CH638255A5 - Tuftmaschine. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Tuftmaschine gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei bekannten Tuftmaschinen, z.B. gemäss US-PS 3 554147 und Re 27 165, werden die Garne entweder in Form von abgemessenen Längen eines nichtabgelängten Garnstrangs oder von Garnstücken bestimmter Länge mittels einer pneumatischen Vorrichtung zu einer Tuftstation transportiert, wo sie an einer Unterlage angebracht werden, um ein getuftetes Erzeugnis zu bilden. Zum Tuften können entweder Nadeln, Tuftelemente oder aber eine Vorrichtung vom Stomper-Typ verwendet werden, wobei zum Verbinden mit der Unterlage Bindemittel verwendet werden können.
Gemäss der US-PS Re 27 165 liefert ein Schiebemagazin verschiedenfarbige Garne an je eines von mehreren Führungsrohren, durch die das betreffende Garn den Tuftelementen zugeführt wird. Zwischen dem Magazin und den Führungsrohren ist eine bewegliche Messerschneide angeordnet. Die abgelängten Garnstücke werden pneumatisch zu einer Tuftstation transportiert und dort an der Unterlage angebracht. Die Einrichtung nach der US-PS 3 554 157 verwendet für die gleichzeitige Auswahl von Garnstücken verschiedener Art, insbesondere verschiedener Farbe, eine Kollatorvorrichtung, in der einzelne Kanäle Garn in einen gemeinsamen Kanal neben der Tuftstation transportieren. Die Auswahl der Arten bzw. Farben und die Zumessung erfolgt in einer Auswahl-und Zumessvorrichtung und der Transport pneumatisch.
Die Ablängeinrichtung ist vorzugsweise dicht neben der Tuftstation angeordnet, um eine Garnlänge vom Garnstrang abzutrennen, der zu jeder von zahlreichen Nadelstationen transportiert worden ist. Für jede der Vielzahl von Nadeln, die bis zu 1200 betragen kann, ist vorzugsweise eine Vielfar-benauswahlvorrichtung vorhanden, um mehrfarbige Tuft-waren zu erzeugen. Vorzugsweise arbeiten die Tuftnadeln paarweise und der Tuft hat U-Form mit gleichlangen äusseren U-Schenkeln, deren Länge (Florhöhe) einstellbar sein soll.
Bei Maschinen mit derart verwickelter Bauweise, mit derart zahlreichen bewegten Teilen und mit derart hohen Arbeitsgeschwindigkeiten sind eine robuste und Leichtbauweise sowie eine einfache Wartungs- und Wiederinstandsetzungsmöglichkeit mit kürzesten Stillstandzeiten oberstes Gebot. Diesen Anforderungen genügen die bekannten Nadelbalken bei weitem nicht (siehe z.B. US-PS 3 447 496). Oft wird dafür nur ein massiver Balken mit senkrechten Bohrungen benutzt, in denen je eine Tuftnadel mittels einer letzterer zugeordneten Stellschraube befestigt ist. Ein solcher Nadelbalken ist zwangsläufig relativ schwer und/oder wenig biegefest, die Anzahl der Bestandteile gross, die Montage zeitraubend und die Befestigungsweise wegen der starken Erschütterungen höchst unzuverlässig.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Tuftmaschine, um die Nachteile bekannter Ausführungen zu vermeiden. Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 definierten Massnahmen gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Tuftmaschine sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 8 umschrieben. Eine solche Tuftmaschine eignet sich besonders zum Tuften nach System Spanel mit pneumatischem Garntransport gemäss US-PS 3 554 147 und Re 27 165.
Bei einer statisch und dynamisch unter besonderer Berücksichtigung der Balkenlänge und -abstützung vorgeschriebenen Biegefestigkeit lässt sich ein solcher Nadelbalken extrem leicht und gleichzeitig robust ausführen, z.B. hohl und/oder unter Verwendung von Titan oder Beryllium. Ferner werden kürzeste Montage-, Wartungs-, Wiederin-standsetzungs- und Stillstandszeiten erzielbar, da der Nadelbalken erstens längs seiner ganzen wirksamen Länge eine Inspektions- und Zugriffsöffnung aufweisen kann und zweitens mit einer Mindestanzahl von - obendrein absolut zuverlässigen und narrensicheren - Befestigungsmitteln auskommen kann. Zum Beispiel genügt bei dieser Bauweise ein einziger Rollstift, um vier Tuftnadeln a) auch bei stärksten Erschütterungen in ihrer richtigen Stellung festzuhalten und b) bei Bedarf mit einem einzigen Schlag auf einen Stift zu lösen. Die Montage kann von ungelernten Kräften durchgeführt und sogar weitgehend automatisiert werden.
Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Tuftmaschine werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Tuftmaschine mit einem in Leichtbauweise ausgeführten Nadelbalken;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 schaubildlich;
Fig. 3 den Nadelbalken der Fig. 1 und 2 schaubildlich;
Fig. 4 in grösserem Masstabe einen Schnitt gemäss 4-4 der Fig. 3;
Fig. 5 in grösserem Masstabe einen Schnitt gemäss 5-5 der Fig. 3;
Fig. 5 A einen zweiten Nadelbalken in ähnlicher Darstellung wie in Fig. 5, jedoch in kleinerem Masstabe;
Fig. 6 eine Tuftnadel schaubildlich; und
Fig. 7 und 8 einen dritten bzw. vierten Nadelbalken in ähnlicher Darstellung wie in Fig. 5.
Fig. 1 zeigt eine Tuftmaschine, die eine Garnauswahl- und Zumessvorrichtung 12, eine pneumatische Transportvorrichtung 14 und eine Tuftstation 16 aufweist. Die Tuftmaschine kann bis zu 1200 Tuftstationen aufweisen, und jede Tuftstation hat ihrerseits fünf bis acht Garnstränge zu verarbeiten, die verschiedenartig, vorzugsweise verschiedenfarbig sind.
Für jede Auswahl- und Zumessvorrichtung können Steuer-
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signale vorgesehen werden, um jede Auswahlbetätigungsvor-richtung zu betätigen, und zwar durch eine von verschiedenen Auslesevorrichtungen. Um an einer Unterlage ein gewünschtes Tuftmuster zu erzeugen, werden Musterinformationen von Bändern, Trommeln oder anderen Aufzeichnungsträgern in elektrische oder andere Arten von Signalen umgewandelt. Letztere werden zu der geeigneten Zeit in bezug auf den Tuftzyklus, wie durch die unterbrochenen Zeitgeberimpulse der Fig. 1 angegeben, der Betätigungsvorrichtung 13 für die Garnauswahl- und Zumessvorrichtung zugeführt. Die Auswahlbetätigungsvorrichtung 13 kann eine Magnetspule oder irgendeine andere elektrische, thermische, pneumatische oder hydraulische Betätigungsvorrichtung sein. Eine drehbewegliche Garnzuführvorrichtung 15, beispielsweise gemäss US-PS 3 937 157 arbeitet in Fig. 1 mit Zwischengliedern 17 zusammen. Letztere erstrecken sich von der Betätigungs Vorrichtung 13 bis zur drehbeweglichen Garnzuführvorrichtung 15 und steuern auch die Rückzugsvorrichtung 19, z.B. gemäss US-PS 3 937 157. Die Garnzuführvorrichtung weist auch Garnführungen 21 und Antriebsrollen 23 auf. Die Garnauswahl- und Zumessvorrichtung weist ferner Rückzugsvorrichtungen gemäss der CH-PS 622 045 auf.
Die Tuftmaschine wird mittels eines Motors 18 über eine Transmission 20 angetrieben, beispielsweise eine Zahnradkette oder dergleichen. Durch die ganze Vorrichtung erstreckt sich eine Welle 22, von der aus der Antrieb betätigt wird, wie im folgenden noch erläutert wird.
Besondere Farbauswahlsignale werden je nach den Farbanforderungen eines gewünschten Tuftmusters erzeugt. Jedes der Farbauswahlsignale wird auf die Auswahlbetätigungsvorrichtung 13 gegeben und gibt an, dass eine bestimmte Länge eines ausgewählten Garns mittels der Garnauswahl-und Zumessvorrichtung 12 zugemessen werden und mittels der pneumatischen Transportvorrichtung 14 und durch Garnführungsrohre 24 hindurch vorgeschoben werden soll, damit der gewünschte Garnstrang in einen gemeinsamen Kanal 26 gelangt. Letzterer führt zur Tuftstation 16, wo er abgelängt wird. Der so erhaltene Garnabschnitt wird auf eine Unterlage L getuftet. Eine Druckluftquelle 28 liefert die Druckluft für die pneumatische Transportvorrichtung 14. Die Rückzugsvorrichtung 19, die ein Bestandteil der Garnauswahl- und Zumessvorrichtung 12 ist, entfernt den zuletzt ausgewählten Garnstrang von dem gemeinsamen Kanal 26 dicht an der Tuftstation nach der Abtrennung des Garnstücks. Auf diese Weise wird die nächste Farbauswahl mittels der Steuersignale vorbereitet.
