und daß bei der Beaufschlagung der Meßwalze (10) durch den Schärbandzug zwei an den Enden der Meßwalze (10) abgestützte Wegaufnehmer (63) betätigt werden, deren der Beaufschlagung proportionale IST-Wert-Signale zu einem der Gesamtbelastung der Meßwalze (10) entsprechenden Summensignal addiert werden, das einem Prozessor (12) zum IST-/SOLL- Wert-Vergleich zugeführt wird, der die zentrale Bremsenverstelleinrichtung steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßwalze (10) beidseitig in einem Hebelarm (50, 54)
schwenkbar gelagert und in beiden Hebelarmen (50, 54) in den
Wegaufnehmern (63) abgestützt ist, welche die Belastung der
Meßwalze (10) durch den momentanen Schärbandzug als IST-Wertsignal
in den Prozessor (12) einspeisen.
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