In der Tuftstation 16 nehmen Tuftnadeln 30 mit aufeinander ausgerichteten Öhren die Garnstränge vor dem Tuften auf. Die Tuftnadeln 30 sind auf einem Nadelbalken 32 befestigt, welcher über einen Nockenantrieb 34 den Tuftnadeln 30 eine Hin- und Herbewegung erteilt.
Die Unterlage L kann von einer Zufuhrwalze 36 über eine Walze 38 zugeführt werden. Eine nicht angetriebene Walze 40 leitet das getuftete Produkt zur Aufnahmewalze 42, welche mittels eines Ratschen- und Klinkenmechanismus 44 betätigt wird, der seinerseits auch von einem Nockenantrieb 45 betätigt wird.
Wie Fig. 1 und 2 zeigen, weist die Tuftstation 16 Tuftnadeln 30 mit aufeinander ausgerichteten Öhren 46 auf. Jede einzelne Tuftstation weist Paare von Nadeln 30, z.B. gemäss US-PS Re 27 165, auf. Die Tuftnadeln 30 werden mittels des in Leichtbauweise ausgeführten Nadelbalkens ausgerichtet und sind mit letzterem durch ein Einsatzstück 48 verbunden. Eine Grundplatte 50 dient als Befestigungsvorrichtung für eine Standardverbindung, welche den Nadelbalken 32 mittels des Nockenantriebs 34 antreibt.
Wie Fig. 1 und 2 ferner zeigen, ist ein ortsfester Schneidenteil 52 mit Öffnungen 54 dicht am gemeinsamen Kanal 26
angeordnet, durch den das Garn in Richtung auf jede Tuftstation 16 läuft. Unmittelbar an dem ortsfesten Schneidenteil 52 sind hin- und herbewegbare zweite Schneidenteile 56 angeordnet. Letztere sind mit einem hin- und hergehenden Schneidenhalter 58 verbunden, der in Querrichtung in bezug auf die Maschine hin- und herbewegbar ist. Diese Hin- und Herbewegung wird mittels eines Nockens 59 in Fig. 1 oder dergleichen hervorgerufen. Jeder einzelne Schneidenteil 56 ist mit dem Schneidenhalter 58 mittels einer Verriegelungsund Einstellvorrichtung 60 verbunden, die beispielsweise von der Art einer Einstellschraubenvorrichtung sein kann.
Dicht an den zweiten Schneidenteilen 56 befindet sich ein Garneinsteller 62 mit Garnöffnungen 64. Letztere sind auf die Öffnungen 54 des ersten Schneidenteils 52 ausgerichtet, so dass Garnstränge pneumatisch durch die Tuftnadeln 30 hindurchgeführt werden können. Der Garneinsteller 62 ermöglicht es der Maschine, dass sie Garn auswählt und tuftet, das verschiedene Längen hat, so dass Tufterzeugnisse mit Verschiedenen Florhöhen hergestellt werden können, und zwar entweder auf demselben Tufterzeugnis oder auf verschiedenen Tufterzeugnissen. In Fig. 2 sind U-förmige Tufte T dargestellt. Aus Fig. 1 und 2 lässt sich entnehmen, dass, wenn verschiedene Garnlängen durch die Garnauswahl- und Zumessvorrichtung 12 in Abwesenheit von Einstellvorrich-tungen zugemessen werden, ungleichmässige Tufte erzielt werden, die mehr J-förmig als U-förmig sind, da mehr oder weniger Garn nach der rechten Seite der Tuftnadeln 30 zugeführt wird als nach deren linken Seite, und zwar zwischen den Tuftnadeln 30 und der Ablängeinrichtung. Daher ist es besser, wenn der Abstand zwischen den Tuftnadeln 30 und dem zweiten Schneidenteil 56 gleich der kürzesten Tuftschen-kellänge ist, die in der Maschine hergestellt wird. Wenn längere Tufte erwünscht sind, muss das notwendigerweise zusätzliche Garn durch die Zumessvorrichtung 12 vorbewegt und pneumatisch zu den Tuftnadeln 30 mit dem zusätzlichen Garn geführt werden, welches nach der rechten Seite der Tuftnadeln 30 befördert werden soll. Der Garneinsteller 62 hebt dann das Garn an und zieht eine Hälfte des zusätzlichen Garns nach der linken Seite der Tuftnadeln 30 vor der Abtrennung mittels des zweiten Schneidenteils 56 zurück. Auf diese Weise fällt jeder Tuftschenkel gleich aus und es werden U-förmige Tufte erzielt. Es ist zu bemerken, dass die vorhin verwendeten Bezeichnungen «rechts» und «links»
sich auf die Fig. 2 beziehen. Die Ausdrücke müssen vertauscht werden, wenn man Fig. 1 betrachtet.
Ein Hauptbestandteil des Garneinstellers 62 ist der Garn-einstellerträgerbalken 66. Dieser führt eine Hin- und Herbewegung in senkrechter Richtung aus und ermöglicht auf diese Weise über die Verbindung mittels eines exzentrischen Bauteils 67, der in Fig. 1 schematisch dargestellt ist.
Das Garn wird gegen die Unterlage L mittels Garnstückklemmen 70 festgeklemmt, und zwar vor dem Tuften mittels der Tuftnadeln 30 vor, während oder nach der Ablängung des Garnes. Gegenüber der Unterlage L ist ein verschiebbarer Stützteil 69 angeordnet, und zwar von den Klemmen 70, um eine Abstützung für die Unterlage L zu ermöglichen. Der Stützteil 69 ist mittels eines Nockens 73 gesteuert und ist aus seiner Stützstellung entfernt, wenn die Unterlage L vorwärtsbewegt wird.
Die Klemmen 70 weisen hohle Abschirmungen 71 auf, in welche die Tuftnadeln 30 jedes Nadelpaars eintreten, das sich in der nächsten Nähe des Garneinstellers 62 befindet. Jede Abschirmung 71 verhindert das Hängenbleiben des Garns an der abgeschirmten Tuftnadel 30, wenn sie unmittelbar neben dem Garneinsteller 62 nach unten fährt.
Der Trägerbalken 66 weist Kanäle 68 auf, so dass die Klemmen 70 sich wie der Trägerbalken 66 hin- und herbewegen können, jedoch unabhängig von diesem. Die
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Klemmen 70 sind mit einem Klemmenträger 72 verbunden. Letzterer enthält Federn 74, welche durch einen Flansch 148 für jede der einzelnen Klemmen 70 abgestützt sind. Fig. 1 zeigt weiter, dass ein Nocken 75 die senkrechte Hin- und Herbewegung des Klemmenträgers 72 bewirkt.
An einem Ende der Maschine ist ein Laser 76 angeordnet, während an der entgegengesetzen Seite des Lasers 76 ein auf ihn ausgerichteter Fotodetektor 78 angeordnet ist. Der Laserstrahl kann dazu benutzt werden, um Garn in jedem der Kanäle zu einer Zeit nachzuweisen, wenn ein solches Garn nicht vorhanden sein darf. Das Vorhandensein von Garn zu einem solchen Zeitpunkt zeigt nämlich eine Störung an.
In Fig. 3 hat der Nadelbalken 32 im wesentlichen eine U-Form mit einer Deckplatte 80 und Seitenwänden 82,84, die alle drei vorzugsweise einstückig gemacht werden und eine Wanddicke von ungefähr 1 mm aufweisen. Die Deckplatte 80 weist Bohrungen 86 für die Aufnahme von Nadelpaaren auf; diese dienen zur Ausrichtung und Führung der Tuftnadeln 30 in jeder Tuftstation. Der Nadelbalken 32 ist vorzugsweise aus weichem Stahl hergestellt, kann aber auch aus Leichtmetall oder Titan oder Beryllium hergestellt sein.
Aus demselben Werkstoff kann auch das Einsatzstück 48 gefertigt sein, das parallel zur Deckplatte im Innern des Nadelbalkens 32 angebracht ist. Es weist Öffnungen 90 zum Durchtritt der Nadeln 30 auf, welche den Bohrungen 86 in der Deckplatte 80 entsprechen.
In den Seitenwänden oder einer der beiden Seitenwände 82,84 sind Querbohrungen 92 angebracht, welche Querbohrungen im Einsatzstück 48 entsprechen. Letzere erstrecken sich jedoch über die ganze Breite des Einsatzstücks 48 und dienen zur Lagerung von Befestigungs- und Positionierungsbolzen 98.
Nach unten ist der Nadelbalken 32 durch eine Grundplatte 50 abgeschlossen, in der sich Montagebohrungen 96 zur Befestigung des Nadelbalkens 32 an Antriebselementen und Stan-dard-Zwischengliedern dienen. Letztere erstrecken sich vom Nadelbalken 32 zur Antriebsvorrichtung, wie z.B. zum Nocken 34 in Fig. 1. Sowohl die Zwischenplatte 48 als auch die Grundplatte 50 können durch Punktschweissen oder auf andere Weise mit den Seiten wänden 82,84 verbunden werden. Die Grundplatte 50 kann auch aus einer Reihe von Stegen bestehen, die ungefähr 7,5 cm lang sind und alle 46 cm voneinander entfernt sind, was den Anordnungen der Stan-dardstösselfüsse oder anderen Verbindungsgliedern entspricht, die mit dem Nadelbalken 32 mittels der Grundplatte 50 oder der Stege verbunden sind.
Die Deckplatte 80 kann als erster Führungs- und Ausrichtungsbauteil für die Tuftnadeln 30 betrachtet werden. Dann stellt das Einsatzstück 48 den zweiten Bauteil mit denselben Funktionen dar, im Einsatzbauteil 48 werden aber die Nadeln positioniert und befestigt. Die Grundplatte 50 kann als dritter Bestandteil betrachtet werden, an den der Antrieb angekoppelt wird. Die drei Hauptbestandteile liegen in verschiedenen Höhen und sind miteinander durch Verbindungsmittel, im vorliegenden Fall durch die Seitenwände 82,84, verbunden.
Fig. 4 zeigt eine Reihe von vier Tuftnadeln 30, von denen je zwei mittels eines Rollstifts 98 befestigt sind. Zu diesem Zweck weist die Nadel an ihrem der Spitze abgewandten Endabschnitt eine entsprechend gekrümmte Aussparung 100 auf (Fig. 6). Wegen der bekannten Federwirkung der Rollstifte 98 sind die Nadeln 30 starr in ihrer Stellung festgehalten, d.h. sowohl gegen axiale als auch gegen Drehbewegungen und seitliche Verschiebung gesichert und können nicht entfernt werden, bevor die Rollstifte 98 ausgestossen worden sind, z.B. mittels eines Dorns.
Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, sind die Rollstifte im wesentlichen rohrförmige Körper mit einem Längsschlitz. Beim Betrieb wird ein Klemmwerkzeug benutzt, um die Rollstifte 98 zusammenzuklemmen, indem man den Schlitz vorübergehend schliesst und dadurch ihren Durchmesser verkleinert. Das Klemmwerkzeug ist überflüssig, wenn man Rollstifte 98 verwendet, die an einem Ende konisch zugespitzt sind. Wenn die Rollstifte 98 mindestens teilweise in die Querbohrungen 92 eingesetzt sind, kann das Klemmwerkzeug entfernt werden und es genügt ein Schlag, um sie in ihre endgültige Stellung zu versetzen. Die Rollstifte 98 springen dann in ihre ursprüngliche Form zurück, können aber leicht in die Bohrungen eingesetzt wie auch aus ihnen entfernt werden. Wenn nämlich die Tuftnadeln 30 ersetzt werden müssen, ist das Lösen der Rollstifte 98 die unbedingte Voraussetzung, es genügt aber im Gegensatz zu den eingangs erwähnten Stellschrauben hier ein einziger Handgriff, durch den obendrein zwei benachbarte Tuftnadeln gleichzeitig befreit werden. Vorzugsweise sind die Rollstifte 98 mit abgeschrägten Aussenkanten versehen, um das Einsetzen und Lösen zu erleichtern.
Fig. 5 zeigt den Nadelbalken mit einem Nadelpaar einer einzigen Tuftstation, wie es zum Tuften mit U-förmigen Tuften erforderlich ist. Ein Rollstift 98 verriegelt beide Tuftnadeln in ihrer ausgerichteten Stellung und zwar in einer einzigen Nadelstation in ähnlicher Weise wie in Fig. 4. Die Befestigungsweise der Fig. 4 kann mit der der Fig. 5 kombiniert werden, so dass mit einem einzigen Rollstift 98 gleichzeitig vier Tuftnadeln 30 verriegelt werden können, welche die vier Ecken eines Rechtecks besetzen.
In Fig. 5 A ist ein zweiter Nadelbalken dargestellt, bei dem die Deckplatte, die Zwischenplatte und die Grundplatte einstückig sind und somit ein I-Profil bilden. Die Tuftnadeln 30 sind in Öffnungen 83 eingesetzt worden und werden somit auch in ihrer Stellung und Ausrichtung gehalten. Die Verriegelung erfolgt wieder mittels Rollstiften 98, die in Querbohrungen des breiteren Flansches des Nadelbalkens 81 gelagert sind. Letzterer weist auch eine Montagebohrung 96 auf, um den Nadelbalken 81 an Antriebselementen zu befestigen.
Fig. 6 zeigt eine typische Tuftnadel mit einem Nadelöhr 46 für das Tuftgarn und zeigt auch die gekrümmte Randaussparung 100 am entgegengestzten Ende. Die Aussparung 100 wird in ihrer Form und Grösse den Rollstiften angepasst, damit ein glatter und fester Sitz erzielt wird, wenn die Nadel in den Öffnungen 86,90 steckt und mittels des elastischen Rollstifts 98 verriegelt wird.
Fig. 7 zeigt einen dritten Nadelbalken 102, der ähnlich dem ersten Nadelbalken der Fig. 3 ist. Der Unterschied besteht darin, dass hier das Einsatzstück 48' gleichzeitig die Funktion der Grundplatte 50 übernimmt und somit dicker ausgebildet ist als das Einsatzstück 48 der Fig. 3. Der Bauteil 48' weist somit ausser Querbohrungen 92', die als Lager für die Rollstifte 98 dienen, auch eine Montagebohrung 96' auf.
Der vierte Nadelbalken 104 der Fig. 8 ist massiv und wird vorzugsweise aus einem leichten, aber festen Werkstoff gefertigt, beispielsweise unter Verwendung von Titan oder Beryllium. Es sind wieder senkrecht verlaufende Öffnungen zur Aufnahme der Tuftnadeln 30 vorhanden, die von Querbohrungen 92" geschnitten werden, die als Lager für die Rollstifte 98" dienen. Die Montagebohrungen 96" in Fig. 8 und 96' in Fig. 7 entsprechen der Montagebohrung 96 in Fig. 3.
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- 638255PATENTANSPRÜCHE1. Tuftmaschine mit einem die Tuftnadeln (30) tragenden Nadelbalken (32,81,102,104), in welchem Nadelschaftöffnungen (86,90) zur Halterung der Tuftnadeln vorgesehen sind, gekennzeichnet durch Bohrungen (92,92', 92"), welche die Nadelschaftöffnungen mindestens teilweise durchschneiden, und dass einschiebbare Mittel (98,98', 98") zur Festlegung der axialen und der Drehstellung der Tuftnadeln (30) wegnehmbar in diesen Bohrungen sowie in Aussparungen (100) in den Nadelschäften eingesetzt sind.
- 2. Tuftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese einschiebbaren Mittel Stifte sind.
- 3. Tuftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese einschiebbaren Mittel sich unter Rei-bungsschluss an die Aussparungen (100) der Nadelschäfte anlegen.
- 4. Tuftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einschiebbaren Mittel Rollstifte (98,98', 98") sind, die unter Reibungsschluss in Eingriff bringbar sind.
- 5. Tuftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelschaftöffnungen (86,90) aufeinander ausgerichtet sind, um an jeder Tuftstation der Tuftmaschine Paare von Nadeln aufzunehmen.
- 6. Tuftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stift (98) vier Tuftnadeln sichert.
- 7. Tuftmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Montagebohrungen (96,96', 96") zum Anbringen von Antriebsmitteln am Nadelbalken (32,81,102,104).
- 8. Tuftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelbalken (32,102) U-förmig ist.
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